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  • vor 2 Tagen
Predigt zu Markus 10,35-45 von Dr. B. Kaiser, Institut für Reformatorische Theologie, Reiskirchen.
Rhetor: Henning Westrup

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Prediger: Henning Westrup, Senior Straßenprediger, Germany
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Kategorie

Menschen
Transkript
00:01Lieber Bruder, liebe Schwestern im Herrn Jesus Christus, in dieser heutigen Predigt soll es einmal gehen um das Thema der
00:08Nachfolge.
00:09Ich weiß, es ist sehr facettenreich und hat auch thematisch wie auch inhaltlich eine ganz, ganz große Reichweite.
00:17Ich will darum auch nur einige Auszüge aus der Predigt von Herrn Dr. Kaiser, dem Leiter des Institutes für Reformatorische
00:25Theologie, vorlesen.
00:27Wir fangen an mit einer Lesung aus Markus 10, die Verse 35 bis 45 und da sagt die Schrift folgendes.
00:35Da gingen zu ihm Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedeos, und sprachen, Meister, wir wollen, dass du für uns
00:43tust, was wir dich bitten werden.
00:46Er sprach zu ihnen, was wollt ihr, dass ich für euch tue?
00:50Sie sprachen zu ihm, gib uns, dass wir sitzen, einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken in deiner
00:57Herrlichkeit.
00:59Jesus aber sprach zu ihnen, ihr wisst nicht, was ihr bittet.
01:03Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder euch taufen lassen mit der Taufe, mit der ich getauft werde?
01:10Sie sprachen zu ihm, ja, das können wir.
01:14Jesus aber sprach zu ihnen, ihr werdet zwar den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe,
01:20mit der ich getauft werde,
01:23zu sitzen aber zu meiner Rechten oder zu meiner Linken.
01:27Das steht mir nicht zu, euch zu geben, sondern das wird denen zuteil, für die es bestimmt ist.
01:37Und als das die Zehn hörten, wurden sie unwillig über Jakobus und Johannes.
01:42Da rief Jesus sie zu sich und sprach zu ihnen, ihr wisst, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder,
01:50und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an.
01:54Aber so ist es doch unter euch nicht, sondern wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein.
02:01Und wer unter euch der Erste sein will, der soll aller Knecht sein.
02:08Denn auch der Mensch soll es nicht kommen, dass er sich dienen lasse,
02:12sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.
02:19Markus 10, Vers 35 bis 45. Das hat es in sich.
02:23Bitte hört diese Predigt jetzt bis zum Ende an.
02:26Der natürliche Mensch will herrschen, nicht dienen.
02:30Er will von den Menschen geachtet werden, und darum strebt er Machtpositionen an.
02:35Aber Jesus hat ihnen tausendfach vorgetragen und vorgelebt,
02:42dass es in seinem Reich nicht um Macht geht, sondern um Dienst.
02:48Wer in weltlicher Hinsicht erfolgreich ist, Macht ausüben kann und durch seine Rhetorik überzeugt,
02:57wird auch in der Kirche mehr Gehör finden als ein bibeltreuer und demütiger Mensch.
03:03Darum läuft es in der Kirche auch wie in der Welt.
03:08Der Chef eines christlichen Werkes sagte einmal,
03:12Leiden ist besser als Leiden.
03:18Ja, und manche drängen sich dann von solchen ehrgeizigen Leuten
03:25in das Presbyterium einer Gemeinde oder in den Vorstand eines christlichen Werkes rein
03:29und übernehmen dann auf solche Weise auch dort die Regie.
03:33In der Regel suchen die Machttypen nicht Christus,
03:41sondern sie instrumentalisieren das Evangelium, um die Menschen an sich zu binden.
03:47Sie bilden bald Koalitionen mit Leuten, die ihnen nach dem Mund reden,
03:52mit deren Hilfe sie ihre Macht sichern und möglicherweise Konkurrenten ausstechen.
03:56So läuft es.
03:58Sie sind nicht Hirten der Herde Christi,
04:01sondern sie schaffen sich ihre eigene Herde, ihre Gefolgsleute,
04:04die sich ihrem Dienst anpassen und die sich darum an ihrer Gunst erfreuen.
04:10Jesus aber sagt dem gegenüber,
04:12Aber so ist es unter euch nicht.
04:16Und wie ist es nun im Reiche Gottes?
04:20Jesus sagt in aller Klarheit,
04:23Wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein.
04:26Und wer unter euch der Erste sein will, der soll aller Knecht sein.
04:31Also die äußere Gestalt des Dienstes kann natürlich sehr verschieden sein.
04:35Für den einen bedeutet sie, die anfallende Arbeit ohne Murren anzupacken.
04:40Für den anderen bedeutet sie,
04:41einen Bruder in seiner materiellen oder finanziellen Not zu unterstützen.
04:45Für den dritten kann sie beinhalten,
04:47dem Mitchristen zur Hand zu geben und zu helfen.
04:50Für den vierten bedeutet sie,
04:53für das Reich Gottes seinen Kopf hinzuhalten.
04:56Ja, letzteres betraf Jesus und die Jünger.
05:02Darauf weist das Wort Jesu an die beiden ehrgeizigen Zebedeus-Söhne,
05:07Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke,
05:11oder euch taufen lassen mit der Taufe, mit der ich getauft werde?
05:17Wollen die beiden Möchtegern Minister mit Jesus diesen Weg tatsächlich gehen?
05:21Sie bejahen es jedenfalls.
05:24Von Jakobus ist in der Apostelgeschichte zu lesen,
05:28dass Herodes ihn, den Bruder des Johannes,
05:31mit dem Schwert tötete.
05:32In der Apostelgeschichte 12, Vers 2.
05:34Und Johannes schreibt im hohen Alter noch aus der Verbannung heraus.
05:39Also, die Jünger waren nicht höher als ihr Meister.
05:45Diese Jünger nicht.
05:47Nun ist das aber nicht der Weg eines jeden Christen.
05:52Was aber für einen jeden Christen gilt,
05:55ist das Wort Jesu.
05:57Und zwar, wer groß sein will unter euch,
06:00der soll euer Diener sein.
06:02Und wer unter euch der Erste sein will,
06:05der soll aller Knecht sein.
06:08Und genau das steht der Natur
06:10des Christenmenschen zutiefst entgegen.
06:14Den Gedanken, seinen Bruder höher zu achten als sich selbst,
06:19wie es ja die Schrift fordert,
06:21empfindet auch der Christ als Zumutung,
06:24ja, als Kreuzigung seines eigenen Iches.
06:27Den Bruder anzunehmen, wie Christus uns angenommen hat,
06:32wieder und wieder barmherzig zu sein
06:34und ihm zu vergeben,
06:36das ist nicht die natürliche Neigung des Christen.
06:40Nein, und doch sagt es Jesus so.
06:44Eine solch hohe Investition in den Mitchristen
06:47ist nur möglich,
06:49wenn der Christ ein Kapital besitzt,
06:52das es ihm erlaubt,
06:54so großzügig zu sein.
06:56Ich spreche hier vom Kapital des Evangeliums,
06:59von der Verheißung,
07:00nämlich der Vergebung der Sünden.
07:03Wer das erfahren hat,
07:05der hat es.
07:06Wer dies vor Augen hat,
07:08der wird sich auch nicht scheuen,
07:10auch Arbeiten anzupacken,
07:12die in den Augen der Menschen niedrig sind.
07:15Er wird sich nicht scheuen,
07:16auch solchen Menschen das Evangelium zu verkündigen
07:20und Gutes zu tun,
07:21die es vielleicht aus menschlicher Sicht nicht wert sind.
07:25Er wird seinen Bruder nicht instrumentalisieren,
07:28um seine Macht zu sichern,
07:30sondern er wird seinem Bruder helfen
07:32und ihm fördern,
07:34soweit es in seinem Vermögen auch stehen mag.
07:37Jesus jedenfalls sagt hier von sich,
07:40der Menschen soll es nicht kommen,
07:42dass er sich dienen lassen,
07:44sondern, dass er diene
07:46und sein Leben gebe
07:47als Lösegeld für viele.
07:52Und das bedeutete für Jesus,
07:55dass er,
07:56der allmächtige und herrliche Gott,
08:00sich selbst zum Diener der Menschen machte.
08:04Er erniedrigte sich in seinem Tod am Kreuz
08:08so sehr,
08:10dass er unter uns zu stehen kam.
08:15Jesus hat dies getan,
08:17damit wir es nicht tun müssen.
08:19So hat Jesus uns,
08:21seinem Volk, gedient.
08:24Ja, so war er,
08:26der Knecht zu unserem Heil.
08:31Gott demütigte ihn,
08:34um ihn zu erhöhen.
08:36Und genau das haben viele Menschen,
08:39von denen uns die Bibel berichtet,
08:42auch selbst erfahren.
08:44Gott ließ sie arm und schwach werden,
08:48Leid und Verfolgung erleiden,
08:50damit sie die Kraft der Gnade erkennen.
08:53Das alles sollte in uns das Vertrauen erwecken,
08:58bei Christus die Vergebung der Sünden zu suchen
09:01und auf ihn allein auch wirklich zu hoffen,
09:04und zwar in allen Nöten.
09:06Zum Schluss einige Worte zu den Evangelikalen.
09:11Nämlich der typische postmoderne Christ fragt er,
09:16was das Christsein ihm Nütze ist,
09:18wie es ihm helfen kann,
09:19seine Befindlichkeitslage zu verbessern.
09:23Aber auch konservative Christen
09:25haben mächtig Defizite,
09:28wenn ihr Handeln an der Gesinnung Christi gemessen wird.
09:31Der Streit in zahllosen evangelikalen Gemeinden,
09:36Werken und Institutionen
09:38ist eine Frucht des Dünkels,
09:41besser zu sein als die anderen.
09:45Bibeltreuer, reformatorischer,
09:48weitsichtiger und weiser zu sein als die anderen.
09:52Die Machtkämpfe, die hier stattfinden,
09:55die Spaltungen und das Konkurrenzdenken
09:59bis hin zum offenen Hass und Neid
10:00sind allesamt Früchte des Unglaubens.
10:07Wer seine Bibelträume es braucht,
10:10um andere Christen gleichen Glaubens zu bekämpfen,
10:13hat vermutlich nichts,
10:15aber auch gar nichts von der Kraft des Evangeliums je verstanden.
10:21Ein rechter Christ wird seine Brüder und Schwestern
10:25nicht unter sein Diktat stellen,
10:28sondern er wird sie dem Herrn Christus zuführen.
10:32Er wird bestrebt sein,
10:33zu zeigen, was Christus getan hat
10:36und die Menschen zum Glauben an Christus rufen.
10:41Gott bekehrt die Menschen,
10:43er überwindet die Widerspenstigen,
10:46er weist auch einem jeden Christen seinen Weg
10:49und er, Gott,
10:52lenkt selbst die Verfolger seiner Kirche.
10:57Wirklich groß in den Augen Gottes ist der,
11:00der ihm, Gott, dient
11:02und der so wie Christus seinem Nächsten dient.
11:07Darum wollen wir neu lernen.
11:11Wer groß sein will unter euch,
11:14der soll euer Diener sein
11:15und wer unter euch der Erste sein will,
11:17der soll aller Knecht sein.
11:20Amen.
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