00:00Lieber Bruder, liebe Schwestern im Herrn, Russland ist unser Erzfeind.
00:05Das jedenfalls hörte ich neulich aus dem Munde unseres Herrn Bundesaußenministers.
00:10Womöglich sprach er damit ein Wunsch oder ein ideologisch-politisches Feind mit für unser ganzes Volk aus.
00:16Aber ich habe keinen einzigen Erzfeind und hasse auch gar niemanden.
00:22Aber ich fühle mich von so etwas schon ziemlich erschreckt und sogar auch angewidert, muss ich sagen.
00:28Frage, wie geht es dir denn dabei, lieber Bruder, liebe Schwestern, wenn du so etwas hörst?
00:33Schreib mir das doch mal im Kommentar.
00:35Das Wichtigste an alledem aber ist doch das.
00:38Was sagt die Heilige Schrift zu solchen Ambitionen?
00:42Jesus Christus, unser geliebter Heiland, spricht ja doch in Matthäus 5, Vers 44 diese Worte.
00:48Ich aber sage euch, liebt eure Feinde, segnet die euch fluchen,
00:56denn Gott lässt die Sonne aufgehen über die Bösen und über die Guten.
01:02Matthäus 5, Vers 44
01:05Die Liebe lässt also überhaupt kein Feindbild zu, im Gegenteil.
01:10Weiter spricht der Herr im vierten Gebot des Mose, 2. Mose 20,
01:15Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf das dir es wohlgehe und du lange lebst auf Ehren, 2.
01:21Mose 20.
01:22Und der Katechismus Luthers lehrt, wir sollen Gott fürchten und lieben,
01:28dass wir unsere Eltern und Herren nicht verachten noch erzürnen,
01:33sondern sie in Ehren halten, ihnen dienen, gehorchen, sie lieb und wert haben.
01:38Soweit Luthers Katechismus.
01:41Und mit Blick auf die Obrigkeit heißt es im Römerbrief Kapitel 13,
01:45jeder Mann, jeder Mann sei untertan, der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat.
01:54Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott.
01:58Wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet.
02:03Wer sich nun der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt Gottes Ordnungen.
02:09Die aber widerstreben, werden ein hartes Urteil über sich empfangen.
02:14Römerbrief Kapitel 13.
02:17Frage, kann denn demnach die Obrigkeit schalten und walten und mit uns machen, was er will?
02:24Mitnichten. Und jetzt hör gut zu. Mitnichten.
02:28Denn über den Anordnungen und Verordnungen von Römerbrief Kapitel 13,
02:34darüber leuchtet doch das oberste von allen Geboten ganz, ganz hell auf.
02:41Nämlich, du sollst Gott lieben von deinem ganzen Herzen
02:45und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
02:50Damit ordnet also das Wort Gottes, wie wir in unserem Leben als Christen,
02:56aber auch in unserem Leben als Staatsbürger die Liebe ausüben sollen.
03:01Nämlich, Gott lieben über alles und das bedeutet alles,
03:06auch das, was von der Obrigkeit kommt, unter die Schrift,
03:11in das Licht der Schrift stellen und damit Liebe und Gehorsam üben.
03:19Und darum sagt doch die Schrift auch in Apostelgeschichte 5, Vers 29,
03:24man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.
03:27Apostelgeschichte 5, Vers 29.
03:30Und für die ganz konkrete persönliche Anwendung von Römer 13
03:35bedeutet das schließlich, alles,
03:39alles, was von Seiten der Obrigkeit verordnet wird, prüfen.
03:43Und dann prüfen, ob es zum Beispiel mit Römer 13 und mit dem Liebesgebot überhaupt übereinstimmt.
03:50Und dann prüfen, ob das auch mit anderem Wort, Gebot und Ordnung übereinstimmt.
03:58Also eine Menge Arbeit.
04:01Wo demnach aber die Obrigkeit nicht übereinstimmt mit Gottes Wort und Ordnungen,
04:09da müssen wir sie, die Obrigkeit, in Liebe und Demut daran erinnern.
04:14Oder sie sonst wie in Kenntnis setzen.
04:19Damit sie selbst und auch das ganze Volk nicht in Sünde fällt.
04:24Und als nächstes müssen wir aber auch auf unsere eigene Seele Acht haben,
04:29dass wir nicht aus Leichtfertigkeit und schon gar nicht aus Feigheit in Abirrung und Sünde fallen.
04:37Wir denken an Corona.
04:40Mein lieber Bruder, liebe Schwester in dem Herrn,
04:44welch eine große Verantwortung liegt da auf dir, auf mir, auf uns allen.
04:51Aber wenn wir wirklich echte, wahre Liebe empfangen haben,
04:58die wir nur empfangen durch das Bad der Wiegergurt im Heiligen Geist,
05:02dann wird aus dem schweren Gang zur Obrigkeit eine Lust der Liebe.
05:09Welch eine süße Last.
05:12Und welch eine große Tür öffnet uns dann unser Herr durch die Liebe,
05:19wenn wir aus und in der Liebe Christi der Obrigkeit in Sanftmut unsere Bedenken mitteilen.
05:27Wenn ich bzw. wir sie demütig darauf hinweisen,
05:32wie sehr wir oder ich so ganz persönlich,
05:36aber mit mir, mit uns auch viele Bürger unter den Folgen ungöttlicher Verordnung leiden.
05:45Siehe zum Beispiel die Folgen der ganzen Klima- und Energiegesetze,
05:49der Abtreibungsgesetze, die Genderpolitik und so weiter.
05:53Ja, und wie furchtbar sich die Obrigkeit selbst delegitimiert,
05:59unter anderem durch die Quasi-Aufhebung des Strafgesetzbuches
06:05gegenüber bestimmten Personengruppen und so weiter.
06:09Zum Abschluss erlaube ich mir noch den Hinweis,
06:13dass es nicht jedem von uns gegeben ist,
06:15in dieser persönlichen Art und Weise persönlich vor die Obrigkeit hinzutreten.
06:21Manch einer kann stattdessen viel besser einen Brief schreiben
06:24und andere können wahrscheinlich noch viel besser beten.
06:29Aber niemand sollte sich dieser Verantwortung entziehen und sagen,
06:34ich kann das nicht oder ich bin zu jung.
06:36Das kennen wir ja aus der Schrift.
06:38Denn die Liebe Christi treibt uns doch.
06:41Und in Christus vermag ich alles.
06:45Alles, was zur Ehre Gottes und seinem Hause dient.
06:50Soli Deo Gloria. Amen.
06:54Meine Lieben, wenn Ihnen meine Arbeit gefällt,
06:57dann freue ich mich auf jeden Fall über einen Kommentar.
07:00Ich versuche jeden zu beantworten und natürlich auch über ein Abo.
07:03Und wenn Sie meine Arbeit tatsächlich wertschätzen sollten,
07:08dann tragen Sie doch diesen Wert ganz einfach
07:11auf Ihren Überweisungsträger für die Bank ein.
07:14Gott segne Sie.
07:16Gott segne seine Kirche.
07:18Gott segne unser Volk und unsere Obrigkeiten.
07:21Der Herr bewahre uns auch weiterhin vor einem Krieg.
07:24Amen.
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