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00:07In my family was always a misstrained against the police.
00:11For many people was clear that the police are not all the same.
00:14And some of us are faster than others.
00:16Just because they are not white.
00:18In my work is focused on racism.
00:21Especially in the way it is structureally.
00:23That's always the same for me.
00:28I cannot breathe.
00:30I cannot breathe.
00:32George Floyd, Symbol for racial profiling.
00:34Also the Ungleichbehandlung of people of color through the police.
00:37Not just since his death,
00:38people of color and people of color are in Germany.
00:41The police are not for us, but against us.
00:45It can't be said that everyone has to ask,
00:47how to do I so with the police,
00:50so that I won't be shot?
00:57When that happened,
00:59I was at the point,
01:00I think that the police cannot get rid of it.
01:01If the police were off,
01:01I have not seen them,
01:02because I was scared of it.
01:03The police see their behavior.
01:05Are the people all kind of condition of it,
01:09that they actually sozeitile and innocent people are?
01:11That's a Märchen.
01:14We must say,
01:16that can not be done again,
01:19that we started after the Second World War II, but most of the most part with the old rules.
01:27The police is a very important thing to protect and protect the normalcy,
01:33to distinguish between normal and not normal, between fremd and dazugehörig.
01:39And there is a Rassismus, a very important variant,
01:42a very important variant.
01:46Alles Einzelfälle?
01:48Oder hat struktureller Rassismus bei der Polizeitradition?
01:56Oldenburg.
01:57Am Ostersonntag wird der 21-jährige Lorenz A. von der Polizei erschossen.
02:01Suraj und Mayisha wollen, dass er nicht vergessen wird
02:04und erzählen mir, wie sie den Fall erlebt haben.
02:06Anfangs war die Anteilnahme groß.
02:08Das ist auch sehr, sehr eingeschrumpft bisschen.
02:15Also das war alles bisschen voller.
02:19Genau.
02:30Laut Polizeiangaben wird Lorenz A. in der Nacht auf Sonntag
02:33an der Tür eines Oldenburger Clubs abgewiesen,
02:35besprüht die Türsteher mit Reizgas und flieht.
02:38Verfolger soll er mit einem Messer bedroht haben.
02:40Kurz darauf soll der 21-Jährige auch Polizisten im Vorbeirennen
02:44mit Reizgas besprüht haben.
02:45Dann schoss einer der Beamten.
02:47In Lorenz Hosentasche wird später ein Messer sichergestellt.
02:50Laut Staatsanwaltschaft gibt es keine Anhaltspunkte dafür,
02:53dass er die Beamten damit bedroht habe.
02:55Die Organisatoren und die Verwandten von Lorenz A.
02:58machen noch einmal deutlich, wie wichtig es ihnen ist,
03:01dass die Kundgebung weiterhin friedlich verläuft.
03:03Die Ermittlungen laufen, viele Fragen sind unbeantwortet.
03:10Meine Mutter wurde auch dreimal oder so gefragt von Freunden,
03:13ob das mein Bruder war.
03:15Ja, also das bin ich, das ist mein Bruder.
03:19Das hier ist Hasan und das hier ist Lorenz.
03:20Und das ist Lorenz.
03:26Könnt ihr mir vielleicht erzählen, wann ihr das erste Mal erfahren habt,
03:29dass Lorenz tot ist?
03:31Also das ist ja in der Nacht zum Ostersonntag passiert.
03:35Und dann hat mich der beste Freund von Lorenz angerufen und hat mir gesagt,
03:40dass er, ja, dass sein Bruder erschossen wurde.
03:43Wir hatten vor Monaten davor schon vor der Uni hier in Oldenburg miteinander gesprochen.
03:51Und ich und der beste Freund.
03:53Und da hat er mir erzählt, dass er selber bestimmte Erfahrungen mit der Polizei macht,
03:58dass er und seine Freunde bestimmte Erfahrungen mit der Polizei machen,
04:01dass die unterwegs zur Schule angehalten werden, dass die durchsucht werden, kontrolliert werden.
04:08Und ja, und er hatte das Gefühl, dass er racial profiled wird, so gesehen.
04:14Und ich hatte ihm dann gesagt, wenn irgendwas passieren sollte, dann sag mir Bescheid.
04:19Und dann ruft er mich an und sagt mir, dass jemand erschossen wurde.
04:24Der Begriff racial profiling stammt aus den USA und beschreibt institutionellen Rassismus.
04:29Menschen werden allein wegen Hautfarbe oder Herkunft von der Polizei
04:32öfter verdächtigt oder härter behandelt.
04:34Das Phänomen ist gut erforscht und war schon Thema der Bürgerrechtsbewegung in den 60ern.
04:39Wir können niemals zufrieden sein, solange der Negro ist die Vizepräsidentin
04:43der ungesprächlichen Hörer der Polizistik.
04:49Racial profiling. Nur ein US-Problem?
04:53Viele Betroffene hatten das Gefühl, dass ihre Erfahrungen in Deutschland kaum gehört wurden.
04:57Die Realitäten in Sachen Rassismus sind in Teilen sicher unterschiedlich.
05:01Doch durch George Floyd wurde auch in Deutschland die Debatte lauter.
05:06Man weiß, es könnte passieren, aber man denkt, das ist immer so weit weg.
05:09Und am Ende ist es dann doch hier.
05:11Und ja, dann kommt da halt irgendwann das Gespräch auf,
05:14wie geht man mit Polizei um, wenn man angehalten wird, was ja auch schon öfter passiert ist.
05:21Bist du oft angehalten worden oder dein Bruder?
05:24Nein, ich würde tatsächlich sagen, dass es auch mehrheitlich schwarze Männer trifft.
05:29Und das ist ja dann auch nicht nur Polizei, sondern auch Polizeiandrohung, dass ich aus einem Geschäft rausgehe mit meinem
05:36Vater und mir dann gesagt wird,
05:37ja, kommen Sie bitte nochmal zurück mit dem Kassenbeleg, weil ich habe nicht gesehen, wie Sie es bezahlt haben.
05:42Und dann halt kommt ja immer die Androhung der Polizei mit dazu.
05:46Schon früh kursierten in der Berichterstattung um Lorenz Tod viele Spekulationen.
05:50Suraj und Maisha wollen, dass sein Fall vollständig und unabhängig aufgeklärt wird.
05:54Und es gab auch kurzzeitig Berichte, dass er die Polizisten mit dem Messer angegriffen haben soll,
06:00was nicht gestimmt hat und so.
06:02Dass man versucht hat, das Ganze zu relativieren.
06:05Also, okay, der hatte ein Messer dabei, dann ist es okay, dass er von hinten erschossen wurde.
06:10Bis zum Redaktionsschluss ist noch immer unklar, warum der Polizist auf Lorenz geschossen hat.
06:15Gegen den Beamten wird wegen des Verdachts auf Totschlag ermittelt.
06:18Wie in solchen Fällen üblich.
06:19Die Staatsanwaltschaft Oldenburg verweist auf noch laufende Ermittlungen.
06:25Suraj ist durch seinen Einsatz im Fall Lorenz mittlerweile für viele ein Ansprechpartner geworden.
06:30Ich bin gefühlt zu einer Meldestelle geworden und kriege diesbezüglich wirklich sehr, sehr viele Nachrichten.
06:37Mutmaßlich von Racial Profiling Betroffene machen ihre Erfahrungen öffentlich.
06:41Schiebt euch.
06:42Schiebt euch.
06:43Schiebt euch.
06:44Schiebt euch.
06:46Schiebt euch.
06:47Schiebt euch.
06:48Schiebt euch.
06:48Schiebt euch.
06:49Schiebt euch.
06:49Schiebt euch.
06:50Schiebt euch.
06:51Schiebt euch.
06:51Schiebt euch.
06:53Und ich habe das nicht getan.
06:56Sie haben mich auf meinen Kopf genommen und schiebt.
06:59Schiebt euch.
07:00Schiebt euch.
07:03Schiebt euch.
07:04Der Tod von Lorenz geht mir echt nah.
07:05Sein Vater kommt aus Togo.
07:07Wie meiner.
07:08Hätte es auch meinen Bruder treffen können?
07:10Schön, dass Sie da sind.
07:11Ich freue mich auch sehr.
07:12Schön, Sie kennenzulernen.
07:13Was wir als Racial Profiling kennen, hat eine lange Geschichte.
07:16Um sie zu verstehen, treffe ich Patrick Wagner.
07:19Der Historiker forscht zur Polizeigeschichte an der Uni Halle.
07:23Ach, die Polizei, so wie wir sie jetzt heute verstehen würden, existiert halt in den großen
07:29Städten und soll die Ordnungsprobleme in diesen großen Städten lösen.
07:33Ende des 19.
07:35Jahrhunderts, zur Zeit von Bismarck, wachsen die Städte rasant.
07:39Polizisten sahen damals übrigens noch so aus.
07:42Fast wie Militär.
07:44Vor allem die neue Mobilität wird zunehmend als Sicherheitsrisiko gesehen.
07:48Besonders sogenanntes fahrendes Volk, also Sinti und Roma, geraten pauschal unter Verdacht der Polizei.
07:53Es gibt ab 1890 in München beim Polizeipräsidium eine zentrale Kartei, eine Informationssammlung über Sinti und Roma.
08:03In diesem Buch der Münchner Polizeidirektion sind Sinti und Roma durchnummeriert aufgelistet.
08:08Nur, weil man sie für potenziell kriminell hielt. Manche sogar mit Foto.
08:13Was mich echt sprachlos macht, später wanderten die Daten in die sogenannte Landfahrerkartei, die die Polizei bis in die 1980er
08:20nutzte.
08:21Ein jahrzehntelanger Generalverdacht, allein wegen ihrer Herkunft.
08:25Und das ist eben eine Mischung aus den tradierten kulturalistisch-ethnischen Vorurteilen gegenüber Sinti, die da wirksam sind.
08:381919. Weimarer Republik. Mit der demokratischen Verfassung soll die Polizei jetzt dein Freund und Helfer sein.
08:45Das geht weiterhin nicht für alle. Die Z-Datei wird weiter ausgebaut. Es entsteht eine spezielle Überwachungsstelle für Sinti und
08:52Roma.
08:56Dein Freund und Helfer. Dieses Motto oder vielmehr dieses Versprechen gibt es immer noch.
09:01Bei der Bremer Polizei will man dafür sorgen, dass es wirklich für alle gilt.
09:06Ich treffe Ikram Eramounirini, Referentin für Vielfalt und Antidiskriminierung.
09:12Schön, dich zu sehen. Schön, dass du da bist.
09:17Sie stellt uns ein neues Schulungsprogramm zu Racial Profiling vor.
09:24Dann, stell ich dir einmal Christian Murig vor.
09:26Ich bin Christian.
09:27Julia, hi. Schön, dass du da bist. Toll. Wurde dir schon irgendwas zu dem Szenario gesagt?
09:31Noch gar nichts. Ich bin sozusagen ganz gespannt.
09:34Okay, alles klar. Der Ort, an dem das ganze stattfinden wird, ist unser Hauptbahnhof hier in Bremen.
09:39Ja.
09:39Und du musst dich so ein bisschen in die Lage versetzen, als wärst du eine junge Polizeibeamtin und sollst für
09:45Sicherheit sagen.
09:51Die Brille versetzt mich an den Bremer Hauptbahnhof. Ich soll für Sicherheit sorgen. Ich beobachte erstmal, wer hier alles so
09:58rumläuft. Bei einigen Personen gibt mir das Programm die Möglichkeit, sie anzusprechen.
10:03Spannend.
10:03Spannend.
10:04Unter anderem bei einer Gruppe junger People of Color. Ich spiel mal mit. Fühl mich aber ehrlich gesagt ziemlich unwohl
10:10dabei. Für viele schwarze Kids und People of Color ist so eine Kontrolle Alltag. Das hier zu simulieren, fühlt sich
10:16für mich falsch an.
10:28Studien belegen, dass schwarze Männer und Men of Color häufiger als bedrohlich wahrgenommen werden. Unabhängig von Alter oder Verhalten.
10:36Ich kann jetzt auswählen zwischen wegschicken, laufen lassen oder Ausweiskontrolle.
10:43Kann ich ihn nach dem Ausweis fragen und dann noch?
10:45Nee, musstest du sie jetzt wegschicken und laufen lassen?
10:49Wegschicken und laufen lassen?
10:51Das ist was anderes.
10:52Ich kann ja verstehen, dass ihr sauer seid. Ich wollte nicht zu einem unterwecken, dass ich euch wegen eurer Hautfarbe
10:56kontrolliert habe.
10:58Und hättest du sie jetzt weggeschickt, hätte ich ihnen gesagt, sie dürfen hier nicht stehen, ne?
11:00Ganz genau. Das wäre schon wieder eine polizeiliche Maßnahme. Auch die muss sich natürlich auf einer Rechtsgrundlage.
11:05Weil aber ich darf nicht laut am Bahnhof stehen und laut sein?
11:10Da gibt es natürlich überhaupt gar keine Rechtsgrundlage dafür, nicht laut zu sein am Bahnhof.
11:14Wegschicken wäre tatsächlich ein Platzverweis. Und da müssen eben gewisse Rechtsgrundlagen tatsächlich da sein und die waren hier überhaupt nicht
11:22erfüllt.
11:23Idealerweise gibt es überhaupt gar keinen Anlass, diese Jugendgruppe zu kontrollieren.
11:27Und wir haben sie platziert als laut agieren, um natürlich auch eine Reaktion zu provozieren.
11:31Ich bin ganz ehrlich, ich habe auch die Jugendlichen angesprochen, habe aber die erste Situation gewählt, um dann nach einem
11:37netten Plausch dann wieder rauszugehen.
11:39Okay, okay. Was hat es denn mit dir gemacht?
11:42Also das, was es machen sollte, es hat mich nachdenklich gestimmt.
11:45Ich bin seit fast 30 Jahren Polizeibeamter und natürlich macht das was mit einem, wenn man tatsächlich häufig mit Straftätern
11:55zu tun hat, die eben eine Migrationsgeschichte haben.
11:58Und wir als Polizeibeamter sind natürlich ganz extrem anfällig für dieses Racial Profiling, einfach weil wir häufig mit Straftätern zu
12:09tun haben.
12:10Unabhängig davon Racial Profiling zu verstehen, geht es natürlich auch darum, welche Visitenkarte hinterlassen wir in BürgerInnenkontakt.
12:18Also wenn ich, auch die Sensibilität dafür zu haben, dass es keine symmetrische Begegnung ist auf Augenhöhe.
12:26Man muss sich hinterfragen und das ist auch der Mehrwert eigentlich tatsächlich.
12:31Und insbesondere vielleicht auch bei Kolleginnen und Kollegen, die schon länger bei der Polizei sind.
12:35Bin ich noch auf der richtigen Straße unterwegs? Mache ich das noch richtig hier?
12:40Mache ich dieses Hinterfragen noch oder spule ich vielleicht meine Schublade ab, die ich gerade aufgemacht habe?
12:45Das reicht, du kommst mit zur Wache.
12:47Mach mal, mach mal!
12:48Mach mal, ey!
12:49Hey, check Bully auch!
12:56Okay, also das war jetzt krass, ehrlicherweise.
13:00Ich habe nicht gedacht, dass die Polizei Bremen so klar erkennt, dass es ein strukturelles Problem gibt bei ihnen und
13:05dass sie das angehen müssen.
13:07Das VR-Brillentraining fand ich schwierig.
13:10Ich sehe total den Sinn dahinter, aber ehrlicherweise als rassifizierte Person fand ich vor allem andere junge,
13:17migrantische Menschen zu sehen und migrantisierte Menschen zu sehen, die in so einer Situation reingebracht werden.
13:21Also mich hat das direkt getroffen.
13:23Und ich sehe noch viel klarer, warum es eben dieses Vertrauensproblem gibt.
13:26Und boah, die Polizei hat noch richtig viel Arbeit vor sich.
13:32Zurück in die Geschichte. 1933. Die Nazis übernehmen auch den Polizeiapparat.
13:38Heinrich Himmler macht als Polizeichef den Propagandaspruch Dein Freund und Helfer erst so richtig bekannt.
13:43Und verschmilzt die Polizei mit SS und Gestapo. Militarisiert sie.
13:48Die Polizei als Organ der Verfolgung. Sie setzt die NS-Rasse-Gesetze und den sogenannten asozialen Erlass um.
13:56Unter anderem die jüdische Bevölkerung, Sinti und Roma, politische Gegner und Homosexuelle werden systematisch interniert und ermordet.
14:13Also die Alliierten haben 1945 erstmal die große Masse der Polizistinnen und Polizisten aus ihrem Dienst entlassen.
14:20Und dann beginnt schon ein Jahr später, so schrittweise beim Wiederaufbau von Polizeibehörden,
14:28die Integration früherer Polizeibeamter, die jetzt einfach als Fachleute gelten, als Experten,
14:34die deshalb unverzichtbar sei, weil sie eben Expertise hätten.
14:39Sekunden aus der Arbeit unserer Volkspolizei.
14:42Rekonstruiert ein Fall, der sich nahe der Sektorengrenze ereignete.
14:50In der DDR werden nur wenige Polizisten aus der NS-Zeit übernommen.
14:54Die Institution wird neu aufgebaut.
15:02Offiziell gilt das Ideal der Völkerfreundschaft.
15:07Wenn sie jemanden an Ausländern treffen, sollen sie Freundschaften. Ich finde das sehr schön.
15:18Studierende und Vertragsarbeiter aus Ländern wie Vietnam, Mosambik und Kuba leben in der DDR und machen weniger als ein Prozent
15:25der Bevölkerung aus.
15:27Kommt es zu rassistischen Übergriffen, werden diese häufig vertuscht, um das politische Bild der Gleichheit nicht zu gefährden.
15:32Der geht in erster Linie zur Verkehrsüberwachung.
15:35Einer der wenigen bekannt gewordenen Fälle. 1978 hetzen Volkspolizisten bei einem Weinfest ihre Hunde auf eine Gruppe Kubaner.
15:43Und wie schon zur NS-Zeit bekommt die Polizei in der DDR Sonderbefugnisse und behandelt bestimmte Gruppen gezielt anders.
15:51Sogar der Begriff asozial taucht wieder auf.
15:54In der DDR gab es im Strafgesetzbuch den sogenannten asozialen Paragrafen.
15:59Das hieß, solche Menschen wurden von der Polizei festgenommen, von der Justiz abgeurteilt und landeten in den Strafanstalten.
16:07Das war ja keine pluralistisch-liberal-vielfältige Gesellschaft.
16:14Ein Teil der Volkspolizisten wird nach der Wiedervereinigung 1989 übernommen.
16:22Müssen wir jetzt eine neue Uniform haben?
16:24Sagen wir mal Ihre Gesinnung wechseln gegenüber früher oder wie sieht es aus bei Ihnen irgendwie?
16:29Eine Gesinnung braucht man nicht wechseln.
16:31Für mich war auch früher schon maßgebend die polizeiliche Arbeit.
16:34Und die polizeiliche Arbeit ist in allen Ländern gleich.
16:37Lediglich, dass wir eben falsch politisch motiviert wurden.
16:41Und ich denke, das ist ein für alle Male vorbei.
16:43Also relativ typisch für die quasi polizeiliche Reaktion auf den politischen Systemwechsel ist,
16:48sich zurückzuziehen auf die Position, polizeiliche Tätigkeit ist eigentlich in jedem politischen System,
16:54in jeder Gesellschaft immer gleich.
16:56Aber man kann natürlich mit der Formel, egal, Polizeiarbeit ist in jedem System das Gleiche,
17:01kommt man natürlich aber auch über viele Fragen hinweg, die man sich vielleicht eigentlich stellen sollte beim politischen Systemwechsel.
17:08Würden Sie denn sagen, dass über Jahrzehnte die deutsche Polizei ein strukturelles Rassismusproblem immer wieder hat?
17:17Also ich glaube, dass die Institution Polizei und ich würde das auch mal gern von Deutschland lösen.
17:24Also das ist jetzt keine deutsche Nationalspezifik.
17:29Wir haben eine bestimmte Polizeikultur, die diskriminierende Elemente und rassistische Elemente enthalten.
17:34Also ich glaube, Polizei ist ein Apparat, der sehr darauf ausgerichtet ist, Normalität zu bewahren und herzustellen,
17:42zu unterscheiden zwischen normal und nicht normal, zwischen fremd und dazugehörig
17:48und daran orientiert abgestuft polizeiliches Handeln zu organisieren.
17:55Und da ist Rassismus eine Variante, eine ganz wichtige Variante davon, eine.
18:00Die Polizei unterscheidet also zwischen fremd und dazugehörig.
18:04Sinti und Roma bekommen das schon lange zu spüren.
18:09In Neumünster treffe ich Marlo und seine Tochter Kelly.
18:13Sie haben 2017 die Sinti-Union Schleswig-Holstein gegründet.
18:16Sie fing an und dann hat sie gesagt, wir müssen mehr nach außen gehen.
18:21Lass uns jetzt nach außen gehen, es ist Zeit, weil es wird immer schlimmer.
18:25Irgendwann muss man auch mal sagen, stopp, bis hierhin und nicht weiter.
18:28Es hat aber einfach Zeit gebraucht.
18:30Wenn man über Generationen dazu erzogen wird, nicht nach außen zu gehen,
18:34ist es natürlich jetzt in der Kleinstadt schwierig.
18:37Auch gerade mit bekannten Sinti-Nachnamen kann man sich nicht leugnen.
18:41Und darum ging es auch nicht. Es ging nur darum, nicht zu präsent zu sein mit der eigenen Identität.
18:48Also sozusagen alles, was wir jetzt machen, war unvorstellbar.
18:52Und es hat Zeit gebraucht.
18:55Hier habt ihr ja vielleicht schon gesehen, es gab einen Angriff auf unser Büro in der Silvesternacht.
19:02Hier ist irgendwas explodiert. Hier? Okay, ja.
19:05Genau, hier ist irgendwas explodiert und das hat die ganzen Schaden gemacht.
19:09Krass, okay.
19:10Also hier sind sozusagen die Fenster dann einfach rausgebrochen?
19:13Genau.
19:14Hier war das gleiche, da ist das Aufbau.
19:15Die Scheiben sind hinüber und die ganze Verkleidung und die Elektrik, alles.
19:21Oh wow, und das war jetzt vor 6 Monaten knapp ungefähr?
19:24Ja, genau.
19:25Der Briefkasten war kaputt.
19:28Und ja, also ist da auch was reingeworfen worden oder von alleine?
19:31Von dieser, von diesem Böller sozusagen ist das ja alles einmal.
19:35Okay, krass.
19:36Und weißt du, was die Polizei daraus gemacht hat?
19:39Der Pressesprecher hat gesagt, sie ermitteln in alle Richtungen.
19:42Aber es könnte sich auch um Jugendlicher Unfug handeln.
19:47Also fühlt ihr euch auch nicht ernst genommen von der Polizei?
19:49Nee, absolut nicht.
19:50Ich denke mir, offensichtlicher kann es ja nicht sein mit diesen Plakaten,
19:55den ehemaligen Plakaten, die hier hingen, mit unseren Logos.
20:00Laut LKA Schleswig-Holstein nehmen sie den Fall sehr ernst und ermitteln in alle Richtungen.
20:07Wir wollen gemeinsam Orte besuchen, die mit ihrer Familiengeschichte und der Verfolgung verbunden sind.
20:12Das Verhältnis zwischen Polizei und Sinti und Roma ist bis heute von Misstrauen geprägt.
20:17Eine zentrale Ursache? Die Rolle der Polizei im Nationalsozialismus.
20:21Damals wurden Sinti und Roma in Konzentrationslager deportiert.
20:25Wie hier 1940 bewacht von Polizisten.
20:28Bis zu 500.000 wurden in den KZs umgebracht.
20:31Hier haben wir das Mahnmal von den verhafteten Menschen, die hier in Neumünster verhaftet worden sind und ins KZ Welzeck
20:41deportiert wurden.
20:43Ja.
20:44Das sind 19 Namen von unserer Familie.
20:48Und viele von ihnen haben halt kein Grab. Wir sehen das Mahnmal als symbolisches Grab an.
20:54Das ist mein Onkel, das ist mein Onkel, das ist mein Onkel.
20:57Fred Ahn und Helmut.
20:59Ja richtig, das ist mein Vater.
21:01Und dann hat er im Endeffekt als Kind, als Kleinkind, nur schreckliche Sachen erlebt.
21:06Und er hat gar nicht gesprochen darüber.
21:08Also er konnte auch nicht mit dir darüber reden?
21:10Ich habe das nur mitbekommen, wenn sie sich mit anderen Menschen in dem selben Alter unterhalten haben, dann kam man
21:17ein bisschen raus aus sich.
21:18Oder wenn er manchmal nachts aufgestanden ist und ...
21:27Muss nicht.
21:29Und am Küchentisch gesistert und geballt hat.
21:34Und damit bist du aufgewachsen.
21:38Ich hatte durch unsere Vorgespräche natürlich schon eine Idee.
21:42Aber dass Verfolgung, vor allem durch die Polizei, sich kontinuierlich durch jede Ebene der Familiengeschichte zieht.
21:47Das wird mir erst langsam klar.
21:50Den Namen Laubinger finden wir sogar im bereits erwähnten Z-Buch der Münchner Polizei von 1905.
22:01Nach der NS-Zeit lebten viele Überlebende Sinti und Roma in Westdeutschland auf Wagenplätzen.
22:08So auch die Familie von Marlow und Kelly.
22:15Haben Sie irgendeine Genehmigung, um hier zu parken? Um hier zu stehen?
22:21Ausbildung und Arbeit bekommen sie oft nicht. Wohnungen auch nicht.
22:25Aber die Wagenplätze sind der Polizei ein Dorn im Auge.
22:28Haben Sie auch einen Impfpass für den Hund?
22:34Nach bundesweiten Zwangsräumungen der Plätze ziehen die Sinti und Roma Familien, auch Marlow und Kellys in Wohnungen.
22:41Die Spannung zwischen den Familien und der Polizei bleibt.
22:45Da habe ich gesehen, wie die Polizei, hier einer von uns zusammengeschlagen worden ist.
22:51Aber gleich so mit Faustschlägen und haben sie seinen Kopf genommen auf den Pflastersteiner da.
22:57Immer rauf, seinen Kopf da.
22:59Und dann, wenn du sagst, es war jetzt Normalität ein- bis zweimal im Monat, kamen die dann hier rein
23:15wirklich bei euch?
23:16Ja.
23:17Und das über mehrere Jahre?
23:19Über die ganze Weile.
23:21In den 80ern auch?
23:22In den 80ern. Anfang 90ern hat es mir ein bisschen nachgelassen, aber in den 80ern sind sie regelmäßig gekommen.
23:31Und dann auch nie mit Erklärungen, außer wir haben dich irgendwo gesehen, aber nie mit Beweisen dafür?
23:36Nein, ohne Beweise sind sie sowieso gekommen, weil sie haben gesagt, wenn wir suchen, dann finden wir schon was.
23:43Wurde dir das auch so gesagt?
23:45Wortwörtlich.
23:46Weil ich habe gesagt, warum kommt ihr immer hierher? Ich mache doch nichts. Was wollt ihr von mir?
23:51Ja, wenn wir suchen, dann finden wir schon was. Aber das ist doch kein Argument.
23:57Genau, hier haben wir gewohnt. Hier bin ich aufgewachsen. Und ich habe viele schöne Erinnerungen an diesen Ort hier, den
24:07ich vor allem mit meiner Familie verbinde.
24:08Aber ich verbinde diesen Ort auch mit Polizeigewalt. Also ich kann mich daran erinnern, ich war klein.
24:14Ich habe Barbie gespielt und da kam die Polizei reingestürmt und haben Durchsuchungen zwischen meinen Barbie-Puppen gemacht.
24:29Und ich habe das ja alles gar nicht verstanden. Und andauernd, also wir hatten ja sehr viel Besuch. Also generell
24:36war die Familie viel da. Und es wurde mit uns allen umgegangen, als wenn wir Verbrecher sind.
24:41Immer wenn es geklingelt hat, meistens haben sie nicht geklingelt, aber wenn es geklingelt hat, habe ich das trotzdem mit
24:47der Polizei verbunden und habe mich unter den Tisch versteckt, weil ich so Angst hatte.
24:51Also es war auch so sehr mit Scham verbunden, mal darüber zu sprechen, dass man andauernd von der Polizei kontrolliert
24:59wird, dass es Razzien gab und so weiter.
25:01Weil man dieses Stigma gar nicht haben wollte. So, dass einen ja sowieso aufgesetzt werden, aber wir wollten nicht damit
25:07verbunden werden, dass Leute vielleicht denken können, okay, vielleicht kann es doch irgendwas.
25:11Dass da sozusagen doch ein Grund dahinter wäre, warum wir jetzt sozusagen...
25:15Die Umgebung, die das mitbekommen haben, haben hier mit uns, die haben alle gedacht, wir sind entweder von der Mafia
25:21oder Schwerverbrecher oder Gewohnheitsverbrecher. Keine Ahnung.
25:25Das kann nicht sein, dass mein Vater das erlebt hat, ich das erlebe, mein Sohn das erlebt und meine Enkelkinder
25:32jetzt auch.
25:33Deswegen sind wir eigentlich in diesem, machen wir eigentlich diese Vereinsarbeit, damit wir unsere Enkelkinder das eben nicht erleben.
25:40Racial Profiling wie aus dem Lehrbuch? Was damals genau passiert ist, kann ich heute schwer rekonstruieren.
25:46Aber ich glaube den Laubingers auf jeden Fall, dass die Razzien ihr Vertrauen nachhaltig zerstört haben.
25:51Menschen, die der Polizei nicht vertrauen, die zeigen Straftaten nicht an, die fungieren nicht als Zeuginnen und Zeugen, die machen
26:00es der Polizeiarbeit auch schwerer, Straftaten aufzuklären.
26:05Deshalb ist es total wichtig zu sagen, es ist unser eigenes Interesse, dass alle Teile einer Gesellschaft, dass migrantische Menschen,
26:13dass schwarze Menschen, dass Menschen aus armen Milieus genauso viel Beschwerde macht erhalten wie, ich sag jetzt einfach mal, Upper
26:20Class Milieu an der Stelle.
26:22Ein Ereignis, das das Vertrauen vieler schwarzer Menschen und People of Color in Teil der Polizei besonders tief erschütterte, die
26:28rassistischen Übergriffe in Rostock-Lichtenhagen 1992.
26:32Zuerst packt die Polizei zu, riegelt ab und dann plötzlich zieht sie sich zurück, sieht tatenlos zu, wie die ausländerfeindlichen
26:40Krawalle eskalieren.
26:44Ich möchte wissen, wer angeordnet hat, dass die Polizei zurückgeht.
26:49Stundenlanger Molotow-Beschuss hat seine Spuren hinterlassen.
26:54Fluchtartig hatten die mehr als 100 Vietnamesen heute Nacht ihre Wohnungen verlassen müssen.
26:59Ihre Barrikaden halfen ihnen nicht gegen den Mob, der alles niederwälzte.
27:052006 wird Halit Josgat in seinem Internetcafé in Kassel erschossen.
27:09Der 21-Jährige starb durch einen Kopfschuss aus nächster Nähe.
27:16Er war das neunte Mordopfer des NSU. Sieben Jahre nach dem ersten Mord.
27:21Neun Morde, die einer Hinrichtung gleichen.
27:24Neun Menschen aus der gesamten Bundesrepublik, die nichts gemeinsam hatten.
27:28Und Täter, die keine Spuren hinterlassen.
27:33In den Medien wird die Mordserie über Jahre hinweg rassistisch als Dünermorde bezeichnet.
27:39Statt den rechtsextremen Hintergrund zu erkennen, geraten die Familien der Opfer ins Visier der Ermittlungen.
27:45Nicht die Täter.
27:47Die Terrorzelle NSU kann so jahrelang ungestört weitermorden.
27:55Und da wurden immer die Fehler gesucht.
27:58Ja, vielleicht haben die selber krumm Sachen gemacht, das wissen wir nicht.
28:03Dein Vater kam aus Holland, er hat die Blumen aus Holland geholt.
28:06Vielleicht hat er Drogen rübergeschmuggelt.
28:09Einige Angehörige warten bis heute auf eine Entschuldigung der Polizei.
28:19Was hat das mit deinem persönlichen Sicherheitsgefühl gemacht, der Fall Lorenz, als schwarzer Mann in Deutschland?
28:24Im Kontext des Falls habe ich sehr, sehr viele Nachrichten bekommen und Leute haben mir gesagt, zeig das an.
28:29Und ich dachte dann so, ich weiß nicht, ob ich in dem Kontext zur Polizei gehen kann, wenn ich polizeikritisch
28:37in dem Sinne bin.
28:39Also du kriegst Nachrichten mit Drohungen oder sowas und du fühlst dich jetzt gerade nicht safe genug zur Polizei zu
28:45gehen und zu sagen, ey, ich krieg hier Hassnachrichten und Drohungen.
28:46Würde ich eher nicht machen.
28:50Was sagt eigentlich die Polizei dazu, dass sie in einigen Communities offenbar das Vertrauen verloren hat?
28:57Wir sind heute in Berlin-Moabit bei der GdP, der Gewerkschaft der Polizei und treffen Sven Hüber, den stellvertretenden Vorsitzenden.
29:03Und ich bin total gespannt, wie dieses Gespräch ablaufen wird. Einfach, weil die GdP in der Vergangenheit sich sehr krass
29:09gegen Rassismus-Vorwürfe gewehrt hat.
29:16Sven Rathase, hallo, schön, Sie kennenzulernen.
29:18Hallo, ja, vielleicht falls.
29:20Oh, gleich die Kamera läuft, wunderbar.
29:22Willkommen mit dem ganzen Team.
29:23Gehen wir los, oder?
29:24Ja.
29:31Bei rassistischen Vorfällen oder auch rechtsextremen Chats und was es so gibt, ist die Sache nicht immer ganz eindeutig.
29:38Dort, wo sie eindeutig ist, sind wir auch ganz klar dafür, dass jemand vielleicht seinen Beruf falsch gewählt hat.
29:44Auf jeden Fall nicht hinten rein in der Polizei bleiben kann.
29:46Da hat die GdP eine ganz klare Auffassung.
29:48Es gibt aber viele Vorhalte, die sich dann nach einer näheren Untersuchung nicht als Wahrheit herausstellen.
29:56Also sagen wir, genau, Jugendliche, migrantische Jugendliche am Bahnhofsviertel, weil wir da eine Situation hatten, genau,
30:02die man immer wieder sieht.
30:03Oder bestimmte Leute, schwarze Leute, die man immer wieder zum Girl is the Park gebracht hat und da sind immer
30:08schwarze Menschen, die dealen.
30:09Wie wird damit umgegangen, weil es sind ja nicht schwarze Menschen im Allgemeinen, die dealen.
30:13Das heißt, wie geht die Polizei an, dass dann bei Polizeibeamten sich nicht festsetzt, das sind alle.
30:16Also ich glaube, das Bild, was Sie beschreiben, ist eher die Wahrnehmungsreflexion vom polizeilichen Gegenüber und nicht der Polizei.
30:28Okay.
30:30Es gibt Drogendealer, Punkt.
30:34Wer mit Drogen dealt und wer in der Warnungseinheit ist, der hat schwarze, kurdische, syrische, ägyptische, deutsche, polnische, tschechische Drogendealer.
30:44Für den ist die Straftat mit dem Täter verbunden, aber nicht sein Outfit oder seine, also, sondern Sie sehen die
30:55Straftat.
30:56Ich glaube, das macht nicht diese Bilder im Kopf.
30:59Die werden wahrgenommen, weil nach meinem Dafürhalten ein großer Teil der gar nicht von polizeilichen Maßnahmen Betroffenen aus der Gruppe
31:11eine Kontrolle von schwarzafrikanischen Drogendealern im Görlitzer Park auf sich reflektiert.
31:20Ja, und sagt, oh, also, obwohl Sie weder von der Polizeimaßnahme noch sonst irgendwie betroffen sind.
31:28Die Frage ist aber, was ist denn mit dem unterbewussten Rassismus?
31:30Also kann der auch strukturell sein?
31:32Also Vorurteile, rassistische Stereotype, die sich vielleicht festgesetzt haben, die sich auch in der Gesamtgesellschaft oft festsetzen.
31:39Struktureller Rassismus würde bedeuten, in der Organisation der Polizei gäbe es eine Struktur, die solches Verhalten produziert, bedingt und reproduziert.
31:51Das ist sozusagen die Frage.
31:52Und das gibt es nicht.
31:54Okay, das sagen Sie.
32:00Nach meinem Gespräch bei der Polizei Bremen dachte ich, Rassismus wird als strukturelles Problem ernst genommen.
32:07Bei der GdP hingegen wird die Verantwortung vor allem den Einzelnen zugeschoben.
32:12Die Möglichkeit systemischer Ursachen, hier offenbar unvorstellbar.
32:26In Oldenburg findet knapp zwei Monate nach seinem Tod nochmal eine Demo für Lorenz statt.
32:32Heute sind statt Tausenden noch 500 Menschen gekommen.
32:36Sie vermuten weiterhin, dass Lorenz Hautfarbe bei den tödlichen Schüssen eine Rolle gespielt hat.
32:41Die Staatsanwaltschaft will sich dazu bislang nicht äußern.
32:46Viele von uns sind immer noch fassungslos, traurig und überwältigt von dem, was passiert ist.
32:52Fakt ist, mein Kindheitsfreund Lorenz wurde von der Oldenburger Polizei erschossen.
32:56Die Sache ist eigentlich ganz klar, wir wollen langfristig daran arbeiten, weil das keine Sache ist von zwei oder drei
33:02Demos,
33:02sondern eine langfristige Sache, nicht nur für Lorenz, sondern für alle Menschen, die von Polizeigewalt betroffen sind.
33:10Rassismus ist tief in unserer Gesellschaft verwurzelt.
33:13Und die Polizei bildet keine Ausnahme.
33:16Racial Profiling steht da nur exemplarisch für ein größeres, strukturelles Problem.
33:20Es geht nicht um einzelne PolizistInnen, sondern um ein System, das Rassismus zulässt.
33:26Das Versprechen, alle zu schützen, war zwar immer da, wurde in der Geschichte bis heute aber immer wieder gebrochen.
33:31Das Versprechen, alle zu schützen, war zwar immer da, wurde in der Geschichte bis heute nicht mehr gebrochen.
33:36Das Versprechen, alle zu schützen, war zwar immer da, wurde in der Geschichte bis heute nicht mehr gebrochen.
33:36Das Versprechen, alle zu schützen, war zwar immer da, wurde in der Geschichte bis heute nicht mehr gebrochen.
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