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00:05The following day, the soldiers were in the building of Belitz
00:09the face of a Soviet officer.
00:12The woman was on top, with her neck and neck.
00:18There was a man in front of me.
00:20Also, before your house door.
00:24A hour ago I spoke with her.
00:27And then you came to her and found her as the Leiche.
00:33The special thing in this case was a serial murder.
00:37This extreme brutality.
00:40Sein nächstes Opfer, er drosselt, geschändet.
00:44There was a kind of hysteria.
00:46Niemand ging mehr vor the door.
00:48I bought this K.O. here.
00:52Solche Menschen gab es doch eigentlich nur im Westen.
00:55So, Mörder und so.
00:59Wir haben BHs, Schlüpfer im Wald und verstreut gefunden.
01:04Wir waren so Magazine mit nackten Frauen und unheimlich viel Damen und Wäsche.
01:09Hier läuft eine verkleidete Frau rum und wir denken, das könnte der Frauenmörder sein.
01:16Es passiert wieder.
01:17Also, da waren wir uns sicher.
01:19Also, da hört nicht auf.
01:22So, Mörder und so.
01:28So, Mörder und so.
01:36So, Mörder und so.
02:01So, Mörder und so.
02:06My home? Potsdam. My whole life.
02:11Here I was born, two years before the fall, as a child of Wendor.
02:20In my books I make the sight of people, who often forget them.
02:25The victims of violence.
02:27Many of them are women.
02:29The roots of this crime and violence, I research in my books.
02:33And so it goes with my current book.
02:37I have been on sexual murder at several women,
02:40who were in the near of Potsdam.
02:43For almost four decades.
02:45The story, which is so incredible,
02:49that she will not let me anymore.
02:57The world is still in the 80s.
03:01In the region, before the Toren Potsdams.
03:03That's what happens,
03:04I think, behind the Grenzzaun,
03:06by the Feind in the West.
03:10For my book about this case,
03:12I will now go there, where everything began.
03:17On a journey,
03:18I look back in the past in my hometown.
03:21I feel like a movie,
03:24that will be the most of my own encounters.
03:24I feel like a movie,
03:25that will be a journey
03:26that will be a journey
03:27with my own own emotions.
03:30This is the place.
03:31Here.
03:37So it was not the bungalow.
03:39The bungalow is totally built.
03:42This bungalow is the place of a war.
03:45How are you doing now,
03:46when you're here?
03:49Yeah.
03:50Not so good.
03:56I was with one of the siblings
03:58krank.
04:00And I was at home.
04:04And I got nothing to get from all of them.
04:06And I got nothing to get caught.
04:07And then my man came and said,
04:09Oh, Inge,
04:10here is what's like.
04:12What's happening.
04:12Die Nachbarn der umliegenden bungalows
04:15make a dangerous discovery
04:17and search for Ingeborgs
04:18inzwischen verstorbenen Mann
04:19Klaus Hilfe.
04:20He loves everything and liegen.
04:22With the schlep-tow
04:23Nachbar Manfred Apel.
04:25You have to come.
04:26I can't see anything.
04:28You have to come.
04:29He doesn't have to go.
04:30He doesn't have to come.
04:32He doesn't have to come.
04:34But you think, I'm walking around and I'm going to get it.
04:38That's what I'm doing today.
04:43There's a hole here.
04:44There's a hole in the hole.
04:47We found them too.
04:52A homeless woman is in a deck.
04:56A neighbor sees a man from the garden.
05:00He sees a man from the garden.
05:00He sees a man from the garden.
05:01Er spricht ihn an.
05:03Doch der Unbekannte flüchtet.
05:07Den Mut hat Klaus aber gehabt, sie freizumachen.
05:11Abgefüllt am Hals, da war kein Leben mehr da.
05:15Und dann sind wir wieder los.
05:16Über das Festnetztelefon verständigt Klaus Ebel die Polizei.
05:20Die haben wir alle gekannt.
05:22Und eine Stunde vorher habe ich noch mit ihr gesprochen.
05:25Und dann kommst du her und findest sie als Leiche.
05:32Die tote Frau, Edeltraud N, 51.
05:36Mutter von Kindern im Teenager-Alter.
05:39Ehefrau.
05:40Verkäuferin im Dorfkonsum.
05:42Die Spuren am Tatort sprechen für einen Kampf.
05:44Sie muss bei der Gartenarbeit vom Täter überrascht und ermordet worden sein.
05:49Wo wir einkaufen gegangen sind, die uns immer freundlich und höflich bedient hat.
05:53So eine nette Frau.
05:55Wirklich.
05:55War eine ganz nette.
05:56Und das Eingradi, es trifft immer die Besten.
06:00War ja vorher schwer krank.
06:02Krebs.
06:03Krebs.
06:04Ja, und den hat sie aber überstanden.
06:06Ja.
06:07Den hatte sie gerade überstanden, ja.
06:09Es ist unbeschreiblich.
06:11Er hat uns auch verändert irgendwie das ganze Leben.
06:14Ich war eigentlich nie richtig ängstlich.
06:17Ja, ich war nie richtig ängstlich.
06:19Aber doch, jetzt habe ich Angst.
06:23Ein brutales Verbrechen in der heilen Welt Potsdam-Mittelmarks.
06:27Plötzlich ist da die Angst.
06:30Allgegenwältig.
06:30Es stellte sich bei Angriffs natürlich sofort dar, also ein ziemlich scheußliches Verbrechen passiert ist.
06:37Mein Name ist Detlef Schulze.
06:401989 war ich Leiter der Morduntersuchungskommission in Potsdam.
06:45Wir hatten einen Gerichtsmediziner von Ort geholt, der dann die Leiche befreit hat, erstmal von der Decke und zu gucken,
06:52was da überhaupt los war.
06:54Und dann ist natürlich festgestellt worden, sofort an Ort und Stelle, massive Gewalteinwirkung gegen den Kopf als auch gegen den
07:02Körper.
07:03Drosselmerkmale.
07:05Also, wenn man so will, fast mehrere Tötungsarten auf einmal.
07:10Der Täter ist seit mehreren Stunden auf der Flucht.
07:13Es werden umfangreiche Zeugenbefragungen durchgeführt, das Gebiet großräumig abgesucht.
07:18Nichts.
07:19Bis auf eine Spur direkt am Tatort.
07:22Es wurde dann durch die Kriminaltechnik festgestellt, also dass dieser Schuh, dieser Eindruck, der war ziemlich deutlich, muss man sagen.
07:29Und unabhängig von der Größe war es ein Schuh, der damals zu DDR-Zeiten in den sogenannten bewaffneten Organen benutzt
07:39wurde.
07:39Also sprich Armee, Staatssicherheit, Zoll, Polizei.
07:44Die charakteristische Raute im Schuhprofil. Ein entscheidender Hinweis auf den Täter?
07:49Müssen die DDR-Polizisten vielleicht gegen einen Kollegen ermitteln?
07:53Eine eigens dafür eingerichtete Gruppe der Kripo aus Potsdam kümmert sich um die Schuhspur. Größe 49. Eine Sondergröße.
08:00Hersteller werden kontaktiert, Lieferscheine händisch kontrolliert. Das kostet Zeit.
08:06Aber inzwischen gibt es eine Personenbeschreibung eines Dorfbewohners, der den Täter weglaufen sah.
08:11Ein großer, athletischer Mann zwischen 25 und 30 Jahre alt. Blauer Schlosseranzug. Strohblondes, dichtes Haar. Eine erste Waagebeschreibung vom Täter.
08:40Es ist ein Bruch mit der heilen Welt auf dem Land. Ein Mord passt nicht. Nicht hierher und nicht ins
08:46sozialistische Ideal.
08:47Hier, wo Vater Staat alles Böse von den Menschen fernhält, kennt man Verbrechen nur aus sicherer Entfernung. Und jetzt soll
08:54auf einmal alles anders sein?
09:07Der Mord ist vor 36 Jahren geschehen, aber immer noch präsent. Auch für Manfred Apels Frau Anni.
09:13Können Sie sich da erinnern, wie das für Sie war? Wie Sie das empfunden haben?
09:18Das war ja das erste Mal, dass in dieser wilden Umgebung überhaupt was passiert ist.
09:24Unsere Kinder, die waren ja damals, die sind hier frei aufgewachsen. Und auf die Idee, dass hier irgendwo, sind wir
09:31eigentlich bis dahin überhaupt nicht gekommen.
09:34Antje Ebel wohnte damals nebenan. Die Familien sind eng befreundet.
09:40Und das ist hier so eine kleine verschworene Gemeinschaft. So unser kleiner Ziegeleibig, unsere kleine Enklave.
09:46Das ist mein Onkel Manni, den kenne ich schon immer.
09:49Es ist Antjes Vater, der damals die Leiche von Edeltraud N. findet. Sie ist erst zehn Jahre alt, als der
09:55Mord an ihrer Nachbarin passiert.
09:57Und dann kamen die Kripobeamten, ich weiß noch, nachts auch noch und haben meinen Vater dann nochmal verhört, weil er
10:02musste genau das nachspielen.
10:04Das war bei uns in der Veranda, wie er sie da gefunden hat. Und ringsherum welten die Hunde, alles war
10:11beleuchtet.
10:12Das war schon sehr beängstigend, weil du wusstest als Kind ja nicht, was ist denn hier passiert in deiner heilen
10:18Welt gerade.
10:18Also es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich Angst hatte. Also so Angst empfunden habe. Ich kannte
10:28das vorher nicht.
10:29Du bist vorher in so einer Sicherheits-, wie man heutzutage sagt, babbel und fühlst dich gut und alles ist schön
10:36und auf einmal ist ein Bruch.
10:38Genau. Da wurde ein Mensch umgebracht. Also vor deiner Haustür. Und deine Familie und deine Nachbarn, die Ängsten sind alle
10:50irgendwie mit, betrifft alle gerade.
10:53Dieses Grund-Uhr-Vertrauen. Ich glaube, mit dem ist es auf einmal weg gewesen.
11:00Ich spüre sie heute noch, die Angst, die Antje begleitet. Sie wächst auf mit der Idee, es braucht nicht viel,
11:07um selbst Opfer zu werden.
11:09Manchmal reicht es schon, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein.
11:12Die Situation danach, wie haben Sie denn die polizeilichen Ermittlungen erlebt?
11:18Naja, da kam dann auch ein Kripo und fragte eben, ob wir irgendwas dazu sagen können.
11:24Und da war dann eben diese Rede von dem großen Blonden schon und ob wir jemanden gesehen haben.
11:31Und man hat aber nicht. Und da kam dann eben die Verdächtigung.
11:35Und da war jemand im Dorf, der war so ein bisschen, die Arbeit hat er nicht erfunden, wollen wir mal
11:42so sagen.
11:43Hat keinen so guten Ruf. Und da hat man dann gleich, das ist er, das ist er.
12:05Und hier, was waren wir dann? Oh ja, der war, der war. Und da wurden Leute verdächtigt, die da nie
12:10was mit zu tun hatten.
12:13Während im Dorf jeder jeden verdächtigt, konzentriert sich die Ermittlungsarbeit der Kripo Potsdam auf den Ehemann des Mordopfers.
12:24Man prüft natürlich ab, Angehörige. Es ist eigentlich bei jedem Tötungsdelikt so, dass wir so vorgehen.
12:30Wenn Sie rein die Statistik nehmen oder sowas, dann wissen Sie bestimmt auch, dass die meinten Tötungsverbrechen, ich sage mal,
12:36Beziehungstaten sind.
12:38Also von dem aus muss man das einfach prüfen.
12:41Für den Partner der Toten werden die Ermittlungen noch tragische Folgen haben.
12:48Die Mauer ist weg! Die Mauer ist weg! Die Mauer ist weg! Die Mauer ist weg!
12:56Und die Mauer ist weg! Und die Mauer ist weg!
13:03Es lebe die Freiheit für alle!
13:12Wir können da ja nicht passen. Das kann ja nicht wahr sein.
13:14Ich habe meine Kinder extra weg. Die wollten schon immer zur Oma, jahrelang.
13:20Meine ganze Familie ist drüben in der Zwischenzeit und ich habe viele schon zehn Jahre nicht gesehen.
13:26Und ich freue mich einfach. Ich freue mich wahnsinnig.
13:29Ich bin drei Jahre alt, als die Mauer fällt.
13:32Und kenne diese Zeit nur aus den Erzählungen meiner Eltern.
13:40Die DDR ist am Ende. Das System kollabiert.
13:44Die Gräueltat in Dez sollte nur der Anfang sein von einer Mordserie, die diese Region heimsuchen wird.
13:51Wie konnte das passieren?
13:52Wer hat Schuld?
13:53Hat die Polizei vielleicht Fehler gemacht?
13:56Gibt es hier Menschen, die mehr wissen?
13:58Ich begebe mich auf die Suche und hoffe, jemand meldet sich auf meinen Aufruf.
14:10Hallo?
14:12Mir begegnet hier Schweigen.
14:14Genau dort, wo die Angst von damals noch immer spürbar ist, aber unsagbar bleibt.
14:20Warum wollen die Zeugen von damals nicht über das Erlebte sprechen?
14:36Dann stoße ich hier doch noch auf jemanden, der reden will.
14:42Und da kann man dann hier so über den See fahren.
14:47Christiane Ziel ist Theaterschauspielerin.
14:50Sie ist eng mit dieser Region verwachsen und hat die Wende hier erlebt.
14:54Erzähl mir doch mal, wie du die Zeit damals erlebt hast.
14:57Ja, also es war sowieso eine verrückte Zeit, würde ich sagen.
15:04Viele Leute waren glücklich, dass sie jetzt investen konnten, dass sie Westgeld kriegen, Westautos kriegen.
15:11Und plötzlich kommt die Schattenseite.
15:14Existenzängste.
15:15Ich hatte ja gerade ein Kind bekommen und ich war fest am Theater engagiert.
15:21Ich wusste nicht, wie es weitergeht.
15:26Werte Bürger, bitte bleiben Sie in der Reihe stehen.
15:29Wir kommen durch und beantworten Ihre Fragen.
15:34Der Fall der Mauer verändert alles.
15:37Eine neue Zeitrechnung beginnt.
15:40Mit der Freiheit kommt auch das Chaos und die Ungewissheit.
15:44Stück für Stück löst sich die DDR auf.
15:47Eine hermetisch abgeschottete Welt, die Gemeinschaft und Sicherheit verspricht.
15:51Und nun Vergangenheit.
15:55Also die DDR war schon in meinem Gefühl aus der Draufsicht so ein gewisser sicherer Ort.
16:03Ich bin hier aufgewachsen.
16:06Ich bin hier nackt schwimmen gegangen an bestimmten Stellen, wo er einen Kinder gesehen hat.
16:12Ich habe mich mitten im Wald auf eine Wiese gelegt.
16:15Ich habe hier nie Angst gehabt.
16:17Und plötzlich hatte ich Angst.
16:20Also praktisch, es war ja mein Zuhause.
16:24Kannst du mir einmal beschreiben, was diese Mordserie und das Bekanntwerden von diesen Fällen damals mit der Region und den
16:31Menschen hier gemacht hat?
16:32Hat sich dadurch was verändert?
16:33Auf jeden Fall.
16:35Diese Flut von Kriminalfällen, von schrecklichen Dingen.
16:40Es gab ja auch in der DDR solche Serienmörder und so.
16:46Aber da wurde eben viel weniger Publik.
16:50Solche Menschen gab es doch eigentlich für uns aussichts nur im Westen.
16:53So Mörder und so.
16:54Mörder passen nicht ins sozialistische Weltbild.
16:58Das propagiert die DDR-Führung nach außen.
17:01Sie kontrolliert und lenkt, was in den Zeitungen steht.
17:04Mordfälle werden totgeschwiegen, Täter unter Ausschluss der Öffentlichkeit verurteilt, weggesperrt, hingerichtet.
17:12Mit der Wende sind Verbrechen plötzlich allgegenwärtig.
17:23So, hier müsste es jetzt eigentlich sein.
17:25Das hier war mal eine Müllhalde.
17:33Eine Zinkgießkantülle, die ist ganz sicher von früher.
17:39Also hier ist auf jeden Fall die Marke.
17:43So Ibi, Beb, B-Ibi, ist schon mal DDR.
17:51Überbleibsel aus längst vergangenen Zeiten.
17:54In der DDR ist das nicht einfach Müllablageplatz.
17:58Es ist Schatzkammer und Abenteuerspielplatz.
18:01Hier wird nach heißbegehrten Wessi-Produkten gesucht.
18:03Von der DDR-Regierung gegen die Wiesen importiert aus West-Berlin.
18:08Das ist schon auch ein spannender Ort.
18:10Also wirklich so, hier ist man im Nirgendwo.
18:12Hier kommt man nicht hin, wenn man nicht explizit hier hin will, glaube ich.
18:17Oder auf der Suche ist noch irgendwas.
18:21Es ist ein warmer Tag am 25. Mai 1990.
18:25Ein Mann findet eine tote Frau am Rande der Müllkippe.
18:31Es ist seine Ex-Frau, Christa N., 55 Jahre.
18:37Sie arbeitet hier als Platzwartin, im Wechsel mit ihrem Ex-Mann.
18:42Sie war hier, hat hier im Bauwagen gelebt, am Rand von der Müllkippe und sollte auf die Kippe aufpassen.
18:51Jemand, der durchaus auch Dinge vielleicht sogar sortiert hat, organisiert hat und gesagt hat, hier ist der Haufen mit Kleidung,
18:59hier ist der Haufen mit Regalbrettern und hier sind Bücher, die Leute nicht mehr brauchen.
19:04Also so stelle ich mir das in etwa vor.
19:06Sie ist angegriffen worden wahrscheinlich in der Nähe dieses Bauwagens und von dort aus in Richtung dieser Müllkippe geschleift worden.
19:16Und ist dort vergewaltigt und getötet worden.
19:19Er drosselt mit einem Elektrokabel. Danach bedeckt der Täter die halbnackte Leiche mit Kleidungsstücken.
19:25Die Tat bleibt ungesehen. Der Mörder flüchtet.
19:28Ich finde es schon eine traurige Vorstellung, dass man hier erstens mal ganz alleine in so einem Bauwagen lebt, neben
19:37einer Müllkippe.
19:38Und dann die Vorstellung, auf diese Art und Weise umgebracht zu werden, zu sterben, ist irgendwie bedrückend.
20:01Die Obduktion der beiden ermordeten Frauen ergeben, sie sind auf fast identische Weise zu Tode gekommen.
20:08Das erste Opfer, Edeltraud N., mit bloßen Händen erwürgt.
20:12Christa N., das zweite Opfer, erdrosselt mit einem fest um den Hals geschlungenen Elektrokabel.
20:17Bei beiden Frauen gibt es massive Kopfverletzungen, verursacht durch stumpfe Gegenstände.
20:23Nach dem Tod führt der Täter sexuelle Handlungen mit den leblosen Körpern durch.
20:28Sind das die Taten eines Serienmörders?
20:32Erstens, die Tatorte liegen auseinander. Das ist das Erste.
20:36Also wenn Sie die Färch jetzt nehmen, die Müllkippe und Däts, das ist doch schon eine relativ ziemlich große Entfernung.
20:41Die Tötungsart, ja, das ist fast identisch, sage ich mal.
20:46Aber daraus alleine zu Schlussfolgernd, dass es sich um den selben Täter handelt, naja, ist ein bisschen voreilig, sage ich
20:53mal, die Schlussfolgernd.
20:55Die Spuren sexualisierter Gewalt sprechen für einen männlichen Täter.
20:59Man geht von nicht zusammenhängenden Einzeltaten aus.
21:02Die jeweiligen Partner der getöteten und geschändeten Frauen werden überprüft.
21:07Christa N.'s Ex-Mann hat ein Alibi.
21:09Doch der Ehemann von Edeltraud N. wird zunächst nicht als Täter ausgeschlossen.
21:14Diese Verdächtigung, das ist das Schlimmste, was einem passieren kann.
21:18Du hast deinen Partner verloren und wirst dann verdächtigt, noch den umzubringen, wo du noch in Trauer stehst um deine
21:24Frau.
21:24Die Sache war schnell geklärt, dass da keiner in Frage kommt von den Angehörigen.
21:30In Däts erfährt lange niemand, dass Edeltraud Ennsmann unschuldig ist.
21:35Der Verdacht ist in der Welt und verbreitet sich im Dorf wie ein Lauffeuer.
21:39Er wurde verdächtigt. Man ist ja nicht hinterhergelaufen, hinter den Kripen.
21:45Man hat es dann bloß so hinterrücks.
21:50Das waren die Informationen von Mensch zu Mensch.
21:54Bloß wo er sich dann umgebracht hat, das war dann schon ganz schön bitter.
22:00Haben Sie in der Zeit, wo seine Frau ermordet worden ist und wo er sich mal mit ihm gesprochen hat?
22:06Nein, nein. Man wollte ihm ja auch nicht auf den Geist gehen.
22:09Ach, der hat sich auch zurückgezogen.
22:11Hat er sich auch zurückgezogen.
22:12Wollte man ja auch nicht.
22:15Ja.
22:18Ein Unschuldiger, tot. Ein falsches Gerücht, das ein weiteres Opfer fordert und die Dorfbewohner erneut in Schock versetzt.
22:26Die Kripo hat keinen Tatverdächtigen, also konzentrieren sich die Ermittler auf die Spurenlage.
22:32Auf der Müllhalde in Ferch finden sie kaum verwertbare Spuren.
22:36Vom ersten Tatort in Dez wird die gelbe Steppdecke untersucht, in die Edeltraud N. eingewickelt wurde.
22:43Und asservierte Kleidungsfasern. Die Kripo setzt auf Fingerabdrücke und Blutgruppenbestimmung.
22:49Doch kein Treffer in der Datenbank der ehemaligen DDR. Und DNA-Analyse noch keine gängige Praxis.
22:55Doch es gibt ja noch den Abdruck eines Armeeschuhs an Tatort 1. Ist das vielleicht die heiße Spur?
23:02Wir hatten die kasernierte Volkspolizei, wir hatten NVA in der Nähe, wir waren an Dienststellen von der Staatssicherheit, von der
23:08Polizei.
23:09Da kamen ja weit über 800 Schuhe zusammen.
23:12Und dazu noch unzählige Paar Schuhe, die möglicherweise über Umwege an Dritte gegangen sein könnten.
23:18Es ist sinnlos gewesen, dauernd wie weit dazu. Wir haben das dann eingestellt, weil es ging nicht.
23:24Zwei Morde in einem Jahr. In einem so dünn besiedelten Gebiet. Und das ausgerechnet in diesen bewegten Zeiten.
23:33Die deutsche Volkspolizei steht vor neuen Aufgaben und auch ihre alten Strukturen stehen vor einer Neugliederung.
23:39Das war das Schlimmste eigentlich, was bei so einem Mordfall passieren konnte, sag ich mal.
23:43Dieses ganze Drum und Dran, was da passiert ist.
23:45Im Zuge der Wiedervereinigung wird die Volkspolizei sukzessive aufgelöst und die Polizei der Bundesrepublik beginnt mit der Reformierung im Osten.
23:55Die Uniform hat man so lange getragen. Und jetzt hat man nicht weiter.
24:01Man kriegt eine neue Concorde an, eine Mütze. Und dann heißt es, rauf auf die Leute. Das ist manchmal schwer.
24:07Ja, also im Prinzip sind alle Verordnungen, Gesetze zerpflückt worden, zerstückelt worden und neue haben wir noch nicht.
24:13Dieser Zustand, der ist an und für sich echt schlimm für uns.
24:18Dass man teilweise gar nicht so richtig weiß, gilt das Gesetz noch, gilt es nicht mehr.
24:23Es ist höchste Zeit, liebe Kolleginnen und Kollegen, denn wir fürchten um die Aktionsfähigkeit unserer Polizei.
24:30Wir sorgen uns von Tag zu Tag mehr um die Sicherheit unserer Bürger.
24:34Dabei wollen ihnen doch die meisten Bürger eine Chance geben. Aber sie, die sind vornehmlich mit sich selbst beschäftigt.
24:41Auch in Potsdam müssen die Beamten zurück auf die Schulbank, die neuen Gesetze pauken.
24:46Doch längst nicht jeder darf bleiben. Volkspolizisten arbeiten gemäß den Vorgaben der SED-Führung,
24:51die bekannt dafür ist, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu beherrschen.
24:55Also es steht überall noch die Überprüfung über Mitarbeit mit dem Staatssicherheitsdienst aus.
25:03Viele Leute hatten Angst, dass sie rausfliegen bei der Polizei.
25:06Also es ging ja immer da um Mitarbeit mit der Staatssicherheit.
25:10Und dadurch entstanden natürlich auch innerhalb der Ermittlungsgruppen, sag ich mal,
25:15naja, wie soll man denn sagen, Unsicherheit.
25:19Und ich sage mal, es war schwieriger geworden, die Leute zu motivieren.
25:24Ostkollegen gehen, Westkollegen kommen. Die Kripo Potsdam stellt sich neu auf.
25:29Die Morde geraten in den Hintergrund, kostbare Zeit verstreicht, ohne Ermittlungserfolg.
25:34Die meisten Menschen in der Region bleiben ahnungslos. Das Leben geht weiter seinen gewohnten Gang.
25:48Ende März 1991 taucht hier ein Mann auf dem Polizeirevier auf.
25:54Können Sie mir erzählen, warum Sie damals eingeschaltet worden sind?
25:58Ja, wir haben eine Vermisstenanzeige bekommen. Das war die Frau F. Sie war verheiratet und der Ehemann hat auch die
26:09Vermisstenanzeige gemacht.
26:12Mein Name ist Luz König. Ich war Leiter der Kriminalpolizei in Bad Belzig.
26:21Aufgrund der Umstände war uns klar, dass da sofort gehandelt werden muss.
26:28Am Abend des 13. März 1991 läuft die 34-jährige Inge F. von ihrer Freundin in Borgtheide nach Hause.
26:36Ein Fußweg von knapp einer Stunde.
26:39Das war ein wunderschöner Tag, als sie da in mir war.
26:43Und dann ging sie zu ca. 20 pro 6 bei mir los.
26:47Wir verabschieden uns noch herzlich.
26:50Ich möchte auch für mich kommen.
26:54Der Weg führt mitten durch den Wald. Sie kommt nie zu Hause an.
27:00Mitten im dunklen Wald verschwindet eine Frau.
27:03Was klingt wie ein schlechter Krimi, ist aber ein wahrgewordener Albtraum.
27:11Was ist in dieser Nacht 1991 wirklich passiert?
27:18Wo ist Inge F.?
27:21Die nächsten Personen werden da so überprüft.
27:24Und da so gehört natürlich in dem Moment der Ehemann.
27:27Komisch war natürlich auch, dass er 5 Tage gewartet hat,
27:30er diese Vermisstenanzeige gemacht hat.
27:34Und aus dem Grund, dann wurden die Maßnahmen durchgeführt.
27:38Und der Ehemann kam dadurch auch mehr in Verdacht, damit was zu tun zu haben.
27:45Seit der Wende sind Inge F. und ihr Mann arbeitslos.
27:48Die Hypothek aufs Haus drückt.
27:51Am Abend ihres Verschwindens hatte es einen Streit zwischen dem Ehepaar gegeben.
28:04Dass die da verschwunden ist, war schon seltsam.
28:09Weil wir der Meinung waren, da ist was Ernstes, sind wir diesen ganzen Wald dort abgegangen.
28:18Unterstützt durch zusätzliche Kräfte der Schutzpolizei.
28:23Doch statt Inge F. findet der Suchtrupp etwas anderes im Wald.
28:27Wir haben ja jede Menge solche Unterwäschelager gefunden.
28:35Also wir haben BHs, Schlüpfer, alles so zusammen in irgendwelchen Löchern oder auch im Wald verstreut gefunden.
28:46Das war eine Unmenge an Unterwäsche.
28:50Was hat es mit der Wäsche auf sich?
28:53Sind das die Trophäen des Täters?
28:56Sind das die Trophäen des Täters?
29:06Die Trophäen des Täters ist ganz humble.
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