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00:02Das Hochland des Himalayas.
00:06Hier zu leben, das heißt jeden Tag harte Arbeit.
00:11Auch als Sammler geheimnisvoller Raupenpilze.
00:16Und Frauen heiraten nicht nur einen Mann, sondern seine Brüder gleich mit.
00:23Nur ganz wenige, seltene Tierarten kommen mit dieser extremen Höhe zurecht.
00:30Und selbst buddhistische Mönche brauchen besondere Willenskraft.
01:05Im Südwesten Chinas, in der Provinz Yunnan an der Grenze zu Tibet, liegt das Baimar Naturreservat.
01:15Im Schneegebirge beginnt der Frühling erst im April und der Sommer ist im Juli schon vorbei.
01:21Ein archaisches Leben voller Entbehrungen in über 3000 Meter Höhe.
01:29Um hier zu bestehen, müssen alle zusammenhalten.
01:39Kurz nach Sonnenaufgang. Unter den mächtigen Felsen bereitet Wang Dui den Göttern ein Rauchopfer.
01:46Wang Dui bittet um Unterstützung, weil er möglichst viel vom Gold des Himalaya finden möchte.
01:52Seltene Pilze mit sagenumwobener Heilkraft.
01:55Wir sind in der Nähe des Himalaya.
02:14Überall auf den Bergen hier gibt es Cordyceps, die Raupenpilze.
02:20Sie wachsen auf einer Höhe oberhalb von 4000 Metern.
02:29Wir fangen mit der Suche im Mai an und sind dann mehr als 20 Tage am Stück unterwegs.
02:36Jeden Tag laufen wir über 20 Kilometer.
02:46Doch Wang Dui ist nicht der einzige Schatzsucher.
02:49Mit über 20.000 Dollar wird ein Kilo Cordyceps auf dem Weltmarkt gehandelt.
02:54Und das bringt noch andere Sammler und Konkurrenten auf den Plan.
03:04Wang Dui und seine Gefährten dringen in ein weit entlegenes Tal vor.
03:24In 4000 Meter Höhe beginnt die anstrengende Suche nach den winzigen Raupenpilzen.
03:31Eine Nadel im Heuhaufen ist einfacher zu finden.
03:39Sina ist schon seit über zwei Wochen am Stück hier oben. Sie hat noch nicht so viel Erfahrung wie die
03:45beiden Männer.
03:55Endlich. Nach mehreren Stunden ergebnisloser Suche der erste Fund.
04:06Die Wurzel des Lebens wird der kleine Pilz genannt.
04:09Er soll gegen Krebs helfen, kräftigen und stark aphrodisierende Wirkung haben.
04:15Nicht viel mehr als ein Gramm wiegt so ein Exemplar. Ein kurioses Mischwesen.
04:21Pilzspuren befallen in der Erde lebende Raupen eines Nachtfalters.
04:24Der Pilz verzehrt schließlich die Raupe in den Wintermonaten von innen.
04:28Während der Sommermonate wächst dann ein schmaler Fruchtkörper aus der Hülle der Raupe.
04:33Nur dieser kleine Spross ist für die Sammler sichtbar.
04:37Gerade mal 10 bis 20 Raupenpilze findet ein guter Sammler am Tag.
04:44Gute Laune bei Wangdui, Sina und Gatai. Sie haben eine ergiebige Stelle gefunden.
04:50Da lässt sich auch mal in wenigen Stunden ein ganzes Monatsgehalt verdienen.
04:59Das Erfolgserlebnis ist ein Erinnerungsfoto wert. Und auch ein Moment Pause. Denn die beschwerliche Tour ist für die drei noch
05:07lange nicht zu Ende.
05:31Viel weiter ist die Natur unten, auf 3000 Höhenmetern.
05:35Die Wildhüter Songwa und sein Vater Janwa sind auch auf der Suche.
05:41Die beiden Männer versuchen schwarze Stumpfnasenaffen aufzuspüren. Aber die zu finden, wäre eine kleine Sensation.
05:56Es ist die einzige Affenart, die sich an das Leben in einer so großen Höhe angepasst hat.
06:10Wilde Affen haben einen ziemlich großen Bewegungsradius.
06:14Wenn sie nicht von Menschen gestört werden, bleiben sie auch mal ein oder zwei Tage an einem Platz.
06:20Wenn der Mensch sie aber jagt oder stört, dann laufen sie an einem Tag viele Kilometer.
06:25Und warum flüchten sie? Weil sie vor den Menschen Angst haben.
06:29Und da die Menschen nicht sehr hoch in die Berge gehen, verziehen sich die Affen genau dorthin.
06:42In früheren Expeditionen wurden Fotofallen aufgestellt. Ein paar Bilder gibt es von den seltenen Tieren.
07:00Ich arbeite wie mein Vater. Er hat sich immer speziell mit den Stumpfnasenaffen befasst. Und ich tue das jetzt auch.
07:07Der einzige Unterschied, ich will nicht nur die Affen überwachen, sondern auch Schwarzbären und die roten Pandas.
07:14Als Wildhüter habe ich eine große Bandbreite an Aufgaben, um alle Tiere zu schützen. Und das werde ich auch, wenn
07:21ich den Job meines Vaters übernehme.
07:27Das Amt des Wildhüters. Vom Vater an den Sohn übergeben. So wie früher ein altes Handwerk.
07:42Canhua ist 68 Jahre alt und muss sich bald von seinem Beruf trennen, der sein Lebensinhalt ist.
07:51Hier in dieser Höhe sind die Wildhüter selber für jedes Detail verantwortlich. Es gibt keinen Strom, keinen Handyempfang.
07:59Aber dafür das unvergleichliche Lebensgefühl, der Natur nahe zu sein.
08:16Als ich jung war, hätte ich nie gedacht, dass ich das heute tue. Wenn man nur 6 Yuan am Tag
08:21verdient, warum sollte man auch? Ich wollte es nicht.
08:24Aber später habe ich kapiert, dass es gut ist, die Umwelt zu schützen. Und mein Vater hat nie aufgehört, mich
08:31zu fragen, ob ich nicht mit ihm arbeiten will.
08:34Den Lebensraum der schwarzen Stumpfnasenaffen zu bewahren, damit sie sich vermehren können, das hat mich am Ende überzeugt.
08:44Doch für heute ist Schluss. Der immer wiederkehrende Regen verhindert die weitere Suche nach den Affen.
08:54Das Beimer Schneegebirge wurde 1983 ein Naturreservat. Menschen lebten schon immer hier.
09:04Wer hier wohlhabend ist, hat so ein Haus.
09:16Im Nordwesten Yunans hat man andere Maßstäbe, was Statussymbole angeht. Prächtiges Haus, aber der Wasseranschluss ist trotzdem davor und nicht
09:27drinnen.
09:29Lurong, der Hausherr, nimmt zum Kochen nur Jagdbutter. Und zwar reichlich.
09:37Was man als völlig überflüssig betrachtet, Tische.
09:52Esssgewohnheiten sind hingegen scheinbar überall gleich.
10:14Lurongs Frau nimmt es stoisch. Hauptsache es schmeckt.
10:23Wang Sha hat gerade angerufen und gesagt, dass es weiter oben sonnig ist und der Schnee auf den Bergen zu
10:29tauen beginnt.
10:32Deswegen möchte er morgen ins Gebirge aufbrechen und hätte gerne meine Hilfe für den Aufstieg.
10:37Ich muss das machen. Ich werde ihm tragen helfen und ihm Arbeit abnehmen. Er braucht meine Hilfe.
10:47Bevor Lurong seinem Freund Wang Sha hilft, die Yak-Rinder auf die Sommerweide zu treiben, muss er sich um sein
10:53eigenes Geschäft kümmern.
10:55Lurong handelt mit Pilzen. Den Raupenpilz Cordyceps lässt er im Hochgebirge pflücken.
11:01Um die Schwarzkopfmorcheln kümmert er sich selbst. Die bringen immerhin umgerechnet 300 Euro pro Kilo ein.
11:10Das sind Schwarzkopfmorcheln. Die wachsen weiter oben in den Bergen.
11:15Aber wir hätten uns nicht vorstellen können, dass man sie auch hier unten auf dem Feld züchten kann.
11:21Die Samen wurden uns von der Regierung zur Verfügung gestellt.
11:29Um ehrlich zu sein, als sie die uns gaben, habe ich der Sache nicht getraut. Ich dachte, so eine Zucht
11:35wäre nicht möglich.
11:38Aber mein Sohn hat auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse verwiesen und gesagt, andere hätten eine gute Ernte.
11:46Wir haben es probiert und haben überraschend gute Ergebnisse.
11:58Pflücken und dann trocknen lassen.
12:03Die Pilze gelten als Delikatesse. Jetzt braucht Lurong nur noch zu warten.
12:08Die Sonne und die reine Bergluft in 3500 Metern sorgen für das richtige Aroma.
12:18Nach getaner Arbeit kann Lurong seinen Trip in die Berge organisieren.
12:22Morgen geht es los, auf die Weiden hoch oben.
12:33Am westlichen Rand des Baimar Naturreservates schlängelt sich der Mekong-Fluss durch die fruchtbaren Täler.
12:40Im kleinen Dorf Janggu-King wohnen die Wildhüter Song-Wa und sein Vater Jang-Wa.
12:47Die beiden stärken sich zu Hause mit Buttertee. Die Jagdbutter wird per Hand verquirlt.
13:03Die klassisch-chinesische Familie lebt mit einem Kind in der Einraumwohnung.
13:09Es heißt, in der extremen Höhe brauchen die Menschen viel Energie.
13:13Die können Song-Wa und Jan-Wa brauchen. Sie wollen die schwarzen Stumpfnasenaffen finden.
13:19Trotz guter Laune. Das wird anstrengend.
13:46Ich bin mir nicht sicher, ob wir die Affen bei diesem Wetter finden. Wir werden sehen.
13:58Endlich Sonne. Im dichten Gebirgswald beginnt die Suche.
14:09Schau, das ist ziemlich frisch. Es wurde nur da und da gefressen. Von außen wurde nichts angefressen. Auch nicht die
14:20Blätter und Samen. Nur diese zarten Blätter hier innen.
14:34Hier haben ein paar Affen Rast gemacht. Die sind wahrscheinlich von gestern oder vorgestern. Sehr frisch.
15:04Da sind welche. Wenn die kleinen Affen schreien, heißt das, dass es weitergeht.
15:10Weil es schwierig für die Kleinen ist, nachzukommen, schreien sie. Nach dem Motto, warten, bitte warten.
15:27Lasst uns beeilen, oder sie sind weg. Sie sind kurz davor, weiterzuziehen.
15:36Da, eine ganze Gruppe. Sie sind gegenüber von uns.
15:45Die schwarzen Stumpfnasenaffen schaffen es als einzige Affenart, die Kälte auf über 3500 Höhenmetern ganzjährig zu überstehen.
15:55Zeitweise wurden sie über Jahre nicht gesichtet und galten sogar als ausgestorben.
16:20Unglaublich! Ich habe diese Affen schon so lange nicht mehr gesehen und jetzt sind sie hier. Und gleich so viele.
16:36Ich muss sie eine Weile begleiten, um genau herauszufinden, wie viele Babys sie dieses Jahr haben.
16:46Gesunder Nachwuchs ist entscheidend für den Fortbestand der gefährdeten Stumpfnasenaffen im Baimar Naturreservat.
16:52Nur, um die Affenbabys zu zählen, müsste man viel näher an die scheuen Tiere herankommen.
17:04Die Ausläufer des Himalaya erstrecken sich bis in den nordwestlichen Teil der chinesischen Provinz Yunnan, im Südwesten Chinas.
17:13Hier liegt in Höhenlagen zwischen 2500 und 5000 Meter das Baimar Schneegebirge Naturreservat.
17:21Es ist Teil des autonomen Bezirkes der Tibeter in Yunnan.
17:25Kulturell gehört das Gebiet zu Tibet, politisch zu China.
17:32In den Dörfern leben mehrheitlich Tibeter. Sie sind Buddhisten und können hier an ihren traditionellen Bräuchen und Lebensgewohnheiten festhalten.
17:51Die rinderähnlichen Yaks sind die wichtigste Lebensgrundlage für die Menschen im Dorf. So auch für den Yak-Bauer Wang Sha.
18:00Seine Herde soll heute auf die Sommerweide.
18:06Wichtigster Gegenstand, der mit nach oben muss, das Butterfass aus Holz.
18:19Freund und Nachbar Lurong ist auch schon zur Stelle.
18:31Das Wetter ist heute besonders gut, aber in diesen Tagen noch sehr wechselhaft.
18:36Ich befürchte, dass es umschlägt, wenn wir den Gebirgspass erreichen.
18:40Hoffentlich bleibt es den ganzen Tag sonnig. Der Weg nach oben in die Berge dauert ziemlich lang.
18:53Und wir machen uns Gedanken wegen der Kälber. Die sind erst vor fünf, sechs Tagen geboren und das macht mir
18:58wirklich Sorgen.
19:11Alle Tiere, egal ob alt oder jung, müssen den anstrengenden Marsch bewältigen.
19:17Über acht Stunden wird er dauern.
19:33Kaum unterwegs fangen die Probleme schon an. Dabei ist der Weg zum Pass, der überwunden werden muss, noch in weiter
19:41Ferne.
19:47Dichten Wald, ohne richtige Wege, muss der Dreck passieren.
19:55Vorne Lurong. Immer wieder muss er stoppen, weil es hinten nicht weitergeht.
20:05Wang Sha hat keine andere Wahl. Wenn er die Herde nicht auseinanderreißen lassen will, muss er das Kalb tragen.
20:23Ein Kraftakt für Mensch und Tier.
20:31Nicht mal die Hälfte der Strecke ist geschafft und die Kräfte schwinden zunehmend.
20:44Lurong lässt sich mit dem schwachen Kälbchen zurückfallen.
20:52Weiter oben ist Wang Sha am Ende seiner Kräfte.
20:57Unten der völlig erschöpfte Lurong. Und jetzt?
21:11Im Tal beten die Mönche im tibetischen Kloster Dongchulin nicht für den Jagddreck.
21:16Dort folgt man einfach dem streng geordneten Tagesablauf.
21:26Zum Klostergarten haben nur die fortgeschrittenen Mönche zutritt.
21:30Ihr Studium beginnt oft im Kindesalter und dauert Jahrzehnte.
21:50Jiju ist trotz seiner 33 Jahre noch ein Neuling. Ein untypischer Fall.
22:02Als Mönch zu dienen, ist normalerweise eine Glaubenssache. Aber bei mir war das ein bisschen anders.
22:11Als ich in die fünfte Klasse in der chinesischen Schule kam, wollte ich lieber meinen Eltern auf dem Hof helfen.
22:19Also bin ich raus aus der Schule und habe bei der Landwirtschaft der Familie mitgeholfen.
22:27Als ich 18 oder 19 war, war ich irgendwie gereift und begann mich für Literatur zu interessieren.
22:40Ich wollte schon als Kind für mein Leben gern Bücher schreiben.
22:51Aber auch angehende Schriftsteller müssen sich dem Tagesablauf des Klosters unterordnen.
22:57Und das bedeutet lernen, lernen, lernen.
23:07Obwohl in China, wird hier im Kloster die tibetische Sprache offiziell gelehrt.
23:14Fünf Jahre brauchte Jiju sie zu lernen.
23:29Mittagspause. Einfachste Möblierung vor spektakulärer Kulisse.
23:40Jiju darf dann doch noch in den Klosterhof.
23:42Die nächste Unterrichtseinheit im Stundenplan hat es aber in sich.
23:48Die Schüler müssen über zuvor gelernte buddhistische Lehren kontrovers debattieren.
23:53Mit vollem Körpereinsatz.
23:56Die Gesten haben eine bestimmte symbolische Bedeutung.
23:59Der Herausforderer steht, der Verteidiger sitzt.
24:06Ich glaube, diese Debatten sind eine ganz spezielle Art des Lernens.
24:10Nach einer Debatte behält ein Teilnehmer alle Fragen und Antworten tief in seinem Gedächtnis.
24:16Weil es so anstrengend ist, all das zu verstehen und auszusprechen.
24:20Oder eben nicht.
24:28Ein buddhistisches Kloster ist eine Schule. Also gibt es auch Prüfungen.
24:34Der Lehrer schreibt in tibetischer Schrift vor, der Schüler schreibt nach.
24:39Wer die heiligen Texte lesen und schreiben können will, muss das hinkriegen.
24:53Der Satz bedeutet, Wissen ist es, was wir brauchen.
24:57Um Wissen zu erlangen, soll man einen Satz pro Tag lernen, sodass man nach 100 Tagen 100 kann.
25:04Heißt, lerne jeden Tag einen Satz, dann kannst du nach einem Jahr 365.
25:12Das ist es.
25:29Der Jagdtrek hat es endlich geschafft.
25:32Lu Rong und sein Freund Wang Cha haben den höchsten Punkt des Weges erreicht.
25:51Es ist ein bisschen müde. Aber wir haben ihm geholfen und jetzt ist es hier. Es ist sicher und nicht
25:58mehr ängstlich.
25:59Als wir es getragen haben, ist uns die Mutter immer hinterher. Ab morgen kann das Kalb die Mutter beim Grasen
26:05begleiten.
26:12Das ist Wang Cha's Zuhause für die nächsten drei Monate. Nach dem beschwerlichen Weg muss auch noch abgeladen werden.
26:19Das Wichtigste, das Butterfass, ist heil angekommen.
26:32Ist sich schön einzurichten. Kein Problem für Wang Cha. Vier Dinge braucht der Mann.
26:38Uhr, Trinkbecher, Suppenschüssel und Zahnputzset.
26:51Lurong sammelt das Brennholz.
26:56Kochen ist hier harte Arbeit.
27:02Selbst nach dieser anstrengenden Tour kochen die Männer nicht etwa zuerst für sich, sondern für ihre wertvollen Tiere, die Yaks.
27:19Kraftfutter aus getrockneten Gräse. Mitgebracht aus dem Dorf.
27:38Musik
27:57The journey of the Yaks is always hard, but for us Tibetans is a long time.
28:02Three months we have to give our best, because it just belongs to us.
28:15Es ist Mitte Mai und die Wiesen sind noch karg.
28:27Auf eine Sommerweide gehören Yaks. Wenn sie hier fressen, wird die Butter gut.
28:34In den Bergen sind eine Menge Blumen, die im Juni, Juli wachsen und die Yaks fressen sie.
28:42Auf diese Weise werden Produktion und Nährwert der Butter sehr gut.
28:48Ohne Butter hätten wir ein wirklich hartes Leben.
28:53Auch wenn es auf den Weiten sehr beschwerlich ist, die Butter ist es wert, egal wie anstrengend.
29:20Hier irgendwo versuchen zwei Männer einem Verband schwarzer Stumpfnasenaffen nahe zu kommen.
29:26Auf 3500 Höhenmetern mitten im Wald. Ziemlich anstrengend.
29:58Die Affen sind in der Nähe. Schnell weiter.
30:12Sie sind in dem Nadelwald, genau gegenüber.
30:20Die schwarzen Stumpfnasenaffen sind wie Menschen.
30:29Es gibt unterschiedliche Familien und verschiedene Affenoberhäupter, aber nicht einen einzigen Anführer für den ganzen Verband.
30:37Sie betreiben viel Weiberei. Sogar ganz unten in der Rangfolge haben die männlichen Affen ein oder zwei Weibchen.
30:48Im Frühling bringt ein Weibchen meist nur ein Baby zur Welt und das nur alle drei Jahre.
30:56Der Gesundheitszustand des Nachwuchses ist für die Wildhüter das entscheidende Merkmal für den erfolgreichen Fortbestand.
31:05Die jungen Affen sehen sehr gesund aus und auch die ganz kleinen machen einen sehr guten Eindruck.
31:11Sie bewegen sich so sicher und gelenkig durch die Bäume. Das freut mich wirklich.
31:23Diese Gruppe schwarzer Stumpfnasenaffen gibt Hoffnung für die stark gefährdete Tierart.
31:29Die Wildhüter schätzen, dass es nur noch ein paar Hundert dieser äußerst friedlichen Tiere in Yunnan gibt.
31:49Schwarze Stumpfnasenaffen bewegen sich häufig auf dem Boden. Eine Gefahr für die Tiere, die Januar leider nur allzu gut kennt.
32:03Wenn die Tiere hier vorbeikommen und nicht aufpassen. Hier ist nämlich eine Drahtfalle. Sie bleiben dann einfach daran stecken.
32:10Das passiert beim Rübergehen. So etwa. Dann zieht der Draht sich zu, sie sind gefangen und kommen nicht mehr raus.
32:18Selbst in die abgelegensten Gebiete dringen unbarmherzige Wilderer vor.
32:23Es zieht sich immer weiter zu. Sie haben keine Chance freizukommen. Dann fällt er nach unten. Der arme Affe. Es
32:29ist traurig.
32:30Ein kleines Stück Draht entscheidet über den Fortbestand einer ganzen Tierart.
32:41Auch die buddhistischen Mönche vom Kloster Dongchulin helfen seit Jahren beim Tierschutz mit.
32:47Regelmäßig suchen sie verbotene Drahtfallen.
32:52Im Buddhismus ist das oberste Gebot, nicht zu töten. Töten ist in unserer Religion ein striktes Tabu.
33:00Deswegen kommen wir hierher, um die Wildtiere zu schützen. Wir wollen verhindern, dass Menschen die Tiere töten.
33:11Religion und Tierschutz ergänzen sich in Yunnan. Die Drahtfallen werden gemeinsam bekämpft.
33:26Heute haben wir schon einige eingesammelt und jetzt gehen wir noch weiter hoch.
33:31Auch wenn die Wilderei in Yunnan strengstens verboten ist, werden noch immer Tierfälle auf dem Schwarzmarkt angeboten.
33:38Die Mönche schwärmen aus. Hier sind vor allem Blauschafe, die eher Gämsen ähneln, die Opfer.
33:47Wegen ihres Fels und des Fleisches.
34:04Natürlich beschränken wir unseren Einsatz nicht nur auf den heiligen Berg von Rini.
34:08Wir gehen auch tiefer ins Baimar Schneegebirge und zu anderen heiligen Bergen. Eigentlich zu allen Bergen in der Gegend.
34:16Wir wollen nachschauen, ob irgendjemand wilden Tieren Leid zufügt.
34:24Die fünf Mönche machen sich auf den Heimweg. Sie danken den Göttern mit einem Rauchopfer für diesen Tag, so wie
34:33es braucht.
34:43Die tibetischen Gebetsfahnen sollen allmählich im Wind verwittern, damit die Gebete dem Himmel zugetragen werden.
35:02Vor den Mönchen liegt ein langer Fußmarsch zurück zum Kloster Dongchulin.
35:33In über 4.000 Meter Höhe sind noch andere Dorfdorfen.
35:37Sie sind noch andere Bewohner auf dem Weg.
35:49Lurong, der Pilzhändler, möchte Cordyceps abholen, wo er schon mal um die Ecke ist.
35:55Ob die Sammler schon zurück sind?
35:59Es gibt ein etwas heikles Thema in dieser Gegend.
36:02Eine Frau heiratet nämlich die Brüder ihres Mannes meistens gleich mit.
36:07Das Zusammenbleiben der Brüder soll einen größeren Wohlstand für alle garantieren.
36:17Es sind einfach zu wenige Menschen hier. Ein Ehepaar kann die ganze Arbeit nicht alleine machen.
36:23Klar, manche möchten nicht zusammen mit ihren Brüdern, also mit weiteren Männern in einer Familie leben.
36:30Aber die meisten Tibete haben dieses Gemeinschaftsgefühl.
36:36Einige Familien bestehen aus den Eheleuten und drei oder sogar vier weiteren Brüdern.
36:42In unserem Dorf ist das auch so. Ganz viele Familien aus meiner Generation bestehen aus zwei Brüdern und einer Frau.
36:52Die Brüder Wang Dui und Gatai und ihre gemeinsame Frau Sina kommen zurück ins Lager.
37:04Und Lurong kann endlich seine Söhne und Schwiegertochter begrüßen.
37:13Wie die Diplomatie in der Liebe gewahrt wird, darüber schweigen Sina und ihre beiden Männer.
37:27Erstmal Buttertee für alle.
37:42Heute Morgen sind wir um 7 Uhr gestartet. Ich habe 20 Raupenpilze gefunden und wir sind erst jetzt wieder um
37:508 Uhr abends zurückgekommen.
37:52Ich habe 14.
38:01Sina und Wang Dui sind heute mit dem Putzen der Pilze dran.
38:07Einige hundert Kilometer Fußmarsch mit tausenden Höhenmetern waren nötig, um diesen kostbaren Schatz in den letzten Wochen zusammenzutragen.
38:18Wang Dui bereitet den Transport zum Händler vor.
38:21Sein Vater Lurong wird versuchen, den besten Preis herauszuschlagen.
38:47Wieder zurück in seinem Haus macht Pilzhändler Lurong Inventur. Heute ist Verkaufstag. Der erste in diesem Jahr.
38:55Je schöner die Pilze aus den befallenen Schmetterlingsraupen gewachsen sind, umso besser.
39:03Gestern habe ich 140 Raupenpilze mitgebracht.
39:09Für eine tibetische Familie wie uns sind die Cordyceps das Haupteinkommen für das ganze Jahr.
39:17Also hoffen wir, dass der Preis hoch sein wird.
39:26Ich fahre nach Bensilan, die Preise überprüfen. Ich kenne sie dieses Jahr noch nicht.
39:36Lurong erhofft sich einen höheren Gewinn, wenn er statt zum lokalen Zwischenhändler direkt zum Großhändler fährt.
39:42Vier Stunden in die nächstgelegene Stadt.
40:03Lurongs Reise führt entlang des Yangtze-Flusses, vorbei an der berühmten großen Biegung des längsten Flusses Asiens bis in die
40:12kleine Kreisstadt Bensilan.
40:24Obwohl das Städtchen am östlichen Rand des Baymar Naturreservates keinen Flughafen, Bahnhof und auch sonst nichts Besonderes hat, ist es
40:33für Lurong doch eine komplett andere Welt.
40:38Jetzt muss Lurong seine Fähigkeiten als Pilzhändler beweisen.
40:50Bei uns ist der Preis für ein Paar über 70 Yuan.
40:5570 zahle ich dieses Jahr nicht. Der Preis ist nicht so gut dieses Jahr. Die Qualität ist nicht so toll.
41:01Schau dir das doch an. Einige sehen nicht gut aus. Diese hier bringen nicht mal 50 Yuan. Die bekomme ich
41:07gar nicht verkauft.
41:08Das geht gar nicht. Ich brauche mehr. Ich biete 58 Yuan. Mehr nicht dieses Jahr.
41:1558 mache ich nicht. Die sind mehr wert. Gib mir etwas mehr.
41:1960, aber damit hat es sich.
41:21Nun ja.
41:2160, sage ich.
41:2260? Das ist doch der Preis von früher.
41:26Okay, dann eben 60. Es lässt sich ja nicht ändern. Einverstanden. Ich verkaufe sie dir.
41:32In Ordnung. Die hier will ich nicht. Dann sind noch 63 Paare übrig. Ich kaufe sie. Einverstanden.
41:453.780 Yuan. Okay? Gut. Alles klar. Ich glaube dir.
41:52Es ist gut, dass ich mit den Cordyceps die weite Reise bis Benzylan gemacht habe. Der Preis ist gut hier.
41:59Das ist für meine Familie das wichtigste Einkommen. Meine Mühe hat sich ausgezahlt.
42:06Mit 3.780 Yuan, also etwas über 500 Euro, fährt Lurong wieder zurück ins Hochgebirge.
42:16Für uns hat sich das Leben gewaltig geändert. Was Geld angeht, hatten wir immer zu wenig für Essen und Kleidung.
42:22Aber jetzt haben wir so viel, dass wir sogar etwas davon zurücklegen können.
42:30Der Alltag wird für die Menschen hier trotzdem jeden Tag aufs Neue eine Herausforderung bleiben.
42:39Und auch für die seltenen Tierarten.
42:42Denn ihr Kampf ums Überleben im Hochland des Himalaya ist noch lange nicht gewonnen.
42:48Denn ihr Kampf ums Überleben im Hochland des Himalaya ist noch lange nicht gewonnen.
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