- vor 2 Tagen
In Haringsee beginnt das größte Infrastrukturprojekt der letzten Jahrzehnte: Die öffentliche Trinkwasserversorgung kommt! ?
Nach Jahren sinkender Grundwasserstände und versiegender Hausbrunnen setzt die Gemeinde auf eine Kooperation mit der EVN Wasser GmbH. Dank der Kofinanzierung von Art for Art und den Vereinigten Bühnen Wien – über 500.000 Euro – sowie Förderungen von Bund und Land kann der Beitrag für die Haushalte von ursprünglich 11 Euro auf 6,50 Euro pro Quadratmeter gesenkt werden.
Der Gemeinderat stimmte der Vereinbarung einstimmig zu. Damit wird nicht nur die Versorgung für kommende Generationen gesichert – auch Umwidmungen sind wieder möglich, die ohne Ortswasserleitung gesetzlich blockiert wären.
Die Ausschreibungen laufen bereits, der erste Bauabschnitt startet in Haringsee. Insgesamt werden rund 5,2 Millionen Euro investiert, die Fertigstellung ist für 2029 geplant.
Parallel dazu liegt ein Initiativantrag der FPÖ zur Prüfung vor, der eine Volksbefragung über die ORTSWASSERLEITUNG fordert. Der Bürgermeister warnt vor möglichen Folgen: zusätzliche Kosten für die Gemeinde, Verzögerungen und Risiken für Kindergarten, Schule und lokale Betriebe, die weiterhin mit problematischen Wasserwerten kämpfen müssten.
Die Gemeinde betont: Die Bevölkerung wird transparent informiert – und das Projekt bleibt auf Schiene.
Nach Jahren sinkender Grundwasserstände und versiegender Hausbrunnen setzt die Gemeinde auf eine Kooperation mit der EVN Wasser GmbH. Dank der Kofinanzierung von Art for Art und den Vereinigten Bühnen Wien – über 500.000 Euro – sowie Förderungen von Bund und Land kann der Beitrag für die Haushalte von ursprünglich 11 Euro auf 6,50 Euro pro Quadratmeter gesenkt werden.
Der Gemeinderat stimmte der Vereinbarung einstimmig zu. Damit wird nicht nur die Versorgung für kommende Generationen gesichert – auch Umwidmungen sind wieder möglich, die ohne Ortswasserleitung gesetzlich blockiert wären.
Die Ausschreibungen laufen bereits, der erste Bauabschnitt startet in Haringsee. Insgesamt werden rund 5,2 Millionen Euro investiert, die Fertigstellung ist für 2029 geplant.
Parallel dazu liegt ein Initiativantrag der FPÖ zur Prüfung vor, der eine Volksbefragung über die ORTSWASSERLEITUNG fordert. Der Bürgermeister warnt vor möglichen Folgen: zusätzliche Kosten für die Gemeinde, Verzögerungen und Risiken für Kindergarten, Schule und lokale Betriebe, die weiterhin mit problematischen Wasserwerten kämpfen müssten.
Die Gemeinde betont: Die Bevölkerung wird transparent informiert – und das Projekt bleibt auf Schiene.
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NewsTranskript
00:00Und wie gesagt, unser Vizebürgermeister, die Chefin der SPÖ bei uns im Gemeinderat, Frau Nussbaum-Kranz
00:10und Chef der Freiheitlichen Partei, bei uns vertreten im Gemeinderat, der Halbert Klimfinger.
00:17Jetzt vielleicht auch fürs Verständnis von unserer Seite her, möchte ich natürlich TV21 recht herzlich begrüße,
00:26als Vertreter von der Neuen Ernst Spee bekannt und die Frau Breuer von den Bezirksblättern.
00:34Ein herzliches Grüß Gott dazu.
00:36Was ist eigentlich der Grund des heutigen Termins?
00:41In Haringsee ist das größte Infrastrukturprojekt der letzten Jahrzehnte auf Schiene, die öffentliche Trinkwasserversorgung.
00:47Nach Jahren sinkender Grundwasserstände und versiegender Hausbrunnen setzt die Gemeinde nun auf eine Kooperation mit der EVN Wasser GmbH.
00:57Die ursprünglich berechneten Kosten von 11 Euro pro Quadratmeter hatten viele Haushalte stark belastet.
01:03Doch ein Durchbruch gelang, als Art for Art und die Vereinigten Bühnen Wien eine Kofinanzierung von über einer halben Million
01:10Euro zusagten.
01:11Gemeinsam mit Förderungen von Bund und Land kann der Beitrag für die Bevölkerung nun auf 6,50 Euro gesenkt werden.
01:18Der Gemeinderat beschloss die Vereinbarung einstimmig.
01:21Damit wird nicht nur die Trinkwasserversorgung für kommende Generationen gesichert,
01:25sie schafft auch wieder die rechtliche Grundlage für Umwidmungen,
01:28die ohne Ortswasserleitung nach Landesgesetz nicht mehr möglich wären.
01:32Die Ausschreibungen laufen. Der erste Bauabschnitt startet in Haringsee.
01:37Insgesamt werden rund 5,2 Millionen Euro investiert.
01:41Die Fertigstellung ist für 2029 geplant.
02:02Im Anschluss an die Ausführungen zur Wasserversorgung ging es um die Frage,
02:07welche Kosten auf die Haushalte zukommen, wenn die Gemeinde an die neue Leitung angeschlossen wird.
02:12Der Bürgermeister erklärte, dass die Berechnung gesetzlich festgelegt ist
02:16und sich aus der Größe des Wohngebäudes sowie einem Anteil der unverbauten Fläche zusammensetzt.
02:22Für ein durchschnittliches Haus mit rund 200 Quadratmetern Wohnfläche
02:26ergibt sich eine Anschlussgebühr von etwa 2.000 Euro.
02:30Er erinnerte an das große Infrastrukturprojekt und um die Kläranlage zur Jahrtausendwende.
02:34Schon damals habe es soziale Härtefälle gegeben und die Gemeinde habe individuelle Lösungen gefunden.
02:40Dieser Grundsatz gelte auch heute.
02:42Wer echte finanzielle Schwierigkeiten habe, solle sich melden.
02:45Die Gemeinderäte würden verantwortungsvoll entscheiden und Unterstützung ermöglichen.
02:50Die Tür steht ganz weit offen für diejenigen, die das wirklich brauchen, betonte er.
02:55Insgesamt gibt es in der Großgemeinde rund 530 Eigentumsliegenschaften,
03:00die von den Anschlusskosten betroffen wären.
03:04Aber diesen sozialen Aspekt haben der damalige Bürgermeister und Vizebürgermeister mit seinen Gemeinderäten
03:14genauso gehabt, wie sie mit Sicherheit auch jetzt gekommen wären.
03:17Und was haben wir gemacht?
03:19Was haben die damals gemacht?
03:21Das haben ganz aufgerissen die einzelnen Fälle.
03:23Und das habe ich auch jedem gesagt.
03:26Und ich glaube, die Gudrun hat das auch so in der Art und Weise weitergegeben.
03:31Wenn einer echt ein Problem hat, dann bitte erhören.
03:35Im Anschluss wurde klargestellt, wie landwirtschaftliche Betriebe bei den Anschlussgebühren behandelt werden.
03:40Für aktive Landwirtschaftsbetriebe gelten Hallenflächen, die nicht mit Wasser versorgt werden,
03:45nicht als Berechnungsgrundlage.
03:47Dieses Gesetz stammt aus dem Jahr 1971 und legt fest,
03:51dass landwirtschaftliche Betriebe in Niederösterreich von bestimmten Gebühren ausgenommen sind.
03:56Das ist Landesgesetz.
03:57Nur ein Gerät.
04:03Das war natürlich auch damals schon ein Punkt, wo natürlich eine große Aufregung bestanden ist.
04:11Ist ja klar, weil natürlich die Landwirte dann auch glaubt haben,
04:14sie müssen jetzt für die Hallen auch zahlen.
04:18Und das haben wir aber relativ schnell dann aus dem Weg räumen können,
04:21dass es eben das Gesetz gibt und dass die ausgenommen sind.
04:25Weil das natürlich ein riesengroßer Kostenfaktor wäre, logischerweise.
04:29Also von dem her ist das Gott sei Dank per Gesetz eh geregelt.
04:33Wie ich möchte, aber ich muss dazu sagen,
04:37wir sind für die FPÖ in Gemeinderach gewählt worden.
04:43Wir haben einen Initiativantrag gestellt,
04:48weil dort viele Bürger, Mitbürger bedenken haben wegen den Kosten.
04:56Das hat sich jetzt ein bisschen anders, es ist jetzt ein bisschen drüber gegangen mit den Kosten.
05:02Aber trotzdem stehen wir dafür, dass die Bürger selber entscheiden sollen,
05:08im Zuge einer Volksbefragung, ob sie jetzt das Wasser wollen oder nicht.
05:14Das heißt auf Deutsch, wir haben reingeschrieben, ob die Gemeinde den Wasserliefervertrag zu...
05:26Ich kann das sagen, Albert.
05:28Aber ich habe es reingeschrieben in den Initiativantrag,
05:31soll die Gemeinde Harringsee, dass die Wasserliefervereinbarung mit der EVN Wasser GmbH
05:39beschlossen am 1. Juli 2021 wieder auf jeden Punkt.
05:44Ja, genau.
05:45Und wir haben jetzt über 150 Unterschriffe gezahlt,
05:49wir hätten sicher mehr sammeln können,
05:51haben es vorige Woche eingereicht bei der Gemeinde
05:55und jetzt haben wir auf einmal die 6,50 Euro.
06:01Entschuldige, Albert, ich muss mich korrektieren.
06:03Diese Woche habt ihr es eingereicht, nicht vorige Woche.
06:07Das war es diese Woche?
06:09Gut, diese Woche.
06:11Um das geht es jetzt, aber ich bin nicht, wann wir es eingereicht haben oder nicht.
06:15Auf jeden Fall, weil der Herr Bürgermeister sagt,
06:17wir haben jetzt einstimmig beschlossen,
06:20wegen dem 6,50 Euro, dass die Abfahrt damit finanziert.
06:24Natürlich müssen wir dazu stimmen,
06:25weil wenn die Wasserleiterung gebaut wird,
06:32dann haben wir zumindest das Recht,
06:34dass die Leute nicht voll die EVN zahlen müssen.
06:38Und im Prinzip sollen die Bürger selber entscheiden,
06:41ob sie Ja sagen oder Nein sagen.
06:45Das ist eigentlich unterstanden.
06:53Beim Pressegespräch reagierte der Bürgermeister ausführlich
06:56auf den von der FPÖ eingebrachten Initiativantrag zur Wasserversorgung.
07:01Der Antrag umfasst 152 Unterschriften
07:04und liegt nun, wie gesetzlich vorgesehen,
07:07zur Prüfung beim Bürgermeister.
07:09Dabei geht es vor allem um die Fragen,
07:11sind die Unterzeichner wahlberechtigt
07:13und ist der Antrag formal korrekt.
07:16Der Bürgermeister betonte,
07:17dass die Diskussion nicht spurlos an ihm vorbeigehe
07:20und er sich umfassend erkundigt habe,
07:22was ein Ausstieg aus dem bestehenden Wasserlieferübereinkommen
07:25mit der EVN bedeuten würde.
07:27Er erinnerte daran,
07:29dass die EVN laut Land Niederösterreich
07:31als kostengünstigste Variante gilt.
07:34Wörtlich sagte er,
07:35EVN-Wasser,
07:36die kostengünstigste vom Land Niederösterreich angesehen,
07:40würde ausscheiden.
07:41Als theoretische Alternative erwähnte er
07:43die Eigenaufbereitung von Wasser.
07:45Eine Machbarkeitsstudie aus 2020
07:47habe zwar eine mögliche Quelle identifiziert,
07:50doch die Kosten wären enorm.
07:528, 9 Millionen Euro Investition,
07:54dazu laufende Betriebskosten,
07:56höhere Anforderungen an Personal
07:58und volle Haftung der Gemeinde
08:00für Trinkwasserqualität.
08:02Die Wassergebühr würde auf 6,30 Euro pro Kubikmeter steigen.
08:06Zudem stellte das Land klar,
08:08dass die 50%-Förderung nur für die wirtschaftlichste Variante gilt.
08:12Bei teureren Lösungen gäbe es keine Unterstützung.
08:16Der Bürgermeister fasste es so zusammen,
08:18für alles andere nicht.
08:20Er rechnet damit,
08:21dass der Antrag gültig ist
08:22und es zu einer Volksbefragung kommt.
08:24Das muss natürlich irgendwie alles bezahlt werden.
08:29Die Kosten,
08:30da rede ich jetzt auch nicht von 20, 30 Euro,
08:33wird wahrscheinlich so zwischen 10.000 und 15.000 Euro kosten.
08:37Das werden wir woanders wegzwicken müssen.
08:40Ich habe es nicht vorgesehen.
08:43Aber da gehe ich davon aus,
08:45dass selbstverständlich die Vertreter der Freiheit
08:47und die Partei
08:49diesbezüglich die Information
08:50auch an die Bevölkerung entsprechend weitergeben.
08:53und die Notwendigkeit wird wahrscheinlich da sein.
08:55Wir müssen nicht unbedingt jetzt so schauen,
08:57ob man in den Kindergarten mehr ausstattet
08:59oder ob man in der Schule mehr ausstattet gibt
09:00oder ob man denen Fußballer helfen
09:02oder ob man denen Fischer helfen
09:05oder ob man irgendwelche Feierwehren unterstützt.
09:08Man wird natürlich auch noch ein bisschen was wegzwicken müssen.
09:11Zeigte er sich über mögliche Folgen
09:13eines Ausstiegs aus der EVN-Uder-Versorgung
09:16strengere Auflagen für Kindergarten, Schule, Gastronomie und Vereine.
09:20Er schilderte ein Beispiel eines Wirts,
09:22dessen Betrieb nach einer Wasserprobe
09:24kurz vor der Schließung stand.
09:25Nur durch Intervention auf Landesebene
09:27konnte dies vorerst verhindert werden.
09:29Und es ist gelungen.
09:31Der Wirt hat noch offen.
09:33Aber mir ist ganz eindeutig bei dem Gespräch
09:36von der Landesaufgabe selbst gesagt worden.
09:39Aber jetzt passt das.
09:44Also unter dem ganzen Gesichtspunkt
09:47bin ich auch wirklich sehr interessiert
09:50wie die Vertreter der freiheitlichen Partei unserer Gemeinde.
09:55Wie interessiert er in Wahrheit nicht,
09:57was sie unter der Bezirkslinie ist,
09:59die, was sie da immer wieder aus meiner Sicht durchhöre.
10:02Am Ende betonte der Bürgermeister,
10:04dass er offen für Vorschläge sei,
10:06aber bislang keine realistische,
10:08günstigere Alternative zur EVN präsentiert wurde.
10:12Weil machen wir es dann gar nicht.
10:14Sagen wir, wir tun es die Wäcker.
10:17Weiß ich nicht, wie lange unser Kindergarten noch offen ist.
10:22Ich weiß nicht, wie lange es noch geduldet ist,
10:26dass in unserer Volksstätte diese Wasserblut zu stehren.
10:30Ich möchte nur noch einmal betonen,
10:32wir haben wirklich,
10:33ich bin jetzt auch seit 2015 im Gemeinderat,
10:36und das Thema Wasserleitung begleitet uns wirklich ewig.
10:40Ja, und wir haben immer wieder drüber geredet,
10:43und wir wissen, dass gerade mit den ganzen Wirtschaftskrisen,
10:48ja, und da haben wir halt wirklich eine der Größten,
10:51ja, das ein wahnsinnig schwieriges Thema ist innerhalb der Gemeinde,
10:55ja, und dass natürlich dauernd irgendwelche Geschichten herumgehen,
10:59mit einer Mindestwasserabnahme und so weiter und so fort,
11:03haben wir aber nicht,
11:04weil auch das wurde zum Beispiel damals in dem Beschluss festgelegt.
11:11Gibt es die EVN?
11:21die Exklusivrechte hat,
11:24es keine Mindestwasserabnahme gibt.
11:27Und das ist natürlich wahnsinnig wichtig.
11:30Und daher ist es wirklich ein riesengroßer Erfolg mit dieser Teuerung,
11:35dass wir so runtergehen können mit dem Preis.
11:38Ja, und natürlich der soziale Aspekt hervorsticht,
11:42und wir wissen, dass es trotz allem natürlich in der Gemeinde genug Leute geben wird,
11:48die sagen, okay, das wird trotzdem nicht finanzierbar,
11:50aber so wie es der Bürgermeister schon gesagt hat,
11:53es wird sich für alles eine Lösung finden.
11:55Genau.
11:55Und daher, glaube ich, ist das eigentlich die beste Lösung,
11:58die wir finden konnten.
12:00Und ich bin sehr froh, dass wir das gemeinschaftlich auch so rüberbringen haben können.
12:05Und ich bin auch sehr dankbar dafür,
12:07weil so kann ich es natürlich auch besser vertreten, ist eh logisch,
12:11weil für uns natürlich immer der soziale Aspekt hervorsticht,
12:14ist eh ganz klar.
12:15Und wir ja selber auch betroffen sind.
12:17Es ist ja ganz egal, das betrifft uns ja alle.
12:20Die Bevölkerung werde transparent informiert,
12:22bevor sie entscheidet, wie es weitergeht.
12:25Das ist ja ganz egal, das betrifft uns ja alle.
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