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KurzfilmeTranskript
00:00Guten Morgen, Dr. Albeck.
00:03Guten Morgen.
00:07Ach, geht's Frau Winter gut?
00:09Offensichtlich.
00:10Schön.
00:11Jena ist ja zum Glück nicht so weit weg.
00:13Anders als Mailand.
00:15Und was meinen Sie?
00:17Können wir unsere jungen Ärzte mit einer derart weiten Reise
00:19und anspruchsvollen Vorträgen belasten?
00:21Fragen wir sie doch selbst.
00:23Frau Galura, was halten Sie denn von Mailand?
00:26Mailand?
00:27Ach, immer eine Reise wert.
00:28Dort findet der Innovationskongress der Herz-Thorax-Chirurgie statt.
00:32Fahren Sie hin?
00:33Ich kann leider nicht, aber wir überlegen,
00:35ob es vielleicht für eine Assistenzärztin
00:37oder einen Assistenzarzt von Interesse wäre.
00:39Auf jeden Fall, ich fahre hin.
00:41Wohin?
00:41Wir suchen einen Teilnehmer für einen Herz-Thorax-Kongress in Mailand.
00:44Ja, hier.
00:45Da hätte ich richtig Lust drauf.
00:47Entschuldigung, ich interessiere mich wirklich für die Kardiologie.
00:50Das hier ist ein Überblick über alle Vorträge und Veranstaltungen.
00:53Schauen Sie sich das in Ruhe an und überlegen Sie,
00:56ob Sie wirklich Interesse haben.
00:58Jeder, der möchte, bekommt eine Chance.
01:01Ich überlege mir irgendwas, okay?
01:03Und geben Sie bitte auch Herrn Probst Bescheid.
01:05Alles klar.
01:07Ich brauche.
01:08Hallo.
01:09An die Arbeit.
01:09An die Arbeit.
01:14Hallo.
01:14Frau Silkaia leicht unterkühlt hat bereits 0,1 Milligramm Fentanyl bekommen.
01:20Offene Unterschenkelfraktur nach Sturz, das ist vier Meter in Höhe von einem Felsen.
01:23Ich weiß von meinem Haus, das ist mir noch nie passiert.
01:26Seit über 30 Jahren gehe ich jeden Morgen mit meinem Mann zu einem Aussichtspunkt,
01:31um Tee zu trinken und den Tag zu begrüßen.
01:33Bei Wind und Wetter, Respekt.
01:35Ich brauche das für einen guten Start in den Tag.
01:39Puls leicht erhöht, Temperatur bei 36,6.
01:43Ich musste meine Kette verloren haben.
01:46Es ist weg.
01:48Da waren die Ehringe dran.
01:50Es war dem Trinken.
01:52Ihr Mann ist verstorben?
01:53Wir fahren erst mal in die Schockbox, bitte.
01:58Dann haben wir es dr. Linda und uns ist dr. Osterweil.
02:01Sie waren also allein unterwegs?
02:04Ich lag da eine Weile, bis mich dieser komische Mann aus dem Dorf gefunden hat.
02:09Rundabstrich.
02:11Das sehen wir nach Grad 2 bis 3 aus.
02:13Starke Kontaminierung, Weichteiltrauma.
02:16Sie bekommen gleich ein Antibiotikum, prophylaktisch gegen eine nötige Infektion.
02:20Wann war Ihre letzte Tätin aus dem Punkt?
02:23Ja, 2, 3 Jahren.
02:27Wie geht es hier?
02:28Herr Janbach, Sie hätten doch nicht hinterherfahren müssen.
02:32Müssen Sie nicht bei Ihren Pferden sein?
02:34Beschweren Sie sich wieder über meine Pferde.
02:36Wäre ich nicht ausgeritten, dann würden Sie da immer noch im Dreck liegen.
02:39Gut, also Sie sind der Janbachs Herrn Volkaja gefunden.
02:41Und den Notarzt gerufen.
02:42Tut mir leid.
02:43Vielen Dank, Entschuldigung, das müssen Sie später klären, ja?
02:45Vielen Dank, aber warten Sie bitte draußen.
02:47Danke.
02:48Warten Sie alles vor und sagen in der OP Bescheid.
02:50Ja.
02:53So, können Sie sich erinnern, was passiert ist?
02:58Ich bin mit meinen Skates in der Straßenmaschine hängen geblieben.
03:01Ja, und dann war ich kurz weg.
03:03Dann müssen Sie von einem leichten Schädel Hirntrauma ausgehen.
03:07Dafür müssen Sie für 24 Stunden...
03:08Haben Sie schon mal über Periodenschmerzen nachgedacht?
03:10Äh, bitte?
03:11Äh, Menstruationsschmerzen.
03:13Wussten Sie, dass einige Ärzte sagen, die Schmerzen können fast so schlimm sein wie bei einem Herzinfarkt?
03:17Ja.
03:18Und mehr als 10% der Frauen haben so starke Schmerzen, dass sie nicht mehr in der Lage sind, ihrer Beschäftigung nachzugehen.
03:22Und trotzdem fordern die meisten Arbeitgeber genau das.
03:25Mich einmal kurz anschauen.
03:27Aber man kann sich doch krank schreiben lassen.
03:29Ja, Mann bei jedem Schnupfen.
03:31Frau hingegen.
03:32Okay, ähm, ich würde mir einmal gerne Ihre Hand ansehen.
03:36Ja, ich bin, äh, in eine Scherbe gefallen.
03:39Und jetzt habe ich ein Problem.
03:41Ich sollte heute einen Beitrag machen.
03:43Für mehr Awareness bei den Männern.
03:44Und ich hatte eigentlich zwei männliche Probanden, die einen Menstruationssimulator tragen wollten.
03:48Einen was?
03:49Hallo, ich bin Dr. Randeller.
03:51Äh, ein Muskelstimulationsgerät.
03:53Durch Reizstrom werden Periodenschmerzen simuliert.
03:55Ich brauche einen neuen Probanden.
04:03Das ist Frau Lumi.
04:05Ihr GCS liegt bei 15 Punkten.
04:07Leichtes SHT und initiale Bewusstlosigkeit.
04:10Was ist mit Ihrer Hand?
04:12Ihre Hand, ja.
04:14Tiefer Einschnitt im Grundlied des Zeigefingers.
04:17Einmal ablegen und versuchen, den Zeigefinger zu beugen.
04:22Darf ich mal?
04:25Ähm, okay.
04:27Die Beugesehne ist durch.
04:29Das müssen wir operieren.
04:30Vorher ein CCT, Röntgen in der Hand.
04:32Und das Schädel-Hirntrauma beobachten wir, ja?
04:34Mhm.
04:46Was war los?
04:47Du wolltest mich in Berlin besuchen kommen, bis Wochen her.
04:49Tut mir leid, es war so viel los.
04:51Hey.
04:52Mhm, schon klar.
04:53Bist du jetzt extra hergekommen, weil du mich so vermisst hast?
04:57Rebecca.
04:59Entschuldigung.
05:00Können Sie mal, äh...
05:01Es ist so schön, dass du uns mit deiner Abreise noch mal besuchen kommst.
05:05Hallo, Papa.
05:05Willkommen hin.
05:06Was ist das?
05:10Ich dachte, ich könnte den Kollegen mal wieder was Gutes tun.
05:14Aber hauptsächlich will er angeben.
05:16Sie hat als jüngste Fachärztin ein Forschungsseminar für molekulare Onkologie in Sydney.
05:21Wow.
05:23Und wann geht's los?
05:25In zwei Tagen.
05:26Hoffentlich hast du in den drei Wochen noch Zeit für Land und Leute.
05:29Die nehm ich mir.
05:31Sommersonne, super.
05:33Ich muss los.
05:34Ja, probier mal.
05:35Das sind original australische Fleischpasteten.
05:37Die Tibia, das ist ihr Schienbeinknochen.
05:46Ist mehrfach gebrochen und disloziert, das heißt auch verschoben.
05:51Außerdem ist bei dem Sturz ihr Außenknochen geschädigt worden.
05:55Frau Kaya, ich werde Sie nicht anlügen.
05:57Es ist tatsächlich eine komplizierte Verletzung.
06:00Die größte Herausforderung dabei ist, dass sehr viel Gewebe zerstört ist.
06:04Es gibt aber auch gute Nachrichten.
06:06Wir können weder Gefäß noch Nervenschäden feststellen.
06:10Wir machen ein sogenanntes Debridement, das heißt wir tragen das geschädigte Gewebe ab.
06:15Tut mir leid.
06:16Das ist alles ein bisschen viel.
06:18Ist okay, verstehen wir.
06:20Gibt es jemanden, den wir benachrichtigen sollen?
06:22Ich habe unserer, meiner Aushilfe Moni Bescheid gegeben.
06:27Sie kümmert sich um meinen kleinen Imbiss.
06:30Sonst ist da niemand.
06:34Sie haben meinen Imbiss?
06:36Wie schön.
06:37Türkische Küche, oder?
06:39Bunt gemischt.
06:42Mein Mann Salim liebte das Kochen.
06:44Ich habe es übernommen.
06:47Also machen Sie mich schnell wieder fit.
06:48Ja.
06:50Wir werden alles dafür tun.
06:52Hier ist auch noch kontaminiertes Gewebe.
06:55Wir müssen die Wunde noch einmal erweitern.
06:56Tschere.
06:57Mit spülen, bitte.
07:03Woran unterscheiden wir Vitales von A-Vitalem Gewebe?
07:09Vitales Gewebe ist gut durchblutet, rosa, warm und reizempfindlich.
07:14A-Vitales Gewebe ist schlecht durchblutet, verfärbt, kühl und reizunempfindlich.
07:18Nun, es ist wichtig, dass wir auch die Dinge wiederholen, die wir bereits wissen.
07:23So, wir können mit der Reposition beginnen.
07:25Repozange, bitte.
07:26Kaya redet oft von ihrem Mann, als wenn er noch am Leben wäre.
07:30Ich glaube, Sie wissen selbst am besten, wie schwer es ist, einen Menschen loszulassen.
07:35Ja, und ich werde auch sicher niemals eine Kräuterlimo trinken können, ohne an meinen Vater zu denken.
07:40Aber deshalb hole ich trotzdem nicht jeden Tag sein Lieblingspulli aus dem Schrank.
07:45Löher?
07:46Ich glaube, um mit Trauer und Verlust umzugehen, muss jeder seinen eigenen Weg finden.
07:53Genau, das ist auch schon das ganze Geheimnis.
07:54Lass uns das weitermachen. Mal weiter.
07:57Gilt für ganz vieles im Leben.
08:00Zehbogen und in Position bringen, bitte.
08:05Und, wie wird Dr. Albeck entscheiden, wer von uns nach Mailand darf?
08:09Wissen wir nicht. Ich weiß auch gar nicht, warum ihr überhaupt da hinwollt.
08:13Gutes Essen?
08:14Nachtleben?
08:15Zusätzlich zu den spannenden Vorträgen, natürlich.
08:17Klar.
08:20Oh, ist heute Rohkosttag?
08:22Wie witzig, aber nein.
08:24Am Sellerie kann man wunderbar üben, wie man einen Achillessehnenriss näht.
08:29Und derjenige, der die Übungen am besten macht, darf mit zum Innovationsforum nach Mailand?
08:33So ist es.
08:35Sie üben erstmal alle für sich und morgen führen sie mir dann ihre neuen Fähigkeiten live vor.
08:40Ich entscheide dann gemeinsam mit Professor Patzelt.
08:41Operieren die Ärztinnen ja eigentlich auch, wenn sie Regelschmerzen haben?
08:45Denke schon. Also, wenn sie sich trotzdem fit genug fühlen?
08:48Aber dann nehmen die doch bestimmt Schmerzmittel. Also, stehen unter Medikamenteneinfluss.
08:52Wegen einer Schmerztablette ist man noch nicht gleich unzurechnungsfähig.
08:55Kann ich Sie zitieren?
08:56Was? Nein.
08:57Was machen Sie beruflich?
08:59Ich bin Journalistin. Ich arbeite für ein kleines Online-Nachrichtmagazin. Mein erster echter Job.
09:05Dr. Probst!
09:07Hi!
09:07Ist das Sellerie?
09:11Oh, äh, ja. Selleriestangen sind unsere Achillessehnen. Zum Üben für, also bei Operationen.
09:18Sie üben an Nahrungsmitteln?
09:21Daraus kann man später Selleriesalat machen.
09:23Ist das eine Essenseinladung?
09:24Nein, er ist Ihr Arzt und wir operieren gleich Ihren Finger, damit Sie ihn wieder bewegen können.
09:29Arzt, Patient.
09:31Schon gut, hab verstanden.
09:32Dr. Probst, wussten Sie, dass Sellerie einen Stoff enthält, der in größeren Mengen die Monatsblutung fördern kann?
09:39Nein, noch nicht, aber jetzt weiß ich's.
09:47Das Ding sieht schlimm aus.
09:49Die OP ist aber gut verlaufen und wenn die Weichteilverletzung auch gut abheilt, dann sind Sie den Fixateur bald wieder los.
09:54Ich wollte nie wieder in einen Krankenhaus.
09:57Mein Mann hatte Krebs, wissen Sie?
10:00Er hat lange gekämpft.
10:02Das ist der Rufknopf, wenn irgendwas ist, dann einfach drücken, ja?
10:07Dr. Osterwald, die Wunde sah schlimm aus, oder?
10:11Der Jahnbach ist kreideblech geworden.
10:14Das ist ausgerechnet, der mich gefunden hat.
10:17Wieso ausgerechnet er?
10:19Na ja, er bleibt für sich.
10:22Redet kaum mit jemandem.
10:24Ja?
10:26Darf ich?
10:28Bitte.
10:28Ja, ich...
10:31Ich wollte einfach nur gute Besserung sagen.
10:34Sie haben die ganze Zeit gewartet.
10:36Man geht doch nicht, wenn jemand verletzt ist.
10:39Zur Ablenkung.
10:42So was braucht man hier.
10:50Fehlt Ihnen sonst noch irgendwas?
10:51Mehr Ablenkung.
10:52In Kliniken halte ich's nicht so gut aus.
10:57Das kann ich verstehen.
11:02Spielen Sie Karten?
11:03Voll lieb, dass Sie euch freundlich für einen Abschiedsessen.
11:06Wir lassen dich doch nicht ans andere Ende der Welt fahren oder eine richtige Verabschiedung.
11:10Ja, ich hab mich heute Nacht dienst.
11:11Ich hätte gern für euch gekocht, aber Julchen und Rana waren dagegen.
11:15Warum wundert mich das nicht?
11:19Geht schon mal vor zum Wagen.
11:21Ich hab den Schlüssel liegen lassen.
11:23Aber wir sind noch gut in der Zeit.
11:26Ich wollte eigentlich nur Tschüss sagen, aber er gibt sich so viel Mühe.
11:29Na ja, er ist stolz auf dich.
11:31Florian hat sich wiederum gar nicht für mich gefreut.
11:33Ja, was ist denn das eigentlich zwischen euch beiden?
11:35Ich dachte, ihr versteht euch gut.
11:37Ja, eigentlich schon.
11:38Wir mögen uns sehr.
11:40Sehr?
11:41Nicht so sehr.
11:42Wir sind nicht gut füreinander.
11:44Wir haben uns oft genug getrennt, um das zu verstehen.
11:46Oft genug seid ihr aber auch wieder zusammengekommen.
11:48Ich weiß nicht.
11:49Florian kann so ein Hornoxo sein.
11:51Da kenn ich noch so eine.
11:56Aber sie kann doch nicht einfach meinen Beitrag killen.
11:58Ich krieg das doch noch hin.
12:01Ja, schön.
12:04Kein gutes Gespräch?
12:06Wenn ich den Beitrag nicht fertig kriege,
12:08dann wird er einfach durch was anderes ersetzt.
12:10Das wäre echt schade.
12:12Ich würde aber gerne nochmal ihren neurologischen Status checken.
12:15Retten Sie lieber meinen Beitrag.
12:17Sie wissen nicht, wie sich das anfühlt,
12:18jeden Monat Menstruationsschmerzen zu haben.
12:20Nee, aber ich kann es mir vorstellen.
12:23Ja, in der Theorie.
12:26Aber ich biete Ihnen hier die Möglichkeit,
12:27es am eigenen Leck zu erfahren.
12:30Ist das der Menstruationssimulator?
12:32Ja, probieren Sie mal.
12:33Ich habe jetzt nicht so viel mit Regelschmerzpatientinnen zu tun.
12:36Ach komm, geben Sie sich einen Ruck.
12:38Oder haben Sie Angst, Sie könnten die Schmerzen nicht aushalten?
12:41Ach, Quatsch.
12:44Okay, was müsste ich denn tun?
12:46Das ist ganz einfach.
12:47Also, Sie tragen das Gerät
12:48und das simuliert durch Reizstrom die Schmerzen
12:50und ich begleite Sie dann bei der Arbeit
12:52und mache ein paar Fotos, ein paar Videos.
12:54Ja, also, also, Sie müssten im Bett bleiben.
12:57Und Fotos und Videos am JTK, das geht nicht.
13:01Na ja, dann führen wir ein Interview.
13:03Einen Fragebogen?
13:05Okay.
13:06Na ja, Hauptsache, Ihre ärztliche Sicht auf die Dinge
13:08verleiht der Sache mehr Gewicht.
13:10Okay, aber jetzt...
13:11Okay.
13:14War doch klar, dass die Schwestern ein Kartenspiel haben.
13:18Ich habe mich noch gar nicht bedankt,
13:20dass Sie mich gerettet haben.
13:21Wenn ich wieder fit bin,
13:23dann müssen Sie in mein Imbiss kommen.
13:25Ich koche was extra für Sie.
13:27Nicht nötig.
13:27Sie waren noch nie da.
13:30Die Musik ist zu laut.
13:32Zu laut oder zu türkisch?
13:34Keine Ahnung.
13:35Die Pferde werden nervös,
13:36wenn ich sie bei Ihnen vorbeiführe.
13:38Äpfeln Sie deshalb von meinem Haus.
13:40Ihre Rosen sehen so aus,
13:41als könnten Sie guten Dünger vertragen.
13:43Mein Mann war der mit den Händchen für Rosen.
13:47Und diese Musik war seine Lieblingsmusik.
13:52Ohne ihn ist die Welt nur noch grau für mich.
13:54Essen schmeckt wie Staub.
13:56Seit ich meine Tochter verloren habe.
14:00Seine Frau hat das nicht ausgehalten.
14:03Irgendwann hat sie uns aufgegeben.
14:05Wie steht es mit Frau Lumi?
14:20Ich aktualisiere gerade Ihre Akte.
14:22GCS liegt immer noch bei 15 Punkten.
14:25Und Ihre Pupillenreaktion war auch normal.
14:27Wie kommen Sie mit der Patientin zurecht?
14:29Sie ist interessant.
14:31Ja, lassen Sie sich nicht unterbuttern.
14:34Nein, natürlich nicht.
14:37Alles okay?
14:38Ja.
14:39Ja.
14:41Ihr Unterleib, soll ich mir das mal anschauen?
14:44Nein, nein.
14:46Das ist nur der Simulator.
14:49Sie haben Regelschmerzen.
14:50Das fing ganz harmlos an.
14:52Sie haben sich von Frau Lumi um den Finger wickeln lassen.
14:54Mich interessiert die Erfahrung.
15:00Die Erfahrung.
15:02Das ist ja auch ein wichtiges Thema.
15:04Gut.
15:05Aber ich möchte, dass Sie sich an Ihren Kolleginnen ein Beispiel nehmen
15:07und Ihre Arbeit nicht negativ beeinträchtigt wird.
15:10Nein, natürlich.
15:12Ich muss sowieso zur Übung von Dr. Albeck.
15:14Hi.
15:26Hey.
15:28Okay, wie war das jetzt?
15:29Eins und zwei oder eins und drei?
15:31Eins mit drei.
15:32Eins und drei.
15:33Okay.
15:34Du hast ein Gesicht drauf gemalt?
15:36Lass mich vorstellen, bist du Selma?
15:38Nimmt das hier eigentlich irgendjemand ernst?
15:40Ja.
15:41Das ist, damit du meine Nähte nicht als dein ausgeben kannst.
15:44Obst, was ist los?
15:47Nichts, gar nichts.
15:48So, jetzt ist es ja schon schwer, dieses Ding überhaupt hier raufzukriegen.
15:54Olli?
15:54Was?
15:55Alter!
15:55Ich kann mich nicht konzentrieren.
15:56Wie macht ihr das, wenn ihr eure Tage habt?
15:59Ist das ein Menstruationssimulator?
16:01Meine Patientin macht einen Beitrag über Regelschmerzen.
16:05Bescheuert?
16:06Also, ich finde, das sollte jeder mal gemacht haben.
16:08Wie soll ich denn so den Tag durchstehen?
16:10Alter, versuche ich nicht krank schreiben zu lassen.
16:12Also, Wärmflasche wird da auf jeden Fall nix.
16:15Okay, hast du auch noch irgendeinen dummen Tipp auf Lager?
16:18Mh, ne.
16:18Geht doch bestimmt bis zur Endometriose-Stufe.
16:22Ah, okay, okay, schau, schau, schau.
16:26Okay, ich bin raus.
16:27Scheiße, ich habe keinen Bock mehr.
16:28Mach dieses selten Ding ohne mich.
16:30Versuch's doch mal mit Lavendelöl.
16:32Danke.
16:32Da waren's nur noch drei.
16:38Zwei ziehen.
16:41Ist Ihnen eine Kette mit zwei Ringen aufgefallen?
16:45Da, wo Sie mich gefunden haben?
16:47Also, eigentlich war ich die ganze Zeit mit Ihnen beschäftigt.
16:49Und mit den zu brauchenen Teegäsern.
16:51Sie halten mich für verrückt,
16:52dass ich ein Glas für meinen Mann mitnehme.
16:54Ja, und nicht nur ich.
16:56Es ist genauso verrückt,
16:59Pferde den Menschen vorzuziehen.
17:01Die Mädchen, die bei mir zum Reiten kommen,
17:03die halten Sie für äußerst seltsam.
17:04Die Leute, die zu mir kommen,
17:06sagen, sie wären ein unfreundlicher Eigenbrödler.
17:17Wir sind wohl beide ein bisschen seltsam.
17:22Was ist das?
17:23Frau Kaya, geht's?
17:24Wir müssen den Ärzten Bescheid geben.
17:28Oh Gott.
17:30Gut, danke.
17:32Was ist los?
17:34Was soll es sein?
17:35Ich arbeite.
17:37Du bist aus irgendeinem Grund sauer,
17:39dass ich nach Australien gehe.
17:41Du bist frei.
17:42Mach, was du willst.
17:45Ja, ich hätt nur gern nicht als Letzter davon erfahren.
17:48Tut mir leid.
17:49Hat's sich nicht ergeben.
17:51Rebecca, ich weiß,
17:52ich wollte dich in Berlin besuchen kommen.
17:53Wir wollten öfter telefonieren.
17:55Ja, wir haben's nicht gemacht.
17:56Und jetzt ist es zu spät.
17:58Fährst du heute Abend zurück nach Berlin?
18:00Mhm.
18:02Ja, siehst du?
18:04Ich komme gerade vom Abschiedsessen
18:06mit Papa und Julia.
18:07Ich könnte einen Kaffee trinken,
18:09wenn du Zeit hast.
18:12Ich muss zu einer Patientin.
18:13Äh, dann heute Abend.
18:17Ich fliege erst morgen früh.
18:21Okay.
18:31Ich habe Herrn Janbach gebeten, draußen zu warten.
18:33Der Schmerz sieht die Wado hoch.
18:37Mhm.
18:38Und wir können die Dosis des Schmerzmittels
18:39nochmal erhöhen.
18:42Sie verstehen sich gut mit Herrn Janbach,
18:44dass er noch da ist?
18:45Er ist nicht so schlimm, wie ich dachte.
18:48Und wie es aussieht,
18:50haben wir viel gemeinsam.
18:52Ja, was denn?
18:54Darum.
18:55Der Unterschenkel ist zu warm.
18:58Leicht ödematös, beginnt induriert.
19:00Temperatur?
19:0138,4.
19:02Antibiose läuft schon.
19:03Bekommen Sie schon eine Rückmeldung
19:04aus der Mikrobiologie?
19:05Nein.
19:06Gut, dann checken Sie bitte die Blutwerte
19:07und machen denen im Labor mal Druck, gell?
19:09Ja.
19:10Was ist denn los?
19:11Frau Kaya, Ihre Wunde hat sich infiziert.
19:17Ja, einen Arzt als Proband,
19:18das macht den Beitrag viel relevanter.
19:20Nein, keine Videoaufnahmen, keine Fotos.
19:23Ja, okay, überzeugt.
19:25Das macht die Sache zwar schwieriger,
19:26aber kriege ich hin.
19:51Ach.
19:55Dr. Probst?
19:59Frau Lumi,
20:00Sie sollten doch auf Ihrem Zimmer sein.
20:02Was machen Sie denn hier?
20:03Wie ist Ihre Einschätzung bisher?
20:04Es geht.
20:06Sie können kaum arbeiten.
20:08Ich habe gerade nur was gesucht.
20:10Ihren Stolz?
20:12Mir ist was runtergefallen.
20:13Gefunden?
20:15Noch nicht.
20:16Ja.
20:17Wie geht es Ihnen?
20:18Nee, alles gut.
20:19Also, meinem Finger geht es auch gut.
20:20Sie nehmen die Sache hier doch ernst, oder?
20:22Ja, natürlich.
20:23Ich brauche Ihre ehrliche Erfahrung.
20:25Klar, bekommen Sie.
20:27Jetzt aber auf Ihr Zimmer.
20:36Irgendetwas, was ich wissen sollte?
20:38Nee.
20:38Was meinen Sie?
20:39Nee, was meinen Sie?
20:45Haben Sie schon das Ergebnis des Abstrichs von Frau Kaya?
20:49Ja, bitte.
20:50Es ist dringend.
20:51Hey, hey.
21:01Hey.
21:02Was machst du hier?
21:04Fachartige lesen, Immuntherapie bei Krebs.
21:06Hier.
21:08Bis gerade war es ja auch noch ruhig.
21:11Komm.
21:14Ja?
21:18Okay, danke.
21:19Was ist los?
21:23Die Mikrobiologie, Sie haben den Erreger festgestellt.
21:25Arsch, Treptokokne.
21:27Gut.
21:29Geh, ruf Dr. Linda an.
21:31Ich übernehme hier.
21:32Ja?
21:32Ja.
21:33Beeilung.
21:41Danke.
21:42Das kann doch nicht wahr sein.
21:51Kann mir jetzt bitte jemand sagen, was hier los ist?
21:53Alles klar.
21:54Vielen Dank, Florian.
21:55Ja.
21:55Herr Jan, warten Sie bitte draußen.
21:56Nein, er kann bleiben.
21:59Dann sagen Sie schon, warum tut das so weh?
22:02Frau Kaya, Sie haben ja bereits jede Menge abgestorbenes Gewebe.
22:05Das verursacht die starken Schmerzen bei Ihnen.
22:06Und das müssen wir jetzt schnellstmöglich entfernen.
22:10Ist das lebensbedrohlich?
22:11Es kann lebensbedrohlich werden, wenn wir nichts unternehmen.
22:14Ja.
22:14Schlimmstenfalls müssten wir dann auch den Unterschenkel amputieren.
22:17Nein.
22:19Ohne Bein.
22:21Soll ich da zum Aussichtspunkt kommen?
22:23Keine Amputation.
22:24Nur weil Sie auf einem Felsen klettern und Tee trinken wollen, ist ja lächerlich.
22:29Was?
22:32Was finden Sie?
22:34Was finden Sie?
22:36Dolinda, Leukos über 20.000, OP3 ist für uns geblockt.
22:44Entschuldigung, darf ich Sie mal kurz haben?
22:47Ich bin Sie gleich zurück.
22:48Okay.
22:54Ganz schön viel zu tun.
22:59Von nichts kommt nichts.
23:02Professorin Patzelt, haben Sie vielleicht kurze Minute?
23:05Ja, natürlich, bitte.
23:06Es gibt so viele Vorträge und Diskussionen beim Herz-Thorax-Innovationsforum.
23:11Ich bin da ehrlich gesagt ein bisschen verloren.
23:13Dann wäre es doch vielleicht besser, wenn du hier bleibst, oder?
23:16Ich denke, der Vortrag über minimalinvasive KI-gestützte Chirurgie wird sehr interessant.
23:20Da sollte man sich gut einlesen, um alles zu verstehen.
23:23Wird gemacht.
23:24Haben Sie irgendwelche Tipps?
23:26Ja.
23:26Verschaffen Sie sich auch einen Überblick über die Behandlung von Morbus Epstein und die Probleme, die sich dadurch darstellen.
23:32Spannend.
23:33Darf ich fragen, warum?
23:35Weil du sonst Professorin Patzelt blamierst?
23:39Haben Sie eigentlich genügend Zeit, sich einzuarbeiten, so viel wie Sie zu tun haben?
23:44Klar.
23:48Danke auf jeden Fall für die Tipps.
23:49Ich muss jetzt mal los.
23:52Trotzdem schlägt mein Selleriet dein.
23:53Wäre es nicht am sinnvollsten, die Person hinzuschicken, die am meisten Interesse hat und nicht diejenige, die am besten Sellerie verarzen kann?
24:05Das ist die Entscheidung von Dr. Albeck.
24:06Ach, ähm, bringen Sie die Akten noch ins Archiv, wo unsere Pflegekraft sie gerade hinbringen wollte?
24:12Ah, ist das wirklich so schlimm?
24:26Es ist so ein Dauerschmerz.
24:30Und dann zieht immer so ein Blitz ein.
24:35Ich fühl mich hinweichei.
24:37Frau Lumi beeindrucken Sie jedenfalls.
24:39Glauben Sie?
24:40Ja, sie steht da hinten.
24:45Meinen Sie, dass sie auf mich steht?
24:47Arzt, Patientin.
24:48Sie sollte im Bett liegen.
24:49Ja, ja, natürlich.
24:50Ich, das habe ich ja auch gesagt.
24:53Ich bringe Sie sofort auf Ihr Zimmer.
24:54Ja, bitte.
24:55Und der Finger?
24:57Den werde ich auch checken.
25:03Dr. Probst, wie geht's Ihnen?
25:05Alles bestens.
25:07Abgesehen davon, dass das der schlimmste Tag meines Lebens ist.
25:10Ehrlich?
25:11Ich bin ehrlich.
25:12Ich weiß nicht, wie Sie das aushalten.
25:14Oh, ich habe Glück.
25:15Ich gehöre nicht zu den Frauen, die so starke Schmerzen haben.
25:17Hä?
25:17Okay, lassen Sie uns das hier beenden.
25:22Ja.
25:23Komm schon.
25:31Haben Sie mich gerade fotografiert?
25:35Herr Jammert, warten Sie kurz, bitte.
25:39Herr Jammert, ich brauche Ihre Hilfe.
25:40Sie können Frau Kaya jetzt nicht alleine lassen.
25:42Sie haben doch selber gerade gehört, dass ich gehen soll.
25:44Da kümmere ich mich lieber um meine Pferde.
25:46Ich kenne die Frau gerade mal einen Tag.
25:49Frau Kaya hat gesagt, Sie haben auch jemanden verloren.
25:54Und?
25:56Sie wissen, wie sie sich jetzt fühlt.
25:59Sie wissen, wie es sich anfühlt, wenn Trauer und Schmerz einen im Griff haben.
26:03Helfen Sie, ihr wieder nach vorne zu schauen.
26:05Ich bin noch nicht der, der ihr jetzt helfen kann.
26:26Sieht in Ordnung aus.
26:27Und den Finger wirklich nicht bewegen.
26:30Und den Finger wirklich nicht bewegen.
26:32Gerade ausschauen?
26:33Dr. Probst.
26:35Nein, nicht Dr. Probst.
26:36Wir hatten eine Abmachung.
26:38Keine Fotos.
26:40Ich arbeite von Online-Magazinen, da brauchen wir Bilder.
26:43Das ist nicht mein Problem.
26:45Haben Sie auch Videos gemacht?
26:46Sie dürfen nichts davon benutzen.
26:47Tut mir leid, ich stand unter Zeitdruck und, naja, ich dachte, Sie können mir helfen, um für die Bilder die Genehmigung einzuholen.
26:55Also ganz ehrlich, wenn das Ihre Arbeitsweise ist, dann hoffe ich inständig, dass Sie es nicht weit bringen werden.
27:01Ja, Sie haben recht.
27:03Es ist nur, es ist mein erster Beitrag.
27:07Naja, und ich wollte liefern.
27:08Wussten Sie zum Beispiel, dass einige Länder Menstruationsurlaub gewähren?
27:12In Asien schon seit Ewigkeiten und in Spanien auch.
27:14Okay, das Thema ist Ihnen wichtig, das verstehe ich.
27:18Aber dann lassen Sie sich nicht so unter Druck setzen.
27:21Machen Sie es richtig, vertrauen Sie auf sich.
27:23Und dann wird Ihr Chef auch sehen, was er an Ihnen hat.
27:27Und das Material mit Ihnen?
27:28Nein.
27:42Schönen Feierabend.
27:42Gleichfalls.
27:46Unsere jungen Kollegen sind ja mit viel Eifer im Wettbewerb um die Reise zum Kongress nach Mailand.
27:51Ja, nur Herr Probst ist ausgestiegen.
27:54Unterleibsschmerzen.
27:55Ich hoffe nichts Ernstes.
27:57Frau Hummel war von der Fülle der Veranstaltungen etwas überfordert.
28:01Ich habe mal einen Plan aufgestellt, welche Veranstaltungen wirklich wichtig sind und unbedingt besucht werden müssen.
28:07Gute Idee.
28:08Wer auch immer hinfährt, sollte inhaltlich so viel mitnehmen wie möglich.
28:10Schade, dass wir nur einen schicken.
28:12Einen besseren Einblick in die Herz-Thorax-Chirurgie gibt es nicht.
28:16Aber uns fliegt der Dienstplan um die Ohren, wenn wir mehr gehen lassen.
28:18Einfach wäre es nicht.
28:20Das stimmt.
28:21Wie geht's der Patientin?
28:33Müssen wir jetzt abwarten.
28:34Ich freue mich, dass du da bist.
28:58Ich werde dich vermissen, wenn du in Australien bist.
29:00Australien, Berlin macht es einen Unterschied.
29:20Was tun wir gerade?
29:22Ich weiß es nicht.
29:26Mhm.
29:29Erste Kondom?
29:33So weit hatte ich den Abend heute ehrlich gesagt nicht geplant.
29:41Aber ich lass mich regelmäßig checken, du?
29:44Ich auch.
29:47Aber es gibt ja auch noch was anderes, was...
29:50Ich hab eine Vasektomie machen lassen.
29:58Okay.
29:59Ab welcher Geschwindigkeitsänderung bei Verkehrsunfällen wird eine Versorgung des Patienten im Schockraum empfohlen?
30:20Das kommt auf den Unfallmechanismus an.
30:22Ab einem Delta von 30 kmh wird laut S3 Leitlinie die initiale Versorgung im Schockraum empfohlen.
30:32Das wird dir Dr. Scherbos nicht durchgehen lassen.
30:35Du kannst dich wegen deines Besuchs im Traumazentrum gar nicht wirklich auf Mailand vorbereiten, oder?
30:42Ah.
30:42Ach, da machst du definitiv was falsch.
30:45Mich wundert, dass du gar nichts machst.
30:47Ich visualisiere.
30:48Mhm.
30:49Jetzt, wo du dich bei niemandem mehr einschleimen musst, warum willst du nun wirklich auf den Kongress?
30:54Hm.
30:55Mode und Oper.
31:00Und, wie läuft's?
31:01Hätten Sie vielleicht einen Tipp?
31:02Sie müssen die Balance finden zwischen innerer Ruhe, Spannkraft des Fadens und Fixierung.
31:07Es ist ein Auswahlverfahren.
31:09Ich musste mir was Gemeines einfallen lassen.
31:10Dr. Albeck, ich bin die nächsten Tage mit Dr. Scherbos im Traumazentrum.
31:15Ich würde mich lieber darauf konzentrieren.
31:16Alles klar.
31:17Vollstes Verständnis.
31:19Da kannst du noch zwei.
31:21Ich sehe, Sie beide sind bereit.
31:24Dann können Sie heute Nachmittag Professor Patzelt und mir zeigen, was Sie gelernt haben.
31:27Mhm.
31:28Ich buche schon mal meinen Flug.
31:30Gut.
31:32Geben Sie bitte hiervon auch ein, Frau Galura.
31:35Professor Patzelt hat einen Plan, wie macht was Sie auf der Konferenz erwarten.
31:38So, jetzt aber.
31:39Bis gleich.
31:40Na dann, viel Spaß.
31:54Müssen wir eigentlich reden?
31:57Über gestern Nacht?
32:01Wir bleiben dabei.
32:02Wir sind uns einig.
32:03Es ist nichts Ernstes.
32:04Obwohl da diese Anziehung ist.
32:14Du hast ja mal gesagt, man kann sich lieben, auch ohne zusammen zu sein.
32:17Was wir wollen, ist einfach zu unterschiedlich.
32:23Ich kann keine Familie haben.
32:27Du hast eine genetische Alzheimer-Disposition und möchtest deswegen keine Kinder.
32:31Ich verstehe das.
32:32Aber das heißt nicht, dass du keine Partnerin haben kannst.
32:35Das geht nicht nur um Kinder.
32:36Ich werde höchstwahrscheinlich selbst daran erkranken und das will ich dir ersparen.
32:43Habe ich da vielleicht ein Mitspracherecht?
32:45Es ist schade.
32:56Ich muss los.
33:01Aua!
33:22Frau Kaya, wir haben das abgestorbene Gewebe so umfassend wie möglich entfernt, ohne die Funktionalität ihres Unterschenkels zu gefährden.
33:33Die Nekrosen können aber jederzeit wiederkommen.
33:35Dann war alles umsonst.
33:39Nein.
33:40Aber wir haben es mit einem sehr aggressiven Bakterium zu tun.
33:43Das heißt, wir müssen vorbereitet sein.
33:45Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich wieder ausbreitet?
33:51In den meisten Fällen liegt die Wahrscheinlichkeit über 50 Prozent.
33:55Wenn das bei Ihnen passiert...
33:57Dann...
33:58Wollen Sie meinen Unterschenkel amputieren?
34:03Nein.
34:04Nicht wollen.
34:05Müssen.
34:06Wenn Sie überleben wollen.
34:21Frau Kaya.
34:28Ich glaube, Sie sind nicht so allein, wie Sie sich fühlen.
34:31Ich habe so lange um meinen Mann gekämpft.
34:33Und das war umsonst.
34:38Jetzt wieder noch, P?
34:40Mit unklarem Ausgang?
34:44Wie viele denn noch?
34:45Ich bin müde.
34:46Je umfassender wir schneiden, desto...
34:49Je umfassender wir schneiden, desto...
34:50Vielleicht ist es an der Zeit eben zu voll?
34:54Nein.
34:57Wenn das ein Zeichen ist, dann...
34:59Dann vielleicht dafür, dass er Platz macht für etwas Neues.
35:04Und niemand kann Schall ums Platz einnehmen.
35:11Verstehen Sie?
35:12Das verstehe ich, aber halten Sie sich fest an den Dingen und den Menschen, die da sind.
35:17Nicht...
35:17Nicht den, die weg sind.
35:19Dann...
35:20Lass sie mich erleiden.
35:26Danke.
35:26Hallo, ich bin Johanna.
35:30Und wie ihr seht, bin ich gerade im Krankenhaus.
35:32Aber Periodenschmerzen kommen nicht immer dann, wenn es einem passt.
35:35Kennt ihr das?
35:37Eine von zehn Frauen hat so starke Schmerzen, dass sie nicht mehr in der Lage ist zu arbeiten.
35:41Ich bin nicht betroffen, aber ich möchte wissen, wie sich das anfühlt.
35:45Ich trage einen Menstruationssimulator.
35:46Und ich werde das jetzt für euch testen.
35:49Denn ich finde, das Thema geht uns alle was an.
35:54Follow me?
35:55Follow me?
35:57Stopp, stopp, stopp.
36:01Jetzt.
36:01Okay.
36:02Weine.
36:07Scheiße.
36:08Ihr Puls beruhigt sich.
36:10Alles okay?
36:11Schon gut.
36:13Schon gut.
36:13Die Aufnahme kann ich wohl vergessen.
36:18Das Kabel.
36:18Ist Ihnen nicht aufgefallen, dass dieses Gerät defekt ist?
36:22Nebenan, das Teil hat was beim Unfall abbekommen.
36:36Hallo.
36:37Hallo.
36:39Sie warten auf neue Werte von Frau Keier?
36:42Ja.
36:43Sie wissen schon, dass das Ding auch piept, wenn da was kommt.
36:46Vielleicht haben wir es schon geschafft.
36:48Das wäre mal ein Zeichen von Ihrem verstorbenen Ehemann.
36:52Und das hier?
36:53Suchen nach einem kleinen W?
36:55Ich wollte einfach alles durchleuchten, was uns vielleicht noch irgendwie helfen kann.
36:59Sind Sie fündig geworden?
37:00Ist Herr Janbach wieder aufgetaucht?
37:18Florian, Sie kommen klar, wenn Sie jede Hilfe ablehnt.
37:21Sie haben auch kein Dost mehr im Ärmel.
37:22Herr Janbach, ich bin nicht in Stimmung für Vorhaltung.
37:40Ich habe Sie am Abhang gefunden.
37:42War gar nicht so leicht.
37:43Ein Pfleger hat Sie mir freundlicherweise sauber gemacht.
37:53Danke.
37:57Wie geht's Ihnen?
37:58Ich fürchte, die OP hat nichts gebracht.
38:08Temperatur bei 39, 4 und Leukos wieder bei 18.000.
38:11Ja.
38:12Ein führter Verlauf.
38:14Wir müssen was tun und zwar schnell.
38:15Sie werden Ihren Mann nicht vergessen.
38:19Nee.
38:21Das geht doch gar nicht.
38:22Ich verspreche Ihnen,
38:24ich würde Sie jeden Morgen mit meinem Pferd
38:26zum Aussichtspunkt bringen.
38:30Warum tun Sie das für mich?
38:32Weil ich glaube, dass Ihr Mann nicht wollen würde,
38:34dass Sie aufgeben.
38:36Ich konnte leider nicht verhindern,
38:37dass meine Frau aufgibt.
38:40Aber Sie,
38:41Sie kommen mir damit nicht durch.
38:45Frau Kaya,
38:49Dr. Linda bereitet bereits den OP vor.
38:52Wir brauchen jetzt Ihre Entscheidung.
38:53Wenn Sie möchten, kann ich Sie noch...
38:54Tun Sie was Nötiges.
39:05Hey.
39:06Ich verpasste gerade einen eigenen Abschied.
39:08Sorry.
39:09Rebecca,
39:11ich habe mir erlaubt,
39:13dir noch eine Kleinigkeit zu besorgen.
39:15Papa,
39:17so lange bin ich jetzt auch nicht weg.
39:20Ich weiß,
39:21es sieht nicht nach viel aus,
39:22aber ich dachte,
39:23es wäre ganz praktisch für deine Reise.
39:26Der ist voll schön, Papa.
39:28Danke.
39:29Ich muss leider schon zurück ins JTK.
39:32Tschüss, mein Schatz.
39:33Bis später.
39:35Bis später.
39:35Bis später.
39:36Bis später.
39:47Was ist los?
39:48Florians Portemonnaie.
39:59Florians Portemonnaie.
40:00Habe ich vorhin hier gefunden, also?
40:03Was ist los?
40:05Wir landen immer wieder an diesem Punkt,
40:07wo es nicht weitergeht.
40:09Und jetzt werde ich ihn vermissen.
40:10Dann sag ihm das.
40:11Das mache ich.
40:24Papa,
40:25warte auf mich!
40:27Ich rühre mal ein auf.
40:29Kein Problem.
40:33Spülen?
40:33Gibt es wirklich keine Möglichkeit,
40:52das Bein zu retten?
40:53Sehen Sie das hier?
40:56Mikrotisierte Muskeln.
40:59Ja.
41:01Da ist nichts zu machen.
41:03Wir müssen amputieren.
41:11Ich hatte immer noch gehofft,
41:12dass sie vielleicht gewinnt bei der Sache.
41:15Sie hat sich für das Leben entschieden.
41:16Das ist ein Gewinn.
41:17Sie setzen einen Schnitt
41:19zwei Zentimeter unterhalb der Tuberositas Tibae
41:21und insidieren dann zirkulär
41:25bis auf Höhe der Tibula.
41:29Blutdruck ist niedrig,
41:30aber noch im nahen Bereich.
41:32Ich weiß.
41:32Ich bin konzentriert.
41:38Wollen Sie Tibia und Fibula durchtrennen?
41:41Ja.
41:45Ist die Segel bereit?
41:47Ja.
41:48Ein bisschen weiter?
41:51Ich mache jetzt erst mal gar nichts.
41:52Ich bin krank.
41:53Und wenn ich wiederkomme,
41:54dann lege ich neue Ansätze vor.
41:55Schlechter Zeitpunkt?
41:58Mein Chef.
41:59Da legen Sie einfach so auf?
42:01Ja, ich habe ein paar Grenzen gezogen.
42:03War aber nur die Mailbox.
42:04Glauben Sie,
42:05dass Ihr Beitrag jetzt auf Eis gelegt ist?
42:07Nee, für mich nicht.
42:09Aber ich will mich da auch nicht hetzen lassen.
42:10Das soll Hand und Fuß haben.
42:13Trotzdem, wann komme ich hier denn wieder raus?
42:14Also, Ihr EKG ist bisher unauffällig.
42:19So wie auch die anderen Werte.
42:21Gut.
42:22Wenn alles so bleibt
42:23und Ihr Herzschlag sich wieder beruhigt,
42:24können wir Sie in ein paar Stunden entlassen.
42:26Gut.
42:28Naja, schade eigentlich.
42:30Das hat schon auch Spaß gemacht.
42:31Die einen sagen so,
42:32die anderen sagen so.
42:35Ihr Chef?
42:36Er wünscht mir gute Besserung
42:38und meint,
42:39ich soll mal drüber nachdenken,
42:40ob man das für den Weltmenstruationstag
42:42noch größer machen kann.
42:43Kein Problem.
42:45Ich komme da nochmal auf Sie zu, ja?
42:47Ah, ja, mal sehen.
42:49Na, keine Sorge.
42:49Diesmal gehe ich das richtig an.
42:51Naja, vielleicht mache ich auch noch
42:52einen Bericht über Sie beide.
42:55Ein Hintergrundbericht
42:57über das Gesundheitswesen.
42:58Wir schauen nochmal später nach Ihnen.
43:00Danke.
43:02Frau Kaya, die beste Nachricht ist,
43:03dass wir die weitere Ausbreitung
43:04der Infektion endgültig stoppen konnten.
43:06Und die gute Nachricht ist,
43:08sobald die Wundheilung
43:08einigermaßen abgeschlossen ist,
43:10bekommen Sie eine erste Übergangsprothese.
43:11Und wenn dann alles endgültig abgeheilt ist,
43:13abgeschwollen ist,
43:14gibt es eine sogenannte Definitivprothese.
43:16Das ist ein etwas längerer Weg.
43:18Aber es gibt einen Weg.
43:24Wie geht es Ihnen?
43:27Kann ich auf das Angebot
43:29mit dem Pferd zurückkommen?
43:33Ja, klar.
43:36Wenn wir mich zum Aussichtspunkt bringen,
43:38dann können wir vielleicht dort oben
43:41einen Tee zusammen trinken.
43:43Auf gar keinen Fall.
43:45So früh morgens
43:46brauche ich einen starken Kaffee.
43:50Vielleicht kann ich ja mal
43:52Essen kochen,
43:53was nicht nach Staub schmeckt.
43:56Irgendwann.
43:57Sehr gerne.
44:01Ich bin Sheil.
44:03Edgar.
44:04Hallo Edgar.
44:05Hallo Sheil.
44:07Bekommt Herr Maritsch Punktabzug,
44:09wenn er sich wieder in den Finger sticht?
44:11Na, sehen wir mal,
44:11wer zuletzt lacht.
44:13Konzentration.
44:16Los geht's.
44:17Ich wusste gar nicht,
44:28dass du Oper magst.
44:29Es geht nicht um die Oper,
44:31sondern darum,
44:31mit wem man in der Pause
44:32ins Gespräch kommt.
44:33Ah, Netzwerken.
44:35Connections sind alles.
44:36Wann solltest du schnell mehr nehmen?
44:38Die beiden scheinen ja
44:39auf eine seltsame Weise
44:41Spaß zu haben.
44:43Wettkampf bis aufs Blut.
44:45Keiner wünscht dem anderen was.
44:47Sie haben noch nichts gesagt?
44:48Wird auch langweilig.
44:50Soll ich dir was verraten?
44:51Es gibt den Weihnachtsmann nicht.
44:54Professorin Patzelt
44:55hat in Mailand
44:56jede Minute für uns geplant.
44:58Das ist härter
44:58als jede Doppelschicht.
44:59Also keine Oper.
45:01Mach sonst kein Nachtleben.
45:03Oh Mist.
45:04Ich hab zu fest gezogen.
45:06Das war wohl etwas zu forsch,
45:08Herr Maritsch.
45:10Bis eben sah doch noch
45:10alles sehr gut aus.
45:11Ja, ich hab's einfach
45:13noch nicht so drauf.
45:13Frau Galura hat verdient gewonnen.
45:17Herzlichen Glückwunsch,
45:18Frau Galura.
45:19Aber Sie müssen
45:20nicht traurig sein, Herr Maritsch.
45:22Es war nicht ganz einfach,
45:24aber wir konnten
45:25die Dienstpläne umstrukturieren.
45:27Das Pensum in Mailand
45:28wird für Sie beide reichen.
45:30Hey.
45:45Ich hatte Angst,
45:46du wärst vielleicht schon
45:46früher los als geplant.
45:48Hast du vergessen?
45:50Danke.
45:52Was würdest du ohne mich tun?
45:55Stimmt.
45:55Florian, wir machen uns was vor.
46:00Was meinst du?
46:02Wir haben uns vor Ewigkeiten getrennt
46:04und wir kommen nicht
46:05voneinander los.
46:09Und ich möchte auch nicht
46:10von dir loskommen.
46:11Das ist doch was Besonderes
46:15zwischen uns.
46:17Du meinst so was
46:19wie Liebe?
46:22Ja, und
46:23sich lieben
46:24und nicht zusammen sein,
46:25das ist doch
46:25kompletter Mist.
46:28Ja.
46:30Du hast recht.
46:33Man sollte das Leben auskosten
46:35mit den Menschen,
46:35die man liebt.
46:36Aber fast zu spät ist.
46:37Warte, dann ist alles gesagt, oder?
46:46Ja.
46:47Ja.
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