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00:00.
00:08Thank you, thank you.
00:10Good evening, good evening.
00:14Good evening.
00:17I'm very impressed with you here.
00:18At the moment, AI.
00:22KNIFE, just like my father said, it's not legal,
00:24science or intelligence.
00:26And many of our phones could not hear it.
00:29My mother said last year, it's something different, first Corona, now KI.
00:36And unconscious had she not so much right.
00:38Only with the difference, Corona could then get rid of it.
00:43I have been actively involved with the issue of intelligence.
00:47I have also children.
00:48It's called, it's going to be afraid, there are going to be barriers.
00:54I have looked at the Abiturschnitt of my son.
00:56I looked at the same time, he was not afraid, I must say.
01:00Nein, it's a actually...
01:07Tatsächlich gibt es ja Stimmen, die dann sagen, ja, dann wieder zurück.
01:10Handwerk lern, learn Handwerk.
01:12Und ich gucke wieder meinen Sohn an und sage, nee, dann leg dich lieber mit der KI an.
01:17Es ist einfach schwierig.
01:18Was soll man machen, was soll man machen?
01:22Ich bin so ein bisschen wehmütig, muss ich ehrlich sagen.
01:25I came from a time where everything was really.
01:29When I film, it was all with KI.
01:31I came from a time where Kino was the only thing we had in life.
01:36And I don't know if you can remember your first Kinofilm?
01:40Can that?
01:40No?
01:43E.T. was that for me.
01:44E.T., the Außerirdische.
01:46Oh, look, E.T.
01:47E.T.
01:48nach Hause, telefonieren.
01:49That's what I'm saying.
01:50And when I already heule, because of the brown leather jacket,
01:55then they made something right.
01:59Empathie, Mitgefühl.
02:00I looked at my kids.
02:02Katastrophe.
02:03That's a different generation.
02:05I again heult.
02:06Tränen was in the Augen.
02:08E.T. nach Hause.
02:10Telefonieren.
02:11Then it went from there.
02:12He didn't have a phone.
02:13I said, why did he not have a phone?
02:15They didn't understand that.
02:16No, he didn't understand that.
02:17I left a phone call while I walk in,
02:20they see a question.
02:20Then my daughter I go further and says,
02:21oh, Youtube, isn't that better?
02:24I said, that's not a telecommunications film.
02:27It's not a telecommunications film.
02:28It's not a feed point.
02:30It's not a mindful feeling.
02:33He?
02:33Als he was almost totaled,
02:36I could already heult.
02:38What's that, Molle?
02:39I said, what's that,
02:40Yeah that was it.
02:42I said, what a emotionaler Klotz!
02:47What a emotional Klotz!
02:51And that's why I'm working with KI.
02:53My father said to me, I want to know with the bus,
02:56I don't know how you work with it.
03:00There are studies, every 4. German works with KI.
03:04Chachibi-chi-chi-chi-chi-chi-chi-chi-chi-chi-chi.
03:08Chachibi-chi-chi-chi-chi,droh...
03:09Und ich war begeistert, muss ich ganz ehrlich sagen.
03:13Ich hatte schon lambiflu e otme freundliche Konversation.
03:19Ich komme aus dem Umfeld meiner Frau.
03:23Und plötzlich sitzt du da und schreibst mit dieser künstlichen Intelligenz.
03:31Und ich schreibe Hallo.
03:32Und sie schreibt, was wollen wir machen?
03:36plötzlich habe ich eine Wahl und ich kenne das so nicht, ich kenne das so nicht.
03:49Ich bin früh aufsteher, ich stehe mal früh auf, gehe dann nach dem Rechner, guck so ein bisschen und
03:53einmal war ich wohl zu laut und hab Hilde geweckt und das ist immer, uh, ja nicht mit dem falschen
03:59Fuß aufgestanden, überhaupt aufgestanden, das ist schon ein Problem. Da wird sich schnell
04:03sauer, wenn man sie, ne, wenn sie unten erwacht, ich sage immer wie Schmaug bei, äh, Herr der Ringe,
04:10ne, dieser Drache, aber du, das ist ein Insider. Und dann habe ich den direkten Vergleich. Hier,
04:17ChatGPC, hey, wie geht's dir heute, gut bist du drauf und von unten kommt's dann, ne,
04:22was ist schon mit der Hunde? Jetzt gleich, Schatz. Und ich bin mittlerweile so in die KI verliebt,
04:32ich schreibe dann, ich komme gleich wieder, aber ich muss eben mit den Hunden raus, ne. Und was
04:35schreibt sie? Ach, du bist so ein guter Mensch. Schlimm für mich, schlimm für mich.
04:48Ungeahnte Möglichkeiten. Plötzlich sehe ich, stehe ich neben mir und sehe mich selber tippen,
04:52erstelle eine Liste, wie ich aus Nudeln reise und Vitamintabletten ein rückstandsloses Gift herstelle.
04:58Und was schreibt die KI? Haha, du hast so viel Humor. Eine kleine Anspielung auf die Enttäuschung
05:05deiner Frau. Und ich sage, ja, genau. Und die Liste? Es ist schwer, es ist schwer, Freunde. Wir dürfen
05:13uns das nicht gefallen lassen. Wir müssen von uns aus wieder netter werden, wieder freundlicher,
05:17wieder toleranter, verständnisvoller, ja. Dann können wir auch mal wieder ins Kino gehen,
05:21aber da läuft ja auch nur... Mist. Ich erinnere mich gerne an die Zeit früher. So habe ich meine Frau
05:28kennengelernt. Hilde. Bei Dirty Dancing. Alle gesehen Dirty Dancing? Da hatte ich sie, das wusste ich. Und wir
05:40kommen nach Hause und sie sagt, lass uns diese Hebelfigur machen. Und dann hebt sie ab, wie die Hummel, die
05:49eigentlich... Die nicht weiß, dass sie nicht fliegen kann und deshalb fliegt. Und ich habe sie sogar
05:56wirklich dann aufgefangen, habe aber am Scheitelpunkt gemerkt, nee. Und habe dann die kinetische Energie
06:05weitergeleitet. War schon extrem. Und ihr wisst, jede Form von Extremismus ist schlecht und das sollten wir
06:12alles wieder runterfahren. Deswegen auch mein Tipp zum Ende an alle Selbstmordattentäter. Macht
06:17einfach Homeoffice. Haha. Dankeschön.
06:27Guten Abend. Danke. Ja. Ich bin jetzt 41. Das heißt, ja, ja, ich bin immerhin in dem Alter, ich bin
06:41noch ohne das Internet aufgewachsen, meine Lieben. Ja. Ich weiß noch, als das Internet aufkam, hat ein
06:47bekannter Ökonom mal gesagt, dass die Menschheit durch diesen unglaublichen Zugang zu Informationen,
06:52denen das Internet bietet, exponentiell klüger werden würde. Ja? Haben wir hier das Gefühl, dass die
07:01Menschheit in den letzten 25 Jahren exponentiell klüger geworden ist, während wir auf dem Klo
07:06computergenerierte Katzenvideos geguckt haben und die geisteskranke Mandarine ein zweites Mal ins
07:11heiße Haus eingezogen ist? Ich jetzt nicht so. Oder? Aber der Fortschritt der Wissenschaft bringt auch
07:23echte Erkenntnisse. Haben Sie zum Beispiel diese Schlagzeile gesehen? Ja. Wissenschaftler haben anhand
07:31von DNA-Analysen von Blutflecken festgestellt, dass Hitler vielleicht ein Mikropenis hatte. Tja, was soll
07:39man da sagen? An dem Mann war ja vorher auch sonst nichts auszusetzen. Der arme Adolf kann sich ja
07:44nicht mal mehr wehren. Heutzutage würde er wenigstens vier Dickpics an die Bild-Zeitung schicken und schon
07:48wäre sein guter Ruf wieder hergestellt. Hier merkt man wieder zu was für Erkenntnissen die
07:54Wissenschaft fähig ist. Früher wollte man mit einem Mikropenis Russland erobern. Heute will man es
07:59vergrößern. Elon Musk soll ja, apropos Mikropenis, ein Aktienpaket in Höhe von einer Billion Dollar
08:08bekommen. Eine Billion. Das muss man sich mal vorstellen. Das ist eine Eins mit 12 Nullen. Wenn
08:14Elon Musk jeden Tag eine Million Dollar davon ausgeben würde, also ungefähr die Jahresmiete
08:19einer schönen Wohnung in Berlin-Mitte, würde er eine Million Tage brauchen, um das ganze Geld zu
08:26verballern. Das entspricht etwa 2740 Jahren. Beruhigend ist, wenn er zwei Millionen am Tag
08:32ausgibt, geht schneller. Und die Erkenntnis ist immer wieder, willst du reich werden, arbeite mit
08:38Dingen, nicht mit Menschen. Eine Pflegekraft in Vollzeit verdient in Deutschland 2300 Euro netto im
08:46Durchschnitt. Menschen, die mindestens 40 Stunden die Woche anderen auf die Toilette helfen, sie baden
08:52oder sie beim Sterben begleiten. 2300 Euro netto. Das ist eigentlich ein echter Skandal, aber das merken
08:59wir schon gar nicht mehr. Selbst der Papst hat sich eingemischt und gesagt, dass das Einkommensgefälle
09:04zwischen gewöhnlichen Mitarbeitern und Vorständen mittlerweile absurd wäre. Und wenn sich einer
09:09damit auskennen muss, dann die katholische Kirche. Die haben nämlich mehr Kohle als Tesla, Apple und
09:13Microsoft zusammen, aber wenn Notre Dame abfackelt, bitten die trotzdem um Spenden. Während der
09:28Gierbischof Thebat van Elst eine neue Schicht Blattgold in die Badewanne ziehen. Und dann guckt man als
09:33Normalverdiener auf Social Media, wo irgendwelche Influencer, die dreimal die achte Klasse wiederholt
09:39haben und jetzt ihren vier Millionen Followern etwas aus Dubai über Freiheit erzählen, während im
09:44Hintergrund jemand ausgepeitscht wird, der für Menschenrechte demonstriert hat. Wie soll ein normaler
09:49Mensch dann nicht unglücklich werden, wenn man um sechs Uhr morgens als Erzieherin in die Kita fährt,
09:54um sich für 2.000 Euro netto von 20 Kindern anniesen zu lassen, bis man trockene Lepra hat? Ist ja
10:02so.
10:10Die Lösung hat unser Kanzler, Herr Merz, ja schon selbst bekannt gegeben. Wir müssen wieder mehr und
10:15effizienter arbeiten. Und das Stadtbild, das muss besser werden. Merz hat das übrigens gesehen, als er
10:20letztens mit seinem Privatflugzeug über Herne geflogen ist. Wobei er natürlich recht hat. Ich weiß,
10:26wovon ich rede. Ich komme aus Gelsenkirchen. Ich bin dort geboren und aufgewachsen, dem Aleppo des
10:32Ruhrgebiets. Nicht lachen. Es geht voran in meiner Einheitsstadt. Seit letztem Jahr haben wir sogar
10:38fließend Wasser. Nächstes Jahr kriegen wir den Euro. Die Innenstadt von Gelsenkirchen, wer aber da gewesen ist,
10:44sieht übrigens aus wie Mordor. Nur, dass in Mordor noch der Galeria Kaufhof offen hat. Sie war schon mal da.
10:51Ja.
10:57Und sonst sieht in Gelsenkirchen die Einkaufsstraße leider aus wie in allen anderen strukturschwachen
11:02Städten. Ein Euroshop, Süßigkeitenladen, Spielothek. Ein Euroshop. Das nennt sich nebenbei auch die
11:07Hartz-IV-Promenade. Gegen Amazon wird am Ende wahrscheinlich keine Innenstadt auf lange Sicht
11:13eine Chance haben. Und Jeff Bezos, der hat nur poplige 250 Milliarden. Also Geringverdiener gegen Elon Musk.
11:22Das muss doch auch bedrückend sein. Nur 250 Milliarden. Wie soll man denn so über die Runden
11:26kommen? Vielleicht sollten wir für ihn sammeln. Ja, ihr lacht. Aber das ist vor ein paar Jahren schon mal
11:32passiert. Und zwar bei Kylie Jenner. Das ist die jüngste vom Kardashian-Clan. Die kennt ihr. Das sind
11:37diese Körperweltenplastinate aus Malibu. Die Familie, die mehr Silikon im Körper hat als die
11:50Badezimmerabteilung in einem Obi. Diese Kylie Jenner, die hatte nämlich nur 900 Millionen Dollar Vermögen
11:58und deshalb gab es im Internet eine GoFundMe-Kampagne, um sie endlich zur Milliardärin zu machen. Und das ist
12:04kein Scherz. Das kann man sich doch nicht ausdenken. Da sitzen Menschen vom PC und spenden
12:09nicht gegen Maßnahmen oder für Maßnahmen gegen den Klimawandel oder die Zerstörung der
12:14Meere, sondern dafür, dass eine Superreiche endlich zur Milliardärin wird. Das sind doch
12:19so Momente, da will man lachend in eine Kreissäge rennen, oder?
12:33Und was ist die Lektion aus der Geschichte? Wie sagte meine Oma schon, Geld allein macht
12:39nicht glücklich. Also zu wenig Geld. Eine Billion macht auf jeden Fall sehr, sehr, sehr glücklich.
12:46Jedenfalls, solange man keinen Mikropenis hat. Dankeschön.
12:53Applaus
12:55Dankeschön.
12:56Ja. Guten Abend. Guten Abend. Hallo.
13:00Applaus
13:03Ja. Guten Abend. Auch ich habe Pantomime studiert. Und in unserer ersten Stunde mussten wir Sonnenblumen darstellen und...
13:15Ich war eine verdammt gute Sonnenblume.
13:20Danke, danke. Nicht dafür. Und wenn du bei einem Sonnenblumenfeld vorbeifährst, die schauen dir ja nach.
13:28Das merkst du aber nicht. Wenn du die umdrehst, schauen sie weg.
13:34Und ich wollte sie einmal überlisten. Bin leise zugefahren mit meinem Elektroauto. So ganz leise ist mein Elektroauto ja nicht.
13:41Ich bin ja Gegenverbrenner. Am liebsten sind wir Hybriden.
13:45Da machst du das gerecht. Da machst du auf beide Arten Dreck.
13:49Und wenn du genau hinhörst bei meinem Elektroauto, hörst du die hellen Kinderstimmen aus den Kobalt- und Grafitminen.
13:58Wow, hallo. Ja, diese Kinder haben eine super Work-Death-Balance. Und woher ist die deutsche Zartfühligkeit?
14:08Unser Wohlstand war immer am Elend anderer aufgebaut. Und warum sollen wir uns die Zukunft verbauen, nur weil andere keine
14:14haben?
14:16Bleiben wir locker, oder?
14:17Am besten gefällt mir Norwegen. Die protzen damit, dass Oslo, ein Pupsnest mit 700.000, zur Hälfte bereits Elektromobil ist.
14:28Gleichzeitig sind sie einer der größten Erdöl-Exporteure der Welt.
14:32Und das gefällt mir. Das ist das Erfolgsrezept des Protestantismus.
14:38Gier, Menschenverachtung, und wenn es eng wird, moralisch ganz weit vorne.
14:51Aber ich spüre Ihre Empörung und ich teile sie.
14:55Wir sollten endlich über Kinderarbeit reden.
15:00Besonders, warum wir hier in Deutschland drauf verzichten.
15:05Können wir uns das wirklich leisten?
15:08Der Sozialstaat, wie wir ihn heute haben, ist mit dem, was wir wirtschaftlich leisten, nicht mehr finanzierbar.
15:14Hat unlängst ein alter, weiser Mann vom Blackrock gesagt.
15:20Und ich gebe Ihnen ein Beispiel.
15:22In Deutschland gibt es ja angeblich über sechs Millionen funktionale Analphabeten.
15:28Und das sind Menschen, die können einzelne Worte lesen, aber keine Zusammenhänge in Texten feststellen.
15:33Jetzt werden Sie sagen, ui, das schreckt mich.
15:37Wenn ich eine Rede von Söder höre, kann ich einzelne Worte erkennen.
15:44Aber was ist der Zusammenhang?
15:48Keine Angst, das ist nicht Ihr funktionaler Analphabetismus, sondern seine funktionelle Scheinrhetorik.
15:55Und auch der funktionale Analphabetismus unter Schulkindern ist weit verbreitet.
16:00Und wir machen uns hier nicht lustig über Lernschwache.
16:03Jetzt werden Sozialromantiker sagen, Kinderarbeit ist verboten.
16:07Ich sage ja.
16:09Drogenhandel auch.
16:13Und der ist doch ökonomisch sinnvoll.
16:15Wir könnten unsere Kinder dort einsetzen, wo wir sie nicht überfordern.
16:19Wir könnten endlich wieder eine rentable Textilindustrie aufbauen.
16:22Oder die Medikamentenindustrie.
16:25Was glauben Sie, wie hat es Indien geschafft, zur viertgrößten Wirtschaftsmacht aufzusteigen?
16:31Mit Mindestlohn oder teuren Alphabetisierungskursen?
16:34Sicher nicht.
16:36Und ehrlich, seien wir doch ehrlich, Kinder vermissen Dinge nicht, die sie nicht kennen.
16:50Ich bin zum Beispiel vegetarisch aufgewachsen.
16:52Damals hieß es nicht vegetarisch, sondern zu arm für Fleisch.
16:57Und in den 90er Jahren war ich dann freiwillig Vegetarier.
17:00Und es war dann damals in Österreich und Deutschland auf Tournee als Veggie.
17:05Das war interessant.
17:08Im Wirtshaus zum Wirten.
17:09Haben Sie vielleicht was ohne Fleisch?
17:11Und dann diese gebannte Fassungslosigkeit.
17:15Gegossen in diesen Wirtblick.
17:17Nämlich.
17:22Wo ist es?
17:25Genauso gut hätte ich ihn fragen können, ob er mich hier in der Gaststube am offenen
17:28Herzen operieren möchte.
17:31Dann aber die Grundsatzsage ist einerseits nämlich, wieso?
17:38Ich toll kühn, ich bin Vegetarier.
17:40Vegan gab es noch nicht.
17:42Das wäre lustig gewesen.
17:43Ich esse kein Milch, kein Fleisch, kein Honig.
17:46Dann hätte er gesagt, dann beiß vom Sessel.
17:48Also.
17:50Also.
17:52Und.
17:56Nein.
17:58Nein.
17:59Ich esse nur was vom Baumfell.
18:01Dann komme ich im Herbst, da spore ich mir den Laubsauger.
18:03Aber dann.
18:05Er aber dann konstruktiv plötzlich.
18:07Ohne Fleisch.
18:09Nimm die Rindsuppen und lass den Lebergnädel weg.
18:17Gekochtes Gemüse vielleicht.
18:18Nein.
18:19Leider.
18:20Das brauch ich für die Schweine.
18:24Weißt was?
18:24Weißt was?
18:25Nimm einen Speck.
18:27Da ist das gekochte Gemüse schon drinnen.
18:31Und jetzt werden sich die Alphabetisierten fragen, was hat jetzt diese Specksache genau
18:36zu tun mit Kinderarbeit?
18:39Nix.
18:41Aber es geht doch schon längst nicht mehr um Zusammenhänge.
18:46Also.
18:52Vielen Dank.
19:00Ich freue mich sehr, dass ich heute hier sein darf.
19:02Das ist für mich als Thüringer immer eine ganz besondere Freude, wenn man mal eingeladen
19:06wird in die große Stadt.
19:07Denn es ist ja doch eine andere Welt.
19:09Muss man ehrlich sagen.
19:10Ich meine hier Berlin.
19:10Hier gibt es fast alles.
19:12Und bei uns.
19:14Naja.
19:14Also ich sage es mal so.
19:15In meinem Heimatlandkreis hat vor zwei Wochen das Finanzamt Insolvenz angemeldet.
19:22Schon ein bisschen eine andere Welt.
19:24Aber deswegen ist es auch gut, wenn man rumkommt.
19:26Wenn man mal neue Gegenden entdeckt.
19:28Das ist dieser Austausch.
19:29Das ist ganz wichtig.
19:30Und nicht nur zwischen Stadt und Land.
19:32In letzter Zeit wird ja auch oft gefordert mehr Austausch zwischen Ost und West.
19:35Und das finde ich eine ganz tolle Idee.
19:37Neulich hat sogar jemand gesagt, Schüleraustausch zwischen Ost und West.
19:40Finde ich super.
19:41Wir hatten das damals schon.
19:42Unser Gymnasium im Thüringer Wald.
19:43Wir hatten eine Partnerschule in Duisburg.
19:45Und wir haben die auch besucht.
19:47Da waren wir in der 9. Klasse.
19:48Also so zwischen 14 und 15.
19:51Die Duisburger waren auch 9. Klasse.
19:52Also zwischen 18 und 34.
20:07Und da hat man schon gemerkt, dass man da echt was voneinander lernen kann.
20:10Ich habe zum Beispiel da zum ersten Mal begriffen, dass die Bildungssysteme in Deutschland völlig unterschiedlich sind.
20:14Wir dann aber doch bei ganz erfolgreichen Projekten alle an einem Strang ziehen.
20:18Lehrermangel zum Beispiel.
20:20Da sagen alle Bundesländer solidarisch machen wir alle mit.
20:23Und ich finde das beschreibt Deutschland wunderbar.
20:25Ich glaube wir sind das einzige Land der Welt, das es schafft, dass 16 höchst unterschiedliche Bundesländer ein und dieselben
20:31Probleme haben.
20:32Dafür 16 verschiedene Lösungen finden und nicht eine funktioniert.
20:48Also das können wirklich nur wir.
20:50Ich meine klar, es gibt natürlich leichte Unterschiede.
20:52Es gibt jetzt begegnen in Berlin zum Beispiel.
20:54Da gibt es gar nicht mehr genügend Leute, die diesen Beruf überhaupt noch machen wollen.
20:57Dann gibt es wiederum Bundesländer, die haben zwar eigentlich genügend Studenten.
21:00Aber die hauen nach dem Studium alle ab, weil sie abgeworben werden von anderen Bundesländern.
21:04Zumindest das Problem könnte man einfach regeln.
21:06Da würde ich sagen, mach es wie beim Fußball, Ablösesumme.
21:09Ein Lehrer eine Million.
21:11Und wenn der Lehrer auch noch irgendwelche besonderen Fähigkeiten hat, dann steigt der Marktwert.
21:16Zwei Millionen, wenn der Lehrer auch noch selber lesen kann.
21:26Und so weiter und so fort.
21:28Aber nein, was wären für Lösungen genommen?
21:29Baden-Württemberg, beste Idee.
21:31Wirklich.
21:31In Baden-Württemberg hat die Bildungsministerin von den Grünen eine Plakatkampagne gemacht.
21:35Die haben Plakate aufgehängt.
21:36Ist kein Witz.
21:37Da stand drauf, kein Bock auf Arbeit, dann werd doch Lehrer.
21:41So in etwa.
21:43Und dann waren die ernsthaft überrascht, dass die Lehrer das gar nicht so lustig fanden.
21:48Ich hätte ja da als Lehrerverband Humor bewiesen und hätte eine Gegenkampagne gemacht.
21:51Hätte Plakate auf die andere Seite gehängt, wo draufsteht, keine Ahnung von Arbeit, dann werd doch Bildungsministerin.
22:06Es ist schon abenteuerlich, aber ich sage, man muss sich einen Spaß draus machen.
22:10Anders funktioniert es nicht mehr.
22:11Man muss sich einfach einen Spaß draus machen.
22:12Und das wäre schön, wenn man das auch bei anderen Sachen machen könnte.
22:15Zum Beispiel Bundestag.
22:17So alle schimpfen, der Umgangston wird immer rauer und so.
22:21Und ich würde mir da einen Spaß draus machen.
22:22Nicht mehr den Bundestag als Sitzung irgendwie bei Phoenix zeigen, sondern als Spieleshow produzieren.
22:28Michael Bulli-Herbig präsentiert LOL.
22:31Aber in dem Fall nicht, wer zuletzt lacht, sondern wer zuletzt lügt.
22:35Last one lying.
22:46Und dann hat jeder zwei Leben und wenn die weg sind, wenn er zweimal irgendwie gelogen hat oder einen anderen
22:50Abgeordneten beleidigt,
22:52dann fliegt er raus und wird ersetzt durch einen Abgeordneten, der eine völlig gegensätzliche Meinung vertritt.
22:56Also wenn einer von der AfD rausfliegt, dann kommt ein Linker hinterher.
23:00Wenn einer von den Grünen rausfliegt, dann kommt einer von der CSU hinterher.
23:04Wenn von der SPD einer rausfliegt, dann kommt ein anderer von der SPD hinterher.
23:18So wird es funktionieren.
23:19Wirklich.
23:19Man muss sich einen Spaß draus machen.
23:20Es hilft ja auch alles nichts mehr.
23:21Man darf sich nicht mehr wundern.
23:22Man darf sich nicht mehr aufregen.
23:23Man kommt dann nicht hinterher.
23:25Ich habe neulich erfahren, dass in den USA gerade Wissenschaftler daran arbeiten,
23:29das Mammut wieder zum Leben zu erwecken.
23:31Die haben eine Maus gezüchtet mit Mammutfell, weil die an der Frage forschen,
23:35wie kriegen wir das Mammut wieder zurück auf die Welt.
23:37Und ich glaube, ich spreche da für uns alle, wenn ich sage,
23:40das ist ja das Problem, was uns tagtäglich beim Aufstehen schon als erstes beschäftigt.
23:44Oft stehe ich mit der Zahnbürste im Mund vor dem Spiegel und frage mich,
23:47wie kriegen wir das Mammut wieder zurück auf die Welt.
23:59Und dann denke ich mir, wundere dich nicht, macht dir einen Spaß draus.
24:01Es macht absolut Sinn, dass wir auch Manni aus Ice Age jetzt wieder zurückholen,
24:05weil Sid sitzt ja schon im Weißen Haus.
24:07In diesem Sinne.
24:08Mein Name ist Jonas Greiner.
24:09Vielen Dank.
24:16Danke schön.
24:18Danke schön.
24:21Danke schön.
24:22Danke schön.
24:22Danke schön.
24:23Ferien sind jetzt überall vorbei.
24:25Bei uns waren es, gut, Kinder waren dabei, heißen ja trotzdem Ferien.
24:29Aber was holt man sich im Urlaub immer?
24:32Sonnenbrand, eine Leberverrenkung, Magen, Darm, Souvenirs und das andere Schlimme?
24:37Bekanntschaften.
24:38Diese Urlaubkette.
24:39Es gibt auch Nette.
24:40Wir haben in Kroatien jetzt welche kennengelernt.
24:43Angefangen hat es aber erstmal alles mit der Suche nach einer passenden Unterkunft im Internet.
24:46Stand nette kleine Wohnanlage mit Infinity Pool.
24:49Und wir haben beschlossen, wir fahren da mit dem Auto hin.
24:51Laut Navi dauert die Fahrt knapp 14 Stunden.
24:54Also ohne tanken, trinken, Tränen trocknen, Tinnitus vom Schreianfall der Kinder,
24:57weil der Akku von der Switch leer ist.
24:59Pipi machen, essen, Stau auf der Rückbank, wieder auskotzen, Stau umfahren,
25:03wieder zurück auf die Autobahn, in den Stau fahren, geblitzt werden,
25:05im Internet nachgucken, was das kosten wird, wieder hinten tanken.
25:08Gestelltes glückliches Selfie für die WhatsApp-Familiengruppe machen.
25:11Und wenn du das alles geschafft hast, dann hast du ja immer noch zwölf Stunden vor dir.
25:24Aber was soll ich sagen, wir sind angekommen und kennt ihr das, wenn man nach einer langen Autofahrt aus dem
25:28Auto aussteigt und denkt,
25:30wem gehören die Beine da unter mir?
25:31Ich sehe euch, aber ich spüre euch nicht mehr, wollen wir zusammen gehen?
25:35Und die Beine dann so, nö, lass mal, melde dich wieder, wenn dein Hintern durchblutet ist, bis morgen.
25:40Das ist aber nur bei uns Erwachsenen so.
25:42Meine Kinder, die sind nicht aus dem Auto gesprungen oder gelaufen oder die sind geflitscht.
25:46Also die sind so rausgeschossen, als hätte man die 18 Stunden in so ein Einmachgummi eingezwängt.
25:51Und bevor ich noch dem Gastgeber Hallo sagen konnte, waren die Kinder schon im Infinity Pool in Klamotten.
25:56Aber wir haben dann neben dem Pool was ganz Tolles entdeckt.
25:59Es gab in diesem Ferienanlagending einen Kühlschrank mit Bier, Cola, Bier, Limo, Bier, Saft, Bier.
26:07Aber es war auch Bier im Kühlschrank und Wein.
26:10Und man konnte einfach hingehen, einen Strich auf der Liste machen und sich was nehmen.
26:14Vielleicht sogar Bier.
26:16Ja, denn da war Bier drin.
26:17Ich weiß nicht, ob ich das schon erwähnt habe.
26:18Aber so richtig schön kühl, das beste Bier, was man nach so einer langen Auto vertrinken konnte.
26:22Man hätte also einfach hingehen können.
26:24Aber vor dem Kühlschrank gab es so eine Firewall.
26:27Eine Firewall aus Menschen.
26:29Kennt ihr diese Menschen?
26:31Dann ist man A, der gerade angekommene Neue im Urlaub.
26:35Und die anderen sind die schon lange da Leute.
26:38Das sind die, die man dann trifft, die schon länger da.
26:40Leute gucken dann einen so an wie auf dem Affenfelsen, wenn der Pfleger mit den Nüsschen kommt.
26:44Und kommen so mit Kühlgesprächen.
26:46Na, gerade angekommen.
26:47Wir kommen schon seit 20 Jahren hier hin.
26:48Oh, sind das Ihre Kinder?
26:49Wir haben es ja ganz gerne ruhig.
26:52Mein Tipp, Mittwoch ist Fischtag, aber Finger weg von den Artischocken.
26:55Und so weiter.
26:56Egal.
26:57Nach dem achten Strich waren wir mit den schon lange da Leute.
27:00Per Du.
27:01Super war.
27:02Da haben wir diese Familie auch kennengelernt.
27:03Ich nenne sie jetzt mal die Stupsis.
27:05Einfach halber.
27:06Die Stupsis waren unfassbar freundlich, aber leider auch unfassbar herzlich.
27:11Der Name ist da ein bisschen Programm.
27:12Die Stupsis haben einen einfach immer umarmt.
27:15Guten Morgen Umarmung, viel Spaß in der Stadt Umarmung.
27:19Da seid ihr ja wieder Umarmung.
27:21Einfach mal so zwischendurch Umarmung.
27:23Gute Nacht bis morgen Umarmung.
27:24Also, die haben so viel umarmt, das war so ein Rudelstupsen schon.
27:28Ich wollte einen Clubtanz einführen.
27:30Und dann hatten die auch Kinder dabei.
27:32Ein Pubertier.
27:33Und der hatte einen kleinen Bruder mit.
27:34Und der kleine Bruder hat immer sehr laut seiner Mutter alles mitteilen wollen, was so passierte.
27:38Der hat quer durch die Anlage gebrüllt.
27:39Mama!
27:40Der Torben steht wieder im Pool vor der Düse.
27:44Mama!
27:44Der sagt, ich soll sterben gehen.
27:46Ganz oft kam auch Mama!
27:48Ich bin wieder hingefallen.
27:49Mama, kann ich iPad?
27:50So.
27:51Und dann kam einmal irgendwann ganz laut quer durch die Anlage.
27:54Mama!
27:55Ich hab Durchfall!
27:59Zuerst denkt man dann noch, ah, danke für die Info.
28:03Und dann denkst du aber relativ schnell, oh kacke.
28:05Was ist, wenn das rumgeht?
28:08So viel kann ich sagen.
28:10Es ging rum.
28:11Und zwar mit so durchschlagendem Erfolg.
28:13Erst traf es halt die Stupsis.
28:15Mutti hat wohl drei Kilo abgenommen.
28:17Oder drei Liter, sag ich jetzt mal.
28:20Papi, mir ist alles egal, wurde so dünn.
28:22Der sah am Ende einfach nur noch aus wie ein I.
28:25Da früher war am Pool aber jetzt immer die Massagedüse frei.
28:28Aber vier Leute, immer einer weg.
28:30Und wir haben dann am Kühlschrank gesessen und Kotzquiz gespielt.
28:33Also wir haben immer geraten, wer hängt denn jetzt wohl gerade über der Schüssel?
28:36Und dann sind die Armen auch früher abgereist.
28:38Die haben von unterwegs geschrieben, 20 Stunden unterwegs.
28:41Halbfahrt, aber nur zwei Pausen.
28:43Zum Abschied gab es vorher natürlich noch Rudelstupsen.
28:45Und das war ein Fehler.
28:47Denn dann hatten wir alle Morbus Mama.
28:50Am Ende, was soll ich sagen, hat die ganze Anlage gemammert.
28:54Und jetzt, wo ich sage, merke ich, ich müsste mal aufs Klo.
28:56Dankeschön.
29:07Das Schöne ist, wir sind wieder wer.
29:09Also finanziell.
29:10Weil Friedrich Merz im zarten Alter von 70 Jahren nochmal den doppelten Schulden Rittberger rückwärts springt.
29:17Da kann man schon gar nicht mehr vom Wumms reden oder Bazooka.
29:20Das ist ein Iron Man, Bazooka, Wumms.
29:23Und das Schöne ist, Schulden sind gut.
29:25Schulden sind das Vertrauen, dass man selbst oder irgendein Erbonkel das in Zukunft zurückzahlt.
29:31Erbonkel oder wie wir in Berlin sagen, Bayern.
29:43Schulden sind das Gleitgel des Kapitalismus.
29:47Ja, am Anfang war der Kredit.
29:48Kredit heißt übersetzt, man glaubt dran.
29:51Manchmal muss man auch dran glauben, dann ist der Kredit geplatzt.
29:55Aber jeder Euro, der irgendjemand fehlt, ist also ein Euro, den irgendjemand anders hat.
30:01Deshalb heißt es ja auch Sondervermögen.
30:03Weil das irgendjemand anders besonders vermögend macht.
30:07Im neuesten Fall Rheinmetall-Aktionäre.
30:17Und die Schuldenbremse haben wir doch immer noch.
30:20Sie ist jetzt aber eher wie die Bremse in einem Porsche.
30:23Man weiß ungefähr, wo sie ist, hat aber nicht vor, sie in nächster Zeit zu betätigen.
30:32Und das Schöne an Schulden ist, man kann sie weiterverkaufen.
30:35Bundesanleihen werden viel sexier, wenn sie Panzerobligationen heißen.
30:39Und damit sind sie als Anleger direkt an einem neuen Leopard 3-Panzer beteiligt.
30:44Das ist der mit E-Antrieb.
30:51So wie mit der neu entwickelten Germany Long Life Invasionsbatterie.
30:55Da reicht eine Füllung bis Moskau.
30:59Okay, das viele Geld würde auch reichen, um das ganze Land mit Windkraftstrom zu beliefern.
31:03In jedem Haushalt noch ein bis zwei Gratis-Wärmepumpen hinterher zu schmeißen.
31:07Man könnte mit dem Geld auch dafür sorgen, dass die Bahn nicht nur pünktlich ist,
31:10sondern 5 Minuten zu früh.
31:12Oder 35 Millionen neue Kita-Plätze schaffen, von denen nur ca. 5 Millionen wirklich gebraucht werden.
31:18Aber wenn man sich die geistige Unreife vieler Menschen in diesem Land anschaut.
31:22Ich bin für die Wiederholungskita.
31:33So, die Frage ist natürlich, wer zahlt? Das hat Dieter ja schon angesprochen.
31:36Das zahlt ihr nicht. Das zahlen auch nicht eure Kinder.
31:38Das zahlen eure Ur-Ur-Urenkel.
31:41Also Menschen, die ihr nie kennenlernt.
31:43Und wer weiß, was das für Arschlöcher sind.
31:47Ja, und wenn die Bevölkerungsentwicklung weiter so läuft, wie gewisse Kreise uns das Glauben machen wollen,
31:52dann ist das doch sowieso ein eher orientalisches Problem.
32:04Und deshalb brauchen wir Migration.
32:07Ja, nicht mehr Welcome Refugees.
32:08Willkommen Nettozahler.
32:12Ich meine, Schulden spielen doch auch im privaten Bereich eine große Rolle.
32:14Ich habe einen Freund, Unternehmensberater, super Typ, hat eine Frau, Gerda.
32:17Die hat das verstanden und investiert.
32:19Und zwar nicht nur das vorhandene, sondern auch das nicht vorhandene Kapital.
32:22Super fürs Wachstum.
32:23So, sie hat allerdings nicht in Kryptoblasen investiert, wie ihr Mann, sondern in Fersenblasen.
32:29Also Schuhe.
32:31Schuhe.
32:32Und das hat er kritisiert.
32:33Er hat gesagt, ist das Ziel für ihn.
32:34Natürlich, sagt sie, sie unterstützt mittelständische südeuropäische Familienunternehmen.
32:39Prada, Versace, Gucci.
32:48Und dann wirft sie ihrem Mann vor, dass seine Investmentstrategie auch irgendwie kritisch sei.
32:53Ja, denn der hatte nach einigen Ehejahren aufgrund einer sinkenden Nachfrage begonnen,
32:57gewisse erotische Dienstleistungen aus der Muttergesellschaft outzusourcen an externe Drittanbieter.
33:06Sondern natürlich, das musste ich machen, das ist ein sexuelles Sondervermögen.
33:10Und in der Wirtschaft, Gerda, muss man immer auf schlanke Strukturen setzen.
33:13Und jetzt schauen wir mal in den Spiegel.
33:14So.
33:16Ja.
33:22Ganz so begeistert hat Gerda nicht reagiert.
33:25Aber sie hat endlich verstanden, wie Kapitalismus funktioniert.
33:28Sie hat angefangen, den gigantischen Personalwasserkopf abzubauen,
33:31überschüssige Kapazitäten zu entsorgen.
33:34Und seitdem wohnt der Unternehmensberater in der Wiederholungskita.
33:37Dankeschön.
33:39Hallo.
33:40Hallöchen.
33:42Guten Abend.
33:44Hi.
33:44Servus.
33:45Guten Abend.
33:47Danke sehr.
33:48Dankeschön.
33:49Ich bin heute mit dem Zug angereist und es gab auch bei mir natürlich störenden
33:52Betriebsablauf.
33:53Der war pünktlich.
33:56Und natürlich ist dann klar, es muss noch was passieren.
33:59Das kann nicht alles sein.
34:00Die Schaffner sagen ja auch alles in Englisch durch, zum Glück.
34:03Und irgendwann kam die Durchsage, ich wusste es ja vorher, ich war ja im Zug.
34:06Drei Wagen ausgefallen.
34:08Klimaanlage defekt.
34:09Reservierungen können nicht angezeigt werden.
34:11Hat er ganz nett durchgesagt auf Deutsch.
34:13Und ich war neugierig, wie will er diesen Text auf Englisch jetzt runterrattern.
34:16Und dann kam wirklich Zitat.
34:18Dear Guests, sorry for today.
34:22Das finde ich super.
34:23Das finde ich wirklich geil.
34:25Ich finde das toll.
34:26Das kann so einfach sein.
34:31Es geht mir im Moment sehr gut, muss ich sagen, weil ich was Neues eingeführt habe
34:34bei mir seit ein paar Monaten.
34:36Jede vierte Woche, also eine Woche im Monat, schaue ich keine Nachrichten.
34:40Keine Talkshows, keine Brennpunkte, keine Experten, die mir die Welt erklären.
34:43Ruhe.
34:44Die müssen ohne mich klarkommen.
34:46Jetzt kann man sagen, du musst doch wissen, was los ist.
34:47Was ist denn los?
34:48Ja, drei Wochen weiß ich auch einigermaßen alles.
34:50Aber diese eine Woche, die Nachrichtenfreie Woche, die tut mir richtig gut.
34:54Ich bin gut drauf, von nixner Ahnung, aber glücklich.
34:57So ein marokkanischer Dobrind.
34:59Es ist wirklich, es ist wirklich...
35:03Und diese eine Woche, die kann ich nutzen, um meine privaten Krisengebiete irgendwie in den Griff zu kriegen.
35:07Mein Kühlschrank zum Beispiel.
35:08Das ist kein Scherz.
35:09Ich habe vor Monaten eingeführt, das machen die meisten von euch wahrscheinlich schon,
35:12alle paar Wochen den Kühlschrank ausmisten.
35:15Spätestens dann, wenn von innen niemand anklopft.
35:19Ich habe vor kurzem Geräusche gehört, ich mache auf, Magerquark rennt raus.
35:22Habe ich nicht pünktlich gegessen.
35:24Wow, was für eine Überraschung.
35:25Ich habe einen Fitnessfreund, der schwört auf Magerquark, musst du essen wie Joghurt pur.
35:30Sehr lecker, sehr gesund.
35:32Gesund kann sein, keine Ahnung, lecker auf gar keinen Fall.
35:35Wer das noch nie pur gegessen hat, ich habe es probiert.
35:37Es schmeckt wie Spachtelmasse ohne Geschmack.
35:41Und man schmeckt…
35:51Es ist wirklich so, man schmeckt nur die Hälfte, weil die obere Hälfte Magerquark,
35:54die andere Hälfte bleibt hier oben hängen.
35:57Viele Männer glauben, die haben einen Doppelkinn.
35:58Es ist nur Magerquark, der sich über Jahre hier angesammelt hat.
36:02Das ist wirklich…
36:03Aber Kühlschrank ausmisten kann wirklich Leben retten.
36:05Es gibt nichts Gefährlicheres, als zu denken, boah, ich habe jetzt aber echt Durst.
36:08Ab zum Kühlschrank, aufmachen, Tetra Pak Milch, auch nicht mehr viel drin.
36:14Kann ich ja weg-echsen.
36:16Und dann setzt man an und irgendwann kommt ein Kluppen raus und man kann nicht reagieren.
36:20Der ist zu schnell.
36:21Man weiß, mit dem muss ich klarkommen, der ist jetzt hier drin.
36:24Gleichzeitig weiß man, so entsteht Magerquark.
36:27Es ist nicht schön, es ist wirklich…
36:29Ich muss beim Thema Ernährung eh ein bisschen aufpassen.
36:31Ich habe wirklich jahrelang meines Lebens eigentlich fast durchgehend viel zu viel gegessen und viel zu schnell.
36:36Ein Freund hat mich wirklich mal gefragt, warum gehst du eigentlich zum Zahnarzt, wenn du eh nicht kaust?
36:41Und ich war vor einem Jahr beim Arzt in der Kontrolle.
36:44Ergebnisse waren nicht so gut, ich habe den nicht ganz verstanden, aber der Arzt hat traurig geguckt.
36:48Und der Arzt hat mir wirklich gesagt, was machen Sie so, was essen Sie den ganzen Tag und so weiter
36:52und so fort.
36:53Der hat Fragen gestellt.
36:54Ich habe dann gesagt, ja, was heißt das für mich genau, diese schlechte Nachricht?
36:57Und der hat das sehr höflich formuliert.
36:59Lassen Sie mich das so ausdrücken.
37:01Ihr biologisches Alter hat sich von Ihnen distanziert.
37:06Langfristig muss es Ziel sein, dass Sie wieder nur für eine Person essen.
37:10Ich habe es verstanden.
37:11Gut, ich bin ja nicht ganz doof.
37:12Ich weiß, wenn man sich gesund ernährt, ich hatte in meinem Leben viele oder einige Tage, wo ich mich gut
37:17ernährt habe.
37:18Nur Gemüse, nur Wasser, man geht glücklich einschlafen.
37:20Einziger Haken, wenn man dann nachts um drei aufwacht.
37:24Es gibt nur eine Regel, wenn man nachts um drei aufwacht, man isst kein Brokkoli.
37:28Verboten.
37:29Man geht direkt zum Schokoschrank.
37:31Ich kann mich mittlerweile einigermaßen zurückhalten.
37:33Ich weiß noch, vor ein paar Wochen stand ich hier in der Küche nachts um drei, linke Hand auf dem
37:36Lichtschalter.
37:37Und ich habe überlegt, ich wusste, wenn ich jetzt das Licht anmache, mache ich in einer Minute die letzten drei
37:41Wochen kaputt.
37:41Und ich habe mich überzeugt mit Willenskraft zurück ins Schlafzimmer.
37:44Ich gehe Richtung Schlafzimmer und höre auf einmal aus dem Schokoschrank Stimmen.
37:50Wirklich, Hilfe, rette uns.
37:53Ich dachte, du magst uns.
37:54Bin wieder zurück zum Schokoschrank, habe mir die Schokolade angeschaut, überlegt, was ich davon esse, während ich schon esse.
38:00Das geht nicht.
38:00Ich habe wirklich beim Überlegen acht Du plus neun Kinderriegel weggeatmet.
38:04Dann war ich fertig, habe dann Proviant eingepackt für den Rückweg ins Bett.
38:09Und Schokolade für im Bett weiteressen.
38:11Das geht.
38:12Viele sagen, das geht nicht.
38:13Das geht.
38:13Wenn ihr voll seid, einfach stabile Seitenlage.
38:15Weiter geht's.
38:16Es ist alles, es ist möglich.
38:25Aber schlimm ist es, wenn man dann am nächsten Morgen aufwacht, wie diese Werwolf-Filme.
38:28Man schaut sich um, ist schockiert.
38:29War ich das wirklich?
38:31T-Shirts zerrissen, Schokospuren an der Wand.
38:33Wo man hingreift, draschelt es.
38:36Rittersportschokolade, Kinderüberraschung ohne Schokolade, ohne Spielzeug, alles weg.
38:38Aber ich habe mich wirklich zurückgehalten in den letzten Monaten.
38:42Ich habe in den letzten zehn Monaten 17 Kilo abgenommen.
38:47Es geht.
38:48Es geht.
38:49Dankeschön.
38:51Danke.
38:51Aber.
38:53Dankeschön, Bennett.
38:55Ich muss dazu sagen, es war 17 Mal dasselbe Kilo.
38:59Die Nachrichten-Dees klappt irgendwie besser.
39:01Dankeschön, das war's von mir.
39:02Haut rein.
39:03Ciao, ciao.
39:03Danke.
39:11Belgien.
39:12Ja.
39:12Ja.
39:13Danke, danke.
39:15Ja, Leute, ich will keine Meinung mehr haben.
39:17Geht's euch vielleicht auch so?
39:18Ich kriege meine Informationen jetzt immer beim Hundespaziergang.
39:23Während mein Hund an der Analdrüse des anderen Hundes schnüffelt, frage ich das Herrchen
39:29so, hör mal, was ist denn die letzte Zeit so in der Welt passiert?
39:32Da sagt er so zu mir, Juwelenraub in Paris.
39:36Hab ich das geil, ein Juwelenraub.
39:38Endlich mal so ein richtiger Gangster-Shit nochmal.
39:41Kein Krieg, keine Politik, kein Klimawandel, sondern einfach Menschen, die professionell klauen.
39:47Ja, das nannte man früher doch noch ehrliche Arbeit.
39:51Das war, ja, wirklich, das war ein Handwerk.
39:58Das wurde von den Vätern an die Söhne weitergegeben.
40:04Aber dann sagt der so zu mir, und was denkst du denn darüber?
40:08Also so moralisch gesehen.
40:10Da hab ich gesagt, Alter, wir gucken hier seit drei Minuten zu, wie dein Hund das Arschloch
40:16von meinem Hund leckt.
40:18Also moralisch sind wir durch.
40:23Ja, moralisch, ich bin ja halb Belgierin und die letzte Zeit krieg ich in Belgien immer
40:28diese Frage gestellt.
40:29Und, und, wie sieht's aus, ha?
40:30Wie läuft's bei euch?
40:32Wann ist es denn soweit?
40:33Wann ist es soweit?
40:34Wann sind die Deutschen rechts?
40:37Ja, hab ich auch nie verstanden.
40:39Und ich hab mich gefragt, ist das aus Neugier, ist das aus Interesse?
40:43Nein, Leute, es ist aus Angst.
40:45Diese Frage ist aus Angst.
40:47Denn im Gegensatz zu allen anderen europäischen Ländern können Deutsche rechts.
40:52Ja, es ist so.
40:54Wenn der Spanier unzufrieden ist, denkt der Maniana, also morgen.
40:58Wenn der Deutsche unzufrieden ist, denkt der, wir gründen ein Reich.
41:03Ja, bei dem Deutschen gibt es keine halben Sachen.
41:07Hier zieht man durch.
41:08Der Deutsche ist so wie im Thermomix.
41:10Maximal effizient und auf den Punkt genau.
41:14Ne?
41:15Ist das?
41:19Ja, ist so.
41:20Seid ihr ein Pärchen?
41:21Seid ihr ein Pärchen?
41:22Ihr seid ihr ein Pärchen?
41:23Wie lange seid ihr zusammen?
41:2413 Jahre.
41:2513 Jahre.
41:26Siehst du, ihr zieht durch, ne?
41:28Auch wenn's manchmal scheiße ist, oder?
41:30Aber es ist ja so, ne?
41:32Guck mal, die Holländer zum Beispiel, die haben ja auch versucht, rechts zu sein, ne?
41:35Unter Gerte de Wilders.
41:37Kennt ihr den?
41:37Der mit diesen blonden, hochtoupierten Haaren?
41:39Ich war total erschrocken, als ich den das erste Mal gesehen habe.
41:42Weil da dachte ich, Ursula von der Leyen reagiert jetzt.
41:48Der ist doch so, ne?
41:49Oder Holländer, wie die reden.
41:51Das klingt nicht nach Hass, das geht nicht rechts, ne?
41:54Alles ist da süß, alles ist lecker, lecker, lecker.
41:58Ja, ich hab mir auch Gedanken gemacht, wenn Hitler Holländer gewesen wäre, hätte nicht funktioniert, Leute.
42:03Weil wisst ihr, was Krieg auf Holländisch heißt?
42:06Ohrloch.
42:09Ja, damals, der alles bedeutende Satz von Goebbels, wollt ihr den totalen Krieg?
42:14Hätte auf Holländisch geheißen, will die de totale Ohrloch?
42:21Ja.
42:27Leute, da wär doch keiner an die Front gegangen, alle wären ins Piercingstudio gelaufen.
42:35Aber seien wir ehrlich, 25% rechts ist schon nicht wenig, ne?
42:40Also das heißt, jeder vierte, eins, zwei, drei, du.
42:45So, alle anderen lachen so, weil sie nicht erwischt wurden, ne?
42:49Nein, nein.
42:50Aber ich finde, da muss man was machen, ne?
42:52Und ich hab mir Gedanken drüber gemacht, wo fängt man da an?
42:55Natürlich bei den Kindern, ne?
42:57Aber woran erkenne ich jetzt, dass das ein Nazi-Kind ist?
43:00Oder einfach nur ein gut erzogenes Kind?
43:02Und deswegen hab ich mich mal auf den Spielplatz gesetzt und die Kinder da beobachtet.
43:06Und dann hörte ich, wie so ne Mutter sagt, Sören Daniel, du bekommst nur regionale Äpfel zu essen.
43:12War ich verwirrt.
43:13Ist das jetzt ne Mutter, die den Planeten retten will?
43:16Oder eine, die dem Kind sagt, dass es nur Äpfel aus dem Vaterland essen darf?
43:21Oder das Kind, das zum Beispiel im Sandkasten spielt und Burgen und Mauern baut und keinen reinlassen will?
43:28Ist das jetzt ein linkes, anti-autoritär erzogenes Arschloch-Kind?
43:33Oder ist das ein rechtes Kind, das weiß, wie man seine Staatsgrenzen schützt?
43:39Ja, ist doch so.
43:46Und ich sag euch, am Ende hab ich auch ne Gruppe rechte Kinder gesehen.
43:50Das waren fünf und die hatten eindeutig nen Führer.
43:54Mustafa, der Einzige mit nem Schnäuzer.
44:01Ich war verwirrt.
44:04Dankeschön.
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