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00:00Madame, er ist scharfzüngig, er ist intellektuell, er ist dabei immer sehr, sehr, sehr komisch, er hat sich auf die
00:05Suche nach dem Glück gemacht und was er noch entdeckt hat in diesem Jahr, was ja nun jetzt zum Ende
00:11geht, das bitte uns jetzt verraten, wir freuen uns, dass er natürlich da ist und uns heute die Ehre gibt,
00:15Florian Schröder.
00:22Florian, das war ein ereignisreiches Jahr, was hat es dir geliefert, was hat dich besonders aufgeregt und inspiriert, das Jahr
00:322025?
00:34Es war ein Jahr, das in jeder Hinsicht aufregend war, denn wir haben einen neuen Bundeskanzler, den ich mir seit
00:41Jahrzehnten gewünscht habe, endlich ist er da, Friedrich Merz, ein Mann, der wieder für die Emotionen steht und einer, der
00:48von dem, was er sagt, oft noch überraschter ist als wir.
00:53Und immer wenn ich ihn sehe, denke ich, du kriegst den Mann aus dem Sauerland, aber nicht den Sauerländer aus
00:58dem Mann.
00:59Da magst du recht haben. Jetzt, ich habe mal ein paar Sachen zusammengetragen, die für dieses Jahr irgendwie stehen, fangen
01:07wir mal mit einer banalen Geschichte an, die Veggie-Wurst darf nicht mehr Wurst genannt werden, das EU-Parlament hat
01:14gesagt, nein.
01:17Da sagst jetzt du, wie ich ja im Interview erfahren, da hat Markus Söder seine Finger im Spiel.
01:22Ich bin ziemlich sicher, weil Söder hasst ja Veggie-Wurst, wie wir wissen, und hat ja auch gesagt, Sie müssen
01:27sich vorstellen, was in den vergangenen Jahren passiert ist, mit dem ganzen veganen Zeugs, das ist unter alles auch Herr
01:33Mayer-Grobhardt, Sie wissen das genau, da gehen Sie an eine Wurstthäge, da sehen Sie, die normale Wurst, da ist
01:39die andere Wurst da, und die vegane Wurst, das ist im Grunde eine mittelwertige, eine minderwertige Wurst, das ist ja
01:44keine normale Wurst.
01:44Da sehen Sie, das ist der Tarnkappenbomber, die Herbstoffensive an den Wurstregalen, da nehmen Sie so eine Wurst, aber da
01:50landen Sie in der Notaufnahme, Sie sind vergiftet, Sie sind totkrank, und dann machen Sie Mischkonsum mit anderen veganen Produkten,
01:57Brokkoli, Dingel, und was passiert, Sie sind tot, Sie sind einfach tot.
02:00Der Veganismus ist so, die hat ja Ernährung, das muss weg.
02:12Ich bin jetzt nicht der klassische Wähler der Linken, aber ich muss sagen, die Heidi Reichenegg, immer wenn die gesprochen
02:21hat, die mich total beeindruckt, in ihrem Speed, in ihrer Leidenschaft, in ihrer Passion, ich war immer kurz davor zu
02:27sagen, na, vielleicht will ich doch mal die Linken, mach ich aber nicht, aber wie hast du sie empfunden?
02:31Und warum nicht, Hubertus, weil du dann doch zu langsam bist für Heidi Reichenegg.
02:34Wahrscheinlich, wahrscheinlich.
02:35Es ist eine Altersfrage, ich bin auch sehr begeistert, wenn ich Sie sehe, weil Sie dann immer sagen, meine Damen
02:39und Herren, wir wollen das einmal sagen, wir von der Linken, wir sind da dagegen, wir sind da komplett dagegen,
02:41wir sind gegen Zahlen, wir sind gegen Zahlen, wir sind gegen Zahlen, es darf nicht mehr alles gezählt werden, Zahlen,
02:45wollen nur eins, sie wollen neue Zahlen hervorheben, wir von der Linken sagen, wir müssen die Zahlen hervorheben, wenn wir
02:48die Zahlen hervorheben, können wir anfangen zu zählen, und wenn wir angefangen haben zu zählen, dann hören wir wieder auf,
02:52wenn das eigentlich das Ziel von der Linken ist, dass die, die oben sind, nach unten kommen, und die, die
02:56unten sind, die müssen nach oben kommen, aber ohne die Privilege, die, die hatten die, die sehr oben waren, wenn
02:59wir das geschafft haben.
02:59Ja, ja, wahrscheinlich, genau.
03:03Und glaube ich.
03:09Was ich nie für Möglichkeit habe, wenn man das Jahr so ein bisschen noch durchgeht, die junge Gruppe. Die junge
03:13Gruppe hat versucht, den Rentenkompromiss zu kippen.
03:17Merz hat gesagt, heute ist es durchgegangen, ich möchte nicht nur eine Mehrheit haben, ich möchte eine Kanzlermehrheit haben. Hat
03:22er gekriegt, ist Risiko gegangen, hat er gekriegt.
03:25Ähm, wie stark ist jetzt der Bundeskanzler, nachdem er die Kanzlermehrheit bekommen hat?
03:31Erstmal ist er stark, wie lange das bleiben wird, ist die Frage, denn die Koalition ist ja insgesamt sehr wackelig,
03:36man sieht ja, dass die, dass die Nervosität einfach sehr groß ist.
03:40Und er neigt ja jetzt nicht dazu, sich mit sehr vielen Leuten abzustimmen, sondern er hat ja eher so ein
03:44bisschen Gerhard-Schröder-Vibes, ne, nur auf konservativer Seite, nämlich einfach mal einen raushauen und zu sagen, wir machen das,
03:50wie ich das sage.
03:51Und wenn es so nicht gemacht wird, mache ich es trotzdem, meine sehr verehrten Damen und Herren. Und alles kann
03:56ich Ihnen sagen, Recht hatte ich schon immer.
03:58Ja, genau so. Sehr schön, ich darf Ihnen sofort vorbegeben.
04:05Ich bin gestern zwischen Berlin und Hamburg unterwegs gewesen mit der Bahn.
04:08Ja.
04:09Und irgendwie ist jeder Witz über die Bahn eigentlich gesagt, ja. Bis ich gelesen habe, was dir passiert ist auf
04:16der Fahrt von Berlin nach Magdeburg.
04:19Ja, ich hatte eine Show in Magdeburg, eine Preview-Show, wenn ich den Jahresüberschuss ausprobiere, dann mache ich immer so
04:24ein paar kleinere Theater und da fahre ich gerne nach Magdeburg.
04:28Und da hatte ich schon beim Nachgucken in der DB-App gar nicht fassen können, dass ein Zug, ein ICE
04:33von Berlin nach Magdeburg durchfährt.
04:36Da dachte ich, da steigst du ein und dann fahren wir los und dann halten wir in Spandau.
04:40Und dann dachte ich noch, warum sind wir jetzt in Spandau? Ja gut, wahrscheinlich irgendwie wieder mal rote Ampel oder
04:45so.
04:46Und dann standen wir da und dann kam die Durchsage, meine Damen und Herren, wir stehen in Spandau, denn wir
04:50wurden von der Fahrdienstleitung in die falsche Richtung geschickt.
04:54Ich wollte gerade sagen, nach Magdeburg kommt man eigentlich nicht in Spandau vorbei.
04:58Und ich bin wirklich, ich fahre seit vielen Jahren, wirklich monatelang nur Zug jedes Jahr.
05:03Aber die Durchsage, wir wurden in die falsche Richtung geschickt, die hatte ich noch nie.
05:07Und dann war die Ansage, was machen wir jetzt? Und dann hieß es, wir bleiben erstmal stehen.
05:11Da dachte ich, das kenne ich. Das ist bei der Bahn immer die Lösung.
05:14Und dann kam, wir fahren jetzt weiter nach Magdeburg. Wir fahren jetzt möglicherweise rückwärts hier raus.
05:19Wir sind geradeaus doch rausgefahren, also vorwärts. Wir fahren jetzt hier raus.
05:24Und dann habe ich so gesehen, wie wir so ganz langsam an Potsdam vorbei tuckern.
05:28Ich dachte, das ist doch ein ECE, was ist denn das für eine Geschwindigkeit?
05:31Und dann kam die Durchsage, wir müssen langsamer fahren. Der Lokführer kennt die Strecke nicht.
05:47Wenn ich in Zuge wieder jemanden sehe, der auf der Überholspur der Autobahn 70 fährt, sage ich, der Autofahrer kennt
05:54die Strecke nicht.
05:55Super. Du hast dich auf die Suche nach dem Glück gemacht, was ja eine sehr schöne Aufgabe für einen Kabarettisten
06:02ist.
06:02Wo hast du gesucht?
06:03Also an ganz verschiedenen Orten. Der Anlass war, ich habe in einer Bahnhofsbuchhandlung, in der ich ja häufiger bin, wenn
06:09ich nicht gerade auf Gleisen strande,
06:10da habe ich in diesem Bahnhofsbuchhandlung diese endlosen Glücksrate übergesehen und mir durchgelesen und habe gedacht, das ist unerträglich.
06:17Es steht überall der gleiche Blödsinn drin. Ich möchte ein Buch schreiben, das wirklich mal die Glückssuche der Menschen ernst
06:23nimmt
06:23und sich gleichzeitig über diesen Glückszwang, in dem wir leben, lustig machen.
06:26Und dann bin ich losgegangen, habe ein Live-Coaching besucht, habe mich für mehrere tausend Euro durchcoachen lassen.
06:32Dann war ich beim Taylor Swift-Konzert, habe das Glück der Swifties kennengelernt, was sehr interessant war.
06:37Ich habe einen LSD-Retreat besucht und LSD genommen.
06:40Ich war mit einem 80-jährigen Mann im Berghain in Berlin.
06:44Ich war auf der Galopp-Rennbahn, auf der Pferderennbahn, habe auf Pferde gewettet, um einfach mal das ganze Panoptikum des
06:52Glücks kennenzulernen.
06:54Und das war eine wundervolle Reise und daraus ist dieses Buch geworden, um mal wirklich nicht nur über das Glück
06:59zu schreiben,
06:59das man selbst nicht findet, sondern sich zu fragen, was ist dieses Glück eigentlich und warum ist die Suche heute
07:04oft so verzweifelt?
07:05Warum scheinen viele Menschen unglücklicher zu werden, obwohl sie immer stärker nach dem Glück suchen?
07:09Das Buch heißt Happy End, das ist ja ein bezeichnender Titel. Ist denn für dich Glück und Glücklichsein dasselbe?
07:15Nein, ich glaube, es gibt ein Glück eigentlich nur dann, wenn man nicht danach sucht.
07:20Und dieses Gerede von sich entscheiden, glücklich zu sein, da habe ich immer große Probleme damit.
07:26Man kann sich entscheiden für etwas, was dem eigenen Leben so was wie Sinn gibt oder wo man Freude oder
07:32irgendetwas vermutet.
07:34Und dann kann sich wie so etwas Drittes, kann sich da auch ein Glücksmoment einstellen.
07:38Aber je verzweifelter man dem hinterherläuft, desto mehr wird es wie so ein scheues Reh und verschwindet und man findet
07:43gar nichts.
07:43Sie geben gleich mal in die Runde, Barbara und ich, die Frage, wann ihr euch zum letzten Mal ein Glücksgefühl
07:49hattet.
07:49Ihr könnt ja schon mal nachdenken, aber vorher will ich dich fragen.
07:51Du hast auch einen Kurs besucht und zwar Gruppenkuscheln.
07:55Ja, richtig. Es gibt natürlich ein Kapitel über die Frage, was ist Liebe, was ist Sex heute.
08:02Und dann habe ich mich bei einer Kuschelparty angemeldet.
08:05Und da muss man zunächst sagen, das ist eine Sache, die für sehr viele Menschen sehr viel bedeutet,
08:10weil es eine Möglichkeit ist, frei von Sexualität Zärtlichkeit zu erleben.
08:15Man bleibt angezogen und sich zu berühren.
08:18Und das Spannende ist, für mich war es ein bisschen fremd, aber man lernt am Anfang...
08:23Kannten die dich?
08:24Ein paar Leute, ja, doch durchaus, aber ich habe gesagt, dass ich da auch kuscheln möchte.
08:29Und...
08:29Natürlich.
08:30Aber man lernt am Anfang etwas, man lernt am Anfang etwas, das ist sehr sinnvoll, nämlich Distanz.
08:35Drei Jahre Schauspielschule, nur Kuscheln.
08:37Ja, glaube ich, aber da bleibt man nicht angezogen, wie ich die Schauspieler kenne.
08:40Nein, wir haben das Ganze professionell gemacht.
08:43Aber jetzt pass auf, und dann ist es so, du lernst zunächst die Distanz, also wie lehnst du zum Beispiel
08:47eine Hand, die dich vorsichtig berührt, wenn ich dich kurz berühren darf, also wirst du berührt.
08:51So, und wie lehnst du diese Hand jetzt ab, ohne dass du mir das Gefühl gibst, ich bin ein Arschloch,
08:55und mir das Gefühl zu geben, dass ich gleich zudringlich werde.
08:58Das ist eine sehr interessante Lektion, weil das lernen wir ja nie.
09:01So, anschließend kuschelt man...
09:03Aber wie lehnt man das ab?
09:05Siehste, wunderbar, zeige ich dir gleich.
09:06Okay, ich fasse dich jetzt an, du lehnst mich ab.
09:08Genau, und ich lehne dich zum Beispiel ab, indem ich jetzt deine Hand vorsichtig zurückführe, aber dich dabei freundlich angucke,
09:15den Blick halte und nicht so mache, fass mich nochmal an, wenn ich jetzt so mache, die Bordecki, klar, die
09:21Finger hat wieder und so, das ist es eben nicht.
09:23Das macht man nicht, sondern das zu tun, ohne dabei gleich eine Emotion zu haben, das ist tatsächlich ganz interessant.
09:29Anschließend wurde dann gekuschelt, da wurde es für mich ein bisschen fremd, weil ich einfach gemerkt habe, ich kann mit
09:33wildfremden Menschen nicht kuscheln.
09:35Und dann habe ich mich an so eine Viererkette rangelegt, die da schon gekuschelt hat.
09:39Und dann habe ich zu der Dame gesagt, die da lag...
09:41Also Löffelchen.
09:42Ja, ja, so etwa Löffelchen, ja, in deiner Welt.
09:44Aber ich habe ja Enzymlöffelchen.
09:45So, und dann habe ich mich dran, habe ich so vorsichtig, darf ich, und dann sagte die zu mir, probieren
09:50wir es mal.
09:51Und dann fühlte ich mich schon so geduldet.
09:54Und dann gab es so einen Stuhl, da konnte man sich verwöhnen lassen, also massieren lassen.
09:59Da habe ich schon das Wort verwöhnen irritierte mich, weil das kämpft mich aus so schlechten Sex.
10:03Du hast ja gesagt, kein Sex, also verwöhnen schon, aber kein Sex.
10:06Ich habe nur angezogen, genau, das ist so, jetzt kommt noch der gut bestückte Jochen dazu und verwöhnt dich und
10:10so, da wollte ich das auch nicht.
10:13Das will man ja nicht.
10:14Wir können ja mal ganz kurz mit der Bitte um eine kurze Antwort, Moritz, das letzte Mal ein Glücksgefühl gehabt.
10:19Heute Morgen aufgestanden, meinen Sohn gesehen und geküsst, mehr brauchst du nicht.
10:24Glücksgefühl?
10:25Boah, ich glaube, dass ich ein sehr glücklicher Mensch bin, also ich habe das jeden Tag.
10:29Ich auch.
10:31Ich bin jetzt gerade glücklich.
10:32Ich bin auch gerade glücklich.
10:34Als ich heute angetroffen bin, hatte ich ein richtiges Gefühl.
10:37Als ich hier angekommen bin.
10:38Nach gar keinem Problem.
10:39Jetzt hast du ja herausgefunden, dass der Mensch, also wir alle sind ja eine sehr glückliche Runde, ein Glücksgefühl hat
10:46wie ein U.
10:47Das heißt, du bist am Anfang, wenn du jung bist, glücklich, dann rauscht das in der Mitte des Lebens runter.
10:52Und am Ende, selbst wenn du Schmerzen hast und weißt, die Geschichte geht irgendwann bald zu Ende, weil bist du
10:59wieder glücklich.
10:59Genau, und das war tatsächlich sehr interessant.
11:01Das ist eine Studie, die vor 20 Jahren gemacht wurde und die seither immer wieder bestätigt wurde.
11:05Die so zeigt, in etwa ist das menschliche Leben eine U-Kurve.
11:08Also das heißt, man hat sehr glückliche Jahre, so mit Anfang 20.
11:11Klar, man geht ins Leben voller Hoffnungen, voller Wünsche, ohne Enttäuschungen.
11:16Und gegen Ende des Lebens, so mit 60, 70 geht es auch nochmal hoch, weil dann sagt man, ich habe
11:20viele Enttäuschungen, keine Hoffnungen, keine Erwartungen.
11:22Wenn ich jetzt, wann dann?
11:23Jetzt ist es auch schon wurscht, jetzt beginne ich mal eine Kreuzfahrt oder so.
11:26Der Witz ist aber tatsächlich, dass die oft glücklichsten Menschen die Älteren sind.
11:32Und zwar aus dem einfachen Grund, weil sie nicht mehr diese Hektik haben, von etwas davonlaufen zu müssen oder etwas
11:39hinterherlaufen zu müssen.
11:40Man kennt das, mit 20 ist man froh, dass man gut hört.
11:43Mit 70 ist man froh, wenn die Verwandten kommen und kann das Hörgerät mal abschalten.
11:47Und das heißt, die Älteren sind, und das zeigen auch die aktuellen Studien, zum Beispiel die mit 100-Jährigen, die
11:54sind alle krank.
11:55Die haben alle Beschwerden, Probleme körperlicher Art, aber sie sind wesentlich zufriedener, wesentlich glücklicher als viele Jüngere, weil sie so
12:05etwas empfinden wie Dankbarkeit.
12:06Und weil sie das Gefühl haben, sie können etwas weitergeben.
12:10Und das war sehr interessant, das zu erleben, weil ich dann auch mit einem ganz tollen 80-Jährigen im Berghain
12:15war und auf seinem Grab war.
12:17Also in dem Club, dem Club Berghain, genau.
12:19Genau, und auch mit ihm auf dem Friedhof war, um zu sehen, was ist das eigentlich für ein Glück am
12:22Ende des Lebens.
12:23Und das, was Aristoteles mal nannte, die Glückseligkeit, das ist ja etwas, was wir ein bisschen vergessen haben.
12:28Das ist ja nicht das schnelle Glück, also dieses, ich jage etwas hinterher, ich möchte Besitz anhäufen oder sonst irgendwas.
12:34Sondern dieses Gefühl der Glückseligkeit heißt ja, ich bin angekommen mit einer gewissen Ruhe und es hat eben nichts mehr
12:42zu tun mit dem Glücksstreben und diesem Glückswahn, der uns heute ständig umgibt, der uns sagt, nur wenn du glücklich
12:49bist, bist du ein guter Mensch.
12:51Das ist ja die Perversion der Gegenwart.
12:52Sondern es ist umgekehrt, wenn du ein gutes Leben führst oder ein gutes Leben geführt hast, dann kommt vielleicht so
12:59etwas wie ein Gefühl der Glückseligkeit.
13:01Also Glück ist auch ein Mangel an Bedürfnissen, dass man sich bescheidet und sagt, ich setze meinen Fokus auf das,
13:09was ich habe und nicht meinen Fokus auf das, was ich gerne hätte.
13:12Ja, genau. Und indem ich nicht permanent allem hinterherjage, was unbedingt erreicht werden muss, aber vielleicht gar nicht zu erreichen
13:20ist, sondern auch gar nicht erreicht werden soll.
13:22Bitte mal eine ganz schnelle Antwort. Sind schlanke Menschen glücklicher als dicke oder sind dicke Menschen glücklicher als schlanke?
13:29Das kommt sehr darauf an. Es gibt Menschen, die nach Diäten tatsächlich glücklicher sind, wenn sie so ihr Leben wirklich
13:34umstellen.
13:36Tatsächlich ist es so, dass Männer wesentlich zufriedener sind, auch wenn sie deutlich dicker sind.
13:42Weil Männer, sobald sie sich mit anderen dicken Männern umgeben, sagen, ist doch schon alles in Ordnung, deren Frauen viel
13:47früher Selbstzweifel kriegen, obwohl es noch gar keinen Grund gibt, welche zu haben.
13:50Florian Schröder, meine Damen und Herren, ich freue mich. Vielen Dank.
13:53Vielen Dank.
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