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00:00I was at the point where I couldn't anymore and I didn't think super crazy about it,
00:05but just instinctive decided that I really need a cut.
00:10That was the first moment I was totally egoistic and just after my feeling,
00:19what I need now, what feels right for me, I decided.
00:23If I have everything out of my life and gave me what I made out of my life,
00:29then I'll see you later.
00:34Schön, dass ihr alle da seid.
00:36Schön, dass du heute da bist, Bianca.
00:38Dankeschön, ich freue mich.
00:39Ich freue mich auch sehr.
00:40Du bist eine der OGs von YouTube.
00:43Du hast 2012 angefangen, als es noch keine Influencer oder YouTuber gab in Deutschland.
00:48Du hast Millionen Abos, Fans jahrelang begeistert und eine ganze Generation geprägt.
00:55Viele Leute sind mit dir aufgewachsen.
00:58Du hast einen großen Einfluss gehabt auf sehr viele.
01:01Aber dann kam auf einmal ein großer Bruch.
01:04Du warst weg und jetzt ist alles anders als vorher.
01:07Wir schauen erst mal rein, wie alles angefangen hat.
01:11Das ist mein erstes Video, ne?
01:12Hallo, ich bin Bianca und hier heute mein erstes Tutorial für euch.
01:16Und zwar zeige ich euch, wie ihr eure Haare an der Kopfhaut flechten könnt.
01:19Viel Spaß!
01:20So, und dann kann es auch schon losgehen.
01:22Trennt nun einfach eine dünne Haarsträhne ab und fixiert euren Zopf dann einfach mit eurer Haarspange an der Kopfhaut.
01:31Ja, und dann seid ihr erst mal fertig.
01:33Ich hoffe, mein Video hat euch gefallen und bis zum nächsten Mal!
01:45Das war im Dezember 2012.
01:47Was denkst du, wenn du das jetzt siehst?
01:49Ich weiß nicht.
01:50Ich finde es irgendwie süß.
01:53Ja.
01:54Es ist auch mega süß.
01:55Erzähl mal, wie alt warst du da und was war das für eine Zeit in deinem Leben?
01:58Wie sah dein Leben da aus?
02:00Also, ich war glaube ich 19.
02:02Ich bin sehr gut im Kopfrechnen.
02:04Ja, wie sah mein Leben da aus?
02:06Ich war gerade mit dem Abitur fertig und hatte angefangen zu studieren und aber auch gemerkt, dass es nicht so
02:14ganz meins ist.
02:15Und dann kam YouTube in mein Leben.
02:17Und es war tatsächlich eine Zeit, wo ich selbst überhaupt herausgefunden habe, dass es YouTuber gibt.
02:22Und dann dachte ich mir, das probiere ich auch mal aus.
02:25Wen hast du da so angeschaut damals?
02:28Ich glaube, der erste YouTuber, den ich gefunden habe, war der Timo von LionTV.
02:32Ah ja?
02:32Ja.
02:33Oh ja, das waren Zeiten.
02:34Liebe Grüße, Timo.
02:37Und wann war das so ein Moment, in dem du gemerkt hast, okay, das ist jetzt mehr als nur ein
02:42Hobby, da könnte richtig was draus werden?
02:44Wie war das?
02:45Also, fuck, kann ich dir nicht genau beantworten. Ich weiß noch, wie ich meinen ersten Kommentar bekommen habe.
02:49Das war auf jeden Fall...
02:50Den allerallerersten überhaupt?
02:52Ja.
02:52Also, ich weiß nicht mehr, was das war, aber das war so ein krasses Gefühl.
02:55Weil in dem Moment hast du realisiert, dass sich das wirklich echte Menschen anschauen, ne?
02:59Ähm, genau.
03:00Also, bei mir war es tatsächlich so, dass ich sehr schnell, nachdem ich angefangen habe,
03:05damit auch Geld verdient habe tatsächlich.
03:08Und dann, du bist jung und es ist alles aufregend.
03:12Und dann war das natürlich schon ein großer Anreiz auch zu sagen, boah, das mache ich jetzt weiter.
03:15Das lohnt sich irgendwie auf mehreren Ebenen.
03:18Habt ihr eigentlich alle damals Bibis Beauty Palace geschaut?
03:50Ja.
03:51Also, das ist ja...
03:52Man kann sich gar nicht vorstellen, wie krass das eigentlich damals war.
03:55Ja.
03:55Wie war das denn für dich?
03:57Also, man fängt ja an und rechnet niemals mit sowas.
04:01Also, das ist ja...
04:02Ich kann mich an meine...
04:03Ich glaube, ich kann mich gerade an meine 100.000 Abos mehr erinnern als meine eine Million Abos.
04:08Aber das ist jeden Meilenstein, den man da irgendwie erreicht.
04:11Das ist Wahnsinn.
04:13Ja.
04:13Und hat man sich dann irgendwann daran gewöhnt?
04:17Schon, ja.
04:18Doch.
04:18Auf jeden Fall.
04:19Also, es ist trotzdem jedes Mal wieder was voll Besonderes und man hat jedes Mal diesen
04:23Moment, wo man sagt, boah, man kann das gar nicht fassen und realisieren, dass das wirklich
04:27alles Menschen sind.
04:28Aber natürlich gewöhnt man sich daran.
04:30Was war denn der Moment für dich, als du plötzlich gesagt hast, ich kann nicht mehr,
04:34ich will nicht mehr, weil jeder kannte dich auf den Straßen.
04:38Du wurdest belagert.
04:39Du warst so ein Riesenstar in Deutschland.
04:42Ja.
04:42Und dann war plötzlich Bibi weg und dann hat man gar nichts mehr von dir gehört.
04:47Ja.
04:49Also, bei mir war ja erst der Umbruch privat, dass ich mich dann von meinem Mann getrennt
04:56habe.
04:57Und ich glaube, das hat sehr viel ins Rollen gebracht, weil ich dadurch mein komplettes
05:01Leben von A bis Z hinterfragt habe.
05:03Und ich glaube, ich habe die Entscheidung, glaube ich, gar nicht so richtig bewusst getroffen,
05:09sondern mein Körper hat das einfach gemacht.
05:12Ich war an einem Punkt, ich konnte nicht mehr und ich habe gar nicht super krass drüber
05:17nachgedacht, sondern einfach instinktiv entschieden, dass ich jetzt wirklich einen Cut brauche.
05:24Aber warum konntest du nicht mehr?
05:27Mein Leben in der Öffentlichkeit war schon sehr fordernd.
05:33Und auch die Situation, die ich damals familiär und privat gelebt habe, das alles so verstrickt
05:38war, war teilweise sehr, sehr schwierig.
05:45Abgesehen davon, dass ich auch einfach Workaholic war, ich habe einfach immer gearbeitet.
05:49Vielleicht hatte ich auch sowas wie ein Burnout oder so.
05:52Ich war aber in diesem Leben, in den ganzen Entscheidungen, in diesem Konstrukt so gefangen, dass ich
05:58das in dem Moment mir auch gar keine Zeit genommen habe in dem Moment, das wirklich zu begreifen.
06:03Aber ich habe das gespürt irgendwann.
06:05Und dieses Gefühl ist immer doller geworden.
06:07Und irgendwann kann man sowas nicht mehr unterdrücken.
06:09Und dann ist es einfach rausgekommen.
06:11Und es hat lange gedauert, bis ich das wirklich realisiert und verstanden habe, was eigentlich
06:16mit mir los ist.
06:17Und du hast dich dann zurückgezogen, ohne dich zu verabschieden, ohne irgendwas zu sagen?
06:22Ja.
06:22Warum?
06:24Also die Frage gab es gar nicht in meinem Kopf, muss ich jetzt, mache ich jetzt?
06:28Sondern das war, glaube ich, der erste Moment, wo ich, bezogen so auf Social Media, völlig
06:33egoistisch gehandelt habe und einfach nur nach meinem Gefühl, was brauche ich jetzt, was
06:37fühlt sich gerade richtig für mich an, entschieden habe.
06:40Ich habe auch fast monatelang mein Handy nicht in der Hand gehabt.
06:44Also natürlich ab und zu mal, aber ja.
06:47Wahnsinn.
06:47Vor allem, das muss, glaube ich, emotional eine Riesenherausforderung sein.
06:51Wenn du deinen kompletten Lebensinhalt annullierst, weißt du noch, was du am ersten Tag danach gedacht
06:57hast?
06:59Lustigerweise habe ich heute in meiner Insta-Story ein Zitat aus meinem Buch dazu gepostet.
07:04Da habe ich, also ich weiß nicht mehr ganz genau, aber so ein bisschen, wenn ich alles aus
07:08meinem Leben gestrichen habe und aufgegeben habe, was mich ausgemacht hat, wer und was
07:12bin ich dann eigentlich noch?
07:13So ein bisschen in die Richtung, ja.
07:14Und was ist die Antwort?
07:16Ähm, ich kann, also zu dem Zeitpunkt konnte ich sie nicht beantworten.
07:20Und das hat auch sehr lang gedauert.
07:21Kannst du sie jetzt beantworten?
07:23Auf jeden Fall, ja, ein bisschen.
07:25Aber ich glaube, dass man es vielleicht auch nie beantworten kann.
07:28Ich habe immer gedacht, wenn ich mich genug mit mir selbst auseinandersetze, weiß ich irgendwann
07:32genau, wer ich bin und was ich will.
07:34Aber ich glaube, dass wir jeden Tag neu aufstehen und das auch neu herausfinden dürfen und
07:39uns weiterentwickeln dürfen und morgen anders ist als heute und gestern.
07:43Ähm, aber generell weiß ich jetzt schon, dass ich ein Mensch bin, der deutlich mehr Ruhe
07:49auch mal ab und zu braucht, als ich mir früher genommen habe und dem Tiefe sehr wichtig ist.
07:55Und ich habe so das innere Bedürfnis in mir, was Gutes tun zu wollen irgendwie.
08:01Du hast ja auch noch, ich glaube, direkt nach den Trennungen hast du mit einer Therapie begonnen.
08:05Ja.
08:06Hat die dir vielleicht auch geholfen, zu wissen, wer oder was du bist?
08:09Also auf jeden Fall hat mir das sehr geholfen.
08:12Ähm, ich glaube, ein paar Tage nach der Trennung hatte ich direkt mein erstes Therapiegespräch
08:16und das war schon echt wichtig für mich, ähm, weil da echt auch nochmal ganz andere
08:22Themen irgendwie aufgekommen sind, die auch bis dahin gar keinen Platz in meinem Leben irgendwie
08:26hatten.
08:27Und das hat mir, äh, sehr geholfen, mich zu finden.
08:31Einfach sich auf irgendeine intensive Art und Weise mit sich und seinem Leben auseinanderzusetzen,
08:35zu begreifen, ähm, wieso sich gewisse Dinge so anfühlen, wie sie sich angefühlt haben,
08:41warum das Leben sich in die Richtung entwickelt hat und es war Therapie-slash-Coaching auch
08:46so ein bisschen, um herauszufinden, was will ich jetzt eigentlich mit meinem Leben?
08:50Weil das war wie ein Neustart für mich.
08:51Ich musste erst mal herausfinden, wie ich eben schon gesagt habe, wer bin ich eigentlich
08:54und was wünsche ich mir eigentlich für mein Leben?
08:56Was brauche ich?
08:57Was will ich nie wieder?
08:58Also hört sich an, als hättest du die zwei Jahre wirklich für dich genutzt und hast
09:02viel gelernt und auch gemacht.
09:04Was ich mich oft gefragt habe, weil ich auch, viele Leute haben ja zwischendrin geguckt,
09:10haben mich gefragt, guckt sie wohl mal rein?
09:12Hast du ja gerade schon gesagt.
09:13Und vor allem war es ja so, jeder hat gedacht, wo bist du, wann kommst du wieder, was machst
09:17du, was geht bei dir?
09:18Es gab ja nie Fotos von dir oder so.
09:21Also haben dich mal Leute fotografiert oder hast du das dann unterbunden oder wie konntest
09:25du zwei Jahre eigentlich einfach weg sein?
09:30Also am Anfang sind mir sogar Paparazzis ins Ausland hinterher geflogen.
09:37Also das war schon klar.
09:39Ja.
09:39Nach Italien haben die mich verfolgt.
09:42Was?
09:42Ja, das ist doch klar.
09:43Also für mich war das so, das ist doch klar.
09:45Jeder wollte wissen, wo du bist.
09:46Und Paparazzi…
09:47Für mich war das nicht klar.
09:48Also das geht natürlich gar nicht und das ist überhaupt nicht okay.
09:51Ja, ja, klar.
09:51Aber so, ich so, aus Konsumentensicht.
09:55Nein, aber so wie Popkultur funktioniert, ist es ja klar, so du bist weg.
10:01Ja, also am Anfang habe ich auch noch Fotos auf der Straße gemacht.
10:05Also für alle, die es nicht wissen, ich habe wirklich immer mit jedem, egal zu welcher
10:09Tage, so Nachtzeit, egal wie es mir ging und wie ich aussah, immer ein Foto gemacht.
10:13Ich konnte nie Nein sagen.
10:14Und dann irgendwann war so ein Moment, wo ich gedacht habe, das fühlt sich irgendwie
10:19nicht mehr richtig an und habe für mich entschieden, ab jetzt mache ich erstmal keine Fotos mehr.
10:24Und das war so eine Überwindung für mich.
10:26Aber ich glaube, dass ich das so krass ausgestrahlt habe.
10:29Wirklich, ab dem Moment hat mich fast nie mehr jemand nach einem Foto gefragt.
10:33Das war so crazy.
10:35Ich muss das so krass ausgestrahlt haben.
10:37Ich habe das ja auch nirgendwo gesagt.
10:39Und ja, dann war der Part auf jeden Fall schon mal weg.
10:42Nee, aber ich muss auch ganz ehrlich sagen, ich habe das alles nie verfolgt in der Zeit,
10:47wo ich offline war.
10:49Ach stimmt, vielleicht wusstest du.
10:50Ich kann dir sagen, da war nichts.
10:51Okay, schön.
10:52Ich habe es verfolgt.
10:54Wann kam denn für dich aber der Entschluss, dass du gemerkt hast, okay, ich glaube,
10:58ich komme jetzt doch zurück?
11:00Also zeitlich kann ich das gar nicht genau einordnen.
11:03Aber irgendwann habe ich so einen inneren Drang in mir gespürt, Instagram wieder aufzumachen
11:09und bin reingegangen.
11:10Und dann habe ich mir so mein Profil angeguckt und dann ist mein Blick immer auf meiner Followerzahl
11:15hängen geblieben.
11:16Und ich dachte mir, das ist so krass, dass so viele Menschen irgendwann mal sich dazu
11:22entschieden haben, mir auf Folgen zu drücken.
11:24Und es hat sich irgendwie falsch angefühlt, diesen Kanal einfach so wegzuschmeißen, weil
11:28ich einfach die Chance nutzen möchte, all diese Menschen mit was Positivem zu erreichen,
11:33was deren Leben vielleicht irgendwie positiv verändern kann.
11:37Dann hat es aber nochmal so lange gedauert, bis ich wieder was gepostet habe.
11:40Also ja.
11:41Und dann hast du was gepostet und dann warst du Bianca Heinecke.
11:45Also du warst ja auch schon vorher, aber dann warst du es auch für alle anderen, die
11:49zugeschaut haben.
11:50Warum war das für dich so wichtig, dich auch von der alten Baby abzugrenzen?
11:55Ich glaube, ich wollte für mich auch auf Social Media irgendwie einen Cut machen, dass die
12:00Leute verstehen, dass sich jetzt was ändert.
12:03Weil für mich war ganz klar, es muss sich ganz viel ändern.
12:07Zum Beispiel, dass man nicht mehr so auf die Reichweite und sowas achtet, sondern eher
12:11Dinge macht, die wirklich aus mir herauskommen und die mir wichtig sind und so.
12:15Und das hat man ja nicht nur im Namen, auch im Content gesehen.
12:18Wir schauen mal rein, wie krass die Veränderung ist vom alten Content zum jetzigen Content.
12:24Hallihabe meine Lieben, heute gibt es von mir eine Art Roll.
12:27Dann habe ich eine Rufelrolle, meine Haarekommis und Haarspannen, einen Massageball geholt.
12:39Seitdem ich darauf achte, Balance in meinem Leben und Alltag zu haben, sehe ich alles um mich
12:45herum viel klarer.
12:47Veränderung bedeutet immer Arbeit und deswegen ist hier der Wille so entscheidend.
12:51Denn wenn du willst, dann bist du auch bereit zu machen.
12:55Auch wenn es Schwierigkeiten und Anstrengungen mit sich bringt.
13:05Was ist dir heute wichtig, wenn du Content produzierst?
13:08Auf jeden Fall Spaß haben, so wie damals auch.
13:12Und mir ist es auf jeden Fall voll wichtig, dass mein Content irgendeinen Mehrwert bringt,
13:19an mir gemessen.
13:21Ich kann eh nicht entscheiden, wie die Leute darauf reagieren, was sie daraus mitnehmen.
13:24Aber wenn ich das Gefühl habe, das kann irgendwem da draußen irgendwas Positives mitgeben,
13:30dann ist es, glaube ich, für mich gelungener Content.
13:40Deine ganze Veränderung wird ja in den Medien hoch und runter diskutiert.
13:44Die einen lieben es, die anderen verstehen es nicht.
13:46Wie gehst du denn damit um bei diesen Stimmen, die sagen, was soll dieser Weg jetzt?
13:51Ich kann das nicht nachvollziehen.
13:52Also am Anfang ist es mir schon schwer gefallen, weil ich mich ja auch erstmal irgendwie in einer neuen Rolle
13:57zurechtfinden musste.
13:58Und heute, muss ich sagen, bin ich so dankbar, dass ich das exakt so gemacht habe und nicht so einen
14:06smoothen Übergang oder so gewählt habe.
14:09Weil ich glaube, jetzt ist vielen Leuten klar, dass es wirklich authentisch ist und nicht gespielt.
14:16Und weil ich nach meinem Comeback wirklich zu 100% ich war und nicht für Social Media mich wieder verändert
14:21habe, um die Leute langsam ranzuführen.
14:23Aber ich kann es natürlich verstehen, wenn es für viele Leute echt schwierig ist, weil es eine enorme Veränderung ist
14:29in der Art und Weise, wie ich jetzt Content mache, welche Themen ich anspreche.
14:34Und das ist auch voll okay. Also ich kann das echt nachvollziehen.
14:39Ja, du veröffentlichst ja jetzt bald auch dein eigenes Buch.
14:43Ja.
14:43Und dieses Buch hat so einen spannenden Titel, aber noch spannender finde ich, was hinten drauf steht.
14:47Weil vorne drauf steht, wie man Geschichte schreibt, denn dein Leben verändert die Welt.
14:52Und hinten drauf steht, bist du mutig genug, dieses Buch zu öffnen?
14:57Ja.
14:58Warum braucht man Mut, um dein Buch zu öffnen?
15:01Ich glaube, man braucht Mut, um das Buch zu öffnen, weil das Buch dich verändern wird.
15:10Es zwingt einen ein bisschen, klingt negativ, aber ich glaube, es ist sehr positiv, sich mit gewissen Themen auseinanderzusetzen, die
15:18automatisch beeinflussen, dass man sich mit sich selbst und seinen Entscheidungen und Gedanken und Taten auseinandersetzt.
15:25Und aus meiner eigenen Reise mit mir selbst kann ich sagen, dass das oft unangenehm auch sein kann und dass
15:31das schwierig sein kann und anstrengend sein kann.
15:34Hast du noch so einen kleinen Teaser, so einen kleinen Spoiler für uns aus deinem Buch?
15:39Also ich sage immer, ich wünsche mir so sehr, dass die Leute das Buch lesen, dann zuklappen und verstehen, wie
15:45wunderschön es ist, Verantwortung zu übernehmen.
15:48Weil ich glaube, dass wir in einer Gesellschaft leben, wo wir mit so viel konfrontiert werden, dass wir Verantwortung oft
15:53als was Negatives empfinden.
15:55Und wenn wir begreifen, wie mächtig wir eigentlich sind und wie wunderschön es eigentlich ist, Verantwortung für unser eigenes Sein
16:02und Handeln zu übernehmen, dann, das ist wie eine Superpower in uns, die entfacht.
16:07Und die kann einem so viel geben und einen so stark machen und das wünsche ich mir eigentlich für die
16:13Leute, dass das Bewusstsein dafür irgendwie reift und dass die Leute sich dadurch ganz stark fühlen.
16:20Das ist so schön, was du sagst.
16:28Wir von Dieb und Deutlich, wir gehören ja zum NDR und zu Funk.
16:31Das ist ja so das junge Netzwerk von ARD und ZDF.
16:35Und wir wollen natürlich Menschen auch Orientierung schenken.
16:37Umso schöner, dass du auch dabei bist.
16:39Wenn du jetzt auf die 20-jährige Bianca zurückblickst, was würdest du ihr aus heutiger Sicht gerne sagen?
16:46Ich würde sagen, liebe Bianca, du darfst dir Zeit nehmen, um auf deine Gedanken und Gefühle zu hören.
16:54Und dein Bauchgefühl ist meistens das Richtige.
16:57Und du darfst auch mutig genug sein, dich mal aus allem zu entziehen, egal was alle Stimmen um dich herum
17:03sagen.
17:05Denn am Ende lebst du dein Leben und danach solltest du Entscheidungen treffen.
17:10Danke, dass du heute hier bist. Danke für deine Offenheit.
17:14Und danke für eure Rundfunkgebühren, weil sonst können wir die Leute gar nicht machen.
17:19Noch mehr Talks von Dieb und Deutlich gibt es hier in der ARD Mediathek.