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  • 2 days ago
Transcript
00:00Frau Friedrich möchte damit sagen, dass die Weinbank momentan nicht zugänglich ist.
00:05Wir hatten gestern einen Einbruch und ein Großteil der Bestände wurde gestohlen.
00:11Ich fühle mich von dir hintergangen.
00:12Was glaubst du denn, wie ich mich gefühlt habe? Nach deiner Nacht mit Ole.
00:16Ach komm, vergiss die Reise.
00:17Es war eine blöde Idee.
00:19Also nach reichlicher Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen,
00:22dass ich die Werkstatt wieder übernehmen möchte.
00:25Ich habe die Werkstatt gerade eben verkauft.
00:30I'm worn and painted by the sun.
00:32And it's in my eyes.
00:34And it's in my eyes.
00:37Caught by the rapture of the dawn.
00:40And a restless sky.
00:42And a restless sky.
00:46This is my life.
00:48This is my life.
00:50This is the way to find my own.
00:54This is my life.
00:56This is my life.
00:57This is the world where I belong.
01:03I'm rolling on.
01:06I'm rolling on.
01:15Verkauft?
01:18Ich hatte ein gutes Angebot.
01:22Und das sagst du mir erst jetzt?
01:23Das war eine spontane Entscheidung.
01:31Die Schumacher Werkstatt.
01:33Lüdern ist ein Traditionsbetrieb.
01:36Den gibt er nicht einfach in fremde Hände.
01:37Ich hätte doch nicht ahnen können,
01:39dass du die Werkstatt auf einmal wiederhaben möchtest.
01:41Du bist im Ruhestand.
01:44Mein Gott, gestern wolltest du noch nach Brasilien auswandern.
01:46Du hättest mich fragen müssen, wenn du meine Werkstatt verkaufst.
01:50Es ist nicht mehr deine Werkstatt, sondern es ist jetzt meine Werkstatt.
01:55Du hast sie mir überschrieben.
01:57Und somit ist es meine Entscheidung, was ich damit mache.
02:05Die Versicherung übernimmt natürlich den Schaden.
02:09Diese Weiner haben einen ideellen Wert für mich.
02:11Den kann keine Versicherung der Welt ersetzen.
02:13Herr von Sternig, ich werde tun, was ich kann, um Ihre Sammlung zurückzuholen.
02:17Bitte nehmen Sie einen Moment Platz.
02:18Ich will mich nicht setzen.
02:19Ich will zur Weinbank den Schaden mit eigenen Augen sehen.
02:23Gut, ich habe kurz was mit Herrn Flickenschild zu besprechen
02:25und dann gehen wir gemeinsam.
02:29Ich nehme Ihnen die Kiste mal so lange ab.
02:31Lassen Sie nur. Bei mir ist sie sicherer.
02:35Ja.
02:40Herr von Sternig ist außer sich.
02:43Verständlicherweise.
02:45Sie hatten doch besprochen, dass ich mir erst etwas überlege
02:47und ihm dann von dem Einbacher erzähle.
02:49Ja, aber jetzt stand er vor Ihnen.
02:51Ja, und?
02:52Ich war damit einverstanden, Herrn Sternig etwas später zu informieren,
02:56aber nicht ihn zu belügen.
02:57Ich habe nicht...
02:57Begleiten Sie bitte Herrn von Sternig in die Weinbank.
03:00Ich bin in Möhre.
03:11Ich habe es nicht geplant, die Werkstatt zu verkaufen.
03:14Vorgestern hat der Kohlmeier...
03:15Der Kerl, der gestern hier war, ja, als ich dich zum Essen eingeladen habe.
03:19Er übernimmt den Mietvertrag, hm?
03:20Er übernimmt den Mietvertrag und zahlt eine Ablöse von 12.000 Euro
03:23für die Maschinen und den Kundenstand.
03:25Mein Lebenswerk, ja.
03:28Reißt sich jetzt irgend so ein Kohlmeier unter den Nagel?
03:32Kohlmeier? Und er reißt es sich nicht unter den Nagel, sondern er zahlt dafür?
03:36Mit einem Judaslohn.
03:37Mit Geld. Geld, das ich sehr gut in meinen Spitzenschuh weginvestieren kann.
03:41Ja, sicher. Da ist es gut angelegt.
03:47Ich kann nicht beides gleichzeitig.
03:49Handwerksbetrieb führen und Schuhe-Design? Da kommt beides zu kurz.
03:55Ich habe gedacht, du genießt den Ruhestand.
03:57Warum willst du denn mit 70 nochmal eine Firma ans Bein binden?
04:03Hallo, Frau Christian.
04:05Hallo, Herr Kohlmeier.
04:06Kohlmeier.
04:09Haben Sie jetzt Zeit, die Übergabe zu besprechen?
04:10Ja, natürlich. Kommen Sie rein. Möchten Sie einen Kaffee?
04:13Lasst euch nicht stören.
04:37Hey, Merle. Wo seid ihr? In Spanien?
04:41Schön wär's.
04:42Nein, wir stecken kurz hinter Orléans. Der Wagen hat's schlapp gemacht und ich glaube, gleich regnet's auch noch.
04:48Irgendwas Schlimmes?
04:49Das ist nur der Auspuff.
04:51Ist schon neuer bestellt. Übermorgen sind wir in Marokko.
04:54Ehrlich gesagt, hörst du dich wahnsinnig entspannt an.
04:58Boah, ich bin total tiefenentspannt, Regen hin oder her. Das kann auch ein kaputter Auspuff nicht ändern.
05:05Martina? Du blickst ein bisschen angekratzt. Ist alles okay?
05:10Äh, Merle?
05:13Tene, bist du noch dran?
05:15Merle, ich wollte dich fragen, ob ich eine Nacht in dein Haus an die Müritz kann.
05:19Natürlich, was ist das denn für ne Frage? Du weißt ja, wo der Schlüssel liegt.
05:23Bis lieb, danke.
05:25Das war jetzt aber nicht der Grund deines Anrufes, oder?
05:29Bin ich so leicht zu durchschauen.
05:31Wer macht dir mehr Bauchschmerzen, Malte oder Ole?
05:35Ach, ich hab Malte verziehen, aber es ist nicht so einfach.
05:39Naja, wundert dich das?
05:41Naja, ich bin auch nicht ehrlich zu ihm.
05:44Ach, du hast ihm also noch nichts von deiner zweiten Nacht mit Ole erzählt.
05:49Ich, ich hab's verdrängt.
05:51Nur es gelingt dir bestens, das hör ich sogar durchs Telefon.
05:55Ich versteh mich selbst nicht. Was will ich? Was soll das werden?
05:58Was meint denn Ole dazu?
06:00Naja, wir sind wie zwei Teenager.
06:03Wir schreiben uns SMS'n.
06:04Es war schön, will dich sehen.
06:06Ach nee, doch nicht. Besser nicht.
06:09Aber sprechen tut ihr nicht miteinander.
06:11Nein.
06:12Also, ja, ach, ich will Merle.
06:15Hauptsache, du weißt, was du ihm sagen willst.
06:18Ach, herkert doch mal Ole und ich.
06:19Wir wissen beide, dass das Unsinn ist.
06:21Das waren alte, vertraute Gefühle, die einfach wieder aufgekocht sind.
06:24Meine Güte, jetzt warst du zweimal mit Ole im Bett und du glaubst, du kannst das einfach so abhaken?
06:30Ich gehöre zu Malte und Ole gehöre zu Lisa. Ende. Aus.
06:35Na, viel Glück.
06:39Du, Tina, mein Akku ist gleich alles.
06:41Also, ich kann dir nur raten, Claire das, bevor es zu spät ist, ja?
06:45Ja, das mache ich. Gute Reise noch.
06:54Die Weinbank in diesem Zustand zu sehen. Furchtbar.
06:59Aufgebrochene Türen, Chaos. Leere Fächer.
07:02Man könnte fast meinen, meine Liebe zu den Weinen ist auch mein Verhängnis.
07:06Es ist verständlicherweise ein furchtbarer Schock für Sie, Herr von Sternig.
07:10Erst entzweit mich diese große Leidenschaft mit meinem Bruder.
07:14Ich weiß, ich müsste Ihnen dankbar sein.
07:16Schließlich haben Sie uns wieder zusammengeführt.
07:18Aber das fällt mir im Angesicht dieser Katastrophe sehr schwer.
07:25Herr von Sternig, die Polizei, die hat bereits die Spuren gesichert
07:28und überprüft jetzt die Überwachungswender.
07:31Vielleicht ist der Täter doch kein unbeschriebenes Blatt.
07:33Glauben Sie denn im Ernst, dass es eine Chance gibt,
07:36meine einzigartige Sammlung wiederzubekommen?
07:38Herr von Sternig, guten Tag.
07:41Gut. Sie machen wohl Witze?
07:43Es tut mir leid.
07:44Ersparen Sie mir das.
07:46Meine größten Schätze sind für immer verloren.
07:48Ich habe eben mit der Polizei telefoniert.
07:51Es gibt neue Informationen über den Verdächtigen.
07:54Er hat sich bei uns als Stefan Kaiser ausgegeben.
07:55In Wirklichkeit heißt er Mirko Bernemann.
07:58Dann war der Einbruch von Lagerhand geplant?
08:01Weiß man mehr über diesen Mistkerl?
08:03Er hat auf einem Weingut in Baden gearbeitet.
08:05Ist dort allerdings entlassen worden,
08:07weil er vertrauliche Informationen weitergegeben hat.
08:09Wie heißt das Weingut?
08:10Darüber habe ich keine Information.
08:13Das finde ich auch allein heraus.
08:15Wenn jemand die Weingüter dieser Welt kennt, dann ich.
08:19Herr von Sternig, ich glaube nicht, dass die Polizei es gut finden würde, wenn Sie auf...
08:23Herr von Sternig, Sie haben vollkommen recht.
08:25Aber bitte lassen Sie mich das tun.
08:28Rieke, die Versicherung wird den Schaden ersetzen.
08:31Aber nur den Marktwert.
08:33Der Sammlerwert ist durchaus höher.
08:37Herr von Sternig, ich...
08:38Ich verspreche Ihnen, dass ich alles daran setzen werde, Ihre Sammlung zurückzuholen.
08:54Na, das ging ja wohl voll nach hinten los.
08:57Schon als wir das Wort Leinwand in den Mund genommen haben, war das Thema durch.
09:00Na ja, wie Jule prophezeit hat. Sie kennt ihre Kollegen im Rathaus eben.
09:04Ja, aber warum musstest du auch auf diese Genehmigung bestehen?
09:06Ach, du hast auch keine Lust darauf, dass uns die Polizei nochmal einen Besuch abstattet.
09:10Wie bei Carla, als sie die Kamera im Stadtpark einfach abgehängt hat.
09:13Ja, Carla hat Glück gehabt, dass sie nicht gleich festgenommen worden ist.
09:18Und was ist, wenn wir die Leinwand trotzdem installieren?
09:22Wie? Jetzt, wo wir schon ein Nein kassiert haben?
09:24Da kann man sich ja nicht mal mehr dumm stellen.
09:26Ich will mich auch nicht dumm stellen. Ich will meine Meinung äußern.
09:29Deine Idee, die Leute zu filmen und gleichzeitig auf die Leinwand zu projizieren, die war großartig.
09:34Ich meine, besser kann man Überwachungskameras nicht erklären.
09:36Jetzt wart doch erst mal ab. Wenn diese fünf neuen Kameras erst mal hängen,
09:40dann werden sich garantiert genügend Leute drüber aufregen.
09:42Und in der Gruppe lässt sich so ein Protest vielleicht, na ja, leichter organisieren.
09:46Ja, du hast recht.
09:48Lege ich eben eine Pause ein.
09:50Sehr vernünftig.
09:52Du gibst ja vielleicht schnell auf. Dabei hast du dich so engagiert für die Sache.
09:56Na ja, wenn ich jetzt mal ganz ehrlich bin,
10:00mir ging es dabei mehr um dich.
10:01Um mich?
10:02Ja, also besser gesagt, um uns.
10:04Wir haben endlich mal wieder mit Begeisterung was gemeinsam gemacht.
10:08Ja, das wollte ich ein bisschen auskosten.
10:11Ach so bist du drauf. Hängst dein Fähnchen nach dem Wind.
10:13Na ja, du als Windkrafttechniker.
10:17Okay, ja, ich gebe zu, ich habe mich von einer schönen Frau zu einer Protestaktion hinreißen lassen.
10:23Aber auch nur zu einer legalen.
10:25Stimmt.
10:26Was ist, wenn ich jetzt in den Untergrund gehe?
10:28Kommst du dann mit?
10:30Du mit der schönsten Frau der Welt gehe ich überall hin.
10:32Ich will wissen, ob du mit mir mitgehst.
10:43Ohle.
10:49Malte.
10:51Ich wollte mich entschuldigen.
10:54Dass ich dich heute Morgen so angeblufft habe, war unfair.
10:57Wenn du noch nicht mit mir nach Sylt fahren willst, dann ist das in Ordnung.
11:00Ich kann noch nicht mit dir verreisen.
11:03Akzeptiere ich.
11:05Ich brauche Zeit zum Nachdenken und deshalb fahre ich heute an die Müritz in das Haus von Merle.
11:12Allein?
11:13Ja.
11:15Ist das nicht ein bisschen einsam?
11:18Gut, um den Kopf frei zu kriegen.
11:22Aber du hast mir verziehen.
11:26Das habe ich doch gesagt.
11:30Gut.
11:32Sylt läuft uns ja nicht weg.
11:34Wie lange bleibst du?
11:36Eine Nacht.
11:38Dann wünsche ich dir eine schöne Zeit.
11:40Danke.
11:46Störe ich?
11:47Nein, nein, komm rein.
11:49Ole und ich, wir sind verabredet, um über die neue Fahrradbekleidung zu sprechen, die ich für ihn entwerfe.
11:55Na dann.
11:56Viel Glück.
11:57Und viel Spaß an der Müritz.
11:59Danke.
12:05Du fährst dann die Müritz?
12:06Ja, eine Nacht.
12:09Ole, ich habe dich hergebeten, weil wir miteinander reden müssen.
12:14Ja, das müssen wir ja.
12:15Jetzt?
12:17Ariane könnte jeden Moment reinkommen.
12:20Morgen Abend?
12:22Ich muss morgen nach Braunschweig wegen des Carbon-Leitrats.
12:24Ich weiß nicht, wenn ich wiederkomme.
12:26Was hältst du davon, wenn du nachher an die Müritz kommst?
12:29Dann können wir da reden.
12:31Da wird sicher niemand reinplatzen.
12:39Musik
13:00Mein Lebenswerk.
13:04verschachert dann irgend so ein kohlmeier oder kohlmeier ich verstehe sehr gut wie
13:08ihnen zumut ist wenn merle die gärtnerei von heute auf morgen verkaufen würde das
13:13würde mir auch sehr nahe gehen also ich erkenne arianen nicht wieder seit sie
13:18sich in den kopf gesetzt hat schuhdesignerin zu werden zählt handwerk bei
13:22ihr gar nichts mehr also ich glaube so dürfen sie das nicht sehen aber ihr
13:27herz schlägt nun mal fürs kreative und sie hat ja wirklich talent muss man
13:31sagen so fallen sie mir jetzt auch noch in den rücken sie dürfen arianes
13:36entscheidung einfach nicht so persönlich nehmen sie wollte sich ganz gewiss nicht
13:40kränken hat sie aber natürlich es wäre eine schöne geste gewesen wenn sie sie
13:48vorher informiert hätte nette geste es wäre ihre pflicht gewesen ja ich habe ihr die
13:54werkstatt damals überlassen mit allen geräten und keinen cent dafür verlangt
13:59sie haben sie ihr geschenkt richtig ja und jetzt kann sie tun und lassen wozu sie
14:03lust hat im prinzip ja geschenkt ist geschenkt natürlich
14:10oh herr lichtenhagen sie kommen die gerufen ja sie wissen doch dass ich meiner
14:14großnichte die werkstatt mit allem drum und dran überschrieben habe ja ich
14:20erinnere mich ja und da kann sie jetzt so mir nichts die nichts alles verkaufen ohne
14:23nicht zu fragen natürlich sie haben mir die werkstatt ja geschenkt also kann sie
14:28frei darüber verfügen dann nehme ich die schenkung wieder zurück das wird
14:32schwierig wieso da müsste sie sich schon groben undanks schuldig gemacht haben
14:37also wenn eine schenkung wieder zu verkaufen kein grober und dank ist ja
14:43juristisch gesehen nicht wenn ich schwerwiegendes vorliegt also schwere
14:47beleidigung körperverletzung oder bedrohung können sie nichts machen
14:56so wie ich das sehe haben wir demnächst keinen gemeinsamen freien tag mehr
14:59wir sollten diesen hier also genießen und wie machen wir das am besten
15:03ich hab mal wieder los ins kino zu gehen ja aber vorher muss ich noch kurz zu meiner
15:07chefin okay hey na ich hoffe du bist nur zu besuch hier ja quasi ich hab mich impfen lassen
15:15ah wegen brasilien jup hepatitis a und gelbfieber ist ja bald soweit ja ich bin
15:21auch schon ziemlich aufgeregt klingt irre spannend was sie mir von der projektleitung
15:25erzählt haben von der partnergemeinde in manaus aber die paar tage die du jetzt noch
15:28hier bist die nutzen wir schon oder logo was machst du heute abend britta und ich
15:33wollte ins kino wie war's mit jetzt gleich du wolltest doch mit einer chefärztin sprechen
15:44ähm sag mal sind kameras am arbeitsplatz nicht verboten ich wollte gerade eine krawallpause
15:50einlegen vielleicht wollen damit ja nur unliebsame besucher entdecken dafür gibt es ja die kamera am
15:56eingang und wofür ist die dann sie ist auf das medikamentenlager gerichtet es macht schon
16:02sinn das zu überwachen ich hoffe nur dass es bei dieser einen kamera bleibt also du hast
16:06angst aus weiteren folgen das bespreche ich jetzt gleich mal mit der krankenhausleitung
16:10aber ins kino gehen wir schon noch ja ja natürlich heute breche ich keine demo mehr vom zaun
16:18der untergrund bleibt mir also erspart vorerst jedenfalls nichts gehen wir was trinken und plötzlich
16:29will er die werkstatt zurück haben da wäre ich im traum nicht drauf gekommen ging er das
16:33überhaupt noch nein die verträge mit kühlmeier sind schon unterschrieben jetzt hast du ein schlechtes
16:38gewissen sollte ich es war deine werkstatt ariane er war so verletzt wenn ich gewusst hätte dass es
16:47ihm so viel ausmacht dann zumindest hätte ich ihn vorher gefragt du hast nichts falsch gemacht und dass
16:56der verkauf deinen onkel so mitnimmt das ist natürlich nicht so schön aber und die vorwürfe die
17:02er mir macht gut dann muss ich jetzt durch ich finde er sollte wirklich nach brasilien gehen es hat
17:09ihm dort wohl gut gefallen in den zwei wochen es würde mir fehlen es ja mich mit ihm zu streiten
17:18also wenn ich an seiner stelle wäre ich würde nach brasilien fahren eben oder und er will wieder
17:24anfangen zu arbeiten mit 70 das ist doch absurd naja es war sein lebenswerk und 40 jahre die kann man
17:31nicht einfach so wegwischen er genug gearbeitet
17:38wort ab in ein paar tagen sieht er das sicher genauso vielleicht hast du recht
17:47ich muss noch mal zu sehen
18:12ja kann ich sie kurz sprechen
18:21bitte ich war mit herrn von sternig in der weinbank
18:32mic hat mit der polizei telefoniert
18:35stefan kaiser heißt in wirklichkeit melko bernemann
18:40das wussten sie entscheidend schon
18:45ja und ich habe den schaden bei meiner haftpflicht gemeldet
18:48gut
18:52herr flickenschild ich finde nach wie vor dass es besser gewesen wäre herrn von sternig noch zu
18:56schonen schonen heißt bei ihnen eben die wahrheit vorenthalten
19:00ich kenne herrn von sternig mittlerweile ziemlich gut
19:03er liebt seine weine wie andere leute ihre kinder und er ist sehr emotional ja das kann für
19:08sie sehr unangenehm werden darum geht es mir nicht ich hätte nur einfach gern einen plan b
19:13in petto gehabt das drei könige steht für seriosität und fairness seinen gästen gegenüber nicht für
19:19mausch allein ich hatte auch überhaupt nicht vor sie haben es aber versucht und ich musste ihnen zuvorkommen und
19:25herrn von sternig die wahrheit sagen das bin ich dem ruf meines hauses schuldig
19:32das war deutlich
19:46siehst gut aus malte nach dem kongoflug auf den du mich geschickt hast gar nicht so einfach
19:51hast du mich hier gebeten mir das zu sagen ich wollte mit dir über seltene erden reden aber
19:58eigentlich wollte ich das erst tun wenn ich mein restliches geld bekommen
20:00habe kommt morgen oder übermorgen die waschmaschine war leider etwas defekt
20:07aber sag mal das mit den seltenen erden in china hast du wirklich so gute kontakte dass du so gut
20:13tragen kannst das lassen wir meine sorge sein es könnte schon ein riesengeschäft werden aber bevor
20:18ich einsteige müsste ich genau wissen ob es hand und fuß hat ich beschäftige mich nicht erst seit
20:22gestern mit der idee und wie willst du das her transportieren das zeug wiegt ja einiges
20:30nicht in oxidform
20:35du willst das vor ort pulverisieren lassen und dann im flieger hier hinschmuggeln
20:42malte du bist nicht zu unterschätzen
20:48dann ist die tage
20:50mach's gut
20:55oje ole du warst ganz alleine essen
20:58sowas kommt vor
21:00was ist denn mit lisa
21:01die ist in basel auf einer messe
21:03dann bist du ja gerade strohwitt war
21:05so zu sagen
21:06nichts von gut malte ich muss in den lagen
21:08hey ich bin auch allein wollen wir nicht heute abend mal zusammen um die häuser ziehen
21:13vielen dank kein bedarf
21:16schade
21:17grüß lisa
21:23du willst schon nächste woche nach brasilien
21:26mein portugiesisch wird dann zwar wahrscheinlich noch erbärmlich sein aber wo lernt man die sprache
21:30besser als in dem land
21:31stimmt
21:32mein onkel hat dich ganz schön angesteckt mit seiner brasilien euphorie
21:37naja mir geht es eigentlich hauptsächlich um die straßen kids und das projekt was von meiner gemeinde da
21:41angeschoben wird
21:48vielleicht kannst du ja mit meinem onkel in eine wg ziehen
21:51ja habe ich mir auch schon vorgeschlagen
21:54aber
21:55hannes wird niemals nach brasilien gehen
21:57aber er war doch so begeistert
21:59er wird das gute alte lüneburg viel zu sehr vermissen
22:01er hat mir gegenüber schon erwähnt dass er gerne nach brasilien möchte das war ein spruch
22:07jedenfalls freue ich mich auf den tapetenwechsel und neue aufgaben und einfach mal weg
22:12weg von jule
22:17tja ich habe mir viel zu lange hoffnung gemacht dass aus uns beiden noch was wird
22:21ich brauche einfach abstand zu ihr
22:23aber sie kann mich natürlich jederzeit anrufen wenn sie meine hilfe braucht
22:26klar
22:28aber du willst nicht alle kontakte abbrechen nach lüneburg oder
22:31nein um gottes willen also im gegenteil ich gehe davon aus dass du beim britta und
22:37hannes mich mindestens alle vier wochen besuchen kommen dann muss ich gleich anfangen
22:41mit sparschwein zu füttern hau ja aber wie du da bist dann machen wir eine capoeira
22:45aber nur wenn du bist ein portugieses sprichst du wirst dich umschauen
23:10mama was ist denn los ich habe geträumt
23:20du das muss immer ein ganz schlimmer traum gewesen sein so wie du gerade geschrien hast
23:25es war eher verwirrend aber es ist schon wieder gut
23:32willst du verreisen?
23:34ja
23:35einen tag an die müritz in mal das haus ich hätte es dir noch gesagt
23:41mit malte zusammen?
23:44nein
23:45allein
23:47ihr habt gestern schon gemerkt dass da irgendwas zwischen euch nicht stimmt
23:51wir haben gestritten
23:55worüber denn?
23:58mal
24:01ich möchte nicht drüber sprechen ist das okay?
24:04hast du noch Zeit für einen Kaffee bevor du fährst?
24:07klar
24:08ich mache uns ein okay?
24:10gut
24:23weißt du was Sternig von dir will?
24:26wahrscheinlich hat er bei seinen Kontakten in der Weinbranche schon was über Bernemann alias Kaiser erfahren
24:30hoffentlich
24:33da ist er
24:34ich muss zu Carla
24:35ich wünsch dir viel Glück
24:36danke
24:38hallo Herr von Sternig
24:39haben Sie schon was rausgefunden?
24:41allerdings
24:42dass Sie selbst diesen Einbruch durch grobe Fahrlässigkeit verschuldet haben
24:48woher wissen Sie das?
24:50weichen Sie nicht aus
24:52was fällt Ihnen eigentlich ein?
24:54den Sicherheitscode einzugeben
24:55wenn irgendein Hans Franz Ihnen über die Schulter schaut
24:58Herr von Sternig lassen Sie uns das bitte hier drin besprechen
25:06bitte schön
25:11Herr von Sternig
25:12ich habe diesen Mann
25:13für einen seriösen Kunden gehalten
25:15und wenn es der Kaiser von China gewesen wäre
25:18ein Sicherheitsgrund ist sicher
25:20weil er geheim ist
25:22Sie haben recht
25:24ich habe einen groben Fehler gemacht
25:28aber ehrlich gesagt
25:29war ich in diesem Moment nicht ganz bei mir
25:30das wird ja immer besser
25:32Herr von Sternig
25:33ich habe unmittelbar vorher eine
25:35sehr unschöne Nachricht bekommen
25:37und ich habe unmittelbar nachher
25:39eine noch unschönere bekommen
25:41dass ich um 250.000 Euro
25:43und eine Menge Herzblut ärmer bin
25:48ich verspreche Ihnen
25:50ich werde alles dafür tun
25:52damit Sie Ihre Weine wiederbekommen
25:53Sie?
25:55ja
25:56Sie sind die unfähigste Geschäftsführerin
25:59die mir je untergekommen ist
26:03und Sie sind
26:06unfähig mit anderen Menschen
26:07anständig umzugehen
26:10ja
26:11ich habe einen Fehler gemacht
26:13aber wie es dazu gekommen ist
26:15interessiert Sie doch einen Dreck
26:17mein Gott
26:18Sie streiten sich mit Ihrem Bruder
26:20jahrelang
26:21um ein paar Flaschen Wein
26:23ich liebe Wein auch
26:24aber ich habe nicht vergessen
26:26dass Flaschen
26:26nicht so viel wert sind wie Menschen
26:33trotzdem ist es natürlich meine Verantwortung
26:35und ich werde Ihnen den Wein besorgen
26:38vergessen Sie es
26:40nach all dem was Sie getan haben
26:42kann ich Ihnen
26:42nicht mehr trauen
26:44Herr von Sternig
26:46besorgen Sie mir einfach mein Geld
26:48und zwar heute noch
26:50sonst bin ich morgen bei der Presse
26:51ich bin
27:21Thank you very much, thank you very much, thank you very much.
27:28Hey.
27:30Hey, bist du schon lange hier?
27:34Ich bin gerade reingekommen.
27:36Ja, dann habe ich mich wenigstens nicht allzu sehr blamiert.
27:41Was ich gehört habe, klang sehr authentisch.
27:44Danke.
27:46Ich weiß, du willst mich momentan lieber nicht sehen, aber das Vorwort ist wirklich klasse.
27:54Nochmal, danke.
27:57Meine Verlegerin sagt das auch.
28:00Ja, dann passt es ja optimal zu deinem hervorragenden Buch.
28:04Der Verlag plant eine Fotostrecke für die PR und sie hätten dich gern dabei.
28:08Mich? Wieso mich?
28:11Na, ohne dich hätte es das Malakron-Buch nie gegeben und das Vorwort ist ja ausschließlich von dir.
28:20Wann soll das Fotoshooting denn sein?
28:22Morgen wäre gut.
28:24Könnte ich mir das durch den Kopf gehen lassen?
28:26Klar.
28:28Gut, dann melde ich mich, ja?
28:30Ja, danke.
28:42Bitte setzen Sie sich.
28:44Ja.
28:46Du wolltest mich sprechen?
28:48Carla, bitte setz dich.
28:54Es geht um Frau Friedrichs.
28:57Ihr Verhalten war äußerst fahrlässig.
29:01Sie hat damit dem Einbrecher Tür und Tor geöffnet.
29:03Von dem entstandenen Imageschaden will es drei Könige, möchte ich gar nicht sprechen.
29:08Leider hat sie auch noch versucht, Herrn von Sternig anzulügen.
29:11Ich meine, der Mann hat durch ihren Fehler ein Vermögen verloren.
29:15Rieke wollte Herrn von Sternig nicht anlügen.
29:17Ja, darüber hinaus hat sie ihn eben auch noch angeschrien.
29:21Vielleicht hat der Mann sie provoziert, der ist nicht gerade umgänglich.
29:23Er hat sie provoziert.
29:26Unmenschlich gesehen kann ich sogar verstehen, dass ihr die Hutschnur geplatzt ist.
29:28Aber als Geschäftsführerin der Weinbank darf sie sich zu einem solchen Auftritt nicht hinreißen lassen.
29:35Ich rede nochmal mit ihr.
29:38Ob du sie weiterhin als Sommelier behalten möchtest, das liegt in deinem Zuständigkeitsbereich.
29:42Aber ich plädiere dafür, ihr die Geschäftsführung der Weinbank zu entziehen.
29:49Entschuldigung.
29:51Rieke hat den norddeutschen Sommelier-Wettbewerb gewonnen.
29:53Sie ist höchst qualifiziert.
29:55Leider stellt sie das momentan nicht gerade unter Beweis.
29:59Frau Friedrichs war in einer extremen Situation, als das mit dem Code passiert ist.
30:04Ich hatte ihr gerade vorher erzählt, dass Mick Morbus Kensington hat.
30:08Ah, du fühlst dich ihr gegenüber verpflichtet und musst den Schutz nehmen.
30:11Ich habe Ihnen schon gesagt, die Nachricht hat Rieke völlig aus der Bahn geworfen.
30:16Ihre Nachlässigkeit im Umgang mit dem Code hätte ich ja noch verziehen.
30:19Also ich meine, Fehler macht jeder von uns, das ist menschlich.
30:21Aber ihr Umgang mit der Wahrheit und Herrn Sternek gegenüber ist untragbar.
30:26Und dabei bleibe ich.
30:28Also ich werde sie als Sommelier behalten.
30:31Ihr Wissen ist mir wirklich sehr wichtig.
30:34Aber ihr die Geschäftsführung für die Weinbank zu entziehen, da sind wir uns auch einig.
30:40Rieke hat eine zweite Chance verdient. Ich werde die Kündigung nicht unterschreiben.
30:50Also nach sich nehme ich glaube ich noch Frühlingsrollen.
30:54Guten Appetit.
30:56Dürfen wir uns dazusetzen?
30:57Ja.
30:58Oh, mit dem.
31:01Also ich weiß schon, was ich nehme.
31:04Willst du nicht mal was anderes probieren?
31:06Hm.
31:07Die Burger sind ein Traum.
31:10Ist das?
31:11Ja, also bei Frau Saravakis esse sogar ich Fast Food.
31:15Naja, ist ja eigentlich auch Slow Food.
31:17Ja.
31:17Was auch immer es ist, es kann auf alle Fälle mit meinen Rindsrouladen konkurrieren.
31:21Nicht wahr, Herr Berger?
31:23Durchaus.
31:23Sag mal, wie bleibt denn eigentlich Carla?
31:25Ich wollte ihr doch noch von der Überwachungskamera erzählen.
31:27Wie? Schon wieder eine?
31:28Ja, bei uns im Krankenhaus.
31:30Ah.
31:32Mitarbeiterüberwachung?
31:32Ja.
31:32Nee, das streiten sie ab.
31:34Die Kamera ist auf das Medikamentenlager gerichtet.
31:37Und das finde ich ja im Grunde auch richtig.
31:38Naja, finde ich auch, ja.
31:39Ja, nur die Mitarbeiter werden natürlich mitgefilmt.
31:43Und die Krankenhausleitung behält sich vor, noch weitere Kameras zu installieren.
31:46Das ist nicht gut.
31:47Ja, wer weiß, wo wir noch überall beobachtet werden, um es zu wissen.
31:52Einer aus meinem Jahrgang, der war gerade ein Jahr in Amerika.
31:55Und da hat die Schulleitung die Schüler über die Webcams in den Laptops sogar zu Hause beobachtet.
31:59Oh.
32:00Ja, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
32:03Herr Ober.
32:04Die Damen haben gewählt?
32:06Ja.
32:06Ich nehme den Bio-Burger.
32:08Ja, sehr gerne.
32:08Und ich hätte gerne Fisch & Chips Deluxe.
32:11Hm?
32:11Ich hätte gerne noch...
32:12Du hättest gerne die Rechnung.
32:13Unser Film fängt nämlich gleich an.
32:15Aber können Sie mir noch ein paar Frühlingsrollen einpacken vielleicht?
32:16Na klar, gerne.
32:17Danke.
32:20Fuda humana dada.
32:22Bis bald.
32:24Atemnächst.
32:27Kann ich dir irgendwie helfen?
32:28Nein.
32:29Das klang doch schon ganz gut.
32:31Ach, portugiesisch ist ziemlich schwer.
32:33Besonders die Aussprache.
32:34Ja, wenn du erst dort bist, dann werden die Kids dir das schon beibringen.
32:37So.
32:38Für dich.
32:39Von der brasilianischen Partnergemeinde.
32:41Och.
32:42Das ist ja nett.
32:43Ja, die sind ganz aus dem Häuschen, dass sie bald einen jungen deutschen Pastor bekommen.
32:48Dann hoffe ich werde ich sie nicht enttäuschen.
32:50Na ja, mit deinem Re-Sozialisierungsprojekt hier hast du sie auf alle Fälle schon für dich gewonnen.
32:56Einige Kids da unten haben es bestimmt auch faustdick hinter den Ohren, oder?
32:59Oh, Muffensausen.
33:00Ach, im Gegenteil.
33:01Ich freue mich auf die Arbeit mit denen.
33:04Aber sag mal, was ist denn mit dir?
33:06Ich dachte, das wäre ein Witz, aber Ariane meinte, du denkst wirklich ans Auswandern?
33:11Na ja, also im Moment habe ich tatsächlich damit geliebäugelt, aber Erika hat mir den
33:18Kopf zurecht gerückt.
33:19Aha.
33:20Brasilien ist ja weit weg.
33:22Für manche mag das gut sein.
33:23Aber nicht für dich.
33:25Nee.
33:27Ach, das ist doch mein Päckchen.
33:30Nee, nee.
33:32Das ist...
33:32Frau Jansen hat mir einen Leisten geschickt, ja?
33:35Damit ich ihm ein paar Stiefel mache.
33:37Ariane ist sich ja inzwischen zu fein dafür.
33:40Äh, Ariane liebt es doch Schuhe zu machen.
33:43Äh, sie liebt es jetzt nur noch sie aufs Papier zu pinseln.
33:46Ja, das alte gute Handwerk bedeutet für sie nichts mehr.
33:49Damit kann man ja nicht berührend werden.
33:51Also, ich glaube nicht, dass Ariane um Ruhm geht.
33:53Sie liebt es eben, kreativ zu arbeiten.
33:56Aber einen Schuh mit seinen eigenen Händen zu fertigen, das ist auch kreativ.
34:02Auf jeden Fall hätte sie nicht heimlich meine Werkstatt verkaufen müssen, ne?
34:07Sie hat verkauft?
34:09Ich habe immer gedacht, dass sie mein Erbe weiterführt.
34:18Hi, Onge.
34:19Hi.
34:20Wartest du schon lang?
34:21Nein.
34:28Eiferporger.
34:30Tine, Frau Haus, Schlüssel suchen, das kenne ich irgendwoher.
34:35Ich war mir sicher, dass er unter dem Vorsche ist.
34:37Ja, ja.
34:40In Dänemark hast du auch immer nach dem Schlüssel gesucht.
34:43Hm.
34:44Der Ferienhaus auf Fünn.
34:45Wie oft waren wir da?
34:47Einmal oder zweimal?
34:49Und du hast immer behauptet, du wüsstest genau, wo er liegt und dann war er doch nicht da.
34:52Weil der Vermieter den Schlüssel immer woanders hingelegt hat.
34:55Aber wir mussten nicht am Strand schlafen.
34:56Nein, das mussten wir nicht.
34:58Wäre auch schlecht gegangen mit Lotte im Gepäck.
35:00Allerdings.
35:01Obwohl sie hätte im Sandkasten schlafen können.
35:03Ach, und sie hätte es geliebt.
35:08Warst du...
35:11Warst du später nochmal da?
35:12Ich meine, nach unserer Trennung?
35:15Einmal.
35:17Aber es war nicht dasselbe.
35:19Lotte hat es auch nicht gemocht.
35:22Alles hat seine Zeit.
35:26Ich rufe Merle an.
35:28Draußen vor der Tür stehen.
35:29Ist ja nicht so toll.
35:30Oh!
35:37Ich nehme alles zurück.
35:53In Ordnung, Herr Lümmann.
35:56Ja, genau.
35:57Ich melde mich dann, sobald ich genau weiß, wann und wo.
36:00Gut.
36:02Ja, danke.
36:03Wiederhören.
36:05Oh, keine guten Nachrichten.
36:08Es bleibt aber bei Brasilien.
36:13Ich habe das Vorwort zu Juli Janssens Buch geschrieben.
36:17Über Malakron.
36:18Über Malakron.
36:18Ach ja.
36:19Weil du meinst diese Sekte.
36:21Genau.
36:22Und jetzt möchte Ihr Verlag, dass wir zu PR-Zwecken gemeinsame Fotos machen.
36:26Ach so.
36:27Und dein Vorgesetzter ist dagegen, hm?
36:29Im Gegenteil.
36:30Er drängt mich dazu, diese Fotos zu machen.
36:34Aber Jule und ich, das...
36:37Und was verspricht sich der Landessuperintendent denn davon?
36:42Ein Imagegewinn.
36:43Weil ich als Mitglied der Kirche geholfen habe, eine Sekte zuzuschlagen.
36:47Aber ich möchte einen klaren Schnitt.
36:49Verstehst du?
36:50Da musst du Nein sagen.
36:52Sich zu verbiegen, bringt nichts.
36:54Und Lümmann?
36:56Der ist in ein paar Tagen sowieso nicht mehr ein Vorgesetzter.
36:59Hm?
37:04Immer noch nichts?
37:07Würden Sie mir denn bitte Bescheid sagen, wenn Sie was von Bernemann erfahren?
37:11Okay.
37:12Vielen Dank.
37:14Auf Wiederhören.
37:15Ja?
37:18Herr von Sternig.
37:19Danke, dass Sie gekommen sind.
37:21Ich bitte Sie.
37:22Die Polizei hat immer noch keine Spur von Bernemann.
37:26Das hätte mich auch gewundert.
37:29Es tut mir leid wegen vorhin.
37:31Ich bin eindeutig zu weit gegangen.
37:34Schon in Ordnung.
37:35Sie stehen eben sehr unter Druck.
37:39Das ist trotzdem kein Grund, Sie so anzugreifen.
37:43Ich hätte mich an Ihrer Stelle auch gewehrt.
37:47Dann sind Sie mir nicht böse?
37:50Ich bin selbst ein emotionaler Mensch, wie Sie ja wissen.
37:53Und schließlich haben Sie das Wunder vollbracht, meinen Zwillingsbruder und mich zu versöhnen.
38:00Dafür bin ich Ihnen nach wie vor sehr dankbar.
38:05Ich möchte mich trotzdem bei Ihnen entschuldigen, zumal die Vorwürfe nicht berechtigt waren.
38:11Wir waren beide aufgewühlt und sind beide laut geworden.
38:16Ich würde sagen, wir sind quitt.
38:18Und selbstverständlich stelle ich meine Forderung so lange zurück, bis Sie das Geld von der Versicherung haben.
38:27Herr von Sternig, das ist wirklich sehr nett.
38:32Und ich meine, vielleicht findet sich ja doch noch eine Spur zu Ihren Weinen.
38:35Nein, bitte Frau Friedrichs.
38:37Versprechen Sie mir, dass Sie in dieser Hinsicht nichts unternehmen.
38:40Nachher bringen Sie sich noch in Gefahr.
38:46Gut.
38:49Danke.
38:50Habe ich Ihr Wort darauf?
38:55Ja.
38:56Das haben Sie.
39:11Also ein bisschen mehr Action hätte der Film schon haben dürfen.
39:13Ja, stimmt.
39:14Naja, Frauen gehen eben viel sensibler mit Themen um als Männer.
39:18Außer Sie sehen eine Überwachungskamera.
39:21Ich habe Dir gesagt, dass ich eine Krawallpause einlege.
39:24Ich bin ja beruhigt.
39:26Obwohl man die Lüneburger schon nochmal auf das Thema aufmerksam machen sollte, bevor die neuen Kameras aufgehängt werden.
39:31Wir waren heute schon im Rathaus, falls ich dich erinnern darf. Die Videoleinwand ist abgelehnt.
39:35Ja, ich meine ja nicht so eine große Aktion, sondern eher was Kleines, Feines an einer prägnanten Stelle.
39:39Ja, klar. Am besten hier gleich am Wasserturm.
39:44Ja, zum Beispiel.
39:47Und deine Aktivistinnenpause?
39:49Die nehme ich sehr, sehr ernst.
39:51Aber vielleicht könnte ich vorher noch so ein kleines Finale inszenieren.
40:00Britta?
40:01So, jetzt gehen wir mal nach Hause. Mir ist nämlich ganz schön kalt.
40:14Ich finde es toll, dass unsere Tochter so mutig ist.
40:20Ja. Aber ich fürchte, sie stellt sich das alles viel zu leicht vor. China ist eine andere Welt.
40:26Du warst vor 20 Jahren da, Olin.
40:28Aber bisher hat sich nicht viel daran geändert.
40:32Ein freiwilliges, soziales Jahr. Vielleicht kommt sie in eine Kleinstadt. Ja, Englisch nützt ihr da überhaupt nichts.
40:37Dann lernt sie eben Chinesisch.
40:38Mhm.
40:40Nach dem Jahr beherrschst du gerade mal die Basics.
40:42Sie macht sowieso, was sie will.
40:44Mhm.
40:50Ah, ist Merle. Sie ist gut in Spanien angekommen. Mhm.
40:56Hat das Auto doch durchgehalten. Sie mussten heute Morgen in Frankreich in die Werkstatt. Der Auspuff war kaputt.
41:03Ich hatte einen Traum, Ulle. Es war furchtbar.
41:07Was für ein Traum?
41:08Von Merle.
41:09Dass sie einen Unfall hat?
41:10Nein. Dass du mit ihr geschlafen hast.
41:14Tina, bitte. Was wird das hier?
41:18Sind wir hier, um alte Geschichten aufzuwärmen?
41:20Nein, wir sind hier, um uns auszusprechen.
41:22Ja. Über das, was jetzt gerade mit uns passiert.
41:25Also müssen wir auch über Merle sprechen.
41:26Es ist 14 Jahre her.
41:28Ich weiß.
41:31Und ich habe euch beiden verziehen.
41:35Aber wenn wir herausfinden wollen, was heute mit uns los ist,
41:40dann müssen wir genau da anfangen.
41:44Ich weiß, dass ich gesagt habe, dass ich eine Pause einlege.
41:46Aber man muss die Bürger doch nochmal aufrütteln, bevor die Stadt die neuen Kameras aufhängt.
41:52Das Plakat am Wasserturm?
41:54Das war ja klar, dass sich das nicht loslässt.
41:56Es wäre so ein schöner, krönender Abschluss.
41:58Und so leicht zu organisieren.
42:00Also, ich bin dabei.
42:02Aber wir müssen uns beeilen, weil wenn die Kameras hängen, dann ist es zu spät.
42:05Dann bleibt ja nur noch morgen Nachmittag.
42:08Da kann ich euch aber nicht helfen. Ich muss arbeiten.
42:11Ben, das ist nicht so schlimm. Wir schaffen das auch alleine.
42:14Ja, genau deswegen mache ich mir ja solche Sorgen.
42:16Wir versprechen, dass wir keine Dummheiten machen.
42:18Ja, wir haben auch gerade gesagt, dass das unsere letzte Aktion ist.
42:22Ups.
42:23Ich hätte euch trotzdem lieber unter Kontrolle.
42:25Oh, das ist die Baufirma, da muss ich kurz rein.
42:28Ja, klar.
42:30Hallo?
42:31Ah, Herr Jürgensen.
42:32Gut, dass Sie sich so spät noch melden.
42:34Ja, es geht um einen Wasserschaden. Ich bräuchte da ganz schnell einen Kostenvoranschlag.
42:40Morgen Nachmittag?
42:42Äh, hätten Sie nicht vielleicht einen anderen Termin?
42:45Oh, so spät?
42:47Nee, gut, dann bis morgen Nachmittag.
42:50Britta, es tut mir leid, aber das Salto muss ganz schnell wieder laufen.
42:54Das ist überhaupt gar kein Problem. Wenn ich eine Not-OP reinbekommen hätte, dann hätte ich dir auch abgesagt.
42:58Ja, und ihr habt im Grunde auch schon genug getan.
43:00Ja, und wir haben es geschafft, die Bürger zu sensibilisieren.
43:03Ja, wer bisher nicht wachgerüttelt wurde, der wird es auch nicht durch so eine letzte Aktion.
43:07Ja, wahrscheinlich habt ihr recht.
43:10Britta, dann legen wir einfach jetzt schon unsere Pause ein.
43:14Wir haben ja keine andere Wahl.
43:19Ich übernehme. Grüß schön.
43:21Ja, mach ich. Ciao.
43:23Ach, Mensch, du. Es tut mir leid für dich.
43:26Bist du nicht glücklich mit Karls Entscheidung?
43:29Doch, doch. Man muss wissen, wann Schluss ist.
43:33Und? Ist es das?
43:34Hm.
43:36Du machst keinen Alleingang?
43:38Nein.
43:41Britta?
43:43Es gibt doch mal Ruhe.
43:46Ich frag ja nur.
43:48Schluss mit der Fragerunde.
43:56Danke für die Fahrstunde.
44:00Gern.
44:01Dass du bei dem ganzen Stress noch Zeit dafür hast, ist wirklich toll.
44:05Ach. Quatsch.
44:07Du hilfst mir ja auch beim Kistenpacken.
44:09Außerdem lenkt es mich ab vor meinem Streit mit Onkel Hannes.
44:12Ach.
44:14Du konntest doch nicht wissen, dass er seine Werkstatt zurückhaben möchte.
44:18Ach.
44:19Und jetzt können wir gerne von was anderem reden.
44:21Okay.
44:23Die Nachtfahrt eben war wirklich super cool.
44:26Du bist doch eine super gute Fahrerin.
44:28Oh, danke schön.
44:31Ich hoffe, ich schaffe den Führerschein nach Frau China.
44:34China?
44:35Ja.
44:37Ich will da mein freiwilliges soziales Jahr machen.
44:40Wahnsinn!
44:41Und mein Vater glaubt nicht, dass ich dafür geeignet bin.
44:45Wieso nicht?
44:47Er kennt sich recht gut da aus.
44:49Er hat vier oder fünf Jahre dort gelebt.
44:51Ach, echt?
44:52Mhm.
44:53Ja.
44:53Er hat für eine Landmaschinenfirma gearbeitet, die dort eine Tochtergesellschaft für Fahrräder
44:57gegründet hat.
44:58Logisch.
44:59Ja.
45:01Hallo.
45:03Onkel Hannes.
45:1012.100 Euro.
45:15Damit habe ich deinen Kohlmeier überboten.
45:18Was soll das heißen?
45:19Das heißt, ich kaufe meine Werkstatt zurück.
45:25Du, von Sternig war wie ausgewechselt.
45:28Freundlich, verständnisvoll.
45:29Der hat sich sogar noch mal bedankt dafür, dass ich ihn und seinen Bruder zusammengebracht
45:33habe.
45:33Ich dachte, ich spinne.
45:37Wenigstens besteht er nicht mehr drauf, dass du ihn sofort auszahlst.
45:40Ich glaube, der ist eigentlich ganz sympathisch.
45:43Harte Schale, aber ein sehr sympathischer Kerl.
45:49Okay.
45:50Auf von Sternigs gute Laune.
45:52Und darauf, dass mir ein Skandal in der Presse erspart geblieben ist.
45:56Wollen wir damit vielleicht noch warten, bis wirklich alles geklärt ist?
46:00Es ist doch alles geklärt.
46:02Die Versicherung greift ein und von Sternig bekommt sein Geld.
46:05Warum sollten wir uns nicht freuen?
46:08Nein, wir stoßen jetzt an.
46:12Herr Flickenschild war nicht gerade begeistert, wie du mit Sternig umgegangen bist.
46:16Ich weiß, aber wenn von Sternig zufrieden ist, dann wird Herr Flickenschild das auch sein.
46:25Okay.
46:30Entschuldige die Störung.
46:32Ich weiß, es ist schon spät, aber ich wollte nicht bis morgen warten.
46:35Was gibt's denn?
46:38Deine Versicherung hat angerufen.
46:40So wie es aussieht, musst du für den Schaden selber aufkommen.
46:47Ich habe permanent versucht, alles unter einen Hut zu bekommen.
46:51Meinen Job, unsere Ehe und Lotte!
46:53Das hat kein Mensch von dir verlangt!
46:55Doch, ich!
46:59Und ich dachte, du auch!
47:03Wir wissen beide, dass dieser One-night-Stand ein Fehler war.
47:05Aber eben zum Glück einer, den man leicht beheben kann.
47:09Ich bin was Gott nicht glücklich darüber, dass ich ein Kind von ihr bekomme.
47:14Aber es ist ein Kind und kein Fehler.
47:19Das da?
47:20Ja.
47:20Das ist, glaube ich, von der EDV-Abteilung.
47:26Das ist doch eine Webcam.
47:28Was?
47:29Ja.
47:29Wir sind jetzt völlig durchgedreht.
47:31Was soll das?
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