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aspekte, ZDF, Dezember 2013
"#Krieg: Wozu er gut ist" - Ian Morris' provokante Analyse
1914 begann #ErsterWeltkrieg - #IanMorris will in seinem Buch "Krieg. Wozu er gut ist" nun erklären, was einen "produktiven" von einem "unproduktiven" Krieg unterscheidet. Dabei bewegt er sich oft auf spekulativem Boden.
Große, stabile politischen Einheiten führen zu weniger Gewalt und verbessern das Leben der meisten Menschen. Staaten und Reiche entstehen zumeist durch Kriege, Kriege führen also – zumindest unter gewissen Bedingungen – zu mehr Sicherheit. Das ist die Antwort, die Ian Morris auf 476 Seiten auf seine im Titel des Buchs gestellte Frage gibt.
"War! What is it good for? Absolutely nothing" - heißt es in einem legendären Antikriegssong. Stimmt nicht, sagt Stanford-Historiker Ian Morris. Seine umfassende Globalgeschichte enthüllt eine ungeheuerliche Wahrheit: Zu allen Zeiten hat Krieg Leben vernichtet - aber auch Innovationen gebracht, Gesellschaften erneuert, Frieden und Fortschritt vorangetrieben. Der Krieg hat etwas Gutes, lautet die kontroverse These vom Meister des "Big Picture". Ist Krieg als Triebfeder des Fortschritts sogar notwendig - auch heute noch? Morris riskiert nicht nur eine provokante Frage, er ist auch in der Lage, sie zu beantworten.
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https://www.amazon.de/Krieg-Wozu-er-gut-ist/dp/3593397161
"Krieg: Wozu er gut ist" von Ian Morris
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Krieg bei Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Weltkrieg
https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Weltkrieg
https://de.wikipedia.org/wiki/Vietnamkrieg
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Videos zum Thema auf YT-Kanal Zweckkind:
Massenmorde und Holocausts - DIE Spezialität des Homo-Dekadentis-Brutalis
https://www.youtube.com/watch?v=YXTkuDM8IMQ
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Massenmanipulation durch Propaganda
https://www.youtube.com/watch?v=DNGJQB2vGNc
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ZITATE
"Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen, oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende."
- John F. Kennedy, ehem. Präsident der USA, 1917 - 1963
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#Neofeudalismus #Mafiastaat #Demokreatur #Parteiendiktatur #Volkszertreter #Parteieneinheitsbrei #Finanzfaschismus #Kadavergehorsam #Obrigkeitshörig #GuterKrieg #BöserKrieg #Kriegsgeneration #Volksverrat #Parteienmafia #Tittytainment #Kriegstreiber #Kriegsverbrecher #Kriegsgewinnler #Kriegsprofiteure #Kriegsopfer #Kollateralschaden

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Transkript
00:13Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:46Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:00Und bevor sie jetzt protestieren, Ian Morris geht sogar noch weiter.
01:04Er behauptet, dass Kriege unserer Welt Sicherheit und Wohlstand beschert hätten.
01:09Philipp Rimmel
01:24Ich denke, das stimmt nicht. Das hängt davon ab, wie man über Krieg nachdenkt.
01:40Wenn man in Kriegszeiten lebt, stimmt der Song. Der Krieg ist zu absolut nichts gut.
01:45Aber wenn Sie sich die großen Linien der Geschichte ansehen, um 10.000, 15.000 Jahre zurückgehen,
01:50erkennen Sie, dass Kriege auch Gutes bewirkt haben.
01:55Was für eine These. Ausgerechnet Kriege sollen die Welt sicherer und reicher gemacht haben?
02:02Nicht nur Pazifisten müssen da schlucken.
02:05Der Krieg als heimlicher Motor des Friedens? Ja, geht's denn noch?
02:11Unsere Geschichte ist eine deprimierend blutige Angelegenheit.
02:15Ian Morris aber will hinter all dem Mord und Leid einen versteckten Mechanismus entdeckt haben.
02:22Einen Mechanismus, der dafür sorgt, dass sich der Krieg selbst abschafft.
02:26Die Statistik scheint ihm recht zu geben. Früher war nicht alles besser.
02:34In der Steinzeit lag die Wahrscheinlichkeit, eines gewaltsamen Todes zu sterben, zwischen 10 und 20 Prozent.
02:41Im 20. Jahrhundert dagegen, trotz der zwei Weltkriege, Atombombeneinsätze und begangener Genozide,
02:48lag die Wahrscheinlichkeit global betrachtet nur noch bei 1 bis 2 Prozent.
02:54Also zehnmal geringer als in der Steinzeit.
03:01Damals, vor 10.000 Jahren, änderte sich der Charakter des Krieges.
03:05Der Mensch wurde sesshaft, erste Hochkulturen entstanden.
03:09Wer nun einen Krieg verlor, konnte nicht einfach weiterziehen.
03:13Er wurde vom Sieger geschluckt.
03:15Über die Jahrtausende entstanden so immer größere, immer mächtigere Staaten.
03:20Die Zahl der politischen Akteure nahm ab und damit auch die Zahl möglicher Konflikte.
03:25Diese Entwicklung könnte irgendwann in eine Weltregierung münden.
03:31Herrscher, die mächtige Staaten erschaffen haben, neigten dazu, üble Kerle zu sein,
03:36die aus rein egoistischen Motiven handelten.
03:39Aber wenn sie einen solchen Staat regieren und wollen, dass ihr Volk Steuern zahlt und für sie arbeitet,
03:44müssen sie dafür sorgen, dass es sich nicht gegenseitig umbringt.
03:47Das Resultat?
03:50Gesellschaften wurden mit der Zeit immer friedlicher.
03:56Das Leid des Einzelnen gerät so aus dem Blick.
04:00Nüchtern schaut Morris auf langfristige Kosten-Nutzen-Effekte.
04:05Denn wie bei der Evolution wirkt der Mechanismus des Krieges erst über viele Generationen hinweg.
04:12Geschichte ist nur ein Unterkapitel der Biologie.
04:15Der Mensch gleicht in vielerlei Hinsicht dem Tier, besonders den Menschenaffen.
04:20Krieg als evolutionäre Strategie?
04:23Der Mensch steht damit nicht allein.
04:25Schimpansen, unsere engsten Verwandten, gehen ebenfalls auf Kriegszug.
04:30Brutal.
04:33Solange der Lohn fürs Blut hoch genug erscheint, schrecken auch sie nicht vom Mord und Vergewaltigung zurück.
04:43Die Zwergschimpansen hingegen regeln ihre Konflikte einvernehmlich.
04:47Durch Sex.
04:49Und der Mensch?
04:50Er hat beide Veranlagungen.
04:52Wobei sich Krieg immer weniger lohnt.
04:54Unsere Prämie auf Gewalt sinkt offenbar.
04:58Würde Immanuel Kant, der den berühmten Essay zum ewigen Frieden geschrieben hat, heute leben,
05:05er würde wahrscheinlich sagen, wir hätten die friedliche Welt, die er sich vorgestellt hat, beinahe erreicht.
05:11Und es gibt gute Gründe, dass wir ihr im 21. Jahrhundert noch näher kommen.
05:16Aber ich glaube, die Risiken und Gefahren werden ebenfalls steigen.
05:20Tatsächlich werden die nächsten 40, 50 Jahre die gefährlichsten der Weltgeschichte.
05:27Vor 100 Jahren schienen wir dem Weltfrieden schon einmal sehr nah.
05:33Damals gaben nicht die USA den Weltpolizisten, sondern das British Empire.
05:39Und damals wie heute schwächelte eine Supermacht, während ein neues Schwergewicht mit den Muskeln spielte.
05:45Ob China im aktuellen Konflikt um ein paar unbewohnte Felsbrocken im Südpazifik die gleichen Fehler wiederholt,
05:52die Deutschland 1914 in den Ersten Weltkrieg trieben?
05:56Nie war der Lohn der Gewalt so lächerlich gering.
06:00Aber was heißt das schon?
06:04Eine der Lehren, die wir aus der Vergangenheit sehen können, ist, dass man Krieg nicht einfach wegwünschen kann.
06:10Einfach nur zu sagen, dass Krieg zu nichts gut ist, wie es der Song tut, führt zu nichts.
06:25Bei solch provokanten Thesen ist eine zweite Meinung nicht verkehrt.
06:29Wir haben dazu mit dem prominenten Historiker und Autor Herfried Münkler gesprochen,
06:33der mit der Große Krieg eines der interessantesten Bücher über den Ersten Weltkrieg geschrieben hat.
06:38Seine Einschätzungen hören und sehen Sie auf aspekte.de.
06:42Was jetzt noch fehlt?
06:49Massiver Materialeinsatz soll diesen Krieg noch wenden und erhöht doch nur die Zahl der Opfer.
06:59Erstmals verschanzen sich die Kämpfer in gepanzerten Kettenfahrzeugen.
07:03Sie sollen den Durchbruch erzwingen.
07:06Doch noch blockieren technische Probleme die neue Technik, die künftige Kriege prägen wird.
07:22Vor allem ist es eine Schlacht der Kanonen.
07:24Über die Hälfte aller Todesopfer dieses Krieges fallen dem Granatenbeschuss zum Opfer.
07:29Zumeist wehrlos, tatenlos den Beschuss ausgeliefert.
07:34Der 19-jährige Karl Schieber notiert in seinem Tagebuch.
07:37Der Kanonendonner ist häufig derart lebhaft, dass man keinen einzelnen Kanonenschuss hört,
07:43sondern nur ein stundenlanges, ununterbrochenes Rollen.
07:46Verstummt das Feuer, so hört man das Wehklagen der Verletzten.
07:50Es ist furchtbar, was die Schrapnelle anrichten.
07:55Seit 1915 setzten die Deutschen erstmals auch chemische Waffen ein.
08:00Giftgas.
08:01Ungeachtet des international vereinbarten Verbots.
08:05Der Einsatz von Gasgranaten ist international verboten.
08:08Doch die Deutschen lassen das Chlorgas aus Flaschen in Richtung des Feindes entweichen.
08:16Der gelbe Nebel trieb direkt auf die französische Linie zu.
08:24Die Soldaten hatten keine Chance, ihm auszuweichen.
08:28Rasch rüsten auch die Angegriffenen chemisch nach.
08:31Auf dem Höhepunkt des Gaskriegs ist jede dritte Granate mit dem heimtückischen Mittel gefüllt.
08:37Giftgas lähmt die Atmung, zersetzt die Lungen, raubt das Augenlicht.
08:42Der Schütze Kurt Werner erinnert sich.
08:45Ich kam dann in den ersten schützten Graben der Engländer.
08:48Im ganzen Laufgraben haben sie gelegen, gerade wie sie marschiert war.
08:56Hunderttausend Menschen bringt das Gas um und verletzt 1,2 Millionen.
09:00Im Herbst 1918 auch den Meldegänger Adolf Hitler, wie er später dramatisierend schildert.
09:12Nach tagelangem Trommelfeuer bringen die Westalliierten mit den deutschen Gegnern um jeden Quadratmeter Land.
09:30Zum Preis von mehr als einer Million Opfer, verwundeten, gefangenen, Toten.
09:41Der Frontverlauf aber, er bleibt wie in Verdun, weitgehend unverändert.
09:53Durch die Kugel zu sterben scheint nicht schwer, schreibt ein deutscher Soldat.
09:58Aber zerrissen, in Stücke gehackt, zu breit zerstampft zu werden, ist eine Angst, die das Fleisch nicht ertragen kann.
10:08Dieses Dauerfeuer, manchmal wochenlang, Leute, in deren Nähe eine Granate explodiert waren,
10:15die von irgendwelchen Körperteilen ihrer ernähsten Kameraden getroffen und verletzt worden waren, die durch die Luft flogen.
10:21All diese Dinge sind so schrecklich gewesen, so unvorstellbar, dass da also richtig schwere Trauma dabei entstanden sind.
10:33Kriegsteilnehmer, frontübergreifend für ihr Leben gezeichnet.
10:40Angst und Entsetzen lassen sie nicht mehr los.
10:48Kriegszitterer, ein neues Krankheitsbild.
10:51Psychischer Kollaps, ausgelöst durch tagelanges Trommelfeuer.
10:57Was macht der Krieg aus Männern, für die das Massensterben zum Alltag die Barbarei zur Gewohnheit geworden ist?
11:09Wurde auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges bereits die Saat gelegt für die Verbrechen des nächsten Krieges?
11:25Wurde auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges.
12:03Wurde auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges.
12:34Bis zum nächsten Mal.
12:55Bis zum nächsten Mal.
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