- vor 4 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:00Musik
00:46Liebe Freunde, liebe Förderer, liebe Mitarbeiter, liebe Bewohner unserer schönen Wohlfühle-Oase.
00:51Es ist mir heute eine ganz besondere Freude, Ihnen verkünden zu dürfen, dass die Stadt Berchtesgaden uns die Graue Lola
00:58verliehen hat.
01:00Bravo!
01:03Ich möchte mich ganz besonders bei Carola Dörfler bedanken.
01:12Denn unter Ihrer Leitung ist unsere wunderschöne Wohlfühle-Oase zu einer der besten Einrichtungen der Region geworden.
01:18Aber das wäre alles nicht möglich unter des stetigen Engagements unserer Mitarbeiter, unserer Freiwilligen und natürlich unserer guten Seele Wickelhammer
01:29-Schmidt,
01:29mit der uns gleich, wie wir ihn kennen, mit guter Musik hier auf die Tanzfläche locken wird.
01:34Da freue ich mich.
01:36Meine Lieben, auf uns! Und jetzt wird gefeiert!
01:50Auf geht's, Herr Häuser! Zeigen Sie, was Sie können!
01:53Gerne doch!
01:54Ach, meine Mutter wird Sie lieben!
01:56Wissen Sie eigentlich, dass sie Ihre neue Nachbarin wird?
01:58Entschuldigung?
01:59Nicht so viel reden, Herr Häuser!
02:02Frau Dörfler!
02:03Lass es, Scharren! Es hilft doch keinem!
02:09Lass es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
02:39Morgen, Mama!
02:41Ja, Hanna!
02:42Hast du gut schlafen können?
02:44Geht so.
02:45Schon ein bisschen komisch im alten Kinderzimmer und dann die Sache mit Jerry.
02:49Danke.
02:50Sag mal, warum haben du und Papa eigentlich gestritten?
02:54Das hat sich irgendwie so hochgeschaukelt.
02:57Irgendwie kommt mir vor, wir wohnen schon im Seniorenheim.
03:00Der will ja nichts mehr machen, immer nur rumsitzen.
03:02Na ja, weißt du, der Papa, der hat halt auch einen anstrengenden Job.
03:06Da will er dann zu Hause einfach mal entspannen.
03:09Ja, den hab ich doch auch.
03:10Aber ab und zu Gäste haben ist doch nicht so schlimm, oder?
03:14Ja, was recht.
03:17Und du und der Jerry?
03:18Hey, bist du ein bisschen dünnhäutig zurzeit, oder?
03:22Findest du?
03:23Schon ein bisschen.
03:25Oder ist was im Job?
03:26Nein.
03:28Das ist eigentlich alles okay.
03:30Weißt du, ich find halt nicht okay, wie der Jerry sich verhalten hat.
03:33Ich hätte da schon gerne Entschuldigung.
03:34Na ja, da musst du den Jerry vielleicht ein bisschen dran erinnern.
03:39Denk dir halt was Schönes aus für heute Abend.
03:41Hm.
03:43Gute Idee.
03:45Aber du auch, Mama, gell?
03:48Mhm.
03:58Guten Morgen, Bene.
04:02Guten Morgen, Jerry.
04:09Komm nicht schlecht, der Kaffee.
04:12Hm.
04:14Ja.
04:16Gut geschlafen?
04:19Sagen wir mal, passt schon.
04:23Also, noch mal, wegen gestern.
04:28Franzi.
04:30Franzi, was gibt's?
04:33Ja?
04:34Wo?
04:35Wo?
04:38Ja, ist gut.
04:40Sag mal.
04:41Eine Tote.
04:43Inder, jetzt passen sie auf Senioren, Residenz Wohl, Fühloase.
04:47Na ja, was soll man machen?
04:49Ach ja.
04:51Wegen dem du und sie vor den Kollegen.
04:55Schon klar.
04:56Ich war draußen.
05:03Eine Familie.
05:23Morgen, Franzi.
05:24Morgen.
05:26Morgen.
05:27Die Tote heißt Carola Dörfler. Sie ist die Leiterin der Seniorenresidenz.
05:32Ein junger Pfleger hat sie heute Morgen gebunden.
05:35Seniorenresidenz Wohlfühlo-Oase.
05:39Stilvolles Ambiente in traumhafter Umgebung. Unterstützung im Alltag.
05:45Das wäre doch was für uns.
05:47Aber bitte kein Doppelzimmer. Danke, Franzi.
05:50Gern.
05:50Darunter?
05:51Nee, darunter.
05:53Ah.
05:59Philipp.
06:02Grüß Gott, die Herren.
06:03Herr Dr. Hartmann. Sie hier, so ein Zufall. Haben wir schon was?
06:09Ja, das ist die Tatwaffe.
06:12Schaut aus wie ein Pokal.
06:14Ein Preis. Den hat die Wohlfühlo-Oase gestern für ihr Freizeitangebot bekommen.
06:19Lag direkt neben der Toten.
06:22Der Täter scheint den Preis nach seinem Angriff einfach fallen gelassen zu haben.
06:25Spricht für eine Affekttat.
06:28Tja.
06:29Gewinnst du am Preis und dann wirst du mit erschlagen. Schon tragisch.
06:33Gibt's schon irgendwelche Fingerabdrücke?
06:35Dutzende.
06:35Die Statue wurde offenbar herumgereicht.
06:39Was mit der Tatzeit?
06:41Die Feier ging bis ca. 21.30 Uhr.
06:45Der Todeszeitpunkt ist aber laut der Körpertemperatur eher so zwischen 23 und 1 Uhr.
06:51Also frühestens anderthalb Stunden nach der Preisverleihung.
06:55Was hat's denn so lange noch gemacht?
06:58Die Wäsche?
07:00Gut, ich seh mich mal oben in Ihrem Büro.
07:03Komm gleich.
07:04Komm gleich.
07:42Sollen Sie was Bestimmtes?
07:44Was?
07:45Was machen Sie hier?
07:46Oh nein.
07:48Jetzt hab ich mich wieder im Zimmer geirrt.
07:51Glauben Sie mir.
07:52Alt werden ist kein Spaß.
07:54Was wollten Sie denn da?
07:56Na gar nix.
07:57Ich hab mich einfach nur in der Tür geirrt.
08:00Es passiert mir in letzter Zeit öfter.
08:02Sorry.
08:11Was passiert Ihnen also öfter, dass Sie Ihr Zimmer mit dem Büro verwechseln?
08:14Sind Sie von der Polizei?
08:16Sind Sie von der Polizei?
08:17So viele Fragen, wie Sie stellen.
08:19Kriminalpolizei.
08:20Paulsen.
08:21Und Sie sind?
08:22Wirklich?
08:24Ein echter Kommissar.
08:26Ein echter Kommissar.
08:26Das ist ja toll.
08:28Ich bin die Rita Fischer.
08:30Das freut mich sehr, Sie kennenzulernen.
08:33Wissen Sie auch, wenn ich gerade ein bisschen wirr war, aber ich hab einfach ein Fäbel für Krimis.
08:37Also, wenn ich Ihnen irgendwie helfen kann, man kriegt ja hier so einiges mit.
08:44Ach wirklich?
08:45Was denn zum Beispiel?
08:47Also, die Tote, die Frau Dörfler, die war nicht bei allen so beliebt.
08:53Und Sie wissen auch warum?
08:55Ständig gab es Streit, aber das ist ja auch kein Wunder.
08:58Also, wenn ich hier arbeiten würde, keine zehn Pferde würden mich hier halten.
09:02War sie denn eine so schlechte Chefin?
09:04Naja, so würde ich das auch wieder nicht sagen.
09:06Sie wusste einfach sehr genau, was sie wollte und das hat sie dann auch durchgesetzt.
09:12Wissen Sie das, mit dem Preis, das hat schon seinen Grund, dass wir den bekommen haben.
09:17Aber die Frau hatte ja auch ganz andere Seiten.
09:19Verstehe.
09:20Sagen Sie, gestern auf dieser Feier, waren Sie da auch?
09:24Freilich, ich wohne ja hier.
09:27Eine traumhafte Wohnung.
09:29Können Sie gern mal auf einem Café vorbeischauen?
09:31Ah ja, vielleicht am nächsten Mal.
09:33Aber nochmal zu gestern.
09:36Ist da irgendwas Auffälliges passiert?
09:39Nein, das war eine sehr schöne Veranstaltung.
09:43Mei, ich habe so nett mit dem Herrn Häuser getanzt.
09:48Tanzen Sie auch so gern?
09:50Ich?
09:51Äh, ja, also, ähm, ja, wenn ich bei der Arbeit sehe, ich muss auch jetzt wieder los.
09:56Oh, Schade.
10:00Aber wenn Ihnen noch was einfällt, dann melden Sie sich.
10:03Ja, mach ich gern.
10:06Herr Paulsen.
10:10Sie finden den Weg?
10:11Was ist das so?
10:12Ich bin jetzt auch wieder nett.
10:26Was ist das so?
10:27Ich bin jetzt auch wieder nett.
10:43Ich habe so ein schlechtes Gefühl.
10:45Wenn das rauskommt, dann verliere ich den Job und dann muss ich zurück.
10:48Das passiert schon nicht.
10:49Die Dörfler kann nichts mehr sagen.
10:51Und sonst weiß es keiner.
10:54Wir hätten die Wahrheit sagen sollen.
10:56Von Anfang an.
10:58Der Endert hätte das nichts.
11:00Na?
11:01Sind wir mal wieder bei unserer Lieblingsbeschäftigung, Frau Pelles?
11:05Klassenkampf?
11:06Was dagegen?
11:07Ja.
11:08Ich hätte mir von dir ein pietätvolleres Verhalten gewünscht.
11:10Davon wird die Dörfler auch nicht mehr lebendig.
11:12Wieso lässt du überhaupt die Schari nächste Woche wieder durcharbeiten?
11:16Personalmangel.
11:16Ja, aber warum immer Schari?
11:18Weil sie sich nicht wehrt?
11:19Donner, bitte.
11:20Das macht mir nichts.
11:22Hast du ein Piercing?
11:23Bei der ABA geht das aber nicht.
11:25Ja.
11:26Ich nehme es gleich raus.
11:28Spinnst du?
11:29Machst du jetzt hier auf neuen Chef?
11:30Ich mache nicht auf neuen Chef.
11:32Ich bin es.
11:33Alles klar, Chef.
11:34Aber es gibt überhaupt keinen medizinischen Grund, das Piercing nicht zu tragen.
11:39Schon okay, Donner.
11:40Ich kann es ja rausnehmen.
11:41Sag mal.
11:41Musst du dich eigentlich ständig und überall einmischen?
11:44Ja, weil du ständig deine Grenzen überschreitest.
11:46Ach wirklich, ja?
11:47Grüß Gott.
11:50Kriminalpolizei, Straßler. Gibt es Probleme? Ist alles in Ordnung?
11:53Ja.
11:54Darf ich fragen, wer Sie sind?
11:55Pflegedienstleister Konrad Hoser.
11:57Ah, Sie sind der Stellvertreter von der Frau Dörfler?
11:59Ganz genau.
12:00Unser Chef.
12:02Aha. Und wer sind Sie?
12:04Donner Perez. Ich bin Altenpflegerin.
12:08Chario Duro. Ich bin Auszubildender.
12:10Alles klar.
12:12Könnten wir uns vielleicht einen Moment unterhalten?
12:14Natürlich.
12:15Und wenn Sie bitte in der Nähe bleiben würden, dann werden die Kollegen Sie später noch
12:17alleine befragen.
12:25Betriebsrat?
12:25Aha.
12:28Was war denn da gerade los?
12:29Übliche Ärger wegen den Dienstplänen.
12:31Egal wie man es macht, irgendeiner regt sich auf.
12:34Aber gestern bei der Preisverleihung war die Stimmung gut?
12:36Ja, super. Wir haben uns total gefreut.
12:38Und um halb zehn war schon Schluss?
12:40Mhm.
12:41Wann sind Sie denn gegangen?
12:44Ich glaube so viertel nach zehn.
12:46Also, Carola, Frau Dörfler und ich haben noch ein bisschen aufgeräumt.
12:50Und sonst war keiner mehr da?
12:52Nein. Also die Bewohner waren alle schon in den Wohnungen.
12:55Und wo sind Sie hingegangen?
12:56Nach Hause.
12:58Kann das jemand bezeugen?
13:00Nein, meine Frau war noch unterwegs. Sonst war keiner da.
13:04Aber wollen Sie auch Kuchen?
13:06Äh, ja.
13:08Ich brauche welchen.
13:16Warum ist denn die Frau Dörfler noch länger geblieben als Sie?
13:18Ehrlich?
13:19Keine Ahnung.
13:20Kannten Sie sich gut?
13:23Ja, mal so.
13:23Wenn man so intensiv zusammen arbeitet, dann lernt man sich gut kennen.
13:27Wie lange war sie denn schon in der Einrichtung?
13:30Ein bisschen mehr als ein Jahr.
13:31Ja, aber dafür, dass sie zu kurz hier ist, hat sie wirklich viel bewirkt.
13:35Was denn zum Beispiel?
13:36Naja, die hat das treute Wohnen ausgebaut, die Aula renovieren lassen, das Freizeitprogramm erweitert.
13:43Schon einiges.
13:44Hm, deshalb braucht der Preis.
13:46Ja.
13:47Vor allem unser Tanzziel ist sehr beliebt.
13:49Hätte heute eigentlich stattfinden sollen.
13:53Also, ich glaube von unserer Seite wird da nichts dagegen sprechen.
13:56Schauen wir mal.
13:58Ein bisschen Normalität für alle wäre, glaube ich, ganz schön.
14:00Hm.
14:05Ah, sehen Sie. Wer nur vom Teufel spricht.
14:07Der Vorstand.
14:10Kaiser?
14:21Die ist nicht verwirrt. Die hat was gesucht. Da bin ich sicher.
14:25Ja, aber was?
14:27Keine Ahnung. Ich habe im Büro nichts gefunden.
14:30Was ist mit dem neuen Chef? Dem Konrad Häuser?
14:34Der meinte, er wäre gut mit Frau Dörfler ausgekommen.
14:41Ja.
14:42Und jetzt hat uns gerade die Mitarbeiterliste der Wohlfühlwase geschickt.
14:46Dann sage ich der Franzi Bescheid. Die soll sich um die Ali biskümmern.
14:54Ah Mist.
14:57Ah, Mist.
15:01Ich bin doch nur gekommen den zu sagen, dass der Tanztee stattfinden wird.
15:05Ist das nicht pietätlos?
15:06Identitätlos? Nein, ich werde dann ein paar Worte sagen. Es wäre schön, wenn du vielleicht ihr Lieblingslied spielen könntest.
15:18Wohlfühloase. Häusern mal parat. Ja, hallo?
15:27Worte noch kurz. Ich habe hier gerade die Unterlagen aus dem Büro von Frau Dörfler, aber ich werde daraus irgendwie
15:33nicht ganz schlau.
15:34Also, 13.07. A. Müller, 20.07. H. Pfalzer, 27.07. M. Helmer und dann das heutige Datum ohne Namen,
15:43aber umkreist.
15:46Hm. Alle sieben Tage. Und immer dienstags. Ich fahre da sowieso gerade hin. Schickst du mir das aufs Handy?
15:53Ja. Ach, und Franzi, versuch doch mal rauszufinden, ob das tatsächlich die Namen der Bewohner sind und ob diese Tage
16:03irgendwas Besonderes zu bedeuten haben.
16:10Guten Tag. Kriminalpolizei. Ich suche meine Kollegin, Frau Strasser. Was haben Sie?
16:17Jerry!
16:19Sophia.
16:19Oh Gott, oh Gott.
16:21Wie laufen die Befragungen?
16:22Ich komme nicht mehr. Mir wird bei jeder Befragung ein Stück Kuchen angeboten.
16:26Sag doch einfach nein.
16:27Ja, du bist lustig.
16:28Hast du was rausbekommen?
16:29Ja, gedeckter Apfel ist auf jeden Fall besser als Käsesahne. Außerdem kenne ich die Lottozahlen von letzter Woche, die Enkelkinder
16:37von der Frau Müller beim Namen und ich habe den dringenden Verdacht, dass der Herr Huber beim Bingo bescheißt.
16:45Hast du auch was zum Frei? Oder Informationen zu Rita Fischer?
16:49Nein.
16:52Was ist das jetzt?
16:54Tanztee.
16:56Tanztee?
16:56Jeden Dienstag.
16:59Moment mal.
17:01Jeden Dienstag?
17:03Das war's.
17:04Das hatte sich die Trote notiert.
17:06Sind es die Namen von den Bewohnern?
17:08Gut möglich.
17:09Gut, ich brauche Bewegung.
17:23Haha.
17:24Da.
17:26Du?
17:48Habe ich nicht.
17:51Waffe Pause.
17:53In 15 Minuten geht's weiter.
18:08Äh, Jerry, Rita Fischer verläuft's gerade die Aula.
18:12Alles klar.
18:13Nichts.
18:21Musik
18:53Frau Fäscher?
18:54Ach!
18:56Ach, Sie sind's.
18:59Fäscher, Herr Kommissar.
19:01Mir haben Sie mich jetzt erschreckt.
19:03Was machen Sie denn in der Wohnung von Herrn Schäffler?
19:06Äh, ich...
19:07Wieder in der Tür geirrt?
19:09Ich wollte nur was holen.
19:12Meinen Sie das Geld,
19:13das Sie da gerade eingesteckt haben?
19:16Gehört Ihnen Herrn Schäffler, darf ich?
19:18Das verstehen Sie vollkommen falsch.
19:20Der Bernd hat mich geschickt,
19:22dass ich ihm Geld hole,
19:23weil er doch so schlecht zu Fuß ist.
19:24Ich will doch nur helfen.
19:27Dann gehen wir jetzt runter in die Aula zu Herrn Schäffler
19:29und geben ihm das Geld gemeinsam.
19:33Da wollen Sie vielleicht doch die Wahrheit sagen.
19:38Also gut.
19:41Ich habe die 50 Euro genommen.
19:44Aber das war eine einmalige Sache.
19:48Trotzdem.
19:49Ich muss jetzt leider bitten, mitzukommen.
19:51Aufs Kommissariat.
19:55Frau Fäscher, nach Ihnen.
19:59Können wir vielleicht hinten ausgehen?
20:04Ja.
20:09Isabel Seidel.
20:10Ja, vielen Dank.
20:11Ich warte auf Ihren Rückruf.
20:14Gute Musik machen Sie.
20:16Ja, den Alten gefällt's.
20:18Ja, mir auch.
20:20Aber Sie sind eigentlich der Hausmeister, oder?
20:22Facility Manager.
20:24Und Sie sind von der Polizei?
20:25Ja, äh, Straße.
20:28Kriminalpolizei.
20:28Wickerl Hammerschmied.
20:29Dann wollen Sie einen Kuchen.
20:31Äh.
20:33Ja, was ist denn für eine Sorte?
20:35Käsesanne.
20:36Ah, nein, die habe ich schon gehabt heute.
20:38Ähm, aber Musik machen Sie auch?
20:40Wissen Sie, eigentlich wollte ich Musiker werden,
20:42aber das ist nicht so gut gelaufen,
20:43deswegen arbeite ich jetzt da.
20:45Und spielen Sie jeden Dienstag zum Tanztee?
20:48Mhm.
20:48Wie lange ist es denn gestern Abend gegangen eigentlich?
20:51Bis 21.30 Uhr.
20:53Und dann?
20:55Da kam ich mit einer Seniorin aufs Zimmer,
20:57um mir den Fernseher zu richten.
20:58Ah, welche war das?
21:00Das war Rita Fischer.
21:01Das ist die Dame, die so extravagant tanzen kann.
21:04Ja, die kennen wir schon.
21:05Und wie lange waren Sie bei ihr?
21:08Um 22.15 Uhr lief er wieder.
21:10Pünktlich zu den Tagesthemen.
21:11Das war ja ganz wichtig.
21:13Und was haben Sie dann gemacht?
21:15Na, mich nach Hause.
21:16Das war ja ein langer Tag.
21:18Nehmen Sie ruhig, Herr Stückel.
21:19Mhm.
21:26Du hast recht gehabt.
21:28Hm?
21:29Ich habe mit den Senioren gesprochen,
21:30die auf Frau Dörflers Liste standen.
21:33Sie sind alle bestohlen worden,
21:35während sie beim Tanztee waren.
21:37Ach, was, sieh an.
21:39Von wegen einmalige Sache.
21:41Die Frau ist ein Profi.
21:44Aber warum beklaut sie ihre Mitbewohner?
21:46Weil sie Schulden hat.
21:48Seit drei Monaten hat sie keine Miete mehr bezahlt.
21:50Und mit diesem Schreiben hier
21:52brot Frau Dörfler ihr mit der Kündigung des Mietverhältnisses.
21:56Sie wollte sie auf die Straße setzen.
21:58Da stelle ich mir echt krass vor,
21:59wenn man in dem Alter noch ein neues Zuhause finden muss.
22:03Was glaubst du wohl,
22:03was das mit Frau Fischer gemacht hat?
22:05Du meinst, das wäre auch ein Mordmotiv?
22:07Mhm.
22:08Vor allem, wenn Frau Dörfler ja wegen der Diebstähle auf die Schliche gekommen ist.
22:12So ist es.
22:16Ach und Franzi.
22:19Gute Arbeit.
22:23Das hier haben wir im Büro von Frau Dörfler gefunden.
22:26Sie hat offenbar ganz genau Buch geführt darüber,
22:29wann in den vergangenen Wochen in der Wohlfühloase geklaut wurde.
22:33Na und?
22:34Was hat das mit mir zu tun?
22:36Na ja,
22:37offenbar machen sie das ja öfter.
22:39So wie zuletzt beim Bernd Schöffler.
22:41Muss schon sagen,
22:42ganz schön abgebrüht.
22:43Die anderen gehen tanzen
22:45und sie gehen auf Beuterzug.
22:47Sie tun ja gerade so,
22:48als wäre ich eine Kriminelle.
22:49Bloß weil ich mir einmal 50 Euro ausgeliehen habe.
22:53Wir können auch in Ihrer Wohnung
22:54nach dem Diebes gut schauen.
23:00Gut.
23:02Dann werde ich den Kollegen Bescheid sagen,
23:04Sie sollen den Durchsuchungsbefehl direkt in die Wege bringen.
23:06Nein, bitte bleiben Sie da.
23:08Ich, äh,
23:09ich sage Ihnen schon,
23:10warum ich das gemacht habe.
23:17Bitte.
23:19Ich habe halt nicht so eine fette Beamtenpension wie der Bernd.
23:23Außerdem sind die sowieso alle senil.
23:25Oder sie haben so viel Geld,
23:27dass sie gar nicht merken,
23:27wenn ihnen was fehlt.
23:29Aber Frau Dörfler hat was gemerkt.
23:32Die Dörfler wollten mich aus der Wohlfühloase werfen,
23:35nach so vielen Jahren.
23:37Sie hat Ihnen sogar damit gedroht,
23:38sie anzuzeigen,
23:39wegen der Diebstähle.
23:40Dabei kann sie mir überhaupt nichts nachweisen.
23:45Was wollten Sie denn gestern in Ihrem Büro?
23:48Ich wollte eine Uhr zurückbringen.
23:51Zurückbringen?
23:53Ich habe Angst gehabt,
23:54dass man darüber rauskriegt,
23:56dass ich öfter mal...
23:59Naja, Sie wissen schon.
24:07Der Wickerl Hammerschmid,
24:08der hat mir gesagt,
24:09dass Sie um 21.30 Uhr
24:10gemeinsam die Veranstaltung verlassen haben.
24:13Ja.
24:14So war es auch.
24:15Der Wickerl hat mich begleitet.
24:16In meine Wohnung.
24:20Und dann?
24:21Sind Sie dann vielleicht noch mal in die Aula zurück,
24:23um mit der Frau Dörfler zu sprechen?
24:26Ich habe vielleicht lange Finger,
24:29aber einen Menschen umbringen...
24:32Na.
24:34Na, so was kann ich nicht.
24:37Und jetzt würde ich gerne gehen,
24:39wenn sie Ihnen nichts ausmacht.
24:41Gut.
24:42Aber Frau Fischer,
24:44wir schicken einen Kollegen mit,
24:47der das Diebesgut konfisziert.
24:49Muss das sein?
24:50Das passt mir im Moment überhaupt nicht.
24:57Also so richtig traue ich Ihnen nicht zu,
24:59dass Sie jemanden umbringt.
25:00Weil es so charmant ist.
25:02Ja, das auch.
25:04Sie hat aber kein Alibi.
25:06Genauso wenig wie Konrad Häuser
25:07oder der Hausmeister Wickerl Hammerschmid.
25:11Bin jetzt mal gespannt,
25:12was der Max bei ihr in der Wohnung findet.
25:13Das bin ich auch.
25:14Und ich muss jetzt los.
25:16Die Elli wartet.
25:19Oh, verdammt.
25:20Ich auch.
25:22Bis morgen.
25:35So muss man schon sagen.
25:36Nicht schlecht.
25:37Ich dachte, hier ist es vielleicht ruhiger.
25:39Vor allem muss nachher keiner
25:41die Spülmaschine anwerfen.
25:44Nein, im Ernst.
25:45Ist wirklich schön.
25:47Soll es wieder gut machen.
25:48Perfekt.
25:50Also, Entschuldigung angenommen.
25:55Also eigentlich wollte ich dir die Chance geben,
25:59dich bei mir zu entschuldigen.
26:01Du wolltest mir die Chance geben.
26:04Ja?
26:04Oh, danke.
26:06Großzügig.
26:07Okay.
26:08Gut.
26:09Da braucht wohl noch jemand ein bisschen Zeit zum Nachdenken.
26:13Spezialität aus dem Hause Beißel.
26:14Nie einen Fehler zugeben.
26:16Jerry,
26:17du sollst mich nicht in einen Top werfen mit meinem...
26:20Papa.
26:20Was?
26:21Dein Papa.
26:22Hast du den eingeladen?
26:23Nein.
26:24Grüß dich jetzt vor.
26:26Habt ihr noch einen Platz?
26:27Wir wollten doch eigentlich reden.
26:30Und die wahrscheinlich auch.
26:33Ist eine treueste Zeit, oder?
26:36Ja.
26:38Ja?
26:38Setzen Sie sich noch.
26:39Die haben hier ein ausgezeichnetes Hirschgulasch.
26:42Das müssen wir probieren.
26:43Schau, Johanna.
26:44Dem Papa geht es wieder mehr ums Essen als ums Reden.
26:47Dem Jerry scheinbar auch.
26:50Und die Ellie redet gern.
26:53Hast du mir nichts zum Sagen heute?
26:55Ja doch, freilich.
26:56Aber ich möchte es jetzt einfach gemütlich haben.
27:00Gemütlich.
27:01Gemütlich, gemütlich, gemütlich.
27:02Ich kann es nicht mehr hören.
27:03Wenn du so gern gemütlich hast,
27:05dann schlafst du halt auch irgendwo, wo es gemütlich ist.
27:08Ach, wir haben es gestern eigentlich ganz nett gehabt.
27:11Ja, finde ich auch.
27:13Ja, dann.
27:13Gut.
27:14Weißt du was, Mama?
27:15Dann gehen wir doch.
27:17Dann könnt ihr in Ruhe essen.
27:18Ohne reden.
27:19Bitte.
27:22Was war jetzt das?
27:24Haben Sie das kapiert?
27:25Ja, das ist nicht.
27:27Ich habe jetzt Hunger.
27:29Monika!
27:30Wir kriegen bitte zwei Bier und zwei Hirschgulasch.
27:35Ja.
27:41Was war jetzt?
27:43Ja.
27:46Ja.
28:10Kaffee ist fertig.
28:12Hab's gesehen.
28:19Ja, und beim nächsten Mal das Geschirr, bitte gleich in den Spüler.
28:26Danke, Bene.
28:30Wegen dem Ganzen hier.
28:32Ja?
28:34Wir ermitteln jeden Tag miteinander.
28:38Wir sind jeden Tag konfrontiert mit Mord und Totschlag.
28:41Ja, Mord und Totschlag.
28:43Ich brauche eine strikte Trennung zwischen Familie und Mord.
28:48Genau.
28:49Und deswegen, ich glaube, wir müssen los, Herr Beißel.
28:55Ja, danke, Herr Paulsen.
28:59Wollen Sie so?
29:00Ich hab's gleich.
29:08Ah, Max, kennst du den Wickerl Hammerschmidt?
29:11Nein.
29:12Weil der macht auch Musik.
29:13Aha.
29:14Als Hobby.
29:15Aha.
29:17Aha.
29:19Ja, wir haben nächste Woche einen Auftritt.
29:21An Übernesser, reit im Winkel.
29:23Läuft ja richtig bei dir.
29:25Aber nicht, dass du uns davonläufst.
29:26Bin kein Läufer.
29:28Und was haben wir schon jetzt in den Kisten?
29:30Konfiszierte Ware.
29:31Die ist gut von der Ritter Fischer.
29:33Nachher kommst du dann noch vorbei, um es zuzuordnen.
29:36Ja, dann schauen wir doch mal rein.
29:39Die KTU hat den Rechner von Frau Dörfler freigegeben
29:42und ich hab direkt was gefunden.
29:45Danke, Franzi.
29:46Gehen.
29:48Ein Kündigungsschreiben.
29:51Fredona Peres.
29:53Wegen Fehlmedikation.
29:54Sie hat einer Bewohnerin das falsche Medikament verabreicht.
29:59Schwerer Vorwurf.
30:00Könnte sogar vor Gericht landen.
30:02Da steht ja einiges auf dem Spiel für sie.
30:05Donna Peres.
30:06Wollte die nicht diesen Betriebsrat gründen?
30:10Damit man ihr nicht kündigen kann.
30:13Schau mal vorbei.
30:14Schau mal vorbei.
30:20Ja, ist wirklich dumm gelaufen gestern.
30:23Lass uns heute einfach nochmal versuchen.
30:25Aber ohne Eltern.
30:29Johanna, warte.
30:31Ich glaube, ich muss Schluss machen.
30:33Ja, ja, wir hören uns später.
30:39Nein.
30:40Wie ist ja alles durchwühlt.
30:42Bleiben Sie zurück, bitte.
30:44Wissen Sie, wer das gewesen sein könnte oder was die gesucht haben?
30:47Nein, keine Ahnung, wirklich nicht.
30:50Herr Häuser, eine Frage zu Frau Peres.
30:53Wussten Sie, dass Frau Dörfler Sie kündigen wollte?
30:56Nein, das war ich zum ersten Mal.
30:59Aber das mit der Fehlmedikation haben Sie mitbekommen.
31:01Ja, klar, das habe ich ja auch gemeldet.
31:04Entschuldigen Sie, ich muss echt weiter.
31:05Hier herrscht jetzt totale Chaos.
31:06Ja.
31:13Ja, Max, wir brauchen die Spuse in der Wohlfühloase.
31:17Der Beruf von Frau Dörfler ist eingebrochen worden.
31:19Danke.
31:23Ich sehe das zum ersten Mal.
31:27Die Frau Dörfler hat Ihnen nicht gesagt, dass sie Ihnen kündigen wollte.
31:31Nein, das wusste ich nicht.
31:32Es gab nur ein Gespräch, in dem sie mich zurechtgewiesen hat.
31:37Aber an der Verwechslung mit den Medikamenten, da ist schon was dran.
31:41Ich habe eine Patientin mit Koliken versehentlich Laxazantropfen statt Metamizul verabreicht.
31:47Und wie ist das aufgefallen?
31:48Ein Kollege hat gemerkt, dass die Patientin Zeichen einer starken Dehydrierung zeigte und plötzlich stürzte.
31:54Aber wie konnte ja noch so was passieren bei der Erfahrung.
31:56Die Fläschchen sehen sich recht ähnlich.
31:59Im Stress kann das schon mal passieren.
32:01Und trotzdem wollte ja noch die Frau Dörfler kündigen.
32:04Wie schon gesagt, davon wusste ich nichts.
32:07Außerdem hätte sie mich sowieso nicht rausschmeißen können.
32:10Wie in der Gründung vom Betriebsrat.
32:12Ein Betriebsrat ist unser gutes Recht.
32:14Wir sind mehr als fünf Mitarbeiter.
32:16Damit steht uns das zu.
32:18Warum wollten Sie denn den Betriebsrat überhaupt gründen?
32:22Die Dörfler hat sich Sachen rausgenommen, die einfach nicht gehen.
32:25Zum Beispiel?
32:27Zum Beispiel hat sie den Pausenraum verkleinert.
32:29Aber am meisten hat sie unsere neue Auszubildende schikaniert.
32:32Ah.
32:35Was schon.
32:36Die Shari Otoro.
32:38Shari ist eine sehr kompetente Pflegerin.
32:40Aber die Dörfler hat ständig an ihr rumgemäkelt und ihr zusätzliche Wochenenddienste reingedrückt.
32:45Und Shari ist einfach nicht der Typ, der sich wehrt.
32:50Was hat die Frau Dörfler gesagt zu dem Betriebsrat?
32:53Sie war sauer.
32:55Ich denke, sie hatte Angst, dass es beim Vorstand so rüberkommt, als hätte sie ihren Laden nicht im Griff.
33:01Was anders.
33:03Wann sind Sie denn gestern aus der Wohlfühloase raus?
33:06So gegen 22.15 Uhr.
33:09Gibt's ja Zeugen.
33:11Höchstens Herr Schneider, bei dem war ich als letztes.
33:13Aber der ist schon ein bisschen senil.
33:15Ich denke nicht, dass der sich groß erinnert.
33:19Dann sind Sie wieder zurück in die Aula und wollten mit der Frau Dörfler reden.
33:23Warum sollte ich?
33:24Ich wusste ja nicht, dass sie ihre Drohung, mich rauszuwerfen, wahrmacht.
33:30Tja.
33:37Shari!
33:39Da bist du ja. Ich hab dich gesucht.
33:41Ich will dir nur sagen, dass du leider heute die Schicht alleine zu Ende machen musst.
33:45Ist was mit Donner.
33:46Shari.
33:48Ich würde dir wirklich empfehlen, dich von Donner fernzuhalten.
33:51Ihr beide seid viel zu eng, das ist nicht gut.
33:55Wie meinen Sie das?
33:57Shari.
33:58Mir ist nicht in Gang, wie ihr bei der Preiswahl um beide getuschelt habt.
34:01Die Polizei hat Donner schon in dem Mangel.
34:03Vielleicht nehmen sie sie heute auch schon gleich mit.
34:07Häuser?
34:09Ja, ja, ich kümmere mich drum.
34:12Ich bin gleich da.
34:20Was ist los mit dir, Shari?
34:24Ich...
34:26Ich habe ein großes Problem.
34:30Kann ich dir helfen?
34:34Ich muss mit der Polizei reden.
34:36Was?
34:38Warum das denn?
34:40Mit dir ist nicht zu spaßen.
34:43Ich muss.
34:46Tu, was du nicht lassen kannst, aber...
34:48Denk daran, manche Sachen muss man für sich behalten.
34:54Also, wenn du irgendwie Hilfe brauchst...
34:57Du weißt ja, wo ich wohne.
35:07Ah, da haben wir's.
35:10Arbeitnehmer, die einen Betriebsrat gründen wollen, genießen einen besonderen Kündigungsschutz.
35:17Möglich ist aber eine außerordentliche, fristlose Kündigung.
35:20Dafür muss ein schwerwiegender Grund vorliegen.
35:23Die Fehlmedikation.
35:25In diesem Zusatz hat die Doma Perez wahrscheinlich übersehen.
35:30Vielleicht hat sie ja erst im Nachhinein erfahren, dass sie gekündigt werden kann.
35:34Das wäre ein Mordmotiv.
35:36Entschuldigung, kann ich kurz...
35:38Ja, bitte.
35:39Shari Oduru hat eben angerufen, sie will eine Aussage machen.
35:42Aber ihr Chef lässt sie nicht gehen.
35:44Deshalb bittet sie darum, dass ihr in die Wohlfühloase kommt.
35:47Danke, Franzi.
35:51Willst du auf gucken?
35:53Ja, ich könnte schon wieder.
35:58Frau Oduru, was wollten Sie uns sagen?
36:03Ich bin an allem schuld.
36:05Wie bitte?
36:06Die Medikamente, die hab ich vertauscht.
36:09Dürfen Sie denn überhaupt Medikamente ausgeben? Sie sind doch noch in der Ausbildung.
36:15Donner war an dem Tag bei der Gewerkschaft in München.
36:18Für den Betriebsrat.
36:20Und auf dem Rückweg stand sie im Stau und hat es nicht rechtzeitig zur Nachmittagsschicht geschafft.
36:26Und damit Frau Dörfler davon nichts mitbekommt, sind Sie für Donner eingesprungen?
36:30Ja, genau.
36:31Ich musste ihr helfen.
36:33Okay, und wie genau ist das abgelaufen?
36:37Donner rief mich von unterwegs aus an.
36:39Ich sollte die Medikamente herrichten und dann mit ihrem Kürzel im Giftschrank unterschreiben.
36:45Und dann haben Sie die Verpackungen vertauscht.
36:48Und Frau Dörfler, Ihre Chefin, hat von dem Fehler erfahren.
36:51Deshalb wollte ich die Wahrheit sagen, dass ich das war.
36:55Aber Donner wollte das nicht.
36:58Ah, Nachricht von Max.
37:00Er schreibt, deine Freundin wartet im Büro.
37:02Bitte?
37:07Den hab ich von Adele Müller, Wohnung 35.
37:12Frau Fischer.
37:16Grüß Gott, Herr Paulsen.
37:21Ganz schön protzig.
37:24Der Mann von der Rosa Weindler war Bankdirektor.
37:27Die hat noch ganz andere Klunker.
37:29Was wollten Sie mit den Sagen eigentlich machen?
37:32Willst du sie verkaufen oder was?
37:34Die wollte ich zum Trödler bringen.
37:37Nächste Woche bin ich sowieso in München.
37:41Sagen Sie mal, Frau Fischer, wie viel ist denn das?
37:4510.000 Euro.
37:4710?
37:49Und von wem haben Sie das?
37:52Das...
37:54Das hab ich aus dem Büro von der Frau Dörfler.
37:57Genau 10.000 in einem Umschlag.
38:00Wann haben Sie denn das geklaut?
38:02Vor einer Woche ungefähr.
38:06Zusammen mit der Uhr.
38:07Das ist auch von der Frau Dörfler.
38:11Da ist hinten eine Grabuhr.
38:13Für immer dein.
38:15Für Konrad in Liebe, Carola.
38:17Stimmt.
38:19Die Dörfler mit dem Häuser.
38:21Das ist doch allerhand.
38:23Ist der Häuser nicht verheiratet?
38:24Ja, freilich.
38:25Das wird er uns erklären.
38:27Sophia?
38:33Da hab ich Ihnen jetzt direkt geholfen, oder?
38:37Eigentlich könnte ich ja gleich bei der Kripo anfangen.
38:39Was meinen Sie?
38:41Ich denk drüber nach.
38:48Grüß Gott, Herr Häuser.
38:50Sagen Sie mal, Sie kannten ja die Frau Dörfler doch ein bisschen besser, als Sie mir gesagt haben.
38:55Wie kommen Sie da drauf?
38:57Für immer dein, für Konrad in Liebe, Carola.
39:02Scheiße.
39:02Okay, ich kann hier nicht sprechen.
39:03Kommt, bitte.
39:09Ja, okay.
39:11Die Caro und ich, wir hatten eine Affäre, aber das darf auf gar keinen Fall irgendjemand wissen.
39:14Vor allem nicht Ihre Frau.
39:17Ganz schön teure Uhr.
39:18Für so ein bisschen Affäre.
39:21Die Caro hat mir ständig so teure Geschenke gemacht.
39:23Aber ich konnte sie natürlich nicht annehmen, das hat auch meine Frau gemerkt.
39:27Klingt verzwickt.
39:29Ja, sie wollte, dass ich meine Frau verlasse.
39:31Aber es ging mir viel zu schnell.
39:33Haben Sie sich mit ihr gestritten?
39:36Ja, sie hat mir vorgeworfen, die Liebe wäre einseitig.
39:39Und sie würde für mich viel mehr machen, als ich für sie.
39:42Was meinte sie damit?
39:44Ja, weil sie meine Mutter so kurzfristig hereingebracht hat.
39:46In die freie Wohnung.
39:49Gibt's da keine Warteliste?
39:52Eigentlich schon.
39:53Verstehen Sie mich?
39:54Ich wollte doch einfach nur, dass meine Mutter versorgt ist.
39:59Also im Büro von Frau Dörfler lagen 10.000 Euro.
40:03Waren die vielleicht von Ihnen?
40:05Als Schmiergeld, damit Ihre Mutter um die Warteliste rumkommt?
40:08Nein.
40:09Und das würde ich auch nie tun.
40:10Und das brauchte ich auch gar nicht.
40:11Die Caro kam von ganz allein auf die Idee.
40:14Warum hatte denn die Caro 10.000 Euro in Baren in ihrem Büro rumliegen?
40:18Weiß es nicht.
40:20Wir denken, der Einbruch letzte Nacht hätte was damit zu tun.
40:23Also wer wusste von dem Geld?
40:24Woher soll ich das wissen?
40:26War das denn schon offiziell, dass Ihre Mutter hier einziehen wird?
40:29Nein.
40:30Und Sie haben auch mit niemandem drüber gesprochen?
40:32Nein.
40:34Doch.
40:35Doch.
40:37Mit der Rita Fischer habe ich gesprochen.
40:38Der habe ich es beim Tanzen erzählt bei der Preisvolleheu.
40:40Meine Mutter wird ihre Nachbarin.
40:48Das ist die Warteliste.
40:50Über 100 Menschen stehen da drauf.
40:52Die warten alle auf eine Wohnung in der Wohlfühloase.
40:54Gibt es was Auffälliges?
40:56Ja, am Häusern.
40:57Seine Mutter steht nicht dabei.
40:59Ist ja komisch.
41:01Isabel Seidl.
41:02Die auf Platz 1.
41:03Ja, der Name sagt mir irgendwas.
41:05Ist das die Warteliste?
41:06Aha.
41:07Sagt dir der Name Isabel Seidl was?
41:09Nee.
41:10Dir, Franzi.
41:11Also, auf Frau Dörflers Laptop auf der Liste steht sie nicht auf Platz 1, sondern auf Platz 32.
41:20Von wann ist die Liste?
41:22Vom letzten Monat.
41:23In zwei Wochen auf Platz 1.
41:24So viele können in der Zeit doch gar nicht sterben.
41:28Isabel Seidl.
41:30Hat sie fixe, nur habe ich den Namen schon mal gehört.
41:33Isabel Seidl.
41:35Ja, vielen Dank.
41:36Ich warte auf Ihren Rückruf.
41:37Ah, ich weiß.
41:38Der Hausmeister, Wickel Hammerschmidt, der hat das am Telefon gesagt.
41:42Ich überprüfe den Namen gleich mal.
41:43Super, danke dir.
41:53Wickel, hast du mitbekommen, dass man bei der Carola eingebrochen hat?
41:59Was ist los?
42:00Ob du mitbekommen hast, dass man bei der Carola ein Büro eingebrochen hat?
42:03Man hat dir die Tür aufgebrochen.
42:05Ja, mit sowas.
42:07Ach so.
42:19Hast du das?
42:22Was rittst du denn da?
42:25Hör mal, wusstest du von dem Geld?
42:27Jetzt ist es aber mein Gurt.
42:31Du wolltest dir die 10.000 Euro holen.
42:37Bingo.
42:38Isabel Seidl ist die Mutter von Beckerl Hammerschmidt.
42:40Sau.
42:43Dann hat Hammerschmidt also Frau Dörfler mit den 10.000 Euro geschmiert, damit seine Mutter
42:48die Wohnung bekommt.
42:49Und trotzdem bitt die Frau Dörfler die Wohnung an die Mutter von ihrem Liebhaber, dem Herrn
42:53Häuser.
42:54Die Wohnung hätte meine Mutter kriegen sollen, nicht deine.
42:56Wovon redest du?
42:57Das höre ich zum ersten Mal.
42:58Die Carola hat mir einfach die Wohnung gegeben.
43:01Die Dörfler und du?
43:04Ihr habt's was miteinander gehabt.
43:05Ja, na und?
43:07Was spielt denn das jetzt für eine Rolle?
43:08Jetzt verstehe ich's endlich.
43:09Was?
43:11Du hast zu leicht reden.
43:12Sprichst mit der Chefin ins Bett und kriegst die Wohnung.
43:14Ich hab ihr mein gesamtes Erspartes gegeben.
43:31Wo ist der Herr Hammerschmidt?
43:33Wickerl?
43:33Was holen Sie denn vom Wickerl?
43:34Frau Pérez.
43:35In der Werkstatt.
43:36Er ist in der Werkstatt.
43:42Das warst du.
43:44Du hast die Carola umgebracht.
43:46Gott, warum?
43:48Sie hat ihr überhaupt nichts getan.
43:51Ich rufe die Polizei.
43:52Was machst du denn?
43:53Wickerl?
43:54Wickerl, mach mal, mach keinen Scheiß.
43:56Du bist der Chef, ne?
43:57Hey, stopp!
43:58Waffe runter!
44:00Waffe runter!
44:03Das ist fein lassen.
44:17Wickerl?
44:18Wickerl?
44:19Bitte sag, dass das nicht wahr ist!
44:20Ich wollte es nicht.
44:22Wirklich.
44:23No.
44:26Ich muss doch meine Mutter irgendwo unterkriegen.
44:28Geht so schlecht, Donner.
44:30Ich kann mich nicht länger um die kümmern.
44:31Ich pack das nimmer.
44:33Die Dörfler waren neu auf ihren eigenen Profithaus.
44:35Die haben uns alle noch ausgenutzt.
44:44Ich verspreche dir,
44:47ich kümmere mich um deine Mutter.
44:52Damalschmied, wir müssen.
45:15Ich habe Ihnen ja gesagt,
45:17ich bin keine Kriminelle.
45:19Moment.
45:20Sie haben schweren Diebstahl begangen,
45:23Frau Fischer.
45:24Aber das ist doch kein echtes Verbrechen.
45:27Übrigens, jetzt,
45:29wo ich alles zurückgegeben habe,
45:30darf ich hier wohnen bleiben.
45:32Ach.
45:33Und was ist mit Ihren Mietschulden?
45:35Die habe ich natürlich beglichen.
45:39Beglichen.
45:41Möchte ich wissen,
45:42wie Sie das angestellt haben?
45:45Besser nicht.
45:55Ich bin echt froh,
45:56dass wir jetzt endlich geredet haben.
45:58Und nochmal,
45:59es tut mir wirklich leid.
46:00Mir auch.
46:03Es gibt da was,
46:04was ich dir schon heute früh sagen wollte.
46:06Und vielleicht ist jetzt der richtige Augenblick gekommen.
46:09Oh je, kommt was Schlimmes?
46:12Nee.
46:13Eher was Positives.
46:16Sag bloß,
46:16du hast einen Urlaub gebucht.
46:19Dafür werden wir jetzt erstmal keine Zeit haben, Jerry.
46:22Wieso?
46:27Du meinst,
46:29du bist...
46:30Ich bin schwanger.
46:32Bekomme ein Baby?
46:33Ja.
46:34Bist du sicher?
46:35So sicher,
46:35wie man sich in der 10. Woche sein kann.
46:37Also...
46:38Jana.
46:40Willkommen im Baby.
46:41Ja.
46:42Hallo Jana.
46:44Grüß dich.
46:45Du sag mal,
46:45ich habe so viele Äpfel im Garten,
46:47du brauchst doch bestimmt welche, oder?
46:48Mhm.
46:50Ähm...
46:50Hauptsache wieder Zaumkraft.
46:52Ja?
46:52Ja.
46:53Sieht so aus.
46:53Ja, ähm...
46:55Wollen wir?
46:56Ja.
46:57Machen wir.
46:57Okay.
46:58Also, ähm...
47:00Ja, Willkommen im Baby.
47:01Was?
47:03Ja.
47:04Das ist ja...
47:05Großartig ist das.
47:06Das...
47:08Gratulation.
47:09Gratulation.
47:12Sebi.
47:13Eure Wurstheit, wie geht's?
47:15Hast du noch eine Schreinerei?
47:17Sehr gut.
47:18Du erinnerst dich noch an die Wiege?
47:20Ja.
47:21Nix rosa oder blau.
47:23Naturholz unbehandelt.
47:26Der Rest ergibt sie.
47:35Bu wurde eine Schreinerei.
47:40Ich rieche.
47:42Du bist mir千 Caucasian.
47:43Und da wird er sich zum Beispiel$2.
47:54Und da darf man verstehen.
47:57Das ist jagesch aktiv.
47:57Du RIrn.
47:57Däول rushed,
47:58du der jeșterin hier. Du kannst nachollo machen.
47:58этот is arm eighteen nie valeur.
48:01Untertitelung des ZDF, 2020
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