00:01Meine Lieben, die Spatzen fallen es nun von allen Dächern.
00:05Der Krieg steht vor der Tür, der Tod ist im Topf.
00:09Aber auch ganz unbeachtet dieser traurigen Tatsachen ist es uns nun mal gesetzt, dass wir sterben müssen.
00:18Also ob mit oder ohne Krieg.
00:21Jesus Christus, unser geliebter Heiland, ertröstet uns.
00:24Wie immer, so gerne. Jetzt hier Johannes 16, Vers 32, da sagt er, siehe, es kommt die Stunde, dass ihr
00:34mich alleine lasst.
00:36Aber ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir, Johannes 16, 32, wohl dem, der das gerade in
00:48der Stunde der Not und Anfechtung von sich sagen kann.
00:51Das wünsche ich dir so sehr.
00:54In den entscheidenden Stunden unseres Lebens müssen wir also mal alleine gehen.
01:00Da müssen wir durch.
01:02Wenn wir versucht werden, niemand kann mit uns gehen und an unserer Stelle kämpfen.
01:08Geht nicht.
01:09Sonst wäre es ja keine Versuchung mehr.
01:11Wenn Kreuz und Leid uns auferlegt sind von dem Herrn, wie sehr auch die Liebe unserer Geschwister uns tröstet,
01:23so wie der Leidende selbst kann es doch ein anderer nicht fühlen.
01:29Bei allem Mitgefühl und Mitleid.
01:31Es bleibt mein Leid, es bleibt mein Schmerz.
01:34Das kann ein anderer nicht fühlen.
01:36Und nahet sich uns jetzt der Tod.
01:40Ja, jeder von uns muss allein auf diesen geheimnisvollen Weg.
01:45Keiner kann uns da begleiten.
01:48Da können wohl viele rumstehen, ja, und singen und beten, ja.
01:53Aber diesen letzten Meter gehen wir ganz allein.
01:58In all den Stunden, wo der Menschenliebe uns also ferner tritt, kommt Gottes Liebe uns aber umso näher.
02:09Ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir.
02:14Ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir.
02:17Gerade die Not der Vereinsamung, die soll dich und mich treiben, Gottes Vaterherz zu suchen.
02:27Und die Klage über die Ohnmacht aller menschlichen Liebe, die soll sich verwandeln in den Lobpreis seiner ewigen Treue.
02:39Und diese ewige Treue, die verleugnet sich auf gar keinen Fall und niemals.
02:46Es ist gut, auf den Herrn vertrauen und sich nicht verlassen auf Menschen.
02:52Vater und Mutter müssen mich da schließlich auch verlassen.
02:56Aber der Herr nimmt mich auf jeden Fall auf.
03:00Wenn ich dich nur habe, frage ich nichts nach Himmel und Erde.
03:05Der Herr ist mein Jette.
03:07Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück.
03:12Denn du bist bei mir.
03:15Herr, bleibe bei mir, denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneiget.
03:21Verlass mich nicht, ob ich dich gleich oft verlassen habe.
03:27Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, ob ich gleich oft dich und dein Wort verworfen habe.
03:39Das sind Gebete nach der Heiligen Schrift, die werden erhört.
03:44Und weiter.
03:45Gib her, dass ich fest auf deine Verheißung baue.
03:50Ich will dich nicht verlassen, noch versäumen.
03:53So gib mir ein tapferes Gemüte, dass ich mich vor keiner Gewalt fürchte, die sich gegen mich auflehnt.
04:03Dass ich mich im Glück nicht überhebe und im Unglück nicht verzage.
04:09Gib mir den Geist der Stärke.
04:11Dass ich die Wahrheit liebe und bekenne und der Gerechtigkeit beistehe in jeder Situation, ohne wankern.
04:25Und wenn es dein Wille ist, auch alles getrost erleide.
04:31Lass mich auf den festen Grund Gottes und des Glaubens erbaut werden, welcher besteht und hat dies Siegel.
04:40Gott kennt die Seinen.
04:45Glauben wir nicht?
04:48So ist er doch treu.
04:50Er kann sich nun mal nicht selbst verleuchten.
04:53Gott ist die Liebe.
04:57Und so beten wir dann auch.
04:59Ich bewahre mich durch deine göttliche Macht zur Seligkeit.
05:04Lass mich einhergehen in der Kraft des Herrn, meines Gottes, stark sein im Herrn und in der Macht seiner Stärke.
05:14Das wünsche ich euch, das wünsche ich uns allen, jetzt gerade in diesen Kriegs- und Krisenzeiten.
05:19Amen.
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