00:01Mein lieber Zuhörer, liebe Zuhörerinnen, lieber Bruder, liebe Schwester in dem Herrn Jesus Christus,
00:08Jesus lebt, Jesus rettet, das ist mein Slogan.
00:14Und ganz sicher ist das auch das Leitwort für viele andere Brüder.
00:21Jesus rettet, das ist Fakt.
00:24Aber sofort steigt der Zweifel auf, wie der Geier im Abendrot.
00:30Ja, wo ist er denn?
00:32Und wo war er denn, als meine Mutter so qualvoll an Krebs verstarb?
00:37Wo war er denn, als die Nachbarin von dieser Horde Männer vergewaltigt worden ist?
00:43Ja, wo war er denn, als das Kind unter den Zwillingsreifen vom Linienbus sein Leben verlor?
00:48Wo war ich, Jesus, als meine Ehe geschieden wurde und als ich meinen Arbeitsplatz verlor und als mein Haus gefändet
00:55wurde und du sagst, Jesus rettet?
01:00Wer von uns kennt solche Anfechtungen voller Spott und Zweifel nicht, ne?
01:05In diese Spannung hinein klingt dann aber das Wort aus Lukas 2, Vers 10 und folgende an Heiligabend.
01:13Da heißt es, und siehe, das Herrnengel trat zu ihnen und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie und sie
01:21fürchteten sich sehr.
01:23Und der Engel sprach zu ihnen, fürchtet euch nicht, siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird.
01:33Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr in der Stadt Davids.
01:41Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Herrscher, die lobten Gott und sprachen, Ehre sei Gott
01:50in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.
01:54Da die Hirten es aber gesehen hatten, bereiteten sie das Wort aus, welches ihnen von diesem Kind gesagt war.
02:04Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten.
02:12Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.
02:23Amen.
02:27Wie viele oder wie wenige Menschen hatten in dieser seligen Nacht damals die Heilsbotschaft der ganzen Welt gehört?
02:36Wie viele haben sie mit den Ohren des Herzens im Glauben gefasst?
02:41Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.
02:52Maria blieb nicht bei der Verwunderung über diese Offenbarung Gottes, nein, sondern sie nahm alles zu Herzen.
03:01Sie nahm das gesamte Geschehen und jedes einzelne Wort persönlich.
03:05Sie ergriff das alles als eine persönliche Offenbarung Gottes, direkt in ihr Herzlein hinein.
03:14Hier offenbart uns Gott, was Glaube heißt.
03:22Als Beispiel für Glauben nimmt er jetzt aber nicht einen so gewaltigen Glaubensmann wie den Petrus oder den Paulus,
03:29sondern Gott nimmt ein ganz schwaches Weiblein, das außerdem gerade von den lebensbedrohenden Ereignissen ihrer Entbindung völlig geschwächt und erschöpft
03:40war.
03:42Gerade das ist doch die Ansprache Gottes.
03:46Wenn doch ein dermaßen schwaches Menschlein die Offenbarung des Herrn erkennen und annehmen kann,
03:54warum, ja warum erkennst du dann nicht einmal die Offenbarung des Herrn in deinem eigenen Leben, mein Lieber?
04:03Wie oft hast du diese Geschichte von Jesu Christi Geburt, von seiner Kreuzigung und der Auferstehung aus den Toten schon
04:09gehört?
04:11Und du glaubst das einfach nicht?
04:14Und diese gewaltigen Ereignisse waren gewiss nicht die einzigen Gelegenheiten, wo Gott sich auch dir in deinem Leben ganz persönlich
04:25geoffenbart hat.
04:26Wie viele Gottes- und Menschenstimmen hast du bis heute eigentlich schon empfangen?
04:33Wie viele wunderbare Ereignisse, wie viele wunderschöne Erlebnisse, wie viele traumhafte Stunden des Glücks hast du erleben dürfen?
04:42Und das alles hat dich nicht in Dank und Demut vor Gott geführt?
04:49Die Wunder Gottes in deinem Leben können gar keine Frucht des Glaubens bringen, wenn du dich womöglich selbst gegen die
04:59Wahrheit des Herrn Jesus Christus verschlossen hast.
05:02Wie soll das gehen?
05:03Oder wie gerne, ahlst du dich vielleicht in der Rolle des Opfers?
05:10Ja, seitdem mir dies oder das oder jenes von Glaubensleuten oder sonst wo geschehen ist, kann ich einfach nicht mehr
05:16an Gott glauben.
05:17Und ähnliche Sprüche mögen von dir kommen, nicht?
05:22Die Schriftlacher sagt, Maria aber behielt all diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzelein.
05:34Der Apostel Lukas sagt, Maria aber.
05:39In diesem Aber liegt der Unterschied.
05:41Damit nämlich stellt der Apostel dir ein ganz schwaches Mütterlein als das ultimative Glaubensvorbild vor deine Augen.
05:53Und du behauptest weiterhin, ich kann nicht glauben.
05:58Mein Lieber, jetzt ist die Stunde der Wahrheit, wo du ganz, ganz stille werden solltest.
06:05Denn jetzt offenbart Gott dir den Unterschied.
06:09Maria aber behielt die Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.
06:19Also, zuerst erlebte Maria die Offenbarung des Herrn.
06:23Dann hält sie jedes Wort, alles fest, fest in ihrem Gedächtnis.
06:29Und dann bewegt sie es in ihrem Herzen.
06:36Mein Lieber, im Behalten und im Beachten, in der Annahme der Worte und Tatsachen liegt das Glaubensgeheimnis.
06:46Ja, da liegt drin die Glaubenskraft der echten Gotteskinder.
06:52Und was ist jetzt mit dir?
06:55Auch du hast die Geburtsgeschichte Jesu gehört.
06:59Vielleicht hast du sie nicht in deinem Herzen bewegt, sondern sie etwa wie ein Speiseeis nur konsumiert.
07:07Und bist dann ganz normal, wie üblich, zur Tagesordnung übergegangen.
07:13So hast du das Wort eben nicht angenommen wie Maria.
07:18Und hast dir selbst den Glauben, die Glaubenstüre, verschlossen.
07:23Du bist selber schuld, nicht ein anderer.
07:27Oder du sagst, ich habe ja so viel zu tun.
07:31Oder mir ist dies oder das und jenes dazwischengekommen.
07:34Und mit solchen Entschuldigungen bleibst du in der so geliebten Opferrolle.
07:41Anstatt zuzugeben, ich hatte einfach keiner Lust, das Wort Gottes zu lesen oder zu bedenken.
07:47Wäre das nicht eigentlich viel, viel ehrlicher?
07:51Ich bitte dich, bedenke, was die Schrift sagt.
07:55Nämlich, es ist dem Menschen gesetzt, dass er einmal sterben muss und danach das Gericht Gottes.
08:03Kannst du nachlesen?
08:05Hebräerbrief, Kapitel 9, Vers 27.
08:07Bitte unbedingt nachlesen.
08:10Das gilt dir.
08:12Mein Lieber, bedenke auch du die Worte, die du jetzt hier hörst.
08:16Bewahre und bewege sie in deinem eigenen Herzen.
08:21Zusammen mit alledem, was Gott durch Wort und Tat bisher zu dir gesprochen hat und weiterhin sprechen wird.
08:30Dann nämlich wächst auch in dir der echte Glaube heran.
08:35Und auch du gewinnst die Kraft zu tun und auch zu leiden das, was Gott von dir fordert.
08:42Und dann wird nämlich dein Wandel zeigen, dass Gottes Gnade an dir auch nicht vergeblich gewesen ist.
08:53Und dann hast du dir einen inneren Schatz gesammelt, der dich dann bis in alle Ewigkeit hineinträgt im Glauben.
09:03Ja, selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren.
09:10Ja, Jesus lebt, Jesus rettet.
09:14Amen.
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