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The Second World War. It is the prelude to the worst bloodshed of mankind: The German invasion of Poland on the first of September 1939. Wehrmacht soldiers committed murders of civilians. The term "war of annihilation" was coined. The ARTE documentary, presented in the style of a modern graphic novel, explores how soldiers could become murderers.
Original title: Polen 39. Wie deutsche Soldaten zu Mördern wurden
Original title: Polen 39. Wie deutsche Soldaten zu Mördern wurden
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00:021. September 1939.
00:05Die Wehrmacht überfällt Polen.
00:08Der Zweite Weltkrieg beginn.
00:11Die modernste Armee der Welt will ihren Gegner in einer Blitzattacke vernichten.
00:19Über 1 Mio. deutsche Soldaten erleben in Polen ihre Feuertaufe.
00:24Ganz normale Männer.
00:27Und doch begehen deutsche Truppen vom 1. Tag an in Polen unfassbare Verbrechen.
00:35Sie brennen ganze Landstrichen nieder, terrorisieren die Bevölkerung, töten Zivilisten.
00:44Das war völlig klar damals, dass man dabei eklatante Brüche des Kriegsvölkerrechts beging.
00:52Wie ist diese Brutalität bereits zu Anfang des Krieges zu erklären?
00:58Warum wurden die deutschen Soldaten schon im Polen-Feldzug zu skrupellosen Mördern?
01:05Und aus welchem Grund gab es nur wenige, die sich widersetzten?
01:10Die Aufzeichnungen von drei Soldaten erzählen die wahre Geschichte des Krieges.
01:16Die Männer kämpfen in vorderster Linie, begehen eiskalte Morde.
01:21Andere versuchen, mit den polnischen Feinden menschlich umzugehen.
01:27Menschen werden erstmal dazu erzogen, andere Menschen nicht umzubringen.
01:32Polen 39. Ein Krieg, der die Weichen für das größte Menschheitsverbrechen stellt.
01:38Ein Krieg, der alle Illusionen über das Dritte Reich zerstört.
01:45Und doch kann auch dieser Krieg den letzten Funken Menschlichkeit nicht auslöschen.
02:19Die Deutsche Partei
02:20Die polnische Grenze am 1. September 1939.
02:29Der Überfall beginnt.
02:35Zur ersten Angriffswelle gehört der Artilleriebeobachter Walter K.
02:40Er führt Tagebuch während des Feldzugs.
02:44Am 1. September schreibt er...
02:48Schlag drei Viertel fünf Uhr setzte das Feuer unserer Artillerie ein.
02:53Zur gleichen Zeit überschritt die Infanterie die Grenze.
02:56Ganz schwacher feindlicher Widerstand.
03:01Dann sind die ersten Granaten bei uns eingeschlagen.
03:05Ein saudummes Gefühl.
03:10Der Berufssoldat Walter K. schildert den Polenfeldzug aus der Perspektive des einfachen Frontkämpfers.
03:18Er erlebt den Krieg in vorderster Linie in seiner ganzen Brutalität.
03:24Es ist eine hochmobile Armee, die 1939 über Polen herfällt.
03:29Das oberste Ziel der deutschen Strategie lautet, so rasch und so vernichtend wie möglich soll der polnische Gegner geschlagen werden.
03:39Der deutsche Angriff war sehr geballt und er kam sehr schnell, auch durch den hohen Grad der Motorisierung der Wehrmacht.
03:49Also der Vormarsch ging so schnell vonstatten, dass die Versorgungstruppen der Wehrmacht teilweise gar nicht mehr hinterherkamen.
03:59Von drei Seiten aus greifen die deutschen Verbände an.
04:03Bereits am ersten Tag durchbrechen sie an mehreren Stellen die polnischen Verteidigungslinien.
04:10Um ihr Ziel möglichst schnell zu erreichen, sind den Invasoren alle Mittel recht.
04:37Ohne Pause fliegt die deutsche Luftwaffe eine Angriffswelle nach der nächsten. Auch gegen Ziele hinter der Front.
04:45Später berichten viele deutsche Piloten, wie sie polnische Kolonnen attackierten, militärische und zivile.
04:53Skrupel scheinen die Männer dabei nicht gehabt zu haben.
05:01Es ist so, dass in jeder Gesellschaft, die Anthropologen jemals untersucht hätten, gibt es so etwas wie ein Tötungsverbot.
05:08Menschen werden erstmal dazu erzogen, andere Menschen nicht umzubringen.
05:13Und dann muss man in einem zweiten Schritt, muss jede Kultur sagen, das gilt aber nur für Leute von uns.
05:18Bei den anderen darfst du manchmal schon töten.
05:22Und dann hilft es halt eben, wenn man sagt, das sind unsere Feinde, die wollen uns was Böses.
05:26Sehr häufig wird ja auch mit Notwehr argumentiert.
05:29Also wenn wir die jetzt nicht umbringen, bringen die uns morgen um.
05:32Und insofern wehren wir uns doch eigentlich nur.
05:51In der Nähe der polnischen Grenze wartet am 1. September auch Erich Ehlers auf seinen Marschbefehl.
06:00Der Polenfeldzug beginnt. Doch nicht für uns.
06:04Das schreibt Erich Ehlers in seinem Kriegsalbum, in dem er seine Erinnerungen an den Polenfeldzug festhält.
06:14Erich Ehlers gehört zu einer Formation von kleinen mobilen Einheiten, die hinter der Wehrmacht nach Polen einrücken sollen.
06:23Den Einsatzgruppen.
06:25Sie unterstehen dem Reichsführer SS.
06:33Im September 1939 steht Erich Ehlers im Rang eines Hauptsturmführers.
06:41Als überzeugter Nationalsozialist hatte er in der SS schnell Karriere gemacht.
06:51Die SS genannte Schutzstaffel gilt im Dritten Reich als rassische und ideologische Elite.
06:58Doch Himmlers Weltanschauungskrieger sind auch für die Bekämpfung von Regimegegnern, für Terror und Gewalt zuständig.
07:08Im Krieg sollen die Angehörigen der SS die Speerspitze bilden, um die rassistischen und imperialistischen Ziele des Dritten Reiches in
07:17die Tat umzusetzen.
07:21Die Kerngedanken der nationalsozialistischen Ideologie waren der Antisemitismus, also in der nationalsozialistischen Formulierung die Endlösung der Judenfrage und darüber hinaus
07:35dann auch die Gewinnung von Lebensraum im Osten.
07:38Das waren die beiden zentralen Leitgedanken des Regimes.
07:46Am 1. September schreibt der 44-jährige Reservist Wilhelm Hosenfeld, der kurz zuvor eingezogen worden war, einen Brief an seinen
07:55Sohn in die Heimat.
07:56Die Forderungen des Führers waren annehmbar, bescheiden und hätten dazu gedient, den Frieden zu erhalten.
08:09Für den Veteran des Ersten Weltkriegs gibt es keine Zweifel.
08:15Wenn es von mir gefordert wird, dann gehe ich an die Front.
08:25Seit Beginn des Polenfeldzuges fertigt Wilhelm Hosenfeld umfangreiche Aufzeichnungen von seiner Zeit als Soldat an.
08:32Der fünffache Familienvater ist überzeugter Patriot und glaubt anfangs auch an die Rechtmäßigkeit der nationalsozialistischen Bewegung.
08:45Bereits als junger Mann hatte er für Deutschland im Ersten Weltkrieg gekämpft.
08:52Im August 1914 beginnen die europäischen Großmächte einen Krieg, der zum Trauma einer ganzen Generation werden wird.
09:00Vier Jahre lang bekämpfen sich die Nationen mit allen Mitteln.
09:061918 hat Deutschland den Krieg verloren.
09:10Die Bilanz?
09:11Über 10 Millionen Tote und die Zerstörung des alten Europa.
09:17In Versailles beraten die Siegermächte 1919 über die neue Weltordnung und die Gründung neuer Staaten in Europa.
09:24Polen war vor über 100 Jahren von Deutschland, Österreich, Ungarn und Russland aufgeteilt worden.
09:31Jetzt soll der Staat auf die Landkarte zurückkehren.
09:33Auf Kosten der Verlierer des Weltkriegs, vor allen Dingen auf Kosten Deutschlands.
09:39Deutschland und Polen sind komplementär verfeindet.
09:44Das heißt, es gibt seit den Teilungen Polens, gibt es die goldene Regel in der europäischen Politik.
09:49Wenn Deutschland etwas gewinnt, dann auf Kosten Polens.
09:52Und wenn wie 1918, 1919 Polen etwas gewinnt, dann auf Kosten Deutschlands.
09:56Auch im Westen muss Deutschland Gebiete abtreten.
10:00Doch besonders schwer wiegen die Verluste im Osten.
10:03Die Deutschen müssen auf Westpreußen, Posen und Teile Schlesiens verzichten.
10:08Danzig wird zur freien Stadt erklärt.
10:11Ostpreußen vom Rest des Reiches abgetrennt.
10:15Polen wird damit zu einer neuen Macht im Osten.
10:18Zum Missfallen der allermeisten Deutschen.
10:21Der verlorene Deutsche Osten ist für die Parteien der Weimarer Republik eines der ganz wenigen Themen, das sie wirklich verbindet.
10:30Sie sind ja zutiefst verfeindet, untereinander Linke und Rechte, später auch die Nationalsozialisten und Kommunisten.
10:37Und was diese Parteien gemeinsam haben, ist die Ablehnung oder die feindliche Einstellung gegenüber dem Grenzverlauf zu Polen.
10:47Die Deutschen fühlen sich betrogen, hintergangen.
10:52Die Frage nach dem Verlauf der neuen deutsch-polnischen Grenze bleibt umstritten.
10:57Und erregt die Gemüter in beiden Ländern.
11:03In Deutschland formieren sich paramilitärische Verbände, die Freikors.
11:08Sie rufen zum Kampf gegen den neuen politischen Nachbarstaat auf und liefern sich brutale Gefechte mit polnischen Nationalisten um umstrittene
11:16Landstriche.
11:19Als blutende Grenze sind die zwischen Deutschland und Polen umkämpften Gebiete unter deutschen Revanchisten bald bekannt.
11:34Nach 1920 hören die Kämpfe an der Grenze zwar auf, doch viele Deutsche warten nur darauf, eines Tages gegen den
11:41verhassten polnischen Nachbarstaat loszuschlagen.
11:521939 ist es soweit. Seit dem 1. September kämpft die Einheit des Wehrmachtssoldaten Walter K. im Gebiet der Heeresgruppe Süd
12:01an vorderster Front.
12:04Von Anfang an wird der deutsche Überfall auf Polen von einem besonderen Phänomen begleitet.
12:10Die Angst der deutschen Soldaten vor zivilen Heckenschützen.
12:17So berichtet auch Walter K. in seinem Tagebuch von einem Guerillakrieg, in den die Wehrmacht geraten sei.
12:23Und er schreibt von dem rigorosen Vorgehen seiner Einheit.
12:28Abfackeln!
12:34Alle Dörfer werden von uns in Brand gesteckt. Nicht ein Haus bleibt verschont.
12:43Zahlreiche Tagebücher und Feldpostbriefe berichten Ähnliches.
12:50Kilometerweit erstrecken sich die Gehöfte. Alle stehen in Flamme.
12:56Auch die Begründungen gleichen sich. Es sei die Antwort auf den heimtückischen Widerstand von Hecken, Baum oder Dachschützen.
13:04Von Freischärlern oder Zivilisten.
13:08Und die Erwartung auf Wehrmachtsseite war, dass die polnische Bevölkerung sich massiv, die Zivilbevölkerung sich massiv am Kampf gegen die
13:15Wehrmacht beteiligen würde.
13:17Davon ging man als gegeben aus. Und entsprechend formulierte man Warnungen an die Truppe, in denen wortwörtlich stand,
13:26die slawische Bevölkerung ist hinterhältig, da kann man niemandem trauen, da sind auch viele Juden, es werden mit Sicherheit Brunnen
13:33vergiftet werden.
13:34Und die Zivilbevölkerung wird bei der kleinsten Gelegenheit der Wehrmacht bewaffnet in den Rücken fallen.
13:42Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die Wehrmachtssoldaten in allen Gebieten, die sie erobern,
13:49rücksichtslos gegen die polnische Zivilbevölkerung vorgehen, die sie pauschal als Partisanen verdächtigen.
13:54Es ist die Jagd auf ein Phantom.
14:26Hinter der kämpfenden Truppe macht sich der Reservist Wilhelm Hosenfeld auf den Weg zu seinem Einsatzort.
14:33Als älterer Jahrgang wurde er für den Etappendienst eingeteilt.
14:38Bei einem Zwischenstopp macht Hosenfeld erste Bekanntschaft mit den Einheimischen.
14:43Viele Kinder standen um uns herum und staunten uns an.
14:48Ich schenkte dem Jungen, der mir das Wasser pumpte, zehn Pfennige.
14:52Da hat er sich sehr gefreut.
14:54Ich danke dir.
14:57Danke.
14:58Wilhelm Hosenfeld gehört zu den wenigen deutschen Soldaten,
15:02die 1939 in Polen Empathie mit den Einheimischen zeigen.
15:07Empathie bezieht sich eigentlich auch immer nur auf eine bestimmte Person oder eine kleine Gruppe von Personen.
15:13Empathie bezieht sich eigentlich selten auf abstrakte Werte, die es zu verteidigen gilt.
15:18Und deshalb ist die Empathie halt dann in solchen kriegerischen Auseinandersetzungen,
15:23wird häufig dadurch getriggert, dass ich halt eben einer Person begegne,
15:28die ich dann wirklich auch als Mensch wahrnehme
15:31und der ich dann gegenüber mich nicht mehr so gewalttätig verhalten kann,
15:35als wenn ich sie nur als Repräsentanten ihrer Gruppe wahrnehmen würde.
15:40Die deutsche Kriegsplanung sieht Empathie nicht vor.
15:45Hitler hatte im August die Spitzen der Wehmacht in sein Domizil auf den Obersalzberg geladen.
15:51Geheime Mitschriften berichten davon.
15:54Wir müssen unser Herz verschließen gegen Mitleid.
15:59Wir müssen brutal vorgehen.
16:01Der Stärkere hat das Recht.
16:03Größte Härte ist deshalb erlaubt.
16:07Unser Ziel ist die Vernichtung Polens.
16:09Die Beseitigung seiner lebendigen Kraft.
16:14Obwohl die Generäle Schlimmes ahnen, widersetzen sie sich den Plänen Hitlers nicht.
16:21Was Hitler dort macht, das ist im Prinzip eine Einschwörung auf einen möglichst schnellen, aber auch möglichst brutalen Krieg.
16:27Hitler ist sich durchaus darüber im Klaren, dass der Krieg gegen Polen schnell gewonnen werden muss,
16:32um ein Eingreifen der Westmächte zu verhindern, also um möglichst schnell vollendete Tatsachen zu schaffen.
16:39Gleichzeitig, das spielt auf dem Obersalzberg auch eine Rolle, ist ein Mordprogramm in Gang gesetzt worden.
16:45Hitler hat in Auftrag gegeben, dass sogenannte Einsatzgruppen der Polizei hinter der Wehrmacht in Polen einmarschieren und dort größere Teile
16:55der polnischen Eliten des Bildungsbürgertums ermorden sollen,
16:59weil sie als gefährlich eingestuft werden.
17:02Drei Tage nach Beginn des Feldzugs überschreitet auch Hauptsturmführer Erich Ehlers mit seiner Einsatzgruppe die polnische Grenze.
17:12Ihr erster Stopp ist der Ort Lubliniec. Dort ist bereits ein deutsches Einsatzkommando eingerückt und hat sich im Krankenhaus einquartiert.
17:27Drei Rasiermesserhelden haben wir hier, Herr Hauptsturmführer.
17:33Wir kümmern uns darum.
17:35Am 4. September 1939 beginnt für Erich Ehlers der Vernichtungskrieg im Osten.
17:47Erledigt das jüdische Gesindel.
17:55Der Antisemitismus gehört von Anfang an zur DNA der NS-Ideologie.
18:01Propagandablätter wie der Stürmer schüren im Dritten Reich systematisch den Hass gegen das Judentum.
18:08Viele deutsche Soldaten marschieren deshalb mit ausgeprägten rassistischen Vorurteilen in Polen ein.
18:18Vom Stürmer dieser Hetzzeit-Schrift waren viele ja gewohnt, diese vollkommen verzerrten Gestalten und karikierten Zeichnungen zu sehen.
18:36Und das fanden sie letzten Endes doch häufig bestätigt in Polen, als sie dann die orthodoxen Juden sahen, die Städtel
18:43gesehen haben.
18:45Hier fühlte man also sozusagen alles das, was man kannte aus diesen Verzerrungen bestätigt.
18:51In einem Brief ist dann auch zu lesen, sozusagen als Fazit, dass auch wer sozusagen noch kein radikaler Judengegner sei,
19:01es doch hier werden müsse.
19:04Auch eine lange Tradition der Slaven- und Polenfeindlichkeit existiert in Deutschland.
19:10Die Nazis machen aus ihnen die verhassten und verachteten Untermenschen, die neben den Juden als sogenannte Volksfeinde verfolgt und bekämpft
19:20werden sollen.
19:30Der Angriff der Wehrmacht in Polen geht auch nach den ersten Tagen unvermindert weiter.
19:35Widerstand wird rücksichtslos gebrochen.
19:38Bei den Kämpfen kommen auch viele Zivilisten ums Leben, darunter alte Menschen, Frauen und Kinder.
19:46Ein Aspekt, der erst in jüngster Zeit thematisiert wird, sind die Übergriffe von Wehrmachtssoldaten auf die weibliche polnische Bevölkerung.
19:55Quellen sind hinsichtlich sexueller Gewalt insofern immer schwierig, als dass wir von einer hohen Dunkelziffer ausgehen müssen.
20:04Nicht jeder Übergriff kommt zur Anzeige, da spielen Punkte wie Scham eine Rolle.
20:09Das ist sicherlich ein Punkt. Wir haben in den besetzten Gebieten und vor allem in besetzten Polen dann nochmal die
20:15zusätzliche Verschärfung,
20:17dass eine Anzeige gegenüber einem Deutschen ganz, ganz drastische Konsequenzen nach sich ziehen konnte für den polnischen Kläger.
20:28Das Regiment von Walter K. kämpft die meiste Zeit in vorderster Linie.
20:33Es dauert fast eine Woche, bis seine Einheit eine Pause erhält.
20:38Endlich findet der Unteroffizier Zeit, nach Hause zu schreiben.
20:46Mein Liebling, wir haben den Krieg mit allen Schrecken kennengelernt.
20:52Unaufhaltsam geht der Vormarsch weiter.
20:55So mancher Kamerad von uns musste ins Gras beißen.
20:58Wer weiß, mein Schatz, ob wir uns wiedersehen.
21:01Ich glaube es nicht, dein lieber Walter.
21:05Die hat sich im Keller versteckt.
21:15Lasst sie laufen.
21:19Heute Mittag waren wir in einer Mühle.
21:21Die Müllerin haben wir ganz verstört aus dem Keller gezogen.
21:26Wir sehen, dass die Wehrmacht beim Einmarsch nach Polen sexuelle Gewalttaten verübt.
21:34Also einzelne Mitglieder der Wehrmacht, aber auch einzelne Mitglieder der Einsatzgruppen, der Sicherheitspolizei etc.
21:40Das sind oftmals Gruppenvergewaltigungen.
21:43Und wenn man hier soziologische Erklärungen heranzieht, wird oft argumentiert, dass das eigentlich einer Vergemeinschaftung dient.
21:50Also man verübt zusammen eine verbrecherische Tat.
21:54Das schweißt die Kleingruppe zusammen, die dann weiter in diesem verbrecherischen Krieg agiert.
21:59September 1939 in der südpolnischen Stadt Kielce.
22:07Aufmachen!
22:10Hausdurchsuchung!
22:15Fünf Soldaten dringen in das Haus einer Eisenbahnerin ein.
22:19Sie wollen plündern.
22:22Doch dann fällt ihnen die 16-jährige Tochter auf.
22:27Die Soldaten betrachten die polnische Bevölkerung als Freiwild.
22:33Gemeinsam vergewaltigen sie das junge Mädchen.
22:41Die Feldgendarmerie hat begonnen zu ermitteln und die Soldaten haben, was sehr bezeichnend ist, zu Protokoll gegeben,
22:49dass sie davon ausgegangen sind, dass das ihr gutes Recht sei oder dass sie zumindest straffrei davon kommen würden.
22:56Und waren recht überrascht, dass sie dann doch in die Fänge der Feldgendarmerie gerieten.
23:01Aber ob die Soldaten jetzt abgeurteilt wurden und in welcher Form, erschließt sich nicht.
23:07Auch knapp zwei Wochen nach Beginn des Überfalls kämpft Walter K. mit seiner Einheit in vorderster Linie.
23:17Am 12. September erreichen sie das Dorf Plutwiene, nördlich von Lodz.
23:22Walter K. schildert in seinen Aufzeichnungen, wie seine Einheit seit Tagen in schwere Kämpfe verwickelt ist
23:28und sich überall von Freischärlern bedroht sieht.
23:33Die ganze Nacht wurden wir beschossen, aber sie haben uns nicht geschnappt.
23:38Jetzt setzt endlich eine große Säuberungsaktion in den Ortschaften ein.
23:43Überall werden polnische Zivilisten und Soldaten herausgezogen.
23:50Legt an! Feuer!
23:56Am Leben blieb niemand. Alle Hunde erschossen.
24:00Tatsächlich hat Walter K. in seinem Tagebuch festgehalten,
24:05dass man äußerst brutal gegen die Bevölkerung in Plutwieni vorging
24:10und dass man sogar die Tiere und die Hunde erschossen hätte.
24:13Und interessanterweise findet sich genau dieses Detail auch in den Augenzeugenberichten,
24:18berichten, die nach dem Krieg von Menschen aufgezeichnet wurden,
24:23die eben diesen Einmarsch der Deutschen in Plutwieni erlebt haben.
24:28So berichtet eine polnische Augenzeugin Jahre nach dem Krieg.
24:32Die Deutschen fahren und laufen bataillonsweise Richtung Warschau.
24:36Im Dorf liegen viele tote Pferde, Kühe und Gänse herum.
24:39Die Häuser sind verbrannt, die Bäume sind angebrannt.
24:43Es gibt Tote, ihnen ist alles egal.
24:45Aber es gibt auch Verwundete und denen muss man helfen.
24:52Das Massaker von Plutwiene.
24:55Nur eines von vielen Verbrechen der Wehrmacht gegen die Zivilbevölkerung,
24:59wie die Fotos vom September 1939 belegen.
25:07Das war völlig klar damals, dass man dabei eklatante Brüche des Kriegsvölkerrechts beging.
25:15Von Wehrmachtsseite völlig klar.
25:17Und wenn man sich die Proteste der Wehrmacht gegen das Vorgehen der SS und der Einsatzgruppen anschaut,
25:23dann darf man dabei natürlich eines nicht vergessen.
25:26Zum selben Zeitpunkt, wo die Einsatzgruppen in Polen gemordet haben,
25:30haben auch deutsche Wehrmachtseinheiten in Polen gemordet.
25:33Dagegen hat aber kein General der Wehrmacht protestiert.
25:37Es gibt einzelne Stimmen von Offizieren, die sagen, die Truppe ist außer Rand und Band,
25:42wir müssen das wieder in den Griff kriegen.
25:44Aber die Proteste der Wehrmachtsgeneralität richten sich ausschließlich gegen die Konkurrenz
25:49von der Seite der Polizei und der SS.
25:53Eine Kultur des Gehorsams, tief in der deutschen Mentalität verankert,
25:58sorgt dafür, dass fast niemand von der verbrecherischen Norm abweicht.
26:03Versterbt wird sie durch das Leitbild der Kameradschaft,
26:07die im NS-Staat rassistisch begründet und mythisch verklärt ist.
26:12In der Kameradschaft sehen viele Soldaten ihre Männlichkeit gewahrt.
26:16Für manche wird die Einheit zum Familienersatz.
26:21In der sogenannten kämpfenden Volksgemeinschaft ist die Kameradschaft der Kitt,
26:27der die Wehrmacht auf allen Kriegsschauplätzen zusammenhält.
26:33Krieg führen ist immer ein kollektives Unterfangen,
26:37bei dem der einzelne Entscheidungsbefugnisse abgibt.
26:41Und in kriegerischen Situationen wird da genau dieses Verhaltensmodul im Menschen aktiviert.
26:46Also man schadet sich um die Flagge, wie es so schön heißt,
26:50und denkt dann nur noch im Kollektiv und schützt vor allen Dingen die eigenen Kameraden.
26:57Der Feind ist einem ziemlich egal, den gilt es umzubringen.
27:00Das ist so eine psychologische Dynamik, die man in allen Kriegen dieser Welt beobachten kann.
27:06Kornskie in Zentralpolen.
27:08In dem beschaulichen Städtchen kommt es am 12. September 1939 zu einem tragischen Vorfall.
27:16Die Wehrmacht verübt an der polnischen Zivilbevölkerung ein Massaker.
27:27Vor Ort ist eine berühmte Augenzeugin, die Regisseurin Leni Riefenstahl.
27:34Ein internationales Aushängeschild des Dritten Reiches.
27:38Der Sonderfilmtrupp Riefenstahl soll im Auftrag Adolf Hitlers den Feldzug in Polen
27:44und die Heldentaten der Wehrmacht für die Nachwelt auf Film verewigen.
27:49Stund miała wszelkie możliwe pełnomocnictwa.
27:54Została doskonale wyposażona również technicznie.
27:57Dostała dwa samochody, motocykl z koszem, grupę osłonową.
28:04Krótko mówiąc dysponowała dużą swobodą, ponieważ Adolf Hitler i Josef Goebbels byli przekonani,
28:11że znając Talenty Leni Riefenstahl powstanie monumentalny wspaniały film o zwycięstwie nad Polską.
28:19Seit Riefenstahl in ihrem Film Triumph des Willens über den Reichsparteitag 1934,
28:26den Führerkult perfekt in Szene gesetzt hat, ist sie Hitlers Lieblingsregisseurin.
28:32Das Propagandawerk verherrlicht die NS-Volksgemeinschaft in einem Massenspektakel.
28:41Auch ihr Olympiafilm mit dem ausgeprägten Körperkult liegt ganz auf der Linie der rassistischen NS-Ideologie.
28:50Zugleich ist auch dieser Film eine Verneigung vor dem Führerstaat.
29:00In Konchkje erwartet die Regisseurin am 12. September Bilder von heroischen Soldaten,
29:06gewaltigen Schlachtszenen und glänzenden Siegesfeiern.
29:10Doch die Realität des Krieges sieht anders aus.
29:14Jüdische Zivilisten werden an diesem Tag von den Deutschen zusammengetrieben
29:18und gezwungen auf einem Kirchenvorplatz Gräber für gefallene Wehrmachtssoldaten auszuheben.
29:29Riefenstahl wird Zeugin, wie die deutschen Soldaten die Juden mit brutalen Schlägen zum Graben antreiben.
29:37Schneller! Endlich lernt ihr Saujuden ehrliche Arbeit kennen!
29:41Die Regisseurin ist entsetzt und protestiert.
29:45Hört auf damit! Das ist eines deutschen Soldaten nicht würdig!
29:49So schildert sie es in ihren Memoiren.
29:53Eine Darstellung, die heute umstritten ist.
30:23In Konchkje nehmen die Ereignisse an diesem Tag.
30:25Eine fatale Wende.
30:27Ein Soldat gibt einen Schuss ab.
30:30Unter den Gefangenen bricht Panik aus.
30:34Sie fliehen und werden von den Deutschen niedergeschossen.
30:40Riefenstahl wird am 12. September Augenzeugin,
30:43wie deutsche Soldaten der 10. Armee, Amok laufen.
30:50Über 20 unschuldige jüdische Zivilisten bezahlen an diesem Tag die Schießwut der Truppe mit dem Leben.
30:59Unmittelbar nach dem Massaker von Konchkje verlässt Riefenstahl die Front.
31:04Sie kehrt nie wieder auf einen Kriegsschauplatz zurück, wie sie selbst später betont.
31:15Untertitelung im Auftrag von Konchkje
31:16Ale można powiedzieć, że po tym, co się stało w Końskich,
31:21Leni Riefenstahl nie spełniła swojej misji.
31:25Ona się wycofała najwyraźniej, natomiast jej współpracownicy kręcili ten film dalej
31:31i to, co oni nakręcili, stało się potem
31:38Fundamentem tego filmu, który znamy,
31:41filmu dokumentalnego,
31:43Pulenfelczuk, ten pełnometrażowy film dokumentalny
31:47o zwycięstwie Wehrmachtu w Polsce.
31:53Ale Leni Riefenstahl już tego nie firmowała.
32:01Właśnie riefenstahls kameraleutem
32:04unterstützte Propagandafilm
32:05von der NS-Führung als staatspolitisch wertvoll
32:09und volksbildend eingeschätzt.
32:12Während die gleichgeschaltete Presse
32:14die Rekordbesucherzahlen
32:16in den Kinos des Reiches feiert.
32:19Von Riefenstahls Handschrift
32:21ist in diesem Film allerdings nichts mehr zu spüren.
32:26Riefenstahl scheint sich rasch
32:28von den Schrecken in Koinskje erholt zu haben.
32:31Im Oktober 1939
32:33nimmt sie an der Siegesfeier in Warschau
32:35auf einer Tribüne teil.
32:37Im Dritten Reich dreht sie weiter Filme
32:40auf Staatskosten.
32:41Von der NS-Diktatur
32:43wird sie sich auch nach dem Krieg
32:45nicht eindeutig distanzieren.
32:50Mitte September
32:52tritt Wilhelm Hosenfeld
32:53seinen Dienst in der Stadt Pabianitze an.
33:00Wie der Rassismus
33:02zum alltäglichen Maßstab wird,
33:04erlebt Wilhelm Hosenfeld
33:05im Kriegsgefangenenlager,
33:07dem er als Wache zugeteilt ist.
33:09Auf höhere Weisung
33:11werden die Gefangenen selektiert.
33:15Volksdeutsche,
33:16ihr könnt nach Hause gehen.
33:22polnische Schweine,
33:24willkommen im Stall.
33:31Sieh an,
33:32mein Sohn Israels.
33:34Für euch gibt's einen besonderen Empfang.
33:40Sie werden gleich abgesondert.
33:43Die Juden haben nichts zu lachen.
33:46Mich empört
33:48die rohe Behandlung,
33:49schreibt Hosenfeld.
33:51Sein Bruch
33:52mit der Ideologie
33:55des Nationalsozialismus
33:56kommt eigentlich erst,
33:58wo er in der Praxis sieht,
33:59beim deutschen Einmarsch
34:01in Polen 39,
34:02was das eigentlich bedeutet
34:04für Menschen,
34:07die außerhalb
34:08eben des geschützten Raumes
34:10des Deutschen Reiches
34:11und der deutschen
34:12Reichsbürgerschaft sind.
34:13Also diejenigen,
34:14auf die eigentlich
34:15der Krieg
34:15und die Besatzung abzielen.
34:17Und das verändert Hosenfeld.
34:20Dadurch sieht er auf einmal
34:21das Regime mit anderen Augen.
34:22Und das ist schon,
34:24finde ich, wichtig,
34:25sich anzuschauen,
34:26dass sich Menschen
34:27auch ändern können.
34:29Ganz anders Erich Ehlers.
34:31Er hat sich mit Leib und Leben
34:33einer verbrecherischen Ideologie
34:35verschrieben.
34:37Die Großstadt Radom
34:39in Zentralpolen.
34:40Es ist der neue Einsatzort
34:42von Erich Ehlers.
34:44Am 22. September
34:46findet eine Razzia der SS
34:48im Judenviertel statt.
34:57Auftrag der Einsatzgruppen
34:58ist es,
34:59gegen alle vorzugehen,
35:00die von den Nazis
35:01als Volksfeinde bezeichnet werden.
35:08Auch hier werden die Juden
35:11vom Rest der Bevölkerung abgesondert.
35:14Wir bringen euch
35:15deutsche Ordnung bei.
35:17Sie werden gedemütigt,
35:18drangsaliert und gequält.
35:24Verdammte jüdische Hamsterer.
35:29Doch auch viele polnische
35:31Intellektuelle,
35:32Geistliche und Adelige
35:33werden von der SS verfolgt.
35:39Die Menschenjagden
35:40der Polizei
35:41und Wehrmachtseinheiten
35:42in Polen 1939
35:43geben einen Vorgeschmack
35:46auf das,
35:46was sich in Osteuropa
35:48in den nächsten Jahren
35:49abspielen wird.
35:51Noch müssen viele Juden
35:52nur Verhöhnungen
35:54und Erniedrigungen
35:55über sich ergehen lassen.
35:57Doch den Worten
35:59und Gesten
35:59werden Taten folgen.
36:03Es sind die ersten Schritte
36:05auf dem Weg
36:06zum organisierten Massenmord.
36:13Widerstand
36:14gibt es so gut wie keinen.
36:16Zu den wenigen Ausnahmen
36:18gehört Major Langhäuser,
36:20Generalstabsoffizier
36:21der Heeresgruppe Süd.
36:23Entschlossen verweigert
36:24er die Herausgabe
36:25von Gefangenen,
36:26die von der SS
36:27erschossen werden sollen.
36:29Ohne Gerichtsurteil
36:30könne er den Hinrichtungen
36:32nicht zustimmen.
36:34Doch Langhäusers Widerstand
36:35bleibt vergeblich.
36:38Denn der Befehl
36:39kommt von höchster Stelle,
36:41direkt aus dem Führerzug.
36:44Die Zivilisten
36:45werden noch
36:45am selben Tag erschossen.
36:48Wir müssen
36:50leider davon ausgehen,
36:52dass ein solches Zögern
36:54wie bei
36:56Langhäuser
36:57und nochmal
36:58Rückvergewissern,
36:59Versuch,
37:00die Maschinerie
37:01nochmal aufzuhalten,
37:03dass das
37:04die Ausnahmen
37:04gewesen sind.
37:05Davon gibt es
37:06nicht viel.
37:08Major Langhäuser
37:09hat eine Eigenschaft
37:10bewiesen,
37:11die im Polenfeldzug
37:121939
37:13selten ist.
37:15Zivilcourage.
37:17Zivilcourage
37:18als Soldat
37:19zu zeigen,
37:19bedeutet ja
37:20im Prinzip
37:21zu sagen,
37:21ich bin zwar
37:22jetzt hier
37:22in Uniform,
37:23aber die Uniform
37:24rechtfertigt
37:25keine Gräueltaten.
37:27Ich bin immer noch
37:28als Zivilist,
37:29als Einzelner
37:30verantwortlich
37:31für das,
37:31was ich tue.
37:32Was wir
37:32für zivilcouragiertes
37:34Verhalten
37:34auch brauchen,
37:35ist das,
37:35was Psychologen
37:36als Effizienzerwartung
37:37bezeichnen,
37:38also die Erwartung,
37:39ich kann hier
37:40auch etwas Gutes
37:41bewirken.
37:43Während
37:43in den eroberten
37:44Gebieten
37:45damit begonnen
37:46wird,
37:46durch Terror
37:47und Gewalt
37:47die nationalsozialistische
37:49Neuordnung
37:50zu errichten,
37:51setzt die Wehrmacht
37:52ihre Offensive
37:53unter Einsatz
37:54aller Kräfte
37:55fort.
37:56Keine drei Wochen
37:57nach Beginn
37:57der Kampfhandlungen
37:58sind die polnischen
37:59Streitkräfte
38:00fast überall
38:01besiegt.
38:02Nur Warschau
38:03verteidigt sich
38:04noch gegen
38:05die deutsche
38:05Übermacht.
38:10mit allem,
38:11was er zur Verfügung
38:11steht,
38:12greift die Luftwaffe
38:13die polnische
38:14Hauptstadt an.
38:16Warschau
38:16ist die erste
38:17Metropole
38:18der Menschheitsgeschichte,
38:19die aus der Luft
38:20zerstört wird.
38:22Eine Unterscheidung
38:23zwischen Soldaten
38:24und Zivilisten
38:25findet auch hier
38:26nicht mehr statt.
38:30Mit der Kapitulation
38:32Warschaus
38:32geht der Polenfeldzug
38:34seinem Ende zu.
38:3625.000 Zivilisten
38:38kommen bei den Kämpfen
38:40um die Stadt,
38:41ums Leben.
38:45Kwiastem
38:45rozróżnienia
38:46jest też
38:48szacowanie
38:48strat,
38:49które
38:50nastąpiły
38:51na skutek
38:51nalotów niemieckich.
38:52To również były
38:53działania
38:54wojskowe,
38:55ale
38:56skierowane
38:56wielokrotnie
38:57w stronę
38:58ludności cywilnej
38:59po to,
39:00żeby ją
39:00odpowiednio
39:01steroryzować.
39:02Czyli te ofiary
39:02bombardowań
39:03to też są
39:04osoby,
39:05które nie zginęły
39:05po prostu
39:06przez przejście
39:07frontu,
39:07ale zginęły
39:08umyślnie
39:09po to,
39:09żeby
39:11te morale
39:11Polskie
39:13upadło.
39:17Auch
39:18hunderttausende
39:19von polnischen
39:20soldaten
39:20geraten
39:21jetzt
39:21in die
39:21gewalt
39:22der Deutschen.
39:24Ihre
39:24Lebensumstände
39:25in den
39:25lagern
39:25sind
39:26meist
39:26katastrofal.
39:32Die
39:32Gefangenen
39:33haben
39:33entsetzlichen
39:34Hunger.
39:35Ich
39:35kann
39:36mich
39:36nicht
39:36losmachen
39:36von dem
39:37Unglück
39:37dieser
39:37Menschen.
39:39Die
39:39Leute
39:39sehen
39:40mir
39:40an,
39:40dass
39:40ich
39:40mit
39:40ihnen
39:40leide.
39:42Gestern
39:43war
39:43Brotausgabe.
39:44Der
39:44Unteroffizier,
39:45der das
39:45Brot
39:45verteilt,
39:46wäre fast
39:46tot getreten
39:47worden.
39:48Die
39:48Gefangenen
39:49fielen
39:49übereinander
39:50her.
39:51Ich
39:51suche
39:51zu
39:51helfen,
39:52wo
39:52ich
39:52kann.
39:53Wie
39:54gern
39:54bin
39:54ich
39:54Soldat
39:55gewesen,
39:55aber
39:55heute
39:55möchte
39:56ich
40:11an
40:12an
40:12an
40:12human
40:12an
40:12Werten
40:13orientiert
40:13war,
40:14an
40:14Werten
40:15der
40:15Menschlichkeit
40:16orientiert
40:16war,
40:17dass er
40:17sich
40:17überhaupt
40:18hat
40:18rühren
40:18lassen.
40:20Nach
40:21dem
40:21Krieg
40:22berichten
40:22polnische
40:23Augenzeugen
40:24über die
40:24wenigen
40:24Fälle
40:25deutscher
40:25Menschlichkeit
40:26und
40:27über die
40:28vielen
40:28Grauzonen.
40:31So
40:32besetzen
40:32am 6.
40:33September
40:331939
40:34SS-Einheiten
40:36einer
40:36Panzerdivision
40:37ein polnisches
40:38Dorf.
40:40Die
40:41Soldaten
40:41treiben
40:42die jüdische
40:42Bevölkerung
40:43zusammen
40:43und sperren
40:45sie
40:45in die
40:45Synagoge.
40:59Was
40:59geschieht
41:00hier?
41:01Jüdische
41:02Heckenschützen,
41:02Herr Hauptmann.
41:03Wir
41:04räuchern
41:04sie
41:05jetzt
41:05aus.
41:10Das
41:11ist zu
41:11grausam.
41:12Platz
41:13hier raus.
41:21Der
41:21Offizier
41:22kritisiert
41:23an
41:23diesem
41:23Tag
41:23die
41:24Art
41:24der
41:24Tötung.
41:25Nicht
41:26den
41:26Mordplan
41:27selbst.
41:28Zurück
41:29bleiben
41:29in der
41:29Synagoge
41:30jene
41:30jüdischen
41:31Polen,
41:31welche
41:32die
41:32SS
41:32bereits
41:33erschossen
41:33hatte.
41:34Doch
41:35auch
41:35am
41:35Schicksal
41:36der
41:36überlebenden
41:37Juden
41:37ändert
41:38der
41:38Offizier
41:39nichts.
41:41Letztendlich
41:41stellt sich
41:42die Frage,
41:43was hat
41:43er gedacht
41:44passiert
41:44mit den
41:45Juden,
41:45wenn man
41:45die
41:46rauslässt.
41:46Hätte
41:47er
41:47die
41:47gleichen
41:48Probleme
41:48gehabt,
41:48wenn
41:49man
41:49die
41:49auf
41:49einer
41:49LKW
41:50geladen
41:50hätte
41:50und
41:51mit
41:51ihnen
41:51weggefahren
41:52wäre.
41:52Das
41:53war
41:54ein
41:55Kennzeichen
41:55sehr
41:55vieler
41:56Deutscher
41:56in
41:57diesen
41:57Zeiten.
41:58Solange
41:58man
41:58es
41:59nicht
41:59selbst
41:59gesehen
41:59hat,
42:00solange
42:00man
42:00es
42:00nicht
42:01so
42:01genau
42:01wusste,
42:03war
42:03man
42:03im
42:03Prinzip
42:04fein
42:04damit.
42:05Man
42:06hat
42:06beobachtet,
42:07dass
42:07die
42:07jüdischen
42:07Nachbarn
42:08plötzlich
42:08nicht
42:08mehr
42:08da
42:09sind
42:09und
42:10hat
42:10sich
42:10mit
42:10der
42:11Wagenerklärung
42:12die
42:12werden
42:12umgesiedelt
42:13dann
42:13auch
42:13gerne
42:13zufrieden
42:14gegeben.
42:19Züge
42:19von
42:19Menschlichkeit
42:20zeigen
42:21nur jene
42:21Soldaten,
42:22die
42:23in
42:23der
42:23polnischen
42:23Bevölkerung
42:24keine
42:25Untermenschen
42:26sehen.
42:28Herr
42:28Soldat,
42:30ich habe
42:30erfahren,
42:31Sie fahren
42:31morgen
42:32nach
42:32Krakau.
42:33Meine
42:34Eltern
42:34leben
42:34dort
42:35und
42:35wir
42:35sind
42:36ganz
42:36allein.
42:37Können
42:38Sie
42:38uns
42:38helfen?
42:42Ich
42:42habe
42:43auch
42:43drei
42:43Kinder.
42:44Ich
42:45habe
42:45diesen
42:45Krieg
42:45wirklich
42:46nicht
42:46gewollt.
42:47Gerne
42:48nehme
42:48ich
42:48euch
42:48mit,
42:49fahre
42:49aber
42:49schon
42:49sehr
42:50früh
42:50ab.
42:53Es
42:54sind
42:54nur
42:54wenige
42:55Szenen
42:55der
42:55Menschlichkeit
42:56wie
42:56diese
42:57überliefert,
42:58doch
42:58es
42:59gibt
42:59sie.
43:02Ma
43:02sam
43:03córkę,
43:03to
43:04się
43:04wzrusza
43:05tym,
43:06że
43:07ta
43:07osoba,
43:08ten
43:08Polak,
43:08z którym
43:09się
43:09z nim
43:09spotkał,
43:10spotkać,
43:11ta
43:11rodzina
43:11Polska,
43:12ten
43:12ojciec
43:13ma
43:13też,
43:14czy
43:14matka,
43:14ma
43:15też
43:17córeczkę
43:17w
43:17tym
43:17wieku.
43:18To
43:18jest
43:18taka
43:20oczywista
43:21reakcja
43:22psychiczna.
43:24To
43:24jakiś,
43:25ale
43:25w ogóle
43:25jakiś
43:26taki
43:26instynkt
43:26opiekuńczy,
43:27który
43:28jest
43:28człowieku.
43:29W jednym
43:30mniej,
43:30w drugim
43:31więcej,
43:31ale
43:31jest.
43:32No
43:32jeszcze
43:32jest to
43:33wspomnienie
43:34mojej
43:34matki,
43:35więc taki
43:35wspomniany
43:35przypadek
43:37o tym,
43:37jak to
43:38oficer
43:39niemiecki
43:40przy mnie
43:41właściwie
43:42schował
43:44młodzież
43:45polską,
43:45parę
43:45osób
43:46po prostu
43:47w swoim
43:47pokoju,
43:48bo był
43:48na kwaterunku
43:50pocztu,
43:51tak,
43:51a
43:51stale
43:52był
43:52długi
43:53obróz
43:54i tak
43:55i
43:57bez tego,
43:58że były
43:58dosyć
43:58rangi,
44:00Niemcy,
44:01więc
44:02żołnierze,
44:02więc
44:03pocztu,
44:04tak.
44:04Anfang
44:06Oktober
44:071939
44:08ist
44:09the
44:09Krieg
44:09um Polen
44:10beendet.
44:11Die Wehrmacht
44:12hat an
44:13allen Fronten
44:13gesiegt,
44:14die polnische
44:15Armee
44:16ist zerschlagen,
44:17die Regierung
44:18ist geflohen,
44:20Warschau
44:21liegt in
44:21Trömmern.
44:24Die Sieger
44:25lassen
44:25es sich
44:26nicht nehmen,
44:26ihren Triumph
44:27in der
44:27Hauptstadt
44:28des
44:28Feindes
44:28zu feiern.
44:30Hitler
44:30ist
44:31einen
44:31großen
44:31Schritt
44:31weiter,
44:32um
44:32seine
44:32Pläne
44:33für
44:33den
44:33Lebensraum
44:34im
44:34Osten
44:35in
44:35die Tat
44:36umzusetzen.
44:39Bis
44:40Jahresende
44:41ermorden
44:41deutsche
44:42Polizisten
44:42und Soldaten
44:43etwa
44:4460.000
44:45Menschen
44:45in Polen,
44:47darunter
44:487.000
44:49Juden.
44:53Heute ist
44:54Warschau
44:54eine blühende
44:55Metropole,
44:56ein Magnet
44:57für Touristen
44:58aus der ganzen
44:58Welt.
45:00Nichts
45:01erinnert mehr
45:01daran,
45:02dass kaum
45:03eine Stadt
45:03im Zweiten
45:04Weltkrieg
45:05mehr gelitten
45:06hat.
45:15Im
45:15Oktober
45:16besucht
45:17auch
45:17SS-Mann
45:18Erich
45:18Ehlers
45:18die polnische
45:19Hauptstadt.
45:21Fahrt
45:22nach
45:23Warschau.
45:24Stadtrundfahrt
45:24zeigt uns
45:25den Erfolg
45:25der
45:26Beschießung.
45:27Es
45:27wimmelt
45:28dort
45:28mehr
45:28als
45:28an
45:29anderen
45:29Orten
45:30von
45:30Juden.
45:33Und
45:34weiter
45:34schreibt
45:35Ehlers
45:35in seinem
45:36Kriegsalbum
45:38Juden,
45:39nichts
45:40als
45:40Juden.
45:41Jetzt
45:42zittern
45:42sie
45:42um
45:42ihr
45:43Leben.
45:44Für
45:45die
45:45polnischen
45:45Juden
45:46wie
45:46auch
45:46für
45:47die
45:47übrige
45:47Bevölkerung
45:48beginnt mit
45:49der
45:49Besatzung
45:50der
45:50Wehrmacht
45:51die
45:51lange
45:52Zeit
45:52der
45:52Leiden.
45:53Bis
45:54zur
45:54Errichtung
45:54des
45:55Warschauer
45:55Ghettos
45:56dauert
45:56es
45:56noch
45:56ein
45:57Jahr.
45:57Doch
45:58schon
45:58jetzt
45:59zeichnet
45:59sich
46:00das
46:00künftige
46:00Schicksal
46:01der
46:01Juden
46:01ab.
46:02Auch
46:02Millionen
46:03christlicher
46:04Polen
46:04werden
46:04verfolgt,
46:05vertrieben
46:06und
46:06ermordet.
46:07Die
46:07jüdischen
46:08Polen
46:08jedoch
46:09werden
46:09fast
46:10vollständig
46:10umgebracht.
46:12In
46:12Polen
46:13erlernen
46:13Hitlers
46:13Männer,
46:14was sie
46:14für den
46:14Massenmord
46:15brauchen.
46:16Skrupellosigkeit,
46:18Brutalität
46:18und die
46:20Überzeugung,
46:20zum Wohle
46:21ihres Volkes
46:22zu handeln.
46:24Man
46:24muss einfach
46:25feststellen,
46:26dass
46:26dieses
46:27Interesse,
46:28den
46:28sogenannten
46:29Volkskörper
46:30zu reinigen
46:32von seinen
46:33schädlichen
46:33Elementen,
46:35um
46:35diese
46:36NS-
46:37Formulierung
46:37zu gebrauchen,
46:38dass das
46:38auch ein
46:39Ziel
46:39war,
46:40den
46:41Soldaten,
46:41das
46:42den
46:42Leuten
46:42gesetzt
46:43worden
46:43ist.
46:43Und
46:43in
46:44diesem
46:44Auftrag
46:45haben
46:45sie
46:46dann
46:46eben
46:46auch
46:46hier
46:47ihr
46:48eigenes
46:49Ziel
46:49gesehen.
46:52In
46:52den
46:53nächsten
46:53Jahren
46:53errichten
46:54diese
46:54Männer
46:55im
46:55Osten
46:55eine
46:56Mordmaschinerie,
46:57die
46:57das
46:57Menschheitsverbrechen
46:59in die
46:59Tat
47:00umsetzen
47:00wird.
47:01Sechs
47:02Millionen
47:02Juden,
47:03Kriegsgefangene,
47:04Regimegegner
47:05und viele
47:06andere
47:06Menschen,
47:06die
47:06von den
47:07Nazis
47:07als
47:08Volksfeinde
47:08deklariert
47:09werden,
47:10fallen
47:10dem
47:10Mordprogramm
47:11zum Opfer.
47:13Viele
47:14müssen bis
47:14zum Tod
47:15als
47:15Zwangsarbeiter
47:16für die
47:16deutsche
47:16Rüstung
47:17schuften,
47:18zur
47:18Fortsetzung
47:19eines
47:19Krieges,
47:20der
47:21von dem
47:21nationalsozialistischen
47:22Regime
47:23bis zum
47:24Äußersten
47:25geführt
47:25wird.
47:29Ich glaube,
47:31dass der
47:31Zweite
47:31Weltkrieg
47:32von Anfang
47:32an
47:32als
47:33Vernichtungskrieg
47:34geführt
47:35wurde.
47:36Also
47:36sozusagen
47:36die
47:36Idee,
47:37wir besiegen
47:38den
47:38Feind,
47:39indem
47:39wir
47:39auch
47:39seine
47:39Zivilbevölkerung
47:40ausrotten.
47:41Das war
47:41von Anfang an
47:42ein Element
47:43dieses Krieges
47:44und da
47:45haben die
47:46Nazis
47:46auch
47:46wirklich
47:46keine
47:47Sekunde
47:47gezögert,
47:48das
47:48auch
47:48sofort
47:49in die
47:49Tat
47:49umzusetzen
47:50und das
47:50wussten
47:51die
47:51Offiziere,
47:52das
47:52wusste
47:52die
47:52SS
47:53und das
47:54ist
47:54den
47:54deutschen
47:55Soldaten
47:55auch
47:55sehr schnell
47:56klar geworden
47:56und die
47:57meisten
47:57haben
47:57mitgemacht.
47:59Die
48:00meisten,
48:01doch
48:01nicht
48:01alle.
48:01Wilhelm
48:03Hosenfeld
48:04entwickelt
48:04eine
48:04zunehmend
48:05kritische
48:06Haltung
48:06zum
48:06Regime.
48:09Auf einem
48:09polnischen
48:10Bahnhof
48:10östlich
48:11von Warschau
48:12erkennt
48:12er im
48:13Dezember
48:131939
48:14endgültig
48:16den
48:16wahren
48:17Charakter
48:17von
48:18Krieg
48:18und
48:18Besatzung
48:19in Polen.
48:21Hosenfeld
48:22wird Zeuge
48:23von der
48:23Zwangsumsiedlung,
48:24die seit
48:25Herbst
48:251939
48:26Millionen
48:27von Polen
48:28erfasst,
48:29unter
48:29menschenunwürdigen
48:30Bedingungen.
48:32Der Jude
48:33wird weniger
48:34geachtet
48:34wie ein
48:35Stück
48:35Vieh.
48:36Da liegt
48:37System
48:37drin.
48:38Sie
48:38sollen
48:38umkommen.
48:40Wenn
48:40ich
48:40an
48:40meine
48:40lieben
48:41Kinder
48:41daheim
48:41denke,
48:42steigt
48:42es
48:43mir
48:43heiß
48:43in
48:43der
48:43Seele
48:44hoch
48:44und
48:44ich
48:44möchte
48:45jedes
48:45Kind
48:45trösten.
48:46Ich
48:47möchte
48:47all
48:47diese
48:48Unglücklichen
48:48um
48:49Verzeihung
48:49bitten,
48:50dass
48:50die
48:50Deutschen
48:51so
48:51mit
48:51ihnen
48:51sind,
48:52so
48:52ruchlos,
48:53unbarmherzig,
48:54so
48:55grausam,
48:55unmenschlich.
48:57Sag
48:57Dankeschön.
48:59Das
48:59Unglück
49:00schneidet
49:00mir
49:00ins
49:01Herz.
49:02Woher
49:02ist
49:02dieser
49:03teuflische
49:03Plan?
49:05Wohin
49:05geht
49:06unser
49:07Weg?
49:10Eine
49:10einsame
49:11Stimme
49:11im
49:11Herbst
49:121939.
49:14Beim
49:14widerständischen
49:15Verhalten,
49:16da es
49:17ja kein
49:17Massenphänomen
49:18war,
49:18sondern die
49:19Ausnahme,
49:20kann man
49:20eigentlich
49:21sagen,
49:21die
49:22Motive
49:22sind so
49:23vielfältig
49:23wie die
49:23Biografien
49:24derjenigen,
49:25von denen
49:25wir überhaupt
49:26wissen,
49:26dass sie
49:26ein
49:26solches
49:26Verhalten
49:27an den
49:27Tag
49:27gelegt
49:27haben.
49:29Sie
49:29bleiben
49:30die
49:30Ausnahmen
49:31in einem
49:31Krieg,
49:32in dem
49:33alle
49:33Maßstäbe
49:33der
49:34Menschlichkeit
49:34verloren
49:35gingen.
49:36Nach
49:361945
49:38wollen
49:38in
49:38Deutschland
49:39die
49:39meisten
49:39Täter
49:40und
49:40Mitläufer
49:41nichts
49:42von
49:42denen
49:42wissen,
49:43die
49:43Nein
49:43gesagt
49:44haben
49:44oder
49:45zumindest
49:45die
49:46Not
49:46zu
49:46lindern
49:47versuchten.
49:48Erst
49:48viele
49:49Jahre
49:49später
49:49erhielten
49:50auch
49:50diejenigen
49:51wieder
49:51eine
49:51Stimme
49:51und
49:52ein
49:52Gesicht,
49:53die
49:53gezeigt
49:54haben,
49:54dass es
49:54möglich
49:55war,
49:55sich
49:56auch
49:56in
49:56einem
49:57verbrecherischen
49:58Krieg
49:59menschlich
49:59zu verhalten.
50:05Man
50:05musste sich an
50:06Erschießungen
50:07nicht beteiligen,
50:08man hat dafür
50:08keinen
50:09Orden
50:09bekommen,
50:10aber man wurde
50:10nicht
50:11selbst
50:11sofort an die
50:12Wand
50:12gestellt,
50:12sondern wenn man
50:13gesagt hat,
50:13ich möchte da nicht
50:14mitmachen,
50:14wurde das
50:15meistens
50:16sogar akzeptiert.
50:17Also insofern
50:17muss man schon
50:18sagen,
50:19haben viele
50:19deutsche
50:20Soldaten
50:20ihre
50:20Möglichkeiten
50:21da auch
50:21unterschätzt,
50:22was sie
50:23alles
50:23doch hätten
50:23tun
50:24können,
50:25um
50:25nicht
50:25selber
50:26zu
50:26mördern
50:26zu
50:26werden.
50:29Walter K.
50:30wird in den
50:31nächsten Jahren
50:32an allen
50:32Fronten
50:33kämpfen
50:33und den
50:34Krieg
50:34überleben.
50:35Seine
50:36Enkel
50:36schildern
50:37ihn
50:37später
50:37als
50:38liebevollen
50:39und
50:39gütigen
50:39Großvater.
50:43Das
50:43Schicksal
50:44von Erich
50:44Ehlers
50:45ist
50:45unbekannt.
50:46Er gilt
50:46seit 1945
50:47als
50:48vermisst.
50:49Niemand
50:49weiß,
50:50ob er
50:50im
50:50Krieg
50:50gefallen
50:51ist
50:51oder
50:52ob
50:52er
50:53ins
50:53Ausland
50:53flüchten
50:54konnte.
51:00Wilhelm
51:00Hosenfeld
51:01bleibt bis
51:02Kriegsende
51:02in Warschau,
51:03wo er
51:04vielen
51:04Verfolgten
51:04nach
51:05Kräften
51:05hilft.
51:071945
51:07gerät
51:08er in
51:08sowjetische
51:09Kriegsgefangenschaft,
51:10wird verhört,
51:11gefoltert
51:11und stirbt
51:121952
51:13in einem
51:14russischen
51:14Straflager.
51:16Über 50
51:17Jahre
51:17später
51:18wird er
51:18posthum
51:19in Polen
51:19und Israel
51:20für seinen
51:21Einsatz
51:22und seine
51:22Hilfe
51:22während des
51:23Krieges
51:24geehrt.
51:27Die
51:27verga
51:28wird
51:28und
51:28eine
51:28höre
51:28und
51:39höre
51:39werden
51:39in
51:39Höre
51:40und
51:40in
51:40und
51:40das
51:41Höre
51:42in
51:43Höre
51:54die
51:55Legenda por Sônia Ruberti
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