- vor 2 Tagen
Norbert Eggers kommt nach einer verbüßten Haftstrafe von eineinhalb Jahren nach Hause. Dort wird er von Erika freudig begrüßt, die aber nun nicht mehr länger verschweigen kann, dass sie mit Horst Riesner zusammenwohnt. Für Norbert bricht eine Welt zusammen, denn er wollte Erika, seine vermeintliche Stiefschwester, heiraten. Doch sie ist seine Halbschwester. Diese Tatsache raubt ihm die letzte Hoffnung. Notgedrungen hält Norbert es noch bei Erika und ihrem Freund aus, solange er eine eigene Wohnung sucht. Auch am neuen Arbeitsplatz findet Norbert keinen Halt, obgleich ihm die neuen Kollegen neutral begegnen. Keiner weiß von seiner Vergangenheit. Doch Norbert kommt weder mit der privaten noch beruflichen Situation zurecht und fälscht Krankmeldungen. Das kommt allerdings ans Tageslicht und wieder muss sich Norbert verantworten. (Text: mdr)
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TVTranskript
00:00:00Guten Abend, liebe Zuschauer. Das Thema, zu dem wir den heutigen Fall ausgewählt haben,
00:00:07ist nicht ohne Brisanz. Feierabendarbeit. Wie oft müssen wir auf Sie zurückgreifen?
00:00:13Wenn unser Dach über dem Kopf undicht wird, wenn ein Kurzschluss uns die Elektrizität raubt
00:00:19oder wenn gar der tropfende Wasserhahn an unseren Nerven zehrt. Aber beispielsweise auch,
00:00:25wenn ein Betriebskindergarten kurzfristig fertiggestellt werden muss, um Müttern die Arbeit zu ermöglichen.
00:00:32Kein Zweifel, Feierabendarbeit ist nicht nur nützlich, sie ist auch unentbehrlich.
00:00:39Diejenigen, die sie leisten, bringen manches Opfer an Freizeit und an Kraft und dienen unserer Gesellschaft.
00:00:46Aber einige unter ihnen scheinen den Blick für die Interessen der Gemeinschaft völlig verloren zu haben.
00:00:51Beispielsweise auch jener Mann, der im Mittelpunkt des Straffalles stand,
00:00:56den wir für Sie, liebe Zuschauer, noch einmal nachgestaltet haben.
00:01:00Vielen Dank.
00:01:01Vielen Dank.
00:01:30Vielen Dank.
00:02:00Vielen Dank.
00:02:30Du musst aufstehen.
00:02:52Ich habe Frühstück gemacht.
00:02:53Ja.
00:02:54Ich habe Frühstück gemacht.
00:02:57Ja.
00:02:58Ich habe Frühstück gemacht.
00:02:59Ich habe Frühstück gemacht.
00:03:03Wie übertreibst du nicht?
00:03:05Du.
00:03:06Du.
00:03:07Du.
00:03:08Ich habe Frühstück gemacht.
00:03:11Ja.
00:03:12Ich habe Frühstück gemacht.
00:03:13Ja.
00:03:14Ja.
00:03:17Wirst du lieber was Süßes oder was Herzhaftes?
00:03:20Alles, was da ist. Ich mach mich bloß ein bisschen frisch.
00:03:44Hm. Das sieht ja fantastisch aus.
00:03:55Gar nicht.
00:04:14Was machst du denn eigentlich bei uns? Ich hab dich noch nie gesehen.
00:04:30Gar nichts.
00:04:32WBK, Bauingenieur. Für euch mach ich nur Feierabendsarbeit.
00:04:37An eurem Kindergarten stecken Pferd von eurem Weber.
00:04:40Ja. Und deshalb hat auch ein paar von unserer Feierabendbrigade
00:04:43mich zu einem Betriebsvergnügen eingeladen.
00:04:49Hast du viel mit dem zu tun?
00:04:51Mit Weber?
00:04:52Hm.
00:04:53Als Direktor für Bau und Instandhaltung ist er sozusagen unser Auftraggeber.
00:04:59Der ist mein Chef.
00:05:01Hm.
00:05:03Ich bin in der Buchhaltung.
00:05:06Er ist ein ganz angenehmer Partner.
00:05:10Ich werd mit dem irgendwie nicht warm.
00:05:31Ja, komm.
00:05:32Du bist eine zauberhafte kleine Person, aber trotzdem müssen wir jetzt ganz schnell gehen.
00:05:43Müssen wir das wirklich?
00:05:44Ja.
00:05:45Ich muss um halb sieben bei deinem Weber sein.
00:05:48Er hat irgendetwas ganz Wichtiges.
00:05:51Und um sieben wartet dein Betrieb auf mich.
00:05:53Und da fahren wir zusammen?
00:05:55Ja.
00:05:56Mit deinem Wagen?
00:05:57Ja.
00:06:00Womit denn sonst? Du hast doch keinen.
00:06:01Lass das doch stehen.
00:06:04Zu tun haben wir heute Abend nichts.
00:06:06Aber ich muss noch auf so einer Privatklitsche vorbei.
00:06:10Um sieben bin ich zu Hause.
00:06:13Und da willst du nichts sehen?
00:06:16Ja, ja.
00:06:17Ja.
00:06:17Ehrlich gesagt, das hat gar keinen Sinn mit dem Abputzen.
00:06:38Erst müssen die Fenster rein.
00:06:40Darauf warten wir seit drei Wochen.
00:06:42Ich kann mir die Leute auch nicht aus den Rippen schneiden.
00:06:44Also sagen Sie, gar keine Aussicht.
00:06:48Tja.
00:06:49Na komm, Sie nehmen wir doch erst mal Platz.
00:06:52Bitteschön.
00:06:53Und dem Mann, den ich da in der Hand habe,
00:06:55ist leider wieder was dazwischen gekommen.
00:06:59Aber
00:06:59in 14 Tagen vielleicht.
00:07:02Na, ich sehe uns auch noch den nächsten Winter in unserer 200-Zimmer-Wohnung sitzen.
00:07:07Das ist wirklich schlimm, Herr See.
00:07:09Aber mit den drei Kindern und mit der vielen Arbeit, die mein Mann als Arzt auch noch zu Hause machen muss,
00:07:14ist es kaum noch erträglich.
00:07:16Ich verstehe das alles.
00:07:21Aber ich kann mich auch bloß bemühen.
00:07:23Vielleicht kann ich Ihnen was anständiges zu tun anbieten.
00:07:25Nein, danke.
00:07:25Ich bin mit dem Wagen da.
00:07:28Eine Kleinigkeit zu essen.
00:07:29Nein, ich muss wirklich gleich weg.
00:07:32Dankeschön.
00:07:34Sie haben sich doch bis jetzt immer noch was einfallen lassen, hm?
00:07:37Und wir sind nicht kleinlich.
00:07:39Es geht nicht ums Geld.
00:07:41Das wissen Sie doch.
00:07:42Das ist alles nur mit unendlich viel Laufereien verbunden.
00:07:46Also Sie sollen das wirklich nicht umsonst machen.
00:07:49Mutti, wir wollen doch ein Stück Kuchen.
00:07:51Jetzt nicht.
00:07:52Wenn der Onkel weg ist, hm?
00:07:53Geht noch ein bisschen spielen.
00:07:55Eventuell ein junger Kollege, aber mit dem habe ich sowas noch nie gemacht.
00:08:00Aber ich könnte es versuchen.
00:08:02Nehmen Sie das für Ihren zusätzlichen Zartaufwand.
00:08:05Ich kann Ihnen aber wirklich gar nichts versprechen.
00:08:07Bitte.
00:08:08Arbeit ist Arbeit.
00:08:10Ich werde mein Bestes tun.
00:08:13Einen angenehmen Abend.
00:08:14Wir werden noch ein bisschen was tun.
00:08:16Ja.
00:08:16Und da mal!
00:08:21Und noch mal!
00:08:39Los, noch mal schaufeln!
00:08:51Noch!
00:09:09Nochmal!
00:09:19Was?
00:09:26Hast du das Zettelchen mitgebracht?
00:09:41Ja klar, hab ich ganz vergessen. Übrigens, du begeistert Rani nicht, aber wo ist denn das Ding?
00:09:46Aber als sie hörten, dass sie sich um den Kindergarten handelt, da haben sie dann doch zugesagt.
00:09:51Der Betrieb kann dir sowas gar nicht verbieten. Feierabendarbeit ist gesellschaftlich wichtig.
00:09:58Du sag mal, wenn ich das richtig behalten habe, du machst Tischler bei euch?
00:10:01Ja.
00:10:02Donnerstag und Freitagabend auf so einer Privatklitsche.
00:10:04Du, aber Donnerstag habe ich Handballtraining.
00:10:06Wirst du dich entschuldigen müssen?
00:10:08Als ich angefangen habe, hast du gesagt, Donnerstags wird grundsätzlich nicht gearbeitet.
00:10:12Und, dass wir alle gutes Geld verdienen wollen und dass wir deshalb immer gleichzeitig mehrere Eisen im Feuer haben müssen.
00:10:19Ich kann noch so an einem Vormittag dort arbeiten.
00:10:24Da brauche ich dich hier. Hast du nicht gemerkt, dass wir im Rückstand sind?
00:10:34Wenn sie über die Hälfte woanders rumtreibt, kann es ja nicht klappen mit den Terminen.
00:10:38Mensch, wir sind ja nicht zum Quatschen. Ich denke, du warst drei Jahre bei der Armee.
00:10:43Da musst du doch wissen, was Disziplin ist.
00:10:46Was anderes als Stumpfsinn.
00:10:48Du sag bloß, da ist jeden Befehl mit Überzeugung ausgeführt.
00:10:53Kannst du ruhig so nehmen.
00:10:56Na gut. Davon verstehe ich nichts.
00:11:04Aber, dass meine Truppe ganz schön sauer ist, wenn ja einer schon nach zehn Tagen seine Extrawürste brät
00:11:10und nicht begreifen will, dass der eine auf den anderen angewiesen ist.
00:11:14Davon verstehe ich eine ganze Menge.
00:11:21Willst du nicht arbeiten?
00:11:28Na schön, ich mach's. Aber nur dies eine Mal.
00:11:32Na klar, bleibt eine Ausnahme.
00:11:35Krümelkackerchen.
00:11:36Na, ging ja hart her zwischen euch beiden.
00:11:41Ja.
00:11:43Ich möchte wissen, was der für den Fass aufmacht.
00:11:46Ja, ein bisschen schwer zu nehmen.
00:11:48Aber ein Durchreißer.
00:11:50Du, ich mach seit zwei Jahren mit ihm Feierabendarbeit.
00:11:54Bei ihm geht alles auf Teilung.
00:11:58Ich komme gleich.
00:11:59Ich komme gleich.
00:12:04So, und Sie?
00:12:06Wohnen hier sechs Häuser weiter, ja?
00:12:08Mhm.
00:12:11Das ist ja ärgerlich.
00:12:15Sondern Sie werden dann jeden Tag hierher gekommen.
00:12:18Ja, genau so ist das.
00:12:22Also.
00:12:23Hören Sie mal ab.
00:12:24Ich habe heute Abend frei.
00:12:26Sie haben heute Abend frei.
00:12:28Ich hab Ihnen doch schon gesagt, ich hab heute Abend noch was vor.
00:12:30Also doch ein Rendezvous.
00:12:33Wenn Sie es genau wissen wollen, meine Mutter ist krank.
00:12:35Ich muss mich ein wenig um sie kümmern.
00:12:37Und wann geht die alte Dame schlafen?
00:12:39Vielleicht fragen Sie auch noch, wann ich schlafen gehe.
00:12:42Aber die Frage wäre doch gar nicht so schlecht.
00:12:44Und wo wohnt Ihre Mutter?
00:12:46Genau am anderen Ende der Stadt.
00:12:47Mhm.
00:12:51Wissen Sie was?
00:12:53In zehn Minuten stehe ich mit meinem Wagen sechs Häuser weiter von hier.
00:12:56Hupe, Sie kommen mal raus und ich fahre Sie zu Ihrer Mutter.
00:12:59Oh nein, hole ich Sie bei Ihrer Mutter wieder ab.
00:13:03Und wir machen einen kleinen Ausflug.
00:13:05Sonnenuntergang genießen oder essen gehen.
00:13:08Wie Sie wollen.
00:13:10Ich weiß aber nicht, ob ich das will.
00:13:12Ich schon.
00:13:13Na, wie steht's?
00:13:18Irgendwelche Probleme?
00:13:20Siehst du welche?
00:13:22Nein, ich hab aber auch noch nicht nachgeguckt.
00:13:24Aber wir. Kannst ruhig gehen.
00:13:26Ja?
00:13:28Na wunderbar.
00:13:30Da kann ich meine nächste Verpflichtung ja pünktlich wahrnehmen.
00:13:33Ja, ja.
00:13:35Ja, ja. Also.
00:13:39Ein kurzes Gastspiel.
00:13:43Ich hab jetzt noch einen.
00:13:46Ich hab gerne hier in den Torn pool.
00:13:48In der Tornpool.
00:13:51Ich habe jetzt noch eine Maschinliche 비�ale.
00:13:54Ich habe es in der Tornpool eingeladen.
00:13:56Ich werde wenden Tornpool mal Jegen.
00:13:58Ich sehe es immer noch nicht.
00:14:02Na, quer' ich werde, dann in den Tornpool.
00:14:05Ich kann es noch nicht mehr, ich will.
00:14:08Ich werde da rycheren.
00:14:10Es wird unter ANDER-M Nein.
00:14:11Guten Abend, Kollege Gönert.
00:14:16Ach, Herr Weber.
00:14:18Es ist aber schön, dass Sie sich auch mal sehen lassen.
00:14:21Kleiner Inspektionsgang, was?
00:14:23Ja, so ungefähr kann man das nennen.
00:14:26Ich müsste Sie fünf Minuten unter vier auf sprechen.
00:14:28Aber das muss doch nicht heute sein.
00:14:30Mitten während der Arbeit.
00:14:32Doch, es ist dringend.
00:14:35Na gut.
00:14:39Gehen wir.
00:14:41Bitte.
00:14:44Trinken Sie ein Schlückchen?
00:14:46Nein.
00:14:46Danke.
00:14:46Nein.
00:14:48So einen kleinen Spaßmacher sollte man sich nie versagen.
00:14:53Muss jeder selber wissen, was er sich zutrauen kann.
00:14:57Na, schießen Sie mal los.
00:14:58Jetzt muss ja was Schreckliches passiert sein.
00:15:02Montagfrüh waren wir uns einig,
00:15:04dass das Bautempo erheblich beschadet werden muss.
00:15:08Und nun muss ich feststellen,
00:15:09dass von Ihren sechs Leuten
00:15:11nur drei auf dem Bau sind.
00:15:15Ja.
00:15:18Was soll ich machen?
00:15:20Zwei sind krank.
00:15:22Deiner hat sich wegen Familie...
00:15:23Mindestens in einer Falle stimmt das nicht.
00:15:27Ich habe einen Ihrer Kollegen
00:15:28nach diesem neuen Brigademitglied,
00:15:30Lutz Marquardt, gefragt.
00:15:31Und der hat Ihnen gesagt,
00:15:32dass er auf einem Privat bearbeitet?
00:15:34Ja.
00:15:35Genau das.
00:15:37Ich muss Ihnen sagen,
00:15:39dass mich das aufs Äußerste empört hat.
00:15:41Nur, dass der Kollege nicht auf dem letzten Stand ist.
00:15:45Das war mal so geplant,
00:15:46aber nach unserer letzten Absprache am Montag
00:15:48habe ich das natürlich sofort verändert.
00:15:49Nun ist der Kollege leider krank geworden.
00:15:54Mir ist jetzt nicht zum Spaß und zumute.
00:15:57Ich war fest davon überzeugt,
00:15:59dass sich der Bau seinem Ende nähert.
00:16:01Und noch am Montag haben Sie mir gesagt...
00:16:03Darüber haben wir nicht geredet.
00:16:04Vier Fünftel der Lohnsumme sind ausgegeben.
00:16:09Und von den Bauarbeiten
00:16:10ist nur knapp die Hälfte erledigt.
00:16:13Sie haben sich also nicht an unsere Abmachung gehalten,
00:16:17einen erhöhten Stundensatz
00:16:19durch intensivere Arbeitsleistung auszugleichen.
00:16:24Genau genommen
00:16:24haben Sie mich getäuscht.
00:16:29Sie haben hemmungslos Stunden geschrieben,
00:16:31für die nichts geleistet wurde.
00:16:33Passen Sie mal auf, Herr Weber.
00:16:34Wann hier was geschieht,
00:16:38das müssen Sie mir überlassen.
00:16:40Und wenn Sie da kein Vertrauen zu mir haben,
00:16:42meinen Sie, ich habe Lust,
00:16:43mich unter solchen Umständen hier abzuschinden?
00:16:46So sollte man nicht mit der Rande reden.
00:16:49Das meine ich auch.
00:16:50Wir hören auf, Jan.
00:16:53Ich war immer dafür,
00:16:54dass Sie auf Ihr Geld kommen.
00:16:57Aber
00:16:57es muss ja die Grenze haben.
00:17:01Gute Arbeit, gutes Geld.
00:17:04Ich mache Ihnen einen Vorschlag.
00:17:10Sie schreiben zehn Tage lang
00:17:12die Stunden
00:17:14auf ein Projekt,
00:17:16das wir noch nicht begonnen haben.
00:17:18Und zwar
00:17:18Renovierung der Heizanlage.
00:17:22Aber mit dem Rest der Arbeiten
00:17:24verbleiben Sie im Rahmen
00:17:26der vorgegebenen Lohnsumme.
00:17:27Das war immer meine Devise.
00:17:32Wir klotzen ran
00:17:33und Sie zahlen gutes Geld.
00:17:35In fünf Wochen
00:17:36ist mein Stichtag,
00:17:37verstehen Sie?
00:17:39Da muss der Anbau fertig sein.
00:17:4218 Meter
00:17:43erwarten von mir
00:17:44einen Kindergartenplatz.
00:17:46Und Sie werden nur unter dieser Bedingung
00:17:47bei uns arbeiten.
00:17:50Ich hoffe,
00:17:51wir haben uns jetzt verstanden.
00:17:54Das hoffe ich doch.
00:18:08Guten Abend.
00:18:11Kollegin Hermann?
00:18:13Guten Abend, Kollege Wiber.
00:18:15Was machen Sie denn hier?
00:18:17Ich wollte zu Herrn Gülert.
00:18:20Ach so, ja.
00:18:20Ja, dann schönen Abend noch.
00:18:23Mensch, Kerstin.
00:18:36Entschuldige du,
00:18:37dass es gestern nicht geklappt hat.
00:18:39Das war wie verhext.
00:18:41Hast du lange auf mich gewartet
00:18:42im Linden-Restaurant?
00:18:44Bis um 8.
00:18:46Furchtbar.
00:18:48Komm, gehauen wir.
00:18:49Wir machen uns einen schönen Abend.
00:18:56Albert!
00:18:59Du?
00:19:00Hm?
00:19:01Ich war gestern noch bei dir.
00:19:03Da brannte Licht,
00:19:04Musikbar zu hören.
00:19:05Du, das habe ich,
00:19:06als ich um 11 Uhr nach Hause kam,
00:19:07auch genau.
00:19:08Ich war im Acht noch mal ganz kurz da
00:19:09und habe was gegessen.
00:19:10Da muss ich alles angelassen haben.
00:19:12Nach drei Stunden
00:19:13spielte die Platte immer noch.
00:19:15Ach so, das war das Radio.
00:19:18Albert!
00:19:19Kannst du denn einfach hier so weg?
00:19:21Ja, klar.
00:19:22Du bist doch wichtiger
00:19:23als diese Steinhöhle hier.
00:19:24Was ist denn?
00:19:26Ich verschwinde.
00:19:28In Ordnung.
00:19:29Und die Einteilung für morgen?
00:19:31Bleibt wie gehabt.
00:19:32Alles hier.
00:19:34Kraus, wir haben verschlafen.
00:19:35Wie spät ist es denn?
00:19:38Schon halb neun durch.
00:19:39Hat denn der Wecker nicht geklingelt?
00:19:41Doch, aber wir haben die nicht in den Rat.
00:19:47Pack doch mal die Arbeitsklamotten
00:19:48in die Tasche.
00:19:49Ja.
00:19:53Die liegen im Vorraum
00:19:54unter der Garderobe.
00:19:55Hm?
00:19:55Ich mach dir noch schnell was zu essen.
00:20:13Mutter, schnell geh, ich bin in eine Minute weg.
00:20:16Ja, doch.
00:20:18Bin ja gleich fertig.
00:20:23Wo ist denn hier was zum Einpacken?
00:20:25Ich bin nicht zum Einpacken.
00:20:29Dann lass doch den Unsinn.
00:20:34Mach dir nichts als Ärger.
00:20:36Ach.
00:20:45Entschuldige.
00:20:47Außerdem,
00:20:48es gibt nichts Schöneres,
00:20:48als von einer Frau in Verruf gebracht zu werden.
00:20:52Und du bleibst hier, ja.
00:20:53Ich bin um halb drei wieder da.
00:20:56Kannst du noch mal ins Bett gehen,
00:20:57Musik hören.
00:20:59Was schönes Kochen.
00:21:00Keine schlechte Idee.
00:21:02Tschüss.
00:21:02Also,
00:21:30Untertitelung des ZDF, 2020
00:22:00ZDF, 2020
00:22:30Hier bei Gölert?
00:22:39Hier bei Gölert?
00:22:42Hallo?
00:22:44Mit wem spreche ich bitte?
00:22:47Hier ist die Schwester.
00:22:49Ich verbringe hier mit meinen Kindern das Wochenende.
00:22:52Ihr Bruder ist nicht da?
00:22:54Mit wem spreche ich denn bitte?
00:22:56Margot Renger.
00:22:59Ja, er hat mir von Ihnen erzählt.
00:23:03Sie haben sich doch Donnerstagabend getroffen, nicht wahr?
00:23:05Ja, ja.
00:23:06Der ist ganz begeistert von Ihnen.
00:23:09Aber er wollte mich doch gestern Abend anrufen.
00:23:11Ach, wissen Sie, wir hatten uns so viel zu erzählen und...
00:23:15Und...
00:23:44Sind Sie es, Fräulein Hermann?
00:24:01Ja, Frau Bachmann.
00:24:03Ihr Vater ist da.
00:24:04Ich habe ihm natürlich nicht gesagt, dass Sie die letzte Nacht wieder nicht hier waren.
00:24:10Und er hat gar nicht gewusst, dass Sie hier wohnen.
00:24:13Darüber sprechen wir noch, Frau Bachmann.
00:24:16Na, dann gehen Sie mal erst.
00:24:17Willst du mir nicht wenigstens einen Kuss geben?
00:24:37Du hast uns ganz schön auf die Folter gespannt.
00:24:41Soll ich dir einen Tee kuchen?
00:24:42Arbeitest du denn wieder irgendwo?
00:25:06Willst du dich nicht setzen?
00:25:07Die Arbeitsstelle in unserer PGH war dir sicher.
00:25:24War nicht sehr angenehm für mich.
00:25:27Nachdem wir vier Wochen nichts von dir gehört hatten,
00:25:29meinen Kollegen gegenüber eine Ausrede zu erfinden,
00:25:31warum du die Arbeit plötzlich nicht mehr annehmen willst.
00:25:33Das glaubst du da nicht, aber ich habe selbst eine anständige Arbeit gefunden.
00:25:39Ja, sicherlich wieder im VEB, wo sie dir wegen lächerlicher 300 Mark die Beine weghauen.
00:25:44Ich habe da einen Fehler gemacht.
00:25:48Und deswegen bin ich gegangen.
00:25:49Das ist es doch.
00:25:56Die geringste Schwierigkeit.
00:25:59Und du ziehst dich zurück
00:26:00und du hältst das auch noch für besonders edel.
00:26:04Die anderen halten das immer nur für eine Schwäche
00:26:07oder für ein Eingeständnis deiner Schuld.
00:26:10Ich kapituliere, wenn es nicht nach meinem Kopf geht.
00:26:15Ich weiß.
00:26:19Aber ich muss einfach alleine fertig werden.
00:26:24Kerstin, damit musst du nur hier beginnen,
00:26:28wo du zu Hause alles hast.
00:26:29Kerstin, begreifst du denn nicht, in welche Lage du uns bringst?
00:26:36Wie sollen wir denn das irgendjemandem verständlich machen?
00:26:46Aber ich bin nicht gekommen, um mit dir zu streiten
00:26:49oder dir Vorwürfe zu machen.
00:26:52Komm nach Hause.
00:26:54Ich habe es Mutter versprochen.
00:26:56Zucker?
00:26:56Zucker?
00:26:59Kerstin,
00:27:01und wenn ich dich nun darum bitte.
00:27:05Ich fühle mich wohl, so wie ich jetzt lebe.
00:27:09Ich gehe hier ohne dich nicht weg.
00:27:14Ich kann einfach nicht anders.
00:27:17Das ist doch nicht dein Ernst.
00:27:22Nimm es bitte so, wie ich es gesagt habe.
00:27:25Dann gehe ich eben.
00:27:37Kerstin!
00:27:42Herr Göhler!
00:27:46Herr Göhler!
00:27:47Guten Tag.
00:27:51Entschuldigen Sie, mein Name ist Mitschulat.
00:27:54Ich möchte Herrn Göhler sprechen.
00:27:55Herr Göhler ist nicht da.
00:27:57Der müsste aber bald wiederkommen.
00:28:00Wollen Sie vielleicht warten?
00:28:02Ja, wenn es möglich ist.
00:28:03Gut.
00:28:03Schön haben Sie es hier.
00:28:16Ich will mir gerade so was bauen und da hat man so seine Probleme.
00:28:20Ja, das kann ich mir vorstellen.
00:28:22Bis jetzt, bis jetzt lief ja alles sehr gut.
00:28:28Mit Hilfe Ihres Mannes.
00:28:29Aber die letzten Wochen hat er mich ehrlich gesagt etwas aufsetzen lassen.
00:28:35Darf ich Ihnen vielleicht was anbieten?
00:28:36Bitte, bitte.
00:28:36Tee, einen Kaffee?
00:28:37Machen Sie sich keine Umstände.
00:28:39Es sei denn, Ihr Gatte würde auch etwas Warmes wollen.
00:28:41Ich mache Ihnen einen Kaffee.
00:28:42Ach, guten Tag, Herr.
00:28:50Was machen Sie denn hier?
00:28:51Ihre Gattin war so freundlich.
00:28:53Ach, Kerstin.
00:28:57Machst du uns was zu trinken, ja?
00:29:01Tja, Herr.
00:29:03Träger, Träger.
00:29:05Es geht um die Träger.
00:29:08Ich bin leider noch nicht dazu gekommen.
00:29:11Bitte nehmen Sie doch Platz.
00:29:12Danke.
00:29:17Außerdem ist das im Augenblick ein wirklich rarer Artikel.
00:29:22Ich hätte mich auch von mir aus bemüht.
00:29:24Ja, ich weiß.
00:29:25Was Sie mir gesagt haben.
00:29:25Ich weiß, bitte.
00:29:29Ich weiß, ich weiß.
00:29:34Wissen Sie was?
00:29:35Wir machen das ganz einfach und unbürokratisch.
00:29:38Sie besorgen für Donnerstag einen LKW
00:29:40und wir treffen uns um 8 Uhr abends auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus.
00:29:45Die Abmessungen werden etwas größer sein, aber das kriegen wir in den Griff.
00:29:48Sehr schön.
00:29:49Ja, dann werde ich jetzt gehen.
00:29:56Ach so, ja.
00:29:58Trinken Sie doch noch Ihren Kaffee aus.
00:29:59Nein, nein.
00:30:01Sonnabend, Nachmittag.
00:30:02Ich meine, ich fand es schon außerordentlich freundlich von Ihnen,
00:30:04dass Sie mich überhaupt hier einen angenehmen Tag.
00:30:11Bitte.
00:30:12Danke.
00:30:12Ich bin hungrig wie ein Wolf.
00:30:28Ich hab nichts gemacht.
00:30:30Hm?
00:30:31Mir ist was dazwischen gekommen.
00:30:34Ach, na nun.
00:30:36Das, das muss ja ein richtiges Problem gewesen sein, hm?
00:30:43Eine Margot Renger hat angerufen.
00:30:45Ja, und?
00:30:46Und ich hab mich als deine Schwester ausgefallen.
00:30:49Das ist aber komisch, hm?
00:30:51Hier gibst du dich als meine Frau aus
00:30:52und vorher spielst du das neugierige Schwesterchen, hm?
00:30:54Warum machst du das mit mir?
00:31:00Ich geh doch nicht kaputt daran,
00:31:01weil du mit einer anderen zusammen warst.
00:31:04Aber dass du, dass du mich so belügst.
00:31:08Nimm's nicht so tragisch.
00:31:15Ich will nur dich, glaub mir.
00:31:22Du wirst das nicht verstehen, ich weiß.
00:31:24Ich bin manchmal ein leichtsinniger Hund.
00:31:36Das liegt daran,
00:31:39dass ich Pech hatte mit meiner Ehe.
00:31:49Wenn die zwei Kinder nicht gewesen wären,
00:31:50nach drei Jahren wär schon Schluss gewesen.
00:32:04Ja.
00:32:07Und seitdem hab ich diesen übertriebenen Freiheitsdreil.
00:32:09Ich geb es zu.
00:32:10Gut.
00:32:38Gut.
00:32:39Tag.
00:32:40Ach, Kollege Weber.
00:32:41Ja?
00:32:42Ich wollte Sie sowieso heute noch anrufen.
00:32:44Ich muss Sie unbedingt mal was fragen.
00:32:45Ist es was Kompliziertes?
00:32:47Das kann ich wirklich noch nicht beurteilen.
00:32:49Na, sagen Sie es gleich, dann haben wir es hinter uns.
00:32:50Wir haben doch dieses Initiativprojekt im Plan,
00:32:52Renovierung der Heizungsanlage.
00:32:54Und bisher nahm ich an,
00:32:55dass wir mit dem Projekt noch nicht begonnen haben.
00:32:58Jetzt hab ich aber Lohnzettel bekommen und...
00:33:01Hat Herr Göhlerz Sie darauf gebracht?
00:33:02Nein.
00:33:04Obwohl, also,
00:33:05gerade durch seinen Namen bin ich darauf gekommen.
00:33:08Wir sprechen lieber in Ihrem Zimmer darüber, ja?
00:33:10Oder sind Sie nicht allein?
00:33:12Doch.
00:33:13Guten Tag.
00:33:13Meine Kollegin hat gerade eine Sitzung.
00:33:17Ah.
00:33:21Ja, bitte sitzen Sie sich erst mal.
00:33:23Sie haben einen Teil meines Gespräches mit Herrn Göhlerz,
00:33:35vielleicht sollte man besser sagen, meines Streites,
00:33:38vor etwa acht Tagen auf dem Kindergartenbau,
00:33:41das haben Sie mit angehört, ja?
00:33:46Wie kommen Sie darauf?
00:33:49Ich hab das hier aus den Unterlagen.
00:33:50Ja, gestern hab ich allerdings Herrn Göhlerz danach gefragt
00:33:54und er meinte, das wäre nicht seine Sache,
00:33:57auf welches Projekt die Arbeit seiner Brigade abgerechnet wird.
00:34:03Ja, was gab's denn in diesem Gespräch?
00:34:07Irgendwelche Probleme?
00:34:09Ach, nein, nein.
00:34:11Nichts besonders ausgefallen ist, ne?
00:34:13Wir sind mit den Terminen etwas ins Schleudern gekommen.
00:34:17Herr Göhlerz hat mit seinen Leuten eben auch seine Probleme.
00:34:20Ja, nicht wahr?
00:34:23Aber was hat es mit dem zu tun, was ich mit Ihnen besprechen möchte?
00:34:28Sie können mit gutem Gewissen gegenzeichnen.
00:34:32Initiativprojekte, die, ja, die haben meistens etwas von einem Zauberkunststück.
00:34:38Ich verstehe Sie schon.
00:34:40Sie haben den Verweis, den Sie auf Ihrer ehemaligen Arbeitsstelle bekommen haben,
00:34:43den haben Sie sehr ernst genommen.
00:34:45Ich erinnere mich genau an unser Einstellungsgespräch,
00:34:48aber hier handelt es sich nicht um eine Ihnen unterstellte Kassiererin.
00:34:53Für unsere Projektierung haben Sie keine Kontrollpflicht.
00:34:56Das muss ich schon verantworten, ne?
00:34:59Ja.
00:35:00Und außerdem bereichert sich in diesem Falle niemand.
00:35:03Also?
00:35:03Na endlich!
00:35:28Ich hoffe, mein Star-Taxi-Fahrer hat dich sanft aus dem Schlaf geweckt.
00:35:32Ja, das nicht gerade.
00:35:33Was?
00:35:33Aber bei uns ist die Haustier nachts abgeschlossen.
00:35:35Ach.
00:35:37Hier.
00:35:37Psst.
00:35:38Wir sind hier ein paar Leute auf den Pelz gerückt.
00:35:40Aber ich hatte Sehnsucht nach dir.
00:35:42Alles Leute aus dem Kapo, wo ich aufgewachsen bin.
00:35:45Ja.
00:35:45Ja, ist sie.
00:35:46Kerstin, Hermann.
00:35:48Typisch.
00:35:50Wenn ich keine Frau unter 30 sehe, spielt der gleich vorhin.
00:35:54Wie wär's mit einem kleinen Begrüßungskindel?
00:35:57Ich glaube, Hans kann er deutlich.
00:35:59Weg ist sie.
00:36:00Weg.
00:36:09Die kann doch sowieso nicht ausloffen.
00:36:152.000 für die Zahlung.
00:36:20Nein, die ist schon anders eingeplant.
00:36:22Sag mal, ist das was Ernsthaftes hier?
00:36:25Jawohl.
00:36:26Danke.
00:36:29Und gleich geht's weiter.
00:36:31Nein, ich muss erst mal ein bisschen was trinken.
00:36:33Ja, entschuldige.
00:36:36Hey, jetzt.
00:36:38Du, Klaus.
00:36:39Ja?
00:36:40Ich habe vor 14 Tagen wieder mal die Carola getroffen.
00:36:43Ja, nee, du.
00:36:473.000.
00:36:49Die ist aber futzig, sag ich dir, du.
00:36:51Ach, sein Lierer.
00:36:52Du, Klaus, die wird heute noch rot, wenn man von dir spricht.
00:36:56Achim!
00:36:57Ja.
00:36:57Mich liebt man eben.
00:36:59Das war ein interessantes Gesprächsthema.
00:37:00Das ist auch ein interessantes Gesprächsthema.
00:37:05Das ist auch nur wegen des alten Streits.
00:37:08Ja, aber wieso?
00:37:09Was heißt denn hier Streit?
00:37:10Ob das Kind nun von ihm ist oder von diesem Mann?
00:37:12Aber ich kann doch nicht dafür, dass das Kind nicht von ihm sein kann.
00:37:15Nein, nein, nein, nein.
00:37:16Wir können Kraftfon.
00:37:30Schau dir weg, bitte.
00:37:31Hier spricht der Hausherr, es ist drei Uhr, ich muss euch rausschmeißen.
00:37:50Keine Chance, keine Chance, keine Chance, du bist doch die Vernünftigste hier.
00:38:01Ach, deshalb wolltet ihr uns loswerden.
00:38:16Ach, wir sind überhaupt nicht mehr zu sprechen.
00:38:20Was war oft, wenn wir das nächste Mal mit dir so machen?
00:38:25In zwei Minuten.
00:38:31Seht ihr, da könnt ihr wenigstens mal zwei Minuten frische Luft schnappen.
00:38:37Ach, was ist das?
00:38:38Ein Luftnavigo.
00:38:40Wir schmeißen uns rein.
00:38:42Komm in die Auge.
00:38:44Das müsst ihr nicht so vermissen sehen.
00:38:53Jetzt werden wir erst mal was trinken.
00:38:59Jetzt werden wir erst mal was trinken.
00:39:19Du musst doch morgen so früh raus.
00:39:27Und da glaubst du, ich bin nicht fit?
00:39:38Ja, du kannst doch mitkommen.
00:39:39Ich muss doch nicht am Sonnabendvormittag auch noch unbeweilt über die Baustellerin.
00:39:52schnappen.
00:39:53Ja, wirklich.
00:39:55Ach, die musste ich heute unbedingt für dich kaufen.
00:40:13noch mal was tun.
00:40:14Los!
00:40:15Ich bin nicht mehr.
00:40:16Ich bin nicht mehr.
00:40:17Aber ich bin nicht mehr.
00:40:18Aber ich bin nicht mehr.
00:40:19Aber ich bin nicht mehr so klein.
00:40:20Pause!
00:40:36Ersammlung!
00:40:40Verstanden?
00:40:42Wir kommen!
00:40:44Ein Häuschen?
00:40:47Wie gefällt dir das Häuschen?
00:40:49Psst!
00:40:51Hör mal, das war doch schon Wahnsinn, dass du mit dem Auto gefahren bist.
00:40:56Reiß dich doch wenigstens hier ein bisschen zusammen.
00:40:59Und wenn du noch so schmolzt, mein Kätzchen,
00:41:01du wirst mir die gute Laune nicht verdarmen.
00:41:04Die Männer werden sich auch freuen über meinen Anblick.
00:41:08Du wirst sehen.
00:41:12Ja?
00:41:13Moin.
00:41:14Moin.
00:41:15Ah, du guck nicht so.
00:41:17Ha, ha, ha.
00:41:18Ha, ha.
00:41:19Ha, ha.
00:41:20Ha, ha.
00:41:21Du gibst wohl nicht mehr jedem die Hand, ha?
00:41:24Moin.
00:41:25Moin.
00:41:26Moin.
00:41:29Verzeiht mir, dass ich zu spät gekommen bin.
00:41:31Ha, ha, ha, ha.
00:41:33Ich bin etwas angegangen.
00:41:35Nichts übersehen.
00:41:36Ja?
00:41:37Ich geb's ehrlich zu.
00:41:38Ich hab dir noch durchgemacht.
00:41:40Und damit ihr nicht gar zu neidisch werdet, hier ein Schlückchen für euch.
00:41:47Und zuerst nebenbei könnt ihr dann mal ein paar Stunden Zettelchen unterschreiben.
00:41:58Hier, Werner.
00:42:02Übrigens, mit der Decke konnten wir noch nicht anfangen.
00:42:06Wieso?
00:42:07Die Träger sind nicht mehr da.
00:42:09Die sind Donnerstag abgezogen.
00:42:11Werden auf so einem Schwerpunktbau gebraucht.
00:42:13Die bauen ja bloß einen Kindergarten.
00:42:15Ha?
00:42:18Das bringt uns aber ganz schön durcheinander.
00:42:21Ich konnt's leider nicht verhindern.
00:42:23Wer bin ich denn auch?
00:42:25Ihr kennt doch selbst die ganze Scheiße.
00:42:27Ja, sind ja gar nicht alle da.
00:42:29Zwei sind hinten.
00:42:30Die haben dich von nicht gehört.
00:42:32Na ja, da müsste mal einer...
00:42:34Ha, ha.
00:42:35Rausschießen, ne?
00:42:38Mädchen!
00:42:41Lass uns doch nicht so alleine.
00:42:51Ihr wisst alle, ich bin ein verrückter Hund, ne?
00:42:54Ja, ja, ihr müsst mir gar nichts vormachen.
00:42:56Ich merk das, wie ihr euch doch über die Mäuler zerreißt.
00:43:00Aber sie hier ist mein Lieblingsmädchen.
00:43:02Der Star meiner Mächte.
00:43:05Hm?
00:43:06Hey, hoppla, was ist denn?
00:43:08Aua!
00:43:09Was fand ich so gemein?
00:43:10Ach.
00:43:12Mensch, Mädchen, wo kommst du denn her?
00:43:14Rätselhafte Wesen, diese Weiber, Herr Albert.
00:43:17Ha, ha, ha, ha.
00:43:18Sie müssen mich verwechseln.
00:43:19Du bist doch die kleine Ulrike aus der Kellerstraße 13.
00:43:22Weder Ulrike noch Kellerstraße.
00:43:24Dann entschuldige aber.
00:43:26Eine verteufelte Ähnlichkeit.
00:43:30So was.
00:43:31Müssen Sie mich so anstauen?
00:43:34Ich muss nicht.
00:43:36Aber das macht mir Spaß.
00:43:37Das war alles ernst gemeint.
00:43:40Du, sag mal, wer ist denn so schön ein Mädchen, dass ihr bei uns das Gelände drin habt?
00:43:57Meine Freundin von Gölert.
00:43:58Ach.
00:43:59Nimm mal.
00:44:01Und dann Dino wieder her?
00:44:02Weiß nicht.
00:44:03Lutz!
00:44:04Aber ich rate dir, lass die Finger davon.
00:44:05Lutz, Sättetchen.
00:44:06In der Beziehung versteht ihr überhaupt keinen Spaß.
00:44:10Luzi!
00:44:20Und das Geld vom letzten Mal ist auch da.
00:44:22Wo?
00:44:23Ja.
00:44:24Ah.
00:44:41So, die beiden kann ich nicht unterschreiben.
00:44:43An den Tagen hast du mich auf die Privatklitsche geschickt.
00:44:44Sag ich doch.
00:44:45Krümelkackachen.
00:44:48Das stimmt einfach nicht.
00:44:49Hauptsache ist doch, dass am Ende für uns alle das Geld stimmt, oder?
00:44:56Einen Ton hast du am Leib.
00:44:59Gib her, wenn du unbedingt weniger Geld haben willst.
00:45:02Ich komme gleich wieder, ich gehe mich nur umziehen.
00:45:19Soll ich deine mitnehmen?
00:45:38Ich bin noch nicht fertig.
00:45:42Das sind sehr viele.
00:45:44Mensch, lass den Unsinn bloß nicht den Chef hören.
00:45:49Guten Tag.
00:45:58Sagen Sie, Ihre Kollegin, ist die noch drin?
00:46:02Ja, gehen Sie doch rein.
00:46:04Hat die noch lange zu tun?
00:46:05Nein, nein, sie macht auch gleich Schluss.
00:46:06Ich habe es nur besonders eilig.
00:46:08Danke.
00:46:16Guten Tag.
00:46:18Tag.
00:46:19Als Entschuldigung für die Rempelei auf dem Bauplatz und für den Unsinn, den ich da von mir gegeben habe.
00:46:25Danke.
00:46:26Sie müssen nichts sagen.
00:46:29Ich dachte nur, so eine Rempelei, das muss doch Glück bringen.
00:46:33Ich gehe morgen Abend ins Kino.
00:46:35Stern.
00:46:36Nachtvorstellung.
00:46:37So ein alter Klamaukfilm, was ungeheuer zum Lachen.
00:46:39Vielleicht haben Sie Lust.
00:46:40Ist das ein Sport für euch?
00:46:45Da müssen Sie mich mit jemandem verwechseln.
00:46:46Ich gehe auf jeden Fall morgen.
00:47:05Um zehn.
00:47:06Und ich, Dummkopf, dachte, Sie kommen nicht.
00:47:24Wir müssen aber gleich rein, sonst verpassen wir den Anfang.
00:47:27Ja.
00:47:28Oder wollen wir woanders hingehen?
00:47:29Nein, mich interessiert der Film.
00:47:31Ich dachte wirklich, du bist die Solrike.
00:47:46Blödsinnig, weil wir waren fast noch Kinder.
00:47:49Aber das Verrückte.
00:47:50Wir hatten immer an den gleichen Dingen Spaß.
00:47:54Wir konnten stundenlang zusammen spinnen.
00:47:59Erfinden.
00:48:02Oft, wenn ich später mal mit einem Mädchen zusammen war, kam mir irgendwie die Solrike dazwischen.
00:48:08Bis jetzt.
00:48:11Wer so ähnlich aussieht, muss auch ein ähnliches Wesen haben.
00:48:17Ist originell.
00:48:18Zieht sich ja meistens, nicht?
00:48:23Du kannst dich drüber lustig machen, es ist trotzdem wahr.
00:48:29Nur, dass dieses Mädchen unterdessen vergeben ist.
00:48:35Ich weiß.
00:48:40Was weißt du?
00:48:44Das hört es doch jeder.
00:48:48Meine Geschichte mit Gölert.
00:48:56Du musst doch merken, was das für ein Kerl ist.
00:49:01Freundlich von dir.
00:49:02Ich muss jetzt schlafen gehen.
00:49:20Ich kann dich doch wenigstens nach Hause bringen.
00:49:22Ich bin hier zu Hause.
00:49:28Aufschließen kann ich allein.
00:49:29Ich bin hier zu Hause.
00:49:59Ich bin hier zu Hause.
00:50:00Trotz, kannst du mal einen Moment kommen?
00:50:21Ich bin jetzt nicht weg hier.
00:50:25Ich hab dich nächste Woche nochmal auf so einer Privatklitsche.
00:50:28Das ist doch selber am besten, dass ich hier nicht wegkall.
00:50:30Ach, lass das doch mal meine Sorge sein.
00:50:33Ich hab's mal gestern dem Weber erzählen sollen, als der uns allen hier die Standpauke gehalten hat.
00:50:38Ich muss mir sowas nicht normal anhören.
00:50:39Mein lieber Marquardt, wer von unserer Truppe wo arbeitet, das verantworte ich und kein anderer.
00:50:46Ich verdiene gern zusätzlich Geld, aber ehrlich, verstehst du? Ehrlich.
00:50:51Ich verbitte mir diesen Ton.
00:50:54Lass mir von einem Rotzjungen wie dir nicht meine Kollegen beschimpfen.
00:50:57Und ich verzichte auf diese Sau-Arbeit hier. Such dir dafür irgendwelche anderen Idioten.
00:51:06Tag und Nacht unterwegs.
00:51:08Damit hier jeder auf seine Kosten kommt.
00:51:10Und so ein Jüngelchen, ja?
00:51:12Lass mich nicht auf!
00:51:15Na ja.
00:51:16Armleuchter.
00:51:17Ich meine, was?
00:51:20Mit der Arbeit auf dem Privatklitschen sollten wir im Moment, vielleicht, wirklich Schluss machen.
00:51:24Ein Quatsch!
00:51:27Die Arbeit läuft hier seit Tagen mit voller Pulle!
00:51:30Das schon, aber...
00:51:32Was aber? Was noch?
00:51:35Hm?
00:51:36Na los, quatsch dich aus!
00:51:38Zum Beispiel.
00:51:40Na?
00:51:41Wie viele von uns verleben hier ihren SVK-Aurlaub?
00:51:44Ja.
00:51:45Ja.
00:51:45Aber das war nur alles, ja?
00:51:49Da fallen mir aber ganz andere Sachen ein.
00:51:52Zum Beispiel hat ja ein gewisser Klaus Gölert mit einem mehr als preiswert organisierten Bagger
00:51:59an zwei Abenden die Baugrube ausgehoben.
00:52:03Aber alle haben fleißig fünf Tage Handarbeit kassiert.
00:52:06Das ist aber ein bisschen unfair, Klaus.
00:52:11Na?
00:52:12Was ist denn daran unfair?
00:52:15Sie haben dich auch nie gefragt,
00:52:18wie viel aus unserem gemeinsamen Geldtopf in deine Taschen wandelt.
00:52:23Und so Unrecht hat der Lutz auch nicht.
00:52:27Wenn du mit dem noch ein bisschen Sympathie hast, verschwinde!
00:52:30Sie meine!
00:52:32Wie du meinst.
00:52:33Albert!
00:52:36Albert!
00:52:37Das war nicht so gemeint!
00:52:40So spät!
00:52:42Ja?
00:52:50Na, geht's schon besser?
00:52:53Geht schon ganz gut.
00:52:55War ein bisschen schwierig.
00:52:59Die beiden Nummern, die sie mir gegeben hatten,
00:53:01da war immer besetzt.
00:53:05Und als ich ihn dann endlich dran hatte,
00:53:08da dachte ich, dass ich mit ganz jemand anders spreche.
00:53:11Ich hatte seinen Namen nicht verstanden.
00:53:14Da haben Sie ihm also gar nichts gesagt.
00:53:16Doch, doch.
00:53:18Und auch, dass der Arzt da war.
00:53:21Herr Gölert hat mir ja dann gesagt,
00:53:23dass ich mit ihm selbst spreche.
00:53:24Was machen wir nur mit Ihnen?
00:53:37Ach, gar nichts.
00:53:39Ist ja nur nervös.
00:53:42Wenn's nächste Woche noch so schlimm ist,
00:53:45dann wird er bestimmt mal nach Ihnen gucken.
00:53:47Die Männer sind nun mal so.
00:53:54Die nehmen Schmerzen erst ernst,
00:53:55wenn sie selbst welche haben.
00:54:00Soll ich Ihnen Abendbrot machen?
00:54:01Ich will noch versuchen,
00:54:09ein bisschen zu schlafen, ja?
00:54:11Ich verstehe.
00:54:12Guten Tag.
00:54:32Zu wem wollen Sie denn, junger Mann?
00:54:33Zu Kerstin Herrmann.
00:54:34Die ist aber krank.
00:54:35Ja, ich weiß.
00:54:37Deswegen wollte ich einmal nach ihr sehen.
00:54:39Ja.
00:54:40Im Augenblick.
00:54:41Na schön.
00:54:44Dann gehen Sie ruhig rauf.
00:54:47Vielleicht ist das ganz gut für Sie.
00:54:49Hm?
00:55:01Wo kommst du denn her?
00:55:03Ich hab bei dem Betrieb angerufen.
00:55:05Die haben mir gesagt, dass du krank bist.
00:55:09Was fehlt denn hier?
00:55:11Kann ich irgendwas für dich machen?
00:55:15Vielleicht Wadenwickel?
00:55:19Ja.
00:55:20Wo hast du denn Handwächer?
00:55:22Draußen im Schrank.
00:55:26Rechts.
00:55:27Ja, hab ich.
00:55:32Und ne Schüssel?
00:55:33Und am Ausguss.
00:55:42Musst du denn heute Abend nicht auf euren Bauch?
00:55:46Da geh ich überhaupt nicht mehr hin.
00:55:48Wieso?
00:55:55Sag mal,
00:55:57vielleicht brauchst du auch was Herstes zu trinken.
00:55:58Hast du Zitrone?
00:56:07Nein, aber ein Schnaps.
00:56:09Gut, mach ich den Grog.
00:56:10So.
00:56:11Aus dem Schnapsglas.
00:56:13Da oben steht alles.
00:56:15Na,
00:56:16du wirst mir nicht leichtsinnig.
00:56:17Sag mal.
00:56:27Das hilft gegen Fieber?
00:56:30Ich hab gar nichts.
00:56:32Mach keinen Mist.
00:56:34Ich hab simuliert.
00:56:36Was?
00:56:36Macht mir eben Spaß.
00:56:48Hattest du Streit mit Gönert?
00:56:51Ja,
00:56:51hatte ich.
00:56:53Was Ernsthaftes?
00:56:56Der wollte mich wieder
00:56:57auf so eine Privatklitsche schicken.
00:56:59Ein Wort gab das andere,
00:57:00noch hab ich ihn hingeschmissen.
00:57:02Verstehe ich nicht.
00:57:02Ich bin auch dafür,
00:57:04dass man für eine zusätzliche Arbeit
00:57:06anständiges Geld verdient.
00:57:07Aber das dauert die Hälfte woanders
00:57:09und die Stunden werden für alle geschrieben.
00:57:12Und das weißt du genau?
00:57:14Natürlich.
00:57:18Kommst du mit?
00:57:23Tanzen?
00:57:26Ja,
00:57:27dann muss ich mir den Schlips umhängen.
00:57:29Klar,
00:57:29besser ist besser.
00:57:32Sondern?
00:57:33Okay!
00:57:34Ich suche.
00:57:37Oh, rób!
00:57:38Du bist dann!
00:57:39buddy!
00:57:41ASSETS
00:58:02Oh, mein Gott.
00:58:32Ich hab dich nur benutzt, verstehst du?
00:58:46Entschuldige.
00:58:56Wenn du doch Waden wickeln.
00:59:17Schlaf gut.
00:59:20Na.
00:59:31Schlaf gut.
00:59:42Schlaf gut.
00:59:48Ist Kaffeezeit.
01:00:01Ach ja.
01:00:02Ich werd mal Wasser aufsetzen.
01:00:06Hast du schon gehört?
01:00:09Weber wacht wieder Stimmung.
01:00:11In 10 Tagen kommt so ne Revision.
01:00:14Wir sollen absolute Ordnung in unsere Unterlagen bringen.
01:00:18Die Kollegen wären sehr penibel.
01:00:22Sag mal.
01:00:26Aber doch nicht wegen der dämlichen Tasse.
01:00:32Scherben bringen Glück.
01:00:47Ich denk, du bist krank.
01:01:05Ich muss mit dir sprechen.
01:01:08Ich hab keine Zeit, hättest du nicht anrufen können.
01:01:12Ich muss in 5 Minuten weg.
01:01:14Das geht um eure Lohnabrechnung.
01:01:17Für den Kindergarten.
01:01:19Was soll denn da sein?
01:01:22Das weißt du doch.
01:01:24Hat Weber dich hergeschickt?
01:01:26Mensch, Klaus.
01:01:28Ich denk, ich seh nicht recht.
01:01:31Ihr habt in den letzten 14 Tagen so viele Stunden geschrieben.
01:01:34Wann habt ihr da geschlafen?
01:01:36Wenn du nichts Wichtigeres hast, brauchst du nicht wiederzukommen.
01:01:39Ansonsten halt dich an deinen Weber.
01:01:41Aber wir müssen miteinander reden.
01:01:43Hysterische Weiber, kann ich nicht ausstehen.
01:01:53Das ist eine Aufstellung aller Tagesleistungen, die durch die übergroße Anzahl der geschriebenen Stunden von vornherein unglaubwürdig sind.
01:02:00Eine böse Angelegenheit.
01:02:05Aber das haben Sie doch gewusst.
01:02:06Schließlich habe ich nicht die Zeit, alle Namen und Stundenangaben miteinander zu vergleichen, ne?
01:02:19Dann muss ich mich schon auf meine Mitarbeiter verlassen können.
01:02:22Aber viel schlimmer als das alles ist, ja.
01:02:35Der Widerspruch zwischen der fast erschöpften Lohnsumme und dem halbfertigen Bauer.
01:02:43Ja.
01:02:45Was heißt denn hier?
01:02:46Ja.
01:02:47Er hat einen Teil seiner Leute immer auf irgendwelche Privatworten geschickt und die Stunden aber auch auf unseren Anbau geschrieben.
01:03:02Und woher wissen Sie das?
01:03:14Von einem Mitglied der Feierabendbrigade.
01:03:16Also von Gönert?
01:03:17Nein.
01:03:18Wirklich nicht.
01:03:19Ja.
01:03:20Ist ja schon gut.
01:03:22Bitte.
01:03:23Ja.
01:03:24Ja.
01:03:25Ist ja schon gut.
01:03:26Bitte.
01:03:27Ja.
01:03:28Ja.
01:03:29Ist ja schon gut.
01:03:31Bitte.
01:03:32Ja.
01:03:33Ja.
01:03:34Ja.
01:03:35Ja.
01:03:36Ja.
01:03:37Ja.
01:03:38Ja.
01:03:39Ja.
01:03:40Ja.
01:03:41Ja.
01:03:42Ja.
01:03:43Ja.
01:03:44Vielleicht gibt es einen Weg, die Sache in Ordnung zu bringen.
01:04:01Und wenn Sie zuerst mit ihm reden?
01:04:04Wir müssen uns mit Gönert ins Benehmen setzen.
01:04:07Er mag sie doch.
01:04:09Ich weiß nicht.
01:04:11Er muss mit seinen Leuten in den nächsten Tagen richtig ran.
01:04:16Und zwar unentgeltlich.
01:04:21Wenn der Bau auch nur einigermaßen nach Endstadium aussieht, dann wird keiner auf die Idee kommen, nach Unregelmäßigkeiten zu suchen.
01:04:30Aber wenn er...
01:04:31Weiß er denn schon von der Revision?
01:04:34Nein.
01:04:35Na ja.
01:04:36Er ist doch kein Dummkopf.
01:04:38Außerdem wird er sofort begreifen, in welche Lage er Sie bringen würde.
01:04:43Also?
01:04:44Sie bereiten den Boden und ich stoße nach.
01:04:49Es ist Ihre Chance, alles wieder gut zu machen.
01:04:55Guten Tag.
01:04:56Ich wollte Herrn Gönert sprechen.
01:05:09Wo?
01:05:10Ja, danke.
01:05:12Ja, danke.
01:05:13Hier ist Kerstin.
01:05:31Ich wollte dir nur sagen, das war wirklich dumm von mir gestern Abend.
01:05:41Ja, du hast völlig recht.
01:05:44Wir sollten nicht so miteinander reden.
01:05:50Ich...
01:05:51Ich...
01:05:52Ich...
01:05:53Ich würde dich gern sehen.
01:05:56Morgen Abend um 10.
01:06:01Gut.
01:06:02Tag, Kerstin.
01:06:03Tag.
01:06:04Geht's dir besser heute?
01:06:05Ja.
01:06:06Wenn ich dir irgendwie helfen kann.
01:06:07Ja.
01:06:08Lass mich endlich in Ruhe.
01:06:09Wollen wir uns nicht irgendwo hinsetzen, miteinander reden.
01:06:11Nein.
01:06:12Verstehst du das denn nicht?
01:06:13Ja.
01:06:14Ja.
01:06:15Ja.
01:06:16Ja.
01:06:17Ja.
01:06:18Ja.
01:06:19Ja.
01:06:20Ja.
01:06:21Ja.
01:06:22Ja.
01:06:23Ja.
01:06:24Ja.
01:06:25Ja.
01:06:26Ja.
01:06:27Ja.
01:06:28Ja.
01:06:29Ja.
01:06:30Ja.
01:06:31Ja.
01:06:32Ja.
01:06:33Ja.
01:06:34Ja.
01:06:35Ja.
01:06:36Ja.
01:06:37Ja.
01:06:38Ja.
01:06:39Ja.
01:06:47Komm rein.
01:07:00Kann ich nicht wenigstens erstmal den Mantel ausziehen?
01:07:02Aber gern.
01:07:09Ja.
01:07:10Ja.
01:07:11Ja.
01:07:12Ja.
01:07:13Ja.
01:07:14Ja.
01:07:15Ja.
01:07:16Ja.
01:07:17Ja.
01:07:18Ja.
01:07:19Ja.
01:07:20Ja.
01:07:21Ja.
01:07:22Ja.
01:07:23Ja.
01:07:24Ja.
01:07:25Ja.
01:07:26Ja.
01:07:27Ja.
01:07:28Ja.
01:07:29Ja.
01:07:30Das ist so.
01:07:31Ja.
01:07:32Ja.
01:07:33Ja.
01:07:35Vernunft schadet dem Tag.
01:07:42Wir haben in zehn Tagen eine Revision.
01:07:49Du bist der Einzige, der diese blöde Sache noch aus der Welt schaffen kann.
01:07:54Karstin.
01:07:59Nicht.
01:08:04Du kannst doch den Bau beschleunigen und deine Leute dazu bringen, vorerst keine Stunden zu schreiben.
01:08:09Ach Gott!
01:08:15Ich hab dir schon mal gesagt, wenn du nichts Besseres hast, brauchst du gar nicht wiederzukommen.
01:08:20Du, wenn du nicht mit mir sprechen willst, ich zeig die ganze Sache an!
01:08:27Was denn für eine Sache? Mich?
01:08:29Ja, wenn du es genau wissen willst, dich.
01:08:34Na los, mach doch!
01:08:44Aber glaubst du, dass ich meine Haut allein zu Markte tragen werde?
01:08:49Fifty-fifty hast du mit mir gemacht.
01:08:51Deinen Namen mit Absicht unter falsche Abrechnungen gesetzt.
01:08:58Du warst nicht nur scharf auf mich, du warst auch scharf auf das Geld.
01:09:00Dich hat ja nicht einmal gestört, dass ich hier jede Woche noch eine andere mit im Bett hatte.
01:09:04Was machst du denn noch für Sachen?
01:09:28Wir beide gehören zusammen, Karstin.
01:09:44Mit mir wirst du noch ungeheure Dinge erleben.
01:09:46Fass ihn dir nicht an, du!
01:09:59Mach keine Faxen, Mädchen.
01:10:01Du, schnack zu!
01:10:02Ach, das machst du doch nicht.
01:10:03Ja!
01:10:03Du, schnack zu!
01:10:04Du, schnack zu!
01:10:05Du, schnack zu!
01:10:06Du, schnack zu!
01:10:07Du, schnack zu!
01:10:08Du, schnack zu!
01:10:09Du, schnack zu!
01:10:10Du, schnack zu!
01:10:11Du, schnack zu!
01:10:12Du, schnack zu!
01:10:13Du, schnack zu!
01:10:14Du, schnack zu!
01:10:15Du, schnack zu!
01:10:16Du, schnack zu!
01:10:17Du, schnack zu!
01:10:18Du, schnack zu!
01:10:19Du, schnack zu!
01:10:20Du, schnack zu!
01:10:21Du, schnack zu!
01:10:22Du, schnack zu!
01:10:23Du, schnack zu!
01:10:24Du, schnack zu!
01:10:25Du, schnack zu!
01:10:26Du, schnack zu!
01:10:27Kerstin, du musst mit zurückkommen.
01:10:56Wenn du nicht sofort stehen bleibst, schrei ich.
01:11:26Kerstin, du musst mit zurückkommen.
01:11:33Kerstin, du musst mit zurückkommen.
01:11:40Kerstin, du musst mit zurückkommen.
01:11:47Kerstin, du musst mit zurückkommen.
01:11:54Kerstin, du musst mit zurückkommen.
01:12:00Kerstin, du musst mit zurückkommen.
01:12:04Wohnen Sie hier in der Nähe?
01:12:05Haben Sie Telefon?
01:12:06Ja.
01:12:07Sie müssen sofort einen Krankenwagen hierher schicken.
01:12:08Wir haben da eine junge Frau gefunden.
01:12:09Ohnmächtig, schwer verletzt.
01:12:10Wachen Sie schnell, sie blutet stark.
01:12:12Kerstin, du musst mit zurückkommen.
01:12:40Hallo?
01:12:41Wir brauchen...
01:12:43Ja, wir brauchen einen Rettungswagen.
01:12:47Am Tannenweg.
01:12:49Als Kerstin Herrmann wenig später aus ihrer Ohnmacht erwachte, war sie zunächst nicht
01:12:59bereit, die Ursache ihres Unfalls preiszugeben.
01:13:02Aber schon eine knappe Stunde danach verlangte sie nach der Volkspolizei, um Anzeige zu erstatten.
01:13:08So kam das Strafverfahren gegen Gölert und Weber in Gang.
01:13:14Über zwei Jahre lang hatte dieser Jürgen Gölert auf insgesamt fünf verschiedenen Baustellen
01:13:19sein Unwesen treiben können.
01:13:21Mit ein paar mehr Stunden Schreiben hatte es angefangen.
01:13:25Es endete mit maßlosem, dummdreistem Betrug, mit Diebstählen ihm anvertrauter Baumaterialien
01:13:32und schließlich mit versuchter Nötigung gegenüber Kerstin Herrmann, die er als Mittäter zu belasten
01:13:38drohte.
01:13:40Die Ermittlungen ergaben, dass Gölert allein durch das in Rechnungsstellen nicht geleistete
01:13:46Arbeitsstunden der von ihm geleiteten Feierabendbrigade einen Schaden von insgesamt 37.000 Mark verursacht
01:13:53hatte.
01:13:54Den Löwenanteil dieses Geldes hatte er in die eigene Tasche gesteckt, obgleich er auf den
01:13:59Baustellen meist nur Gastrollen gegeben und nur im Ausnahmefall mal mit zugepackt hatte.
01:14:05Ausschließlich in sein Portemonnaie war jener Gewinn geflossen, der aus dem Diebstahl
01:14:10von Baumaterialien seiner Auftraggeber stammte.
01:14:14Nachgewiesen werden konnten ihm Diebstähle im Werte von insgesamt 14.600 Mark.
01:14:21Ein Mann ohne Charakter und ohne Hemmung.
01:14:25Ein Mann, der ein ganzes Kollektiv korrumpierte und demoralisierte.
01:14:30Ein Mann, der seine Kollegen und seine Partner immer nur benutzte, der sie zum Spielball
01:14:36seines Egoismus machte.
01:14:39Aber was wäre ein Gölert ohne einen Weber gewesen?
01:14:44Ohne einen Betriebsleiter, der statt mit Umsicht zu leiten und zu kontrollieren, sich
01:14:49das Gesetz des Handelns diktieren ließ?
01:14:52Der Anbau des Kindergartens war ja überschaubar und zuvor auch kostenmäßig kalkuliert worden.
01:14:58Was also hätte näher gelegen, statt Stundenlohn Objektvergütung zu vereinbaren?
01:15:04Was Gölert von vornherein die Hände gebunden hätte?
01:15:09Schlimmer noch, wie Betriebsleiter Weber bei Entdecken des Gölertschen Betrugs reagierte.
01:15:14Statt die kriminelle Manipulation dieses Mannes schnellstens auszuloten,
01:15:19statt ihren Fortgang mit allen einschließlich strafrechtlichen Mitteln zu stoppen,
01:15:23macht er sich zum Komplizen des Betrügers.
01:15:27Gewiss, andernfalls hätte es neue Schwierigkeiten, Auseinandersetzungen, Ärger gegeben.
01:15:33Und es hätte mancher Anstrengung bedurft, um gemeinsam mit dem Kollektiv einen Ausweg zu finden.
01:15:40Aber all das gehört doch zum Auftrag und zur Mission eines Leiters.
01:15:45Weber hingegen entschied sich für den bequemen, den unsauberen, von Trägheit diktierten Weg.
01:15:55Und beinahe hätte ihn dieser Entschluss als erfolgreichen Chef ausgewiesen.
01:16:02Als einen Leiter, dessen Leistung sich in Wahrheit auf eine Niederlage und einen Verlust unserer Gesellschaft gründet.
01:16:10Weber hatte eines nie ernst genommen, dass keiner in unserer Gesellschaft das Recht hat,
01:16:17Volkseigentum zu schmälern oder gar zu verschleudern.
01:16:21Wer wie Weber denkt und handelt, bricht aber die sozialistische Gesetzlichkeit,
01:16:27missbraucht und verspielt unser Vertrauen.
01:16:31Das Gericht verurteilte den Angeklagten Jürgen Gölert wegen verbrecherischen Betrugs und Diebstahls
01:16:39zum Nachteil sozialistischen Eigentums gemäß den Paragrafen 159, 158 und 162 Strafgesetzbuch
01:16:47wegen Beihilfe zum Vertrauensmissbrauch gemäß Paragraf 165
01:16:52sowie wegen versuchter Nötigung gemäß Paragraf 129 Strafgesetzbuch zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren
01:16:59und einer Geldstrafe von 5.000 Mark.
01:17:03Zudem wurde Gölert zum Ersatz des von ihm verursachten Schadens verpflichtet.
01:17:09Mit Rücksicht darauf, dass sich der Mitangeklagte Weber nicht persönlich bereichert hatte,
01:17:15verurteilten ihn die Richter wegen Vertrauensmissbrauchs gemäß Paragraf 165 Strafgesetzbuch auf Bewährung.
01:17:23Für den Fall der Nichtbewährung wurde ihm eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren angedroht.
01:17:28Zusätzlich erhielt Weber eine Geldstrafe in Höhe von ebenfalls 5.000 Mark.
01:17:34Zudem wurde er durch den Kombinatsdirektor disziplinarisch zur Verantwortung gezogen
01:17:39und seiner Funktion enthoben.
01:17:44Zur Debatte stand auch die Verantwortlichkeit der übrigen Mitglieder der Feierabendbrigade des Jürgen Gölert.
01:17:52Sie hatten ja die von Gölert ausgefüllten Lohnzettel ohne Bedenken und ohne Prüfung einfach unterschrieben
01:17:59und damit den Betrug dieses Mannes maßgeblich mit ermöglicht.
01:18:03Allerdings lag die nachweisbare Summe, um die sie sich dabei selbst bereichert hatten,
01:18:08noch unterhalb der Schwelle strafrechtlicher Verantwortlichkeit.
01:18:12Sie wurden daher nur mit einem Ordnungsstrafverfahren konfrontiert,
01:18:16das der Vorsitzende des Rates des Kreises gemäß Paragraf 10 der Anordnung über die Zulässigkeit,
01:18:22Vergütung und Kontrolle von zusätzlicher Arbeit bei der Vorbereitung und Durchführung von Baumaßnahmen
01:18:28vom 25. August 1975 einleitete.
01:18:32Resultat 1.000 Mark Geldstrafe je Brigademitglied für den Arbeiter Albert Findeisen,
01:18:39der von sich aus mit Gölert gebrochen hatte, 300 Mark Strafe.
01:18:44Hinzu kam, dass die Betriebsleitung diesem Personenkreis die Zustimmung zum Leisten weiterer Feierabendarbeit entzog.
01:18:56Es bleibt die Frage, warum die krumme Tour des Jürgen Gölert so lange wehren konnte.
01:19:03Warum allein die junge Buchhalterin Kerstin Herrmann die Courage hatte, diesem Mann das Handwerk zu legen.
01:19:10Warum sich ein ganzes Kollektiv in den Sumpf dieses Mannes mit hineinziehen ließ.
01:19:17Warum die Arbeiter Lutz Markwart und Albert Findeisen auf halbem Wege stehen blieben.
01:19:24Zwar zu persönlicher Anständigkeit fanden, nicht aber zu staatsbürgerlicher Ehrlichkeit.
01:19:30Wie verschieden die Motive der Mitwisser für ihr Schweigen auch gewesen sein mögen.
01:19:38Reflektieren sie nicht in jedem Falle Gleichgültigkeit, Passivität, Trägheit.
01:19:45Dinge, von denen Lenin meinte, dass es schwieriger sei, sie zu besiegen, als die Bourgeoisie zu stürzen.
01:19:52Aber wie kompliziert diese Aufgabe auch sei.
01:19:57Wir haben sie bis heute mit beachtlichem Erfolg angepackt.
01:20:02Wir wollen und müssen mit ihr fertig werden.
01:20:05Allerdings müssen wir solchen Zeitgenossen wie Gölert und Weber gegenüber noch wachsamer, noch unwilliger, noch unduldsamer gegenübertreten.
01:20:17Guten Abend.
01:20:19Guten Abend.
01:20:21Guten Abend.
01:20:22Guten Abend.