#GanzerFilm #Deutsch
Vor Jahren wurde CK Lung von einer brutalen Eliteeinheit überfallen, seine Familie ausgelöscht und seine Tochter entführt. Die wird daraufhin per Gehirnwäsche in eine eiskalte Killerin verwandelt und natürlich kreuzen sich ihre Wege irgendwann wieder, die Frage ist jedoch, wer überlebt?
Naked Soldier von 2012 dauert ca. 100 Minuten, ist ab 16 Jahren freigegeben und präsentiert uns einen Actionstreifen mit Sammo Hung und was soll ich sagen, das hier ist wirklich pure Wurst im 16:9-Format.
Ja, die Martial-Arts-Sequenzen könnte man hervorheben … aber auch nur, wenn man bereit ist, jede zweite Szene zu ignorieren. Entweder sind die Kämpfe sauber, wuchtig und gut choreografiert oder man sieht die Seile, die Statisten, die schon drei Sekunden vorher mit Macheten rumwedeln und darauf warten, dass jemand „Action!“ ruft.
Die Dialoge? Grauenhaft. Da wird die Tochter ernsthaft gefragt, ob sie sich nach ihrer Gehirnwäsche an nichts mehr erinnert. Oder auf der Rolltreppe werden Sätze ausgetauscht, die klingen, als hätte der Drehbuchautor zwischen zwei Tabletten eben schnell was auf ein Post-it gekritzelt. Die deutsche Synchro setzt dem Ganzen dann die Tofu-Kirsche auf. Stimmen, bei denen sich die Fußnägel heben wie Flügeltüren am Lamborghini.
Das Finale? Der absolute Endgegner des schlechten Geschmacks. Bekloppte Kämpfe, lächerliche Sprüche und Figuren, die so klingen, als hätte Bruce Lee mit Klammern am Sack probiert, ein Hörbuch einzusprechen.
Unterm Strich bleibt ein Werk, das ich wirklich niemandem empfehle, außer als Mutprobe. Sammo Hung liefert wie immer ab, aber der Mann ist halt schon älter und kann den Rest der Katastrophe auch nicht retten. Dialoge aus der Hölle, Kämpfe von der Würstchenbude, Figuren so realistisch wie Jared Leto in einem guten Film, das sagt alles.
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