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  • vor 21 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:00:00Musik
00:00:30Musik
00:01:00Durch die Wälder, durch die Auen
00:01:06Zog ich leichten Sinns dahin
00:01:08Ich freue mich sehr auf den Freischölz
00:01:11Und ich freue mich sehr, dass Sie mich zu dieser Martinet bebleiben
00:01:15Gibt in dieser Gegend hier nicht viele, die meine Liebe für die Oper teilen?
00:01:24Stopp! Da liegt jemand!
00:01:28Vielleicht ein Tier?
00:01:29Nee, das ist ein Mensch
00:01:30Ich kann einen Mann
00:01:44Ich Lemme euch noch über die Kater
00:01:47Oh Gott.
00:02:18Robert, komm, wir müssen los.
00:02:20Was?
00:02:20Bis zum Sonntag.
00:02:22Der Fritz, der hat einen alten Zenker-Tod auf einem Waldweg gefunden.
00:02:27Zenker?
00:02:28Karl Zenker.
00:02:29War ja mal der Platz für den Holzhandel im Erzgebirge.
00:02:35Gleich los.
00:02:39Mal.
00:02:47Guten Morgen, Fritz.
00:02:53Grüß dich, Robert.
00:02:54Und Sie sind?
00:02:55Luise Wolf.
00:02:57Herr Bergelt hat mich abgeholt.
00:02:58Ja, wir wollten nach Chemnitz mit der Oper zur Freischitz.
00:03:01Wir kennen uns aus dem Opernbein.
00:03:02Ist euch irgendwas aufgefallen, als ihr den Toten gefunden habt?
00:03:05Nein, das war ja doch überhaupt niemand unterwegs.
00:03:08Ich habe die Abkürzung genommen, weil wir zu spät waren.
00:03:11Herr Kommissar Winkler, Herr Hauptmeister Böhm.
00:03:13Sind Sie geflogen?
00:03:15Ich hatte vor Ort zu tun.
00:03:16Ich habe schon gehört, dass Sie hier enge persönliche Kontakte pflegen.
00:03:20Was wissen Sie?
00:03:22Nicht viel.
00:03:23Der Notarzt sagt, dass er eine natürliche Todesursache ausschließen kann.
00:03:26Ich habe dann mit dem Präsidium in Chemnitz telefoniert.
00:03:28Ihre Kollegin sollte unterwegs sein.
00:03:30Gut.
00:03:30Herr Winkler?
00:03:34Mensch, Fritz.
00:03:37Dazu läuft sicher schon der zweite Akt.
00:03:41Ich bringe Frau Wolf lieber nach Hause.
00:03:44Das ist Liebe.
00:03:44Ich fühle mich ganz elend.
00:03:46Da hatten wir uns so schön auf den Toten Jägerburschen im Freischitz vorbereitet.
00:03:53Und stattdessen finden wir den Zenkaka tot im Wald.
00:03:57Das ist Julie.
00:03:57Das war's.
00:04:27Lange ist er noch nicht tot.
00:04:39Halb zehn, zehn?
00:04:40Vielleicht ein bisschen früher oder später.
00:04:43Unglück kennt kein Sonntag.
00:04:45Ich habe in der Wunde kleine Holzsplitte gefunden.
00:04:47Sie gehen davon aus, dass ihm die Verletzung mit Holz zugefügt wurde?
00:04:50Richtig.
00:04:51Allerdings nicht hier.
00:04:53Es gibt eine Blutspur von dort drüben, tief aus dem Wald.
00:04:56Vermutlich hat er sich bis hierher geschleppt und dann auf Hilfe gehofft.
00:05:01Die kam dann leider zu spät.
00:05:05Ach so, ich bin bis übermorgen auf Fortbildung.
00:05:08So lange müssen Sie sich mit Details gedulden.
00:05:10Gut.
00:05:11Saskia?
00:05:12Ja?
00:05:13Wir brauchen Ronja. Sie muss uns helfen.
00:05:14Ich hole sie.
00:05:15Wie geht es Ihnen?
00:05:20Sie dürfen ganz ehrlich sein. Ich unterliege der ärztlichen Schweigepflicht.
00:05:24Ich bekomme Panik in geschlossenen Räumen.
00:05:32Ich kriege keine Luft mehr und habe Angst zu ersticken.
00:05:35Wenn ich irgendwer helfen kann.
00:05:44Jedezeit, okay?
00:05:46Danke.
00:05:46Spulen Sie es auf dem Weg.
00:06:02Kollege Böhm, bitte achten Sie darauf, dass sich kein Unbefugter der Stelle hier nähert.
00:06:05Bis die Spurensicherung da ist.
00:06:09Und sperren Sie bitte alles hier weiträumig ab.
00:06:11Wir sind ja nur zu zweit.
00:06:13Dann teilen Sie sich auf, Kollegen.
00:06:14Ronja?
00:06:22Komm.
00:06:23Und sofort.
00:06:27Das FBI hat den Fall übernommen.
00:06:35Herr Winkler!
00:06:38Frau Savo, da sind Sie ja schon.
00:06:41Ich wollte unser Dienstwagen das Wochenende mit Ihnen verbringen.
00:06:43Das war fahrlässig.
00:06:45Tut mir leid, ich hätte ihm Bescheid sagen müssen.
00:06:47Alles gut.
00:06:49Ich freue mich, dass Sie zurück im Dienst sind.
00:06:54Ich mich auch.
00:06:56Schön, dich zu sehen, Carina.
00:06:58Hallo Saskia.
00:07:00Wir suchen die Stelle, von der sich das Opfer verletzt zum Waldweg geschleppt hat.
00:07:03Ja, Kollege Böhme hat mich schon gebrieft.
00:07:05Und weiter.
00:07:08Wer sind Sie hergekommen?
00:07:10Mit dem LVN.
00:07:12Landwirtschaftlicher Personennahverkehr.
00:07:14Wir suchen die Einheit.
00:07:38Wir suchen die Unterkundung.
00:07:39Die Ronja, die ist noch in der Ausbildung zum Jagdhund, aber nach dem Schuss schon perfekt an der
00:07:51Nachsuche auf Schweiß. Schweiß? Wenn Blut von dem Wildtier aus dem Körper austritt, dann sahen wir
00:07:57Schweiß dazu. Es drückt den Wunsch aus, das Wild zu ehren. Na und es hilft auch den Schweiß des
00:08:02Tieres vom menschlichen Blut zu unterscheiden. Und wo ist Wolke? Die ist bei meinem Vater auf
00:08:06dem Kanaren. Ach, der Papa, der braucht einfach jemanden mit einem großen Herzen, der auf ihn aufpasst.
00:08:13Du, aber das sieht so aus, als würde die Blutspür hier enden.
00:08:19Fein. Fein, sweet. Fein gemacht.
00:08:23Das sieht so aus, als ob Karl Senker hier mit dem Kopf gegen den Baum geschlagen ist.
00:08:31Fritz, was gibt's?
00:08:33Was? Bist du sicher?
00:08:36Was ist denn wann?
00:08:38Sabo hier. Ich schick euch gleich an den Standort. Schickt mal bitte die Spuse hierher, ja?
00:08:43Okay, alles klar. Danke.
00:08:47Beim Fritz gibt's ein Störsignal.
00:08:49Irgendwas ist mit dem Tracker.
00:08:51Tracker?
00:08:52Wir hatten hier in letzter Zeit ganz schön viele Holztiebstähle.
00:08:55Da haben wir GPS-Tracker in den Poltern versteckt.
00:08:57Und gar nicht weit von hier, da ist die Verbindung zum Sender abgebrochen.
00:09:02Wie nicht weit von hier?
00:09:03Na, keine 100 Meter.
00:09:05Was, schauen wir uns an?
00:09:06Na, komm. Ronja, komm.
00:09:15Bist du wieder da, Leonie?
00:09:17Hast du Hunger? Magst du was mitessen?
00:09:20Ich dachte, du wolltest bis heute Abend bei der Anna bleiben.
00:09:24Was hat sie denn?
00:09:25Das Holz ist weg.
00:09:30Was?
00:09:31Die haben das Holz geklaut.
00:09:34Den ganzen Polter.
00:09:35Scheiße.
00:09:38Es wird bestimmt kein Zufall sein, dass Karl Sanker hier in der Nähe tot aufgefunden wurde.
00:09:42Vielleicht hat er die Diebe überrascht.
00:09:44Gehört der Wald denn hier zum Sachsenforst?
00:09:46Nee, das ist Kirchenwald.
00:09:48Die evangelische und auch die katholische Kirche bis jetzt sind viel Wald in Deutschland.
00:09:51Wie praktisch. Bäume können ja nicht austreten. Und welcher Konfession gehören diese Bäume an?
00:09:58Der Wald hier, der gehört der evangelischen Kirche. Wir bewirtschaften den für die Gemeinde mit.
00:10:03Für wen war denn das gestohlene Holz bestimmt?
00:10:05Die Pfarrerin hat es einen Zenker-Karl verkauft. Oder seinem Sohn, einen Heiko. Der ist erst vor kurzem zurückgekehrt ins Erzgebirge. Hat die Geschäftsführung übernommen. Aber sein Vater, der tat sich schwer damit.
00:10:21GPS-Tracker.
00:10:22Vielleicht haben wir die, wie ihn entdeckt und zerstört.
00:10:31Eben, die GPS-Tracker, die sind immer in den Poldern versteckt. Vielleicht ist er ja beim Paladen kaputtgegangen.
00:10:37Wer weiß denn von diesen Trackern?
00:10:39Nicht viele. Jetzt wir Forstarbeiter. Fritz, Leonie und ich.
00:10:43Leonie?
00:10:43Leonie Kampmann. Die studiert Forstwirtschaft in Eberswalde. Macht gerade ein Praktikum bei mir. Die lebt mit ihren Eltern in Annenberg.
00:11:13Wie geht's ihm?
00:11:34Ein bisschen besser.
00:11:36Aber seine Ängste sind immer da.
00:11:38Was lässt ihn nicht los?
00:11:39Ich hoffe, er steht das durch.
00:11:41Die Kollegen haben hier rund um den Tatort eine Menge Dinge gefunden.
00:11:46Noch unklar, ob sie für uns relevant sein können.
00:11:49Ich werde die Sachen Hauptmeister Böhm zur Aufbewahrung geben, bis wir die Ermittlungen abgeschlossen haben.
00:11:56Wir sollten jetzt zur Heiko Zenko, bevor er von anderen erfährt, dass sein Vater tot ist.
00:12:02Ja.
00:12:02Und wenn die Kollegen hier fertig sind, werden sie sich die Stelle vornehmen, wo das Holz gestohlen wurde.
00:12:05Danke.
00:12:07Gut, dann sehen wir später.
00:12:09Wo gehst du neben?
00:12:10In die Karsch.
00:12:11Kürcher, ich geh in die Kürcher.
00:12:13Na komm, Roni.
00:12:17Wissen Sie, was Ihr Vater heute Morgen im Wald wollte?
00:12:21Der Fati...
00:12:22... geht jeden Sonntag zwei Stunden im Wald spazieren.
00:12:28Und bei jedem Wetter.
00:12:30Wir haben das Handy Ihres Vaters sichergestellt. Er hat sie heute früh angerufen.
00:12:35Ich habe mich gefragt, ob ich mitkomme.
00:12:43Er hat mir nein gesagt.
00:12:46Ich kann nicht...
00:12:47Ich kann nicht immer und immer wieder bei dieselben Sachen mit ihm diskutieren.
00:12:54Er hat auch wieder nur einen Streit geendet.
00:12:56Stattdessen haben Sie was gemacht, Herr Zenker?
00:13:01Er hat mich umgedreht weiter geschlafen.
00:13:03Wir haben gehört, dass Ihre Beziehung nicht einfach war.
00:13:05Sagen wir mal so.
00:13:10Wir sind uns fremd geworden über die Jahre.
00:13:16Menschen ändern sich halt nicht.
00:13:18Schon gar nicht im Alter und erst recht nicht zum Guten.
00:13:20Ich nehme an, Sie sind der Alleinerber.
00:13:25Was wollen Sie sagen?
00:13:28Hä?
00:13:29Dass ich hier ans Geld ran will, oder was?
00:13:31Ich will gar nichts sagen.
00:13:32Aber das ist der schlechte Einfluss meines Berufes.
00:13:34Ich folge dem Weg des Geldes.
00:13:38Egal wie viel wir gestritten haben, ja?
00:13:42War immer noch mein Vater.
00:13:50Ewiger Gott und Vater,
00:13:55du allein bist mächtig und gnädig.
00:13:58Gib dem Entschlafenen die ewige Ruhe.
00:14:03Lass ihm dein Licht leuchten
00:14:04und führe ihn durch das Dunkel des Todes.
00:14:10Sei ihm gnädig im Gericht
00:14:11und schenke ihm Frieden und ewiges Leben.
00:14:16Amen.
00:14:20Saskia!
00:14:20Paula, bitte entschuldige die Störung.
00:14:24Schon gut.
00:14:26Ich freue mich, dich zu sehen.
00:14:28Was gibt's denn?
00:14:29Keine guten Nachrichten.
00:14:31Man hat einen Zägerkarl tot im Wald gefunden.
00:14:36Das ist ja furchtbar.
00:14:39Was ist passiert?
00:14:41Die Polizei denkt, dass er ermordet wurde.
00:14:44Vielleicht hat der Holzdiebe ertappt
00:14:46und wollte die stellen.
00:14:47In welcher Welt leben wir?
00:14:51Wo jemand wegen ein paar Festmetern Holz ermordet wird?
00:14:55Du, das gestohlene Holz,
00:14:59das war aus dem Kirchenwald.
00:15:02Das ist der Polter, den du an den Tanker verkauft hast.
00:15:04Ich hoffe, Heiko zahlt das Holz.
00:15:08Trotzdem, ich hab das Geld fest eingeplant.
00:15:11Oh, das weiß ich nicht, was du mit ihm ausgemacht hast.
00:15:14Ja klar, entschuldige.
00:15:15Ist ja auch der völlig falsche Moment,
00:15:16an Geld zu denken.
00:15:17Aber jetztbald wurde,
00:15:28ich habe das Geld verborgen.
00:15:29Ich habe das Geld.
00:15:31Ich habe das Geld.
00:15:32UNTERTITELUNG
00:16:02Wir müssen im Moment davon ausgehen, dass der Tod von Karl Zenker in Zusammenhang mit dem Holzraub steht.
00:16:11Also wenn die Diebe von den versteckten GPS-Trackern wissen, dann klauen die das Holz und lassen dann die Tracker einfach dort liegen.
00:16:18Damit es so aussieht, als ob das Holz immer noch dort wäre.
00:16:21Maria, es war unser Glück, dass der Sender beim Holzrauben zerstört wurde.
00:16:25Das hat man vielleicht nie gemerkt, dass das Holz weg ist.
00:16:27Wollen wir Feierabend machen? Ich muss ja noch einen Gasthof zum Schlafen suchen.
00:16:33Ich nehme an, Sie bleiben hier, oder?
00:16:36Wollen Sie mich mal früh ab?
00:16:37Ja.
00:16:39Nacht.
00:16:40Danke. Gute Nacht.
00:16:41Gute Nacht.
00:16:48Ja, ich bin jetzt auch ein bisschen müde geworden.
00:16:51War ja ein sehr aufregender Tag.
00:16:53Gute Nacht.
00:16:53Gute Nacht, Fritz.
00:16:54Na?
00:16:57Was machen wir mit dem angebrochenen Abend?
00:17:06Ich wüsste ja was.
00:17:07Gute Nacht.
00:17:27Ich wüsste ja was.
00:17:47Wie geht's denn?
00:17:49Untertitelung. BR 2018
00:18:19Okay.
00:18:46Du weißt ja, ich hätte hier drinnen, um einen Platz neben mir in einem warmen Bett zu bieten.
00:18:52Willst du es dir nochmal versuchen?
00:18:54Ich ziehe den Platz unter den Sternenhimmel vor.
00:19:01Aber komm doch mit.
00:19:05Ich werde dich auch.
00:19:06Guten Morgen.
00:19:24Guten Morgen.
00:19:25Haben Sie draußen geschlafen?
00:19:27Ja.
00:19:28Stress mit Saskia?
00:19:29Ähm.
00:19:30Nee.
00:19:31Alles bestens.
00:19:33Wir können sofort los.
00:19:34Ohne Frühstück?
00:19:36Frühstück wird allgemein überbewertet.
00:19:39Von mir nicht.
00:19:39Guten Tag.
00:19:46Wir suchen hier einen Chef.
00:19:48Da drin ist er.
00:19:48So, das ist das Büro meines Vaters.
00:19:59Wie gesagt, hier sind hauptsächlich alte Unterlagen.
00:20:02Aus der Zeit, als er noch die Geschäftsführung inne hatte.
00:20:06Mit dem aktuellen Betrieb hat er nicht mehr so viel zu tun gehabt.
00:20:12Wenn das ist, rufen Sie mich.
00:20:17Vielen Dank.
00:20:28Wollen Sie wissen, was ich über Heiko Zenker im Internet gefunden habe?
00:20:31Ich bitte darum.
00:20:33Seine Mutter ist früh gestorben.
00:20:36Und er hat dann den Großteil seiner Jugend in einem Internat in Süddeutschland verbracht.
00:20:40Das hat sich der Vater aber was kosten lassen.
00:20:46Für mich klingt das so, als hat er ihn weggeschickt, oder?
00:20:51Nach seinem Master in Wirtschaftswissenschaften hat er bei einem internationalen Holzkunstern in Helsinki Karriere gemacht.
00:20:57Dort war er zuletzt zuständig für das Holzgeschäft in Asien und Osteuropa.
00:21:01Seit knapp einem Jahr ist er wieder hier.
00:21:03Ich...
00:21:04Ich glaube, ich denke, dass wir weitergekommen sind.
00:21:07Du hast einen ganzen Wald voller Holz.
00:21:17Da wird es doch auf eben Polter nicht ankommen.
00:21:18Das ist doch nicht mein Holz, Heiko.
00:21:21Das ist das Holz der Gemeinde.
00:21:23Und wir brauchen das Geld wirklich dringend.
00:21:25Also ich zahl sicher nicht für Holz, was es nicht mehr gibt.
00:21:28Und wenn es die Bäume von deinem lieben Herrgott sind.
00:21:30Den lass jetzt mal besser aus dem Spiel.
00:21:32Ich bin nicht wegen des gestohlenen Holzes gekommen, Heiko.
00:21:43Sondern?
00:21:48Jetzt, wo dein Vater tot ist, muss es einen Neuanfang geben.
00:21:52Ihr bezahlt ab jetzt wie alle.
00:21:56Ich verstehe gar nicht, was der Auftritt hier soll.
00:21:58Ja, dann denk doch mal drüber nach.
00:22:00Mach ich.
00:22:20Ich dank dir.
00:22:21Micha?
00:22:36Ja?
00:22:37Ich soll dir von Gregor ausrichten, dass bei Zenka Birke Spurzplatten eingetroffen sind.
00:22:41Am besten rufst du Heiko gleich an, bevor er dir einen anderen verkauft.
00:22:44Das mach ich.
00:22:44Ich hab immer wieder die Bilder vom toten Karl Zenka im Kopf.
00:22:50Ich würd doch noch leben, wenn ich ihn nicht so spät dran gewesen wär.
00:22:53Nein, das dürfen Sie sich nicht einreden.
00:22:55Vermutlich hätte ich nichts retten können mit dieser Kopfverletzung.
00:23:02Haben die Kommissare denn schon eine Spur?
00:23:04Nein, die haben noch nichts Konkretes.
00:23:08Das wüsste ich ja.
00:23:09Ich sitze ja an der Quelle.
00:23:12Wann sind Sie eigentlich weg aus Annaberg?
00:23:15Vor 25 Jahren.
00:23:18Ein Vierteljahrhundert.
00:23:19Und was war der Grund?
00:23:26Es kamen verschiedene Dinge zusammen.
00:23:29Aber vor allen Dingen waren auch die beruflichen Chancen in Chemnitz besser.
00:23:34Und jetzt sind Sie die neue Leiterin des Standesamtes in Ihrer alten Heimat.
00:23:38Da können Sie doch stolz sein.
00:23:40Ja.
00:23:43Wahrscheinlich.
00:23:44Also aus dem Briefwechsel zwischen der Pfarrerin und dem alten Zenka werde ich nicht schlau.
00:23:48Weshalb?
00:23:49Das hier ist die Kopie eines seiner Briefe aus dem letzten Jahr.
00:23:54Auch wenn der Kaufpreis nicht ganz Ihren Vorstellungen entspricht,
00:23:57bin ich mir sicher, ist das Ganze in Ihrem Sinne,
00:23:59dass wir weiterhin die Abnehmer Ihres Holzes bleiben.
00:24:10Alles gut.
00:24:12Wir brauchen nur ein bisschen frische Luft.
00:24:14Reden Sie weiter.
00:24:15Warum sollte denn die Pfarrerin ihr heute sein Zenka unter Wert verkaufen?
00:24:21Die Nachfrage ist doch riesengroß.
00:24:23Christliche Nächstenliebe?
00:24:26Schöner Gedanke, glaube ich aber nicht.
00:24:27Sie etwa?
00:24:29Nein.
00:24:29Kommen Sie, Winkler, wir gehen jetzt raus.
00:24:35Kommen Sie.
00:24:35Wie kommst du mit deinem Studium voran?
00:25:06Ganz okay.
00:25:08Fühlt sich halt alles doppelt so schweren für mich.
00:25:10Brauch für alles länger.
00:25:12In den Vorlesungen geht's, aber Hausarbeiten schreiben ist wie Hülle.
00:25:15Das ist echt stark, wie du das alles schaffst.
00:25:17Aufgeben gilt nicht.
00:25:21Auch wegen meiner Eltern, die machen mir das ja alles möglich.
00:25:24Wir gehen jedenfalls zweimal um.
00:25:26Die sind bestimmt total stolz auf dich.
00:25:29Ja, sind sie.
00:25:30Hast du manchmal Angst im Wald?
00:25:44Nee.
00:25:47Wieso?
00:25:49Meine Mutter, die hat mir früher immer Sagen vorgelesen.
00:25:52Vom Waldschutz und so.
00:25:54Irgendwann da konnte ich nicht mehr einschlafen und in den Wald habe ich mich gar nicht mehr getraut.
00:25:58Und trotzdem wolltest du fast auch werden.
00:26:03Mein Vater liebt den Wald.
00:26:05Bin mich immer mitgenommen.
00:26:06Mir alles gezeigt.
00:26:08Irgendwann ging's wieder mit der Angst.
00:26:09Auch vom Waldschutz.
00:26:13Ein Holzhauer, der hat ja den Waldschutz des Holzdiebstahls bezichtigt.
00:26:19Und daraufhin ist er im Wald verschwunden.
00:26:23Man dachte, der Waldschutz habe ihn erschlagen.
00:26:39Herr Kampfmann, das Birkenholz, das heute früh geliefert wurde, das muss an den Kunden raus.
00:27:00Und zwar schnellstmöglich und vollständig.
00:27:02Warum die Eile?
00:27:04Ich würde es nicht sagen, wenn es nicht wichtig wäre.
00:27:06Also machen Sie es bitte einfach, ja?
00:27:07Ich weiß ganz genau, warum du es so eilig hast.
00:27:09Sei gut.
00:27:09Ich bin ein einfacher Arbeiter, aber ich bin nicht blöde.
00:27:12Vorsicht, gell?
00:27:25Hallo Frau Schubert.
00:27:26Guten Tag Frau Krampmann.
00:27:27Kann ich Ihnen helfen?
00:27:29Sie haben ja viele Figuren mit Kirchmotiven.
00:27:32Gibt's ja auch Pfarrerinnen oder sowas?
00:27:34Ich schau mal.
00:27:35Ich suche ein kleines Dankeschön für den Organisten.
00:27:37Wie wäre es mit der?
00:27:40Wie geht's denn Leonie?
00:27:49Sie hat Karlshenker doch auch gekannt.
00:27:52Sie ist sicher nicht leicht für sie.
00:27:53Macht die zu schaffen.
00:27:58Leonie musste sich bis jetzt nicht viel mit dem Tod auseinandersetzen.
00:28:03Wie wäre es hiermit?
00:28:06Richten Sie Leonie bitte aus.
00:28:07Sie kann sich jederzeit an mich wenden, wenn sie jemanden zum Reden braucht.
00:28:11Danke, aber zum Reden hat sie ja mich oder meinen Mann.
00:28:13Ja, klar.
00:28:17Sagen Sie einen lieben Gruß von mir.
00:28:19Wollen Sie die Figur?
00:28:21Ich denke nochmal drüber nach.
00:28:25Wiedersehen.
00:28:25Also wenn die Diebe den GPS-Tracker finden, dann werden sie nicht damit rechnen, dass nachher Zweta im Holz ist.
00:28:55Clever.
00:28:57Gut, dann haben wir es für heute.
00:28:58Dieser Brief ist Ihnen doch bekannt.
00:29:27Ja.
00:29:30Ja, Karlshenker hat sich auf eine alte Vereinbarung berufen, die Jahrzehnte zurückliegt.
00:29:35Die Beträge in den Rechnungen an Zenker liegen aber weit unter dem üblichen Marktpreis für Holz.
00:29:41Ja, soweit wir wissen, braucht Ihre Gemeinde jeden Cent.
00:29:44Hat Karlshenker sich unter Druck gesetzt und den Preis für das Holz gedrückt?
00:29:48Unsinn.
00:29:49Also, wir sollten die Sache jetzt nicht größer machen, als sie ist.
00:29:54Annaberg ist nicht Dresden oder Berlin.
00:29:56Jeder kennt jeden.
00:29:58Man hilft sich.
00:29:59Es ist ein Geben und ein Nehmen.
00:30:00Was haben Sie denn am Sonntagmorgen gemacht?
00:30:07Was eine Pfarrerin am Sonntagmorgen eben macht.
00:30:09Ich habe den Gottesdienst vorbereitet.
00:30:11Und wann hat er bekommen?
00:30:12Um 10.30 Uhr.
00:30:15Wie jeden Sonntag.
00:30:21Das ist der letzte Polter, der in den nächsten zwei Tagen abgeholt wird.
00:30:25So, ab sofort liefert die Kameraaufnahmen Echtzeit.
00:30:31Und zur Sicherheit haben wir unseren zweiten GPS-Tracker am Holz.
00:30:35Wie lange brauchen wir vom Forsthaus bis hierher?
00:30:38Gute zehn Minuten.
00:30:39Aber die Diebe, die werden länger zu tun haben.
00:30:42Außer Fritz darf niemand von der Kamera erfahren.
00:30:44Okay?
00:30:44Okay.
00:30:55Es könnte sein, dass wir die ganze Nacht hier warten müssen.
00:31:06Na, verhungern und verdurschen werden wir nie.
00:31:08Ich freue mich, dass ich zwei neue Opfer für meine Kochkünste gefunden habe.
00:31:12Teckt schon mal ein Tisch.
00:31:25Ich wollte wissen, ob du okay bist.
00:31:50Ich habe versucht, dich anzurufen.
00:31:55Mein Vater ist tot.
00:32:04Der Betrieb ist vorm Aus.
00:32:05Wie soll es mir gehen?
00:32:09Begur.
00:32:20Ich brauche Zeit, okay?
00:32:25Okay.
00:32:37Sächsisches Feuerfleisch.
00:32:39Noch was, was raus ist.
00:32:40Extra scharf.
00:32:42Es riecht sehr gut.
00:32:43Fritz.
00:32:44Frau Sabo, ich löse Sie gleich ab.
00:32:46Nicht nötig.
00:32:47Kein Hunger?
00:32:48Doch.
00:32:49Aber unsere Holztiebe sind gerade angekommen.
00:32:54Entschuldigung, Fritz.
00:32:55Los, komm, schnell.
00:33:06Es ist ja mal leine.
00:33:08Polizei!
00:33:19Polizei!
00:33:20Bleiben Sie stehen!
00:33:22Stehbleiben oder schieße!
00:33:25Hey!
00:33:27Umdrehen!
00:33:29Handy über den Kopf lassen.
00:33:31Du bist bescheuert.
00:33:33Zurück zum Baum.
00:33:34Umdrehen.
00:33:35Beine auseinander!
00:33:39Werden Sie jetzt durchsuchen.
00:33:44Wo ist der zweite Mann?
00:33:47Soll ich ihn suchen?
00:33:48Allein ist zu gefährlich.
00:33:51Früher oder später schnappen wir ihn sowieso.
00:33:56Hände auf den Rücken.
00:33:57Ich lege ihn jetzt Handschellen an.
00:33:58Ulf Eger.
00:34:01Haben Sie mal bei Zenker im Sägewerk gearbeitet?
00:34:04Ich glaube, ich habe den Namen in den Personalöpten gelesen.
00:34:07Bitte, komm.
00:34:14Wie viel kriegt er dafür?
00:34:16Ein paar Tausend.
00:34:17Da springt er schon raus.
00:34:18Und wer nimmt ihm das Holz ab?
00:34:20Na, der wird schon im Sägewerk gefunden,
00:34:23an dem es keiner Fragen stellt.
00:34:24Na gut, Kollege Böhm, dann treffen wir uns im Gasthof.
00:34:28Sag mal, hast du gewusst,
00:34:29dass die Wache in Annaberg vorübergehend geschlossen ist?
00:34:32Ich habe da wohlgerüstet gesehen. Warum?
00:34:33Ich habe nach dem Vernehmungsraum nach einer Zelle gefragt.
00:34:35Keine Chance.
00:34:37Freuen sich nicht zu früh.
00:34:39Abmarsch.
00:34:40Kollege Böhm, vielen Dank,
00:34:55dass wir heute Abend Ihre Hilfe in Anspruch nehmen dürfen.
00:34:58Eigentlich wäre Stammtisch im Fußballverein, aber...
00:35:00Dann sind es heute Abend eben nicht elf Freunde,
00:35:03sondern nur zehn.
00:35:04Gucken wir ihn mal an, der Eger Ulf.
00:35:07Mehrfacher Diebstahl, schwere Körperverletzung.
00:35:09Doch, dass er immer noch einsitzt.
00:35:10Wo können wir in Ruhe mit ihm reden?
00:35:12Im Gasthof, der alte Tanzzahl steht leer.
00:35:14Nehmen wir.
00:35:29Robert, ich schicke euch gleich mal ein paar Fotos von den Reifenspuren.
00:35:32Ich bin mir ziemlich sicher, dass die identisch sind
00:35:34mit den Reifenprofilen von den anderen Liebstählen.
00:35:37Bis später.
00:35:39Sicherlich haben Sie den Polter nicht zufällig gefunden.
00:35:45Woher haben Sie die Informationen?
00:35:48Von Ihrem Komplizen?
00:35:52Wir wissen, dass Sie zu zweit waren.
00:35:58Ihre Reifenspuren befanden sich auch an zwei anderen Stellen,
00:36:02wo in den letzten Tagen Holz gestohlen wurde.
00:36:05Zuletzt Sonntagmorgen.
00:36:08Erinnern Sie sich?
00:36:10Das Holz war weg.
00:36:12Stattdessen lag in der Nähe ein Toter.
00:36:14Der Tod ist der Besitzer des Holzes, das Sie gestohlen haben.
00:36:19Ihr ehemaliger Chef Karl Zinke.
00:36:24Was soll das werden?
00:36:26Wollte mir ein Mord anhängen?
00:36:28Ich will sofort meinen Anwalt sprechen.
00:36:33Nur mal?
00:36:33Ja, es ist alles vorbei.
00:36:36Nur eine Frage, Sascha.
00:36:38Verstehe die Anwaltungen, bis ich dir einen grünen Licht geben werde.
00:36:42Ich habe jetzt nicht mehr Platz.
00:36:45Okay?
00:36:47Danke.
00:36:47So, der Herr Eger wird die Nacht hier im Gasthof verbringen.
00:36:52Was?
00:36:53Wenn irgendwas passiert, komme ich in Teufels Küche.
00:36:54Ich kann mich noch hier nicht alleine lassen.
00:36:56Das sollen sie auch nicht.
00:36:57Er wird sich schon melden, wenn er was braucht.
00:37:00Ich lasse mal Egers Handy überprüfen und seine letzten Kontakte checken.
00:37:03Gut.
00:37:04Ich nehme an, Sie schlafen im Forsthaus?
00:37:05Und Sie können ja Gedanken lesen.
00:37:06Wenn es weiter nichts ist.
00:37:09Schönen Abend.
00:37:17Schönen Abend.
00:37:47Ich bin!
00:37:55Ich bin!
00:37:55Ich bin!
00:38:17Ich habe dein Frühstück vergessen.
00:38:26Oh, danke.
00:38:31Frau Schubert, die Pfarrer hat sich übrigens nach dir erkundigt.
00:38:35Ach ja?
00:38:35Sie meint, dass du jederzeit mit dir reden kannst.
00:38:40Warum sagt sie das?
00:38:42Keine Ahnung.
00:38:43Ist nur nett.
00:38:46Möschchen, du...
00:38:47weißt, dass du mit mir über alles reden kannst.
00:38:53Weiß ich.
00:38:53Was ist los?
00:39:09Entschuldigung.
00:39:10Entschuldigung.
00:39:11Alles gut.
00:39:11Hallo.
00:39:13Hallo.
00:39:14Wir haben uns in der Bibliothek schon mal getroffen.
00:39:17Sie haben sich ein Hörbuch ausgeliehen und mir ganz begeistert von ihrer Arbeit mit der Försterin erzählt.
00:39:22Ich habe nämlich noch an Sie gedacht, als ich von den Holzdiebstähnen gehört habe.
00:39:28Es hat auch einen Toten gegeben.
00:39:31Ja, ganz schlimm.
00:39:33Und ist das gefährlich für Sie jetzt, wenn Sie im Wald unterwegs sind?
00:39:38Wir sind meistens so zweit unterwegs.
00:39:40Entschuldigung, Sie wollen los.
00:39:43Aber schön, dass wir uns wiedergesehen haben.
00:39:59Herr Zinker?
00:40:03Gibt's was Neues?
00:40:05Kennen Sie einen Ulf Eger?
00:40:08Eger?
00:40:09Ja.
00:40:09Ja, aber der ist schon lange nicht mehr bei uns.
00:40:12Mein Vater hat ihn rausgeschmissen.
00:40:14Es war alles ziemlich unschön damals.
00:40:15Das heißt?
00:40:17Der Herr Eger wurde beim Klauen erwischt.
00:40:20Mein Vater noch angefleht, ihn nicht anzuzeigen.
00:40:22Aber der alte kannte da nichts.
00:40:26Hat er meinen Vater umgebracht?
00:40:29Das wissen wir noch nicht.
00:40:31Danke für die Auskunft, Herr Zinker.
00:40:39Wir haben gehört, Sie hatten Gelegenheit, mit einem Anwalt zu telefonieren.
00:40:49Ja.
00:40:50Und er hat Ihnen hoffentlich gesagt, dass es in Ihrem eigenen Interesse ist, die Wahrheit zu sagen?
00:40:54Ja, so ungefähr.
00:40:54Am Sonntagmorgen hat Sie Carl Zinker beim Diebstahl erwischt.
00:41:01Sie hatten ohnehin eine Rechnung mit ihm offen.
00:41:03Die Situation ist eskaliert.
00:41:05Und dann haben Sie ihn gestoßen.
00:41:09Carl Zinker hat mein Leben ruiniert.
00:41:11Das war mir eben scheißegal, dass mir meine Ehe um die Ohren fliegt, wenn ich nochmal in Knast gehe.
00:41:17Naja, sind ja immer die anderen schuld, ne?
00:41:19Ich hab das Holz geklaut, ja.
00:41:21Aber in dem Zinker hab ich nichts gemacht.
00:41:23Wie lief das am Sonntagmorgen ab?
00:41:28Wir sind hingefahren, haben das Holz aufgeladen.
00:41:31Und dann hab ich das Zeug nach Tschechien gebracht.
00:41:33Wer ist wir?
00:41:34Das hier ist die Liste der Nummern, mit denen Sie zuletzt am meisten Kontakt hatten.
00:41:42Und mit dieser Nummer besonders häufig.
00:41:45Wem gehört die?
00:41:45Was wollen Sie von meiner Tochter?
00:42:07Ich hab Leonie zufällig kennengelernt.
00:42:09Glauben Sie, ich hab das nicht bemerkt, wie Sie um Leonie herumschleichen?
00:42:22Ich sag Ihnen was.
00:42:25Lass Sie die Finger von ihr.
00:42:26Sagen Sie mir endlich mal, was Sie von mir wollen.
00:42:42Was soll ich denn hier?
00:42:44Sie holen mich einfach von der Arbeit ab und...
00:42:45Glück auf, Herr Kampmann.
00:42:48Frau Pergit.
00:42:51Wir möchten Ihnen die Stelle zeigen, an der Karl Zenke am Sonntagmorgen tödlich verletzt wurde.
00:42:56Was hab ich denn damit zu tun?
00:43:00Hier wurde er verletzt.
00:43:01Da vorne haben Sie und Ihr ehemaliger Arbeitskollege Ulf Eger Holz gestohlen.
00:43:05Schreiten Sie es nicht ab.
00:43:07Herr Eger hat schon gestanden.
00:43:08Zur Tatzeit war er allerdings über die Grenze in Tschechien, um das Holz abzuliefern.
00:43:11Das haben wir auch überprüft.
00:43:12Was ist denn passiert, als Eger weg war?
00:43:15Sind Sie der Karl Zenke begegnet?
00:43:16Er muss ja wütend gewesen sein, als er entdeckt hat, dass Sie ihn bestohlen haben.
00:43:19Ich hab den Karl Zenke nicht getroffen.
00:43:21Wirklich nicht.
00:43:23Ich bin doch gleich nach Hause, als der Ulf weg war.
00:43:25Wann war das?
00:43:26Gegen Zähne vielleicht?
00:43:29Und Ihre Frau und Ihre Tochter können das bestätigen?
00:43:33Nee.
00:43:34Meine Frau war in der Schnitzschule und Leonie war bei einer Freundin, die wollte da übernachten.
00:43:38Wir werden das Gespräch als Vernehmung fortführen.
00:43:40Kommen Sie.
00:43:41Kommen Sie sowas machen.
00:43:43Sie riskieren Ihren Arbeitsplatz in guten Ruf, Mensch.
00:43:45Ich wollte der Leonie nur das Studium ermöglichen.
00:43:54Trotz ihrer Lernstörung.
00:43:56Sie haben überhaupt keine Ahnung mit ihren Beamtenjobs.
00:43:59Kerstin hat eine halbe Stelle in der Manufaktur und ich?
00:44:01Ich verdiene ein paar Cent über den Mindestlohn beim Zenker.
00:44:05Das Geld war nicht für mich, das war für den Leonie.
00:44:08Kommen Sie jetzt.
00:44:08Der Praktikantin hat eine Lernstörung?
00:44:15Ja.
00:44:16Die ist Läger-Szenegerin.
00:44:18Ja.
00:44:20Läger hat Kampmann tausend Euro dafür gegeben, dass sie ihm verraten hat, wo die GPS-Tracker versteckt sind.
00:44:24Aber der konnte doch das gar nicht wissen.
00:44:33Ich hätte dem Karl niemals was tun können.
00:44:36Wir haben uns immer gut verstanden.
00:44:39Im Vater gerade hat er mich sogar um einen Gefallen gebeten.
00:44:41Ganz vertraulich.
00:44:43Worum ging's?
00:44:45Der alte Zenker hat sich mal wieder mit seinem Sohn gestritten.
00:44:48Seit Generationen besteht dieser Betrieb.
00:44:51Und jetzt soll plötzlich alles falsch gewesen sein, was wir seit Jahrzehnten gemacht haben?
00:44:57Es geht nicht um richtig oder falsch.
00:44:58Die Zeiten ändern sich nun mal und wir sind nicht wettbewerbsfähig.
00:45:01Wenn du dich unterschreibst, um die Mittel für die Modernisierung freizugeben, dann können wir hier nichts machen.
00:45:05Unser Betrieb ist immer ohne Schulden ausgekommen.
00:45:08Es sind keine Schulden.
00:45:10Und solange ich noch lebe, werde ich bestimmen, was hier passiert.
00:45:13Und keine Bank.
00:45:14Die Investitionen in die Zukunft sind keine Schulden.
00:45:16Wie oft soll ich dir das noch sagen?
00:45:18Dann werde ich dir die Geschäftsführung wieder entziehen.
00:45:20Dass das klar ist!
00:45:23Noch gehört die Firma mir!
00:45:25Ja!
00:45:34Herr Joa!
00:45:37Hast du mal einen Moment?
00:45:39Sag mal, die Lieferung heute Morgen, was war denn das?
00:45:55Wirkensprache also aus China.
00:45:56Drei Millimeter Platten.
00:46:01Kannst du mir eine Probe besorgen?
00:46:04So, oder ist Heiko davon nichts mitbekannt?
00:46:09Ich will nicht, dass die Firma in irgendwas reingezogen wird.
00:46:13Ich habe ihm die Probe besorgt.
00:46:15Können wir uns die Lieferung mal anschauen?
00:46:17Nee.
00:46:18Das Holz ist schon ausgeliefert.
00:46:21Aber ich selbst habe mir auch eine Probe aufgehoben.
00:46:23Warum?
00:46:25Da Heiko will die ganze Firma umkrempeln.
00:46:28Das wird ohne Entlassung nicht gehen.
00:46:29Also, habe ich lieber was in der Hand, wenn er mich rausschmeißen will.
00:46:52Saskia?
00:46:56Saskia, wo bist du?
00:46:57Leonie!
00:47:00Ich bin hier!
00:47:05Alles in Ordnung?
00:47:08Ich dachte...
00:47:11Der Waldschütz schlägt mit seiner Axt um sich?
00:47:15Nein.
00:47:18Das ist der Wald, wo Karls Henker umgebracht wurde.
00:47:21Schon ein bisschen unheimlich.
00:47:23Aber guck mal, die Sage vom Waldschütz.
00:47:25Der hat doch ein Happy End.
00:47:27Der Holzhauer?
00:47:28Der ist in einen Baumstumpf verwandelt worden.
00:47:31Und als ein Köhler kam und sein Mittagessen auf ihm essen wollte,
00:47:35da schnitt er sein Brot und der Baumstumpf wurde zurückverwandelt.
00:47:38Genau so.
00:47:41Guck mal.
00:47:43Die Schläge, die kommen von dort hinten.
00:47:45Ich lasse einen neuen Wildzaun bauen.
00:47:48Komm.
00:47:48Redest du denn eigentlich manchmal mit deinem Vater über die Arbeit hier im Wald?
00:47:55Die ganze Zeit.
00:47:57Der kennt sich ja gut aus.
00:47:58Mein Papa sagt immer, um Försterin zu werden, muss man den Wald nicht nur studieren, sondern erleben.
00:48:03Und?
00:48:04Was sagt denn der zu den ganzen Holzdiebstählen?
00:48:07Und zu den Trackern, die wir verwenden?
00:48:08Er war sich sicher, dass die total leicht zu entdecken sind.
00:48:12Dann hab ich ihm aber gezeigt, wie wir die Tracker in den Baumstamm einbauen, musste sogar er mir mal recht geben.
00:48:19Warum fragst du?
00:48:24Ähm, Moment.
00:48:25Robert?
00:48:41Das ist er, der Holzprobe.
00:48:42Das ist Birkensperrholz.
00:48:56Wird aus Birkenfurnier überkreuzt zusammengeleimt.
00:48:59Kommt in Platten.
00:49:00In allen Stärken.
00:49:01Und wofür wird das verwendet?
00:49:04Eigentlich für alles.
00:49:05In Bauwesen, für Möbel, Musikinstrumente.
00:49:08Na, hier im Erzgebirge, da brauchen wir es für die Handwerkskunst.
00:49:13Guck mal, das Holz, das ist so elastisch, das reißt beim Fräsen nie aus.
00:49:18Ohne Birkensperrholz keine Schwibbögen, keine Pyramiden.
00:49:21Kommt das Holz denn aus dem Erzgebirge?
00:49:23Nee, das muss importiert werden.
00:49:25Birken haben wir ja nicht genug im Erzgebirge.
00:49:27Nur Buche, Erle und Linde.
00:49:29Für die Räuchermännen und der Nussknacker kommt von hier.
00:49:31Also jedenfalls stimmt irgendwas mit diesem Holz nicht.
00:49:35Also wenn ihr wollt, dann lass ich das mal von einem Spezialisten im Labor angucken.
00:49:38Ein Versuch wäre es wert.
00:49:42Herr Zenker?
00:49:44Ja?
00:49:46Wir konnten die Holzdiebstähler aufklären.
00:49:49Ulf Eger steckte dahinter.
00:49:51Und leider auch Gregor Kampmann.
00:49:53Gregor?
00:49:55Ja.
00:49:55Das hätte ich ja nicht von ihm gedacht.
00:50:00Uns wurde berichtet, dass Sie einen heftigen Streit am Freitag mit Ihrem Vater hatten.
00:50:04Man soll ihn gedroht haben.
00:50:05Ja, die Geschäftsführung zu entziehen.
00:50:07Das macht er jedes Mal, wenn ihm was nicht passt, wie ich das hier mache.
00:50:10Hier rein, da raus.
00:50:11So ein Streit kann auch schnell mal eskalieren.
00:50:15Was wollen Sie damit sagen?
00:50:16Vielleicht sind Sie am Sonntagmorgen nach dem Anruf Ihres Vaters nicht im Bett geblieben,
00:50:20sondern haben sich mit Ihrem Vater getroffen, im Wald.
00:50:23Und Sie ihn dann umgebracht?
00:50:24Haben Sie.
00:50:27Das ist doch lächerlich.
00:50:28Nicht absichtlich.
00:50:29Ein kleiner Stoß.
00:50:33Allein zu Hause.
00:50:35Sie wissen, dass dieses Alibi nichts wert ist.
00:50:40Herr Zenker.
00:50:41Ich war nicht allein.
00:50:45Sondern?
00:50:49Leonie war bei mir.
00:50:53Leonie Kampmann.
00:50:56Wir haben die Nacht zusammen verbracht und im Morgen auch.
00:51:02Wir sind schon seit ein paar Wochen zusammen, aber das sollte hier erstmal niemand wissen.
00:51:11Wir sind schon seit ein paar Wochen zusammen.
00:51:41Wir sind schon seit ein paar Wochen zusammen.
00:51:47Wir sind schon seit ein paar Wochen zusammen.
00:51:56Leonie...
00:51:59Ich hab das so für dich gemacht.
00:52:11Frau Kampmann, was passiert jetzt mit ihm?
00:52:18Er wird sich wegen der Diebstähle verantworten müssen.
00:52:21Wenn er Glück hat, kommt er mit der Bewährungsstrafe davon.
00:52:24Wir müssen aber in einer anderen Angelegenheit noch mit Ihnen sprechen.
00:52:27Ihr Vater hat uns gesagt, dass Sie die Nacht auf Sonntag und den Morgen bei der Freundin verbracht haben.
00:52:32Ja. Sie waren am Sonntagmorgen, also nicht bei Heiko Zenka?
00:52:38Der behauptet das nämlich.
00:52:39Es ist wichtig, dass Sie uns die Wahrheit sagen.
00:52:48Sie bestätigen also, dass Sie am Sonntag bei Heiko Zenka waren.
00:53:00Was denken Sie?
00:53:04Leonie ist eine sensible Frau.
00:53:06Wussten Sie, dass sie Legaszenikerin ist?
00:53:08Das wird mir Saskia vorne erzählen.
00:53:10War Albert Einstein nicht auch Legaszeniker?
00:53:12Agatha Christie auch.
00:53:14Wollen wir noch ein Feierabendbier trinken?
00:53:15Vielleicht morgen.
00:53:17Braucht Zeit zum Nachdenken.
00:53:18Ich setze hier am Gasthof ab.
00:53:20Wissen Sie was? Ich glaube, ich laufe zu Fuß.
00:53:23Ein bisschen frische Luft tut mir gut.
00:53:24Okay.
00:53:25Bis morgen.
00:53:26Bis morgen.
00:53:26Kollege Böhm, ich möchte Sie um Gefallen bitten.
00:53:45Ach.
00:53:47Das ist ja ein schöner Zufall.
00:53:49Ja, ich weiß doch, wo ich Sie treffen kann.
00:53:55Jungs, ich habe auch ganz zufällig gestern jemanden getroffen, der Sie noch von früh erkennt.
00:54:02Der Riemann-Gerd.
00:54:04Der kennt Sie sogar noch unter Ihrem Mädchen Namen.
00:54:06Mein alter Mathelehrer.
00:54:09Ja.
00:54:10Und der hat mir erzählt, dass Sie nach der Schule eine Ausbildung gemacht haben, als Bürokrauffrau beim Zenkerkab.
00:54:17Ja, das stimmt.
00:54:19Ja, Sie haben ihn gar nicht wiedererkannt, als wir ihn jetzt gefunden haben.
00:54:24Nee.
00:54:26Mit all dem Blut.
00:54:29Ich war damals auch nur ein paar Monate in der Firma.
00:54:32Und bin dann ja nach Chemnitz gewechselt, das hatte ich Ihnen ja erzählt.
00:54:34Ja.
00:54:36Ich war übrigens gerade dabei, mir den Opernplan für Chemnitz anzugucken.
00:54:41Vielleicht gibt es ja was, was uns beiden gefällt.
00:54:43Ach, das wäre ja schön.
00:54:45Um schließlich noch was nachzuholen.
00:54:47Ja.
00:54:54Bin ich heute zu Hause schlafen, oder muss ich für Sie wieder eine Nachtschicht einlegen?
00:55:05Schön verherbt.
00:55:15Sabo?
00:55:20Mein Vater ist kein schlechter Mensch.
00:55:21Er hat einen Fehler gemacht, aber Sie dürfen nicht falsch von ihm denken.
00:55:28Ich bin Polizistin, keine Richterin, Leonie.
00:55:35Ich hoffe, Heiko kann meinem Vater verzeihen.
00:55:40Heiko Zenker hat uns erzählt, dass Sie die Beziehung zu ihm wegen Ihren Eltern verheimlicht haben.
00:55:46Also ich war 15, als ich meine Eltern meinen Freund verschwiegen habe.
00:55:49Sie sind eine erwachsene Frau.
00:55:51Das ist kompliziert.
00:55:55Heiko ist Papas Chef.
00:55:58Außerdem wollte ich nicht, dass Sie sich Sorgen machen, dass ich wegen ihm ein Studium schmeiße oder so.
00:56:02Ich wollte mir einfach erstmal sicher sein.
00:56:09Ja, das verstehe ich.
00:56:10Und was ist mit Ihnen?
00:56:14Haben Sie einen Mann?
00:56:16Kinder?
00:56:18Eine Frau?
00:56:20Nicht so der Beziehungsmensch?
00:56:22Die Liebe tötet, macht dich blöd und stürzt dich ins Verderben.
00:56:34Ungarisches Sprichwort hat mein Großvater immer gesagt.
00:56:36Ich glaube nur, die Eltern lieben einen wirklich bedingungslos.
00:56:48Haben Sie ein gutes Verhältnis zu Ihren Eltern?
00:56:52Ich habe ein sehr besonderes Verhältnis zu meinen Eltern.
00:56:55Obwohl oder vielleicht gerade, weil sie nicht meine leiblichen Eltern sind.
00:56:59Fritz, hast du noch die Tageszeitung der letzten Woche?
00:57:20Ja, da hast du aber Glück.
00:57:25Ich lese Zeitung noch richtig aus Papier.
00:57:33Hier, letzten 14 Tage.
00:57:37Danke dir.
00:57:38Danke.
00:57:38Das ist der 45. Regentschef.
00:57:58Annerberger Frühlingsfest über 23.
00:58:01Annerberger Stimmen.
00:58:03Guten Morgen.
00:58:29Guten Morgen.
00:58:31Guten Morgen.
00:58:33Herr Winkler und die Frau Sabo, die wollen mal mit dir reden.
00:58:36Hallo.
00:58:38Ich nehme an, das ist Ihr Einkaufszettel.
00:58:40Viele Schreibfehler.
00:58:42Naja, Hauptsache ich weiß, was gemeint ist.
00:58:44Die Kollegen haben den Zettel in der Nähe des Tatorts gefunden.
00:58:50Ja, den muss ich da verloren haben,
00:58:51als wir letztens die Baumschutzgütter gegen Wilferbiss angebracht haben.
00:58:54Ja, das war am Mittwoch.
00:58:56Die Zeitung, auf der dieser Einkaufszettel notiert ist,
00:58:59ist aber vom Samstag.
00:59:03Leon, ich halte große Stöcke auf dich. Bitte, sei ehrlich.
00:59:09Frau Kampmann, Sie waren am Sonntag bei Heiko Zenker.
00:59:12Was ist dann passiert?
00:59:13Wir saßen gerade beim Frühstück, als Heikos Vater angerufen hat.
00:59:25Er wollte aber nicht Heiko sprechen, sondern mich.
00:59:28Was wollte er von Ihnen?
00:59:30Ich hätte irgendwas erzählt von Holz, was ihm gehört.
00:59:32Dass er Saskia nicht erreichen kann, das sei dringend.
00:59:34Ich soll direkt kommen.
00:59:35Ja, aber es ging nicht um Holz.
00:59:36Leonie, ich kenne dich ja schon, als du noch klein warst.
00:59:44Deshalb möchte ich dir einen guten Rat geben.
00:59:48Lass die Finger von Heiko.
00:59:51Er tut dir nicht gut.
00:59:55Es tut mir leid, das über meinen Sohn sagen zu müssen,
00:59:58aber der benützt Frau Lohr.
01:00:03Sie sind ein netter Zeitvertreib für ihn.
01:00:08Und schon bald verlete das Interesse.
01:00:11Und zurück bleibt ein gebrochenes Herz.
01:00:15Und das will ich dir ersparen.
01:00:17Danke für den Rat.
01:00:21Ich glaube nicht, dass Heiko so ist.
01:00:24Heiko ist Chef eines der größten Unternehmen in der Region.
01:00:28Du bist die Tochter eines einfachen Arbeiters.
01:00:31Und fast 15 Jahre jünger als er.
01:00:34Wie soll denn das gut gehen?
01:00:37Wir lieben uns.
01:00:38Ist mir schon klar, dass Sie das nicht verstehen.
01:00:41Du, ich werde nicht zulassen,
01:00:42dass du dir von ihm ein Kind machen lässt
01:00:44und dich dann ins gemachte Nest legst.
01:00:46Was genau unterstellen Sie mir?
01:00:49Oder willst du vielleicht im Büro arbeiten?
01:00:53Du kannst doch nicht einmal richtig lesen und schreiben.
01:00:58Mein Sohn hat etwas Besseres verdient.
01:01:02Du bist nichts.
01:01:04Du kannst nichts.
01:01:07Eine einzige Lachnummer.
01:01:09Das bist du.
01:01:11Wieso sollte mein Sohn
01:01:15ein so dummes Mädchen wie dich lieben.
01:01:18Oh Gott.
01:01:43Sind Sie dann direkt nach Hause?
01:01:44Wollte ich eigentlich.
01:01:48Aber ich bin an der Kirche vorbeigekommen.
01:01:49Die Pfarrerin hat mich gesehen und das Blut und...
01:01:53Ich habe ihr alles erzählt.
01:01:55Wann war das?
01:01:57Halb zehn.
01:01:59Das wissen Sie so genau.
01:02:00Ich habe die Uhr im Kirchturm gesehen.
01:02:02Dr. Kulikawa.
01:02:07Sie sollten sofort herkommen.
01:02:09Ich habe neue Erkenntnisse.
01:02:10Das können wir nicht am Telefon besprechen.
01:02:12Sie müssen sich ansehen.
01:02:14Es wird Ihre Sicht auf die Tat verändern.
01:02:16Okay.
01:02:16Bis gleich.
01:02:19Wir müssen nach Chemnitz?
01:02:20Ja.
01:02:21Aber vorher bringen wir Frau Kampmann noch zu Hauptmeister Böhm.
01:02:23Sie müssen Ihre Aussage zu Protokoll geben.
01:02:25Ich war auf dem Weg zur Kirche, um den Gottesdienst vorzubereiten.
01:02:34Muss so gegen halb zehn gewesen sein, als wir uns begegnet sind.
01:02:40Und was hast du ihr gesagt, was ihr machen soll?
01:02:42Was du mir anvertraut hast, Leonie, das bleibt unter uns.
01:02:49Von mir wird niemand etwas erfahren.
01:02:53Aber den Toten muss ich bei der Polizei melden.
01:02:56Und du solltest ihnen sagen, was passiert ist.
01:03:00Ich kann nicht.
01:03:02Alko wird mir nie verzeihen.
01:03:04Und meine Eltern.
01:03:05Ich kann nicht.
01:03:05Willst du dein Leben lang diese Schuld mit dir herumtragen,
01:03:08ohne Verantwortung für deine Tat übernommen zu haben?
01:03:12Du wolltest ihn nicht töten, Leonie.
01:03:16Das ist im Affekt passiert.
01:03:18Verstanden?
01:03:19Im Affekt.
01:03:24Jetzt gehen die Sakristeien und laschen das Bild ab.
01:03:27Dort bleibst du so lange, bis du dich beruhigt hast, okay?
01:03:30Okay.
01:03:31Okay.
01:03:32Okay.
01:03:42Sie ist dann nach dem Gottesdienst nach Hause gegangen.
01:03:53Und wie ich später gehört habe, ist in meinem Rat nicht gefolgt.
01:03:58Bei der Leichenschau am Tatort war nicht zu erkennen,
01:04:01dass es sich um zwei unbeschüttliche Verletzungen am Kopf handelt.
01:04:05Heißt, es gibt zwei Wunden?
01:04:06Sehr nah beieinander.
01:04:07Die Blutspuren am Baum passen definitiv zu der ersten Verletzung.
01:04:13Die Wunde war zwar stark blutend, aber nicht tödlich.
01:04:15Hoppla.
01:04:16Genau.
01:04:17Herr Zenke lebte noch.
01:04:19Danach gab es einen weiteren Angriff gegen seinen Kopf.
01:04:22Dieser war tödlich.
01:04:23Ein hölzerner Gegenstand traf mit hoher Wucht hier direkt über dem linken Ohr.
01:04:29Dort ist der Schädel am dünnsten.
01:04:30Es kam zu einem Schädelbruch mit schweren Hingewebeverletzungen und umgebenden Einblutungen.
01:04:35Dieser Angriff fand 22 Minuten später statt.
01:04:39Wie können Sie das so genau wissen?
01:04:41Herr Zenke trug einen Herzschrittmacher.
01:04:44Ich habe ihn also entfernt und einem Kardiologen zum Auslesen gegeben.
01:04:48Und?
01:04:49Um 9.17 Uhr sprang der Herzschrittmacher von Herrn Zenke an.
01:04:53Kann das durch eine Bewusstlosigkeit hervorgerufen worden sein?
01:04:56Denkbar.
01:04:57Als Leonie Zenke gegen den Baum gestoßen hat.
01:04:59Kurz darauf normalisierte sie seinen Herzschlag wieder.
01:05:01Nach 22 Minuten sprang der Schrittmacher erneut an.
01:05:06Die zweite Verletzung.
01:05:08Der Schrittmacher gab zwar noch eine Zeit lang die elektrischen Impulse ab,
01:05:12aber die konnten vom Herzen nicht mehr in Punktbewegungen umgesetzt werden.
01:05:16Der Zenke war tot.
01:05:20Ich habe mir nochmal die Holzfasern und Splitter in den beiden Kopfhunden und Haaren vorgenommen.
01:05:24Links konnte ich der Baumrinde zuordnen.
01:05:28Die rechts stammt eindeutig von einem anderen Holz.
01:05:32Okay.
01:05:34Das heißt, der Täter oder die Täterin
01:05:36hat den bereits verletzten Zenke bis an die Stelle begleitet, wo wir ihn gefunden haben
01:05:42und dort erschlagen.
01:05:45Oder?
01:05:45Vermutlich.
01:05:46Ich kann Ihnen nur die Erkenntnisse der Rechtsmedizin liefern.
01:05:50Los.
01:05:50Elf Minuten.
01:06:14Ja.
01:06:14Als Leonie auf die Pfarrerin traf, lebte Zenke also noch.
01:06:21Den tödlichen Schlag bekam er erst danach.
01:06:24Es muss einen zweiten Täter geben.
01:06:25Ja.
01:06:27Wie lange haben Sie gebraucht?
01:06:28Vier Minuten.
01:06:29Wir haben es mit der Zeitspanne von 22 Minuten zu tun.
01:06:32Leonie brauchte hierher ungefähr elf Minuten.
01:06:35Danach hat sie ein Gespräch mit der Pfarrerin, sagen wir fünf Minuten.
01:06:38Sie sagt der Pfarrerin, wo der vermeintlich tote Zenke liegt.
01:06:41Die Pfarrerin fährt dorthin, braucht vier Minuten.
01:06:44Zenke lebt.
01:06:46Sie trifft ihn an der Straße oder begleitet ihn dorthin und dort erschlägt sie.
01:06:51Zeit genug, um zurückzufahren, hatte sie.
01:06:53Ja.
01:06:53Der Gottesdienst fing erst um 10.30 Uhr an.
01:06:57So könnte es gewesen sein.
01:07:00Was uns fehlt, ist ein Motiv.
01:07:07Ich will jetzt mich, Uli.
01:07:14Hallo.
01:07:15Guten Tag.
01:07:17Luise Wolf vom Steinesamt.
01:07:20Wir haben jetzt schon so oft beruflich miteinander telefoniert.
01:07:23Ich dachte, ich komme einfach mal vorbei.
01:07:25Ein Tag persönlich, hallo.
01:07:27Das freut mich.
01:07:28Haben Sie schon eingeliebt?
01:07:30Ja.
01:07:31Das wurde mir am Amt ganz leicht gemacht.
01:07:32Und ich kannte Anna Berg von früher.
01:07:39Ach, deshalb.
01:07:41Sie kam mir jetzt gleich so bekannt vor.
01:07:44Hatten wir miteinander zu tun.
01:07:48Damals habe ich einen Rat von Ihnen gebraucht.
01:07:52Früher hieß ich noch Gerstenfeld.
01:07:53Lise Gerstenfeld.
01:07:58Mhm.
01:08:00Und?
01:08:02Sind Sie meinem Rat damals gefolgt?
01:08:05Ja.
01:08:08Ich bräuchte heute noch mal einen Rat von Ihnen.
01:08:10Soll ich das Fenster aufmachen?
01:08:24Nee, danke.
01:08:25Es geht mir gut.
01:08:27Habe auch die letzte Nacht durchgeschlafen.
01:08:31Das freut mich sehr.
01:08:33Habe ich Ihnen schon gesagt,
01:08:34dass ich unsere gemeinsamen Frühstücke vermisse?
01:08:35Ja.
01:08:40Freuen Sie noch lange?
01:08:42Ich würde gern langsam schlafen gehen.
01:08:44Wir brauchen so lange, wie eben brauchen.
01:09:02Also bis vor drei Jahren hat Karl Senker regulär
01:09:05für das Holz aus dem Kirchenwald bezahlt.
01:09:09Und danach
01:09:10hat die Pfarrerin ihm
01:09:13einen erheblichen Rabatt gewährt.
01:09:16Von wegen jahrzehntelange Vereinbarung.
01:09:35Bin klar?
01:09:36Ja.
01:09:38Ich glaube, wir haben unser Motiv.
01:09:40Möchten Sie uns etwas dazu sagen?
01:10:03Das ist Beate Metz.
01:10:04Wir kennen uns vom Chor und
01:10:08wir hatten vor drei Jahren ein Verhältnis.
01:10:14Wieso wusste Karl Senker davon?
01:10:17Beate und ich haben uns immer heimlich
01:10:18in der Hütte im Kirchenwald getroffen.
01:10:22Senker war im Wald unterwegs,
01:10:23da hat er uns entdeckt.
01:10:24Ich kann nicht glauben, dass sie sich von Karl Senker
01:10:27haben erpressen lassen,
01:10:28weil sie eine intime Beziehung zu einer Frau hatten.
01:10:31Ging ja nicht um mich.
01:10:34Mir hätte das Gerede nichts ausgemacht.
01:10:37Aber für Beate stand viel auf dem Spiel.
01:10:39Sie ist Richterin, verheiratet, drei Kinder.
01:10:43Senker hat damit gedroht, allen die Fotos zukommen zu lassen.
01:10:46Es wäre für sie eine Katastrophe gewesen.
01:10:49Ich musste sie schützen.
01:10:52Ein Geben und ein Nehmen.
01:10:54Wir müssen wissen, was Sie am Sonntagmorgen
01:10:56nach Ihrer Begegnung mit Leonie
01:10:57bis zu Beginn des Gottesdienstes gemacht haben.
01:10:59Ich bin hier mit dem Organisten
01:11:02die Lieder für den Gottesdienst durchgegangen.
01:11:04Sie können gerne fragen.
01:11:07Ich glaube, sie sagt die Wahrheit.
01:11:09Ich denke auch.
01:11:11Aber wir sollten trotzdem ja alle überprüfen.
01:11:18Saskia!
01:11:19Horst mal, die Isotopenuntersuchung von dem Holz
01:11:22hat ergeben, dass aufgrund des Schwefelgehalts
01:11:24und dem Anteil der schweren Wasserstoffmoleküle...
01:11:26Ich hätte keine Details, Saskia, nur das Ergebnis.
01:11:28Also man kann die Herkunft des Holzes
01:11:30auf 200 Kilometer genau feststellen.
01:11:32Merken Sie aber leicht.
01:11:33Weil der Carl Senker, der hat bereits eine Probe
01:11:36von dem gleichen Holz her zur Analyse abgegeben.
01:11:38Und? Wo kommt das Holz her?
01:11:40Das Birkenholz.
01:11:42Das stammt nie aus China.
01:11:43Das kommt eindeutig aus Sibirien.
01:11:44Na, schau an!
01:11:45Und das Labor hat dem Carl Senker
01:11:46das Ergebnis auch schon zugeschickt.
01:11:48Können wir uns am Sägewerk treffen?
01:11:49Mach mal.
01:11:54Bis zum Angriff auf die Ukraine
01:11:55war Russland der größte Exporteur von Birkenholz.
01:11:58in die EU.
01:11:58Bis die Sanktionen verhängt wurden.
01:12:00Aber wie es aussieht, ist Russland immer noch
01:12:02der größte Exporteur von Birkenholz in die EU.
01:12:04Trotz Einfuhrverbot.
01:12:05Ja, weil es einfach die beste Qualität hat.
01:12:08Also, das Birkenholz, das hier ankommt,
01:12:11stand nach wie vor aus Russland,
01:12:12kommt aber jetzt offiziell aus Kasachstan,
01:12:14Kyrgyzstan, China oder aus der Türkei.
01:12:16Und wird so zu legalem Holz.
01:12:18Wie bei der Geldwäsche.
01:12:20Holzwäsche sozusagen.
01:12:22Morgen!
01:12:22Gibt's einen Grund für die kleine Versammlung hier, oder?
01:12:28Du weißt, dass dein Birkenholz
01:12:29nie aus China kommt.
01:12:32Ich bin nicht dabei,
01:12:33wenn das Holz geschlagen wird, ja?
01:12:36Ja, entscheidend ist,
01:12:36was in den Papieren steht.
01:12:38Wir haben die Zollfahndung bereits informiert.
01:12:41Ihr Vater hat am Freitag
01:12:42eine Untersuchung ihres angeblichen
01:12:43China-Holzes in Auftrag gegeben.
01:12:45Das heißt, er wusste,
01:12:46dass es aus Russland stammt.
01:12:48Ging es darum in ihrem Streit?
01:12:51Hat er nichts gesagt von?
01:12:52Er muss entsetzt
01:12:53über ihre illegalen Geschäfte gewesen sein.
01:12:55Hat er mit einer Selbstanzeige gedroht?
01:12:57Ich hab doch gesagt,
01:12:58es war kein Thema zwischen uns.
01:13:00Das Laborergebnis muss in der Post sein.
01:13:03Das ist hier alles
01:13:04in ihr adressiert,
01:13:07aber ich hatte auch noch keine Zeit
01:13:08zu gucken, ob etwas Wichtiges dabei ist.
01:13:13Hier ist der Brief vom Labor.
01:13:15Abgestimpelt im Montag.
01:13:18Ungeöffnet.
01:13:22Wir haben noch ein paar Fragen.
01:13:26Geht's Ihnen, Leonie?
01:13:28Nicht so gut.
01:13:30Also, wir müssen auf die Zeit
01:13:32nach Ihrer Auseinandersetzung
01:13:34mit Karl Zenker zu sprechen kommen.
01:13:36Haben Sie jemanden bemerkt,
01:13:38der sich in der Nähe aufgehalten hat?
01:13:41Nein.
01:13:42Haben Sie jemanden angerufen,
01:13:43nachdem Karl Zenker am Boden lag?
01:13:48Also, nein.
01:13:49Nein.
01:13:50Ist Ihnen jemand
01:13:51auf dem Weg zur Kirche begegnet?
01:13:53Nein, nur die Pfarrerin.
01:13:56Sie hat Karl Zenker nicht getwittert.
01:13:57Ich war das.
01:14:05Warten Sie bitte einen Moment
01:14:06draußen, Leonie.
01:14:07Wir reden gleich weiter, ja?
01:14:08Ich habe vor 25 Jahren
01:14:18eine Ausbildung angefangen
01:14:20bei Zenker.
01:14:22Als Bürokauffrau.
01:14:24Es gab eine Weihnachtsfeier
01:14:31und
01:14:31ich hatte mich zu ihm getrunken.
01:14:39Und er
01:14:40ich wurde schwanger.
01:14:48Dann hat er mich gefeuert
01:14:50und
01:14:51mich
01:14:53zur Abtreibung gedrängt.
01:14:55Ich sollte Annaberg sofort verlassen.
01:14:57Das habe ich dann auch
01:14:58tatsächlich gemacht.
01:15:00Und als ich jetzt wieder
01:15:01nach Annaberg kam,
01:15:02kam alles wieder hoch.
01:15:03Ich habe ihn
01:15:04zur Rede gestellt
01:15:05und er war noch das gleiche
01:15:06herablassende Arschloch
01:15:08wie damals.
01:15:11Ich habe es nicht ertragen.
01:15:13Wie oft haben Sie denn
01:15:14auf Karl Zenker eingeschrieben?
01:15:18Ich habe
01:15:18alles verschwommen.
01:15:24Frau Wolf,
01:15:26Sie wissen,
01:15:26dass Sie sich mit einer
01:15:27Falschaussage strafbar machen?
01:15:33Leonie hat mir erzählt,
01:15:34dass sie adoptiert wurde,
01:15:35als sie acht Monate alt war.
01:15:37Was?
01:15:38Gestehen Sie die Tat,
01:15:40um Ihre Tochter zu schützen?
01:15:46Das müssen Sie nicht.
01:15:49Leonie Kampmann
01:15:49hat Karl Zenker nicht getötet.
01:15:53Sie hat geglaubt,
01:15:54dass er tot ist.
01:15:55Aber er war nur bewusstlos.
01:15:57Wusste Karl Zenker,
01:15:58dass Leonie seine Tochter ist?
01:16:02Ich hätte es ihm niemals gesagt.
01:16:03Aber dann habe ich
01:16:09am Sonntag Nachmittag gesehen,
01:16:10wie
01:16:10Leonie und Heiko
01:16:13zusammen sind.
01:16:15Ganz verliebt.
01:16:18Ich bin zu Zenker
01:16:18und habe ihm gesagt,
01:16:19dass er mit allen Mitteln
01:16:20versuchen muss,
01:16:21die beiden auseinanderzubringen.
01:16:23Möglichst ohne die Wahrheit zu sagen.
01:16:24Ich bin hier.
01:16:31Ich bin hier.
01:16:32Ich bin hier.
01:16:33Ich bin hier.
01:16:34Ich bin hier.
01:16:35Wusstest du,
01:16:41was aus mir geworden ist?
01:16:44Nein.
01:16:45Nein.
01:16:45Aber ich habe so viel an dich gedacht.
01:16:53Warum jetzt?
01:16:59Mein Mann und ich
01:17:00haben nie Kinder bekommen.
01:17:03Und nachdem wir uns getrennt hatten,
01:17:04kam alles wieder hoch.
01:17:07Ich wollte unbedingt
01:17:07mein Kind sehen.
01:17:10Ich wollte dich unbedingt sehen.
01:17:12Also habe ich angefangen,
01:17:15dich zu suchen.
01:17:17Und von
01:17:18Amtskollegen habe ich dann erfahren,
01:17:20wo du gelandet bist.
01:17:25Dann kam die Stellenausschreibung
01:17:27fürs Standesamt in Annaberg
01:17:28und ich dachte,
01:17:29das ist wie ein Zeichen.
01:17:37Wie hast du dir das vorgestellt?
01:17:42Ich weiß es nicht.
01:17:44Ich dachte,
01:17:44ich würde irgendwann
01:17:45mit dir und deinen Eltern sprechen.
01:17:48Aber dann habe ich gesehen,
01:17:49wie liebevoll
01:17:50ihr miteinander umgeht.
01:17:53Meinem Kind ging es gut.
01:17:55Ich hatte überhaupt kein Recht,
01:17:56mich in euer Leben zu drängen.
01:18:01Du hättest mit 16 erfahren dürfen,
01:18:02wer deine leibliche Mutter ist.
01:18:06Hat dich das nie interessiert?
01:18:07Ich hatte Eltern.
01:18:26Was für ein Drama.
01:18:28Wisst denn da Heiko,
01:18:29dass der Leonie
01:18:29seine Halbschwester ist?
01:18:32Vermutlich nicht.
01:18:33Die Leonie,
01:18:37die hat mir erzählt,
01:18:38dass der Heiko
01:18:38ja plötzlich aus dem Weg geht.
01:18:41Der redet nicht mehr mit ihr.
01:18:43Geht nicht mehr ans Telefon.
01:18:44Dann weiß er es doch.
01:18:47Na, von wem?
01:18:49Weil Luise Wolf
01:18:50hat es ihm nicht gesagt.
01:18:52Sonst wusste es nur Kai Zinke,
01:18:53aber erst am Samstag Nachmittag.
01:18:57Am Samstag
01:18:57kann er es ihm nicht gesagt haben.
01:18:59Sonst hätten Heiko und Leonie
01:19:01nicht die Nacht miteinander verbracht.
01:19:02Genau.
01:19:03Und nach seinem Sonntagsspaziergang
01:19:05war er tot.
01:19:10Wir haben keine Beweise.
01:19:17Ich finde,
01:19:18das ist sehr großherzig von Heiko,
01:19:20dass er Papa nicht entlassen hat.
01:19:26Papa sei genug bestraft,
01:19:27wenn er sich vor Gericht
01:19:29verantworten muss.
01:19:30Das hat er gesagt.
01:19:35Ja.
01:19:36Sag Papa.
01:19:45Warum hast du mir nicht erzählt,
01:19:47woher das Blut
01:19:47in deinem Pulli stimmt?
01:19:48Ich weiß auch,
01:19:54dass du keine Mörderin bist.
01:19:59Du kannst mir vertrauen.
01:20:10Ich muss dir noch was sagen.
01:20:11Geht um Luise Wolf, stimmt's?
01:20:20Herr Zoll hat jetzt
01:20:29ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
01:20:31Die Fahnder,
01:20:32die werden sämtliche Unterlagen
01:20:33beschlagnahen.
01:20:35Das hast du dir selber eingebracht.
01:20:37Du hast die Sanktionen
01:20:38wissentlich umgangen.
01:20:39Die Betriebe hier
01:20:40sind auf das Holz angewiesen.
01:20:42Wenn doch die Leute
01:20:43in den Steffel des Krieges.
01:20:44Die Leute?
01:20:45Die geht's dann eben um die Leute.
01:20:47Du machst Geschäfte damit.
01:20:50Was machen wir hier?
01:20:51Sie wollten doch nur
01:20:52eine Unterschrift von mir.
01:20:54Warten Sie kurz.
01:20:55Es dauert nicht lang.
01:20:59Herr Zenka!
01:21:02Wir möchten Sie darüber informieren,
01:21:04dass der Tod Ihres Vaters
01:21:05aufgeklärt wurde.
01:21:06Leonie Kampmann
01:21:07hat die Tat gestanden.
01:21:10Die Staatsanwaltschaft
01:21:11wird Anklage
01:21:11wegen Totschlags erheben.
01:21:13Und wie wird die Strafe ausfallen?
01:21:15Es kann sein,
01:21:16dass sie lebenslänglich bekommt.
01:21:17Hängt vom Gericht ab.
01:21:18Sie kommt erst mal nach Chemnitz.
01:21:20In Urhaft.
01:21:28Gut.
01:21:29Dann fahren wir jetzt.
01:21:32Sie war's nicht.
01:21:37Sie hat meinen Vater
01:21:38nicht umgebracht.
01:21:45Du warst nie.
01:21:53Ich bin dir in den Wald gefolgt.
01:21:54Ich kam mir gleich so
01:22:01komisch vor,
01:22:02dass er mit dir alleine
01:22:02sprechen wollte.
01:22:03Ich hab' gehört,
01:22:11was er zu dir gesagt hat.
01:22:13Ganz Demütigung.
01:22:17Wie er dich fertig gemacht hat.
01:22:21Als du dann weggerannt bist,
01:22:22da
01:22:22bin ich zu ihm hin.
01:22:29War bewusstlos.
01:22:30ganz eine Weile gedauert,
01:22:34bis er wieder zu sich gekommen war.
01:22:36Du bist ja wieder.
01:22:47Du bist ja wieder.
01:22:51Macht dir Spaß,
01:22:52andere zu beleidigen,
01:22:58zu erniedrigen.
01:23:06Hältst du nicht aus,
01:23:06wenn andere glücklich sind?
01:23:11Was redest du?
01:23:14Hilf mir, Leo.
01:23:15Sei immer still.
01:23:16Was erzählst du, Leonie,
01:23:21für eine Scheiße über mich?
01:23:24Was greif nicht du?
01:23:27Du bist der,
01:23:28der Frauen
01:23:28benutzt.
01:23:33Du hast den Männern
01:23:34mehr als einmal das Herz gebrochen.
01:23:38Sodass sie...
01:23:42So halte ich aus meinem Leben raus,
01:23:44klar.
01:23:46Gott.
01:23:50Hilf mir endlich, Herr Wohr.
01:24:08Kräftig!
01:24:08Euch wird nichts anderes übrig bleiben
01:24:17als eine Trennung.
01:24:20Du musst das Mädchen loslassen.
01:24:22Es geht dich nichts an.
01:24:26Leonie ist deine Schwester.
01:24:29Was?
01:24:30Herr Gott,
01:24:33Leonie
01:24:35ist meine Tochter.
01:24:45Luisa hat es mir
01:24:46erst gestern gesagt.
01:24:48Weil sie gesehen hat,
01:24:50dass ihr zusammen seid.
01:24:51Ich habe ihr gesagt,
01:24:55dass sie abtreiben soll.
01:24:56Hat dieses Miststück
01:24:57aber nicht gemacht.
01:25:00Stattdessen
01:25:00das Kind
01:25:01zur Adoption
01:25:01freigegeben.
01:25:03Was redest du da?
01:25:04Warum musstest du dich unbedingt
01:25:09in dieses dumme Ding verlieben?
01:25:15Warum war ich nur so blöd,
01:25:17zuzulassen,
01:25:17dass du zurückkommst?
01:25:18Du bringst nur Unglück
01:25:22an den Mund.
01:25:28Dich
01:25:29hätte deine Mutter
01:25:31damals abtreiben sollen.
01:25:34Das hätte mir
01:25:36eine Menge Geld
01:25:38und Ärger erspart.
01:25:40Kommen Sie jetzt, bitte.
01:26:10Herr Zenker,
01:26:22wir fahren jetzt.
01:26:23Wo ist denn eigentlich Fritz?
01:26:50in der Oper
01:26:54in Chemnitz.
01:26:57Mit Luise Wolf?
01:26:58Nein.
01:27:00Die ist bei der Leonie
01:27:01und ihren Eltern
01:27:01zum Essen eingeladen.
01:27:03Echt?
01:27:03Nein.
01:27:05Wow.
01:27:12Ist das auch
01:27:13sibirische Birka?
01:27:14Nee.
01:27:17Den hat der Papa gemacht.
01:27:19Aus Birke,
01:27:20die wir hier zusammen
01:27:21geschlagen haben.
01:27:22Dann bin ich ja beruhigt.
01:27:27Ich hole dir mal
01:27:28deinen Schlafzimmer.
01:27:30Du, ich wollte dich
01:27:31eigentlich fragen,
01:27:31ob du in deinem
01:27:32warmen Bett
01:27:32noch einen Platz
01:27:33für mich hast.
01:27:37Bist du sicher?
01:27:38Bei dir schon.
01:27:43Bei dir schon.
01:27:43Bis zum nächsten Mal.
01:27:51Ciao.
01:27:52bueno,
01:27:53it serve Two.
01:27:53Ich bin hier.
01:27:53Be arme.
01:27:54哦,
01:27:54winne.
01:27:54Ich bin hier.
01:27:54inguent,
01:27:54ein sayzung.
01:27:55Ich bin hier.
01:27:55Ich bin hier.
01:27:56Ich bin hier.
01:27:56Ja, ich bin hier.
01:27:57Um, ich bin hier.
01:27:57Ich bin Hier.
01:27:58Ich bin hier.
01:27:58Ich bin hier.
01:27:59Ich bin hier.
01:27:59Ich bin hier.
01:28:00Ich bin hier.
01:28:00dell'тьсяgeonena.
01:28:01Ich bin hier.
01:28:01Ich bin hier.
01:28:02Dann bin hier.
01:28:03Ich bin hier.
01:28:03Ich bin hier.
01:28:03Ich bin hier.
01:28:04wir zu dir.
01:28:07商ah, das mal
01:28:09Und hier.
01:28:10Ich bin hiero.
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