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Kurzfilme
Transkript
00:00:00Untertitelung. BR 2018
00:00:30Untertitelung. BR 2018
00:01:00Untertitelung. BR 2018
00:01:30Untertitelung. BR 2018
00:02:00Danke.
00:02:16Frau Belling, mein Name ist Lukas Bari.
00:02:19Entschuldigung, es tut mir leid.
00:02:22Bleiben Sie doch bitte liegen.
00:02:23Guten Tag, Frau Caspari.
00:02:30Ich wollte nicht respektlos erscheinen.
00:02:33Man hat mir gesagt, dass Sie heute kommen.
00:02:35Wie geht es Ihnen denn?
00:02:36Die wollen mich hier noch beobachten.
00:02:39Bitte.
00:02:41Ich mache das nicht nochmal.
00:02:45Es war dumm, hat nur dem Wachpersonal Ärger eingebracht.
00:02:47Frau Belling, ich wurde vom Gericht als Ihre Pflichtverteidigerin bestellt.
00:02:54Warum haben Sie sich denn nicht selbst um einen Rechtsbeistand gekümmert?
00:02:57Als Agentin haben Sie doch Kontakte.
00:03:00Ich will das nicht.
00:03:02Was meinen Sie damit?
00:03:06Das alles ändert doch nichts an den Tatsachen.
00:03:10Den Tatsachen?
00:03:11Diese Bewegung.
00:03:16Nicht mal eine Sekunde, das ist eine Tatsache.
00:03:25Er hockte da so auf dem Geländer.
00:03:28Er schöpft hockte er da.
00:03:31Bulli war erschöpft von unserem Streit.
00:03:33Und der war betrunken.
00:03:36Der war hilflos.
00:03:37Und der, der habe ich ihn.
00:03:41Ich habe ihn.
00:03:44Da gibt es nichts zu diskutieren.
00:03:48Ich sehe das jede Sekunde.
00:03:53Wie er fällt.
00:03:58Er guckt.
00:04:01Frau Belling,
00:04:04meine Aufgabe ist es nicht, Ihre Unschuld zu beweisen.
00:04:07Ich kann Ihnen Ihre Erinnerungen nicht nehmen
00:04:09und auch nicht Ihr Schuldgefühl.
00:04:11Meine Aufgabe ist es, für ein faires Verfahren zu sorgen.
00:04:15Selbst wenn Sie den Stoß gestanden haben,
00:04:17wäre es gut, wenn wir Zeugen oder Beweise vorlegen könnten,
00:04:20die für den Richter nachvollziehbar machen,
00:04:22wie es zu dem Streit gekommen ist,
00:04:23der dann zum Sturz Ihres Mannes geführt hat.
00:04:26Er ist nicht gestürzt.
00:04:29Ich habe ihn gestoßen.
00:04:33Sie sollten nicht versuchen, meine Tat zu relativieren.
00:04:36Ich lasse nicht zu, dass Ole auch noch schlecht gemacht wird.
00:04:40Ich habe nicht vor, ihn schlecht zu machen.
00:04:42Ich will nicht, dass Ole beschmutzt wird.
00:04:47Frau Belling, im Prozess wird man über Ihre Ehe sprechen.
00:04:50Man wird über den letzten Streit sprechen,
00:04:52über die Konflikte vorher.
00:04:53Das wird so sein.
00:04:55Und ich werde an Ihrer Seite sein
00:04:56und für ein faires Verfahren sorgen.
00:04:58Schließlich muss der Richter
00:05:01ein Urteil auf Grundlage der Gesetze fällen.
00:05:03Die moralische Bewertung einer Tat
00:05:05ist nicht Ziel eines Verfahrens.
00:05:10Frau Belling,
00:05:13ich kann helfen,
00:05:17dass juristisch korrekt mit Ihnen verfahren wird.
00:05:20Ihr persönliches Schuldgefühl,
00:05:22das kann ich Ihnen nicht nehmen.
00:05:24Machen Sie Ihre Arbeit.
00:05:42Muss ja wohl so sein.
00:05:46Aber ich habe das nicht verdient.
00:05:53Was soll ich tun?
00:05:53Und was wollen Sie von mir?
00:05:55Erlauben Sie mir, mit Menschen zu sprechen,
00:05:58die Ihnen oder Ihrem Mann nahestehen?
00:06:05Von mir aus.
00:06:07Die werden alle dasselbe sagen.
00:06:10Ole war ein wunderbarer Mann,
00:06:11ein fantastischer Musiker.
00:06:15Und ich habe ihn aus der Welt gestoßen.
00:06:23Alina,
00:06:27was machst du denn hier?
00:06:52Warum gehst du nicht rein?
00:06:53Ist doch schon spät.
00:06:55Ich darf nicht.
00:06:56Papa ist böse auf mich.
00:06:58Nein, das glaube ich nicht.
00:06:59Komm, ich bring dich.
00:07:00Na komm.
00:07:01Du hast ganz kalte Hände.
00:07:03Ja, dann bist du denn schon da draußen.
00:07:11Guten Abend, Frau Kaspari.
00:07:13Du hast im Garten.
00:07:14Ich habe dir doch gesagt, du sollst im Haus bleiben.
00:07:16Komm jetzt.
00:07:19Alina ist ganz schön oft allein draußen.
00:07:21Ich sage es immer wieder, sie soll drin bleiben.
00:07:23Alina hat mir gesagt, dass sie rausgeschickt wird, wenn sie was angestellt hat.
00:07:28Da das hier mein Haus ist und ich meinen Mietern hier vertraue,
00:07:30ist das so sicher, als ob ich ihr Stubenarrest aufbrummen würde.
00:07:34Kann ich sonst noch was für Sie tun, Frau Kaspari?
00:07:41Das ist jetzt das fünfte Mal, dass Sie Ihre Tochter aussperren.
00:07:47Was weiß ich, weil Sie...
00:07:49Hm?
00:07:50Ja.
00:07:51Wenn Sie ungehorsam war, mir sagt sie ja nichts.
00:07:56Ja, mit denen reden, mit den Eltern, wie soll ich das?
00:07:59Die verkriechen sich in ihrem Kaninchenbau.
00:08:03Ja, vor Corona war das besser, das stimmt.
00:08:06Nein, das macht es nicht leichter, dass Sie meine Vermieter sind.
00:08:10Schön, dass Sie da sind.
00:08:11Sie glauben ja gar nicht, wo froh ich bin, dass Linda endlich vernünftig geworden ist.
00:08:20Dass er sich helfen und verteidigen lässt.
00:08:23Ole war ein sinkender Stern, so genanntes One-Hit-Wonder.
00:08:28Er hat vor drei Jahren eine erfolgreiche CD rausgebracht.
00:08:34Barock und Oboe.
00:08:36Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung, warum dieses Ding lief wie geschnitten Brot, tat es aber.
00:08:39Ja, also galt Ole ein paar Jahre als Shootingstar der Klassik-Szene.
00:08:44Bitte schön.
00:08:45Danke.
00:08:48Alles Lindas Werk.
00:08:50Also sie hat ihn zu diesem Erfolg gepeitscht, sag ich jetzt mal.
00:08:54Erst ihr Werk.
00:08:56Und das hat an seinem Ego gekratzt.
00:08:58Klar.
00:08:59Künstler, sag ich nur.
00:09:01Seine zweite CD, das war leider Murks.
00:09:03Das war ein totaler Flop.
00:09:05Okay, CDs laufen eh nicht mehr, aber auch auf diesen ganzen Plattformen, da lief gar nichts.
00:09:09Seine Solokarriere stagnierte.
00:09:12Und sein Verhalten, das...
00:09:14Das wurde immer erratischer.
00:09:17Erratischer, inwiefern?
00:09:18Fragen Sie mal gestern nach, da...
00:09:20Haben Sie ihn irgendwann einfach rausgeschmissen.
00:09:24Ja, ich habe mich gewundert, wie lange das Lindas noch mit ihm ausgehalten hat.
00:09:27Als er anfing zu trinken und gewalttätig zu werden, da...
00:09:30Oh Gott, es wird richtig ätzend.
00:09:31Er hat seine Frau geschlagen?
00:09:35Ich habe mit Lindas gesprochen, aber sie hat immer...
00:09:39Knallhart zu dem gehalten.
00:09:41Hat ihm alles verziehen.
00:09:44Da war halt Uli auch noch die Schuld an seinem beruflichen Versagen gegeben.
00:09:49Jetzt stellen Sie sich mir das Dauerfeuer vor.
00:09:51Sie ist seine Agentin und seine Frau.
00:09:54Hat sie sich selbst auch die Schuld an seiner Entwicklung gegeben?
00:09:57Als ich sie besucht habe, hatte ich den Eindruck, sie neigt dazu, sich selbst zu bezichtigen.
00:10:01Ja, das kann man wohl sagen.
00:10:04Wie nennen wir das noch Stockholm-Syndrom?
00:10:07Ja, vielen Dank, vielen Dank.
00:10:33Bitte einmal insbesondere auf die letzten vier Takte aufpassen.
00:10:38427 sind einige Kollegen noch ein bisschen hinterher.
00:10:40Es muss auch gar nicht so laut sein, wie es jetzt war.
00:10:43423.
00:10:43Wir haben uns alle nicht mit Ruhm bekleckert.
00:11:04Wie meinen Sie das?
00:11:08Wohl, er war mein Freund, aber er hat sich sehr verändert.
00:11:12Was meinen Sie damit, verändert inwiefern?
00:11:14Sie meinen wegen der Solo-CD, wegen des Erfolgs?
00:11:17Ja, wahrscheinlich.
00:11:17Wenn Sie mir helfen wollen, müssten Sie schon etwas mehr sagen, Herr Sennett.
00:11:27Das ist nicht so einfach.
00:11:29Er war echt ein Supertyp.
00:11:30Ich meine, wir haben nicht nur zusammen Musik gemacht, wir sind auch zusammen gewandert, Rad gefahren.
00:11:34Er war oft bei uns, also bei mir und meiner Familie, aber irgendwann hat er sich dann mehr und mehr zurückgezogen.
00:11:38Er hatte keine Zeit mehr für mich oder andere Freunde.
00:11:44Er kam auch ein paar Mal betrunken zur Probe.
00:11:47Wir haben das dann versucht, naja, so ein bisschen unter den Teppich zu kehren.
00:11:52Haben Sie mit Linda darüber gesprochen?
00:11:55Ja, klar.
00:11:56Aber die hat gemeint, der fängt sich schon wieder.
00:11:58Habe ich ja auch gedacht.
00:12:01Linda hat echt alles versucht.
00:12:02Aber sie wirkte oft so hilflos, so zerbrechlich.
00:12:08Einmal habe ich ihn dann spontan besucht, um mit ihm mal Tacheles zu reden.
00:12:13Aber da hat er mich gar nicht reingelassen und am nächsten Tag habe ich dann erfahren,
00:12:16dass Linda an dem Abend die Polizei gerufen hat.
00:12:19Wegen Ihrem Mann?
00:12:21Ja.
00:12:22Vielleicht waren sie auch die Nachbarn.
00:12:25Wenn Ole wohl seine Frau geschlagen hat.
00:12:29Ich habe echt versagt.
00:12:32Als Freund, meine ich.
00:12:36Vielleicht hätte ich mich mehr kümmern müssen.
00:12:38Um ihn.
00:12:39Vielleicht wäre er dann noch am Leben und bin da nicht in dieser Scheißlage.
00:12:45Aber Sie wären bereit, den Prozess auszusagen?
00:13:01Wird schon.
00:13:02Wird schon.
00:13:04Wird schon.
00:13:05Wird schon.
00:13:06Wird schon.
00:13:08Wird schon.
00:13:09Wird schon.
00:13:09Wird schon.
00:13:11Wird schon.
00:13:12Wird schon.
00:13:13Wird schon.
00:13:15UNTERTITELUNG
00:13:45Sie hat sich schon Monate vor dem letzten Streit von ihm getrennt und er ist einfach nicht ausgezogen.
00:14:04Ich meine, warum erzählt sie mir das nicht? Warum erfahre ich das von den Nachbarn?
00:14:08Stattdessen stellt sie sich schützend vor ihren Mann, Ex-Mann, will seinen Ruf nicht zerstören.
00:14:13Ich meine, dass er sich schuldig fühlt, weil er tot ist, das kann ich ja verstehen.
00:14:19Ja?
00:14:20Ja, natürlich. Ich glaube, der Mann hat ein massives Problem mit seinem Selbstwertgefühl.
00:14:24Ja.
00:14:25Ja. Der hat gespürt, wie sich seine Frau emotional von ihm löst. Das kann er nicht akzeptieren.
00:14:32Und dann ist eine perverse Dynamik in Gang gekommen.
00:14:35Er war der bewunderte, geliebte Musiker, erfolgreich und dann setzt plötzlich Misserfolg ein.
00:14:41Und je mehr seine Frau als seine Agentin versucht, das wieder hinzubekommen, desto mehr misstraut er ihr, klammert sich an sie.
00:14:48Und kannst du bitte einfach mal aufhören?
00:14:51Ich geh mal rüber in mein Büro.
00:14:53Was hast du denn?
00:14:58Bitte. Ich rede von einer toxischen Beziehung zwischen den beiden.
00:15:02Das Wort toxisch. Hab's schon vermisst.
00:15:04Sag mal, was soll das denn? Ich rede hier nicht von uns. Vermisch das doch bitte nicht.
00:15:08Nee. Ich lebe ja auch noch, trotz der Trennung. Oder wie nennst du das? Emotionale Loslösung.
00:15:14Da sollte ich vielleicht auch mal drüber nachdenken hier mit der gemeinsamen Kanzlei.
00:15:16Kann ja schief gehen, Privates und Berufliches zu vermischen.
00:15:19Sag mal.
00:15:21Entschuldigung.
00:15:23Du spinnst doch.
00:15:24Ich...
00:15:24Ich...
00:15:25Ich eröffne hier die öffentliche Hauptverhandlung wegen Totschlags gegen Linda Belling. Bitte nehmen Sie Platz.
00:15:50Frau Belling, Sie sind am 30.11.1981 in Hinterzarten geboren.
00:16:02Zurzeit auffällig in der Justizvollzugsanstalt Freiburg und Ihre Staatsangehörigkeit ist deutsch. Ist das richtig?
00:16:08Ja, das ist richtig.
00:16:10Sie sind Inhaberin einer Agentur für Künstler, insbesondere Musiker.
00:16:14Ja, das ist richtig.
00:16:15Ja.
00:16:15Ja.
00:16:15Ja.
00:16:15Ja.
00:16:15Ja.
00:16:15Ja.
00:16:15Ja.
00:16:15Ja.
00:16:15Ja.
00:16:15Ja.
00:16:15Ja.
00:16:15Ja.
00:16:16Ja.
00:16:17Ja.
00:16:18Ja.
00:16:19Ja.
00:16:21Linda Belling, Personalien wie erörtert, wird angeklagt, einen Menschen getötet zu haben, ohne Mörder zu sein.
00:16:29Der Angeklagten wird Folgendes zur Last gelegt.
00:16:32Am Nachmittag des 17. August 2024 gegen 15.20 kam es zwischen der Angeklagten und ihrem Ehemann, Herrn Ole Belling, auf der zu ihrer Wohnung gehörenden Dachterrasse zu einem Streit.
00:16:43Nachdem sich die beiden über einige Minuten hinweg angeschrien hatten, versetzte die Angeklagte dem auf dem Geländer der Dachterrasse sitzenden Herrn Ole Belling einen Stoß mit der rechten Hand.
00:16:55In der Folge stürzte er von dort hinab auf die Straße und erlag dort um 15.29 seinen Verletzungen.
00:17:05Ihnen ist bekannt, dass Sie sich durch Ihre Aussagen nicht selbst belasten müssen.
00:17:08Gut.
00:17:13Wollen Sie sich zu der Sache äußern, Frau Belling?
00:17:15Meine Mandantin wird zu diesem Zeitpunkt keine Aussage machen.
00:17:18Ich will um Verzeihung bitten als allererstes.
00:17:22Ich habe so vielen Menschen so großes Leid zugefügt.
00:17:26Oles Eltern,
00:17:29seinem Bruder, seinen Freunden.
00:17:31Ich würde alles dafür geben, um das Ungeschehen zu machen.
00:17:35Ich hasse mich für diesen Reflex, diesen Stoß.
00:17:38Frau Belling, beenden Sie Ihre Aussage?
00:17:39Nein.
00:17:45Sind Sie bereit, sich befragen zu lassen, Frau Belling?
00:17:50Auf meinen Anraten hin wird Frau Belling die Aussage verweigern.
00:17:54Guten Tag, Frau Kaspari, hier ist Schwarzenberg.
00:18:16Sie hatten mich gefragt, ob ich Ihnen etwas über Linda und Ulle Belling sagen könnte.
00:18:21Ich habe sie heute im Prozess erlebt und auch Linda.
00:18:24Ja, ich glaube, es wäre gut, wenn ich mit Ihnen spreche.
00:18:28Hätten Sie morgen Zeit?
00:18:29Lust auf eine kleine Wanderung?
00:18:33Ich war entsetzt,
00:18:35als ich gestern gesehen habe,
00:18:37wie Linda sich in ihrem Schuldgefühl vergräbt.
00:18:40Mein Gott,
00:18:41wie es diesem Mann gelungen ist,
00:18:42seine Frau noch über seinen Tod hinaus so zu beherrschen.
00:18:50Sie wollten lange nicht mit mir sprechen.
00:18:52Na ja, da sehen Sie mal, wie sogar ich noch von Ulle manipuliert werde.
00:19:01Jahrelang habe ich Ulle gefördert.
00:19:04Eine Zeit lang war ich sowas wie sein Coach,
00:19:07solange er noch an seiner Solokarriere gearbeitet hat.
00:19:10Kennen Sie meinen Podcast?
00:19:12Klassik da Capo, Alfine.
00:19:13Sie bereiten sich ja gut vor.
00:19:17Ihre Stimme hat Gewicht in der Klassik-Szene.
00:19:20Meine Kontakte
00:19:21und Lindas Verhandlungsgeschick.
00:19:24Wir waren sowas wie die unsichtbaren Gäule,
00:19:27auf denen Ulle zum Erfolg geritten ist,
00:19:29wenn man das mal so sagen darf.
00:19:30Was haben Sie von der Ehekrise dabei mitbekommen?
00:19:52Irgendwann hat Ulle angefangen, sich von mir zurückzuziehen.
00:20:00Alle meine Versuche, ihn zu treffen, hat er abgeblockt.
00:20:03Er hat auf seinen Social-Media-Kanälen
00:20:05gegen Gott und die Welt rumgehetzt.
00:20:07Frauenhass verbreitet.
00:20:09Mir hat er auch solche Hass-Mails und Messages geschrieben.
00:20:14Da war für mich Schluss.
00:20:16Radikales Finish.
00:20:16Ich wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben.
00:20:31Und sie hält zu ihm.
00:20:33Bis heute.
00:20:36Das war übrigens ihr Rückzugsort.
00:20:39Das hier?
00:20:41Ach, das gehört den Bellings?
00:20:43Nein, nicht Ulle. Nur Linda.
00:20:44Sie hat es, glaube ich, von ihrem Bruder übernommen,
00:20:49als er tödlich verunglückt ist.
00:20:51Puh.
00:21:08Ah, danke.
00:21:09Sie hat sich hierher zurückgezogen,
00:21:13wenn es mit Ulle zu schlimm wurde.
00:21:20Ich war mit meinem Hund draußen
00:21:21und da habe ich ein lautes Brüllen gehört.
00:21:26Erst ein Mann
00:21:27und dann auch die Frau.
00:21:30Und dann habe ich genau gesehen,
00:21:32wie die Frau den Mann gestoßen hat.
00:21:35Beschreiben Sie bitte, was Sie gesehen haben.
00:21:36Ja, wie gesagt,
00:21:39der Mann hockte auf der Brüstung,
00:21:41hat ein Weinglas in der Hand
00:21:42und sie hat ihn gestoßen.
00:21:45Also mit großer Kraft.
00:21:47Sie hat richtig Schwung geholt.
00:21:49Richtig aggressiv.
00:21:52Konnten Sie hören, was sie geschrien hat?
00:21:55Nein, leider nicht.
00:21:57Sowas wie Arschloch.
00:21:58Frau Vorsitzende,
00:22:00wie der Zeuge bereits auf Frage
00:22:01der Staatsanwaltschaft eingeräumt hat,
00:22:03konnte er nicht verstehen,
00:22:04welche Worte Frau Belling,
00:22:06Herrn Belling entgegengeschrien haben soll.
00:22:09Die Aussage des Zeugen
00:22:10lässt überdies deutlich
00:22:11den Belastungseifer des Zeugen erkennen.
00:22:14Die Verteidigung hegt daher insgesamt Zweifel
00:22:16an den Schilderungen des Zeugen.
00:22:18Vielen Dank.
00:22:19Möchten Sie jetzt den Zeugen befragen?
00:22:20Sie hatten also nur ein paar Mal kurz
00:22:24mit Frau Belling gesprochen.
00:22:26Mhm.
00:22:27Worum ging es bei diesen Gesprächen?
00:22:30Meistens um den Hund.
00:22:32Um den Hund?
00:22:35Frau Belling hat mich ein paar Mal aufgefordert,
00:22:37meinen Hund an die Leine zu nehmen,
00:22:39damit er nicht gegen die Fahrräder pinkelt.
00:22:42Hatte er das denn vorher schon mal getan?
00:22:44Naja, das behauptet sie.
00:22:48Es waren also nicht unbedingt
00:22:50angenehme Plaudereien mit Frau Belling.
00:22:53Nicht so, nein.
00:22:55Man könnte also sagen,
00:22:56Sie hatten ein eher konfliktreiches
00:22:58Verhältnis mit Frau Belling,
00:22:59wohingegen Sie Ihren Mann
00:23:00als Musiker gekannt und geschätzt haben.
00:23:02Das mindert aber den Aussagewert
00:23:04keineswegs, Frau Rechtsanwältin.
00:23:08Könnten Sie uns bitte noch einmal
00:23:09die genaue Position markieren,
00:23:11von der aus Sie den Stoß gesehen haben?
00:23:20Von dieser Stelle aus ist die Position,
00:23:30auf der Herr Ole Belling
00:23:31laut Polizeibericht gesessen hat,
00:23:33gut zu erkennen.
00:23:35Dankeschön, Sie können sich wieder hinsetzen.
00:23:36Der Tatzeitpunkt war exakt um 15.22 Uhr.
00:23:44Das wissen wir, Frau Kollegin.
00:23:47Könnten Sie uns sagen,
00:23:48was wir am 17. August 2024,
00:23:51dem Tag der Tat, für Wetter hatten?
00:23:52Es war sonnig.
00:23:54Es war sogar extrem sonnig.
00:23:56Laut Wetterdokumentation gab es an diesem Tag
00:23:58über Freiburg keine Wolke am Himmel.
00:23:59Worauf fallen Sie hinaus?
00:24:02Um 15.22 Uhr stand die Sonne
00:24:06schräg hinter dem Balkon.
00:24:10Von der angegebenen Position aus
00:24:12hat der Zeuge direkt in die Sonne sehen müssen,
00:24:15um die Position von Herrn Belling
00:24:18in den Blick zu bekommen.
00:24:20Es ist aber nicht möglich,
00:24:22im gleißenden Gegenlicht
00:24:23genauere Abläufe erkennen zu können.
00:24:25Das heißt, ob die Aggressionen
00:24:28von Frau Belling ausging,
00:24:30wie der Zeuge hier behauptet,
00:24:31oder aber von ihrem Mann,
00:24:33lässt sich so nicht zweifelsfrei feststellen.
00:24:39Völlig richtig.
00:24:41Die Aussage des Zeugen
00:24:42ist nicht dazu geeignet,
00:24:44den Tatvorwurf zu belegen.
00:24:49Sie machen das so gut, Frau Kaspari.
00:24:51Wir haben gute Chancen,
00:24:52dass sich das Blatt zu unseren Gunsten wendet.
00:24:55Aber es war überflüssig zu behaupten,
00:24:57Ole wäre aggressiv und gewalttätig gewesen.
00:25:00Das will ich nicht.
00:25:01Das habe ich Ihnen gesagt.
00:25:04Das denke ich mir nicht aus, Frau Belling.
00:25:06Ich werde weitere Zeugen benennen,
00:25:08die belegen, wie sich Ihr Mann verhalten hat.
00:25:10Alle, wirklich alle,
00:25:12erzählen die gleiche Geschichte.
00:25:14Nur Sie nicht.
00:25:16Sie sind das Opfer, Frau Belling.
00:25:19Sie, nicht Ihr Mann.
00:25:22Ihr Mann war der wahre Täter in dieser Beziehung.
00:25:24Ich führe hier gerade zwei Verhandlungen.
00:25:28Eine gegen die Anklage der Staatsanwaltschaft
00:25:30und eine, die viel schwierigere,
00:25:34gegen Sie und Ihre Selbstbezichtigung.
00:25:36Ja, Hesler?
00:26:05Ja, guten Abend.
00:26:06Ich hoffe, es ist nicht zu spät.
00:26:07Mein Name ist Kaspari.
00:26:09Ich bin Rechtsanwältin
00:26:10und vertrete Frau Linda Belling
00:26:12in einem Strafprozess.
00:26:15Sie kennen Frau Belling als Linda Meilinger.
00:26:17Damals waren Sie...
00:26:19Hallo?
00:26:20Heute nennt man das ja Entfreunden.
00:26:38Er hat mich entfreundet, überall, wo wir vernetzt waren.
00:26:42Also, im richtigen Leben hatten wir schon länger keinen Kontakt mehr.
00:26:45Haben Sie das einfach so akzeptiert?
00:26:47Ich habe ihn dann auch im richtigen Leben entfreundet.
00:26:52Und das war vielleicht falsch.
00:26:55Was hätten Sie stattdessen tun wollen?
00:26:58Ihm helfen?
00:27:01Dann wäre es vielleicht nicht zu dieser Katastrophe gekommen.
00:27:04Warum haben Sie ihm nicht geholfen?
00:27:05Weil er zum Frauenhasser, Lügner und Gewalttäter geworden ist.
00:27:13Am schlimmsten war für mich, wie Linda versucht hat,
00:27:15das zu kaschieren, was Uli ihr angetan hat.
00:27:21Einmal habe ich sie auf Toilette erwischt,
00:27:22wie sie ihre blauen Flecken an den Beinen begutachtete.
00:27:24Ich kam rein und sie sofort.
00:27:27Ich stoße nachts immer gegen alles.
00:27:29Ich bin so ein Trottel.
00:27:30Da habe ich sie angeschrien.
00:27:32Sie müsste raus aus der Beziehung, sofort.
00:27:34Oder ich würde die Polizei holen.
00:27:37Sie habe mich nur angefläht, das nicht zu tun,
00:27:39weil alles sei in Ordnung.
00:27:41Hatten Sie regelmäßig Kontakt zu Ihrem Sohn,
00:27:43seitdem er nach Freiburg gezogen ist?
00:27:45Zwei- bis dreimal im Jahr haben wir uns gesehen.
00:27:48Das ist nicht oft.
00:27:50Sie wohnen in Donau-Eschingen.
00:27:51Das ist gerade mal eine Stunde entfernt.
00:27:54Wir hatten kein gutes Verhältnis mehr.
00:27:57Er hat sich schon verändert.
00:28:01Seit wann hat er sich verändert?
00:28:03Er war uns immer ein bisschen fremd.
00:28:06Hat nur für seine Musik gelebt.
00:28:08Das war schon in der Schule so.
00:28:10Aber trotzdem, ich glaube nicht,
00:28:11dass er so war, wie es hier dargestellt wird.
00:28:14Das ist Ihr gutes Recht, das nicht zu glauben.
00:28:16Sie sind sein Vater.
00:28:18Ihr seid Hexen.
00:28:19Du bist ein böses, altes Weib,
00:28:21das mich vernichten will.
00:28:23Na, fühlt sich das Guter,
00:28:24mich in der Hand zu haben?
00:28:25Which?
00:28:26Tja, und dann sind es hier noch ein paar nette Emojis,
00:28:29die ich ja schlecht vorlesen kann.
00:28:32Als ich ihn einmal zur Rede stellte,
00:28:34warum er Hass über mir ausgübelt,
00:28:37da hat er behauptet,
00:28:37diese Nachricht nicht geschrieben zu haben.
00:28:40Er hat sogar geheult,
00:28:41Linda hätte sie geschrieben,
00:28:43auf seinem Handy.
00:28:44Da habe ich ihm eine runtergehauen und bin gegangen.
00:28:47Herr Ole Belling hat seine Frau manipuliert
00:28:50und ihr systematisch Schuldgefühle eingeredet.
00:28:53Und er hat sie wiederholt geschlagen,
00:28:57wie mehrere Zeugen hier vorgetragen haben.
00:28:59Frau Linda Belling hat bis über die Schmerzgrenze hinaus versucht,
00:29:06ihren Mann und ihre Beziehung zu beschützen.
00:29:10Sie ist daran gescheitert,
00:29:11sie hat versagt,
00:29:12das hat sie auch hier im Gericht immer wieder betont.
00:29:15Aber nach der Gesamtwürdigung
00:29:16der soeben hier geschilderten Umstände
00:29:19fordere ich das Gericht auf,
00:29:21den Tatbestand des Totschlags
00:29:23in minderschwerem Fall,
00:29:24Paragraf 213 Strafgesetzbuch,
00:29:26als Grundlage für die Strafbemessung heranzuziehen.
00:29:30Ich fordere für Frau Linda Belling
00:29:32die Mindeststrafe von einem Jahr
00:29:33und diese zur Bewährung auszusetzen.
00:29:41Frau Belling, Ihnen gehört das Schlusswort.
00:29:45Sie haben jetzt noch einmal die Möglichkeit,
00:29:47vor der Urteilsverkündung zu sprechen.
00:29:56Ich habe Ole gestoßen,
00:30:07den Mann, den ich liebe,
00:30:10in einem Streit.
00:30:15Ja, es war ein heftiger Streit.
00:30:20Und ja,
00:30:23Ole war ein komplizierter Mann.
00:30:24Und wir hatten eine Ehekrise.
00:30:31Aber Sie dürfen ihn nicht verurteilen.
00:30:35Egal, was er gemacht hat.
00:30:38Er ist tot.
00:30:41Weg für immer.
00:30:45Vielen Dank.
00:30:54Dr. Hesler?
00:31:14Ja?
00:31:14Entschuldigen Sie bitte,
00:31:15dass ich Sie einfach so anspreche.
00:31:16Mein Name ist Kaspari.
00:31:17Kaspari, ich weiß gerade nicht.
00:31:20Ich bin Rechtsanwältin aus Freiburg im Breisgau
00:31:22und vertrete Frau Linda Belling
00:31:23in einem Prozess wegen Totschlags.
00:31:27Ich habe ein paar Mal versucht,
00:31:28Sie telefonieren.
00:31:28Dabei hätten Sie es belassen sollen.
00:31:30Danke.
00:31:32Entschuldigung, Dr. Hesler,
00:31:34Sie waren ein Studienfreund von Linda Belling
00:31:37und lange mit ihr liegiert.
00:31:38Was haben Sie von ihr?
00:31:38Das kann ich mir kaum vorstellen.
00:31:40Wieso nicht?
00:31:41Lassen Sie mich bitte in Ruhe.
00:31:42Ich will damit nichts zu tun haben.
00:31:44Wollen Sie denn gar nicht wissen,
00:31:45worum es geht?
00:31:45Ich weiß, worum es geht.
00:31:47Linda hat Ihren Mann umgebracht.
00:31:48Wollen Sie Ihrer ehemaligen Freundin nicht helfen?
00:31:51Woll einer ehemaligen Freundin helfen?
00:31:55Entschuldigung, Dr. Hesler,
00:31:56der Tod dieses Mannes war ein Unglück.
00:31:58Eine tragische...
00:31:58Nein, es war kein Unglück, Frau Kaspari.
00:32:02Wenn Ole nicht in Lindas Leben aufgetaucht wäre,
00:32:04dann wäre wahrscheinlich ich jetzt der Tote.
00:32:07Lassen Sie mich bitte einfach in Ruhe.
00:32:15Begeisterung sieht anders aus.
00:32:41Nee, es ist nur, ich komme gerade aus Basel.
00:32:44Eine Stunde Fahrt, drei Stunden Stau.
00:32:46Nimm doch das nächste Mal den Zug.
00:32:49Okay, verstehe.
00:32:51Wir sehen uns am Montag in der Kanzlei.
00:32:52Nee, so war es nicht gemeint.
00:32:53Ich trinke sowieso noch ein Bier.
00:32:54Komm doch kurz mit hoch.
00:32:56Komm.
00:32:58Der war voller Hass.
00:33:01Die waren in ihren Zwanzigern ein paar.
00:33:03Wie lange waren die zusammen?
00:33:05Fünf, sechs Jahre.
00:33:06Na ja, dann würde ich Sie wohl ganz gut gekannt haben.
00:33:08Man kann doch Hass nicht so lange konservieren.
00:33:12Sie wird ihn wohl verletzt haben?
00:33:15Naja, aber nach so langer Zeit noch so emotional entschuldig.
00:33:20Weißt du, in einer Beziehung gibt es meistens zwei Wahrheiten.
00:33:28Ich rede hier doch nicht von uns.
00:33:32Aber ich will über uns reden, deswegen bin ich hergekommen.
00:33:35Du bist hergekommen, um über uns zu reden?
00:33:37Ja.
00:33:38Nein, nicht so.
00:33:41Das ist vorbei.
00:33:43Das habe ich verstanden.
00:33:44Roland, bitte hör auf.
00:33:46Es geht um unsere Kanzlei.
00:33:48Ist es wirklich gut, dass wir noch zusammenarbeiten?
00:33:50Also mir tut es nicht gut.
00:33:52Es ist wie...
00:33:53Die Wunde kann sich nicht schließen.
00:33:56Roland.
00:34:00Oh Gott.
00:34:01Irgendwie rutscht man immer aus.
00:34:03Ich wollte wirklich nur über die Arbeit sprechen.
00:34:04Also ich schlage vor, dass wir uns überlegen, wie wir die Büros entflechten können.
00:34:13Muss ja nicht von heute auf morgen sein, aber das wäre zumindest eine Perspektive.
00:34:20Gut, wenn du willst.
00:34:22Aber ich habe das Gefühl, wir haben über ganz vieles noch nicht gesprochen.
00:34:25Ja, genau das will ich.
00:34:27Gut.
00:34:28Dann...
00:34:29Super.
00:34:31Da.
00:34:31Ciao.
00:34:33Ich...
00:34:33Nervt dich eh schon viel zu lange.
00:34:36Ich...
00:34:36Kannst ja kaum noch stehen.
00:34:55Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil.
00:34:58Die Angeklagte wird wegen minderschweren Fall des Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt.
00:35:06Angewendete Vorschrift ist Paragraf 213 Strafgesetzbuch.
00:35:10Bitte nehmen Sie Platz.
00:35:11Die Angeklagte hat zwar ihren Ehemann Ole Belling getötet, allerdings wird nach Würdigung der Umstände ihres schwierigen Ehelebens
00:35:26und angesichts des jahrelangen Materiums, das sie durch ihren Mann durchleiden musste, ein minderschwerer Fall angenommen.
00:35:33Daher ist eine Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung angemessen.
00:35:38Nach allen Umständen wird die Strafe zur Bewährung ausgesetzt.
00:35:42Der Haftbefehl wird aufgehoben.
00:35:44Damit ist die Sitzung geschlossen.
00:35:47Danke.
00:35:49Danke.
00:35:51Haben wir gut gemacht.
00:35:57Oh, mein Gott.
00:35:59Wir haben einen ganz kleinen Raum in der Kneipe zum Bärenfall.
00:36:03Beigeschortet, ja?
00:36:04Sie lustert, okay?
00:36:06Insofern.
00:36:07Kommt ihr auch.
00:36:07Auf einen kommen Sie mit.
00:36:09Wir sehen uns später, ja?
00:36:10Das haben wir gut gemacht, Frau Benning.
00:36:12Bitte kommen Sie mit Frau Kaspari, bitte.
00:36:15Ich weiß nicht, ob ich so eine Feier angemessen finde.
00:36:19Sie haben völlig recht, ich werde auch nicht gehen.
00:36:21Doch, gehen Sie ruhig. Für Sie ist das was anderes.
00:36:23Nein, nein, es geht nicht.
00:36:25Nein, machen Sie doch. Das ist gut für Sie und für Ihre Freunde, für Ihr neues Leben.
00:36:31Na gut, ich komme mit, aber nur kurz.
00:36:33So, alle zum Bären. Los!
00:36:37Zum Bären.
00:36:38Vielen Dank.
00:36:39Das war wirklich großartig.
00:36:40Danke.
00:36:40Das war wirklich großartig.
00:36:48Danke.
00:36:48Untertitelung. BR 2018
00:37:18Wollen Sie jetzt schon gehen? Ja, ich muss leider. Nein. Sie haben das wirklich ganz, ganz toll gemacht. Vielen Dank. Sie haben Linda für sich selbst gerettet. Danke. Danke. Tschüss. Tschüss. Tschüss. Danke.
00:37:42Frau Schwarzenberg, ich wollte mich geradezu insetzen. Für mich ist es Zeit zu gehen. Ja, für mich auch.
00:37:48Sagen Sie, sagt Ihnen der Name Carlo Hessler was? Wer soll das sein? Ein Ex-Freund von Frau Belling hat sich extrem merkwürdig verhalten. Sie entkommen mir nicht.
00:37:58Ich wollte gerade gehen. Kommt überhaupt nicht in Frage. Wir haben gar nicht gesprochen und ich verdanke Ihnen doch mein Leben.
00:38:03Na gut. Sie sind so gut. So brillant. Das ist richtig beängstigend. Wie Sie die Sache an sich gezogen haben.
00:38:16Danke für die Blumen.
00:38:22Wollen Sie schon nochmal Anwältin werden? Ich meine, Verteidigerin?
00:38:26Ja, schon.
00:38:27Und warum?
00:38:29Och, jeder Fall ist anders. Es ist wie ein Schachspiel. Strategisch und taktisch eine Herausforderung.
00:38:36Ich könnte das gar nicht.
00:38:39Ich muss überlegen, was der andere jetzt für einen Zug machen würde.
00:38:43Dafür bin ich viel zu impulsiv.
00:38:46Unser Rechtssystem ist so komplex und ausdifferenziert.
00:38:49Das kann nur funktionieren, wenn jeder Einzelne alle Möglichkeiten zur Verteidigung nutzen kann, die zur Verfügung stehen.
00:38:57Und darum arbeiten Sie auch als Pflichtverteidigerin?
00:38:59Die Menschen, die sich keinen Anwalt leisten können, die haben mich besonders nötig.
00:39:09Wow.
00:39:10Ja, nein.
00:39:12Also ich mache das schon auch, weil es befriedigend ist, da zu helfen, wo keine Hilfe erwartet wird.
00:39:19Sich da rein zu knien und zu kämpfen.
00:39:21Sie haben eine Mission, das habe ich schon verstanden.
00:39:25Na ja.
00:39:26Gewinnen macht schon auch ein bisschen Spaß.
00:39:28Sie sind nicht zu stoppen. Sie lassen nie los, richtig?
00:39:31Ja. Das sagt mein Partner auch immer.
00:39:35Ja. Das macht man nicht so leicht mit mir.
00:39:37So.
00:39:49Ich glaube, wir haben uns getrennt.
00:39:54Glauben Sie?
00:39:56Sie wissen es nicht?
00:39:58Das ist manchmal nicht so einfach.
00:40:01Hm.
00:40:06Wem sagen wir das?
00:40:09Wir teilen uns die Kanzlei.
00:40:13Wir sind immer noch sehr, sehr eng.
00:40:18Sehr vertraut.
00:40:19Der ist kein böses Blut.
00:40:22Und haben Sie sich getrennt oder Roland?
00:40:31Roland.
00:40:31So hieß er doch.
00:40:34Ja, so heißt er.
00:40:37Roland.
00:40:38Nein, das war, das war schon ich.
00:40:41Aber das war eigentlich gar nicht so endgültig gemeint.
00:40:46Ich.
00:40:47Ach, Frau Dixi.
00:40:57Ach.
00:40:58Oh, Sie bluten ja.
00:40:59Nein, das ist nicht so schlimm.
00:41:00Sie haben sich geschnitten.
00:41:01Nein.
00:41:01Ich hole ein bisschen Blut.
00:41:02Das ist nicht so schlimm.
00:41:03Doch, doch.
00:41:04Nein.
00:41:04Nein.
00:41:17Herr Hessler.
00:41:18Kommen Sie doch rein.
00:41:19Bitte.
00:41:20Linda wurde freigesprochen.
00:41:22Sie hat ein Jahr auf Bewährung bekommen.
00:41:24Die Umstände haben...
00:41:24Die Mindeststrafe.
00:41:26Ich hätte mit Ihnen sprechen sollen.
00:41:29Ja, das hätten Sie.
00:41:30Ich war mir so sicher, dass Sie es diesmal nicht schafft, sich als Opfer hinzustellen.
00:41:35Weshalb sind Sie hier, Herr Hessler?
00:41:36Ich war in der Nähe.
00:41:37Ich hatte einen Vortrag in Straßburg.
00:41:39Ich habe es von einem Bekannten erfahren.
00:41:41Ich kann es nicht fassen.
00:41:43Linda ist eine narzisstisch gestörte Psychopathin.
00:41:46Bitte gehen Sie jetzt, Herr Hessler.
00:41:47Sie hat mich gezielt isoliert und verleumdet,
00:41:50bevor sie dann versucht hat, mich über den Haufen zu fahren.
00:41:53Und Sie haben sich da auch ausgeboxt.
00:41:56Was ist los?
00:42:04Ist alles okay.
00:42:26Das kommt ja nicht von heute auf morgen.
00:42:34Linda und ich, wir waren am Ende der Studienzeit zusammen in Heidelberg, vier Jahre.
00:42:40Am Anfang waren wir füreinander geschaffen, Seelenverwandte.
00:42:43Das war toll.
00:42:44Sie gingen in der Beziehung all in, das war fordernd, aber fand ich gut.
00:42:52Und als Sie anfingen, meine Freunde malig zu machen, Sie würden über sie reden, über sie lästern, sie ausgrenzen,
00:43:00und da habe ich mich vor sie gestellt und ein paar Mal nach vorne aussortiert.
00:43:06Aber Sie ließ bald kaum noch jemanden gelten in meiner Nähe.
00:43:09Ist egal, das ist Beziehungskampf, Besitzanspruch und so weiter.
00:43:16Man streitet, man fightet und wenn es gar nicht mehr geht, dann trennt man sich eben.
00:43:21Und was haben Sie gemacht?
00:43:25Sie hat gespürt, dass ich auf Distanz gehen wollte, noch bevor ich einen Schritt unternommen habe.
00:43:29Und das spürt sie und wird aktiv.
00:43:34Was heißt das?
00:43:37Sie hat systematisch meine engeren Verbindungen zu Leuten, Freunden, meiner eigenen Schwester, wie kann ich das sagen, vermint.
00:43:46Sie hat Gerüchte über mich in Umlauf gebracht.
00:43:50Was für Gerüchte?
00:43:52Ist egal, das...
00:43:54Es hatte viel mit Sexualität zu tun.
00:43:56Kindsmissbrauch war nicht dabei, aber oberhalb dessen, you name it.
00:44:06Aber Ihre Freunde würden doch eher Ihnen glauben, wenn Sie das richtig stellen.
00:44:10Linda hat es immer gut verstanden, sich als Quelle der Gerüchte zu verschleiern.
00:44:16Ein paar Mal hat es sich geschafft, von meinem Handy aus Nachrichten zu versenden.
00:44:23Vielleicht glauben deine Freunde dir, wenn du später sagst,
00:44:25das habe ich nicht geschrien, das war Linda, vielleicht, ja, aber...
00:44:29Wenn dieselben Freunde danach Linda sehen, wie sie weinend mit blauen Flecken da sitzt,
00:44:33dann fangen deine Freunde vielleicht auch irgendwann an, an dir zu zweifeln.
00:44:38Und wie gesagt, so viele Freunde hatte ich schon gar nicht mehr,
00:44:40als ich mich schon länger trennen wollte.
00:44:44Und Sie haben sich getrennt?
00:44:46Ja, radikal.
00:44:48Ich habe zum Glück meine Schwestern einen sehr guten Freund behalten,
00:44:51die absolut an mich glaubten.
00:44:52Sie haben mir geholfen, den Absprung zu vollziehen
00:44:55und den Scherbenhaufen der sozialen Verwüstung zusammenzukehren,
00:44:59den Linda hinterlassen hat.
00:45:03Und danach hat sie versucht, mich umzubringen.
00:45:05Mit dem Auto, ich bin beiseite gesprungen.
00:45:07Aber sie ist einfach weitergefahren.
00:45:09Haben Sie keine Anzeige erstattet?
00:45:13Linda ist danach aus Heidelberg abgehauen.
00:45:15Alles hingeschmissen.
00:45:17Sie hat kapiert, dass sie verloren hat und...
00:45:20Und ich war froh, sie los zu sein.
00:45:39Hallo?
00:45:47Was machst du denn hier?
00:45:49Ist ja krass.
00:45:51Was machst du denn in Freiburg?
00:45:54Ist ja verrückt.
00:46:02Geht's Ihren Finger besser?
00:46:04Ja, war ja nicht so schlimm.
00:46:06Wir waren alle ein bisschen highfly an dem Abend.
00:46:10Wir müssen unbedingt noch zusammen ausgehen.
00:46:12Ich lade Sie ein, ja?
00:46:14Mhm.
00:46:14Super.
00:46:16Ich meld mich.
00:46:17Ja.
00:46:36Das hier ist Thymian.
00:46:49Das hilft, wenn man Husten hat und wenn man traurig ist.
00:46:52Aha.
00:46:54Das ist Hage Butte.
00:46:56Das hilft, wenn man krank ist und wenn man durchfährt.
00:46:58Und das, das weiß ich nicht.
00:47:03Ähm, sag mal, ich glaube, das ist Frauenwantel.
00:47:07Und für was ist das gut?
00:47:09Komm jetzt rein, Alina.
00:47:13Schlaf schön.
00:47:15Schönen Abend, Frau Paspari.
00:47:16Schepp.
00:47:39Marvin, Sie suchen.
00:47:40Genau.
00:47:40Ich habe Penger Connection.
00:47:41Ich habe Penger im Kommen.
00:47:42Ich habe Penger spirituell.
00:47:42Ich habe Pengerictivität.
00:47:43Ich habe Pengerin.
00:47:43Ich habe Pengerin.
00:47:44Ich habe Pengerin.
00:47:44Willst du das hin?
00:48:07Ja.
00:48:08Danke.
00:48:08Gut.
00:48:10Na?
00:48:10Ja.
00:48:11Aber wenn der Schreibtisch überquillt, dann kannst du uns auch ruhig was rüberschieben, ne?
00:48:16Zum Beispiel an unserem unterbeschäftigten Bo hier.
00:48:24War das doch jemand?
00:48:27Hast du einen Termin?
00:48:29Die Anwältin.
00:48:33Ich glaube, der hat den wie einen Naun an mir gefressen.
00:48:35Was?
00:48:36Die Gaspari?
00:48:37Wir haben uns ein paar Mal zufällig in der Stadt getroffen.
00:48:42Dann wird sie gar nicht mehr losgeworden.
00:48:44Hast du denn alle Rechnungen bezahlt?
00:48:47Für den Künstler ist der Applaus die Bezahlung.
00:48:51Ich meine, sie ist großartig.
00:48:53Aber sie will es auch immer wieder hören.
00:48:57Wie toll sie das gemacht hat.
00:48:58Wie dankbar ich bin.
00:49:01Sie kann nicht loslassen.
00:49:02Wie hat sie bei dem Fest nach der Verhandlung selber gesagt.
00:49:04Neulich habe ich sie sogar gesehen, wie sie mit Carlo zusammensaß.
00:49:12Na, Carlo.
00:49:14Was ist denn dein Ex von damals?
00:49:16Dieser Psycho.
00:49:21Naja.
00:49:22Bin wahrscheinlich von Ole geprägt.
00:49:23Jetzt bin ich übervorsichtig.
00:49:27Man weiß ja nie.
00:49:28Der Kohlproblem hat sie ja nun.
00:49:32Die Gaspari.
00:49:34Ach komm.
00:49:36Ist egal.
00:49:38Arbeit wartet.
00:49:40Okay, gut.
00:49:41Ich bin dann weg, ja?
00:49:44Tschüss.
00:49:45Ciao.
00:49:49Frau Böhme.
00:49:51Frau Böhme.
00:49:52Ach, das ist ja.
00:49:56Ist das Zufall?
00:49:58Nicht wirklich.
00:49:58Ich war gerade auf dem Weg zu im Büro.
00:50:00Ach ja?
00:50:01Ja, dann rufen Sie doch lieber vorher an.
00:50:03Also bei Ihnen kriegt man sich ja auch nicht immer sofort einen Termin, oder?
00:50:06Ich war zufällig in der Nähe.
00:50:08Aber ich sehe schon, es ist gerade ungünstig.
00:50:10Ja.
00:50:11Ja, ich muss nach Basel und dann muss ich weiter nach Wien.
00:50:13Ich habe Klientengespräche.
00:50:14Also, danke.
00:50:16Würde es Ihnen was ausmachen, wenn ich Sie ein Stück weit begleite?
00:50:18Ich habe mich mit Carlo Hessler getroffen, der ehemalige...
00:50:23Ja, ich weiß.
00:50:24Linda hat mir das erzählt.
00:50:26Ja, das war eine merkwürdige Situation.
00:50:28Herr Hessler ist extra nach Freiburg gekommen, um mit mir über Frau Belling zu sprechen.
00:50:32Und das, obwohl ich monatelang versucht hatte, ihn davon zu überzeugen...
00:50:34Verzeihen Sie, Frau Gaspari.
00:50:35Was soll das?
00:50:36Ich kenne Linda Sex nicht.
00:50:38Hat sie Ihnen denn nie von ihm erzählt?
00:50:40Sagen Sie, habe ich jetzt irgendwas nicht mitbekommen?
00:50:42Läuft das Verfahren noch, oder?
00:50:44Nein, aber deswegen war ich ja so überrascht, dass er mich aufgesucht hat.
00:50:47Und Sie haben mich interessiert nicht, was diesem Psycho aus Lindas Vergangenheit umtreibt, Frau Gaspari.
00:50:53Sie haben Linda wieder zurück ins Leben geholt.
00:50:56Das war wirklich großartig.
00:50:57Und Sie sind eine hervorragende Anwältin.
00:51:00Aber haben wir das nicht ausreichend betont?
00:51:03Oder haben wir Ihnen nicht genug gedankt?
00:51:04Doch.
00:51:05Ja.
00:51:06Aber worum es mir geht?
00:51:07Wissen Sie, ich glaube, Linda gerät immer an diesen einen bestimmten Typ Mann.
00:51:10Razistische, schwache Männer, die Schuldigen für alles und jeden suchen.
00:51:13Ole, der war so einer.
00:51:14Und dieser Typ aus Studienzeiten eben auch.
00:51:15Schwach, unselbstständig und hochneurotisch.
00:51:18Und davor müssen wir Sie in Zukunft schützen.
00:51:21Also wir.
00:51:22Ihre Freunde.
00:51:24Ich muss mich jetzt wirklich beeilen.
00:51:25Auf Wiedersehen.
00:51:26Auf Wiedersehen.
00:51:26Ich hatte aufgegeben.
00:51:31Aber Ihre Frau hat mich dann mit einer Engelsgeduld rausgeholt.
00:51:36Äh, verzeihung.
00:51:36Soll ich vielleicht lieber sagen Partnerin?
00:51:40Partnerin ist okay, ja.
00:51:42Ja, sie ist gut in Ihrem Beruf.
00:51:43Wenn sie was anfängt, dann geht sie voll rein.
00:51:46All in, genau.
00:51:47Ich finde, sie geht sogar noch weiter.
00:51:49Sie gräbt, sie sucht, sie überzeugt einen von Sachen, von denen man selber gar nicht überzeugt war.
00:51:53Ja, ist toll.
00:51:56Manchmal hat sie mir direkt Angst gemacht.
00:51:58Da hatte ich das Gefühl, wenn ich mich jetzt nicht genauso verhalte, wie sie das jetzt will, dann verzeiht die mir das nicht.
00:52:05Lou wollte so unbedingt gewinnen.
00:52:07Das hat sie ja dann auch.
00:52:10Großartig.
00:52:10Ja, also, ich weiß auch nicht, wann sie wieder reinkommt heute.
00:52:17Entschuldigen Sie.
00:52:18Nein, nein, nein, bleiben Sie, bleiben Sie, Frau Belling.
00:52:19Alles gut.
00:52:21Sagen wir, was meinten Sie mit, sie geht weiter?
00:52:24Naja, wie Sie schon sagen, sie geht all in.
00:52:27Der Prozess ist für Sie erfolgreich zu Ende gegangen, für mich erst.
00:52:31Aber Ihre Frau?
00:52:31Manchmal hatte ich das Gefühl, für sie ist der Sieg wichtiger als für mich.
00:52:37Wie sie mich bearbeitet hat, mit einer Beharrlichkeit.
00:52:42Ist es eigentlich gängige Praxis bei Rechtsanwalt, Mandanten und Zeugen auch danach immer wieder aufzusuchen?
00:52:47Tut sie das?
00:52:50Ist nicht schlimm.
00:52:51Alles gut.
00:52:52Vielleicht macht sie sich einfach Sorgen um mich.
00:52:55All in.
00:52:57Grüßen Sie Sie von mir.
00:52:58Ja.
00:52:58Was für eine schöne Kanzlei.
00:53:03Schade, dass ich hier raus will.
00:53:06Hat sie Ihnen das gesagt?
00:53:07Oh, vielleicht habe ich da was missverstanden.
00:53:16Aber manchmal ist zu viel Nähe ja auch ein Problem.
00:53:19Für den einen oder anderen.
00:53:22Schönen Tag noch.
00:53:28Hallo.
00:53:47Hallo.
00:53:51Kennst du Lukas Bari?
00:53:53Ich bin eine Freundin.
00:53:54Ich bin auch eine Freundin.
00:53:56Dann sind wir beide ja auch praktisch Freundinnen.
00:54:04Dann sind wir beide ja auch praktisch Freundinnen.
00:54:04Mal.
00:54:24Okay.
00:54:32Woher sind die?
00:54:45Keine Sorge, von mir sind sie nicht.
00:54:48Die sind von Linda Belling.
00:54:51War die hier?
00:54:52Mhm.
00:54:53Hat sehr von dir geschwärmt.
00:54:55Und sie hat nicht auf mich gewartet?
00:54:58Wie du siehst, nein.
00:54:59Aber da hätte sie auch zwei Stunden warten müssen.
00:55:14Was ist los, Lou?
00:55:15Es war kein Freundschaftsbesuch.
00:55:17Sondern?
00:55:23Für meinen Geschmack bist du ein bisschen zu sehr auf den Fall Belling fixiert.
00:55:29Was soll das heißen?
00:55:30Fixiert?
00:55:31Schwarzenberg?
00:55:33Guten Tag Frau Schwarzenberg, hier spricht Caspari.
00:55:47Ich bereite gerade dem Prozess Belling nach, reiner Routine.
00:56:04Aha.
00:56:05Nach dem Urteil, an dem Abend, da sind sie sehr früh gegangen von dieser Feier.
00:56:19Warum?
00:56:19Weil mir die Feier zuwider war?
00:56:24Immerhin war ich mit Ulle Belling befreundet.
00:56:27Nicht so sehr mit Linda.
00:56:30Er war mir früher sehr nahe, bevor er sich verabschiedet hat.
00:56:33In diese dunkle Welt der Frauenverachtung und des Hasses.
00:56:36Mir war nicht nach Feiern zumute.
00:56:40Linda hat schon angedeutet, dass sie sich melden würden.
00:56:43Wie ein Musiker, der nicht loslassen kann, der den Applaus vermisst.
00:56:46Mit Applaus hat das nichts zu tun.
00:56:48Ja, schon gut.
00:56:49Leider habe ich gerade gar keine Zeit.
00:56:52Wir verabreden später was.
00:56:53Ja, Frau Caspari?
00:56:55Auf Wiederhören.
00:56:55Ja, Frau Caspari.
00:57:25Ja, Frau Caspari.
00:57:55Aber es bleibt unser Geheimnis.
00:58:14Sonst ist es keine schöne Überraschung für unsere Freundin, du.
00:58:16Deinen Eltern darfst du bitte auch nichts sagen.
00:58:20Die sind nicht zu Hause, oder?
00:58:22Papa ist noch bei der Arbeit und Mama noch bei einer Freundin.
00:58:26Mhm.
00:58:28Ich warte jetzt ganz brav auf, Lu.
00:58:30Wollen Sie drin warten?
00:58:32Ja.
00:58:32Deine Freundin ist hier, sie wartet auf dich schon ganz lange.
00:58:44Deine Freundin ist hier, sie wartet auf dich schon ganz lange.
00:58:57Sehr schön.
00:58:58Schön, dass Sie da waren.
00:58:59Kommen Sie gerne mal wieder.
00:58:59Mach ich.
00:59:01Ciao.
00:59:02Tschüss.
00:59:02Solche Vermieter möchte ich auch haben.
00:59:05Aber ich wohne ja in meiner eigenen Wohnung.
00:59:07Tschö.
00:59:10Was wollen Sie, Frau Berlin?
00:59:12Ich bin mir sicher, wenn ich gehe, sind wir gute Freundinnen.
00:59:14Bitte.
00:59:32Jetzt bin ich aber gespannt, wie eine Star-Anwältin wohnt.
00:59:40Ich hole uns noch rasch zwei Gläser und einen Öffner.
00:59:43Sie sind ja ein Musikmaniac.
00:59:45Ich wusste, dass wir vom selben Schlag sind.
00:59:49Musik ist doch die Königin der Künste.
00:59:53Warum arbeiten Sie nicht für uns?
00:59:55Für die Agentur, für die Musiker?
00:59:59Sie machen so eine schöne Terrasse.
01:00:11Mach schon.
01:00:12Ich fass schon.
01:00:13Was haben Sie gegen mich, Frau Gaspari?
01:00:17Ich habe nichts gegen Sie.
01:00:20Warum treffen Sie sich mit diesem Wahnsinnigen aus meinen Studientagen?
01:00:24Carlo Hessler?
01:00:25Mir kam er gar nicht so wahnsinnig vor.
01:00:27Warum?
01:00:27Ich habe ein Recht, das zu erfahren.
01:00:29Sie sind meine Anwältin.
01:00:33Er hält Sie für schuldig am Tod Ihres Mannes.
01:00:36Mit dem treffen Sie sich.
01:00:38Hinter meinem Rücken.
01:00:39Dürfen Sie das überhaupt?
01:00:41Er hat mich ungefragt aufgesucht.
01:00:45Der Prozess ist vorbei.
01:00:47Ich darf sprechen, mit wem ich will.
01:00:48Und ich darf mir mein eigenes Urteil bilden, wenn ich das will.
01:00:53Ihr Urteil?
01:00:54Dann verurteilen Sie mich doch.
01:00:59Ich habe Ihnen immer gesagt, dass ich schuldig bin.
01:01:02Ich habe Ihnen gestoßen.
01:01:05Ich komme darüber nicht hinweg.
01:01:07Frau Belling.
01:01:07Warum haben Sie mich aus dem Gefängnis rausgeholt, wenn Sie mich jetzt als Mörderin dastehen
01:01:11lassen?
01:01:13Ich bin doch schuld.
01:01:15Ich war nicht stark genug für Ole.
01:01:17Ich habe seine Probleme nicht einfangen können.
01:01:20Ich habe total versagt.
01:01:22Warum haben Sie mich dann rausgeholt?
01:01:25Ole war ein wunderbarer Mann, das habe ich ihr immer gesagt.
01:01:27Habe ich nicht?
01:01:29Und ich das Arschloch Carlo.
01:01:32Von dem bin ich geflohen, abgehauen, verstehen Sie?
01:01:34Der hat nur Lügen über mich erzählt.
01:01:35Der hat sogar behauptet, ich wollte ihn überfahren.
01:01:39Und jetzt, jetzt treffen Sie sich mit dem, wenn der den Namen Ole auch nur in den Mund nimmt.
01:01:45Dann ist das wie...
01:01:47Es tut mir leid.
01:01:50Es tut mir leid.
01:01:52Es tut mir leid, dass ich so emotional geworden bin.
01:02:00Das war alles nicht so einfach in der letzten Zeit.
01:02:05Gehen Sie ruhig ran, ich beruhige mich schon wieder viel.
01:02:08Nein, ist schon in Ordnung.
01:02:09Gehen Sie ruhig, es ist bestimmt Ihr Partner.
01:02:13Wir sollten uns wann anders treffen.
01:02:17Aber wir haben...
01:02:18Wir haben noch überhaupt gar nichts getrunken.
01:02:21Ich bin sehr müde.
01:02:24Sie haben nichts zu befürchten, Frau Belling.
01:02:27Das Urteil bleibt unangefochten.
01:02:28Niemand darf aufgrund der geltenden Strafgesetze mehrmals für dieselbe Tat bestraft werden.
01:02:35Auch wenn die Wahrheit anders aussehen sollte als im Prozess.
01:02:48Die Wahrheit anders?
01:02:50Was heißt denn, dass die Wahrheit anders...
01:02:52dass die Wahrheit anders beherrscht?
01:02:54Was ist immer ein Gesetz die Wahrheit?
01:03:03Das ist immer eine Schmerz der Geheimt.
01:03:16Das ist ein Verkauf.
01:03:18Das ist ein Verkauf der Geheimt.
01:03:19Was ist nicht das?
01:03:19Ja, ich bin ein Verkauf.
01:03:20Das ist ein Verkauf.
01:03:21Das ist ein Verkauf.
01:03:22Untertitelung des ZDF, 2020
01:03:52ZDF, 2020
01:04:22ZDF, 2020
01:04:52ZDF, 2020
01:05:22ZDF, 2020
01:05:52ZDF, 2020
01:06:21ZDF, 2020
01:06:22ZDF, 2020
01:06:23ZDF, 2020
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01:07:22Die kennen sich ja alle und die Kaspari ist die Spinne im Netz.
01:07:25Bei meinem Verfahren hat mir das natürlich genutzt.
01:07:28Ganz klar, aber ich hätte diese Mauschelei auch nicht gewollt, wenn ich das vorher gewusst hätte.
01:07:37Wenn sich die Kaspari gegeneinwendet, das ist nicht lustig.
01:07:43Aber sie hat auch schon einiges getrunken, Sie wissen schon.
01:07:45Vielleicht erinnert sie sich nicht mehr dran.
01:07:50Die erinnert sich.
01:07:51Ich habe das die ganze Zeit geahnt, wie die uns beobachtet und um unsere Tochter rumstreicht.
01:07:59Dass ich hier was angerichtet hätte.
01:08:01Nein, wir sind Ihnen sehr dankbar.
01:08:06Vielleicht ist es aber auch nur eine persönliche Krise.
01:08:10Natürlich.
01:08:14Hier bist du. Ich habe versucht, dich zu erreichen, ein paar Mal.
01:08:18Tut mir leid, dass ich einfach so dazwischenfunke.
01:08:20Muss ich immer erreichbar sein?
01:08:21Für dich.
01:08:23Es ist wirklich wichtig. Können wir kurz reden. Bitte.
01:08:27Okay.
01:08:30Das hat sie dir erzählt?
01:08:31Ja.
01:08:34Das kann ja wohl nicht wahr sein. Du lässt dich einspannen von ihren Lügen.
01:08:37Was? Welche Lügen?
01:08:39Dass du mich für einen Lappen hältst? Für einen Schwächling, der jammert, wenn er nicht die Nummer eins ist?
01:08:43Ist das eine Lüge, dass du dich in meiner Gegenwart unfrei fühlst, weil du das Gefühl hast, du musst dich um mich kümmern?
01:08:48Ich meine, das hast du mir schon ins Gesicht gesagt.
01:08:50Offensichtlich gehst du jetzt mit deinen psychologischen Ergüssen auch noch bei Fremden hausieren.
01:08:54Das habe ich ihr nie gesagt.
01:08:56Das war eine intensive zweieinhalb Stunden. Danke, dass du zu diesem Gespräch bereit warst.
01:09:11Aber ich denke, dass dieser Podcast ein wichtiges Welcome-Back-Signal in der Branche für dich sein kann.
01:09:18Ich bin erschöpft, Hanna.
01:09:22Ja.
01:09:23Ja, natürlich.
01:09:31Danke nochmals.
01:09:36Schickst du mir die fertig abgemischte Audiodatei, damit ich sie abnehmen kann?
01:09:41Abnehmen?
01:09:42Ja, ich schicke sie dir. Aber denk dran, dass sie spätestens morgen online gehen muss.
01:09:46Da kann ich nicht mehr viel verändern.
01:09:48Und lass uns noch mal privat plauschen.
01:09:51Wirklich.
01:09:53Ja?
01:09:54Ja?
01:09:56Ich melde mich.
01:09:56Ich melde mich.
01:10:18Entschuldigung.
01:10:29Darf ich fragen, was Sie da machen?
01:10:33Wonach sieht es denn aus?
01:10:35Warum räumen Sie Frau Bellings Hütte aus?
01:10:37Wer bitte?
01:10:38Das war Ohles Hütte.
01:10:40Hier oben ist er hingegangen, wenn er seine Ruhe haben wollte.
01:10:43Woher wissen Sie das denn?
01:10:47Sie hatten doch kaum Kontakt.
01:10:49Seit 20 Jahren hat er das so gemacht.
01:10:51Mein Bruder hat ihm die Hütte damals geschenkt.
01:10:54Die war ihm heilig.
01:10:58Wir haben hier Aufnahmen gefunden, die zeigen, dass er regelmäßig hier oben war.
01:11:02Immer, immer wenn er hier oben war, hat er Töne gesammelt und Musik daraus gemacht.
01:11:08Und Sie haben ihn in aller Öffentlichkeit als Monster dargestellt.
01:11:24Schämen sollten Sie sich.
01:11:25Hey, und wie war das Gespräch mit der Schwarzenberg?
01:11:37Was ist denn mit dir?
01:11:40Linda?
01:11:44Ich habe die Schwarzenberg-Karte angerufen.
01:11:47Sie kann es nicht online stellen.
01:11:48Was?
01:11:50Sie hat getobt.
01:11:51Ja, das kann ich mir vorstellen.
01:11:53Der Podcast ist noch nie abgesagt worden.
01:11:55Und warum?
01:11:55Ihre Fragen.
01:11:58Ich glaube, die Kaspari war bei ihr und hat sie instruiert.
01:12:01Deine Anwältin?
01:12:02Ja, meine Anwältin.
01:12:05Ich glaube, sie ist besessen, weil sie mich gerettet hat.
01:12:07Und jetzt will sie mir schaden.
01:12:08Ja, aber warum denn?
01:12:10Keine Ahnung, weil ich es schaffe, ohne sie weiterzuleben.
01:12:12Das nimmt sie mir übel.
01:12:15Ich meine, im Ernst, sie tut immer so bescheiden und altruistisch.
01:12:18Und behauptet überall, sie macht ihre Arbeit für die Armen und Hilflosen.
01:12:21Aber es stimmt nicht.
01:12:21Wenn man sie nicht genug feiert, dann schlägt das um in Wut.
01:12:23Sie kann nicht loslassen.
01:12:28Das hat mir auch ihr Ex bestätigt.
01:12:29Hör mal, du musst das miterklären.
01:12:34Ja, das wollte ich ja.
01:12:36Deswegen war ich bei ihr.
01:12:39Wie, du warst bei ihr zu Hause?
01:12:41Ja, es war bizarr.
01:12:42Die hat mich angeschrien.
01:12:48Was?
01:12:52Und dann hat sie eine Flasche zerschlagen und stand so vor mir.
01:12:54Was?
01:12:55Na gut, sie war getrunken.
01:12:58Hast du dafür Zeugen?
01:12:59Die Nachbarn.
01:13:04Die sind in Ordnung, die haben das gehört.
01:13:06Und als ich bei ihr weg bin, habe ich mit denen nochmal gesprochen.
01:13:08Gut, das ist gut.
01:13:09Die ist gefährlich.
01:13:11Die muss man aus dem Verkehr ziehen.
01:13:13Das ist vielleicht nur eine persönliche Krise.
01:13:14Hey!
01:13:37Sie haben mich doch genau gesehen.
01:13:38Na und?
01:13:39Ich will nicht mit Ihnen über Ole sprechen.
01:13:41Wer sagt denn, dass ich über Herrn Belling sprechen möchte?
01:13:43Worüber denn sonst? Über den Tristan-Akkord?
01:13:46Was sind Sie denn so aggressiv?
01:13:48Ich möchte nur Klarheit gewinnen.
01:13:50Sie waren mit Herrn Belling befreundet.
01:13:52Und ich möchte einfach nur wissen,
01:13:53welche Rolle das bei Ihrer Beziehung zu Frau Belling gespielt hat.
01:13:57Beziehung zu Frau Belling?
01:13:59Was soll das heißt?
01:14:00Sie sind wirklich hinter Linda Herr.
01:14:02Genauso wie sie es gesagt hat.
01:14:04Ist das nicht illegal?
01:14:06Vertrauensmissbrauch?
01:14:07Ach, sie hat schon mit Ihnen gesprochen, ja?
01:14:10Hat sie vorgewarnt?
01:14:10Ich lasse mich in diesen Sumpf nicht reinziehen.
01:14:13Kriegen Sie lieber Ihr Alkoholproblem auf die Reihe.
01:14:17Entschuldigung.
01:14:19Mein bitte was?
01:14:20Wir waren doch alle da beim Beher.
01:14:22Das geht doch schon viral, Ihre Aussetzer.
01:14:25Machen Sie eine Kur.
01:14:27Das geht doch gar nicht, aber...
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01:18:17Alina, ich hoffe, dass jetzt endlich die Wahrheit über Sie ans Licht kommt.
01:18:31Ohlala! Gute Nachrichten.
01:18:45Was gibt's, Petro?
01:18:47Ich mach jetzt Feierabend.
01:18:49Mhm. Enjoy.
01:18:53Schlaf gut.
01:18:55Du auch.
01:19:01Guten Abend.
01:19:05Das sind die Personale von Frau Kaspari?
01:19:07Ja. Danke.
01:19:31Das ist das, was ich jetzt auf geht.
01:19:39Jetzt, wir werden die Personale von Frau Kaspari fragen.
01:19:43Ich glaube, die Personale von Frau Kaspari ist nicht zufrieden.
01:19:45Ich glaube, da sind die Personale von Frau Kaspari.
01:19:49Ich finde, wie lange nicht geredet worden sind,
01:19:52dass du die Personale von Frau Kaspari geht über die Personale von Frau Kaspari nicht.
01:19:54Das ist die Personale von Frau Kaspari wohlbehandlung.
01:19:56Und das ist die Personale von Frau Kaspari.
01:19:57Sie hat keine Anliegenen, die zufrieden.
01:19:58Offenbar, der Staatsanwalt doch keine Zeit für mich.
01:20:02Ich werde jetzt gehen, bis näher, wo Sie mich finden.
01:20:28Oh, ja.
01:20:59Ich weiß einfach nicht, wie ich mich wehren soll.
01:21:03Ich bin Anwältin.
01:21:07Aber was soll man gegen diese Lügen machen?
01:21:15Und ich kann kein Wiederaufnahmeverfahren erwirken.
01:21:18Sie hat ja immer gestanden, dass sie ihn gestoßen hat.
01:21:22Erst ich habe sie als Opfer erscheinen lassen.
01:21:23Ich war so besessen davon, sie da rauszuholen,
01:21:26und sie aus dieser toxischen Beziehung zu befreien,
01:21:28dass ich die Warnsignale übersehen habe.
01:21:38Danke, dass du da bist.
01:21:40Ich habe zuvor noch einen Termin.
01:21:42Ja.
01:21:44Nee, klar.
01:21:56Noch irgendwas Dramatisches passiert.
01:22:25Ja.
01:22:27Schwarzenberg?
01:22:29Frau Schwarzenberg, hier spricht Kaspari.
01:22:31Haben Sie mal reingehört?
01:22:32Ja.
01:22:33Linda hat die Veröffentlichung der Sendung verweigert.
01:22:36Ich denke, sie weiß schon, warum.
01:22:38Aber mir haben Sie die Aufnahme geschickt.
01:22:45Ich denke, es ist in der Zeit, Ole Belling zu rehabilitieren.
01:22:49Ja, das denke ich auch.
01:22:50Ich will nur, dass Sie wissen, Ihre Kündigung werde ich anfechten mit allen Mitteln, die ich habe.
01:23:10Sie werden mich nicht so einfach los.
01:23:12Wenn Sie Krieg wollen, dann bekommen Sie Krieg.
01:23:14Und wenn ich irgendwann mal kündigen will, dann werde ich kündigen.
01:23:16Schönen Tag noch.
01:23:17Musste das jetzt sein?
01:23:21Ja, das musste sein.
01:23:28Es gibt ja extreme Fälle.
01:23:29Also Künstler, die kaum ein Smartphone bedienen können, weil das unter ihrem Niveau ist.
01:23:35Die überlassen mir alles.
01:23:39Und manchmal wundern die sich, dass sie plötzlich so viele neue Freunde haben.
01:23:42Das ist eine große Verantwortung.
01:23:47Ja.
01:23:48Na, Hauptsache, die Freunde werden durch ihre Arbeit mehr und nicht weniger.
01:23:53Ja, das kann ich steuern.
01:23:55Ich weiß es nicht.
01:24:01Die Natter hat es doch online gestellt.
01:24:04Die hätte ich fertig machen.
01:24:05Ich kannte Ole Belling gut.
01:24:07Er war eine digitale Miete.
01:24:09Wenn also seine Frau und Agentin ihn gesteuert hat,
01:24:13wie erklären Sie sich dann seine plötzlichen Ausfälle in den sozialen Medien?
01:24:18Ich kann darüber natürlich in diesem konkreten Fall nur spekulieren.
01:24:22Aber wir kennen Fälle, in denen Social-Media-Accounts von Fremden gehackt und missbraucht wurden.
01:24:29Gibt es so etwas auch aus dem persönlichen Umfeld?
01:24:33Ja, davon müssen wir ausgehen.
01:24:34Lena Belling hat ja zugegeben, dass sie die Social-Media-Präsenz ihres Mannes
01:24:40und seine digitale Existenz gesteuert hat.
01:24:43Wollen Sie uns sagen, was das bedeutet?
01:24:46Das könnte bedeuten, dass sie diese Macht benutzt hat, um ihrem Mann zu schaden.
01:24:51Sie müssen so vorsichtig reden.
01:24:52Sie sind ihre Anwältin.
01:24:54Ich war ihre Anwältin.
01:24:57Ich sage, man kann nur zu einer Schlussfolgerung kommen.
01:24:59Mach den Scheiß aus.
01:25:00Ja, man könnte zu der Schlussfolgerung kommen, dass...
01:25:03Erkwohle Belling durch seine Frau Linda von seiner Umwelt isoliert und dann ermordet wurde.
01:25:11Was ist denn hier los?
01:25:13Man müsste also unterstellen, dass es nicht aus Versehen passiert ist, sondern bewusst und kalkuliert.
01:25:21Und Sie meinen, das war auch der Grund, warum Frau Belling das Interview nicht freigegeben hat?
01:25:26Weil sie sich daran verraten hat?
01:25:28Natürlich.
01:25:30Damit sie weiterhin vor allen als unschuldig gelten kann.
01:25:40Sie werden Ärger bekommen, dass Sie das hier gemacht haben.
01:25:42Sie auch?
01:25:43Ihre Anwaltstätigkeit steht auf dem Spiel.
01:25:46Meine Verschwiegenheitspflicht habe ich nicht verletzt und für alles andere stehe ich ein.
01:25:49Und wenn Sie mich verklagt, dann...
01:25:51Dann haben Sie eine gute Anwältin an Ihrer Seite.
01:25:54Bis bald.
01:25:54Kommen Sie gut nach Hause.
01:25:55Sie haben Ihre Existenz als Rechtsanwälte verspielt, Frau Kaspari.
01:26:21Ich zerre Sie vor Gericht, weil Sie mich verleumden.
01:26:23Sie und Frau Schwarzenberg.
01:26:24Ich werde Sie verklagen.
01:26:26Es ist Ihr gutes Recht.
01:26:28Machen Sie das.
01:26:31Sie wollen genau das.
01:26:33Sie wollen, dass ich die verklage.
01:26:35Ich will, dass Recht gesprochen wird, ja?
01:26:37Ja.
01:26:37Ja.
01:26:37Ja.
01:26:51Ich bin...
01:26:58Ich bin...
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01:28:35abgebrochenen Weinflasche. So stand die da.
01:28:37Krass. Eine Frau.
01:28:39Eine Rechtsanwältin. Die hat mich sogar vertreten.
01:28:42Die ist eine Psychopathin.
01:28:44Krass.
01:28:46Frau Birling,
01:28:49Sie sind vorläufig festgenommen.
01:28:51Ich würde Sie bitten, mitzukommen.
01:29:05Krass.
01:29:35Krass.
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