- vor 2 Tagen
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KurzfilmeTranskript
00:00Help, I need somebody
00:02Help, not just anybody
00:04Help, you know I need someone
00:07Help
00:08Help me if you can, I'm feeling down
00:13And I do appreciate you being around
00:19Won't you please, please help me
00:23Help me, help me
00:30Du sprichst von unserer Mutter
00:39Ich kann mich nicht um sie kümmern
00:41Und du kannst sie mir übrigens auch nicht, mein Lieber
00:43Hast du schon vergessen, dass ich den Faschisten-Totenschein ausgestellt habe, Mokko?
00:47Dich gibt es offiziell überhaupt nicht mehr
00:48Guten Tag
00:52Das ist Lars, mein Cousin
00:57Wir sprechen gerade über meinen verstorbenen Bruder Mokko
01:01Ziemlich viele Kotmanns hier auf einmal
01:06Ja
01:07Wenn Sie mit Ihren Privatangelegenheiten fertig sind, dann würde ich Sie gerne kurz sprechen
01:14Wiedersehen
01:16Lars
01:17Tschüss
01:19Verschwinde von hier und komm nicht mehr wieder
01:26Caroline Sanders
01:42Das ist eine Fahrwerte OB
01:44Was ist passiert, Frau Sanders?
01:46Ich bin ausgerutscht in der Dusche
01:48Das ist ziemlich heftig auf den Badewanenrand geknallt
01:50Dr. Eckert, wo tut's weh?
01:52Hier ist er am Bauch
01:53Aua, aua, aua
01:56Abdom gespannt, Fas-Sonografie
01:58Ich komm mit, okay?
02:01Tut mir leid, Sie müssen leider warten
02:02Aber keine Sorge, wir kümmern uns um Ihre Mutter
02:04Haben Sie irgendwelche Vorerkrankungen oder nehmen Sie Medikamente, Frau Sanders?
02:09Was?
02:10Ich hab Amyloidose und bekomm Partyseran
02:13Chemotherapie?
02:15Aber ich bekomm vor zwei Jahren, ja
02:16Im Moment müssen wir abwarten, sagen die Ärzte
02:19Okay, Sie wissen schon, dass die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass Sie irgendwann
02:22Dass ich eine neue Leber bekommen muss, ja
02:24Ich steh schon auf der Eurotransplantliste
02:26Okay, einmal den Bauch freimachen, bitte
02:28Aua
02:28Aua
02:32Ja, Sie befürchtet
02:34Bei dem Sturz ist Ihre Leber gerissen und blutet in den Bauchraum
02:37Wir müssen sofort operieren, um die Blutung zu stoppen
02:39Ich sag im OP Bescheid
02:40Perforation des Pankreasschwanzes mit Aussparung der Vena Lienalis
02:47Mein Bruder hatte eine partielle Kollektomie
02:50Und?
02:54Einen Trümmerbruch des rechten Arms
02:56Mhm
02:56Wurde operativ versorgt, sollte gut heilen
02:59Gut, reicht nicht, Herr Weber
03:02Mein Bruder ist Chefarzt der Aufnahmestation und der Chirurgie
03:06Er braucht die volle Feimotorik seiner Hand zurück
03:08Ich will kein Gut
03:10Ich will perfekt
03:12Kriegen Sie das hin?
03:16Ja
03:16Ich brauch den besten Physiotherapeuten
03:18Haben Sie
03:19Aber der Erfolg meiner Arbeit hängt maßgeblich von der Mitarbeit des Patienten ab
03:23Mein Bruder ist Chefarzt, der weiß, wie wichtig Reha für ihn ist
03:26Ärzte sind oft die schwierigsten Patienten
03:28Und Sie wissen genauso gut wie ich
03:31Dass Ihr Bruder in einer Vollzeit Reha am besten versorgt wäre
03:34Herr Weber
03:39Wenn Sie der Aufgabe hier nicht gewachsen sind
03:41Dann sagen Sie es gleich
03:43Ich freu mich auf Ihren Bruder
03:48Okay
03:50Schwarz hat hier ohne alles, war richtig?
04:14Ich weiß, dass Familienangelegenheiten kompliziert sein können
04:17Und dass man für seine Angehörigen manchmal Dinge macht
04:20Die man sonst nicht tun würde
04:21Aber halt das aus der Klinik raus
04:24Sorg dafür, dass deine Probleme nicht meine werden
04:27Verstanden?
04:31Verstanden
04:32Ich mein's ernst
04:50Verstanden
05:05Das war's für heute.
05:35Der Rest wurde mit einem Patch fixiert.
05:38Das heißt, die innere Blutung wurde schon mal gestillt.
05:41Das ist doch gut, oder?
05:43Ja.
05:47Allerdings hat sich bei der OP gezeigt,
05:48dass sich ihre Leberstruktur durch die Amyloidose
05:51schon so stark verändert hat,
05:52dass die Leber sich nicht selbstständig regenerieren kann.
05:59Und was heißt das?
06:00Ihre Leber wurde bei einem Unfall so stark verletzt,
06:05dass sie nicht mehr richtig funktioniert.
06:08Das heißt, sie brauchen nicht erst in ein paar Monaten
06:10eine neue Leber, sondern sofort.
06:15Wie lange hast du das denn schon?
06:16Ich informiere eure Transplant
06:28über die akute Leberverletzung,
06:30damit sie auf der Liste nach oben rutschen.
06:33Danke.
06:34Ruhnen Sie sich ein bisschen aus.
06:35Und wenn was ist, einfach hier drücken.
06:37Dann bin ich da.
06:38Warum hast du mir nicht gesagt, dass du krank bist?
06:59Entschuldigung.
07:00Meine Frau wurde heute hier eingeliefert.
07:02Caroline Sanders.
07:04Ich schau mal nach.
07:04Danke.
07:05Ach, Herr Sanders?
07:06Ja?
07:06Ah, ich mach das.
07:08Okay.
07:09Ihre Frau ist gerade aus dem OP raus.
07:11Ich bringe sie hin.
07:12Können Sie mir sagen, was passiert ist?
07:14Ja, sie ist in der Dusche gestürzt.
07:16Aber ihr Sohn hat sie gefunden
07:17und direkt den Rettungswagen gerufen.
07:19Mein Sohn?
07:20Ja, genau.
07:21Er ist gerade bei ihr.
07:23Ich glaube, das muss ein Missverständnis sein.
07:25Wir haben überhaupt keinen Sohn.
07:30Ich hab mich doch um dich gekümmert.
07:34Genau das wollte ich nicht.
07:36dass du mich als kranke Frau siehst.
07:46Was ist denn das?
07:53Was machst du denn hier?
07:54Ich dachte, du bist in Hamburg.
07:55Ich...
07:55Wir sind schon früher fertig geworden.
08:02Wir sind schon früher fertig geworden.
08:09Und du hättest das?
08:13Unser Sohn jedenfalls nicht.
08:14Leon, kannst du bitte ganz kurz rausgehen?
08:26Ja, klar.
08:27Wie lange?
08:43Wie lange geht das schon?
08:53vier Monate?
09:08Der rechte Bizeps ist etwas atrophiert.
09:14Der Bewegungsgrad der Gelenke ist eingeschränkt.
09:16Ja, das ist völlig normal nach einer OP.
09:20Absolut.
09:21Wir werden mit gezielter Bewegungstherapie
09:23die Muskeln und die Gelenke mobilisieren.
09:25Herr Weber,
09:26Sie sind neu an der Klinik,
09:27deshalb wissen Sie vermutlich nicht,
09:29dass ich hier der Chefarzt bin.
09:31Sie brauchen mir den Sinn einer Physiotherapie
09:33nicht zu erklären.
09:33Wir fangen mit kleinen Übungen an
09:35und steigern uns dann langsam.
09:36Bitte die Hände dazwischen.
09:38Auf Spannung.
09:38Wichtig ist vor allem
09:41die korrekte Ausführung der Bewegung.
09:43Also,
09:44Schultern unten lassen
09:45und die Hände langsam auseinanderziehen.
09:48Auf Spannung.
09:49Und wieder zurück.
09:52Und wieder auseinander.
09:55Das reicht schon?
09:56Ich kann auch weiter.
09:57Das weiß ich, aber das reicht.
10:00Top Reflexe.
10:05Tito.
10:06Handball-Torwart.
10:08Leitende Stationsschwester.
10:10David.
10:11Betty.
10:12Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.
10:14Ich mich auch.
10:18Wir können weitermachen.
10:20Der Patient ruft.
10:21Klar.
10:22Bitte.
10:23Danke.
10:25So.
10:27Nochmal.
10:28Nicht ganz so weit, ja?
10:32Schultern unten lassen.
10:34Ja.
10:34Aber wieso, Caroline?
10:41Wir sind doch glücklich.
10:44Naja, wir leben so nebeneinander, ja?
10:47Seit Jahren.
10:49Aber das ist doch normal,
10:50dass es nicht immer alles ist wie am Anfang.
10:52Ja, aber...
10:54Pass auf.
10:55Wir machen wieder mehr zusammen.
10:57Wir fahren nach Kopenhagen.
11:01Gehen schön essen in einem super Restaurant.
11:03ein ganzes Wochenende.
11:04Nur wir zwei.
11:06Hm?
11:07Ich hab mich verliebt.
11:08Weißt du?
11:14Mach dich doch nicht lächerlich, ja?
11:18Das ist noch ein Kind.
11:20Der ist mindestens 20 Jahre jünger als du.
11:25Caroline, du bist über 50.
11:27Und dann kann man sich nicht mehr verlieben, oder was?
11:32Doch.
11:33Aber sobald deine 20-Jährige um die Ecke kommt,
11:35ist er doch verschwunden.
11:37Mit deiner Amyloidose.
11:40Mit dieser OP.
11:41Da brauchst du Unterstützung.
11:43Und nicht so ne Affäre,
11:44die dich dann gleich sitzen lässt,
11:45sobald's mal schwer wird.
11:46Ich...
11:55Ich ruf einen Arzt.
11:59Ihr Puls ist zu hoch.
12:00Sind Sie okay?
12:01Ja.
12:02Ja.
12:03Sie braucht jetzt Ruhe.
12:04Ja, ich bleib hier.
12:04Ich bin ihr Mann.
12:05Sie tun ihr aber gerade nicht gut.
12:08Sie gehen jetzt, bitte.
12:08Ich schaue später noch mal nach dir.
12:16Jetzt.
12:22Einmal tief einatmen.
12:24Ja.
12:25Und wieder aus.
12:27Der Arzt ist gleich da.
12:28Ja.
12:38Ja, bitte.
13:00Du wolltest mit sprechen?
13:03Ja.
13:05Meine Kündigung.
13:08Ich werde meine Mutter
13:13nach Bochum begleiten.
13:15Viel Zeit hat sie
13:16mit ihrem Krebs nicht mehr.
13:23Ich stelle dich ab sofort frei.
13:25Du hast sicher noch Resturlaub.
13:27Okay.
13:30Ich packe nur noch
13:31mein Zeug zusammen.
13:38Schade.
13:56Ach, er ist Künstler.
13:57Das wird dir aber besser.
13:59Ja, ein ganz leidenschaftlicher.
14:00Ist immer so
14:02ganz begeistert,
14:03wenn er davon spricht.
14:05Zu Trassi ist.
14:06Irgendwann hat er mich eingeladen
14:07auf eine Vernissage.
14:10Und dann haben wir
14:10die Nacht durchgeredet.
14:16Ich weiß nicht,
14:17wann ich das letzte Mal
14:17die Nacht durchgemacht habe.
14:18Das hört sich an,
14:22als wenn sie richtig
14:23verliebt sind.
14:27Ja.
14:29Dann ist es doch schön,
14:30dass sie jetzt zusammen sein können.
14:35Und wenn mein Mann doch recht hat?
14:37Dann hätte ich alles weggeworfen,
14:43was ich mit meinem Mann hatte.
14:55Das ist jetzt nicht ihr Ernst.
14:56Hauen Sie ab.
14:57Es ist eine Scheißsituation.
14:58Es ist mir vollkommen egal.
15:00Caroline ist meine Frau.
15:01Also lassen wir uns in Ruhe.
15:02Ja.
15:03Raus hier.
15:04Nein, ich gehe nicht.
15:05Ich gehe erst, wenn Sie das...
15:06Sie will sich ja nicht haben.
15:07Weißen Sie sich zusammen.
15:09Das hier ist ein Krankenhaus.
15:10Ich habe überhaupt...
15:11Sie gehen jetzt an die frische Luft
15:12und kommen erst mal runter.
15:16Ich wollte einfach nur,
15:17dass...
15:17Das ist mir scheißegal,
15:18Herr Sanders.
15:19So schön, dass Sie es auch einrichten konnten.
15:34So schön, dass Sie es auch einrichten konnten.
15:38Hallo.
15:39Was ist hier los?
15:41Kogmann hat gekündigt.
15:43Bis mein Bruder,
15:44Professor von Arnstedt,
15:45wieder gesund ist,
15:46übernehme ich
15:47die Interim-Chefartsstelle
15:49von Dr. Kogmann.
15:50Ich bin sozusagen
15:51Ihr neuer
15:52Professor.
15:53Wir können eigentlich
16:04genauso begeistert sein wie ich,
16:05denn alle, die einen guten Job machen,
16:07müssen sich keine Sorgen machen.
16:09Alle anderen schon.
16:10Ja, das war's.
16:13Pause vorbei.
16:15Auf, auf.
16:18Die Patienten versorgen sich nicht von alleine.
16:21Das würde ganz Spaß.
16:23Danke für die Vorwarnung.
16:25Ja.
16:26Gott, steh uns bei.
16:28Pflegekräfte und Ärzte
16:43werden überall
16:44händeringend gesucht.
16:45Da kann die Arbeitsatmosphäre
16:47ausschlaggebend sein,
16:47wo man arbeiten möchte.
16:49Sie haben Angst,
16:50dass uns die Mitarbeiter
16:50davonlaufen wegen Helena?
16:52Vielleicht können Sie Ihre Schwester
16:53auf zwischenmenschlicher Ebene
16:54ein klein wenig unterstützen.
16:56Selbstverständlich,
16:58mache ich.
16:59Danke.
17:00Wenn du Fragen hast
17:01oder Ratschläge brauchst
17:03zur Mitarbeiterführung.
17:05Straffeführung.
17:07Das können die jetzt
17:07mal ganz gut gebrauchen.
17:13Von Arnstedt.
17:15Ja.
17:16Ein Moment, bitte.
17:19Ist für mich.
17:21Wer ist das?
17:23Wer ist hier?
17:24Krankenhausvorstand.
17:25Ja.
17:26Die Affäre ist passiert.
17:35Ich werde damit irgendwie
17:35klarkommen.
17:38Ich liebe dich.
17:40Und ich will dich nicht
17:41verlieren.
17:44Gerade jetzt hier mit deiner
17:45Krankheit,
17:47da merkt man doch,
17:48was wichtig ist im Leben.
17:50Auf wen man sich verlassen kann.
17:51Auf mich kannst du dich
17:52immer verlassen,
17:53egal was passiert.
17:53Und das weißt du.
17:54Ja.
17:59Kannst du das von diesem,
18:02diesem,
18:05dem anderen auch sagen?
18:07Ich habe leider schlechte Nachrichten.
18:20Sie sind auf der
18:21Eurotransplantliste
18:21zwar nach oben gerutscht,
18:22aber es sind noch
18:23einige Patienten vor Ihnen.
18:26Das heißt,
18:26dass...
18:27die Wahrscheinlichkeit
18:28sehr gering ist,
18:29dass wir noch rechtzeitig
18:29eine neue Leber
18:30für Sie bekommen.
18:31Ja.
18:34Wir schließen Sie an
18:35eine extra korporale Leber an.
18:37Ein Gerät,
18:38was Ihre Leberfunktion
18:39übernimmt.
18:40Das ist allerdings
18:41nur eine Übergangslösung.
18:45Die einzige Chance,
18:46die wir haben,
18:46ist eine Lebendleberspende.
18:49Da wird im Spender
18:49ein Stück der Leber
18:50an Norm und Ihnen eingesetzt.
18:55Okay.
18:55Ich spende.
19:01Wir müssen erst mal testen,
19:02ob Sie als Spender
19:02in Frage kommen,
19:03aber ja.
19:04Gut.
19:05Dann mal los.
19:05Die Muskeln und die Bänder
19:13müssen sich erst mal
19:14wieder an die Belastung gewöhnen.
19:15Noch bis zur Lampe.
19:17Ich kann doppelt soweit.
19:19Wer so hart trainiert,
19:20verdient Kuchen.
19:21Ich spende Ihnen nachher.
19:22Ich mach doch nur meinen Job.
19:24Aber eine Erdbeerntorte
19:25wäre toll.
19:26Ich hab einen Reha-Platz
19:27für dich.
19:27An der Ostsee
19:28bei Professor Wilhelm.
19:30Wieso Ostsee?
19:32Weil es die beste Klinik ist.
19:33Die haben Therapeuten,
19:34die wirklich was
19:35von ihrem Fach
19:35verstehen.
19:35Die sind herausragend.
19:38Ich werd hier gebraucht.
19:39Ich kann nicht wochenlang
19:40an die Ostsee verschwinden.
19:41Aber was ist mit deiner Reha?
19:43Die mach ich hier.
19:44Die haben ja auch
19:45herausragende Therapeuten.
19:48Und nebenbei
19:49fädel ich mich
19:49Schritt für Schritt
19:50wieder in die Arbeit ein.
19:52Das geht nicht.
19:53Dein Faden hat Knoten.
19:55Und der Chefarztjob,
19:56der lässt sich nicht
19:56so einfach mit links machen.
19:58Du brauchst mir
19:58meinen Job nicht zu erklären.
20:00Wenn Sie wirklich
20:01wieder volle Kraft
20:02und Beweglichkeit haben wollen,
20:03dann müssen Sie
20:04in die Vollzeit-Reha.
20:05Danke für die Belehrung.
20:08Aber ich bin Arzt.
20:10Ich glaube,
20:10ich weiß ganz gut,
20:11was für meine Genesung
20:12richtig ist.
20:16Ja.
20:17Genau.
20:18Ich will einen Termin
20:19beim Vorstand.
20:20Es geht um die Präsentation
20:21des Budgets.
20:21Stopp.
20:23Was für ein Budget?
20:24Guck mal,
20:25du dich in meine Genesung.
20:26Ich mach den Rest.
20:26Helena.
20:27Herr Professor.
20:27Helena.
20:35Frau Huhl,
20:36ich brauche Ihre Hilfe.
20:39Natürlich,
20:40Herr Professor.
20:41Was kann ich für Sie tun?
20:42Ich brauche Helenas Budgetentwurf.
20:46Bitte was?
20:51Soll ich den etwa klauen?
20:58Nennen wir es Ausleihen?
21:00Ich brauche die Zahlen,
21:06damit ich im Notfall eingreifen
21:08und das Schlimmste verhindern kann.
21:09Hey.
21:22Hallo.
21:26Na,
21:26wie geht's hier?
21:35Wir zwei,
21:37diese Affäre,
21:38das kann nicht weitergehen.
21:39Das mit uns ist ja
21:43nicht nur eine Affäre.
21:46Süßer,
21:47ich bin krank.
21:48Ich brauche eine neue Leber.
21:50Und selbst wenn ich das überlebe,
21:51das wird ein schwieriger Weg.
21:55Aber du bist jung,
21:57du willst sicher
21:58Familie,
21:59Kinder haben.
22:00Du musst dein Leben genießen.
22:02Aber das hier,
22:02ich meine,
22:03willst du das?
22:06Ja.
22:09Ich will mit dir zusammen sein.
22:14Aber willst du das in zehn Jahren immer noch?
22:18Das weiß man noch nie.
22:21Was ich weiß,
22:22ist, dass ich dich jetzt liebe.
22:23Ich liebe dich auch.
22:24Ich liebe dich auch,
22:31aber das reicht irgendwie nicht.
22:32Sie sind ja immer noch hier.
22:47Leone muss jetzt gehen.
22:56Sie haben gehört,
22:57was meine Frau gesagt hat.
22:58ist,
23:20der Krankentransport ist
23:21Du bist ne halben Stunde da.
23:27Dann bist du mich wieder los.
23:33Ich komme mit.
23:36Musst du nicht.
23:43Ich bleibe bei dir.
23:45Ich bin stolz auf dich.
24:13Viel Erfolg.
24:15Ich wünsche Ihnen alles Gute.
24:32Auch wenn ich unsere Auseinandersetzung nicht vermissen werde.
24:36Ja.
24:45Fahr uns doch bitte schon mal vor. Ich komme gleich nach.
24:46Alright.
24:47Also dann.
24:48Mach's gut.
24:49Also dann.
24:50Mach's gut.
24:51Du auch.
24:52Also dann.
24:53Mach's gut.
24:54Du auch.
24:55Ja.
24:56Ja.
24:57Ja.
24:58Ja.
24:59Ja.
25:00Ja.
25:01Ja.
25:02Ja.
25:03Ja.
25:04Ja.
25:05Ja.
25:06Ja.
25:07Ja.
25:08Ja.
25:09Ja.
25:10Ja.
25:11Ja.
25:12Ja.
25:13Ja.
25:14Ja.
25:15Ja.
25:16Ja.
25:17Ja.
25:18Ja.
25:19Ja.
25:20Ja.
25:21Ja.
25:22Ja.
25:23Ja.
25:24Ja.
25:25Ja.
25:26Ja.
25:27Ja.
25:28Ja.
25:29Ja.
25:30Ja.
25:33Ja.
25:34Ja.
25:37Ja.
25:38Genauso.
25:39Ja.
25:41Ja.
25:42Ja.
25:43Ja.
25:44Ja.
25:45Ja.
25:46Sie sind also der Zulieferer für die sterilen Materialien?
25:48Ja?
25:50Ha mhm.
25:51Also
25:53Ihr Kostenvoranschlag im kommenden Jahr ist eine Frechheit.
25:58Ja, das kommende Jahr ist eine Frechheit. Da fängt mein Budget leider an zu weinen.
26:05Ja, haben... Inflation. Ja, Inflation interessiert mich nicht.
26:12Haben Sie schon mal was vom kreativen Kalkulieren gehört?
26:17Sehen Sie, das dachte ich mir.
26:19Ich schlage vor, dass Sie die Preise fürs kommende Jahr um 30 Prozent senken.
26:26Genau, 30.
26:28Es ist ganz einfach, weil sich sonst ein Konkurrent von Ihnen über ein neues Angebot freuen würde.
26:34Ähm, ich hab nur... Ich kann das erklären.
26:36Also ich würde mich lieber nicht von der Arnstelle erwischen lassen.
26:41Ach, an der Mosel. Ja, da habe ich ein sehr schönes Hotel entdeckt.
26:44Ach, das wäre toll. Wer will denn an die Mosel?
26:50Wir haben die Testergebnisse.
26:54Es tut mir leid, aber Sie kommen als Spender für Ihre Frau nicht in Frage.
26:57Ihre Blutgruppen stimmen nicht überein.
27:04Es gibt einen anderen Match.
27:07Leon Vietz.
27:08Er hat sich auch testen lassen und er wäre ein passender Spender.
27:11Nein, das kommt nicht in Frage.
27:15Gibt's ja keine anderen Möglichkeiten.
27:22Wissen Sie, wie gering die Wahrscheinlichkeit ist, überhaupt einen Spender zu finden?
27:26Die wenigsten Patienten haben so viel Glück.
27:30Leon Vietz ist ihre einzige Chance zu überleben.
27:32Ein Fünftel des Budgets für computergestützte Chirurgie.
27:38Wie hast du dir das vorgestellt?
27:40Das sprengt den gesamten Kostenrahmen.
27:43Du musst dir meine Unterlagen schon ein bisschen genauer anschauen.
27:46Die Lösung für das Problem findest du weiter hinten.
27:48Nein, das muss ich nicht. Das kann nicht funktionieren.
27:51Und überhaupt, liebes Schwesterchen, ich bin hier der Chefarzt, also erstelle ich auch das Budget.
27:57Liebser Bruder, im Moment bist du hier Patient und ich Chefärztin.
28:00Nein, du bist hier, um mich im täglichen Geschäft zu vertreten und nicht so weitreichende Entscheidungen zu treffen.
28:05Das Budget muss jetzt gemacht werden, damit es vom Vorstand rechtzeitig bewilligt werden kann.
28:10Oder willst du nächstes Jahr ohne Kohle dastehen?
28:11Meine Unterlagen, ganz für dich alleine. Hier kannst du deine Nase richtig tief reinstecken.
28:20Ist auch gut lesbar und komplett.
28:23Ich habe keine Geheimnisse. Ich habe einfach nur recht.
28:28Das ist immer noch meine Station.
28:35Nicht zu fassen.
28:37Ist nicht zu fassen.
28:39Wir haben das Häuschen mit dem Rosengarten.
28:43Ja, wenn Konrad seine Wohnung aufgelöst hat, ziehen wir ein.
28:45Wir müssen nur noch das Bad fließen.
28:50Du, ich, ich, ich muss Schluss machen, ja? Tschüss.
28:59Sind Sie der Spion, Frau Pohl?
29:04Sind Sie.
29:06Ich weiß, Sie wollen nur das Beste für ihn.
29:08Das will ich auch.
29:10Aber er braucht jetzt all seine Kraft, um gesund zu werden.
29:13Also ist das Beste, was wir für ihn tun können, ein klares Nein, wenn er sich in die Arbeit einmischen will.
29:20Von mir und von Ihnen.
29:23Haben wir uns da verstanden?
29:28Haben wir.
29:37Ich muss.
29:38Wir setzen einen Schnitt am rechten Oberbauch und nehmen dem Spender ca. 60% der Leber.
29:53Die wird dem Empfänger dann transplantieren.
29:56Die Leber wächst danach nahezu auf Ausgangsgröße und bleibt voll funktionstüchtig.
29:59Trotzdem, es ist eine große Operation, bei der es zu einer Reihe von Komplikationen kommen kann.
30:05Leberversagen, Entzündungen, Verletzungen des Gallensystems, Wundheilungsstörungen.
30:10Außerdem müssten Sie ein bis zwei Wochen hier im Krankenhaus bleiben und danach regelmäßig zur Nachsorge.
30:17In Ordnung.
30:18Nein, nicht in Ordnung.
30:21Ich will nicht, dass du dich meinetwegen in Gefahr begibst.
30:24Ja, aber ich würde gerne meine eigenen Entscheidungen treffen.
30:26Und ich will, dass du lebst.
30:32Ich mache die OP.
30:40Wir machen weiter, ich möchte morgen ein halbes Kilo mehr schaffen.
30:43Wenn Sie Ihre Muskeln zu sehr belasten, könnte das zu einer falschen Haltung und Motorik führen,
30:47die Sie später nicht mehr rausbekommen, Professor von Arnstedt.
30:50Und der Bruch könnte deslozieren.
30:52Was, wie Sie nur zu gut wissen, Ihre Nerven schädigen und Ihre Motorik beeinträchtigen könnte.
30:58Nachhaltig.
30:59Ziemlich großes Risiko für jemanden, der wieder operieren will, oder?
31:01Wie oft wollen Sie das noch diskutieren?
31:04Ich bin Arzt.
31:06Das ist mein Körper.
31:09Ich entscheide und ich sage, wir machen weiter.
31:12Wie Sie meinen.
31:13Aber nur unter einer Bedingung.
31:15Sie führen die Übungen nur unter meiner Aufsicht aus.
31:19Niemals ohne mich.
31:21Ja, dann verstanden.
31:30Ist das eigentlich ein neues Verhandlungskonzept,
31:32den Patienten selbst über seine Therapie entscheiden zu lassen?
31:34Der Professor muss seine Grenzen kennenlernen.
31:37Vorher hörte nicht auf.
31:39Äh, ich habe Sie ausgewählt, damit Sie meinen Bruder in den Griff kriegen.
31:42Und nicht umgekehrt.
31:44Vielleicht vertrauen Sie einfach mal meiner Erfahrung.
31:48Vielleicht ziehe ich Sie auch einfach vom Patienten ab.
31:49Oder Sie lassen mich in Ruhe meinen Job machen, ohne sich einzumischen.
31:55Was schlagen Sie denn vor?
31:58Dass wir Ihren Bruder ans Bett fesseln, sobald wir den Raum verlassen,
32:00damit er nicht weiter trainiert?
32:02Was er nämlich tun würde.
32:04Oder doch vielleicht lieber Davids Weg.
32:06So hat er jederzeit die Kontrolle und kann eingreifen.
32:08Ihre Entscheidung?
32:11Nee, Ihre Verantwortung.
32:19Danke.
32:20Ich habe nur meine Meinung gesagt.
32:22Macht nicht jeder.
32:22Mag auch nicht jeder.
32:26Ich schon.
32:26Guten Morgen.
32:33Morgen.
32:35Die Operation ist gut gelaufen.
32:38Wir geben Ihnen jetzt Immunsuppressiva und betreuen Sie weiter auf Intensiv.
32:41Wenn Ihr Körper das Leberstück annimmt, dann wird es heranwachsen.
32:45Und wird bald die Funktion einer normalen Leber übernehmen.
32:49Sie haben gute Chancen, wieder ganz gesund zu werden.
32:52Danke.
32:53Danke, Dr. Eckart.
32:54Könntest du mir die kurz auffüllen?
33:03Ja, natürlich.
33:05Dann Erin.
33:07Ja.
33:16Wie geht's, Leon?
33:19Jetzt kümmern wir uns erst mal um Sie.
33:20Hm?
33:24Eben ist was passiert, oder?
33:29Wieso sagen Sie es mir nicht?
33:31Ähm.
33:33Ja, es gab Komplikationen.
33:37Leon hatte eine Nachblutung.
33:40Aber, aber die Ärzte konnten Sie stoppen.
33:43Sie brauchen sich keine Sorgen machen.
33:46Wirklich nicht.
33:46Wir konzentrieren uns heute auf Gehübungen.
33:54Ihr Arm braucht nach der Anstrengung gestern eine Pause.
33:56Hören Sie, ich übe nicht ohne Sie.
33:59Dafür machen wir, was ich sage.
34:02Deal ist dir.
34:07Langsam rotieren.
34:08Zurück.
34:16Haben Sie Schmerzen?
34:18Nein.
34:19Ich mach weiter.
34:22Lassen Sie es ruhig angehen.
34:25Stopp.
34:28Stopp.
34:29Stopp.
34:29Das reicht jetzt, Herr Professor.
34:38Ja, und was ist jetzt?
34:40Warte bitte.
34:43Du, ich spüre eine kleine Stufe im Knochen.
34:48Jetzt sag bitte nicht, dass der Bruch disloziert ist.
34:52Ich weiß es nicht genau.
34:54Schau mal.
34:55Aber, der Bruch ist doch okay.
35:08Mhm, weil du mehr Glück als Verstand hattest.
35:11Das ist normaler Kalus, der bildet sich zurück.
35:14Sie werden so kurz vor einer Nervenschädigung.
35:17Ellbogenorthese, wir stellen den Arm ruhig.
35:23Na?
35:23Ziemlich riskanter Plan, finden Sie nicht?
35:27Hat funktioniert?
35:28Glück gehabt.
35:29Erfahrung.
35:31Aha.
35:34Und, Groschen gefallen, Herr Professor?
35:37Ja, ich glaube schon.
35:39Ich werde den Arm nicht nochmal überbelasten.
35:43Es geht nicht nur um den Arm.
35:47Sie übertreiben es gerade mit allem.
35:49Es ist erst ein paar Wochen her, da wären Sie fast gestorben.
35:51Sie hatten mehrere schwere OPs.
35:54Dann haben Sie auch noch erfahren, dass Sophia Ihre Tochter ist.
35:56Und Sie tun die ganze Zeit so, als wäre überhaupt nichts passiert.
36:01Es wäre wirklich das Beste, wenn Sie in die Reha-Klinik gehen.
36:04Sie brauchen Zeit und Abstand.
36:06Erstens, um gesund zu werden.
36:08Und zweitens, um das, was passiert ist, verarbeiten zu können.
36:12Wenn Sie das nicht machen, wird Ihnen das irgendwann auf die Füße fallen.
36:14Und Sie wissen, dass ich weiß, wovon ich spreche.
36:18Ich habe dir doch den Vorschlag mit Kopenhagen gemacht.
36:44Und ich habe jetzt nochmal drüber nachgedacht.
36:46Und ich finde, wenn wir nach Kopenhagen fahren, ja, dann könnten wir doch...
36:50Kannst du dich bitte mal hinsetzen?
36:53Ja, natürlich.
36:54Klar, Moment.
36:54Du bist einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben.
37:10Und ich werde dich immer lieben, als Freund.
37:14Aber ich will mit Leon zusammen sein.
37:19Wie bitte?
37:19Lass uns doch mal ehrlich sein.
37:25Wir zwei, diese Ehe, das ist eine Zweckgemeinschaft.
37:30Ich will aber mehr.
37:35Er macht mich glücklich.
37:45Gut.
37:48Gut.
37:49Aber komm, nur nicht wieder angekrochen, wenn der Typ dich sitzen lässt.
38:05Hallo.
38:07Hi.
38:09Ich habe Ihnen jemanden mitgebracht.
38:14Danke.
38:17Hi.
38:18Was ich zu dir gesagt habe, das war falsch.
38:29Ich will mir keine Sorgen machen, was morgen ist.
38:38Wir leben jetzt und ich will jetzt mit dir zusammen sein.
38:43Ich liebe dich.
38:43Ich liebe dich auch.
38:55Du bist ein bisschen blass.
38:56Du bist ein bisschen, ne?
39:03Ja.
39:07Danke, Christine.
39:08Es tut mir leid.
39:20Was jetzt genau?
39:23Dass ich es übertrieben habe und dass ich mich für unersetzlich gehalten habe.
39:30Und?
39:31Und?
39:32Und?
39:32Dass ich Frau Puhl auf dich angesetzt habe.
39:43Und?
39:48Dass ich dir nicht vertraut habe.
39:50geliebte Schwester, ich habe dein Budget noch einmal durchgearbeitet.
40:02Mhm.
40:02Schlau.
40:04Sehr schlau, wie du die Preise für die Zulieferer verhandelt hast.
40:10Und die Kosten für die computergestützte Chirurgie sind ja auch komplett aufgefangen.
40:16Gut.
40:16Hast du sehr gut gemacht.
40:18Kompliment.
40:18Dann kann ich ja guten Gewissens zur Reha an die Ostsee fahren.
40:27Und deine geliebte Station mit mir alleine lassen?
40:30Oh mein Gott.
40:31Das bleibt dir nichts anderes übrig.
40:34Allerdings, ich hätte da noch ein paar Tipps in Sachen Mitarbeiterführung.
40:39Wieso?
40:39Gibt's was zu feiern?
40:47Der Professor geht nächste Woche in die Reha.
40:51Darauf sollten wir doch eigentlich anstoßen, oder?
40:54Also wenn du jetzt bei jedem Patienten einen ausgibst, dann arbeite ich öfter mit dir.
40:58Ich gebe dir auch gerne ohne Grund einen aus.
41:01Heute Abend bei mir?
41:03Was?
41:09Ich finde dich toll.
41:11Ich, ja, ich würde dich gern kennenlernen.
41:14Ich, ja, ich würde dich gern kennenlernen.
41:44Ich, ja, ich würde dich gern kennenlernen.
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