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01:30Sieht so aus, als wäre sie an Herzstillstand gestorben.
01:46Todeszeitpunkt zwischen 23 und 1 Uhr heute Nacht.
01:51Bisschen jung für einen natürlichen Tod.
01:53Gut möglich, dass man hier etwas verabreicht hat,
01:56aber das wird das toxikologische Gutachten zeigen.
01:58Auf jeden Fall gibt es eine ganze Menge Anzeichen für Gewalteinwirkung.
02:04Hämatome hier, Würgemale am Hals, rechte Hand ist gebrochen,
02:09Abschürfungen an den Fingerknöcheln,
02:10das dürfte alles kurz vor dem Tod passiert sein, aber nicht hier.
02:14Wahrscheinlich hat sich jemand hierher geschafft.
02:16Oder sie hat sich hier versteckt.
02:18Ein Spaziergänger hat sich heute Morgen hier gefunden,
02:20der mit seinem Hund Gassi ging.
02:22Sie hat wohl hier in der Nähe gewohnt.
02:23Jay schaut sich gerade in der Wohnung um.
02:28Leandra Bogner, 29.
02:34Schlüsselkarte für ein Hotelzimmer?
02:36Ja, vielleicht.
02:38Es war auf jeden Fall alles, was sie bei sich hatte,
02:40aber das hier wird euch vielleicht interessieren.
02:43Cooles Tattoo.
02:44Ich meine nicht das Tattoo.
02:45Hier, das dürfte sie kurz vor dem Tod noch auf den Arm gekritzelt haben.
02:49Das kann man ja kaum lesen.
02:52Gregor Navratil.
02:54Gregor Navratil.
02:58Mhm.
03:00Ja, ja, ich verstehe.
03:03Haben Sie vielen Dank für das Gespräch.
03:04Auf Wiedersehen.
03:08Also laut Medienberichten hat das Ganze nach einem Unfall ausgesehen.
03:11Der Navratil ist mit seinem Auto von der Straße abgekommen,
03:14in die Donau gestürzt und ertrunken.
03:16Keinerlei Anzeichen von Sabotage.
03:17Und ich habe jetzt gerade mit der Chefredakteurin von Navratil gesprochen.
03:21Sie sagt, er hat Tag und Nacht gearbeitet.
03:25Die Kollegen hätten ihn den Terrier genannt.
03:28Weil er sich einmal an ein Thema verbissen hat und nicht mehr losgelassen hat, oder warum?
03:31Wahrscheinlich.
03:32Und weil er jeden schon mal ans Bein gepinkelt hat.
03:35Aber was interessant ist,
03:36dass dort auch niemand weiß,
03:38woran er zuletzt gearbeitet hat.
03:40Er hat sehr geheimnisvoll getan,
03:42hat seine Recherchen versteckt.
03:44Er hat gesagt, so wäre es sicherer,
03:47bis er stichhaltige Beweise hat.
03:50Und diese Beweise sind nicht gefunden worden?
03:52Nein.
03:54Sagen Sie, gibt es irgendeine Verbindung zwischen ihm und dieser Leandra Bogner?
03:59Nein.
04:00Also bis jetzt nicht.
04:02Ja, da in der Akte steht nichts,
04:04was ich nicht schon aus den Medien weiß.
04:06Haben die Kollegen in dem Fall überhaupt richtig recherchiert?
04:10Wie gesagt, Henriette,
04:11es hat alles nach einem Unfall ausgesehen.
04:13Die Bogner schreibt sich doch nicht aus Jux und Tollerei
04:16den Namen Navratil auf ihren Unterarm,
04:19knapp vor ihrem Tod.
04:21Die hat irgendwas gewusst.
04:23Deswegen hat es sterben müssen.
04:26Das ist eine reine Mutmaßung.
04:27Ich stimme dir ja zu,
04:32dass die ganze Sache sehr seltsam ist.
04:35Aber ich würde euch raten,
04:37euch auf den Fall Bogner zu konzentrieren,
04:39nicht Navratil.
04:41Und warum?
04:45Paula, entschuldige die Bemerkung,
04:47aber du wirkst halt noch steifer als sonst.
04:49Was verschweigst man denn?
04:51In der Staatsanwaltschaft
04:55hält sich ein Gerücht zum Tod von Navratil.
04:57Ein Gerücht?
04:59Ich glaube, das mögt ihr dort nicht.
05:03Wir sind auch noch Menschen, Henriette.
05:05Mhm.
05:10Also diese letzte Story von Navratil,
05:13die nie aufgetaucht ist.
05:15Anscheinend war jemand von der Direktion
05:17Staatsschutz und Nachrichtendienst
05:19sehr daran interessiert.
05:21Der Verfassungsschutz?
05:23Warum?
05:25Weil der Inhalt mutmaßlich staatsgefährdend war.
05:29Was heißt das?
05:32Das heißt, dass es beim Staatsschutz
05:34ein paar Leute gibt,
05:35die euch das Leben sehr schwer machen werden,
05:37wenn ihr den Namen Navratil auch nur in den Mund nehmt.
05:39Hallo?
05:50Hi, darf ich?
05:51Ja, super.
05:53Dankeschön.
05:59Stammt das Blutdorf vom Opfer?
06:01Also, die Bogner kommt gestern noch nach Haus.
06:09Jemand ist ihr gefolgt.
06:10Sie will die Tür hinter sich zuermachen,
06:11aber irgendwer hält dagegen.
06:13Der Angreifer, bumm,
06:15schlägt die Tür mit voller Wucht auf,
06:17sodass sie gegen die Wand knallt.
06:18Und bei der Gelegenheit hat der Täter
06:19bzw. die Täterin dem Opfer die Hand gebraucht?
06:22Nein.
06:24Blutspritzer und Verletzung deuten darauf hin,
06:25dass sie niedergeworfen worden ist.
06:27Er oder sie ist ihr dann aufs Handgelenk gesprungen,
06:30um sie außer Gefecht zu setzen.
06:31Voll brutal.
06:33Schon.
06:34Kaut mal's.
06:35Nein.
06:38Prüftaschen mit so einem Geldwahn da.
06:40Aber ihr Laptop und ihr Handy fehlen.
06:42Der Angreifer hat noch was Bestimmten gesucht.
06:44Glaubst du?
06:46Guck mal.
06:47Ein Minidrache.
06:49Hey, das ist eine Badegabe.
06:52Wer hält sich denn sowas als Haustier?
06:54Ja, du, die sind allemal spannender als Fische.
06:57Ich find beides super.
06:59Badergaben sind faszinierende Tiere, Max.
07:01Die können je nach Laune ihre Farbe ändern,
07:03so wie Chamäleons,
07:05zum Beispiel, wenn sie sich betrobt fühlt.
07:06Also mir wäre lieber der kleine Dinosaurier
07:08könnte uns erklären, was hier passiert ist.
07:10Aber was machen wir damit?
07:16Ja, sorry, mein Auto ist voll.
07:22Ich hab keine Handfreude, drückst du?
07:28Ja.
07:31Da ist Blut.
07:39Die Hausverwaltung hat vor ein paar Jahren
07:41diese Überwachungskamera installieren lassen,
07:43weil es immer wieder Vorfälle von Vandalismus gegeben hat.
07:45Das Video ist von gestern Nacht.
07:56Schaut aus, als ob man der irgendwas eingeflößt hätte.
07:59Was wird das denn?
08:09Ein Code?
08:14Der Mörder war natürlich nicht im Aufzug, oder?
08:17Ja.
08:18Wäre ja auch zu schön gewesen.
08:20Auf jeden Fall passt das zu meiner Theorie.
08:22Jemand muss der Bogen in ihre Wohnung gefolgt sein
08:24und hat dort noch irgendwas gesucht.
08:26Die Bogen hat es dann aber geschafft abzuhauen.
08:28Und die Nachbarn haben nichts gemerkt?
08:30Naja, die haben wohl mal eine Tür schlagen gehört,
08:32aber nichts gesehen.
08:34Die Bogen ist wohl nachts immer alleine raus.
08:36Immer kurz vor Mitternacht und immer Richtung Westbahnhof.
08:39Die Bogen muss sehr zurückgezogen gelebt haben.
08:41Dort, wo sie gewohnt hat, hat niemand was mit ihr zu tun gehabt.
08:44Also ich hab mit der Mutter von der Bogen telefoniert.
08:46Die hat mir erzählt, dass sie erst vor zwei Jahren
08:47von Oberösterreich nach Wien gezogen ist.
08:49Für einen Job bei einer Softwarefirma Edelbauer Solutions, heißen die.
08:52Und sie hat gemeint, seit längerer Zeit kaum was von ihr gehört
08:56und dass sie das Gefühl hatte, es geht ihr nicht besonders gut.
09:00Das finde ich spannend.
09:02Das habe ich in einer offenen Schublade in der Wohnung gefunden.
09:05Wiedelbauer Solutions.
09:06Aha.
09:12Projekt Matryoshka.
09:13Ja, das sind diese russischen Puppen.
09:17Ich weiß.
09:19Da ist nichts drin.
09:21Vielleicht hätte der Mörder was gesucht, was er darin gefunden hat.
09:30Weißt du was?
09:31Red du mit dem Chef und ich mit der Teamleiterin, okay?
09:33So machen wir es.
09:38Der andere war in unserer Besten.
09:40Richtiges Zahlengenie.
09:41Immer eine der Letzten, die abends nach Hause gingen.
09:45Wann haben Sie denn Frau Bogner das letzte Mal gesehen?
09:49Gestern Nachmittag bei einer Besprechung.
09:52Und was hat Frau Bogner hier so bei Ihnen gemacht?
09:55Sie war ein Security-Ingenieur.
09:57Sowas wie eine Programmiererin.
10:00Ja, zum Teil.
10:02Wir entwickeln Cyber-Security-Lösungen für Unternehmen,
10:06die Firmennetzwerke vor Angriffen durch Hacker schützen sollen.
10:09Leandra war dafür verantwortlich,
10:11diese Firmennetzwerke zu designen, zu installieren.
10:15Wow.
10:17Hatte Sie denn in letzter Zeit Streit oder Ärger mit jemandem?
10:21Nein, davon wüsste ich nichts.
10:25Es gab da ein paar Beschwerden.
10:28Welche Beschwerden?
10:31Ein paar Kunden hatten sich beschwert,
10:32dass Leandra in letzter Zeit nicht mehr fokussiert genug sei.
10:35Und sind Sie diesen Beschwerden nachgegangen?
10:38Wir haben natürlich mit Leandra darüber gesprochen.
10:40Und mit Ihrer Teamleiterin, Pia Hinterberger.
10:42Der Ulrich Edelbauer und ich,
10:44wir haben über diese Beschwerden gesprochen.
10:48Aber...
10:49Ich hielt diese Beschwerden für übertrieben.
10:52Leandra hatte einfach viel zu tun.
10:54Schauen Sie,
10:55wir sind das Einzige,
10:56das zwischen millionenschweren Unternehmen
10:58und organisierten Hackerbanden steht.
10:59Natürlich sind da manche Kunden besorgt,
11:03dass sie genug Aufmerksamkeit bekommen.
11:05Verstehe.
11:06Wie war denn Ihr Verhältnis zu Frau Bogner?
11:08Gut.
11:10Ich habe mich eigentlich auf Anhieb mit ihr verstanden.
11:12Obwohl es nicht immer einfach war mit ihr.
11:14Wieso nicht?
11:16Naja, sie war sehr introvertiert.
11:18Sie hat nicht gern viel von sich preisgegeben.
11:20Ich habe versucht, sie dazu zu bringen,
11:22auch mal mit ihren Kolleginnen wegzugehen,
11:23aber...
11:25Ich glaube, sie war einfach lieber zu Hause bei ihrer Jackie.
11:28Ihre Bartagame.
11:31Die war ihr Ein und Alles.
11:34Andere zeigen Katzenfotos herum.
11:36Die Leandra hat immer von ihrer Jackie erzählt.
11:40Frau Hinterberger,
11:41Sie arbeiten da ja in einem sehr sensiblen Bereich.
11:44Könnten Sie sich vorstellen,
11:45dass die Frau Bogner irgendjemandem
11:47einen Grund gegeben hat, ihr was anzutun?
11:51Dazu kann ich Ihnen nichts sagen.
11:52Tut mir leid.
11:55Sagt Ihnen Projekt Matryoshka was?
11:58Ja, der Name sagt mir was.
12:00Aber das war vor meiner Zeit.
12:02Ich bin sicher, der Ulrich kann Ihnen dazu mehr sagen.
12:04Matryoshka.
12:05Das war der Arbeitstitel einer Überwachungssoftware,
12:08in der wir gearbeitet haben.
12:09Ich dachte, Ihre Aufgabe ist es,
12:10Unternehmen zu schützen und nicht sie zu überwachen.
12:15Hacker nutzen Sicherheitslücken
12:17in Betriebssystemen und Geräten,
12:18um sich Zugang zu verschaffen.
12:20Ja, und unsere Aufgabe ist es,
12:24diese Sicherheitslücken abzusichern.
12:27Aber...
12:28Sie können sie natürlich auch selbst nutzen,
12:30um sich Zugang zu verschaffen.
12:32Vor ein paar Jahren kam der Verfassungsschutz auf uns zu.
12:36Sie wollten, dass wir eine Software entwickeln,
12:37mit der Sie Handys von mutmaßlichen Terroristen
12:39oder Kriminellen überwachen können.
12:41Staatstrojaner.
12:42Ich dachte, die Verwendung eines solchen
12:44ist in Österreich gar nicht erlaubt.
12:45Ist es auch nicht.
12:47Das Gesetz, das die Regierung dazu durchboxen wollte,
12:50wurde vom Verfassungsgerichtshof gekippt.
12:53Und jetzt liegt das Projekt auf Eis.
12:56Was hatte denn Frau Bogner mit Matryoshka zu tun?
13:00Hat sie daran gearbeitet?
13:02Als sie bei uns angefangen hat,
13:04da hatten wir das Projekt längst eingestellt.
13:09Ja?
13:10Chefin?
13:11Ja?
13:11Ich, ähm, ich hab da was gefunden.
13:15Bin mir noch nicht sicher, aber...
13:18Was ist das?
13:21Ah, ich weiß schon.
13:23Der Nummerncode, den die Bogen
13:25in einem Aufzug eintippt hat, ne?
13:27Ganz genau.
13:28Und jetzt hab ich versucht herauszufinden,
13:29was das für eine Nummer ist.
13:30Also, es ist kein Bankkonto,
13:33es ist aber auch keine Telefonnummer
13:35oder irgendwelche Koordinaten.
13:36Ich hab aber das da gefunden.
13:38Paulas große Reiseer-Kinderbuch.
13:44Die Nummer stimmt genau mit der ESPN-Nummer
13:46von diesem Kinderbuch überein.
13:48Na, schau her.
13:50Das ist aber interessant.
13:52Gute Neuigkeiten.
13:54Ich hab die Schlüsselkarte ausgelesen.
13:56Die öffnet das Schließfach am Westbahnhof.
13:58Super, dann fahr ich gleich hin.
13:59Ich schick dir die Nummer.
14:00Danke.
14:00Ruppertsch?
14:03Ja?
14:04Das nächste Mal.
14:08Hm?
14:09Ach so, ähm...
14:10Ja, Entschuldigung.
14:15Ja.
14:17Ich hab den Zettel vergessen.
14:19Bis später, Chefin.
14:23Für was hab ich eigentlich eine Tür?
14:25Da, Marie.
14:54Ja.
14:55Okay.
15:00Ob du wirklich richtig stehst,
15:02siehst du, wenn das Kastler aufgeht.
15:07Ah, jo.
15:13Der Nachbar von der Bogner hat doch ausgesagt,
15:15dass sie um kurz vor Mitternacht
15:16die Wohnung verlassen hat
15:17und in Richtung Bahnhof gegangen ist.
15:19Also haben wir uns die Überwachungsvideos
15:22vom Westbahnhof angeschaut
15:23in dem Zeitraum.
15:25Und das haben wir dabei gefunden.
15:27Man sieht, wie die Bogner
15:28irgendetwas ziemlich Kleines da
15:30in die Matroschka gibt.
15:32Und jetzt wird's interessant.
15:38Das hier ist zehn Minuten später.
15:43Leider kann man nicht erkennen,
15:44was die Frau da rausnimmt.
15:46Na, habt ihr schon
15:47durch die Gesichtserkennung gejagt?
15:49Ja.
15:50Das ist Raffaella Haas,
15:51eine Investigativjournalistin.
15:54Sie schreibt über Datenschutz
15:55und Überwachung.
15:56Wir haben ihre Daten,
15:57weil die vor ein paar Jahren
15:58bei einer Demo
15:59gegen Vorratsdatenspeicherung
16:00aufgenommen worden sind.
16:01Wir hätten auch schon versucht,
16:02sie einzubestellen,
16:03aber das Handy ist abgedreht.
16:05Na, dann müsst ihr es halt so finden,
16:07ohne Handy.
16:12Was ist das?
16:14Versucht, das Handy
16:14von der Haas zu tracken.
16:16Ich meine eigentlich
16:17eher den Gestank.
16:19Dumfisch.
16:20Magst du was?
16:21Oder hast du schon gegessen?
16:22Ich hatte noch keine Zeit dazu,
16:24aber nein, danke.
16:26Magst du keinen Fisch?
16:27Oh, doch.
16:29Seelachsfilet in Weißweinsauce,
16:30ein bisschen Zitrone,
16:31Petersilie-Kartoffel.
16:33Klingt auch nicht schlecht.
16:37Was ist?
16:39Das toxikologische Gutachten.
16:43Keinerlei Spuren
16:44von einer Vergiftung im Blut,
16:46keine Injektionsspuren
16:47von einer Nadel
16:48und auch keine Rückstände
16:50auf Mund und Zunge
16:51von einer oralen Verabreichung.
16:54Nichts.
16:54Vielleicht eine unentdeckte Herzkrankheit?
16:57Sie wird angegriffen,
16:58ist in Panik,
16:59rennt davon.
17:00Dafür gab es bei der Obduktion
17:01keinerlei Anzeichen.
17:03Ich habe sogar
17:03den Mageninhalt analysiert.
17:09Was ist das?
17:10Nur ein Burger.
17:12Also, war es mal.
17:14Aber auch hier
17:15keine Anhaltspunkte dafür,
17:18dass sie etwas Giftiges
17:19zu sich genommen hat.
17:27Barca miseria.
17:33Danke, ja?
17:34Vielen Dank für die Auskunft.
17:35Wieder.
17:37In der Redaktion
17:37haben sie auch keine Ahnung,
17:38wo die Haar steckt.
17:40In der Arbeit ist sie nicht,
17:42zu Hause ist sie nicht
17:43und telefonisch ist sie
17:44auch nicht erreichbar.
17:45Die will nicht gefunden werden.
17:50Na, freundest du dich schon an
17:51mit der Jackie?
17:53Ja.
17:54Die hat mir gerade
17:55zugezwinkert.
17:56Ja, ja.
17:57Das ist ein Zeichen
17:58für Unterwürfigkeit.
18:00Woher kennst du dich
18:00nicht so gut
18:01mit den Dingern aus?
18:02Ich war einmal
18:03mit einer Frau zu sein,
18:04die ein paar Tag
18:04gar nicht gehabt hat.
18:05Und?
18:06Hat die dir auch zugezwinkert,
18:07war die nicht?
18:08Die war total zutraulich, ja.
18:10Nur manchmal hat sie gesponnen,
18:11dann hat sie sie tagelang
18:11hinter ihrem Baumstamm versteckt.
18:14Ah, du meinst die Frau.
18:15Ich hab sie.
18:17Das Handy ist zwar ausgeschaltet,
18:19aber,
18:20was viele nicht wissen,
18:22solange die SIM-Karte
18:23und der Akku noch drin sind,
18:24sendet es immer noch
18:25gelegentlich Signale
18:26an Mobilfunkmasten.
18:27Ich hab gerade
18:27mit dem Betreiber telefoniert.
18:29Jay, wo ist sie?
18:41Ja, wo ist sie?
19:11Ja, es ist real.
19:21Es ist ein wenig
19:21für die Frau, ist es?
19:23Nein.
19:26Pardon.
19:27Vielen Dank.
19:41Ich seh das.
19:45Könnt sein, ja.
19:46Frau Haas?
19:48Ja.
19:49Jetzt.
19:50Keine Angst,
19:51wir sind von der Polizei.
19:52Wir ermitteln im Fall Bogner.
19:53Leandra Bogner.
19:55Lothar!
19:56Auf den Boden, schnell!
19:57Ah!
19:58Alles okay, Beiner?
20:20Ja, danke.
20:20Ich seh das.
20:21Ich seh das.
20:37Hey!
20:39Ich seh das.
20:40Wir gehen davon aus, dass dieser Mann auf Sie geschossen hat.
20:56Das Auto, mit dem der Verdächtige geflohen ist, wurde von einer Verkehrskamera fotografiert.
21:01Den Rest hat die Gesichtserkennung erledigt.
21:03Er heißt Oliver Grastl.
21:06Den habe ich noch nie gesehen.
21:07Denken Sie, er hat Leandra ermordet?
21:10Möglich.
21:12Was haben Sie mit der Frau Bokner zu tun gehabt?
21:15Leandra ist bei ihrer Arbeit für Edelbauer Solutions zufällig auf Daten des Matroschka-Projekts gestoßen.
21:23Sie hat herausgefunden, dass Edelbauer die Software heimlich weiterentwickelt und verkauft hat.
21:28Das wollte sie aufdecken. Deshalb hat sie mich kontaktiert.
21:31An wen hat er diese Software verkauft?
21:34Wer auch immer sie brauchen konnte.
21:36Unternehmen, die ihre Konkurrenten ausspionieren wollen.
21:39Politiker, die ihre Gegner anschwärzen möchten.
21:42Da hat sie sich mit mächtigen Leuten angelegt.
21:44Haben Sie keine Angst gehabt?
21:46Doch.
21:47Deshalb hat sich Leandra ein ausgeklügeltes System zur Kommunikation ausgedacht.
21:51Eines, bei dem wir nicht riskierten, selbst überwacht zu werden.
21:54Das Schließfach.
21:55Leandra hat zweimal die Woche eine verschlüsselte Speicherkarte und einen Zahlencode in der Matroschka im Schließfach platziert.
22:04Auf dieser SD-Karte waren immer wieder neue Daten, die sie zur Matroschka abgezweigt hat und Erklärungen, was diese bedeuten.
22:11Und der Zahlencode war das Passwort für die SD-Karte?
22:14Nein.
22:16Das Passwort und die SD-Karte am selben Ort.
22:20Das wäre zu gefährlich.
22:22Was wir brauchten, war sowas wie eine analoge Zwei-Faktor-Authentifizierung.
22:27Der Bücherschrank.
22:29Exakt.
22:30Die Zahl stand immer für die ISBN-Nummer irgendeines Buches.
22:35Darin hat Leandra die Buchstaben markiert, aus denen sich das Passwort zusammensetzt.
22:39Sie hat das Buch immer zur selben Zeit im Bücherschrank platziert und ich habe es zehn Minuten später rausgenommen.
22:46Was machen wir jetzt?
22:46Am Abend, vor ihrem Tod, hat Leandra nur eine Nachricht im Schließfach hinterlassen.
22:53Darin stand, sie hätte neue Infos gesammelt.
22:56Irgendwas Großes.
22:57Aber das wollte sie mir nur persönlich geben und mich treffen.
23:01Wann war dieses Treffen?
23:03Gestern um Mitternacht.
23:04Hätte stattgefunden.
23:06Aber Leandra ist nicht aufgetaucht.
23:08Also bin ich heute in der Früh zu dem Schließfach, um zu sehen, ob sie mir eine Botschaft hinterlassen hat.
23:14Aber ihre Kollegin war schneller dort.
23:16Ich dachte, wir wären aufgeflogen.
23:19Und deshalb sind sie zum Bücherschrank, weil sie gehofft haben, dort in den Büchern einen Hinweis zu finden.
23:24Ja.
23:25Bei uns war es nicht gleich zu uns gekommen.
23:28Ich wusste nicht, ob ich ihnen vertrauen kann.
23:32Wer auch immer für Leandras Tod verantwortlich ist, hat seine Finger überall.
23:38Vielleicht haben Sie hier auch eine undichte Stelle.
23:41Bei uns gibt es keine undichte Stelle.
23:42Wie kann es dann sein, dass der Attentäter mich genauso schnell gefunden hat wie Sie?
23:55Nein.
23:56In das gesamte Buch ist nichts reingeschrieben.
23:57Da ist auch nichts markiert.
23:59Gar nichts.
23:59Das gibt es doch nicht.
24:01Das kann doch nicht sein.
24:01Vielleicht ist es irgendwas in dieser Geschichte selbst.
24:05Ja.
24:06Es geht um ein Schnabeltier, das auf eine Reise geht, um sein verlorenes Ei zu suchen.
24:09Ja.
24:10Mei.
24:10Das war sie.
24:11Also.
24:12Ich will mir jetzt.
24:13Jetzt hast du einfach irgendwas übersehen.
24:14Warum streiten sich zwei erwachsene Polizisten um ein Kinderbuch?
24:21Das Buch war im Bücherschrank.
24:22Der Code vom Aufzug passt dazu.
24:24Vielleicht findet sich ja ein Hinweis auf den Mörder oder auf die Daten, die die Bogner
24:28der Hass nicht mehr hat geben können.
24:31Gibt es schon was Neues von der Fahndung, Chefin?
24:33Nix.
24:34Gar nix.
24:35Oh.
24:35Echt?
24:35Dieser Grassl übrigens, der war jahrelang bei der Kobra, wurde dann aber frühzeitig entlassen,
24:42weil er einen Verdächtigen verprügelt hat.
24:44Also was immer der mit dieser Sache zu tun hat.
24:48Das ist ein Profi.
24:50Ich glaube, es wäre ganz gut, wenn wir die Frau Haas fürs Erste in Sicherheit bringen.
24:54Am besten an einem Ort, den nur wir kennen.
24:56Gute Idee.
24:58Aber wo?
25:03Vielleicht gibt es hier wirklich eine undichte Stelle bei uns.
25:24Wie ein Schädelweh.
25:27Geht es dir kurz mit mir an die frische Luft?
25:33Also, am einfachsten gelangt es zur Software über die Phishing-Methode auf dein Handy.
25:43Du kriegst eine Nachricht mit einem Link, klickst drauf und schon hast Big Brother auf deinem
25:47Gerät installiert.
25:49So wie einem Spam-Mail.
25:52Soll es okay, Franziska?
25:53Ja.
25:54Ich habe dir denn nie so was essen gesehen?
25:56Sie ist überzeugt, dass die Bogner vergiftet worden ist.
26:01Es lässt sich einfach kein Gift nachweisen.
26:03Und du hast den ganzen Tag nichts gegessen?
26:05Ja.
26:07Du hast gemeint, es gibt noch andere Methoden?
26:09Bei fortschrittlicheren Programmen reicht es, wenn sie deine Handynummer haben oder über
26:13das gleiche WLAN-Netz auf dein Handy zu ergreifen.
26:16Die schicken einfach eine Nachricht, die wird nett auf dem Display angezeigt und dann wird
26:20die Software schon automatisch geladen.
26:22Wie ein unsichtbares Gift.
26:23Nein, unsichtbar ist es nur, wenn man nicht weiß, an welcher Stelle man suchen muss.
26:30Jay, du bist genial.
26:33Ich muss noch mal in die Gerichtsmedizin.
26:43Was?
26:45Ich habe da noch nichts gegessen.
26:50Ich habe keine Schlecht.
26:51Was war das?
26:59Das ist nicht gut.
27:21Ich gehe davon aus, dass das bei Edelbau Solutions passiert ist, wie wir dort waren.
27:33Irgendjemand dort interessiert sich sehr für unsere Ermittlungen.
27:36Ja, aber was bedeutet das?
27:38Worauf haben die Zugriff?
27:39Auf alles, was drauf ist.
27:41Nachrichten, Telefonate, Standort.
27:44Wahrscheinlich kennen die sogar auf die Kamera und aufs Mikrofon zu ergreifen.
27:47Und daher wusste der Grassl auch, wo er die Haas findet.
27:50Der hört unsere Kommunikation ab.
27:51Was wir wissen, weiß auch er.
27:53Ich scanne eure Handys auf Matryoshka.
27:55Wo das Programm oben ist, versuche ich es zu löschen.
27:57Ja, und was machen wir in der Zwischenzeit?
27:59Ihr nutzt die einzige Schwachstelle von moderner Technologie.
28:02alte Technologie.
28:09Wenigstens sind da weit, Frau Böch.
28:10So.
28:12Komm.
28:14Zack.
28:15Nicht so viel vor.
28:16Tschau.
28:17Tja.
28:21Tja.
28:21Tja.
28:22Tja.
28:22Tja.
28:23Tja.
28:24Tja.
28:25Tja.
28:26Tja.
28:27Tja.
28:28Tja.
28:29Tja.
28:30Tja.
28:31Tja.
28:32Tja.
28:32Tja.
28:33Tja.
28:33Tja.
28:34Tja.
28:35Tja.
28:35Tja.
28:36Tja.
28:36Tja.
28:37Tja.
28:37Tja.
28:38Tja.
28:39Tja.
28:39Tja.
28:40Tja.
28:41Paul.
28:42Guten Morgen, Henriette.
28:43Hallo, Frau Oberst.
28:45Henriette, das ist Thomas Albrechts, der stellvertretende Direktor.
28:48Stanisela.
28:49Staatsschutz und Nachrichtendienst im Innenministerium.
28:52Was verschafft mir die Ehre?
28:54In aller Früh?
28:56Bitte meine Herren.
28:59Tja.
29:01Also, der Fall Bogner ist eine Frage nationaler Sicherheit.
29:08Es ist besser, wenn die DSN sich der Sache annimmt.
29:10Bei eurem Respekt, Herr Albrechts, aber das sehe ich anders.
29:14Das ist in erster Linie unser Mordfall.
29:20Ja, einer, bei dem ein top ausgebildeter Mörder frei herumläuft
29:24und in Parks wild um sich schießt.
29:27Und Ihr Interesse an diesem Fall hat nichts mit dieser Überwachungssoftware zu tun,
29:36die Sie bei Edelbauer Solution entwickeln haben lassen.
29:40Sie haben recht. Wir kennen Edelbauer Solutions.
29:44Wir wissen ganz genau, mit wem wir es da zu tun haben.
29:47Noch ein Grund, weswegen wir uns des Falls annehmen sollten.
29:50Nein, nein, das ist ein Grund, warum wir weiterarbeiten sollen.
29:54Wissen Sie, weil Sie könnten befangen sein.
29:57Was wollen Sie damit andeuten?
30:01Wäre es nicht besser, in diesem Fall zusammenzuarbeiten?
30:04Der Verfassungsschutz könnte bei der Suche nach Kassel helfen
30:06und im Gegenzug hält die Soko den Verfassungsschutz am Laufenden.
30:10Gern.
30:11Wenn uns der Verfassungsschutz auch am Laufenden hält,
30:15warum man dort so interessiert an den Recherchen von Navratil ist?
30:19Das reicht.
30:26Sie haben von mir Frau Oberst.
30:28Mhm.
30:31Wiederschauen.
30:35War das notwendig?
30:36Ja, Paul.
30:37Die Sache stinkt bis zum Himmel.
30:40Die wollen unsere Ermittlungen sabotieren.
30:43Die kochen ihr eigenes Zuckerl.
30:45Die wollen nicht, dass rauskommt,
30:47dass der Edelbauer ihren Staatstrojaner verscherbelt hat.
30:50Mhm.
30:51Vor allem nicht jetzt.
30:53Die Regierung plant eine Gesetzesnovelle in Sachen Staatstrojaner.
30:57Siehst?
30:59Paul, du musst mir da helfen.
31:01Der Fall muss bei uns bleiben.
31:03Kann ich mich da auf dich verlassen?
31:09Ja.
31:10Aber ich kann natürlich nicht für die gesamte Staatsanwaltschaft sprechen.
31:14Je schneller ihr die ganze Sache aufklärt, umso besser.
31:17Die Auswertung eurer Handys läuft noch.
31:19Bis heute Abend solltet ihr sie zurückhaben.
31:21Ich hab aber was anderes für euch.
31:24Wir haben Grassls DNA von einer früheren Festnahme in der Datenbank.
31:27Ein Haar, das ich in Bogners Wohnung gefunden hab, stimmt damit überein.
31:31Wir können nachweisen, dass er dort gewesen ist.
31:33Gut.
31:33Ich hab's.
31:34Was?
31:36Warst du die ganze Nacht in der Gerichtsmedizin?
31:38Ja.
31:39Also, die Bogners wurde mit Akonitin vergiftet.
31:42Das ist ein Alkaloid und wird aus dem blauen Eisenhut gewonnen.
31:46Kommt sofort zu Lähmungserscheinungen, Arrhythmien und in kürzester Zeit zum Herzstillstand.
31:51Aber ich dachte, im Blut war nichts nachweisbar.
31:53Ja, also der Wirkstoff wird im Blut sehr schnell abgebaut.
31:56Aber ich konnte die Einstichstelle entdecken.
32:01Hier, mit bloßem Auge nicht zu sehen.
32:03Aber hier, die Nadel wurde direkt hier auf dem Tattoo aufgesetzt.
32:07Ja, dann hab ich noch ein paar Tests gemacht.
32:09Und dann konnte ich in der Niere Rückstände von Akonitin nachweisen.
32:14Bravo, Frau Doktor.
32:15Ja, Lechner?
32:22Frau Hinterberger.
32:24Am Abend ihres Todes, da hat der Ulrich die Leandra noch zum Essen eingeladen.
32:28Der Ulrich Edelbauer, ihr Chef?
32:30Genau.
32:31Sie hat gesagt, er wollte mit ihr über ihre Karriereaussichten sprechen oder so.
32:35Die beiden haben die Firma gemeinsam verlassen.
32:37Ich glaub, das war so gegen 20 Uhr.
32:40Und das fällt Ihnen jetzt ein?
32:43Ich hatte Angst.
32:45Wenn ich gegen ihn aussage, bin ich meinen Job los.
32:48Und außerdem dachte ich nicht...
32:51Ich meine, das heißt ja nicht, dass das der Ulrich war, oder?
32:54Sagen Sie, wissen Sie, wo die zwei hin essen gegangen sind?
32:59Beziehungsweise gibt es in der Nähe der Firma irgendein Burgerlokal?
33:03Die Kreditkarte, mit der diese Burger bezahlt worden sind, lautet auf Ihren Namen, Herr Edelbauer.
33:09Der Kellner kann sich auch an Sie erinnern und er hat diesen Beleg gefunden.
33:11Also, Sie waren am Abend von Frau Bogners Tod noch mit ihr Essen.
33:17Ich habe nichts mit Ihrem Tod zu tun.
33:20Und trotzdem haben Sie beschlossen, uns nichts davon zu erzählen.
33:23Wissen Sie, was ich glaube?
33:24Ich glaube, dass Sie draufgekommen sind, dass die Frau Bogners ihre illegalen Machenschaften mit Matroschka an die Öffentlichkeit bringen wollte.
33:32Und deswegen haben Sie sie zum Essen eingeladen und zur Rede gestellt.
33:35Und dann, als sie alles gestanden hat, haben Sie den Grassl auf Sie angesetzt.
33:39Klicke ich richtig.
33:41Aber ich kenne diesen Grassl doch gar nicht.
33:44Ich habe doch nichts gewusst.
33:47Ich fand Leandra einfach attraktiv.
33:50Ich dachte, da wäre was zwischen uns.
33:53Und ich hatte gehofft.
33:54Aber sie war nicht interessiert.
33:58Sie war kaum anwesend den ganzen Abend.
34:00Die ganze Zeit nur auf die Uhr geschaut.
34:03Und das ist alles?
34:03Hören Sie, ich war einfach überrumpelt, als ich von dem Mord gehört habe.
34:11Darum habe ich es nicht erwähnt.
34:14Ich weiß ja, wie das aussieht.
34:16Die Bogners hat das Restaurant kurz vor 23 Uhr verlassen.
34:19Das wissen wir.
34:21Und ihr Treffen mit der Haas war um Mitternacht geplant.
34:23Wie soll ich sie da in der Zwischenzeit noch einmal haben?
34:25Vielleicht wegen der neuen Daten, von denen sie geredet hat.
34:28Könnte ja sein, dass sie die auf einem USB-Stick oder sowas zu Hause gehabt hat und zum Treffen mitnehmen wollte.
34:32Aber der Grastl ist ihr gefolgt.
34:34Sag, hörst du mir zu?
34:36So, Frau Hinterberger, jetzt haben wir es.
34:38Danke für Ihre Hilfe.
34:39Gern.
34:41Darf ich?
34:42Ja, ja.
34:44Frau Hinterberger hat angeboten, sich um die Bata-Game zu kümmern.
34:48Was?
34:49Ja, das ist das Mindeste, was ich für Leandra tun kann.
34:53Ich weiß nicht, wie viel du ihr bedeutet hast.
34:56Muss das sein?
34:58Herzog, irgendwann muss das Fiecher weg.
35:02Kollegen, seid so lieb.
35:06Höfst der Frau Hinterberger.
35:07Langsam fahren.
35:09Wiederschauen.
35:10Wiederschauen.
35:10Wiederschauen.
35:20Wie sollst du nicht einfach gesagt, dass die Agame gern behalten würdest?
35:23Ich?
35:24Ich schaue mir ein paar folgen Jurassic Park an.
35:26Dann geht's wieder.
35:27Ach du Scheiße.
35:41Als der Verfassungsgerichtshof das Gesetz damals gekippt hat, war das ein herber Schlag für uns.
35:46Wir brauchten das Geld.
35:46Und deswegen haben Sie die Software kurzerhand illegal am Privatkunden verkauft.
35:53Beim Verfassungsschutz hat man das mitbekommen.
35:56Aber Sie boten uns einen Deal an.
35:58Sie wollten das wie Matriashka weiterentwickeln.
36:01Sie wollten die Software nutzen, egal ob mit passendem Gesetz oder ohne.
36:04Was Sie da sagen ist, der Verfassungsschutz überwacht illegal seine Bürger.
36:13Mit wem beim Verfassungsschutz haben Sie Kontakt gehabt, Herr Edelbauer?
36:16Sie haben eine V-Frau bei uns eingeschleust, die Matriashka weiterentwickeln sollte.
36:21Meine ganze Kommunikation lief über Sie.
36:22Frau Hinterberger, Moment bitte.
36:32Wir bräuchten Jackie nochmal.
36:38Hey, hey, hey, stopp!
36:39Stehen bleiben!
36:42Aussteigen!
36:43Na, kommen Sie!
36:56Fressen Sie bitte rein.
36:57Max, was machst du denn da?
37:04Du hattest recht.
37:05Das Buch ist der Hinweis.
37:08Am Ende findet das Schnabeltier ihr verloren geglaubtes Ei.
37:12Und zwar unter der Barthagame, die es ausgebrütet hat, weil sie dachte, es ist ihr eigenes.
37:16Nicht schlecht, ich bin beeindruckt.
37:17Das ist eigentlich ja totaler Blödsinn.
37:19Barthagamen brüten nicht.
37:21Schreib doch dein eigenes Sachbuch, muss doch jeden Moment ruinieren.
37:36Bist du gescheit?
37:39Das ist ja ein Wahnsinn.
37:40Die sind alle überwacht worden.
37:42Sind das die Daten von der SD-Karten?
37:45Ihr glaubt, die sind verschlüsselt.
37:47Ja, waren sie auch.
37:48Aber Frau Bogner hat uns das Passwort dargelassen.
37:52Gregor Navratil.
37:54Und was ist auf der Karten drauf?
37:55Belege dafür, dass der Verfassungsschutz Matriarchke verwendet und eine Liste von den Menschen,
38:00die damit überwacht worden sind.
38:02Da sind Kriminelle dabei, aber auch Anwälte, Oppositionspolitiker, Journalisten.
38:07Na, wie zum Beispiel der Gregor Navratil.
38:09Auf dessen Handy ist sogar noch am Tag von seinem Tod zugegriffen worden.
38:12Der Navratil hat an einem Aufdeckungsartikel über die DSN gearbeitet.
38:16Anscheinend gibt's da eine Gruppe von Hardline und ist für nötig, hält die eigenen Bürger zu überwachen.
38:19Naja, und die Bürger, die darüber Bescheid wissen, aus dem Weg zu schaffen.
38:23Wahnsinn.
38:25Und wer vom Verfassungsschutz ist da involviert?
38:30Das wissen wir nicht.
38:31Nur der Name Hinterberger taucht immer wieder auf.
38:33Wer da außer ihr noch drin steckt, kann nur sie uns sagen.
38:36Sie haben Matrioshka auf unseren Handys installiert.
38:39Und als Sie von dem Code und dem Buch erfahren haben, haben Sie eins und eins zusammengezählt.
38:44Deshalb wollten Sie Jackie abholen.
38:46Von wegen, das bin ich ja schuldig.
38:47Ich mach der Leandra wirklich.
38:48Wer war Ihr Kontakt bei der DSN?
38:52Für wen haben Sie gearbeitet?
38:56Niemand?
38:59Das heißt, Sie haben den Mord an Leandra Bogen an Aufbraten?
39:01Nein.
39:02Ich...
39:04Ich hab nur mitbekommen, dass sie auf Daten von Matrioshka zugegriffen hat.
39:09Das musste ich melden.
39:11Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass...
39:14An wen mussten Sie das melden?
39:15Wir wollen die Menschen nur vor Kriminalität und Terrorismus schützen.
39:21Gerade Sie als Polizist müssten das doch verstehen.
39:23Unser Land braucht mehr Sicherheit.
39:26Sicherheit.
39:28Davon hatte ja Leandra Bogner nicht gern zu viel, oder?
39:32Oder Gregor Navratil.
39:35Und wissen Sie, das ist genau das Problem, das ich mit dieser Logik habe.
39:38Man vertraut seinen eigenen Bürgern nicht, deshalb muss man sie überwachen.
39:41Aber wer...
39:43Wer überwacht die Überwacher?
39:49Wir haben genug Beweise für Ihre Involvierung, verehrter Bürger.
39:53Lassen Sie sich doch nicht zum Powernopfer machen.
39:55Sagen Sie uns, wer den Auftrag gegeben hat.
40:01Die redet nicht, die Frau.
40:04Die hat Angst.
40:05Und zwar aus gutem Grund.
40:08Wir müssen ihr was anbieten.
40:11Aber was?
40:14Lass mich mit ihr reden.
40:23Und?
40:24Wir bringen Sie zur Staatsanwaltschaft, um den Prozess für den möglichen Grundzeugenstatus einzuleiten.
40:29Sie hat zugestimmt, dort alles auf den Tisch zu legen.
40:31Und du hältst mich am laufenden Ball, gell?
40:33Ja, sehr verständlich.
40:34Sie tun das Richtige.
40:42Alle Entdeckung!
40:43Sofort!
40:43Die weibliche Person mit Schussverletzung im Großbereich.
40:53Ansatz G265.
40:55Die weibliche Person mit Schussverletzung im Großbereich.
41:04Die weibliche Person mit Schussverletzung im Großbereich.
41:08WDR mediagroup GmbH
41:38WDR mediagroup GmbH
42:08WDR mediagroup GmbH
42:39Das war Verzweiflungstat.
42:42Wir sind Ihnen zu einer Art gekommen.
42:46Ja.
42:47Wahrscheinlich.
42:54Wahrscheinlich.
42:56Ich weiß nicht.
43:26Untertitelung. BR 2018