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Transkript
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00:28UNTERTITELUNG
00:58Anna Prohaska, 22
01:21Hermann Böhm, 53, ist ein Kollege aus Wien, wurde erst Anfang des Jahres hier nach Graz versetzt, wurde aus nächster Nähe erschossen, gibt eine Kopfverletzung, die dürfte von davor stammen und die Kugel hat sie aus größerer Entfernung getroffen.
01:40Böhm's Dienst war für uns ein Handy fehlen.
01:43Jörgner Wotny, bin der Diensteinleiter.
01:45Herzliches Beileid, ey, Tschüss ist uns.
01:47Das war eine Routinefahrt. Um 2.29 Uhr ist der Funkspruch eingegangen von Dienstanwärterin Prohaska, dass ein Schuss abgegeben wurde.
01:56Sie hat dann selber noch einen abgeben können, bevor sie gestorben ist.
02:00Gibt's eine Täterbeschreibung?
02:02Nein, dazu ist sie nicht mehr gekommen. Nach ein paar Sekunden ist der Funkspruch abgebrochen.
02:07Kopfverletzung, Kampfspuren, Einschusswunde. Der Böhm ist zuerst attackiert worden.
02:13Vom Wagen aus konnte die Kollegin die Stelle nicht sehen, an der der Böhm erschossen wird.
02:17Sie hört einen Schuss, macht einen Funkspruch, steigt aus, will eingreifen und wird dann ebenfalls erschossen.
02:22Böhm hat sich gefreut, dass er in seiner alten Heimatstadt arbeiten darf und Frau Prohaska war erst die zweite Woche auf Streif.
02:30Hat er Familie gehabt?
02:33Soweit ich weiß, ist er geschieden und hat allein gelebt.
02:36Sag mal, der Böhm war doch nicht bei der Sitte, oder?
02:57Ja, so viel war's, wo der Streifenpolizist.
02:59Gmütlich ist anders.
03:06Ja, praktisch halt. Das Passwort knack ich noch.
03:10Das könnte Böhm's Tochter sein, oder?
03:11Ja, die Lebzeiter Scheidung bei der Mutter.
03:14Hermann Böhm, direkter Schuss ins Herz.
03:25Bei der Kollegin perforierte das Projektil.
03:28Die Aorta, sie ist innerhalb von kürzester Zeit verblutet.
03:31Also jemand, der schießen konnte?
03:33Ja, oder ein Zufallstreffer.
03:35Beide Projektile stammen übrigens aus der Dienstwaffe von Böhm.
03:39Ja, aber die hat er sich ja nicht so einfach abnehmen lassen.
03:42Naja, er wurde niedergeschlagen von hinten.
03:45Und die Splitter in der Wunde und die Form der Verletzung, die deuten auf ein Kantholz hin.
03:50Möglicherweise von der Baustelle da in der Nähe.
03:54Und dann ist es zum Kampf gekommen?
03:56Ja, dann fiel der Schuss, der ihn tötete.
03:58Dafür sprechen auch die Schmauchspuren an Böhm's Hand.
04:01Und als die Prohaska ihm zu Hilfe eilen wollte, ich sag, Sie erschossen waren.
04:05Sag, gibt's DNA-Spuren?
04:07Ja, also ich konnte unter einem Fingernagel von Böhm Hautpartikel sicherstellen, die Untersuchung läuft.
04:13Aha.
04:14Also das Handy von Böhm ist immer noch spurlos verschwunden.
04:17Die Providerabfrage für die letzten Verbindungen läuft schon mal.
04:20Also, ich rekapituliere.
04:22Der Böhm ist zuerst angegriffen worden.
04:25Vielleicht gibt's da Vorgeschichte.
04:27Seine Recherchen im Rotlichtmilieu.
04:29Seine Versetzung von Wien nach Graz.
04:32Muss unbedingt mit seinen Ex-Kollegen reden.
04:34Und das Umfeld von der Prohaska.
04:37Das müssen wir überprüfen.
04:38Okay.
04:39Ja, was geht's?
04:42Wirklich?
04:44Okay.
04:45Ja, gut, Max, danke.
04:47Also, es hat in der Tatmacht, ganz in Tatortnähe, einen versuchten Einbruch gegeben in ein Juweliergeschäft.
04:52Das könnte Böhm und Prohaska beobachtet haben.
04:55Ja, das ist gut möglich.
04:57Die Kollegen aus Graz haben auch was gefunden.
04:59Und zwar gibt's Aufnahmen von einer Überwachungskamera.
05:02Und dort gab's einen Treffer bei der Gesichtserkennung.
05:08Herr Dorfmeister, das sind Sie, letzte Nacht in Graz.
05:11Beim Versuch, in ein Juweliergeschäft an der Mur-Provenade einzubrechen.
05:15Richtig.
05:15Ja, und ich habe doch nichts gestohlen.
05:20Also, was soll das?
05:23Besprechen Sie das mit Ihrem Bewährungshelfer.
05:26Kurz nachdem die Kamera Sie aufgezeichnet hat, sind ganz in der Nähe zwei Polizeibeamte ermordet worden.
05:33Ich hab doch niemanden umgebracht.
05:35Was ist denn passiert?
05:36Haben die beiden Sie bei dem Einbruch erwischt?
05:37Und daraufhin haben Sie dem einen Kollegen seine Dienstwaffe entwendet und damit auf ihn geschossen?
05:41Nein.
05:41Und dann auf seine Kollegin?
05:42Nein, hab ich nicht.
05:44Also, warum haben Sie den Einbruch dann abgebrochen?
05:47Ich hab einen Polizeiwagen gesehen.
05:49Na schau.
05:50Also doch.
05:51Ja, aber die haben mich nicht gesehen.
05:53Ich bin sofort abgehauen, okay?
05:55Gar nichts ist okay.
05:56Zwei Polizeibeamte sind tot und Sie sind dringend tatverdächtig.
06:00Ja, ich war das aber nicht.
06:03Da war ein SUV.
06:05Ein SUV?
06:07Ja, so ein weißer SUV, so eine scheiß tolle Gangsterkarre.
06:10Ist mir entgegengekommen, als ich abgehauen bin.
06:13Vielleicht ist das der Typ, den ihr sucht.
06:15Kennzeichen.
06:16Aber gerade so halt.
06:18Und irgendwas mit 23 oder 28, ich hab ja nicht so genau geschaut.
06:22Herr Dorfmeister, irgendein deppertes Ablenkungsmanöver hat hier drin noch niemanden was drauf.
06:26Ich war das aber nicht.
06:28Ich schwör's.
06:30Ich kann's sogar beweisen.
06:32Bitte?
06:32Ich bin in einer anderen Ebenstraße zu schnell dran gewesen und hab ein parkendes Auto erwischt.
06:40Lammannage ist los.
06:42Ich bin weitergefahren.
06:44Das können Sie doch sicher überprüfen.
06:48Wie war er denn so als Kollege, der Böhm?
06:52Zuverlässig.
06:54Engagiert.
06:55Ein sehr angenehmer Kollege.
06:56Und warum hat er sich in Graz versetzen lassen?
07:00Er kommt ja aus Graz.
07:02Er wollte wieder zurück.
07:05Aha.
07:07Er hat sich ja intensiv mit Verbrechen im Rotlichtmilieu beschäftigt.
07:12Hat er das in Wien auch getan?
07:15Er hat ja mit vielem zu tun gehabt.
07:18Geht's, Herr Pollack?
07:19Pflanzen Sie mich nicht.
07:21Wenn Sie was wissen, dann sagen Sie mir's.
07:23Böhm, hat sich da in was reingesteigert?
07:30In was?
07:32Eine junge Prostituierte.
07:34Wollte ihr helfen.
07:36Sie hat ihn wohl an seine Tochter erinnert.
07:40Die hatte Drogenprobleme, ist ins Milieu abgerutscht.
07:43Jetzt ist sie seit zwei Jahren verschwunden.
07:46Weil er sie auf eigene Faust suchen wollte, hat das erst angefangen mit dieser Fixierung auf das Rotlichtmilieu.
07:51Aha.
07:53Böhm hat die jungen Prostituierte zu einer Hilfsorganisation gebracht.
07:57Aber dann hat ihr Zuhälter sie aufgespürt und zurückgeholt.
08:00Mit Gewalt.
08:02Böhm konnte nichts machen.
08:05Ein paar Wochen später hat die Frau sich umgebracht.
08:08Und Böhm?
08:09Der ist ausgerastet.
08:12Hat den Zuhälter in Eigenregie beschattet.
08:14Bedroht.
08:16Mit seiner Dienstwaffe.
08:17Oh.
08:19Und deswegen die Versetzung nach Graz.
08:22Er wurde vor die Alternative gestellt.
08:25Suspendierung oder Versetzungsantrag.
08:27Ah ja.
08:29Sagen Sie, wie hat denn der Zuhälter geheißen?
08:32Markovitsch.
08:34Markovitsch.
08:35Markovitsch.
08:35Das brauchen Sie sich gar nicht merken.
08:37Wieso?
08:38Der wurde vor einem Monat von einem Konkurrenten erstochen.
08:40Oh.
08:41Also diesen angeblichen Unfall vom Dorfmeister, den werde ich noch einmal überprüfen.
08:45Faktum ist, wir haben keine DNA von ihm an einem der beiden Opfer gefunden.
08:50Und bislang ist er durch keine Gewaltdelikte aufgefallen.
08:54Der ist nicht, aber der ist auf Bewährung draußen.
08:56Und ich bin mir ganz sicher, dass der nicht noch einmal einfahren will.
08:58Dann hätte er nicht einmal an einen Einbruch denken dürfen.
09:01Oh ja.
09:03Ein Videoanruf von Klaus.
09:05Ich leg's mal auf die Mäusche.
09:08Servus, Klaus.
09:09Es gibt Neuigkeiten.
09:10Wir haben den SUV gefunden, von dem der Dorfmeister geredet hat.
09:13Er ist zugelassen auf einen Tennis-Hüttner, Portellbesitzer in Graz.
09:16Der Böhm hat ja sowas wie einen Privatkrieg in Wien gegen einen Zuhälter geführt, sagt sein Kollege.
09:23Na ja, das könnte passen.
09:25Gegen den Hüttner ist mehrmals ermittelt worden wegen Menschenhandel und Zwangsprostitutionen.
09:29Allerdings immer vergeblich.
09:30Aber die junge Polizistin, die Bochaska, die war da nie involviert.
09:34Ich könnte mir vorstellen, die war einfach zur falschen Zeit, am falschen Ort.
09:37Ja.
09:46Ja, stilvolles Ambiente.
09:49Na ja, immerhin stilvoll genug, dass es so eine Karre ausgeht.
09:55Grüß Gott.
09:57Geschlossen.
09:58Für uns nicht.
09:59Wir müssen zum Herrn Hüttner.
10:07Herr Hüttner.
10:08Lechner, Kripo Wien, das ist der Kollege Herzog.
10:10Ah ja.
10:11Schön, Sie kennenzulernen.
10:12Hallo.
10:12Bitte, setzen Sie sich.
10:14Darf ich was anbieten?
10:15Kaffee?
10:16Wasser?
10:17Nein, danke.
10:19Ja, meine Verlobte ist Innenarchitektin.
10:22Wie kann ich der Polizei helfen?
10:24Möglicherweise als Zeuge.
10:26Ihr Wagen wurde letzte Nacht in der Grazer Innenstadt gesehen.
10:29In der Nähe eines Tatorts.
10:30Tatorts?
10:32Ja.
10:33Geschossen ist worden.
10:34So meine Güte.
10:36Letzte Nacht bin ich tatsächlich spät nach Hause gekommen.
10:39Papierkram für die Steuer.
10:40Von der Schießerei habe ich nichts zurückbekommen.
10:43Eine Polizistin und ein Polizist.
10:45Beide tot.
10:46Das ist ja schrecklich.
10:48Es tut mir sehr leid.
10:50Wann waren Sie denn genau zu Hause?
10:52Ähm, halb drei.
10:54Wieso wissen Sie das so genau?
10:56Ich habe doch ein Basketballspiel geschaut.
10:58Großer Fan.
10:59Schatz?
11:01Oh, sorry.
11:02Bitte, kein Problem.
11:04Darf ich vorstellen?
11:06Luisa Urbanitsch, meine Verlobte.
11:08Die Herren hier sind von der Polizei.
11:13Keine Sorge.
11:14Sie suchen nur einen Zeugen.
11:15Aber leider kann ich Ihnen da nicht weiterhelfen.
11:18Ich wollte nur sagen, ich fahre zum Kunden.
11:19Die kaufen mein Villa.
11:20Viel Erfolg.
11:21Wer die haben.
11:23Komm nicht zu spät.
11:24Oui, mon General.
11:24Ich bin gleich wieder da.
11:31Keine Sorge.
11:34Das ist ein netter Kollege.
11:36Sagen Sie,
11:37haben Sie einen von den beiden schon mal gesehen?
11:39Ähm,
11:40nn-n.
11:42Stoff muss der Bringe mit.
11:43Ja,
11:44ich bin in 20 Minuten bei Ihnen.
11:46Freie mich.
11:49Entschuldigung.
11:50Frau Urbanitsch.
11:53Lechner,
11:53Kripo Wien.
11:54Dürfte ich Sie noch ganz kurz was fragen?
11:57Kurz, ja.
11:58Ihr Verlobter ist gestern relativ spät heimgekommen.
12:01Wissen Sie, wann das ungefähr war?
12:02Wieso?
12:04Weil gestern Nacht zwei Polizisten umgebracht worden sind.
12:07Das ist ja furchtbar.
12:08Ja.
12:09Also,
12:09wissen Sie, wann er heimgekommen ist?
12:11Um halb drei.
12:12Warum fragen Sie?
12:13Wieso haben Sie das mitgekriegt?
12:15Warum haben Sie denn die Zeit noch nicht geschlafen?
12:17Ich habe einen leichten Schlaf,
12:19habe die Haustür gehört
12:19und der Dennis wird nie was Kriminelles machen.
12:22Er ist ein seriöser Geschäftsmann.
12:24Hermann Böhm?
12:25Kennen Sie nicht?
12:26Darf ich?
12:29Nein?
12:30Sicher.
12:31Er war schon mehrere Male hier wegen einer Razzia,
12:33Verdacht auf Menschenhandel und Zwangsprostitution.
12:36Tut mir leid.
12:37An den Herrn Böhm kann ich mich nicht erinnern.
12:39Und was diese Vorwürfe angeht,
12:41das sind doch alles nur Verleumdungen,
12:43wofür auch nie irgendwelche Beweise gefunden wurden.
12:45Ich weiß.
12:47Sexuelle Dienstleistungen, die haben einen schlechten Ruf.
12:49Aber das ist ein ganz normales Geschäft.
12:50Die einen wollen das Produkt
12:51und die anderen bieten es an.
12:53Ja, nicht immer ganz freiwillig, ne?
12:55Ja, sicher.
12:56Leider.
12:57Aber nicht beim Tennis.
12:58Die Frauen, die arbeiten vollkommen selbstbestimmt
13:00und verdienen dabei ein gutes Geld.
13:02Ja.
13:04Ja, natürlich.
13:05Er stellt seinen Mitarbeiterinnen
13:06einen geschützten Raum für ihre Arbeit zur Verfügung.
13:09Schauen Sie,
13:10was die Frauen bei uns machen,
13:11das ist eine Form der Selbstermächtigung.
13:13Sie sind keine Opfer.
13:14Sehen Sie,
13:15die Damen in diesem Haus
13:16bieten ihre Dienstleistungen freiwillig an.
13:18Sie zahlen Steuern,
13:19sind krankenversichert.
13:21Einige wollen sogar
13:21einen Berufsverband gründen,
13:22was ich natürlich unterstütze.
13:24Wirklich?
13:25Ja.
13:25Herr Böhm war mächtig engagiert
13:27im Kampf gegen Zwangsprostitution.
13:29Dafür hat er auch meine volle Hochachtung.
13:31Das können Sie mir glauben.
13:32Haben Sie sonst irgendwelche Fragen?
13:34Nein.
13:35Mir gefällt es dir übrigens wirklich.
13:37Was haben Sie erwartet?
13:39Das ewige Klischee,
13:40ein grindiges Puff
13:41im billigen Plüsch und Rotlicht.
13:43Das ist ein ganz normales,
13:44modernes Unternehmen.
13:46Willkommen im 21. Jahrhundert.
13:48Danke für die Aufklärung.
13:49Gern.
13:53Die Hautpartikel
13:54unter dem Fingernagel
13:55von Böhm
13:55haben in der DNA-Datenbank
13:57einen Treffer ergeben.
13:59Aha, bitte.
14:00Galina Zvetkov.
14:05Aus Moldawien.
14:10Offensichtlich polizeilich bekannt
14:12wegen mehrfacher
14:13Triebstahlsdelikte.
14:15Gut, aber das ist alles nichts Großes.
14:16Ja.
14:19Kein aktueller Aufenthaltsort.
14:24Ah ja, gut.
14:28Dann gehen wir Sie in die Fahndung.
14:30Passt.
14:36Also, abgebrüht ist noch untertrieben.
14:38Profi.
14:39Ja, Profi Pinocchio vielleicht.
14:41Ich meine, dass Sepp Puff
14:42ein Tempel der Wohltätigkeit ist,
14:44in dem die Frauen auf Händen getragen werden,
14:45ist natürlich Blödsinn.
14:47Aber vielleicht war er ja am halb drei daheim.
14:48Ach, weil so eine Verlobte
14:50das netterweise behauptet.
14:51Wir haben nichts gegen ihn in der Hand.
14:53Hätten Sie sonst irgendwas gesagt?
14:55Nur, dass ihr liebst
14:56ein Engel in Menschengestalt ist.
14:58Ist sie naiv?
14:59Möglich, aber ich glaube,
15:01er hat Geld,
15:02sie kann sie verwirklichen.
15:03Zucker, Brot und Peitsche.
15:04Aber wo das Geld herkommt,
15:05ist ihr egal als Frau.
15:06Ihr habt den Eindruck gehabt, ja.
15:08Und außerdem,
15:08was die Badgeistern immer sexy.
15:11Hä?
15:116 Uhr als Kipper oder was?
15:13Uniform oder ohne?
15:16Okay.
15:17Und Sie sind ganz sicher mit der Uhrzeit?
15:21Okay.
15:22Danke, das war's schon.
15:23Wiederhören.
15:26Das war der Geschädigte aus Graz.
15:28Also der mit dem parkenden Auto,
15:29das der Marktdorfmeister ramponiert hat.
15:32Und der hat ihn gesehen oder was?
15:34Nein, das nicht.
15:34Aber die Alarmanlage von seinem Wagen
15:36ist wirklich wegen dem Crash losgegangen.
15:38Und davon ist er aufgewacht.
15:40Da war es halb drei Uhr nachts.
15:42Und damit haben wir einen Unfallzeitpunkt.
15:45Und wenn der Lackabgleich
15:47mit dem Auto vom Dorfmeister passt,
15:50dann ist er draußen.
15:52Was ist mit diesem Bordellbesitzer?
15:56Der Dennis Hüttner.
15:58Der hat ein Alibi, eh klar.
15:59Von seiner Lebensgefährtin,
16:01die finanziell von ihm abhängig ist, laut Klaus.
16:05Ich bin überzeugend.
16:07Also wir müssen ganz dringend
16:08sein Navi auslesen lassen oder sein Handy.
16:11Ja, aber ohne Durchsuchungsbeschluss
16:12keine Chance.
16:13Und den kriegen wir nicht.
16:15Was anders.
16:16Was ist mit dieser Frau,
16:18deren DNA wir unterm Fingernagel von Böhm gefunden haben?
16:22Die Verhandlung nach der Gardiner Zvetkoff
16:24hat leider noch nichts ergeben.
16:25Aber ich habe mir Ihre Akte noch einmal angeschaut.
16:27Wir haben ja schon über die Einbrüche gesprochen.
16:29Aber sie ist auch angezeigt worden
16:31wegen Körperverletzung und Widerstand
16:33gegen Vollzugsbeamte.
16:35Wenn da noch einmal irgendetwas ist,
16:37dann wird sie abgeschoben.
16:38Ja, vielleicht hat der Böhm und seine Kollegin
16:41Sie festnehmen wollen.
16:43Und das Ganze ist eskaliert.
16:45Ja, das ist gut möglich.
16:46Aber was wissen wir,
16:49wenn wir Sie nicht befragen können?
16:50Wissen Sie, was interessant ist?
16:53Alle Diebstähle,
16:54bei denen die Gardiner Zvetkoff ertappt wurde,
16:58sind in St. Leonhard zur Anzeige gekommen.
17:02Vielleicht hat die dort eine Schlafstelle.
17:05Checken Sie das bitte.
17:07Mach ich.
17:08Ist eine Chance.
17:09Gardiner Zvetkoff ist uns bekannt.
17:12Ich könnte mir vorstellen,
17:13dass sie in diesem Abbruchhaus schläft.
17:15Das ist so eine geschützte Zone.
17:16Wir wissen, wo sich die Leute aufhalten,
17:18aber solange nichts ist,
17:19lassen wir sie in Ruhe.
17:20Okay, danke.
17:21Ich schau mich mal um.
17:22Sehr gut.
17:23Noch einmal zurück zum Kollegen Böhm.
17:25Der war doch immer bei den Razzien
17:26im Hotel von Hüttner dabei.
17:28Hat es da Auseinandersetzungen gegeben?
17:29Zwischen Böhm und Hüttner?
17:31Nicht, dass ich wüsste.
17:32Lief alles ruhig und routinemäßig ab.
17:34Riesenaufwand und jedes Mal ohne Ergebnisse.
17:37Glauben Sie,
17:38ist an den Vorwürfen gegen den Hüttner was dran?
17:40Keine Ahnung,
17:41ob bei dem alles mit rechten Dingen zugeht.
17:43Aber zwei Polizisten umbringen.
17:46Nachdem nichts gefunden wurde?
17:49Vielleicht hat ja der Böhm
17:51auf eigene Faust weiterermittelt.
17:53Da ist mir nichts bekannt.
17:55Ja, aber Sie haben schon von seinem Kampf
17:57gegen das Wiener Rotlichtmilieu gewusst, oder?
17:59Ja, ich habe davon gehört.
18:00Und dass er dabei wohl zu weit gegangen ist
18:02und Wien verlassen musste.
18:03Und in Graz hat es keine Probleme mit ihm gegeben?
18:06Nein.
18:06Wie gesagt, zuverlässiger Kollege.
18:08Er hat seinen Dienst ganz normal gemacht.
18:10Keinerlei Beschwerden.
18:13Soviel ich weiß.
18:13Soviel ich weiß.
18:14Soviel ich weiß.
18:16Soviel ich weiß.
18:18Soviel ich weiß.
18:20Soviel ich weiß Jš
18:41Untertitelung des ZDF, 2020
19:11Untertitelung des ZDF, 2020
19:41Untertitelung des ZDF, 2020
20:11Untertitelung des ZDF, 2020
20:13Es ist bestimmt nicht leicht, für Sie in Kratz zurechtzukommen.
20:25Kein Geld, keine Arbeit.
20:29Ich würde Ihnen gerne ein paar Fotos zeigen.
20:32Kennen Sie diese beiden Polizisten hier?
20:36Nein.
20:38Schauen Sie bitte genau.
20:40Unter dem Fingernagel von diesem Polizisten hier haben wir DNA-Spuren von Ihnen gefunden.
20:47War vielleicht ein Typ, der mich hat festgehalten bei der Kontrolle.
20:51Der Streifenwagen dieser beiden Polizisten befand sich gestern Nacht um 2.30 Uhr in derselben Funkzelle
20:57wie das gestohlene Handy, das wir bei Ihnen gefunden haben.
21:00Zufall.
21:01Diese beiden Polizisten wurden gestern Nacht um 2.30 Uhr erschossen.
21:08Davon weiß ich nichts.
21:10Und was wissen Sie?
21:12Nichts.
21:13Haben unsere beiden Kollegen, die Anna Prohaska und der Hermann Böhm, Sie letzte Nacht festgenommen?
21:17Und ist es dabei zu einer Auseinandersetzung gekommen?
21:19Nein.
21:20Haben Sie die Anna Prohaska und den Hermann Böhm letzte Nacht getötet, um einer Festnahme zu entgehen?
21:24Oder einer Abschiebung?
21:25Nein.
21:26Ich bin keine Mörderin.
21:28Sie hat ein Motiv.
21:31Sie hätte nach der Festnahme abgeschoben werden können.
21:34Naja, aber deswegen zwei Morde.
21:37Ja.
21:38Vielleicht ist es gar nicht um meine Festnahme gegangen.
21:41Das ist die Liste von Böhm's Handy-Provider.
21:43Er hat in letzter Zeit mehrmals die Nummer von Graz Exit angerufen.
21:46Das ist eine Organisation, die sich um die Opfer von Zwangsprostitution kümmert.
21:49Ich habe gerade mit denen geredet.
21:51Der Böhm ist mit ihnen in Kontakt getreten.
21:53Wegen der Galina Zvetkov.
21:55Und diese Galina Zvetkov war Opfer von Zwangsprostitution?
21:59Schaut ganz da noch aus, ja.
22:01Der Böhm hat sich um einen Aufenthaltstitel für Sie bemüht, damit sie legal in Österreich leben und arbeiten kann.
22:05Ja.
22:06Da hat er aber mehr versprochen, als er halten kann.
22:09Er wollte jedenfalls, dass sie im Gegenzug gegen den aussagt, der sie zur Prostitution gezwungen hat.
22:13Aber wenn sie als Informantin bei ihm war, hatte sie keinen Grund, Böhm und seine Kollegin umzubringen?
22:18Mhm.
22:19Ja, aber der, den der Böhm zur Strecke bringen wollte schon.
22:23Dennis, Frauenversteher Hüttner.
22:25Kennen Sie ihn?
22:30Kenn ich nicht.
22:32Und dieses Gebäude, was ist damit?
22:36Hat der Herr Böhm versucht, Sie am Arm festzuhalten, weil er Informationen von Ihnen wollte über den Dennis Hüttner?
22:43War das so?
22:46Frau Zwietkow, ich weiß, dass der Herr Böhm versucht hat, Ihnen zu helfen.
22:57Herr Böhm ist tot.
22:58Aber Sie können wir schützen.
22:59Was hat man Ihnen versprochen, als Sie nach Österreich gekommen sind?
23:10Zimmermädchen.
23:11In einem Hotel.
23:12Ich habe Deutsch gelernt.
23:13Stattdessen hat man Sie gezwungen, im Blue Hour zu arbeiten.
23:18Doch habe ich kein Deutsch gebraucht.
23:21Ich nehme an, man hat Ihnen den Ausweis weggenommen.
23:24Sie eingesperrt.
23:26All diese Männer.
23:28Jeden Tag.
23:29Ich wusste nicht, was ich machen soll.
23:34Aber Sie konnten fliehen.
23:37Das Fenster in der Toilette.
23:40Ich bin raus.
23:43Dann habe ich mir mit einem Messer die Haare abgeschnitten.
23:48Wollte der Herr Böhm, dass Sie gegen den Dennis Hüttner aussagen?
23:52Er wird mich auch umbringen.
23:55Ich weiß, dass Sie schreckliche Angst haben und dass wir Unmögliches von Ihnen verlangen.
23:59Aber ohne Ihre Hilfe wird sich nie irgendetwas ändern.
24:03Ich verspreche Ihnen, dass wir Sie beschützen.
24:08Ich sage nicht aus. Auf keinen Fall.
24:14Wie bitte?
24:15Also Ihr getöteter Kollege hat versucht, eine Informantin gegen mich anzuwerben.
24:21Er ist davon ausgegangen, dass Sie die Frau zur Prostitution gezwungen haben.
24:24Das ist doch lächerlich.
24:26Viel eher wäre doch die Frage zu klären, was sich so ein gewöhnlicher Streifenbeamter überhaupt erlaubt.
24:31Einfach so wild drauf loszermitteln. Finden Sie nicht?
24:33Wenn Herr Böhm Ihnen die Zwangsprostitution nachgewiesen hätte,
24:37hätten Sie alles verloren. Und Sie wären sogar ins Gefängnis gegangen.
24:42Wer ist denn überhaupt diese angebliche Informantin?
24:45Ich nehme an, Sie haben eine Aussage von ihr.
24:47Sie wird aussagen.
24:50Verstehe.
24:51Sie haben also überhaupt nichts gegen mich in der Hand.
24:54Während ich hier sitze und ein Alibi habe.
24:57Ich aussage Ihre Lebensgefährtin. Ein dürftiges Alibi.
25:02Also nochmal.
25:03Nur für Sie zum Mitschreiben.
25:06Ich leite einen ganz normalen Betrieb und keine Mafia-Organisation.
25:12Herr Böhm glaubte mit seiner Zeugin was anderes beweisen zu können.
25:16Ach so.
25:17Na dann scheint der Fall ja gelöst zu sein.
25:19Sie wollen mich jetzt also festnehmen, weil der gute und ehrliche Herr Böhm an irgendetwas glaubte.
25:25Viel Erfolg.
25:26Dennis schützt die Frauen, die für ihn arbeiten.
25:30Frau Urbanitsch, es gibt eine Frau, die sagt, dass ihr Lebensgefährte sie mit Gewalt zur Prostitution gezwungen hat.
25:37Das ist eine Lüge.
25:39Er hat sie mit falschen Versprechungen nach Österreich gelockt.
25:41Da war es gerade einmal 18 Jahre alt.
25:45Und anschließend hat er sie in seinem Puff dafür gewaltigen lassen.
25:48Über Monate.
25:49Um sich an ihr zu bereichern.
25:53Ist Ihnen das alles wurscht?
25:55Geh bitte hören Sie auf mit den Horrorgeschichteln.
25:57Alle, die für den Dennis arbeiten, machen das freiwillig.
26:00Verdienen damit gutes Geld und schaffen sich so eine Perspektive für ihr weiteres Leben.
26:04Sonst glauben Sie eigentlich selber, wo Sie da zusammenrennen?
26:07Der Dennis ist kein Krimineller.
26:10Gut, Frau Urbanitsch, dass wir uns verstehen.
26:13Wir glauben, dass unsere beiden Kollegen sterben mussten, weil sie diese Frau überzeugen wollten, gegen ihren Lebensgefährten auszusagen.
26:19Also, sind Sie sich noch immer ganz sicher, dass er um 2.30 Uhr zu Hause war?
26:26Absolut sicher.
26:28Also, Herr Hüttner, nochmal von vorne.
26:30Sparen Sie sich bitte nicht mehr.
26:33Ich sage zu diesen Unterstellungen jetzt gar nichts mehr.
26:36Sie können aber mit meinem Anwalt reden, wenn Sie möchten.
26:39Der weiß genau, dass wir nicht mehr haben.
26:42Dass wir ihn letztlich gehen lassen müssen.
26:45Bei dem brauchen wir handfeste Beweise von einer Landtag, der gar nichts.
26:49Aber Kollege, was, wenn dieser Böhm sich tatsächlich in irgendwas verrennt hat?
26:55So wie in Wien.
26:56So, Feierabend.
27:02Ich brauche noch ein bisschen.
27:04Aufwändige Zwei-Faktoren-Verschlüsselung mit Challenge-Response-Token.
27:08Was?
27:10Was, was?
27:12Äh, was? Wovon redest du?
27:15Na, vom Klauzugang. Vom Handy des ermordeten Polizisten Böhm.
27:19Nicht leicht zu knacken.
27:21App generiert das Einmal-Passwort.
27:23Verstehe.
27:25Solltest trotzdem auch mal ne Pause machen und was essen.
27:27Danke. Bin versorgt.
27:30Astronautennahrung.
27:31Na dann, guten Flug.
27:36Ebenfalls.
27:46Hallo, schlepp mich.
27:47Schön sieht's aus.
27:48Danke.
27:49Bin wieder ein freier Mann.
27:50Ja?
27:51Mhm.
27:52Glauben die bei der Polizei jetzt endlich, dass du unschuldig bist?
27:54Ist doch mir egal, was die glauben.
27:55Die können mir nichts, weil ich nichts getan habe.
27:56Was gibt's?
27:57Das Bewegungsprofil von Hildner Sandy.
27:58Eine Minute nachdem die tödlichen Schüsse gefallen sind, hat er die Funkzelle in der
28:01der Tat tot liegt, verlassen.
28:02Klar.
28:03Er ist nach der Tat geflohen.
28:04Legativ.
28:05Bis zur Grenze der Funkzelle hat er mindestens fünf Minuten braucht.
28:08Was?
28:09Was gibt's?
28:10Das Bewegungsprofil von Hildners Sandy.
28:11Eine Minute nachdem die tödlichen Schüsse gefallen sind, hat er die Funkzelle in der der
28:26Tat tot liegt, verlassen.
28:27Klar.
28:28Er ist nach der Tat geflohen.
28:29Negativ.
28:30Bis zur Grenze der Funkzelle hat er mindestens fünf Minuten braucht.
28:34Was?
28:35Heißt das, der Hüttner kommt für den Mord nicht in Frage?
28:39Das gibt's ja nicht.
28:40Scheiße.
28:43Was ist mit der Zwangsprostitution?
28:44Haben wir da was gegen ihn in der Hand?
28:46Also, ganz ehrlich, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Galina Zvetkov gegen den Dennis Hüttner
28:50aussagen wird.
28:53Und die Daten von Böhm in der Cloud?
28:55Bist du da dran?
28:56Ja genau, schauen wir.
28:57Vielleicht findet sich da was gegen den Hüttner.
29:00In der Kreditkartenabrechnung von Böhm habe ich etwas Interessantes gefunden.
29:03Der hat vor kurzem einen Peilsender gekauft.
29:05Online.
29:06Aha.
29:07Wissen wir, was er damit gemacht hat?
29:08Nein.
29:09Also, in der Wohnung haben wir nichts dergleichen gefunden.
29:12Na ja, den konnte Böhm bestimmt über eine Handy-App orten.
29:15Ganz genau.
29:16Blöd nur, dass wir das Handy von Böhm nicht gefunden haben.
29:19Vielleicht hat er mit dem Sender den Hüttner observiert.
29:22Ja, möglich.
29:23Oder irgendjemand anderen, der mit dieser Zwangsprostitutionsgeschichte zu tun gehabt hat.
29:27Komplize?
29:28Ein Informant?
29:29Ist auf jeden Fall auffällig, dass bei den Razzien immer alles sauber war.
29:33An Nachricht vom Hersteller von diesem Peilsender.
29:36Bitte, jetzt können wir ihn endlich orten.
29:39Ich bring's mit Jack.
29:48Das Signal wird immer stärker.
29:50Okay.
29:51Warte.
29:52Warte.
29:53Warte.
29:54Hier ist Vollausschlag.
29:55Was?
29:56Seid ihr ernst, oder?
29:57Nicht wirklich, oder?
29:58Ich hab was.
29:59Das gibt's ja nicht.
30:00Suchen Sie was.
30:01Nein.
30:02Wir haben was gefunden.
30:03Kannst du eine Erklärung geben?
30:04Was?
30:05Was?
30:06Was?
30:07Was?
30:08Was?
30:09Was?
30:10Was?
30:11Was?
30:12Was?
30:13Was?
30:14Was?
30:15Was?
30:16Was?
30:17Was?
30:18Was?
30:19Was?
30:20Was?
30:21Was?
30:22Was?
30:23Was?
30:24Was?
30:25Was?
30:26Was?
30:27Was?
30:28Haben Sie eine Erklärung dafür?
30:30Ich hab keine Ahnung, warum der Kollege diesen Sender an meinem Wagen angebracht hat.
30:36Wir glauben wegen der erfolglosen Razzien im Blue Hour.
30:40Der Kollege Böhm hat offenbar vermutet, dass irgendjemand den Hüttner jedes Mal vorgewandt
30:45hat.
30:46Ich?
30:47Oder was?
30:48Das war anscheinend sein Verdacht, ja.
30:49Sie wissen, warum er sich nach Graz hat versetzen lassen?
30:52Ja.
30:53Wenn's um Prostitution ging, hat bei dem was ausgesetzt.
30:56Aber dass es so weit gehen wird.
30:58Wir haben an Ihrem rechten Unterarm Schmauchspuren festgestellt.
31:02Ja klar.
31:03Vorher gestern Abend beim Schießtraining.
31:05Richtig, ja.
31:06Den Schießplatz haben Sie sehr kurzfristig gebucht.
31:09Spontaner Einfall?
31:10Hat sich so ergeben?
31:11Praktisch.
31:12Wenn vorher schon Schmauchspuren verhandeln wollen.
31:15Was wollen Sie damit andeuten?
31:17Kollege Novotny, Ihr Konto ist ziemlich oft im Minus.
31:26Das hat mit den hohen Raten für Ihren Hauskredit zu tun.
31:29Haben Sie sich ein bisschen übernommen, ne?
31:31Passt schon.
31:32Na ja.
31:33Seit Ihre Frau den Job verloren hat, nicht mehr.
31:36In letzter Zeit haben Sie Ihr Konto immer wieder mit Bargeldeinzahlungen ausgeglichen.
31:42Ihr war von Freunden Geld clean.
31:44Mhm.
31:45Also wenn ich das richtig überblicke, immer kurz nach einer weiteren erfolglosen Ratio beim Hüttner.
31:50Wie kommen Sie?
31:53Sie haben sich schmieren lassen, ne?
31:56Na, sowas würde ich nicht tun.
31:57Da war der Böhm anderer Ansicht.
31:59Was weiß ich, was der Böhm gedacht hat?
32:01Wissen Sie, was ich glaub?
32:02Der Böhm hat sich in der Tat nach einer Geldübergabe mit dem Hüttner überrascht.
32:06Nein.
32:07Doch.
32:08Und in der darauffolgenden Auseinandersetzung haben Sie ihn und die Kollegin Prohaska erschossen.
32:12Was soll das?
32:13Ich bin Ihr Kollege und kein Mörder.
32:16Das müssen Sie mir glauben.
32:17Ja, so wie es ausschaut, wird dir nichts zugehen.
32:19Gut, aber wir haben die Schmauchspuren, wir haben das Geld und den Peilsender, den der
32:24Böhm bei ihm am Auto angebracht hat.
32:26Indizien, keine Beweise.
32:28Ja.
32:29Und bisher können wir auch nicht belegen, dass er am Tatort gewesen ist.
32:34Sein Handy lag zur Tatzeit praktischerweise bei ihm zuhause.
32:37Ja, der ist ja auch nicht deppert.
32:38Der weiß ja, dass man damit orten kann.
32:40Ja.
32:41Aber alle Spuren kann der nicht verwischen.
32:45Und eine werden wir finden.
32:48Ja.
32:49Optimisten.
32:50Immer.
32:51Ja.
32:52Ja.
32:53Ja.
32:54Ja.
32:55Ja.
32:56Ja.
32:57Ja.
32:58Ja.
32:59Ja.
33:00Ja.
33:01Ja.
33:02Ja.
33:03Ja.
33:04Ja.
33:05Ja.
33:06Ja.
33:07Ja.
33:08Ja.
33:09Ja.
33:10Ja.
33:11Ja.
33:12Ja.
33:13Ja.
33:14Ja.
33:15Ja.
33:16Ja.
33:17Ja.
33:18Ja.
33:19Ja.
33:20Ja.
33:21Ja.
33:22Ja.
33:23Ja.
33:24Ja.
33:25Ja.
33:26Ja.
33:27Ja.
33:28Ja.
33:29Ja.
33:30Ja.
33:31Ja.
33:32Ja.
33:33Ja.
33:34Ja.
33:35Ja.
33:36Ja.
33:37Ja.
33:38Ja.
33:39Ja.
33:40Mal schauen, was zuletzt gespeichert worden ist.
33:53Das Video hat der Böhm mit seinem Handy aufgenommen und in die Cloud hochgeladen.
33:57Nur wenige Minuten bevor er erschossen worden ist.
34:00Schau her, der Novotny, der Vorgesetzte von Böhm.
34:04Und der Portellbetreiber Hübner.
34:07Jetzt kommt der Hammer.
34:10Diese abgehobenen Volltrautln, die haben das nicht einmal in einen Umschlag gesteckt.
34:14Ha!
34:16Sie haben den Hübner also vor den Razzien gewarnt und dafür abkassiert.
34:20Ja.
34:21Hm.
34:22Sie haben den Hübner also vor den Razzien gewarnt und dafür abkassiert.
34:26Ja.
34:27Hm.
34:28Und dass das Video da Ihre Existenz zerstört hätte.
34:29Haben Sie gleich gewusst.
34:30Na, ich hab von der Filmerei nichts mitgekriegt.
34:31Blödsinn.
34:32Sie haben den Böhm bemerkt.
34:33Sie haben den Böhm bemerkt.
34:34Aber weil es unbewaffnet worden, haben Sie ihn niedergeschlagen, entwaffnet und ihn mit
34:35seiner eigenen Waffe erschossen.
34:36Na, so war das nicht.
34:37Das Pech war nur, dass die junge Kollegin alles gesehen hat.
34:38Also hat sie auch sterben müssen.
34:39Nein, ich hab niemanden getötet, das mitgekriegt.
34:40Nein, ich hab niemanden getötet, das mitgekriegt.
34:41Sie haben den Böhm bemerkt.
34:42Ja.
34:43Und dass das Video da Ihre Existenz zerstört hätte.
34:46Haben Sie gleich gewusst.
34:47Na, ich hab von der Filmerei nichts mitgekriegt.
34:48Blödsinn.
34:49Sie haben den Böhm bemerkt.
34:50Aber weil es unbewaffnet worden, haben sie ihn niedergeschlagen, entwaffnet und ihn
34:51mit seiner eigenen Waffe erschossen.
34:52Na, so war das nicht.
34:53Das Pech war nur, dass die junge Kollegin alles gesehen hat.
34:54Also hat sie auch sterben müssen.
34:55Nein, ich hab niemanden getötet, das mitgekriegt.
35:08Niemanden getötet, das müssen Sie mir glauben.
35:10Das muss der Hüttner gewesen sein, das Schwein.
35:13Der Hüttner war zur Tatzeit nicht mehr am Tatort.
35:16Das belegen seine Handydaten.
35:18Ich aber auch nicht.
35:19Aber das können Sie nicht beweisen.
35:20Sie haben ihr Handy daheim lassen und alle bin am Sackhands.
35:22Scheiße, ich bin kein Mörder.
35:38Ja, ich bin kein Mörder.
35:42Jay, du hast, das glaub ich jetzt nicht.
35:48Ja?
35:49Du hast tatsächlich alle meine Kekse aufgegessen?
35:54Genau.
35:55Was?
36:00Franziska, entschuldige bitte.
36:04Magst du schon was?
36:12Du, ich muss ganz kurz nochmal weg.
36:17Das glaube ich nicht.
36:19Für alle, die hoch hinaus wollen.
36:41Ich habe sie gefunden.
36:45Ich kümmere mich drum.
36:46Leute, bei den Aufnahmen von der Geldübergabe ist mir noch was aufgefallen.
36:54Schaut es mal her.
36:59Was ist denn?
37:00Ja, da verändert sich leicht die Position der Kamera.
37:04Ich habe das mal aufbereitet.
37:06Das schaut so aus, als ob irgendjemand am Tatort gewesen wäre, den wir bislang nicht am Schirm gehabt haben.
37:12Gut gemacht, Jay.
37:13Also, die Durchsuchung von der Wortniss Wohnung hat nichts ergeben.
37:21Was?
37:22Was für ein Schatten?
37:25Warte mal kurz.
37:26Da klopft jemand an, ich rufe dich gleich zurück.
37:29Herzog?
37:29Frau Zetkov?
37:30Frau Zetkov?
37:31Hallo?
37:33Frau Zetkov?
37:34Frau Zetkov?
37:35Was ist los?
37:36Langsam, langsam.
37:37Wo sind Sie?
37:38Frau Zetkov, ich kann Sie nicht hören.
37:40Scheiße, Frau Zetkov!
37:42Das Licht von der Straßenlaterne ist sehr steil eingefallen, was zu einer starken Verzerrung des Schattens geführt hat.
37:57Na ja, schmale Statur, eher klein, der Frau.
38:01Freigestellt ist es schon, wir gleichen das jetzt mit allen Personen ab, die mit dem Fall zu tun haben.
38:05Die Software scannt 14 Körpermerkmale, wie Körpergröße, Armlänge, Brusttiefe, Schulterbreite.
38:13Ja, ja, passt schon, das wissen wir eh.
38:16Voila!
38:1898,2% Übereinstimmung.
38:20Die Luisa Urbanitsch?
38:22Aber was tut die um die Zeit am Tatort?
38:26Vielleicht Eifersucht, vielleicht überprüft die ihren Partner ständig.
38:31Ein bisschen hat sie so auf mich gewirkt, wann kommst du halt nach Hause und so weiter.
38:34Da könntest du recht haben. Solche SMS hat er dem Hüttner auch geschrieben auf sein Handy.
38:38Wo bist du? Wann kommst du?
38:54Hey! Hey! Zurück! Weg!
38:57Glanzkantennest da drüben.
39:01Alles okay. Alles okay.
39:02Er wollte mich abstechen. Mit dieser Glasflasche.
39:11Es ist vorbei. Er kann Ihnen nichts mehr tun. Und der Dennis Hüttner auch nicht.
39:16Doch. Ich muss weg. Ich will nach Hause. Zurück nach Moldawien. Können Sie mir ein Bustiket kaufen? Ich zahle ihn auch zurück, wenn ich das Geld kriege.
39:21Bitte. Ich weiß, dass Sie nur noch weg wollen. Und ich kann Sie verstehen.
39:24Ich werde Sie zu nichts zwingen. Das verspreche ich Ihnen.
39:27Aber bitte. Machen Sie eine Außerungsflasche.
39:30Machen Sie eine Aussage gegen den Dennis Hüttner. Das würde uns sehr helfen.
39:33Er wird mich umbringen.
39:34Er wird mich umbringen.
39:36Ich will Sie auch nicht.
39:37Doch.
39:38Ich will nach Hause. Zurück nach Moldawien. Können Sie mir ein Bustiket kaufen? Ich zahle ihn auch zurück, wenn ich das Geld habe. Bitte.
39:46Ich weiß, dass Sie nur noch weg wollen. Und ich kann Sie verstehen. Ich werde Sie zu nichts zwingen. Das verspreche ich Ihnen. Aber bitte. Machen Sie eine Aussage gegen den Dennis Hüttner. Das würde uns sehr helfen.
40:00Er wird mich umbringen.
40:02Frau Zwedkow, wenn dieses Schwein endlich vor Gericht steht, dann kann er Ihnen nichts mehr tun. Ihnen und auch keiner anderen Frau. Bitte.
40:14Schauen Sie, schnappen Sie sich einen Kollegen und fahren zu dieser Adresse.
40:18Ja.
40:19Sie sind 23.
40:20Mach ich. Danke.
40:21Lanz.
40:23Sie wird gegen den Hüttner aussagen.
40:25Ja.
40:27Mundig von her. Was?
40:30Dann haben wir diesen sauberen Herrn Jungunternehmer.
40:35Gut gemacht, Lanz. Danke.
40:37Das ist absurd. Ich war in meinem Bett, der Dennis kann das bezeugen.
40:40Ja, das kann er eben leider nicht.
40:42Laut seiner Aussage hat er in der Tatnacht nach seiner Rückkehr ein Basketballspiel angesehen. Im Wohnzimmer.
40:47Sie konnten also nach der Tat problemlos ins Schlafzimmer gehen, ohne von ihm bemerkt zu werden?
40:52Ich sag jetzt gar nichts mehr ohne meinen Anwalt.
40:55Das können Sie gerne tun.
40:56Aber in der Zwischenzeit werden die DNA-Spuren unseres getöteten Kollegen mit ihrer DNA abgeglichen sein.
41:01Und für eine eventuelle Strafminderung bleibt dann kaum noch Zeit.
41:05Probenitsch.
41:07Wollen Sie mir nicht langsam die Wahrheit sagen?
41:12Der Schuss hat sich einfach gelöst.
41:27Ich wollte ihm doch nur die Waffe wegnehmen.
41:30Und dann hat diese Polizistin geschossen und ich habe zurückgeschossen.
41:35Ich wollte doch nur dieses verdammte Handyvideo haben.
41:39Warum wollten Sie das Video haben?
41:41Der Dennis liebt mich wirklich.
41:43Und mit ihm habe ich das Leben, von dem ich immer träumt habe.
41:46Mit dem Geld, das er verdient, indem er das Leben anderer Frauen zerstört.
41:49Ich habe mir alle Chancen im Leben selbst erkämpft.
41:56Kein Vater, die Mutter Putzfrau.
41:58Ich habe trotzdem studiert.
41:59Ich habe mir etwas aufgebaut.
42:01Der Polizist hätte alles kaputt gemacht.
42:08Als ich in Wien ankam, am Busbahnhof, haben mich zwei Männer geholt.
42:12Sie haben gesagt, sie bringen mich in ein Hotel, in dem ich arbeiten soll.
42:17Aber dann haben sie mich in ein Bordell gebracht.
42:20Sie haben einen Ausweis genommen, mich geschlagen.
42:24Sie haben mich gezwungen, mit Männern zu schlafen.
42:28Für Geld.
42:30Dem hat das gehört, das Bordell.
42:34Dennis Hüttner.
42:47Eisacy und Oi und Wien.
43:03Amen.

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