- vor 4 Wochen
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01:30Ja, verstehe. Schickt ihr mir bitte Fotos aufs Handy? Ja, alles klar. Vielen Dank.
01:38Unser Opfer ist ein älterer Herr mit Stichwunden im Bauch.
01:44Lang scheint er noch nicht im Wasser gelegen zu haben.
01:46Wer hat den Toten gefunden?
01:48Angler, die mit dem Boot draußen waren.
01:52Hallo? Wer sind Sie?
01:54Hallo?
01:56Hey!
01:58Hallo, stehen bleiben.
02:00Sie dürfen mich nicht festhalten.
02:02Und Sie müssen einer polizeilichen Anordnung nachkommen. Wer sind Sie?
02:06Vorfahren.
02:08Kann ich jetzt gehen?
02:10Nein. Sie können natürlich nicht gehen. Warum sind Sie vor uns weggelaufen?
02:14Die Polizei, die fremden Menschen im Garten. Ich wollte Georg fragen, was los ist.
02:20Georg? Ist das der Besitzer hier?
02:22Georg Sperling. Er hat mir erlaubt, hier zu schwimmen.
02:26Sind Sie, sind Sie etwa wegen ihm hier?
02:34Wir haben einen männlichen Leichnam gefunden.
02:38Ist er das?
02:40Ja, das ist, das ist Georg.
02:54Wie ist er denn?
02:56Frau Fahn.
02:58Frau Fahn.
03:00Genau. Bitte.
03:02Wir stellen die Fragen, Sie beantworten sie.
03:04In welchem Verhältnis standen Sie zu ihm?
03:06Ich putze hier jeden zweiten Morgen.
03:10Deswegen habe ich auch einen Schlüssel.
03:12Der Job ist angemeldet.
03:14Ich muss zur Arbeit.
03:16Verstehe ich nicht. Ich dachte, Sie arbeiten hier.
03:18Arbeiten Sie noch irgendwo anders?
03:20Hotel Anker. Ich bin dort Zimmermädchen.
03:22Manchmal arbeite ich auch im Service.
03:24Sekunde, wo wohnen Sie? Wir müssen Sie bestimmt nochmal befragen.
03:26Im Hotel Anker.
03:30Was willst du denn schon wieder hier, der Erbschleicherin?
03:32Lassen Sie mich nur durch.
03:34Ihren Vater mit Fingern zu wickeln, ah?
03:36Was hast du ihm diesmal aus den Rippen geleiert?
03:38Sie denken immer nur an Geld.
03:40Selbst im Tod. Und ein Geiz krank sind Sie auch noch.
03:42Stopp!
03:44Sie lassen Frau Fahn jetzt zu Ihrer Arbeit gehen.
03:46Wo können wir uns in Ruhe unterhalten?
03:50Mein Vater ist tot?
03:54Was ist passiert?
03:56Erinnern Sie sich, wann Sie Ihren Vater das letzte Mal gesehen
03:58oder gesprochen haben?
04:00Vor drei Tagen.
04:02Ich habe ihn hier besucht.
04:04Frau Fahn ist die Putzfrau Ihres Vaters.
04:08Wie kommen Sie dazu, Sie als Erbschleicherin zu bezeichnen?
04:12Sie wissen doch, wie solche Frauen sind.
04:14Nee, das weiß ich nicht.
04:18Erklären Sie es mir.
04:20Mein Vater fühlte sich geschmeichelt, dass so eine Frau ihn umgarnt hat.
04:24Jung, exotisch.
04:26Ist ja wirklich ein sehr schönes Haus hier.
04:29Mit dem Blick.
04:30Sind Sie hier auch aufgewachsen?
04:32Nee.
04:33Ich bin in einem Reihenhaus aufgewachsen.
04:36Mein Vater war Lehrer.
04:38Er hat das Ganze hier vor zwölf Jahren von einer Tante geerbt.
04:41Mein Vater hat mich zur Sparsamkeit erzogen.
04:43Mit dem Erbe kam denn die Veränderung.
04:45So, das ist ein wichtiger Kunde von mir. Ich muss los.
04:48Darf ich fragen, was Sie beruflich machen?
04:50Ich leite ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen.
05:06Georg Sperling hat großzügig Museen, Bibliotheken und Konzertreihen unterstützt.
05:10Oh, der ist aber sympathisch. Die Presse nennt ihn Philanthrop mit Lebensstil.
05:14Also, auf mich wirkt das alles wie eine völlig ungeplante Tat, oder?
05:18Ich mein, die Spuren waren alle deutlich sichtbar und die Leiche total easy auffindbar.
05:23Ja, dass es eher einen Effekt hat.
05:25Die KT schätzt den Todeszeitpunkt zwischen 22 Uhr und 22.30 Uhr.
05:30Was sagen die Nachbarn?
05:31Also, eine Nachbarin meinte, dass zwischen Georg Sperling und seinem Sohn Frieda regelmäßig Stress war.
05:35Erst vor kurzem hatten die wieder Krach miteinander.
05:37Und worum ging's da?
05:38Geld und Erbschaft.
05:40Also, dieser Frieda ist der Meinung, dass die Hoa Fahn hinter dem Geld seines Vaters her ist.
05:45Also, ne Erbschleicherin.
05:46Moment, Paul, langsam.
05:49Julia, was hast du über sie rausgefunden?
05:51Hoa Fahn ist erst seit einem Jahr hier am Bodensee gemeldet.
05:54Sie hat eine befristete Aufenthaltserlaubnis, die demnächst ausläuft.
05:57Im schlimmsten Falle muss sie das Land verlassen.
05:59Das heißt, sie steht unter Druck.
06:01Hallo, Frau Fahn.
06:02Wir hätten noch ein paar Fragen an Sie.
06:16Meine Kollegin ist nicht gekommen.
06:17Ich muss die doppelte Anzahl der Zimmer machen.
06:19Wir wüssten ganz gern, wie Ihr Verhältnis zu Herrn Sperling war.
06:23Frau Fahn?
06:24Ja.
06:25Frau Fahn?
06:26Wir hätten noch ein paar Fragen an Sie.
06:29Meine Kollegin ist nicht gekommen.
06:31Ich muss die doppelte Anzahl der Zimmer machen.
06:33Wir wüssten ganz gern, wie Ihr Verhältnis zu Herrn Sperling war.
06:38Frau Fahn?
06:39Wir können Sie auch mit aufs Revier nehmen, wenn Sie das möchten.
06:53Ich darf diesen Job nicht verlieren.
06:56Jetzt, wo Georg tot ist, erst recht nicht.
06:59Oha!
07:00Sorry, dass ich zu spät bin.
07:01Aber ich hatte die ganze Strecke einen Traktor vor mir
07:03und der Grastagel hat mich einfach nicht vorbeilassen.
07:05Ja, bei Dir ist immer irgendwas.
07:07Ja, aber ist doch gut.
07:08Passt doch.
07:09Dann kann Ihre Kollegin, wie ist Ihr Name?
07:11Inha Offermann.
07:12Genau.
07:13Jetzt kurz für Sie übernehmen und Sie haben Zeit mit uns zu sprechen.
07:19Kommen Sie.
07:37Wie haben Sie Herrn Sperling eigentlich kennengelernt?
07:44Er ist oft zum Frühstücken hergekommen.
07:47Er saß gerne auf der Terrasse.
07:49Und da haben Sie sich angefreundet?
07:51Ja.
07:52Georg war früher Deutsch- und Französischlehrer.
07:54Ich spreche beide Sprachen und wir haben uns oft auf Französisch unterhalten.
07:58Wow.
07:59Und wieso sprechen Sie so gut Deutsch?
08:00Das habe ich in Hanoi gelernt.
08:02Im Goethe-Institut.
08:03Frieda Sperling hat uns gegenüber ausgesagt, dass Sie es auf das Geld seines Vaters abgesehen
08:09hätten.
08:10Wie kommt er darauf?
08:11Hat Herr Sperling Sie finanziell unterstützt?
08:14Nein.
08:15Er hat mich ganz normal bezahlt für meine Arbeit.
08:19Alles war immer korrekt.
08:20Wo waren Sie gestern Abend zwischen 10 und halb 11?
08:23In meinem Bett.
08:24Die Arbeit hier ist lang und anstrengend.
08:33Entschuldigung.
08:34Sie wissen schon, dass das hier keine öffentliche Anlegestelle ist, ja?
08:38Entschuldigung.
08:39Michael Bentheim mein Name.
08:40Ich bin der Steuerberater von Georg Sperling.
08:43Vertretungsberechtigt in allen finanziellen Dingen des Verstorbenen.
08:46Können wir sprechen?
08:47Kommen Sie mit.
08:48Danke.
08:49Es geht um Frau Horfan.
08:54Horfan ist zielstrebig, ehrgeizig, kompromisslos, alles erst einmal keine negativen Eigenschaften.
09:01Ob schon Sie sich gewinnbringend einsetzen lassen.
09:04Wie meinen Sie das?
09:06Meine Güte, was assoziieren die meisten deutschen Männer mit ostasiatischen Frauen?
09:11Was fürs Herz.
09:13Das ist ja wohl eher das Problem der Männer.
09:16Das denke ich auch.
09:17Man kann allerdings Opfer dieser Projektion sein oder das Ganze etwas forcieren.
09:20Ich habe hier Barbezüge von Georg Sperlings Konto, alle auf die 50 Euro genau.
09:25Die Abhebung beginnen zwei Wochen nachdem Horfan angefangen hat für Georg Sperling zu arbeiten.
09:31100, 150, 50, 100, 200, 2500. Der Betrag sticht raus. Das war letzte Woche.
09:44Mein Mandant Georg, er war den Menschen sehr zugetan und ich habe das bewundert.
09:50Aber manchmal hatte ich den Eindruck, er will fast zwanghaft an das Gute glauben.
09:56Wollen Sie damit andeuten, dass Frau Farners Prostituierte gearbeitet hat?
10:00Dann taubten Sie nicht den Überbringer der schlechten Nachricht.
10:03Die Beträge sind mir schon seit längerem aufgefallen.
10:06Georg wollte nicht darüber sprechen und bis zu seinem gewaltsamen Tod war es ja auch seine Privatangelegenheit.
10:11Wieso haben eigentlich Sie sich um seine Finanzen gekümmert? Sein Sohn ist doch sogar Wirtschaftsprüfer.
10:18Ich glaube, Georg hat sich von Frieda bevormundet gefühlt.
10:24Verstehen Sie, Frieda ist sehr diszipliniert und sparsam und Georg hat das Geld lieber ausgegeben.
10:31Heißt das, er hat Ihnen mehr vertraut als seinem eigenen Sohn?
10:34Vielleicht. Ich bin der Familie sehr nah, ich bin in der Familie praktisch aufgewachsen.
10:41Wo waren Sie denn gestern, zwischen 10 und 11 Uhr abends?
10:46In der Krone.
10:47Krone?
10:48Können Sie die Krone Fine Dining, das ist so gehobene Küche halt.
10:51Ich habe da zu Abend gegessen. Ich heiße eigentlich lieber einfach, aber gestern war es die Krone.
10:56Boah, was ist denn los?
11:00Du stehst mir im Weg, Inga.
11:05Sag halt mal, warum war denn die Polizei da?
11:10Jemand hat Georg umgebracht.
11:14Was? Dein Georg? Aber der wollte ja doch mit deinem Aufenthaltstitel helfen.
11:20Das war nicht mein Georg. Und ja, das wollte er. Aufenthaltstitel weg, Zukunft weg. So ist das eben.
11:29Dann weiß ich noch halt.
11:31Route schnell zu Ende läuft.
11:33Bye.
11:34Drew, es binник, von軒igz!
11:38B Left und roh.
11:40Bei uns zu Essen unterhe古 werden.
11:42B nied late, haben wir bereitgestellt.
11:44Da sind nun los.
11:46Dann kann ich dich nur allein ane Zeit umgelegen können.
11:48Dann können Sie, dass andere Menschen erstellt.
11:50Oh.
11:52Oh!
11:54Da allerhlt.
11:56Wie ist es gelaufen?
12:09Ich habe mit der Polizei gesprochen.
12:11Ich meine, hoher war es doch, oder?
12:13Also, wir irren uns nicht.
12:15Wer sonst hätte Motiv?
12:17Du, ich brauche deine Hilfe.
12:20Jetzt.
12:20Wo bist du denn?
12:21Bei meinem Vater im Haus.
12:23Dir ist schon klar, dass du dich an einem abgesperrten Talbord befindest?
12:26Du musst dir dringend davon abraten.
12:29Wie sollen wir sonst an die Unterlagen kommen?
12:30Hast du eine bessere Idee?
12:32Nein.
12:33Okay, ich komme.
12:34Ciao.
12:41Und dann kommt dieser Typ hierher, nur um die Hure anzuschwerten?
12:45Und?
12:46Um sich als Freund und Helfer darzustellen.
12:48Schleimer.
12:49Trotzdem müssen wir diese Barabhebung überprüfen.
12:52Jakob soll mal bitte zu Sperlings Bank fahren.
12:54Wo ist der überhaupt?
12:56So was Dummes.
13:03Jakob?
13:04Gut, dass du kommst.
13:04Mein Computer ist abgestürzt.
13:06Hier.
13:09Ah, du willst jemanden daten.
13:11Ja, aber nicht wie du denkst.
13:13Ja, zum Ausgehen oder ins Theater gehen oder vielleicht eine kleine Reise.
13:17Seit wann weißt du denn, was ich denke?
13:18Deine Gedanken sind immer schmutzig.
13:20Du heißt also Winsbraut, ja?
13:23Und du datest Seemann.
13:26Cool.
13:26Er ist Segler.
13:27Und ich finde, Winsbraut passt dazu.
13:30Hm.
13:31Na, nun mach schon.
13:32Du hast ja bei deinem Alter geschummelt.
13:33Der ist ja viel jünger als du.
13:34Ja, aber ich bin fit.
13:36Und ich finde, ich sehe mindestens so jung aus wie er.
13:39Wenn nicht sogar jünger.
13:40Und ich möchte, dass er mit mir Schritt halten kann.
13:43Okay.
13:45Na ja, dann starte ich das Ding einfach mal neu.
13:48Wie machst du denn das jetzt?
13:49Na ja, einfach neu starten halt.
13:51Ja, aber worauf muss ich da drücken?
13:53Ich mach das für dich, ja.
13:55Ha, bitteschön.
13:56Weißt du, was das Problem ist?
13:57Er will mit mir einen Videocall.
14:00Ja, bisher haben wir immer nur geschrieben.
14:03Hm.
14:03Du schaffst das schon.
14:06Und wenn nicht, dann ghostest du ihn einfach.
14:08Was?
14:09Ghosten.
14:09Ich weiß nicht, was das ist.
14:11Aber es hört sich jedenfalls so an, als ob ich es nicht machen würde.
14:15Sag Nele bitte nichts davon, ja?
14:17Nee, schon klar.
14:17Du musst ja nicht alles wissen.
14:30Wow.
14:32Ejo?
14:33Er hat immer so schön geistig getan, mein Vater, aber unordentlich wie sonst was.
14:41Niemand, den ich kenne, kannte sich so gut aus mit Literatur wie Georg.
14:47Du mal nissen.
14:49Schau, dass ihr das nicht so richtig teilen konntet, hm?
14:51Mhm.
14:54Als ob du dich jemals wirklich für Literatur interessiert hättest.
14:56Walter Schleimer.
14:58Mein Vater ist tot, den musst du nicht mehr beeindrucken.
15:00Okay, äh, wo ist es?
15:10Das Testament?
15:11Ja, ich suche wohl kaum nach seinen alten Kochrezepten.
15:14In letzter Zeit durfte es ja nur noch asiatische Küche sein.
15:16Georg hat mich übrigens darum gebeten, einen Ehevertrag aufzusetzen.
15:21Dich?
15:23Ja.
15:24Das Steuerberater.
15:26Okay, ein Ehevertrag also.
15:28Ja, und ein neues Testament, in dem auch hoher Pfann berücksichtigt wird.
15:32Ich hatte ihm beide Dokumente auch schon ausgehändigt.
15:34Warum hast du mir das nicht gleich gesagt?
15:36War er damit schon beim Notar?
15:37Keine Ahnung.
15:38Keine Ahnung.
15:39Das ist ein Mordmotiv, ne?
15:48Für mich.
15:53Da gebe ich dir recht.
15:55Das würde dich, das würde dich richtig verdächtig machen.
15:58Pass mal auf, du erzählst davon nichts zur Polizei.
16:00Okay?
16:00Okay.
16:01Also, wo, wo, wo ist das Testament?
16:05Wo hat das aufbewahrt?
16:06Oder, oder hat das handschriftlich verfasst?
16:08Hast du keine Kopie?
16:11Nein.
16:11Nein, es, es muss hier irgendwo im Haus sein, denke ich.
16:18Okay, pass auf.
16:20Ich will Einblick in die Finanzen meines Vaters.
16:22Ich will wissen, was diese Frau angerichtet hat.
16:24Ja, mache ich dir.
16:25Stelle ich dir zusammen eine Übersicht, komplett.
16:27Ähm, acht Tage.
16:30Acht Tage.
16:3224 Stunden, mein Lieber.
16:34Das würde kein Problem sein für einen Genie wie dich, oder?
16:37Nö.
16:38Sehr gut.
16:38Natürlich.
16:40Der Hafenmeister sagt, dass Bentheim immer mal wieder in die Schweiz fährt.
16:44Frag ihn, ob er einen besonderen Grund dafür hat.
16:46Mach ich.
16:47Bentheim ist übrigens in einfachen Verhältnissen groß geworden.
16:50Eine Siedlung mit Sozialwohnungen, alleinerziehende Mutter.
16:53Okay, aber das spricht für ihn.
16:54Ich meine, da hat er es ohne goldenen Löffel geschafft, ne?
16:56Er war in derselben Schule, wie Georg Sperling unterrichtet hat.
16:59Vielleicht war Sperling sowas wie ein Mentor für ihn.
17:02Jakob, gibt's was von der Bank?
17:03Das kann man so sagen.
17:05Ich hab mit einer Angestellten gesprochen.
17:07Sperling hatte vor, zu heiraten.
17:08Und zwar eine Vietnamesin.
17:09Hm.
17:09Das hat Hoa vergessen, um zu sagen.
17:12Wenn sie verheiratet ist, dann kann sie in Deutschland bleiben.
17:15Du, vielleicht waren die 2.500 Euro ja für diese Hochzeit.
17:20Hoa Fahn und Georg Sperling haben tatsächlich vor vier Wochen ein Aufgebot bestellt.
17:26Oh.
17:27Das wurde allerdings vor acht Tagen wieder zurückgezogen.
17:30Ich muss mit dir reden.
17:32Vorladung.
17:32Ja, mach ich.
17:33Frau Fahn.
17:48Ich möchte wissen, ob Georg Sperling und Sie ein Paar waren.
17:52Warum war die Hochzeit geplant?
17:55Warum ist die Hochzeit geplatzt?
17:57Waren Sie beide verliebt?
17:58Das ist doch nicht so schwer zu beantworten.
18:00Er wollte mich heiraten.
18:03Ich aber nicht ihn.
18:05Woher wollen Sie wissen, dass das Geld für mich war?
18:08Weil diese Abhebung losgegangen sind, als Sie angefangen haben, für ihn zu arbeiten.
18:13Georg hat vielen Leuten Geld gegeben.
18:16Ich hab nur Geld für meine Arbeit genommen.
18:18Fürs Putzen.
18:18Der Job ist angemeldet.
18:19Ja, das sagten Sie bereits.
18:22Von der Hochzeit haben Sie aber nichts gesagt.
18:24Weil's nicht mehr wichtig war.
18:26Die Hochzeit ist Vergangenheit.
18:302.500 Euro.
18:32Wofür waren die?
18:33Für'n Fest?
18:35Für'n Kleid?
18:36Es gibt kein Kleid.
18:45Frau Fahn.
18:46Ein Aufgebot.
18:48Das stellt man zu zweit.
18:49Sie müssen also mit Herrn Sperling beim Standesamt gewesen sein.
18:53Hat er Sie gezwungen?
18:57Nein.
18:59Georg war ein guter Mensch.
19:01Er hat mir Schwimmen beigebracht und manchmal vorgelesen.
19:05Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.
19:09War Herr Sperling das für Sie?
19:12Ein Anfang?
19:13Oder Sie für ihn?
19:16Haben Sie sich gestritten?
19:19Haben Sie ihn getötet?
19:20Nein, hab ich nicht.
19:24Kann ich jetzt gehen?
19:25Meine Pause ist gleich vorbei.
19:28Ja.
19:29Der Romer ist auf.
19:36Ja, es wird uns auf unsere Anfänger加ert.
19:38Also, wenn Sie mir die Info schicken, können Sie mir einfach die Info schicken.
19:43Okay, ja, ich kann warten.
19:44Kein Problem.
19:44Paul.
19:46Ja?
19:47Die Frau ist mir ein Rätsel.
19:49Echt?
19:50Für mich überhaupt nicht.
19:51Weißt du, ich hab vorhin mit ihrem Onkel telefoniert.
19:53Der hat ein Restaurant in Berlin, ne?
19:55Und der hat mir erzählt, der hat mir erst mal das Visum besorgt.
19:58Dann hat sie bei ihm gearbeitet.
20:00Und jetzt kommt's.
20:01Die hat ihn komplett beklaut.
20:03Möchte ich jemand?
20:05Nee, danke.
20:06Ich hab mir einen frisch zugezogener Nachbar vor die Tür gestellt.
20:08Zitronentat.
20:09Könnte doch sein, dass der Onkel lügt.
20:13Mir kommt sie trotz allem ehrlich vor.
20:15Okay.
20:16Ähm, thank you.
20:17Bye.
20:18Leute.
20:20Oaf Han war wegen Betrug im Knast.
20:23Und sie hat ein Kind in Vietnam.
20:24Ha, ha, ha, ha.
20:25Nele, reicht das?
20:26Könnte der Grund sein, warum Georg Sperling die Hochzeit dann doch nicht wollte.
20:28Also für mich ist das eine ganz klare Betrügerin.
20:31Wenn zuerst, dann kriegen wir es raus.
20:32Oh, warte mal.
20:33Eine Nachricht von der Technik.
20:35Frieda Sperling wurde von seinem Vater 40 Minuten vor dessen Tod angerufen.
20:40Das Gespräch ging drei Minuten.
20:44Ja, er wollte mir irgendwas erzählen.
20:46Ich war genervt und dann haben wir es vertagt.
20:49Ja, oder?
20:50Und Sie wussten wirklich nichts von dieser geplanten Hochzeit?
20:55Unser Verhältnis war kompliziert.
20:58Aber auch nicht das Schlechteste.
21:00Wieso hat sich Michael Bentheim um die Finanzen Ihres Vaters gekümmert und nicht Sie?
21:05Weil er keine höchstmögliche Rendite wollte.
21:08Und das hat Sie frustriert?
21:12Wissen Sie, das ist ungefähr so, als ob man Sternekoch ist und der eigene Vater geht lieber in die Kantine essen.
21:18Wie ist denn Ihr Verhältnis zu dem Kantinenkoch?
21:21Mein Vater hat zu einigen seiner Schüler Kontakt gehalten, auch über den Schulabschluss hinaus.
21:30Und Micha war einer von denen.
21:33War die ganze Zeit bei uns.
21:36Wir haben kippsend bei uns eingezogen.
21:37Das hat mich genervt.
21:40Hat das Ihren Vater auch genervt?
21:42Nein.
21:45Der mochte ihn sehr.
21:47Hat ihm viel gegeben.
21:50Hat aber auch einiges zurückbekommen, muss ich zugeben.
21:54Und Hoa Fahn?
21:55Hoa Fahn will an das Geld meines Vaters.
21:57Glauben Sie mir das nicht?
21:58Haben Sie nicht die Liste gesehen?
21:59Hat Bentheim Ihnen diese Liste gezeigt?
22:01Ja, natürlich.
22:04Ich möchte wissen, wer ihn umgebracht hat.
22:06Er war mein Vater.
22:08Hoa?
22:21Da sind deine Schuhe wieder.
22:23Danke fürs Leih.
22:25Ich stelle sie einfach wieder in den Schrank her, ja?
22:27Ja.
22:38Hallo, Erden Hoa.
22:41Ich wollte doch noch was zusammen unternehmen.
22:43Sorry, ich...
22:45Mir ist nicht danach.
22:47Wege der Polizei?
22:49Was ist denn los?
22:51Ich muss sofort 2500 Euro nach Hause schicken.
22:53Jemand hat mir das Geld aus dem Zimmer geklaut.
22:56Ich muss vergessen haben, abzuschließen.
22:59Für was braucht er denn das Geld?
23:02Ein Kredit für unser Haus in Vietnam.
23:05Wenn das Geld nicht da ist, dann schicken sie die Schläger vorbei.
23:11Das läuft da so.
23:12Das sind Kredithaie.
23:13Die lassen meine Familie einfach rausprügeln.
23:16Meine Mutter, meine Tochter.
23:19Wenn ich das Geld hätte, ich würde es das sofort gäbe.
23:26Ich habe Angst, Dinger.
23:27Ich war in der Krone.
23:35Der Kellner, der Bentheim bedient hat, der war nicht da, aber der Wirt.
23:38Und der sagt, dass Bentheim das Restaurant um 21.30 Uhr verlassen hat.
23:42Hat er genug Zeit gehabt, den zu töten?
23:44Ja, aber er war betrunken.
23:45Der Wirt musste ihm ein Taxi bestellen.
23:47Hast du das überprüft?
23:48Der Taxifahrer musste ihm sogar helfen, seine Haustür aufzuschließen.
23:51Der Bericht ist da.
23:52Im Haus wurden Fingerabdrücke gefunden von Georg Sperling,
23:54von Frieda Sperling und von Hoa Fahre.
23:56Gut, Hoa Fahnd putzt er, das ist also nichts Außergewöhnliches.
23:59Genau.
23:59Im Garten Schuhabdrücke mit einem dünnen Absatz.
24:02Die haben sich ins Gras gebohrt.
24:04Und das Messer wurde mit starker Kraft von unten nach oben geführt.
24:08Ganz genau.
24:08Pass mal auf.
24:09Will ich mal kurz demonstrieren.
24:11Jakob, komm schon mal.
24:12Komm mal hier.
24:13Also, normalerweise bringst du ja jemanden so.
24:15Bam!
24:16Bam!
24:16Paul, warum machst du denn jetzt da so eine super komplizierte Sache draus?
24:19Entschuldige, lässt du mich das ganz kurz demonstrieren, bitte?
24:22Ja, aber ist doch voll unnötig.
24:23Willst du das demonstrieren oder was?
24:25Hier, komm, hier, mach's gut.
24:26Dann mach du's, mach's besser.
24:27Komm, zeig mal.
24:28Okay, Julius, steh auf, komm her.
24:30Also, ich bin der Täter, ich bin größer.
24:32Bamtot, Bamtot.
24:34Bamtot.
24:36Hoa Fahnd ist klein und zierlich und wahrscheinlich nicht besonders kräftig.
24:41Also doch ein Mann als Täter.
24:42Hoa hat für mich das stärkste Motiv.
24:44Also, erst mal Erbschleicherei.
24:46Dann kein Aufenthaltstitel.
24:49Dann kriegt sie keine Kohle mehr von dem Typen.
24:51Also, ich glaube, Paul hat auf jeden Fall...
24:53Wir brauchen die Tatwaffe.
24:57Jakob, du kommst mit.
24:59Klar.
25:00Der Leichnam wurde hier über die Treppe bis da vorne ans Ufer gezogen.
25:14Der Täter wurde gestört und hat's nicht mehr geschafft, den Leichnam zu versenken.
25:20Okay, was ist mit der Tatwaffe?
25:22Also, ich hätte hier einfach einen See geworfen.
25:23Ja.
25:28Soll ich da jetzt rein oder was?
25:30Na, einer muss es ja tun.
25:33Drei Streifen.
25:35Gegen fünf.
25:53Lille?
26:14Sehr gut.
26:19Was ist denn mit der KT los?
26:25Hatten die gestern Betriebsfeier, oder was?
26:27Zum Glück hab ich meinen drei Streifen, Jakob.
26:36Das geht so nicht.
26:37Na, Mechthild, wie läuft's?
26:39Das sieht ja aus wie ein Erpresservideo.
26:41Der Mann kriegt ja einen Todesschreck.
26:42Du musst mir helfen, Jakob.
26:44Aber schnell.
26:45Wir haben nur noch eine Minute.
26:47Wann bist du nur so schüchtern?
26:48Du hast doch nichts zu verbergen.
26:49Doch, mein Alter.
26:51Hä?
26:51Mach.
26:52Ja, okay.
26:55Wir nehmen einfach die Lampe hier.
26:57Ja.
27:00Oh, das ist doch viel zu hell.
27:02Bist du nun auf meiner Seite, oder nicht?
27:04Nein, so geht das nicht.
27:07Ja, so ist doch schon besser.
27:10Oh, das ist gut.
27:11Schau mal.
27:12Das ist doch sehr hübsch.
27:12Alles klar.
27:14Verschwinde.
27:15Ich übernehme jetzt.
27:16Ja, okay.
27:17Viel Glück.
27:18Danke.
27:19Danke.
27:19Vielleicht ist der Konditormeister.
27:37Die Kriminaltechnik hat sich gemeldet.
27:39Guten Morgen.
27:40Auf jeden Fall mehr als ein Polizist.
27:41Auf dem Messer waren die Fingerabdrücke des Opfers und von hoher Fahnen.
27:51Doro, kommst du mit?
27:53Ja.
27:53Guten Appetit.
28:00Ich glaube, die Dinger verkaufen sie an der Tank.
28:02Entschuldigung, weiß hoher, dass Sie hier sind?
28:31Gehen Sie bitte wieder raus.
28:33Das hier ist eine Durchsuchung.
28:34Ja, aber Sie glauben doch nicht an Schiff, dass Hoher den Georg Sperling umhört.
28:37Gehen Sie bitte raus.
28:39Ja.
28:40Nicole.
28:41Das nicht mehr kurz durch.
28:55Nicole.
28:55Dringender Tatverdacht.
29:07Dringender Tatverdacht.
29:09Wissen Sie, was das bedeutet?
29:11Ihre Fingerabdrücke sind auf diesem Messer.
29:14Das ist mein Kochmesser.
29:16Japanische Klinge.
29:18Georg hat das extra für mich gekauft.
29:19Deswegen sind meine Fingerabdrücke drauf.
29:21Haben Sie Georg Sperling mit diesem Messer ermordet?
29:24Nein.
29:29In Ihrem Kleiderschrank habe ich diese Schuhe gefunden.
29:32Da ist er da am Absatz.
29:33Stammt die vom Grundstück von Georg Sperling?
29:37Nein.
29:38Ich habe die Schuhe verliehen an meine Kollegin Inga.
29:41Sie hatte ein Vorstellungsgespräch und brauchte hübsche Schuhe.
29:44Wann haben Sie die Schuhe zurückbekommen?
29:47Gestern.
29:49Inga war nie bei Georg.
29:50Sie kennt ihn nicht.
29:52Gut.
29:52Dann werden wir das überprüfen.
29:56Der Hochzeitstermin.
29:57Warum wurde der abgesagt?
30:00Hat Georg vielleicht von ihrer Tochter erfahren?
30:04Oder von ihrem Gefängnisaufenthalt?
30:06War er sauer deswegen?
30:08Nein.
30:09Das wusste er von Anfang an.
30:11Deswegen wollte er mir helfen.
30:13Mit der Heirat.
30:14Er wollte Sie heiraten, damit Sie einen Aufenthaltstitel bekommen.
30:18Auch für Ihre Tochter.
30:23Lan.
30:26Meine Tochter heißt Lan.
30:27Lan.
30:29Das ist ein schöner Name.
30:31Haben Sie ein Foto?
30:40Sehr süß.
30:40Wie alt ist sie?
30:43Geht sie schon zur Schule?
30:44Sie ist fünf.
30:46Und geht in die Vorschule.
30:48Sie vermissen sie bestimmt sehr.
30:51Eltern sollten nicht von ihren Kindern getrennt sein.
30:54Telefonieren sie oft?
30:55Georg hat akzeptiert, dass ich nicht zu ihm ziehen wollte.
31:03Aber er wollte dann auch die Hochzeit verschieben.
31:06Er meinte, dass die Behörden sonst merken würden, dass wir eine Scheinehe führen.
31:10Und ihr Gefängnisaufenthalt?
31:13Mein damaliger Vorgesetzter hat behauptet, dass ich was gestohlen habe.
31:17Er hat gelogen.
31:18Man hat ihm geglaubt, mir nicht.
31:20Ich bin unschuldig eingesperrt worden.
31:22Was haben Sie denn gearbeitet in Vietnam?
31:25Bei einer Bank.
31:29Und hier gilt Ihr Abschluss natürlich nicht.
31:33Frau Fahnd, möchten Sie was trinken?
31:35Tee, Wasser, Kaffee hätten wir hier.
31:38Tee, ja, danke.
31:39Doro?
31:40Okay.
31:41Ich bin gleich wieder da.
31:44Komm mit.
31:45Julia, hast du die KT-Akte von Horst Sperling?
31:50Oder du, Paul?
31:51Nee, ich hab die nicht.
31:53Ah, hier.
31:55Okay.
31:58Ich wusste es.
32:01Paul, kommst du mit drauf?
32:02Du, lass die mal noch ein bisschen schmoren.
32:04Guck mal, die ist gleich reif.
32:05Komm mal her.
32:07Hier, sitz die mal hin.
32:08Guck mal.
32:10Seite zwei, letzter Absatz.
32:12Das ist ja nicht zu fassen.
32:21Dieser kleine Lügenbaron.
32:29Hey.
32:31Was ist denn los, Micha?
32:32Du antwortest mir nicht, du rufst mich nicht zurück.
32:34Ich brauch die Unterlagen.
32:36Es tut mir total leid.
32:37Ich hab's nicht geschafft, okay?
32:38Hey, ich...
32:40Gerks Tod hat mich so aus der Bahn geworfen.
32:42Wenn ich die Zahlen angucke, ich...
32:43Hör doch mal auf, wenn man so zu tun hat,
32:45wärst du der bessere Sohn gewesen.
32:46Ohne meinen Vater, dann wüsstest du bis heute nicht,
32:48wenn man's Besteck hält.
32:49Das stimmt.
32:51Dass wir gelacht haben wir über dich.
32:52Das stimmt nicht, ich auch.
32:54Als du den Hamlet gespielt hast?
32:55Ja.
32:56Ja?
32:56Ja.
32:57Sein oder nicht, sein.
32:59Das ist dir die Frage.
33:00Du wolltest die Rolle auch.
33:02Ich hab sie bekommen.
33:03Gelben Strumpfhosen und Bettlagen beim Kopf.
33:06Ja.
33:06Komm, Michael, komm, ist okay.
33:08Ist ja jetzt okay.
33:09Hey.
33:12Jetzt ist er tot.
33:13Schwamm drüber, okay?
33:16Vergessen wir's, okay?
33:17Wir fahren jetzt schön in dein Büro
33:18und du gibst mir die Unterlagen.
33:20Ja.
33:20Oder...
33:21Gibt's ein Problem?
33:23Wir fahren, okay.
33:24Ist im Auto?
33:24Na klar.
33:31Sie haben doch in dem Haus gewohnt.
33:33Warum lügen Sie uns an?
33:34Ich lüge nicht.
33:36Wir haben eine zweite Zahnbürste in dem Bad gefunden.
33:39Ich meine, die gehört doch definitiv zu Ihnen, oder?
33:41Nein.
33:41Wir machen DNA abgleich.
33:44Sie verlieren mein Vertrauen, wenn Sie uns anlügen.
33:47Georg und ich haben im Haus zusammen gewohnt,
33:49wegen der Ausländerbehörde.
33:51Aber das war nur kurz.
33:52Wieso?
33:53Wollte er was von ihm?
33:54Ja.
33:55Körperlich?
33:56Nein.
33:57Er wollte mehr Zeit mit mir verbringen,
33:59kam in mein Zimmer.
34:00Das war anstrengend für mich.
34:01Deswegen sind Sie zurück ins Hotel.
34:04Ja.
34:04Und was ist denn mit der Aussage seines Sohnes
34:07wegen der Erbschleicherei?
34:08Wie gehen Sie denn damit um?
34:10Ich hätte nichts geerbt.
34:12Wir waren uns einig, dass wir einen Ehevertrag machen.
34:14Michael Bentheim sollte sich darum kümmern.
34:16Das können wir überprüfen.
34:18Das Geld, das Herr Sperling abgehoben hat,
34:20das war für Sie, oder?
34:21Er hat mich fürs Kochen extra bezahlt.
34:24Wenn ich was genäht habe oder für Gartenarbeit.
34:27Und die 2.500?
34:30Ich muss einen Kredit in Vietnam abbezahlen.
34:32Aber das Geld wurde mir gestohlen.
34:34Naja, klar.
34:35Ja.
34:35Ich weiß nicht wann oder wer das war.
34:37Das war die einzige große Summe,
34:39die er mir gegeben hat.
34:40Ich hätte es ihm zurückgezahlt.
34:44Kann ich jetzt gehen?
34:45Bitte.
34:47Vorerst, ja.
34:49Kommen Sie, ich bringe Sie.
34:50Bitte.
34:57Am Anfang hat sie gelogen,
35:11aber dann habe ich ihr geglaubt.
35:13Nele, Ihre Fingerabdrücke waren an der Tatwaffe.
35:17Hoa hat nichts gemacht.
35:19Frau Offermann.
35:20Ja, ich habe mir die Schuhe ausgeliehen.
35:23Meine Freundin ist unschuldig.
35:24Kommen Sie bitte mit in mein Büro.
35:29Julia?
35:32Ich bin schuld an dem Halm.
35:35Ich war am Tatort,
35:36weil ich alles wieder gut machen wollte.
35:39Weil ich den Georg Sperling um Geld bitten wollte.
35:41Für Hoa.
35:42Für Hoa? Warum?
35:44Ich habe ihr das Geld gestohlen.
35:46Die 2.500 Euro.
35:48Ich wusste, wo sie sie versteckt hat.
35:49Und ich brauchte das Geld ganz, ganz dringend
35:52für meine Autoreparatur,
35:53weil ohne Auto komme ich nicht zur Arbeit.
35:56Und ich wusste ja auch nicht,
35:57dass sie das für ihre Familie braucht.
36:00Moment.
36:02Sie wollten von Georg Sperling Geld leihen,
36:05obwohl Sie ihn gar nicht kannten?
36:07Ja.
36:08Hoa hat immer so gut von ihm gesprochen
36:09und gesagt, dass er Menschen hilft,
36:11die in Not sind.
36:13Und das bin ich ja.
36:15Sie haben mal so geklingelt.
36:16Ja, sogar ein paar Mal.
36:17Aber er hat nicht aufgemacht.
36:19Und dann bin ich hintenrum im Garten.
36:22Und was haben Sie da gesehen?
36:24Den Tisch, den umgeworfenen Stuhl
36:27und Blut und die Leiche im Wasser.
36:31Sie haben die Leiche gesehen?
36:32Aber es war doch dunkel.
36:33Ja, da ist so ein helles Licht angegangen,
36:35vom Haus bis zum Wasser runter.
36:38Und neben der Leiche sind so Handschuhe
36:40auf dem Wasser getrieben.
36:41Handschuhe? Was für Handschuhe?
36:43So gelbe Haushaltshandschuhe.
36:45Die haben ja auch bei der Arbeit...
36:46Die waren nirgends vermerkt.
36:49Ja, und dann bin ich wegrennt.
36:52Die Leiche war hier.
36:54Die Strömung verlief vorletzte Nacht
36:56in diese Richtung.
36:57Das heißt, der Handschuh
36:58muss irgendwo hier abgetrieben sein.
37:01Wenn die Handschuhe oben geblieben sind,
37:03wäre mit Lufteinschlüssen natürlich möglich.
37:06Nee, ich glaube, wir sind da irgendwie verkehrt.
37:08Der Wind war in der Nacht doch ziemlich stark, richtig?
37:10Das heißt, der Wind hat eine größere Auswirkung
37:14als die Strömung.
37:15Und der kam aus nordöstlicher Richtung.
37:18Und das bedeutet,
37:19die Handschuhe müssen irgendwo hier hingetrieben worden sein.
37:22Wer von euch beiden hat Lust,
37:24Handschuhe zu suchen?
37:26Also ich habe da total Bock drauf.
37:27Das gibt's ja nicht.
37:44Jetzt kommen schon, Junge, in den Papen.
37:46Mailbox von Michael Bentheim.
37:47Ihre Nachrichten bitte nach dem Piep.
37:49Jetzt haben wir sie, Michael.
37:50Ja, da sind hohe Geldbeträge weggekommen.
37:53Haben wir uns da geirrt oder was?
37:55Weil da vorne ist schon das Haus von Sperling.
37:58Hier müssen doch irgendwo die Handschuhe sein.
38:01Wow, da ist doch jemand auf der Terrasse.
38:04Das ist doch Frieda Sperling.
38:11Glaube ich an die.
38:17Doro, fahr mal bitte zum Haus von Sperling.
38:20Der Frieda Sperling, der latscht da
38:23in dem abgesperrten Tatort rum.
38:25Ich danke dir.
38:31Hey, Julia.
38:33Schau mal da vorne, auf Backbord.
38:36Da ist was.
38:42Der Backbord.
38:44Okay, wunderbar.
38:50Hey.
38:52Ich denke, einer reicht, oder?
38:54Mhm.
38:59Was fällt Ihnen ein,
39:01einen abgesperrten Tatort zu betreten?
39:04Wollten Sie Beweise vernichten?
39:05Ich weiß schon,
39:06das wollen Sie nicht wahrhaben, ne?
39:08Dass so eine kleine, zierliche Frau
39:10eine Mörderin sein könnte?
39:12Das passt nicht in Ihr Weltbild.
39:13Haben Sie sich mit Ihrem Vater gestritten?
39:16Ging's um Hoa Phan?
39:17Hatten Sie Angst um Ihr Erbe?
39:22Vietnamesische Notizen
39:23auf den Bankauszügen.
39:24Das sind hohe Beträge.
39:26Hoa Phan hat das alles zur Seite geschafft.
39:28Mein Vater ist draufgekommen
39:29und musste deswegen sterben.
39:30Wir werden das überprüfen.
39:33Ja.
39:35Tun Sie das.
39:36Das hier haben wir in den Unterlagen
39:38von Herrn Sperling gefunden.
39:41Georg hat von meiner Ausbildung
39:42bei der Bank gewusst
39:43und da hat er mich gebeten,
39:44etwas Ordnung zu halten.
39:46Herr Bentheim hat sich immer beschwert,
39:48wenn Georg zu nachlässig war.
39:51Sie haben da was notiert.
39:53Was bedeutet das?
39:54Ist Ihnen irgendwas aufgefallen?
39:55Ja.
39:57Das hier sind Abbuchungen
39:59von seinem Konto
39:59auf ein Schweizer Konto.
40:01Ich habe dann recherchiert.
40:02Man muss sich ein bisschen
40:03damit auskennen.
40:04Letzten Endes war das Geld,
40:06das abgehoben wurde.
40:07Hohe Beträge im fünfstelligen Bereich.
40:10Georg hat sich große Sorgen gemacht,
40:12aber er wollte sich dann
40:13selbst drum kümmern.
40:14Hat er jemanden verdächtigt?
40:15Herrn Bentheim vielleicht?
40:17Dem muss das doch aufgefallen sein.
40:19Der hat sich ja
40:19um die Finanzen gekümmert.
40:21Ja.
40:22Deswegen war er ja so besorgt.
40:24Frau Fahn,
40:26warum haben Sie uns
40:27das nicht früher gesagt?
40:29Das letzte Mal,
40:30als ich gegen einen
40:31vermögenden Mann ausgesagt habe,
40:32bin ich ein Jahr
40:33im Gefängnis gelandet.
40:34Können Sie mich
40:34vor solchem Unrecht schützen?
40:37Ja.
40:39Hier kann ich das.
40:43Die KT hat in Johann
40:44schon eine männliche DNA gefunden.
40:46Das heißt,
40:48Hohe und Inga sind draußen
40:49und Frieda kann es ja
40:50auch nicht gewesen sein,
40:51weil der Täter laut DNA
40:52mit Sperling
40:53nicht verwandt sein kann.
40:55Bleibt also nur noch Bentheim?
40:56Nee, der war im Restaurant
40:57und betrunken.
40:58Julia, du hast das doch
40:59überprüft.
41:00Ja.
41:01Vielleicht hat er das ja gefakt.
41:03Ja, der war doch
41:03in dieser Theater-AG.
41:05Hast du dich ein bisschen
41:05weitergeholt?
41:06Wenn du unter Druck stehst?
41:08Theater oder nicht,
41:09wir brauchen seine DNA.
41:10Vielleicht hat Sperling
41:11ihn angerufen
41:12und mit dem gestohlenen
41:13Geld konfrontiert.
41:14Genau, und dann erreicht
41:15er ihn in der Krone.
41:16Und dann spielt er betrunken
41:17oder wie?
41:17Ja.
41:18Er hat ein starkes Motiv.
41:20Ich fahr nochmal zur Krone.
41:21Jakob,
41:24nimmst du bitte deine Füße
41:25darunter.
41:25Dankeschön.
41:26Das hat keinen Zweck.
41:27Hier rein, da raus.
41:28Habe ich mir schon
41:28tausend mal gesagt.
41:32Dann, ähm,
41:33sind wir wohl beide unschuldig.
41:37Hoffen wir,
41:38dass Herr Bentheim
41:38bald verurteilt wird.
41:39Bentheim?
41:42Ja.
41:43Er ist doch jetzt
41:43der Hauptverdächtige.
41:45Er hat sehr viel Geld
41:45von Ihrem Vater
41:46veruntreut.
41:47Wie bitte?
41:48Ist das sicher?
41:50Ja.
42:03Bentheim ist weder
42:04an seiner Meldeadresse
42:05noch in seinem Büro.
42:06Vielleicht ist er auf seinem Boot.
42:07Kriegt es mal raus.
42:08Ich habe gerade
42:08mit dem Hafenmeister
42:09telefoniert.
42:10Der ist auf seinem Boot.
42:12Frieda ist auf dem Weg
42:13zu Herrn Bentheim.
42:14Ich,
42:14ich habe ihm gesagt,
42:15dass er schuldig ist.
42:22Du hast ihn umgebracht.
42:27Komm her!
42:28Komm her!
42:28Komm her!
42:28Komm her!
42:28Komm her!
42:38Komm her!
42:59Komm her!
42:59Das Boot aufstoppen!
43:29Aufstoppen!
43:36Er hat's kapiert.
43:42Hey, hey, hey, hey! Denken Sie nicht mal dran!
43:45Ich, ich habe das Geld genommen, okay? Aber Georg Sperling habe ich nicht getötet.
43:50Ja, ja, wie auch immer. Wir sind vorläufig festgenommen.
43:54Bitte mal beiseite. Ist er ansprechbar?
43:56Ja, Bärenbach. Wir brauchen bitte Verstärkung und die LRG zum Zeller Seehöhe Itznang.
44:02Wir haben den Verletzten.
44:03Hast du heute gar keinen Kuchen?
44:17Nee. Er meinte nicht mich. Er hat gedacht, dass da, wo ich wohne, jemand anders wohnt.
44:24Blond und jünger.
44:25Irgendeine ist immer jünger.
44:28Der KT-Bericht. Und die Rechnung aus der Krone.
44:36190 Euro?
44:38Bentheim sitzt oben. Komm mit.
44:40Warum haben Sie angefangen, Georg Sperling zu bestehlen? Er hat so viel für Sie gemacht.
44:50Immer hat der Frieder mir vorgezogen. Und der wusste das nicht einmal zu schätzen.
44:56Sie spielen ganz gerne Theater, Herr Bentheim.
44:59Meine Kollegin hat uns ihre Rechnung aus der Krone mitgebracht.
45:03Sie haben an dem Abend genau zwei Gläser Wein getrunken.
45:07Mal ehrlich, jemand wie Sie, der wird doch von zwei Gläsern Wein gerade mal beschwipst.
45:13Dem Taxifahrer und dem Wirt, der das Taxi gerufen hat, haben Sie aber vorgespielt, dass Sie komplett besoffen gewesen wären.
45:19Damit ist die Adibie hin.
45:20Und die Gummihandschuhe.
45:24In den Handschuhen haben wir Ihre DNA gefunden.
45:27Den Handschuhen, die das Messer gehalten haben, mit dem Georg Sperling erstaunen wurden.
45:32Eine Zeugin hat Sie neben der Leiche treiben sehen.
45:35Wenige Momente nach dem Mord an Georg Sperling.
45:41Er hat immer so väterlich getan.
45:45Mit der Polizei hat er mir gedroht.
45:47Dann haben Sie zugestochen.
45:50Aber ich wollte es nicht.
45:53Jetzt wird er uns weismachen, dass er im Affekt gehandelt hat.
45:56Haben Sie nicht, Herr Bentheim.
45:57Sie haben das schon im Restaurant geplant, besoffen gespielt und den Rest haben Sie sich auf der Autofahrt überlegt.
46:03Sie sind in die Küche und haben sich die Handschuhe geholt.
46:06Oha, kann ich mir verzeihen.
46:242.500 Euro, um Ihnen zu beweisen, dass ich kein schwäbischer Geizkrank bin.
46:49Und wie war dein Date?
47:16Mit meinem Seemann. Er hat übrigens diesen wunderschönen Namen Heinz Herbert.
47:22Ja, aber er hört ein bisschen zu laut die falsche Musik und er spricht ständig über sich.
47:26Außerdem schmatzt er beim Essen, also nie mehr. Aber er ist sehr attraktiv.
47:31Okay, dann tut mir leid.
47:34Was, dass er attraktiv ist?
47:38Na, wie ist die Lage?
47:40Das Leben ist schön, so wie es ist. Es ist vielleicht nicht perfekt, aber es ist schön. Komm her.
47:49Hey, ich möchte auch. Na klar, komm her.
48:10Das Leben ist schön, so wie es ist.
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