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  • 2 days ago
Rote Rosen Folge 1611
Transcript
00:00Er vermasselt es.
00:04Der Mann braucht keinen Job, er braucht eine Frau.
00:08Bist du ganz sicher, dass du ihn meinst?
00:12Genau.
00:14Und wir?
00:20Er bietet dir Lösungen für deine Probleme an.
00:23Aber so funktioniert das Leben doch nicht, Lotte!
00:25Krieg doch erst mal dein eigenes Leben auf die Reihe, bevor du dich in Mainz einmischst. Hier.
00:30I'm worn and painted by the sun, and it's in my eyes, and it's in my eyes.
00:38Caught by the rapture of the dawn, and a restless sky, and a restless sky.
00:47This is my life.
00:51This is the way to find my own.
00:55This is my life.
00:57This is the world where I belong.
01:04I'm rolling on, I'm rolling on.
01:08Hey!
01:18Hey!
01:22Ich muss es ihr doch sagen.
01:25Diese Sekte ist gefährlich.
01:27I would probably be the same reaction, honestly.
01:32Pastor Mertens has just warned us.
01:36There was no panic, no pressure, no warning.
01:42And I have just done that.
01:45Hey, you love your daughter, you want to protect her.
01:49Yes.
01:52And now she's wütend.
01:57And now she's probably more on this Uli klein and his Sekte.
02:02And that's exactly what this man speckles.
02:07You know, how soon Lotte makes this issue dicht.
02:12And how do I come back again?
02:16Gute Frage.
02:20Hast du schon mit Torben gesprochen?
02:23Entschuldige, Torben?
02:24Ja. Lotte ist minderjährig.
02:26Ich würde das auf jeden Fall mal juristisch abklopfen lassen.
02:29Vielleicht kann man da irgendwas machen.
02:31Oh Gott. Oh Gott, daran darf ich überhaupt nicht denken.
02:35Ist doch nur eine Option, ja?
02:37Vielleicht kannst du dann wieder ruhiger schlafen.
02:40Ja, es könnte sein.
02:43Ich rufe ihn mal an und frage, ob er Zeit hat, bevor ich nach Hamburg fahre.
02:48Mach das.
02:49So, trinke.
02:52Danke.
02:56Ich mag mich.
02:57Okay.
03:00Ich war schön.
03:15Ja.
03:17Das fand ich auch.
03:29Danke.
03:31Danke.
03:32Danke.
03:47Danke.
03:49mit anderen worten die elbe trap rennbahn ist eine marode anlage wo sie
04:16Hase und Igel Gute Nacht sagen.
04:18Das sehe ich anders.
04:19Wieso? Du hast doch vorhin selber...
04:20Ja, sie ist mittlerweile wahrscheinlich nur ein Abglanz ihrer früheren Tage,
04:24liegt ein wenig im Dornröschchen schlafen.
04:25Aber du willst jetzt nicht den Königssohn spielen.
04:28Runter!
04:30Trabrennen.
04:31Das war eine 90er-Main.
04:33Ja, aber die, die überlebt haben, sind wieder im Kommen.
04:36Ja, aber nicht die Elbe Trabrennen waren, richtig?
04:38Man muss einfach das Areal neu andenken.
04:41Ja, mit Unterhaltungsmöglichkeiten und nicht nur für Zocker.
04:44Sondern?
04:44Familien, junge Leute, ein Sportpaket um den Pferdesport herum.
04:49Verstehst du?
04:50Dunkel.
04:52Sollen wir was sagen denn die Betreiber dazu?
04:55Der Geschäftsführer hätte bei denen vollkommen freie Hand.
04:59Aha.
05:01Also es klingt gerade so, als hättest du dich für den Job schon entschieden.
05:05Nun ja, die innere Diskussion läuft noch, aber könnte spannend werden.
05:11Danke.
05:12Wofür?
05:14Ja, wer hat mir denn den Dialog mit Frau Watzmann so diskret vermittelt?
05:19Hm?
05:21Sag mal, habt ihr denn euch auch über andere Themen als dem Pferdesport unterhalten?
05:27Ich meine Frau Watzmann ist eine charmante, attraktive Frau, die man nicht so leicht übersieht.
05:34Komisch.
05:35Ihr Blick auf die hiesige Männerwelt weist da einige Parallelen auf.
05:39Ah, jetzt wird's spannend.
05:41Ja, auf der Rückfahrt hat sie sich ganz explizit nach deinem Familienstand erkundigt.
05:49Aha.
05:49Und das war nicht nur Konversation.
05:55Was ist?
05:58What's this?
06:16Nothing! I'm surprised how elegant you got my Triathlon coach out.
06:21You mean because of our Heidefrau photos on their website?
06:24Ein Lächeln von Frau Dr. Berger für Werbezwecke? Okay. Aber nur, wenn auf die Probleme der Diakonie hingewiesen wird.
06:30So kann ich schon lange. Schon vergessen? Triathlon für Fahrradwolf. Ach, und nebenbei auch gleich für Elektro Berger.
06:42Hey, Sünkel!
06:44Na, Herr Pastor, wie geht's dem Ohr?
06:47Ja, ich kann ihn schon fast wieder hören. Nein, im Ernst, also das Five-Concert ist fast vorüber.
06:53Aber bitte übertreib's nicht gleich wieder, ja?
06:55Ja. Bei dir wollte ich mich sowieso noch gemeldet haben.
06:58Ja, was liegt an?
07:00Brian, der Junge, der sich so bei meinen Konfirmanden reingekniet hat. Der ist offenbar einer Sekte.
07:05Oh.
07:06Ziemlich neu, der Verein. Und offenbar mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit. Oder, bzw. was die darunter verstehen.
07:12Ja, und was kann ich dabei machen?
07:14Du trainierst doch die Heidekicker.
07:16Ach so, du meinst, falls die in dem Bereich ihre Fühler ausstrecken sollten.
07:20Ganz genau.
07:21Gegenvorschlag. Also, falls du wieder fit sein solltest.
07:24Ja?
07:25Du kannst ja selbst beim Training vorbeikommen. Dann erklärst du den Kids mal, ja, woran man eine Sekte erkennt.
07:30Na klar. Wann trainiert ihr nochmal?
07:32Mittwochs. Immer 17.30 Uhr.
07:34Ah, am Kreidebergsee.
07:35Okay.
07:36Ja.
07:37Ja.
07:38Ja.
07:39Hey.
07:40Darf ich hier ankommen?
08:03Do I come here?
08:05Yes.
08:11We should talk before we see each other before we see each other.
08:16That was before in the stall was...
08:18That was a mistake.
08:20That's what I think.
08:23And I'm not sure if you're just as a Trostlaster...
08:26Hey, if it was a nice word, then...
08:30Yeah. But why? That was I was.
08:33Because you were with Carla stress.
08:36And you were my...
08:38... small Flucht.
08:40Because I didn't want to go on Mick.
08:43Trostpflaster and...
08:44... small Flucht, that's not like a big romance.
08:48No.
08:49So was should it be.
08:53Freunde?
09:00Gut.
09:01Also, ich liebe Mick. Das habe ich jetzt wirklich begriffen. Und ich werde ihm nichts sagen.
09:05Ich weiß jetzt auch, dass ich Carla liebe.
09:09Gut.
09:10Und genau deswegen werde ich ihr alles erzählen.
09:15Wieso das denn?
09:16Weil eine Ehe für mich auf Ehrlichkeit und Vertrauen basiert.
09:22Also, ich bleib dabei. Von mir erfährt Mick kein Sterbenswort.
09:26Und ich kann nicht anders.
09:28Es... würde Mick das Herz brechen.
09:31Und er würde sich von mir trennen. Davon kannst du doch bei Carla auch ausgehen.
09:35Also, ich bleib bei meiner Ansage.
09:39Und wenn du trotzdem was erzählst, dann...
09:42... dann verliere ich alles.
09:44Es tut mir leid.
09:48Ja.
09:51Na, hast du was vergessen? Oder Langeweile, weil bei deinem Udo besetzt ist?
10:18Weder noch. Aber ich muss nach unserem Disput etwas klarstellen.
10:22Dass alles ein Missverständnis ist und du es nur gut mit mir meinst.
10:26Davon kannst du immer ausgehen.
10:29Nein, es geht um die Rollenverteilung.
10:32Ich habe mir nicht ausgesucht, die größere Schwester zu sein.
10:35Ach Gott.
10:36Diese läppischen fünf Jahre in unserem Alter.
10:39Hast du vollkommen recht.
10:44Aber wenn du von klein auf die Beschützerrolle zugeschoben bekommst, besitzt,
10:49sehe ich wirklich so aus, als müsste ich noch beschützt werden?
10:52Nein, natürlich nicht. Aber das ist mir gestern erst klar geworden.
10:58Ich musste ja nicht mehr das Rotznäschen putzen.
11:00Ich musste ja nicht mehr die Schnürsenkel binden.
11:05Wohl wahr.
11:06Es tut mir leid.
11:09Ich gelobe Besseren.
11:11Ja, ja, ich weiß schon, ein bisschen spät, aber besser ist nicht.
11:19Irgendwie auch doof, keine große Schwester mehr zu haben.
11:25Danke trotzdem.
11:27Du hältst es ja sowieso nicht durch.
11:29Dann gib mir doch eine Chance.
11:32Du bist, wie du bist, und es ist, wie es ist, damit kann ich leben.
11:36Ah, jetzt klingst du wie die große Schwester.
11:39Ach so.
11:41Was machen wir jetzt mit diesen Schürzen?
11:44Die hatten wir alle schon längst abgeschrieben.
11:46Daraus soll irgendwer irgendwelche Topf oder sonst was für Lappen machen.
11:50Was, tausend Schürzen ab in die Tonne?
11:52Da muss es doch eine andere Lösung geben.
11:54Tja, da hast du völlig recht.
11:58Wir sollten einen Plan machen, wie wir Merle aus der Patsche helfen.
12:01Bingo, große Schwester.
12:09Hey.
12:10Hey.
12:13Hast du einen Moment?
12:14Ja.
12:15Ich war vorhin in der Gärtnerei bei Lotte.
12:25Ich hatte ihr einen Pullover mitgebracht.
12:28Wollte mit ihr essen gehen.
12:29Mutter, Kind.
12:30So wie früher.
12:32Sag schon, was passiert ist.
12:34Es war nicht wie früher.
12:36Tine, was ist los?
12:38Mir ist der Kragen geplatzt und ich habe sie direkt auf das Thema Malakron angesprochen und gesagt, was ich von dieser Sekte halte.
12:44Was?
12:45Ein Wort ergab das andere. Lotte hat mich wütend stehen lassen.
12:48Das ist nicht dein Ernst.
12:49Ich weiß, ich habe einen Fehler gemacht.
12:54Wieso hast du nicht einfach den Mund gehalten, so wie wir es besprochen haben?
12:58Sie war so distanziert.
13:00So cool.
13:02Es hat mich gekränkt.
13:03Der Umgang mit Stress war noch nie deine Stärke.
13:07Das ist doch wirklich Unsinn.
13:09Du, sonst würde ich beruflich nicht da stehen, wo ich jetzt stehe.
13:12Ich sage nur, Amrum 1999, eine Mutter läuft amok.
13:17Unsere Tochter war aus dem Strandkorb verschwunden.
13:20Ja, und sie spielte zehn Meter nebenan in der Sandburg.
13:23Du, sie hätte auch im Wasser sein können.
13:24Das wäre für ihre kurzen Bändchen ein halber Tagesmarsch gewesen.
13:30Willst du jetzt hier alte Geschichten wieder aufwärmen?
13:33Okay.
13:38Was passiert ist, ist passiert.
13:40Ja, und ich nehme es auf meine Kappe.
13:43Das Problem ist, dass Lotte jetzt weiß, was wir wissen.
13:47Und nun?
13:49Ich habe einen Termin bei Torben.
13:51Wir müssen mit ihm besprechen, wie wir rechtlich gegen diese Sekte vorgehen können.
13:54Und wie wir Lotte da rauskriegen.
13:58Gut.
14:00Das ist gut, ich bin dabei.
14:02Ähm, Vorschlag, siehst du denen das neue Angebot? Und melden sich, ja?
14:12Exactly.
14:14Have a good day.
14:15Ich hoffe, ich störe nicht.
14:16Nicht, wenn Sie der Mann sind, für den ich Sie halte.
14:27Ich gäbe etwas darum, wenn ich Ihre Gedanken lesen könnte.
14:30Nicht nötig.
14:31Wie fanden Sie das Gespräch mit den Eigentümern der Trabbrennbahn?
14:38Interessantes Thema, kompetente Menschen.
14:41Ja.
14:42Und das sehen diese Leute im Hinblick auf Sie ganz genauso.
14:49Ich habe mit einem der Eigentümer telefoniert.
14:51Die wollen Sie unbedingt als Geschäftsführer.
14:52Sie meinen also, ich sollte dem Ruf folgen?
15:01Ehrlich?
15:02Meine Konditionen wären die folgenden.
15:05Keinen festen Arbeitsvertrag, variabel Arbeitszeiten, kein Büro in Hamburg, sondern hier eine Erfolgsprämie.
15:10Also, äh, das besprechen Sie mal alle schön mit dem Eigentümerkonsortium.
15:14Und bis dahin werden Ihnen bestimmt noch einige Punkte mehr einfallen.
15:17Ist gut möglich.
15:20Ich wusste, dass Sie anbeißen würden.
15:22Weil Sie Gedanken lesen können?
15:24Nein.
15:26Weil ich das Leuchten in Ihren Augen auf der Trabbrennbahn gesehen habe.
15:30Ja, Sie verstehen es aber auch, die Angel auszuwerfen.
15:33Ja.
15:34Das ist mein Job.
15:35Tja, dann wird man auf seine alten Tage noch Opfer einer Headhunterin.
15:42Ich jage nur.
15:44Ich erlege niemanden.
15:46Weil ich finde, diese noble Geste sollte honoriert werden.
15:50Was ist das?
15:52Die Adresse eines gewissen Herrn Jansen, wo er gerade Renovierungsarbeiten koordiniert.
15:56Aber nur für den Fall, dass Sie Ihr Interesse richtig gedeutet haben.
16:05Können wir nicht eine andere Übung machen?
16:09Can we do something else to do with you?
16:25Can we do something else to do with you?
16:29You can always do something different.
16:31And run away.
16:33What you see in the mirror is your pain, your feelings.
16:43Good and bad.
16:45Everything is there.
16:47If you want to see it.
16:49Also your parents.
16:56Okay, I'm ready.
17:00Good.
17:03Let's talk about your mother again.
17:08What do you feel?
17:10She's nervous.
17:13What do you mean?
17:15She's like a little girl.
17:18Your parents are so small.
17:21Yes.
17:22Why do they do this to your opinion?
17:25I don't know.
17:28Yes.
17:29Yes, you know.
17:31They want to prevent you from growing up.
17:33But...
17:34They take your freedom.
17:35They don't let you go.
17:37Or you don't want to be free and independent?
17:42Yes.
17:43That will I.
17:47You said that your mother has hurt you today.
17:49Only today?
17:51And you...
17:52And you know that Nerven the right word is?
17:58I'm...
17:59I'm...
18:00You...
18:01I'm...
18:03And Wut is a real feeling.
18:05Because its our敵ner's face.
18:08They mask a 귀inom hat.
18:10So that's why her.
18:12Tell me...
18:13What else is for you?
18:15What?
18:16I hate my mother, because she has my father left me and because she is a
18:21Heuchler and because she will not for me in this city!
18:25Very nice, but I have to admit that I have no shirts, neither in the kitchen nor in the garden.
18:52Wir müssen ja auch die Schürze als Schürze vergessen und nach einer anderen Verwendung suchen.
18:56Wir sind doch ein kreativer Mensch, Frau Jansen.
19:00Sagt wer?
19:02Entschuldigung, kleine Vorwarnung an die Damen, wenn es im Treppenhaus etwas lauter wird,
19:06ich packe gerade für den Umzug in die Gartenlaube.
19:08Gut, aber Sie trinken ein Tässchen Tee mit uns.
19:11Ja, sag ich nicht nein.
19:12Vielleicht haben Sie ja auch eine Idee, Hannes.
19:14Ja?
19:15Was macht man mit tausend Gartenschürzen, die nicht für die Gartenarbeit taugen?
19:19Ja, und warum taugen die nicht dafür?
19:22Die Träger reißen.
19:23Aha.
19:24Ja, und jetzt sitzt Merle auf tausend von diesen ollen Dingern.
19:27Na ja, und einfach wegschmeißen, das geht nicht, finden wir beide, ne?
19:30Ja, wir sollten die Schürze irgendwie zweckentfremden.
19:33Und das möglichst originell.
19:35Ja, aber wir könnten sie doch einfach eine Tombola spenden.
19:38Ja, das ist ja eine nette Idee, Frau Jansen, aber es muss ja was bei rumkommen.
19:43Naja.
19:44Lampenschirm.
19:45Und dann mit so einer Tasche für die Lesebrille, die man sowieso immer verlegt.
19:49Ja, genial!
19:50Ja, oder, oder Fernsehkissenbezüge.
19:54Eine Tasche für die Fernsehbrille und eine Tasche für die Fernbedienung.
19:58Oder, oder als Vorrang für die Laubenpieper, ja, und was bis Weihnachten nicht weggeht,
20:04da machen wir dann Adventskalender für den Mann, Modell Schürzenjäger.
20:08Also Knäppchen, Werkzeug, Aftershave, so geht das wunderbar.
20:13Ja, wir werden noch viel Spaß haben.
20:15Also ich schreibe jetzt mal alle unsere Ideen auf.
20:19Und für die Originellste kann sich ja dann ihre Nüchte entscheiden.
20:24Ja, also mit dem Schürzenjäger anfangen.
20:26Ja, ja.
20:28Sehr ließ.
20:32Nur fünf Minuten, ich muss gleich wieder ins Büro.
20:34Meine Zeit steht in deinen Händen.
20:36Psalm 31, Vers 16.
20:39Ja, danke.
20:40Mich lässt diese Sekten-Sache einfach nicht los.
20:43Du hast doch diese Geschichte von deinem Freund erzählt, der sich umgebracht hat.
20:48Wie reagierst du deshalb so empfindlich auf das Thema?
20:51Ganz klar.
20:52Ja.
20:53Und du hast irgendwas vom bitteren Ende erzählt.
20:56Aber wie ist er denn überhaupt in diese Sekte geraten?
20:59Das ewige Lied.
21:02Junge Menschen auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.
21:06Wir waren beide im selben Internat.
21:09Haben oft nächtelang durchdiskutiert.
21:11Und dann wurde ja Pastor Hagen irgendwann mein Mentor und Ziehvater.
21:16Und dein Freund hatte es nicht so mit der Kirche.
21:18Nicht ein.
21:19Er hat einfach eine schwierige Phase durchgemacht.
21:24Probleme in der Schule.
21:26Liebeskummer.
21:27Das ganze Teenie-Programm eben.
21:29Tja, und dann war auf einmal da der große Meister.
21:33Der Mann aus der Sekte.
21:35Er wusste auf alle schwierigen Fragen eine einfache Antwort.
21:38Aber wenn du mich fragst, das waren alles nur billige Kalendersprüche.
21:42Ja, aber hat das deinem Freund dann geholfen?
21:44Er war anfangs total euphorisch.
21:46Aber dann kam die Abwärtsspirale.
21:50Druck, überteuerte Kurse, Schulden.
21:55Und irgendwann wusste er sich da nicht mehr anders zu helfen.
22:08Echt ein Jammer.
22:10Schwer vorstellbar, dass Uli Klein so ein Guru sein soll.
22:13Ich mein, er hat jahrelang erfolgreich als Psychologe gearbeitet.
22:17Er hat Charisma und wirkt immer so überzeugend in Gesprächen.
22:20Ja, aber das ist genau das Problem.
22:23Wer anderen Menschen das Blaue vom Himmel herunterlügt,
22:25der muss ziemlich clever sein und sein Handwerk verstehen.
22:30Torben, und was genau meinst du mit schwierig und wenig Handhabe gegen Malacron?
22:34Dazu komme ich gleich.
22:36Erstmal wollte ich euch sagen, da Lotte erst 17 ist,
22:39liegt das Aufenthaltsbestimmungsrecht für sie natürlich bei euch.
22:43Meine Güte, wie sich das anhört.
22:45Das heißt, ihr könnt Lotte theoretisch den Umgang mit Uli Klein und Malacron verbieten.
22:50Notfalls könnte sie sogar mit Hilfe der Polizei dort abholen lassen.
22:53Das sind Bilder, die ich mir lieber nicht vorstelle.
22:55Ja, genau deshalb würde ich auch stark davon abraten.
22:57Das kann wirklich nur das letzte Mittel sein.
22:59Ja, natürlich.
23:01Gut, also jetzt zum Malacron selber.
23:03Weder gilt die Gruppe bisher offiziell als Sekte noch ist Uli Klein bisher strafrechtlich in Erscheinung getreten.
23:09Das meine ich mit schwierig. Das ist der berühmte Aal, den man nicht fassen kann.
23:13Verstehe.
23:14Wenn aber Lotte beregelmäßig Zahlungen an Malacron vornimmt,
23:17dann könnt ihr dieses Geld natürlich zurückfordern.
23:19Mit 17 ist Lotte ja noch nicht voll geschäftsfähig.
23:22Also was meine Sorge ist, ist, dass uns die Zeit davon rennt.
23:25In einem Monat wird Lotte 18. Dann können wir das Elternsorgerecht vergessen.
23:30Bitte mal doch den Teufel nicht an die Wand, Ole.
23:32Ja, aber es ist doch so. Warum also nicht gleich juristische Mittel einlegen?
23:35Weil sie sich dann mit 18 vollends von uns abwendet.
23:38Wer sagt denn das? Also noch können wir eingreifen.
23:41Ja, aber um welchen Preis?
23:43Nein, es kommt überhaupt nicht in Frage.
23:45Wir werden Geduld haben und wir werden weiter mit Lotte im Gespräch bleiben.
23:48Wie gut das funktioniert, hast du uns ja gerade gezeigt.
23:51Du meine Güte, ich weiß, ich habe einen Fehler gemacht.
23:53Aber, aber dir vertraut sie doch noch.
23:55Du musst versuchen, an sie ranzukommen.
24:05Ich soll dich von Herbert grüßen.
24:11Ah, danke. Was macht seinen Ausschlag?
24:15Wird besser, Dankeschön. Wusstest du, dass er Lehrer war, bevor er auf der Straße gelandet ist?
24:21Nö. Setz dich doch.
24:25Danke. Was machst denn du hier eigentlich alles?
24:28Recherchen in Sachen Malachron.
24:32Du siehst blass aus.
24:34Ich fühl mich auch so.
24:36Was macht dein Ohr?
24:38Tendenz lauter.
24:40Vorne ist mir wieder richtig schwindelig geworden.
24:44Sündke, ich kann mich nur wiederholen.
24:46Du musst den Gang runterschalten.
24:48Ja, versuche ich ja.
24:50Das reicht aber nicht.
24:52Willst du riskieren, dass dein Tinnitus chronisch wird?
24:54Ich habe mein Stresslevel im Griff, Britta.
24:56Offensichtlich nicht.
24:58Neben der Arbeit kniest du dich in diese Sektennummer und da kommen alte Geschichten hoch.
25:03Dein Freund hat mir Juli erzählt.
25:06Das ist ewig her.
25:09Ja, und du weißt genauso gut wie ich, dass einen die Vergangenheit einholen kann.
25:13Und das ist Stress.
25:15Und davor musst du dich schützen.
25:17Leichter gesagt als getan.
25:21Ich weiß.
25:26Es tut mir wirklich leid, dass ich dich vorhin so angeblufft habe.
25:38Ach, Schwamm drüber.
25:39Nein, nein.
25:40Es war wirklich nicht okay von mir.
25:42Aber ich habe mich so über Mick geärgert, der plötzlich hat den Chef raushängen lassen.
25:46Mick ist Chef vom Hotel, nicht vom Salto.
25:48Ja.
25:49Aber was soll ich denn machen, wenn er mir 18 hungrige Amikane auf den Hals hetzt, die regional zu speisen wünschen?
25:54Der Gast ist eben König.
25:58Dabei habe ich mich so auf unser Picknick gefreut. Ehrlich.
26:02Aber als du mich angeblufft hast...
26:05Ach.
26:06Carla.
26:07Es war heute einfach nicht mein Tag.
26:12Ich habe uns eine DVD mitgebracht, hm?
26:18Füße auf den Tisch und eine Flasche Wein, Kuscheln.
26:23Was sagst du?
26:24Ich...
26:25Oh Gott, du bist so gut.
26:27Ich würde eigentlich gern das mit dir besprechen.
26:31Oh nein.
26:32Ihr Mick da Bräuer können wir das auch morgen verschieben.
26:35Ich möchte wirklich nur noch einen ruhigen Abend mit dir verbringen.
26:39Gut.
26:50Es tut mir so leid.
26:53Und kommt nicht wieder vor.
26:56Das ist nett, aber sag mal, muss nicht eigentlich ich mich bei dir entschuldigen?
27:00Also wir reden noch wegen dem Streit vorhin im Büro.
27:04Beinbank und Beratung und so, oder?
27:06Mhm.
27:11Danke.
27:14Trotzdem jetzt im Ernst, also...
27:16Es tut mir wirklich leid.
27:18Ich habe völlig überreagiert.
27:22Okay.
27:23Dann ist jetzt alles wieder gut, ja?
27:26Alles wieder gut, ja?
27:27Das hoffe ich.
27:36Stein hat er übrigens angerufen.
27:38Torben muss ihn ganz schön zusammengefaltet haben.
27:41Mhm.
27:43Jedenfalls ist er auf ganzer Linie eingeknickt.
27:47Und das heißt?
27:48Das heißt, er zieht seine Beschwerde zurück.
27:52Er löst sein Fach bei uns in der Weinbank auf.
27:56Und er ist nicht länger Kunde der Weinbank.
28:02Hm.
28:03Da gehört er auch nie hin.
28:04Das war ein typischer Möchtegenexperte.
28:06Und ich ziehe meine Ansage von vorhin zurück.
28:13Selbstverständlich bleibt die professionelle und kompetente Beratung
28:16von Rieke Friedrichs, fester Bestandteil unserer Weinbank.
28:21Danke.
28:22Es war ein Schnellschuss von mir.
28:27Es tut mir leid.
28:28Ich bin momentan unglaublich unter Druck und dem Stress.
28:30Die ständigen Gespräche mit Carla wegen dem Umbau.
28:33Dazu habe ich das Gefühl, dass...
28:36dass ich bei einem Flickenschild unter Beobachtung stehe.
28:39Und...
28:40Naja, ich...
28:41Ich glaube, ich muss mir einfach ein dickeres Feld zulegen.
28:45Das weiß ich.
28:47Und ich finde, du machst es richtig gut.
28:51So.
28:53Und jetzt...
28:55lassen wir Hotel, Hotel sein.
28:57Und kümmern uns nur noch...
28:59um uns.
29:01Hm.
29:03Sag mal, was ist mit dir plötzlich los?
29:06Ich bin verliebter, meinen Freund.
29:08Lass es los.
29:14Lotte in den Fängen einer Sekte, das kann doch nicht sein.
29:17Ich wollte es dir eigentlich nicht sagen.
29:19Man hat uns geraten, den Kreis der Mitwisser möglichst klein zu halten.
29:22Ach, ihr wisst schon länger davon.
29:25Ich habe im Internet recherchiert.
29:27Und ich habe herausgefunden, dass Mannachron seinen Hauptsitz auf Mallorca hat.
29:31Und jetzt frage ich mich die ganze Zeit, ob Lottes Mallorca-Trip schon damals mit dieser Sekte zu tun hatte.
29:38Ja, wo soll das denn sein?
29:39Ja, hier ist die Adresse.
29:40Ja, das ist ganz in der Nähe von dem Café, wo ich Lotte aufgelesen habe.
29:50Aber vor Ort hast du von dieser Sekte noch nie gehört?
29:52Nein.
29:55Aber warum habe ich bloß nichts gemerkt?
29:58Lotte hat mir doch von Mallorca erzählt.
30:00Ich war blauäugig. Ich habe ihr den Streit mit Brian geglaubt.
30:04Aber ich habe sie doch damals erlebt. Sie war doch völlig mit den Nerven runter.
30:08Sie hat mich angelogen.
30:09Ja, diese Blitzversöhnung mit Brian war schon etwas merkwürdig.
30:16Es passt irgendwie alles hin und vorne nicht zusammen.
30:19Was ist da bloß gelaufen?
30:23Hast du mir eingefallen?
30:24Ja, was denn?
30:25Sprichst du mit Lotte bitte nicht über Mallorca-Trip?
30:28Nein, natürlich nicht.
30:30Den Fehler habe ich schon gemacht.
30:33Erst denken, dann reden.
30:35Jetzt können wir nur noch hoffen, dass Ole den Kontakt zu Lotte hält.
30:46Und bitte grüßen Sie Ursula sehr herzlich von mir.
30:50Das mache ich sehr gerne. Auf Wiedersehen.
30:52Auf Wiedersehen.
30:54Mama, es ist noch nicht mal fertig renoviert und lässt schon potenzielle Mieter antanzen.
30:59Da hätte ich mir die Internetanzeige auch sparen können.
31:01Ja, entschuldige. Das ist ein sehr guter Freund von einer sehr guten Freundin.
31:06Und ich will die Sache zügig hinter mich bringen.
31:09Und wie viele Freunde von einer sehr guten Freundin habe ich noch zu erwarten?
31:11Doch, also so wirklich. Jetzt sei nicht albern.
31:14Du weißt genau, Adele hat mich zu ihrem Geburtstag am Wochenende eingeladen.
31:18Und ich will das Ganze erledigt haben.
31:21Guten Abend.
31:22Guten Abend.
31:23Guten Abend.
31:24Frau Watzmann.
31:25Guten Abend, Herr Janssen.
31:26Johanna Janssen.
31:27Freut mich.
31:28Sagen Sie, sind Sie nicht die Dame, die Herrn Flüten schickt, für einen neuen Job gewinnen will?
31:42Wir sind im Gespräch, das stimmt.
31:44Aha. Obwohl mein Sohn sich diese Jagd auf seinen besten Freund wohl ganz anders vorgestellt hat, nicht wahr?
31:52Mama, bitte.
31:54Warum ich Sie aufsuche, Herr Janssen, ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend, ja?
31:59Danke, Mama.
32:04Ja, warum Sie mich aufsuchen.
32:06Ja, äh, kurz und gut. Ich wollte mich bei Ihnen bedanken für Ihre diplomatische Vermittlung in puncto künftiger Geschäftsführung der Elbe-Trab-Rennbahn.
32:14Och, keine Ursache.
32:16Ich möchte Sie trotzdem gern zum Essen einladen.
32:19Gern?
32:20Ich habe noch zwei Telefonate zu führen.
32:24Klopfen Sie doch einfach im Hotel an, wenn Sie soweit sind.
32:27Ja, ich freue mich.
32:30Na dann, bis gleich.
32:50Das war ein Eigentor.
32:53Leute, mach dicht, dann will ich von Tine nichts mehr wissen.
32:56Was hat denn Tine da schon wieder geritten?
32:58Ich dachte, genau das wolltet ihr vermeiden.
33:00Keine Konfrontation mit dem Thema Sekte.
33:03Sie ist eine typische Löwenmutter.
33:05Sehr impulsiv, da brennt schon mal eine Sicherung durch.
33:07Ach, den fiel er auch nicht besser.
33:16Also, Herr, stellts Funkstille zwischen den Brecken.
33:18Absolut.
33:22Jetzt bin ich gefragt und ich darf mir keinen Schnitzer erlauben.
33:26Na, das schaffst du.
33:29Löwenvater.
33:31Darauf verlassen wir uns auch.
33:36Also, Tina ist also ein rotes Tor für Lotte.
33:39Wäre es da nicht besser, sie würde zurück nach Hamburg fahren?
33:42Bevor sie noch mal impulsiv wird?
33:45Noch mehr Porzellan zerschlägt?
33:47Ich weiß nicht, wie sehr Lotte schon drinsteckt in dieser Malakron-Sekte.
33:53Das weiß keiner von uns.
33:55Aber wollt ihr nicht doch noch mal über ein Internat nachdenken?
33:59Für Lotte? Absolut ausgeschlossen.
34:02Da sind Tine und ich uns einig, nicht mit der Brechstange.
34:05Keine voreiligen Verbote.
34:07Wir wollen sie nicht wegschicken.
34:09Ich wusste nicht, dass ihr da so eine klare Strategie habt.
34:11Haben wir auch nicht.
34:12Wir wollen einfach keine Türen zuschlagen.
34:18Ich dachte nur.
34:19In einem Internat werden beide Probleme gelöst.
34:21Kein Mobbing, keine Sekte.
34:23Ich mach mir halt auch meine Gedanken.
34:26Ich weiß.
34:30Das liegt von dir.
34:42Das liegt richtig.
34:56Wir müssen nicht mehr nachdenken.
34:59Wir müssen nachdenken weiter.
35:01Wir müssen nachdenken.
35:05Wir müssen nachdenken.
35:07Wir müssen nachdenken.
35:08Also, ich muss schon sagen, bei dem Anblick hätte ich mich auch ohne Einladung auf den Weg gemacht.
35:23Danke. Aber kommen Sie doch rein.
35:29Sie haben Essen gesagt und den Dresscode nicht näher definiert.
35:33Ich finde, Sie haben sehr stilsicher improvisiert.
35:38Was beruhigt mich?
35:41Um gleich ein Missverständnis aus der Welt zu schaffen.
35:44Wusstest du gar nicht, dass es eins gibt?
35:46Wenn Sie glauben, ich hätte Interesse an Herrn Flickenschild als Mann.
35:50Irren Sie sich.
35:51Ach, Sie meinen sicher die Anspielungen meiner Mutter.
35:55In Ihrem Freund sehe ich nur den künftigen Geschäftsführer der Elbe-Trab-Rennbahn.
35:59Mehr nicht.
36:04Sie haben mich von Anfang an interessiert.
36:08Ohne die Frage nach beruflicher Verwendung.
36:18Das überrascht mich.
36:21Aber Sie können damit leben.
36:25Denke schon.
36:27Mehr wollte ich nicht wissen.
36:28Das überrascht mich.
36:30Wenn Sie wissen, ich weiß, was du nicht wissen, was du bist.
36:32Ich bin mit mir.
36:33Ich bin mit mir.
36:33Ich bin mit mir.
36:34Ich bin mit mir.
36:35I don't know.
37:05I don't know.
37:17Wiederhole das nochmal.
37:19Denkst du, das macht die Sache ungeschehen?
37:22Dieser Kuss vor einiger Zeit und eure komischen Blicke, wenn ihr euch unbeobachtet gefühlt habt.
37:27Wie lange läuft das schon?
37:29Da läuft nichts in dem Sinn.
37:32Das war nichts Ernstes.
37:34Ach so. Gibt's eine Sonderklausel für außerehelichen Sex bei Anwälten?
37:38Jetzt komm schon. Liebst du Rieke?
37:42Ich war mir meiner Gefühle gegenüber Rieke lange Zeit nicht im Klaren.
37:47Wie ist das jetzt? Nach diesem verschärften Picknick von gestern?
37:53Ich war für Rieke empfänglich, weil es mit Carla nicht rund lief. Ich mag Rieke immer noch, aber das eine Mal, das war's.
38:00Das ist aber auch nur deine Einschätzung, oder?
38:03Nein, wir sind uns da beide einig. Das war's. Definitiv.
38:06Oh Mann, ey. Du machst Sachen.
38:09Ich hab's gestern Abend nicht geschafft, das Carla zu sagen, aber heute sicher.
38:19Ich möchte nicht in deiner Haut stecken.
38:21Ich auch nicht.
38:22Bring vorher bloß alle Teller in Sicherheit.
38:24Rieke will gegenüber Mick schweigen und sie hat mich gebeten, Carla auch nichts zu sagen, aber das geht für mich einfach nicht. Nicht in einer Ehe.
38:33Und du bist dir deiner Sache absolut sicher. Das war ein Ausrutscher und die Frau für dich heißt Carla.
38:37Ja.
38:38Offenheit ist zwar eine gute Sache, aber unter diesen Voraussetzungen würdest du Carla den schwarzen Peter zuschieben. Das ist nicht gerade fair.
38:48Wieso das denn?
38:49Jetzt überleg doch mal. Du machst den großen Kniefall, legst die Karten offen auf den Tisch. Asche auf mein Haupt. Kommt nie wieder vor, das ganze Reue-Programm.
38:58Könntest du bitte ein bisschen präziser werden?
39:00Damit hast du deine Schuld abgeladen. Und Carla muss entscheiden, wie es mit eurer Ehe weitergeht. Mal ganz abgesehen von den Schmerzen, die du ihr zufügst.
39:12Du meinst also auch, ich soll die Klappe halten?
39:14Ich meine, du hast totalen Mist gebaut. Ja.
39:19Und gerade deshalb solltest du diesen Seitensprung vielleicht mit dir selbst ausmachen.
39:24Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit am Tag und deswegen wirst du dir jetzt auch Zeit und Ruhe dafür nehmen.
39:34Die weisen Worte Julis. Kapitel 3, Vers 1.
39:38Pass bloß auf, leg dich ja nicht mit mir an.
39:41Danke.
39:42Du ähm, ich habe vorhin Nachrichten im Internet gelesen und dabei habe ich auch das Heideecho gestreift.
39:49Da war eine Umfrage drin, ob du als süchtige weiteren Pressesprecherin der Stadt bleiben sollst.
39:55Du kennst den Artikel.
39:57Natürlich kenne ich ihn. Sonst wäre ich für den Posten wirklich eine Fehlbesetzung.
40:01Aber für mich ist nur wichtig, dass die Flyer gut nachgefragt werden.
40:04Und? Werden sie?
40:06Ja, sie liegen in Arztpraxen, Gemeindesälen, in der Schule und auch in manchen Geschäften.
40:12Super.
40:13Ähm, kleiner Gedankensprung von wegen Suchttherapie und weil wir neulich drüber gesprochen haben.
40:20Ja.
40:21Sag mal, diesen Uli Klein von Malacron, findest du den wirklich charismatisch?
40:29Was ich finde, ist völlig egal. Er ist charismatisch.
40:33Aber jetzt Schluss mit dem Thema. Sonst klingeln dir gleich wieder die Ohren.
40:37Frühstücke mal lieber was.
40:43Guten Morgen. Gut geschlafen?
40:45Ja.
40:47Ja, doch.
40:49Müsli?
40:50Ja.
40:51Nur Sojamilch, Papa. Keine tierischen Produkte, die verunreinigen den Körper.
41:00Okay.
41:02Ähm, werd ich versorgen.
41:09Wie war's eigentlich in der Gärtnerei?
41:11Kommst du gut mit Merle klar?
41:13Ja, Merle ist okay.
41:15Schön.
41:16Du wirst sehen, die vier Wochen, die du hier wohnst, kriegen wir auch über die Bühne.
41:21Also ich jedenfalls freue mich schon drauf.
41:27Ah, schon klar. Cholesterin, Massentierhaltung, ist aber alles Bio.
41:31Ja, trotzdem.
41:33Ja, so erziehen die Kinder ihre Eltern.
41:36Ich sollte es eigentlich besser wissen als Radprofi.
41:39Wir arbeiten dran.
41:41Was wird denn das hier?
41:43Was?
41:44Sohn, Vater, Tochter, Heidi, Tai oder wie?
41:47Hast du mit Mama gesprochen?
41:48Hat sie dir erzählt, dass wir uns gestritten haben?
41:50Ist das deswegen?
41:54Also gut, ja, wir haben miteinander gesprochen.
41:56Auch über euren Streit.
41:58Warte.
41:59Also doch.
42:00Warte, warte.
42:01Im Gegensatz zu ihr vertraue ich dir.
42:04Ich glaube, dass du sehr wohl weißt, was oder wer gut für dich ist oder wer nicht.
42:09Können wir jetzt einfach in Ruhe frühstücken, ich habe heute noch einen langen Tag.
42:12Okay.
42:15Einen wunderschönen guten Morgen, Justus. Ich hätte gerne einen kleinen Milchkaffee.
42:18Sehr gerne.
42:20Hey, du bist ja noch da.
42:23Oh, hey, Merle.
42:28Ja, ich bin noch da. Ich wollte Lotte nicht alleine wissen.
42:32Ach, das verstehe ich.
42:33Hast du mit Torben gesprochen?
42:36Ja, es gibt juristische Mittel, aber damit der Graben zwischen uns nicht tiefer wird, sollen wir vorsichtig sein.
42:43Also erstmal abwarten und die Füße stillhalten.
42:45So ist es.
42:46Ach, vielen Dank.
42:47Tja.
42:48Lotte und ich, wir waren immer so ein gutes Team.
42:52Sie hat die Scheidung gut weggesteckt, sie mag meinen neuen Freund Malte.
42:56Und jetzt, jetzt bin ich die Hexe aus dem dunklen Wald.
42:59Ich habe gut reden, aber bisweilen sind Eltern eben noch Feindbilder.
43:03Mhm.
43:04Das ist ein blödes Rollenspiel, ich weiß.
43:06Naja, dessen bin ich mir schon bewusst.
43:11Aber das mit dieser Sekte, das ist kein Spiel.
43:14Ich hoffe, dass Ole den richtigen Ton trifft.
43:16Ich bin raus.
43:20Bräuchtest du ein bisschen Abwechslung?
43:22Oh, vielen Dank. Ich bin keine gute Gärtnerin.
43:25Aber eine gute Designerin.
43:26Und ich habe ein akutes Schürzenproblem.
43:28Und das gleich tausendfach.
43:30Wow.
43:31Einen wunderschönen guten Morgen.
43:34Wunderschön hält sich bei uns in Grenzen.
43:37Oder wollen Sie eine Runde mitnähen?
43:39Das würde ich notfalls auch machen.
43:41Doch ich habe vielleicht eine viel bessere Lösung.
43:44Für alle Schürzen.
43:46Und das auf einen Schlag.
43:47Bin ich aber gespannt.
43:49Ich habe da einen Abnehmer kennengelernt,
43:51der für die tausend Schürzen sogar einen fairen Preis bezahlen würde.
43:54Oh, das ist nicht wahr.
43:56Doch.
43:57Was will denn dieser Abnehmer mit tausend Schürzen?
44:00Mit tausend Schürzen?
44:01Also ich weiß nur, dass er eine Art Theatergruppe betreibt
44:05und die Schürzen Teil einer Inszenierung sein sollen.
44:07Ah, der Gefangenenchor aus Nabucco.
44:10Schneewittchen und die 700 Tage.
44:13Nein, nein, das Märchen aus tausend und einer Schürzen.
44:17Also da bin ich überfragt.
44:20Also wichtig scheint aber zu sein, dass und wo genau die Schürzen einreißen.
44:26Hier, oben, die Bänder, die den Latz halten sollen.
44:30Was aber nicht funktioniert.
44:32Das ist ein Bändchen beim Latz.
44:34Ist das gut oder schlecht?
44:35Ja, das wird sich zeigen.
44:36Also, dann dürfte ich jetzt um drei Musterschürzen bitten für die Künstler.
44:42Mhm.
44:43So.
44:44Bitte sehr.
44:45Und, äh, ich bin dann bald wieder zurück.
44:47Hopp, hopp.
44:49Das ist gut.
44:51Ja?
44:52Ey.
44:53Hast du Carla gesehen?
44:55Hast du es ihr schon gesagt?
44:56Nein, ich bin noch nicht dazu gekommen.
44:58Deswegen suche ich sie ja.
44:59Bitte überleg sie doch noch mal.
45:00Du machst dann alles kaputt.
45:01Ich will auch noch ein Mond sein.
45:02Was hat zum Frühstück?
45:03Ja, Mondphase ist ja nicht gleich Mondphase.
45:04Ey, was machst du denn hier?
45:05Lass mich raten.
45:06Ihr wollt mit der Weinbank an die Börse?
45:08Nein, nein.
45:09Ich habe mir gestern noch mal deine Umbaupläne fürs Salto angeschaut.
45:12Ach.
45:13Lass dir da nicht reinreden.
45:14Die sind richtig gut.
45:15Und, um mir das zu sagen, bist du hierher gekommen?
45:17Ja, warum nicht?
45:18War danach.
45:19Ich muss in die Kanzlei.
45:20Also, bis später.
45:21Tschüss.
45:22Na, schau mal einer an.
45:24Hm?
45:25Und?
45:26Meine Meinung als Profi?
45:28Ja, natürlich.
45:29Sonst könnte ich auch meinen Postboten fragen.
45:31Hm?
45:32Hm?
45:33Und?
45:34Meine Meinung als Profi?
45:36Ja, natürlich.
45:37Sonst könnte ich auch meinen Postboten fragen.
45:39Hm?
45:40Und?
45:41Meine Meinung als Profi?
45:42Ja, natürlich.
45:43Sonst könnte ich auch meinen Postboten fragen.
45:46Ist ein biederer Schnitt, minderwertiger Stoff und die Verarbeitung ist grenzwertig.
45:50Also, Entschuldige, aber das würde ich keinem Kunden anbieten.
45:52Das soll auch nicht für den gehobenen Paulsenkunden sein.
45:55Das sind einfache Schürzen für ganz normale Leute, mehr nicht.
45:58Ach ja.
45:59Ja.
46:00Und die willst du dann damit einfach so über den Tisch ziehen, oder was?
46:02Ja, mach aber mal halblang.
46:03So schlimm sind die Schürzen auch wieder nicht.
46:06Na ja.
46:07Man kann sich Kritik auch da abholen, wo es nicht ganz so weh tut.
46:10Vielleicht solltest du doch den Postboten befragen.
46:12Du bist gemein.
46:13Es soll auch Menschen geben, die nicht für alles und jedes ein sinnlos überteuertes Label brauchen.
46:17Du, das ist große Missverständnis.
46:19Stil und Geschmack haben überhaupt nichts mit Geld zu tun.
46:21Aha.
46:22Bitte dann klär mich auf.
46:24Ich lerne gern dazu.
46:25Mhm.
46:26Ein gutes Auge und Qualität.
46:28Das ist das, was zählt.
46:29Na dann.
46:30Nur zu, Frau Chefdesignerin.
46:32Dann sollte dir ein Gegenvorschlag gern leicht von der Hand gehen.
46:35Ist doch ein Klacks für dich.
46:37Na ja.
46:38Du warst keine drei Jahre alt, da haben wir zusammen am Tisch gesessen und dann hast du verkündet,
46:42wir machen jetzt einen Flug aus.
46:44Und?
46:45Haben wir einen Ausflug gemacht?
46:46Oh ja.
46:47Und was für einen.
46:48Ich such dich überall.
46:49Wir hatten vor zehn Minuten einen wichtigen Gesprächsthemen bei Uli.
46:51Kann man den nicht ausfallen lassen oder verschieben?
46:53Willst du dich nicht setzen?
46:55Hey, wenn Uli gerufen wird, dann solltest du schon kommen.
46:57Hey, hey, hey, hey.
46:58Sie ist alt genug, um selbst zu entscheiden.
46:59Ja, und zu wissen, wie schlecht der Einfluss ihrer Eltern ist.
47:01Also halten Sie sich da raus.
47:02Komm, wir müssen los.
47:03Wenn du sie noch einmal so anpackst, dann kriegst du ein ernsthaftes Problem mit mir.
47:06Ist das klar?
47:07Sag mal, Papa!
47:08Was bin ich, du?
47:09Das ist mein Freund!
47:14Preis für Zivilcourage?
47:18Jule.
47:19Ja, von der Niedersachsen Stiftung.
47:21Ja, Julchen.
47:23Ich hab nichts geahnt.
47:26Und wofür genau ist der Preis?
47:30Na, für meine Suchthilfe-Kampagne.
47:32Ich hab dich gebeten, auf sie aufzupassen und ich habe dir vertraut.
47:35Wenn du nicht die ganze Zeit immer nur deinen Job im Kopf hättest, dann wär's nie so weit gekommen.
47:38Du, wenn du unsere Ehe nicht kaputt gemacht hättest, ja, dann hätte ich unsere Tochter nicht alleine erziehen müssen.
47:46Ich hab dich das schon mal gefragt.
47:47Bitte sei diesmal ehrlich.
47:51Läuft da was zwischendrum und dir?
47:55Ma.
47:56So.
47:57Bis zum nächsten Mal.
47:58Und dann!
47:59Und dann!
48:00Auf Wiedersehen!
48:01Nope!
48:03Na ja.
48:04Na ja, vielleicht nicht.
48:05Brahren!
48:06Papa?
48:07Ja.
48:08Wort.
48:09Bei dir?
48:10Da muss die Frage kommen.
48:11Na ja, ich bin heute die Frage kommen.
48:12Und dann, was ist das?
48:13Ja.
48:14Ja.
48:15Ich bin heute auch ein hochrotterstelliger.
48:16Ja.
48:17Schaff nicht.
48:18Wir sind ein zusätzlicher geworden.
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