- 7 weeks ago
Rote Rosen Folge 1613
Category
🎥
Short filmTranscript
00:00Is there anything between Torben and you?
00:03I slept with Torben.
00:10They should be a member of us.
00:12And hold on some rules of our movement.
00:16I can't.
00:19Welcome to Malacrum.
00:21We take Lotte out.
00:23Say that to me.
00:27I'm done.
00:30I'm worn and painted by the sun.
00:32And it's in my eyes.
00:34And it's in my eyes.
00:38Caught by the rapture of the dawn.
00:40And a restless sky.
00:42And a restless sky.
00:46This is my life.
00:50This is the way to find my own.
00:54This is my life.
00:56This is my life.
00:58This is the world where I belong.
01:04I'm rolling on.
01:06I'm rolling on.
01:08This is my life.
01:18I'm rolling on.
01:20For Lotte.
01:21Immer.
01:23Danke.
01:34Hallo.
01:39Wir hatten ein super Training.
01:42Herr Berger schwimmt gute Zeiten.
01:45Aber an seiner Call-Technik müssen wir noch arbeiten.
01:48Tina und ich haben Neuigkeiten.
01:51Die Geschichte mit Lotte, ich möchte, dass Ole nicht alleine zumuten.
02:00Deshalb hat sie beschlossen, nach Lüneburg zu ziehen.
02:03Ich habe auch schon eine Wohnung gefunden.
02:06Und was machst du mit deinem Job?
02:09Oh, vieles erledige ich per Mail. Und für die Besprechungen fahre ich natürlich nach Hamburg.
02:16Und Lotte? Ich meine, ihr kommt momentan nicht sonderlich gut miteinander klar, oder?
02:23Vielleicht fühlt sie sich dadurch erst recht in die Ecke gedrängt.
02:28Das Risiko müssen wir eingehen. Wir haben keine Alternative.
02:31Aber wir werden sie nicht allein lassen.
02:35Wenn das so ist, herzlich willkommen in Lüneburg.
02:40Mick, Tom bedeutet mir nichts.
02:45Sehr witzig.
02:46Ich weiß auch nicht.
02:49Es ist...
02:51Es ist einfach so passiert.
02:53Herr Gott, doch mal. Weißt du, das ist ein verdammt elender Spruch.
02:56Du riskierst also unsere Beziehung, ja? Für eine Sache, die dir nichts bedeutet.
02:59Ich habe gedacht, ich kann dir vertrauen.
03:02Genau, deswegen sage ich es dir.
03:05Damit keine Lüge zwischen uns steht.
03:07Momma ist uns dann so lange gebraucht, dass du deinen Seitensprung gebeichtet hast.
03:10Jetzt steht die Wahrheit zwischen uns.
03:13Können wir...
03:17Können wir nicht bitte...
03:22Einfach irgendwie versuchen.
03:24Wir?
03:27Rick, es gibt kein Wir mehr.
03:33Es ist aus.
03:50Na, was sagst du?
03:51Die Trabbrennbahn.
03:53Besser gesagt, es war eine Trabbrennbahn.
03:56Ich weiß, da ist Luft nach oben, aber genau das reizt mich an der Aufgabe.
03:59Ja, das ist ja viel vorgenommen.
04:01Komm, du weißt doch, ich liebe Herausforderungen.
04:04Milde ausgesprochen.
04:06Dir fehlt es einfach an Fantasie.
04:09Ich sehe da voll besetzte Zuschauerringe und höre das Getrappel von Pferden.
04:13Sag mal, siehst du auch das Ambiente hier?
04:16Von der desolaten Gastronomie ganz zu schweigen.
04:18Traust du mir nicht zu, dass ich diese Rennbahn wieder auf Trab bringe?
04:21Du hast Visionen, aber...
04:23Wie sagt man so schön, wenn man Visionen hat, sollte man zum Arzt gehen.
04:28Ich würde gerne mit Ihnen gemeinsam einen ersten Therapie- und Selbsthilfeplan aufstellen.
04:37Das ist wie eine Anamese beim Arzt.
04:40Es ist wichtig dabei, dass Sie ehrlich zu sich selbst sind.
04:43Was wollen Sie wissen?
04:46Wieso glauben Sie, dass Malachron Ihnen helfen kann?
04:49Es geht um eine Medikamentensucht.
04:51Ich habe bereits eine Therapie gemacht, aber ich habe das Gefühl, dass sie nicht richtig greift.
04:54Und jetzt habe ich Angst, dass ich vielleicht wieder rückfällig werden könnte.
04:58Umso bemerkenswerter, dass Sie Ihre Abhängigkeit bei der Präventionskampagne in den Vordergrund gestellt haben.
05:03Ja, ich dachte, es könnte mir und anderen helfen, wenn ich zu meiner Geschichte stehe.
05:07Das ist dein erster Schritt. Letztlich geht es jedoch darum, sich von seiner eigenen Leidensgeschichte zu lösen.
05:15Nur so kann sich ein freies Ich hinfalten.
05:17Schauen Sie erst mal ganz genau hin, was Sie runterzieht.
05:20Leider landen wir dabei häufig bei Eltern und Freunden.
05:24Es klingt hart, aber machen Sie sich bewusst, dass es in Ihren Beziehungen Rollenmuster gab, die Sie in die Abhängigkeit führten.
05:30Dazu kommen die negativen Einflüsse.
05:32Fleisch, Alkohol, Drogen. Alles, was die Sinne betäubt und die Konzentration stört.
05:39Und wie passt der Verzicht auf rote Kleidung da rein? Ist das eine Art Metapher?
05:44Mehr als das. Rot steht nicht nur für unkontrollierte Leidenschaft und Aggression. Es kann Sie auch hervorrufen.
05:51Verstehe.
05:54Wenn Sie die negativen Einflüsse eliminiert haben, werden Sie als Omega-Sender eingestuft.
06:00Darauf folgen zwei weitere Stufen auf dem Weg zur befreiten Persönlichkeit.
06:04Sender?
06:05Sender ist rhetoromanisch und bedeutet Weg.
06:09Nach einigen Seminaren steigen Sie in das bereits halbwegs gereinigte Beta-Sender auf.
06:15Und wie erreiche ich dann die letzte Stufe?
06:19Wenn Sie erfolgreich weitere persönlichkeitsbefreiende Seminare absolviert haben, steigen Sie in das Alpha-Sender auf.
06:26Von da an geht es privat wie beruflich nur noch nach oben.
06:31Ja? Siehst du nicht, dass ich in einer Sitzung bin?
06:36Entschuldigung.
06:44Tut mir leid, Herr Notfall. Ich würde das Gespräch gerne später fortsetzen.
06:49Gerne. Am Nachmittag?
06:52Nachmittag ist gut. Ich habe zwischen den beiden Seminaren noch ein bisschen Zeit.
06:56Ein einziges großes Event würde reichen, um diese Anlage wieder, ja, mit Leben zu füllen.
07:07Das haben vor dir garantiert schon andere versucht.
07:10Mein Gott, Kunter, so eine Trabrennbahn ist ein Auslaufmodell.
07:13Kontrollst du vielleicht ein paar Rentner hinter dem Ofen hervor?
07:16Das sehe ich nicht so. Außerdem hast du keine Ahnung.
07:18Aber im Übrigen, wenn wir uns erst mit den Mitarbeitern treffen, dürfte ich ein bisschen um Zurückhaltung bitten?
07:25Es ist traumatisch, wenn der eigene Vater sich so daneben benimmt.
07:29Papa ist voll auf Brian losgegangen.
07:32Lotte war stark. Sie hat sich ganz entschieden gegen die negative Energie ihres Vaters gewehrt.
07:37Schubsen ist allerdings keine angemessene Reaktion.
07:42Gewalt setzt immer negative Energie frei. Darunter leidest du jetzt.
07:46Ich wollte das ja auch gar nicht.
07:48Die Situation hat dich überfordert.
07:51Das ist einfach gerade alles ein bisschen viel.
07:54Ich weiß.
07:55Das Mobbing deiner Mitschüler.
07:58Der Ärger mit deinen Eltern.
08:01Das alles blockiert dich mit negativer Energie.
08:03Aber wir sind für dich da.
08:05Ganz genau.
08:07Die Gemeinschaft kann dich stärken.
08:10Du musst sie nur annehmen.
08:13Verstehst du jetzt, warum ich möchte, dass du den Kontakt zu deinen Eltern minimierst?
08:19Wenn ich mein gesundes Inneres selbst finden möchte, dann muss ich mich von störenden Einflüssen befreien.
08:26Das klingt absolut logisch für mich.
08:29Was meinst du, Brian? Ist Lotte bereit für ihre ersten Seminare?
08:37Definitiv.
08:41Die Außennähte müssen farblich dem Innenfutter angepasst sein, Till.
08:45Ja, warte.
08:46Das klopft gerade.
08:47Ja, ist genau richtig.
08:49Pastellgrün.
08:50Mhm.
08:51Genau.
08:52Das ist...
08:53Surprise!
08:55Okay.
08:56Und du rufst mich an, wenn irgendwas ist, ha?
08:58Okay.
09:03Du, das war wichtig.
09:04Das hier ist wichtiger.
09:06Mhm.
09:10Und jetzt sag mir bitte, dass du nicht im Ernst in diesen Albtraum aufs Fachwerk namens Lüneburg ziehen willst.
09:14Du, Fachwerk ist hohe Baukunst und äußerst idyllisch, du Banause.
09:20Dann stimmt es also, meine Freundin verspießert in der Provinz.
09:26Du hast selber Schuld.
09:27Immer wenn ich wichtige Lebensentscheidungen treffen muss, schwebst du in den Wolken.
09:30Ja, es tut mir wahnsinnig leid, dass die internationalen Flugpläne keinerlei Rücksicht auf dich nehmen.
09:35Mhm.
09:37Aber jetzt mal im Ernst.
09:39Und für Erwachsene.
09:41Was geht hier vor?
09:43Das habe ich dir schon am Telefon gesagt.
09:46Ich will für Lotte da sein.
09:49Irgendwie kann ich das kaum glauben.
09:52Lotte und eine Sekte.
09:53Das passt gar nicht.
09:55Sie ist viel zu klug.
09:56Und zu eigenständig.
09:57Ja, das ist sie auch.
09:58Aber diese Leute finden immer den richtigen Hebel.
10:02Ich bin an deiner Seite.
10:05Ganz egal was ist.
10:06Und auch egal wo.
10:07Ich geh mit dir bis Feuerland.
10:10Mir reicht schon Lüneburg.
10:13Obwohl die Entfernung zum Flughafen nicht grad ideal ist.
10:15Ja, deine späten Dienste, du fliegst früh los, aber du hast immerhin noch deine kleine Wohnung in Alsterdorf.
10:20Oh, das ist für mich.
10:21Das ist für mich.
10:22Das ist für mich.
10:23Ah.
10:24Ah.
10:25Es ist doch wunderbar, dass ich einen Freund habe, der mal ebenso nach Peking fliegt.
10:40Es war schön, Sie kennengelernt zu haben.
10:41Und ich freue mich auf die Zusammenarbeit.
10:42Danke.
10:43Schönen Tag noch.
10:44Ebenfalls.
10:45Ebenfalls.
10:46Danke.
10:47Und wie ist dein Eindruck?
10:48Oder gibt's irgendwas zum Meckern?
10:49Nein, gar nichts.
10:50Sind alle sehr freundlich, sympathisch und kompetent.
10:52Jetzt sag's los, du hast noch eine Suppe gefunden.
10:53Nein, ich finde die Menschen alle sehr angenehm, durchaus.
10:56Aber jetzt glaube ich, dass der eine nicht weiß, was der andere tut.
11:01Hauptsache alle kennen ihre Aufgaben.
11:03So ein Unternehmen funktioniert nur mit Teamlärm, aber nicht nur mit Teamlärm zu machen.
11:08Ich bin ein Partner.
11:10Genau.
11:11Oh, ich bin ein Partner.
11:12Na, ich bin ein Partner.
11:13Ich bin ein Partner.
11:14Ich bin ein Partner.
11:15Ich bin ein Partner.
11:17Ich bin ein Partner.
11:18Ich bin ein Partner.
11:19Ich bin ein Partner.
11:20This company works only with team-guys, communication.
11:24I have the impression that the majority of the leadership
11:27didn't know that the leadership has changed.
11:29Well, then you have to better manage the people.
11:31I have to give you an overview of the company's structure.
11:35The people here need a clear call.
11:38Luckily they have you now.
11:41Is there something like that?
11:44That's not to mention.
11:50What do you think about it?
11:54What do you think about it?
11:56Why do you do that?
11:58A postcard is the classic form,
12:00someone to take on his life.
12:02Now look not so.
12:04Help me with a statement.
12:06I have to have a postcard with one statement.
12:09The unvollendable statement.
12:11How much is that?
12:13Well, we'll figure out what's on the road.
12:16Yeah, not nagging.
12:18Oh, they are at a completely wrong address.
12:22They have to go directly to the Salto in Hotel 3 Könige.
12:25Yeah.
12:26Yeah.
12:27I want to write a book.
12:28I want to write a book in the Weinbank.
12:30I want to make a photo shoot with Rieke and Carla.
12:33With Rieke and Carla?
12:35If that's good.
12:37I can't say it, it's Carla.
12:39The thing with Rieke and you.
12:41Hey Mick.
12:43Maroon, Rieke.
12:44Maroon.
12:45Jungs!
12:46Jungs!
12:47Mann!
12:48Entspannt euch mal!
12:49Verdammt noch mal, Torben.
12:50Ich hab gedacht, wir wären Freunde.
12:51Mick, du glaubst gar nicht, wie elend ich mich fühle.
12:53Du hast meine Beziehung in die Tonne getreten.
12:55Ihr habt euch getrennt?
12:56Was glaubst du denn?
12:57Carla wird garantiert auch nicht vor Freude im Dreiecköpfen.
13:02Nicht nur ein Betrüger, sondern auch noch ein Feigling.
13:05Da hat's Carla ja richtig gut getroffen.
13:07Ich verstehe, ich könnte es ungeschehen machen.
13:09Das hättest du dir früher überlegen sollen.
13:11Nick.
13:14Bitte sag Carla nichts.
13:18Keine Angst.
13:20Den Gang nach Konossa, den überlasse ich gerne dir.
13:23Ich bin wirklich froh, dass ich das Zeug noch schleppen musste.
13:40Du musst es lesen.
13:42Ich brauche alles über die Trabrenbahn.
13:44Ich muss mir einen kompletten Überblick verschaffen.
13:46Wissen Kaffee?
13:47Zwei.
13:48Einen für schleppen und einen für meine Postkartentexte.
13:53Deine Texte sind genauso wenig zu gebrauchen wie meine.
13:56Ich meine, Merle bekommt doch einen Schock, wenn sie deine talentfreien Gedichte liest.
14:01Du bist wirklich mit nichts zufrieden?
14:03Das ist ein Chaos hier. Dabei war da gerade erst heute die Putzfrau da.
14:07Lieber ins Salto?
14:09Ja, das trifft sich gut. Ich wollte mit Carla eh noch über die Gastronomie für die Trabrennwahlen sprechen.
14:13Wann kommen die neuen Mieter deiner Mutter?
14:15Ach, für den Espresso ist noch Zeit.
14:17Ach, sag mal die Postkarte. Hast du hier auf dem Tisch eine Postkarte liegen gesehen?
14:24Die wolltest du doch eh wegwerfen.
14:26Die Putzfrau.
14:28Die Postkarte?
14:30Die Putzfrau.
14:31Ach so.
14:34Frau Simon?
14:35Ja, Flickenschild hier.
14:37Nein, ich bin mit Ihrer Arbeit sehr zufrieden.
14:39Ich wollte Sie nur fragen, ob Sie eine Postkarte hier auf dem Tisch gesehen haben.
14:43Oder haben Sie den Müll entsorgt?
14:45Mit einem schönen Pferdemotiv.
14:47Ach, die haben Sie mit ihm die Post gegeben.
14:50Ja, nein, ist alles richtig.
14:52Sehr gut.
14:53Wunderbar, vielen Dank.
14:55Ja, meine Putzfrau ist eben Verlass.
14:58Ich will an die Müritz fahren. Ist das okay für dich?
15:01Ja, natürlich ist es okay.
15:03Auf dem Haus ist es sicher auch recht, wenn es mal wieder durchlüftet wird.
15:07Stopp.
15:12Ich bin so ein Idiot.
15:14Ich bin so bescheuert.
15:16Bescheuert, bescheuert, bescheuert.
15:18Ja, ja, ja, ja, ja, ja. Stopp, stopp, stopp.
15:21Genauer bitte.
15:23Nick hat sich eben von mir getrennt.
15:25Oh nein.
15:29War ich ja von dem anderen?
15:32Naja.
15:33Was erwartest du?
15:35Es ist immer ein elendes Gefühl, wenn man erfährt, dass der Partner sich an jemand anderes verknallt hat.
15:40Das bin ich doch gar nicht mehr.
15:42Du hast mit dem anderen geschlafen.
15:45Och, Rieke.
15:47Ich bin so bescheuert.
15:53Ich weiß überhaupt nicht, wie ich jemals wieder normal mit Carla umgehen soll.
15:57Was soll denn das jetzt mit Carla zu...
15:59Nein.
16:01Da kommst du denn dazu, dich in eine funktionierende Ehe einzumischen.
16:05So etwas geht immer schief.
16:07Glaub mir, ich weiß, wovon ich rede.
16:10Ich bin ja wohl nicht die Einzige, die schuld daran ist.
16:12Ach, das hab ich doch gar nicht gesagt.
16:14Ach, Mensch, Rieke.
16:18Hey.
16:23Ist ja wirklich nur ein einmaliger Seitenspruch.
16:25Ach, das sagt man immer.
16:27Aber ehe du dich versiehst, hast du schon die Lawine losgetreten.
16:30Ausgerechnet Torben.
16:33Ich dachte immer, er liebt Carla.
16:36Das tut er doch auch.
16:39Und ich lieb Mick.
16:42Beeindruckend, wie schnell sich Malakorn in der Öffentlichkeit positioniert hat.
16:55Es gibt zu viele offene Fragen in dieser Welt.
16:58Wir geben klare Antworten.
17:00Zudem ist die Sehnsucht der modernen Menschen nach Spiritualität größer als man denkt.
17:04Und wie ist diese Glaubensrichtung entstanden?
17:08Sind das die Fragen einer ehemaligen Journalistin?
17:12Sie haben sich über mich informiert.
17:14Nehmen Sie es nicht persönlich.
17:16Aber was Journalisten angeht, äh, bin ich vorsichtig.
17:19Interkultureller Austausch zwischen den Religionen und neue therapeutische Ansätze
17:24machen weniger Auflage als ein spektakulärer Sektenskandal.
17:27Aber Sie setzen sich für die Drogenberatung und die Jugendhilfe ein.
17:30Ja.
17:31Papa, hast du einen Moment?
17:34Ja.
17:35Ich würde dir gerne einen Autor vorstellen, dessen Buch mein Leben sehr bereichert hat.
17:39Herr Klein, das ist mein Vater, Thomas Jansen.
17:41Uli Klein, Malakron.
17:42Ja, freut mich.
17:43Malakron hilft Menschen, ihre Persönlichkeit zu entwickeln.
17:47Um es kurz zu sagen.
17:48Ah, klingt interessant.
17:49Äh, da musst du mir in meiner nächste Gelegenheit mehr erzählen.
17:52Ich hab gleich einen Termin im Rosenhaus.
17:53Schlüsselübergabe.
17:54Tschüss.
17:55Wo waren wir stehen geblieben?
18:02Was halten Sie davon? Avocado Salat mit Erdbeere und Pecorino.
18:15Sehr lecker.
18:17Aber Sie sind nicht gekommen, um meine Menüabfolge zu bewundern, oder?
18:22Nein, ich, ähm, wollte fragen, ob ich ein paar Tage Urlaub haben könnte.
18:27Klar. Wann denn?
18:28Sofort.
18:31So plötzlich? Ist irgendwas nicht in Ordnung? Sind Sie krank?
18:35Nein, nein, nein, nein, nein, das ist alles okay.
18:38Es ist nur eine, ähm, eine spontane Idee.
18:42Ja, eigentlich geht es aber erst ab morgen, weil nachher kommt ein Lifestyle-Magazin und möchte Fotos von uns beiden wegen der Weinbank machen.
18:53Ich finde solche Termine auch immer anstrengend, aber es ist eine sehr gute Publicity.
18:57Aber Sie sind doch die Chefin. Reicht es nicht, wenn man Fotos von Ihnen macht?
19:00Nein. Die Weinbank ist Ihr Baby.
19:05Okay, gut.
19:08Hallo.
19:09Entschuldigung.
19:10Ja.
19:12Carla.
19:13Hey.
19:14Ich, äh, muss mit dir reden.
19:17Ich, äh... Entschuldigung.
19:18Ich, äh, Carla.
19:19Saravacos?
19:21Äh, äh, aber...
19:24Einen Moment. Das ist das Architekturbüro.
19:30Ja.
19:31Die haben ein paar Skizzen für den Salto-Umbau gemacht und jetzt wollen die ein horrendes Geld sehen.
19:34Dabei erfindet der Umbau gar nicht statt.
19:35Ja, geh mal her.
19:37Hallo. Ja, hier spricht Lichtenhagen. Ich bin der Anwalt von Frau Saravacos.
19:42Mhm.
19:44Geh mal zur Zeit.
19:48Ja.
19:51Ja, zu unserem heutigen Seminar begrüßen wir ganz herzlich Lotte und Jule in unserem Kreis.
20:02Hallo.
20:03Hallo.
20:04Lotte, wir gratulieren dir, dass du's bis hierher geschafft hast.
20:13Erzähl der Runde doch bitte, warum du hier bist.
20:16Es ist nicht ganz einfach, vor einer Gruppe zu sprechen, wenn man es nicht gewohnt ist, stimmt's?
20:25Das ist keine Schande. Uns allen ging es am Anfang so.
20:29Wenn du möchtest, dann, ähm, fang ich erst mal an und du übernimmst, wenn dir danach ist. Okay?
20:35Okay.
20:36Lotte ist auf ihrer Schule in Hamburg sehr ungerecht behandelt worden.
20:41Darunter leidet sie noch heute.
20:44Es war Mobbing. Aber richtig fies.
20:46Und deine Eltern waren dir keine Stütze?
20:50Sie haben's nur noch schlimmer gemacht.
20:55Wie ist es dir ergangen, als dein Vater gewalttätig wurde?
20:59Ich hab ihn gehasst.
21:01Es tut weh, so etwas zu hören.
21:04Aber jeder echte Reinigungsprozess ist schmerzhaft.
21:06Nur so kann man sich von der negativen Energie lösen.
21:11Es ist traurig, aber Lottes Eltern stellen stets ihre eigenen Interessen in den Vordergrund.
21:17Erzähl uns doch mal, wie es dir nach ihrer Scheidung ging.
21:22Mein Vater ist hier in Lüneburg geblieben und ich bin mit meiner Mutter nach Hamburg gezogen.
21:26Ich weiß, wie beschissen sich das anfühlt.
21:30Lotte, das Mobbing deiner Mitschüler konnte dich nur deshalb so treffen,
21:35weil deine Seele keinen festen Ankerplatz hat.
21:43Ich denke, wir sollten Lotte mit ihrem Schmerz ein paar Minuten alleine lassen.
21:55Das ist der Freund von meiner Mutter. Der ist gerade aus Peking zurückgekommen.
22:18Da will sie ihn betreffen.
22:20Jetzt?
22:22Das ist ein wichtiger Moment für dich.
22:25Für deine innere Entwicklung. Den kannst du nicht einfach so abbrechen.
22:32Aha.
22:34Abholnummer drei, vier, eins. Ja, danke schön. Prima.
22:40Der Film soll gut sein. Den wollte ich mir auch noch ansehen.
22:44Würde ich gerne mitnehmen, aber das ist mein erster Kinoabend mit Torben, seitdem ich wieder zurück bin.
22:50Ja, da möchte ich dann natürlich nicht dazwischen sitzen.
22:52Sonst immer gerne, das weißt du.
22:54Ja.
22:56Schön, dass du wieder da bist.
22:58Torben hat dich sehr vermisst.
23:00Ich auch.
23:02Das war ein langes Jahr. Und Torben und ich, wir haben viel nachzuholen.
23:08Ja.
23:09Ja.
23:10Was machst du eigentlich hier?
23:12Hast du mich gesucht?
23:14Ja, ich...
23:16Ich bräuchte immer deine Meinung.
23:18Die Speisekarte der Elbtrapp-Rennbahn.
23:22Ja, ich hätte gerne deine professionelle Einschätzung dazu.
23:28Also, was sagst du?
23:30Also, schnelle und günstige Angebote während des Rennbetriebes, das ist okay.
23:34Und die gehobene Gastronomie im VIP-Bereich.
23:40Aber?
23:41Na ja, die Snacks müssen natürlich appetitlich präsentiert werden.
23:48Das Ganze darf nicht nach billiger Imbissbude aussehen, hm?
23:52Na gut, das Ganze soll gehobenen Ansprüchen gerecht werden, aber nicht zu elitär wirken.
23:57Was hältst du von asiatischem Fingerfood?
24:01Das wäre mal eine originelle Alternative.
24:04Aber die Sachen in der VIP-Lounge, also, die müssen sich deutlich abheben.
24:10Meine hier, Rumsteak mit Ofenkartoffeln und frischer Salat war, das klingt eher nach Autobahnraststätte.
24:17Das sehe ich genauso.
24:21Regionale und saisonale Produkte als Basis, mit außergewöhnlichen Variationen in der Zubereitung, hm?
24:31Klingt gut.
24:32Ja, auf dich ist eben Verlass.
24:33Das macht mir auch Spaß.
24:35Sonst hätte ich dich auch nicht nach deiner Meinung gefragt.
24:38Na ja, du hast ja auch sicher was anderes zu tun, als dich hier um die Gastronomie zu kümmern, oder?
24:42Ja, das ist mein kleinstes Problem, aber danke für deine Einschätzung.
24:46Und, ey, viel Spaß im Kino.
24:51Danke.
24:52Das fühlt sich wie ein erstes Date an.
24:57Das Rosenhaus gefällt doch auch einem Jet-Setter wie dir, oder?
25:01Es ist jedenfalls nicht so plüschig, wie der Name suggeriert.
25:04Sag mal, du bist nur neidisch, ja, weil du dein Leben in furchtbaren Flughafenhotels verbringst.
25:10Ja.
25:11Oh, entschuldigen Sie die Verspätung.
25:17Oh.
25:18Hat sie Ariane Christiansen reingelassen?
25:20Ja, und ich habe meinem Freund schon die Wohnung gezeigt.
25:23Darf ich vorstellen? Das ist Herr Neumann und das ist Herr Janssen.
25:27Ja, freut mich. Seit ich hier ausgezogen bin, kann das Rosenhaus männliche Verstärkung vertragen.
25:32Ah, nein, nein, nein, nein, nein. Mein Freund hatte eine eigene Wohnung in Hamburg.
25:36Ach so. Na ja, dann habe ich ja den Mietvertrag genau richtig ausgefüllt.
25:42Ja, dann unterschreibe ich jetzt.
25:45Na, dann lassen Sie ruhig Zeit. Lesen Sie in aller Ruhe durch, besonders das Kleingedruckte.
25:50Oh, ich putze nicht einmal die Woche die Treppe.
25:53So ein Ärger. Den Passus habe ich glatt vergessen.
25:57Vielleicht bekommt Lotte ja Lust, zu dir zu ziehen, wenn sie die tolle Wohnung hier sieht.
26:01Ich glaube, eine tolle Wohnung wird Lotte nicht von Malachron weglocken.
26:05Malachron?
26:07Äh, bitte?
26:09Sagt Ihnen das was?
26:10Ja, ich hatte ja gerade eine Begegnung mit einem Uli Kleine.
26:14Wurde mir als Leiter vorgestellt, was immer das ist.
26:17Malachron ist der Grund, warum ich nach Lüneburg ziehen muss.
26:21Scheint eine ziemlich üble Sekte zu sein.
26:23Tine befürchtet, dass ihre Tochter Lotte gerade dabei ist, diesen Kleinen in die Falle zu gehen.
26:27Ah, klingt beängstigend.
26:30Also meine Tochter Jule scheint diesen Herrn klein gut zu kennen. Das ist merkwürdig.
26:36Wie alt ist Ihre Tochter?
26:3828, wieso?
26:40Oh, ich hoffe, sie ist selbstbewusst genug, sich nicht von diesem Uli Kleinen manipulieren zu lassen.
26:49Lotte, ich habe sie vorhin angesimst und sie gefragt, ob sie Lust hat, mich zu treffen.
26:54Und?
26:55Sie hat.
26:56Immerhin, auf dich ist sie nicht sauer.
26:59Da haben Sie sich eine ganz schöne Herausforderung gesucht mit der Trabrennbahn.
27:02Kann man so sagen, die Anlage ist ziemlich heruntergewirtschaftet.
27:05Aber so wie ich sie kenne, lieben Sie Herausforderungen.
27:07Sie doch auch.
27:08Ja, deshalb haben Sie mir auch die Leitung des Hotels übertragen.
27:11Und deshalb wollten Sie noch zusätzlich das Salto umbauen.
27:14Zum Wohle des Hotels, ja.
27:16Jetzt können Sie sich eine andere Aufgabe suchen, das mit dem Umbau hat sich ja erledigt.
27:19Zeit genug habe ich jetzt jedenfalls.
27:21Sie müssen keiner verstehen. Sie muss sich mehr um ihr Privatleben kümmern.
27:27Wenn es dafür mal nicht zu spät ist.
27:33Es tut mir leid. Es ist heute nicht ganz mein Tag.
27:38Wie kommt's?
27:40Sie werden sowieso erfahren.
27:42Ich habe mich von Rike Friedrichs getrennt.
27:45Oh, das tut mir leid. Ich dachte, Sie beide wären glücklich.
27:51Das war Rike offenbar nicht genug.
27:54Also, wenn ich irgendwie helfen kann...
27:57Ich weiß, ich bin wahrlich kein Experte in Beziehungsdingen, aber...
28:01Sagen Sie mal so unter diesen Umständen wirklich zum Jahrestreffen der Angel-listed Hotels of the World nach Wien fahren?
28:07Ich kann jede Ablenkung gebrauchen, glaube ich.
28:10Ja.
28:12Hallo.
28:16Wir sehen uns später.
28:25Kann ich, ähm, kurz mit dir reden?
28:29Worum geht's?
28:31Musst du so auf kühl und geschäftsmäßig machen?
28:34Was willst du?
28:35Dass wir normal miteinander umgehen.
28:41Sonst noch was?
28:44Also gut.
28:45Dann zum Business.
28:49Ein Lifestyle-Magazin plant ein Fotoshooting wegen der Weinbank und möchte gern das gesamte Team auf dem Foto haben.
28:56Welches Team?
28:57Carla als Chefin und dich und mich als Weinbankgründer.
29:00Also, wenn du nicht willst, dann bin ich sicher, kann ich das Carla irgendwie erklären.
29:05Das will ich sehen, wie du Carla irgendwas erklärst.
29:08Spar dir das bitte.
29:12Also, was ist mit dem Shooting?
29:14Sag mir wann und wo.
29:15Job ist Job.
29:16Gut.
29:17Also, ich finde mit deinen Entwürfen wird Gartenarbeit richtig stylisch.
29:20Es freut mich, dass sie dir gefallen.
29:21Ja.
29:22Und auch der Stoff?
29:23Der ist strapazierfähig, weich auf der Haut.
29:25War nicht billig, oder?
29:26Nein.
29:27Aber Qualität zahlt sich aus.
29:28Und ich bin mir sicher, die Kunden zahlen gern ein bisschen mehr dafür.
29:29Oh, das glaube ich auch.
29:30Sag mal, was hältst du eigentlich davon, wenn ich Pausen eine komplette Gartenarbeit
29:31habe?
29:32Also, ich finde mit deinen Entwürfen wird Gartenarbeit richtig stylisch.
29:35Es freut mich, dass sie dir gefallen.
29:36Ja.
29:37Und auch der Stoff?
29:38Der ist strapazierfähig, weich auf der Haut.
29:39War nicht billig, oder?
29:40Nein.
29:41Aber Qualität zahlt sich aus und ich bin mir sicher, die Kunden zahlen gern ein bisschen mehr dafür.
29:45Oh, das glaube ich auch.
29:46Sag mal, was hältst du eigentlich davon, wenn ich Pausen eine komplette Gartenarbeit
29:55für Frauen anbiete?
29:58Garten.
29:59Gardening.
30:00Gardening for Girls.
30:02Gut.
30:03G for G.
30:05Hm?
30:06Ja.
30:07Sag mal, das fällt dir alles so nebenbei ein?
30:10Trotz Umzugschaos und Familienstress?
30:12Oh, bitte.
30:13Nichts Privates.
30:14Okay.
30:15Trotzdem hätte ich doch zu gerne gewusst, wie es Lotte geht.
30:20Nicht so gut.
30:23Und meinen Umzug kriege ich auch nicht geregelt.
30:26Wenn du irgendwie Hilfe brauchst.
30:28Danke.
30:29Ich schaff das schon.
30:30Hm.
30:31Davon bin ich überzeugt.
30:33Und, ähm, Oles neue Freundin hat auch kein Problem damit, wenn du jetzt nach Lüneburg ziehst?
30:39Nicht, dass ich wüsste.
30:42Aber Lotte ist das Wichtigste.
30:44Ja, richtig.
30:46Ich hoffe nur, dass Malte mit dir sprechen kann.
30:49Was denn bitte Malte?
30:51Mein Freund.
30:53Wie?
30:54Da hat der Gast die Stuart das einfach angegrabscht, ja?
30:58Ja.
30:59Ich bin dann zu ihm hin und hab ihn ganz höflich aufgefordert, mit mir zum Notausgang zu kommen.
31:03Damit ich ihn rauswerfen kann.
31:05Wir waren auf Reiseflughöne.
31:07Der Typ ist ganz blass geworden.
31:08Ach, hier.
31:09In China sagt man, wer Jade besitzt, wird reich.
31:14Ich fand's einfach nur schön.
31:16Dankeschön.
31:17Dann bekommst du was von meinem Reichtum ab.
31:18Ja.
31:19Aber jetzt sei mal ehrlich, Mama hat dich geschickt, oder?
31:33Ich lass mich nicht schicken.
31:36Du weißt ganz genau, was ich meine.
31:39Du sollst mich aus den Fängen von Malakron befreien und mich in den Schoß der Familie zurückratschen.
31:44Sag mal, glaubst du ehrlich, dass ich mich deswegen mit dir treffe?
31:46Okay, Tina hat mir von ihren Sorgen erzählt, aber du bist fast 18.
31:51Du weißt, was du tust.
31:53Ist zumindest meine Meinung.
31:54Wieso kann Mama das nicht auch so sehen?
31:56Weil Mütter sich immer Sorgen machen.
31:58Das nervt.
32:00Tina hat mich allerdings gebeten, dir etwas auszurichten.
32:03Also doch, ich wusste es.
32:06Du bist am Lüneburger Gymnasium angenommen worden.
32:09Und noch was soll ich dir sagen?
32:11Sie hat dich lieb.
32:15Ich dachte echt, du fängst jetzt doch mit Malakron an.
32:18Ach komm schon, Lotte, du kennst mich.
32:20Habe ich jemals versucht, den Ersatzpapa zu spielen?
32:23Ich mag dich.
32:25Und ich möchte, dass wir eine tolle Zeit zusammen haben.
32:27Und damit kann ich gut leben.
32:29Und was diesen Malakram angeht, verlasse ich mich ganz einfach auf dein Urteilsvermögen.
32:38Ja, es soll halt kein normaler Konfirmandengottesdienst werden.
32:41Und am freien Himmel wäre es für die Jugendlichen lockerer und spannender.
32:45Ach, und dabei haben Sie an das gut gedacht.
32:47Sie haben mich durchschaut.
32:50Ich bin nur verwundert, dass Sie so kurz nach Ihrem Hörsturz schon wieder arbeiten.
32:54Ja, ich bin nicht mehr krankgeschrieben. Ich soll mich noch ein bisschen schochen.
32:58Aber was wäre denn erholsamer als eine Feier unter dem freien Himmel?
33:02Ja, dann möchte ich Ihrer Genesung natürlich nicht im Wege stehen.
33:06Vielen Dank. Ja, bitte.
33:08Gut, Herr Flickenschild, dann melde ich mich wegen der Details bei Ihnen.
33:11Dankeschön. Tschüss.
33:13Du arbeitest schon wieder?
33:15Was macht ihr euch denn alle Sorgen um mich? Mir geht's gut.
33:18Kaffee?
33:24Etwa Ärger mit der neuen Mieterin im Rosenhaus?
33:27Nein, nein, die Frau ist ganz nett und ihr Freund anscheinend auch.
33:32Bitte, setz dich.
33:35Danke.
33:36Wo drückt denn sonst der Schuh?
33:39Ich weiß nicht, ob ich dich damit belasten soll.
33:42Wie oft denn noch? Mir geht's gut.
33:46Also gut.
33:48Die neue Mieterin, Tine Hedelund, hat mir von einem Uli Klein erzählt.
33:53Der Kopf der Sekte Malachron.
33:55Anscheinend bin ich in Lüneburg der Einzige, der davon nichts weiß.
33:58Ich habe auch erst kürzlich davon Wind bekommen.
34:00Der Typ ist ein Menschenfänger.
34:03Oh, keine gute Nachricht.
34:05Er sucht sich gezielt sensible Personen aus, die auf Sinnsuche sind oder sonstige Probleme haben.
34:11Hat sogar versucht, jemanden in meiner Konfirmandengruppe einzuschleusen.
34:15Er lockt sie mit Heilsversprechen.
34:18Ich habe Jule mit diesem Uli Klein gesehen.
34:21Sie hat Kontakt mit ihm wegen ihres Suchthilfeprojekts.
34:26Ganz wohl ist mir dabei allerdings nicht.
34:28Das sah aber nicht nach einem Arbeitstermin aus.
34:31Außerdem ist Jule in einer Lebenskrise, auch wenn sie morgen den Preis für Zivilcourage bekommt.
34:36Sie passt perfekt in das Beuteschema von Malachron.
34:40Essen für die Mädels!
34:43Sie schläft.
34:44Du bist ein Schatz, Carla.
34:46Du glaubst gar nicht, wie froh ich bin, dass du wieder da bist.
34:49Das sagst du doch jetzt nur, weil ich Essen mitgebracht habe, oder?
34:51Ja, natürlich. Weshalb sonst?
34:54Was gibt's Neues?
34:56Ich repräsentiere als Heidekönigin und Ben rennt und radelt und schwimmt durch die Gegend wie ein Beklopter.
35:02Oh, das klingt aber entspannt.
35:04Ja. Und bei dir?
35:08Ich bin froh, dass ich den Salto-Umbau abgesackt habe.
35:11Thorben und ich brauchen einfach mehr Zeit miteinander.
35:16Heute Abend gehen wir ins Kino.
35:18Na bitte, das ist doch mal was.
35:22Ja, ich vertrete meine Frau gegen das Architekturbüro Gassmann.
35:26Der Brief liegt auf meinem Schreibtisch. Der müsste heute noch zur Post. Würden Sie das bitte erledigen, Frau Clausen?
35:31Ich freue mich so auf den Abend heute. In letzter Zeit kam Thorben und mir immer was dazwischen.
35:38Ich mache noch das Fotoshooting und danach ist Schluss mit Arbeiten. Dann genieße ich mein Privatleben.
35:45Herr Lichtenhagen?
35:47Ja, äh, ach so, Entschuldigung. Ähm, nein, nein, den Rest erledige ich dann morgen.
35:52Ich, ähm, muss heute ein sehr wichtiges Gespräch mit meiner Frau führen.
35:56Also, bitte stellen Sie mir auch keine Telefonate durch, ja?
36:00Ja. Danke, Frau Clausen.
36:03Und das ist es. Voila!
36:18Ja, das sieht ja cool aus.
36:20Haben wir gut gemacht, oder? Ja.
36:22Ja. Ja, dann anziehen.
36:25Ja, mach ich.
36:26Bitte schön.
36:27Ach, fühlt sich schon mal gut an.
36:29Damit kann man ja nur gewinnen.
36:31Das ist schon mal die richtige Einstellung.
36:33Ja.
36:34Na dann mal los.
36:35Gehen Sie Gas.
36:36Dann mal los.
36:37Und los geht's.
36:39Ich bin gespannt, ob er seine Zeit verbessern kann.
36:46Glaubst du, so eine Sekte gewährt ihren Anhängern zur Schule zu gehen?
36:52Das weiß ich nicht.
36:55Ole, was willst du eigentlich machen, wenn Leute noch mehr in dieser Sekte abtaucht?
37:00Keine Ahnung.
37:03Wenn ich ehrlich bin, dann ist es genau das, was mich wahnsinnig macht.
37:07Du musst einfach weiter für sie da sein.
37:10Und wenn es nicht reicht?
37:12Ich bin Sportler. Ich, ich handel mit Fahrrädern. Ich bin überfordert.
37:18Es ist das erste Mal, dass ich mit sowas konfrontiert werde.
37:22Lass dich nicht davon kaputt machen.
37:25Wir brauchen dich auch noch.
37:28Lisa!
37:32Lisa!
37:37Ich werde dich und unser Baby niemals vernachlässigen.
37:40Niemals.
37:43Aber für Lotte werde ich tun, was ich kann.
37:45Ich nehme die Blumen gern.
37:59Ah, nix da. Die sind bezahlt.
38:01Ist doch der perfekte Plan.
38:03Ich kann bei der Frau meines Herzens punkten, ohne mich in Unkosten zu stürzen.
38:06Schau mal einer an. Ein praktisch denkender Romantiker.
38:09Ich hoffe, die Frau ihres Herzens weiß, was sie an ihnen hat.
38:12Ich gehe mal davon aus. Sie toleriert mich jedenfalls schon seit einer ganzen Weile in ihrem Leben.
38:17Glück für sie.
38:19Ah.
38:22So ist das mit der großen Liebe. Kaum spricht man von ihr, schon ist sie da.
38:27Oh.
38:29Jetzt bin ich aber platt. Ja.
38:31Er hat regelrecht von ihr geschwärmt. Ich war schon richtig neugierig, seine tolle Frau kennenzulernen.
38:36Ihr kennt euch.
38:37Ja, das ist eine lange Geschichte. Ja.
38:40Das ist Merne. Eine Freundin von früher.
38:43Malte.
38:44Freut mich.
38:45Hallo, Merne.
38:46Ja.
38:47Wie war's bei Lotte?
38:48Ganz entspannt.
38:49Sie hat sogar so ein Sekten-Treffen abgesagt, um mich zu sehen.
38:52Oh.
38:53Ja, Lotte braucht ihr einen Freiraum, aber solange sie weiß, dass wir alle für sie da sind, wird alles gut.
39:00Hoffentlich.
39:01Malakron war trotzdem heikles Thema.
39:04Ich musste verdammt aufpassen, dass sie nicht das Gefühl bekommt, ich rede dagegen an.
39:08Aber du hast offenbar das Richtige gemacht.
39:11Ich danke dir.
39:13Kannst du mir gleich noch einen geben?
39:15Mhm.
39:16Ich hab mit den Jungs von der Verladeabteilung am Flughafen telefoniert und deinen Umzug organisiert.
39:20Ach.
39:22Und, schüss.
39:23Ich fahr jetzt nach Hamburg.
39:24Ich muss den Jungs zeigen, wo's lang geht.
39:26Ja.
39:27Hey, hey.
39:28Das ist Malte.
39:31Freut mich für dich.
39:33Man merkt, wie viel Arbeit Sie in die Kampagne investiert haben.
39:48Wenn Sie länger bei Malakron sind, werden Sie verstehen, warum wir mit einem komplett anderen Ansatz arbeiten.
39:54Entschuldige, Sönke.
39:55Wir sind grad noch in einer Besprechung.
39:56Ja.
39:57Das sehe ich.
39:58Bist du jetzt neuerdings Sektenbeauftragte?
39:59Sönke?
40:00Herr Klein, ich muss mich entschuldigen.
40:01Derlei Anfeindungen prallen bei mir wirkungslos ab.
40:02Und Ihre Mitarbeiter prallen bei mir ab.
40:03Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen, Herr Papstow.
40:04Ich bitte Sie.
40:05Sie haben doch versucht, Ihren Gastsohn in meine Konfirmandengruppe einzuschleusen.
40:07Sie verdrehen die Tatsachen.
40:08Hätte ich Brian verboten, in die Kirche zu gehen, würden Sie mir Intoleranz vorwerfen.
40:12Kannst du mir erzählen, was du mit diesem Menschenfänger zu tun hast?
40:13Ja, das sehe ich.
40:14Bist du jetzt neuerdings Sektenbeauftragte?
40:15Zünke?
40:16Herr Klein, ich muss mich entschuldigen.
40:17Derlei Anfeindungen prallen bei mir wirkungslos ab.
40:18Und Ihre Mitarbeiter prallen bei mir ab.
40:19Sie haben doch versucht, Ihren Gastsohn in meine Konfirmandengruppe einzuschleusen.
40:22Sie verdrehen die Tatsachen.
40:24Hätte ich Brian verboten, in die Kirche zu gehen, würden Sie mir Intoleranz vorwerfen.
40:29Kannst du mir erzählen, was du mit diesem Menschenfänger zu tun hast?
40:32Ich denke, es ist Zeit zu gehen.
40:34Zu viel negative Energie.
40:36Wir sehen uns.
40:38Danke, Herr Pastor.
40:44Was soll das?
40:45Soweit ich mich erinnern kann, ist das mein Büro.
40:47Ich versteh dich nicht.
40:49Du weißt doch ganz genau, wer der Typ ist.
40:51Ich kann dir alles erklären, aber nicht hier und nicht jetzt.
40:54Ich muss eine Pressekonferenz mit dem Bürgermeister vorbereiten.
41:03Kommen Sie rein.
41:06Entschuldigen Sie, Herr Flickenschild.
41:08Ich war gerade bei Lady Applewhite.
41:10Ja, der scheint es ja wieder besser zu gehen.
41:13Ja, das finde ich auch.
41:14Die Rückenschwärzen sind vollkommen verschwunden.
41:16Der Physiotherapeut muss wahre Wunder bewirkt haben.
41:20Wenigstens eine fähige Kraft auf der Trabrennbahn.
41:23Entschuldigen Sie, aber ich habe den Kopf im Moment nicht ganz frei.
41:26Es gibt andere Probleme, mit denen ich mich herumschlagen muss.
41:29Elbe-Trabrennbahn?
41:33Ich bin der neue Geschäftsführer.
41:35Gratuliere.
41:36Gratuliere.
41:37Was für eine wundervolle Aufgabe.
41:39Ach, ich liebe Wetten, Pferde, die ganze Atmosphäre.
41:42Das hat eine gewisse Faszination.
41:45Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie ich das als Kind geliebt habe,
41:48wenn mein Vater Erika und mich mit zum Trabrennen genommen hat.
41:52Ach, der Zauber, der hat mich bis heute nicht losgelassen.
41:55Zauber.
41:56Zauber ist das richtige Stichwort, um dieses sinkende Schiff zu retten.
41:59Naja, je mehr ich mich in die Geschäftsunterlagen einarbeite,
42:03desto klarer wird mir, dass sich seit Jahren keiner mehr um die Finanzen gekümmert hat.
42:07Na, Sie als Geschäftsführer werden das ändern.
42:09Ich freut mich nur, mit welchen Mitteln.
42:11Wie meint ihr das?
42:12Das eigene Konsortium hat mir zwar Mittel zur Verfügung gestellt,
42:15um die Rennbahn wieder zu reaktivieren,
42:17aber die reichen bei weitem nicht aus, um die Löcher zu stopfen.
42:20Geschweige denn, die marode Bahn wieder zu beleben.
42:29Ja, wir müssen wirklich dringend miteinander.
42:31Ich kann jetzt nicht. Später, Tom, später.
42:33Da bin ich wieder.
42:35Ja, setzen.
42:36Ja, bitte.
42:37So, setzt euch.
42:38Und etwas weiter zusammen, bitte.
42:40Zusammenrücken, die Köpfe etwas dichter.
42:42Nein, nein, nein.
42:43Ja, das sieht doch schon ganz ordentlich aus.
42:45Aber da ist noch mehr drin.
42:46Ein bisschen freundlich.
42:47Ja, so geht das nicht.
42:48Die Leute sollen sehen, dass wir Spaß an der Sache haben.
42:50Ja, genau.
42:51Bitte den Kopf ein bisschen weiter ran.
42:53Manche noch mehr als andere.
42:54Und auch ein bisschen freundlich gucken, bitte.
42:58Ein bisschen lächeln.
42:59Das geht so nicht.
43:00Setzt euch mal nebeneinander.
43:01Komm.
43:02Ja, dann wollen wir es noch mal versuchen.
43:06Bitte etwas weiter zusammen.
43:08Und ein bisschen lächeln.
43:10Alle bitte.
43:11Das ist doch schon was anderes.
43:13Jawohl.
43:14Ja, lächeln.
43:15Aber da ist noch mehr drin, denke ich.
43:16Das ist immerhin Werbung für die Weinbank und das Salto.
43:19Ja, so vielleicht.
43:20Aha.
43:21Dankeschön.
43:22Das ist doch schon sehr gut.
43:25Ja, gut, danke.
43:26Nein, alles.
43:27Hey Mick, wir haben gerade erst angef...
43:29Warten Sie.
43:30Ich hole ihn zurück.
43:31Mick.
43:42War das so dringend mit dem Freund deiner Mutter?
43:44Er heißt Malte.
43:45Lass uns einfach sitzen lassen.
43:46Mach mal keinen Fass auf, ich bin doch wieder hier.
43:48Und ihr bist doch bestens aufgehoben, oder weißt du das immer noch nicht?
43:52Lotte, schön dich zu sehen.
43:55Setz dich.
43:56Ich möchte gern kurz mit dir reden.
43:57Weißt du, ich kann nicht mit dir arbeiten, wenn du dich ständig von jeder SMS aus dem Haus locken lässt.
44:11Du hast mich verraten.
44:12Musste das sein?
44:13Was hätte ich denn sonst sagen sollen, dass du dich plötzlich in Luft aufgelöst hast?
44:18Brian musste es mir sagen.
44:20Ich habe mir Sorgen um dich gemacht.
44:22Dir ging es nicht gut.
44:25Lotte, wir wollen für dich da sein, dir helfen.
44:28Aber das funktioniert nur, wenn du dich darauf einlässt.
44:30Konsequent, ohne plötzliche Launen.
44:33Es tut mir leid.
44:35Es kommt nicht wieder vor.
44:41Ich denke, es würde dir leichter fallen, dich auf Malakon zu konzentrieren, wenn du mal eine Weile auf dein Handy verzichten würdest.
44:48Ich soll mein Handy abgeben?
44:50Dann kann mich doch keiner mehr anrufen.
44:51Das ist der Sinn der Übung.
44:53Du musst zu dir finden.
44:55Ohne störende Ablenkung.
44:57Meine Mutter springt im Dreieck, wenn sie mich nicht mehr erreichen kann.
44:59Damit muss sie sich auseinandersetzen.
45:01Nicht du?
45:02Du bekommst es ja zurück.
45:05Ich kann den Kontakt zu meiner Familie nicht abbrechen.
45:07Das ist unmöglich.
45:19Ist er jetzt sauer?
45:21Uli will dir nur helfen.
45:22Ja.
45:23So wie du, als du mich verpetzt hast, oder wie?
45:25Warte.
45:26Wir bei Malakon.
45:27Wir sind eine Gemeinschaft.
45:28Wir helfen dem anderen.
45:31Du willst doch auch, dass die negativen Energien aus deinem Leben verschwinden.
45:36Also.
45:38Jetzt hört doch mal alle auf, an mir rumzuzehren. Ich weiß schon, selbst was gut für mich ist.
45:42Wir sind hier im Kindergarten?
45:43Du kannst doch nicht einfach ein Fotoshooting platzen lassen.
45:44Es tut mir leid.
45:45Und damit soll ich mich jetzt zufrieden geben.
45:47Carla, bitte.
45:48Ich gehe einfach, okay?
45:49Ja, gern.
45:50Aber du kommst mit.
45:51Da unten wartet ein Fotografen.
45:52Du kannst doch nicht Rieke und mich einfach...
45:53Rieke und dich verdammt nochmal, Carla.
45:54Sag mal, wie blind bist du eigentlich?
45:55Wenn du wissen willst, warum ich diese Harmoniefast nicht ertrage!
45:56Dann frag deinen Mann!
45:57Habe ich irgendwas verpasst?
45:58Es tut mir leid.
46:00Es tut mir leid.
46:02Ich bin mir leid.
46:03It ist mir leid.
46:04Ich bin mir leid.
46:05Ich bin mir leid.
46:06Du kannst doch nicht Rieke und mich einfach...
46:07Rieke und dich verdammt nochmal, Carla!
46:08Sag mal, wie blind bist du eigentlich?
46:09Wenn du wissen willst, warum ich diese Harmoniefast nicht ertrage!
46:11Dann frag deinen Mann!
46:12Ich bin mir leid.
46:19Habe ich irgendwas verpasst?
46:20Did you miss anything?
46:25It's... it's okay to me.
46:29I, uh...
46:30Mick!
46:31I'm going to go in two minutes.
46:34What's going on?
46:38I've been divorced from Rieke.
46:44That...
46:46It's okay to me.
46:50And what has that with Tom to do?
46:57Tom and Rieke.
47:01They slept together...
47:03Did you sleep?
47:14You are one of my best teachers.
47:16I know that our philosophy is flesh and blood.
47:18But you have to carry it out.
47:21You can't prove it to me.
47:23You can't prove it.
47:24I'm sorry.
47:25I'm sorry.
47:26It looks ugly.
47:28It looks ugly.
47:29You have no money.
47:30I'm sorry to carry it out.
47:31I'm sorry to carry it out.
47:32I don't have to carry it out.
47:33I'm sorry to carry it in.
47:34I'm sorry to carry it out.
47:35can't change anything.
47:36There's a minus of 130.000 €.
47:40I've been worried that it's a mess.
47:43But so a mess?
47:45God.
47:47We need to talk about us.
47:51If you say us, do you mean you and me?
47:55Or you and Rika Friedrichs?
Comments