00:01Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni stellt sich hinter Frankreich und erklärt, es sei zu früh, das EU-Mercosur-Abkommen zu besiegeln.
00:12Entscheidung im Weißen Haus. Trump erweitert Einreisebeschränkungen.
00:21Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni unterstützt Frankreichs Position beim EU-Mercosur-Abkommen. Auch sie sagt, es sei zu früh, das Abkommen zu besiegeln.
00:30Meloni betonte, dies bedeute nicht, dass Italien beabsichtige, das Abkommen zu blockieren. Es sei vielmehr um eine Verbesserung bemüht.
00:38Das Mercosur-Handelsabkommen wurde von der Europäischen Kommission mit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay geschlossen.
00:45Es muss aber von den Staaten ratifiziert werden, bevor es in Kraft tritt.
00:49Die Landwirte in der EU argumentieren, dass das Abkommen sie unfairem Wettbewerb aussetzt, während Befürworter sagen, es erschließe neue für die EU-Wirtschaft wichtige Märkte.
00:58Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hatte gehofft, das Abkommen noch in diesem Monat verabschieden zu können und wollte zur Unterzeichnung nach Brasilien reisen.
01:08Ohne die Zustimmung aller Mitgliedstaaten ist dies nicht möglich.
01:11Frankreich, Ungarn, Polen und Österreich haben sich gegen das Abkommen ausgesprochen, wobei Frankreich die Opposition anführt und stärkere Maßnahmen zum Schutz der Landwirte fordert,
01:21unter anderem, dass die Produkte des Mercosur die gleichen Produktionsstandards erfüllen müssen wie in der EU.
01:27Die EU-Mitgliedstaaten sollen diese Woche über das Abkommen abstimmen. Frankreich und nun auch Italien wollen die Abstimmung verschieben.
01:34In dieser Woche steht die Europäische Union vor zwei wichtigen Entscheidungen, die ihr globales Image prägen könnten.
01:44Erstens muss sie entscheiden, wie sie die Ukraine wirtschaftlich über Wasser halten und ihr helfen kann, Russland zu widerstehen.
01:51Zweitens muss sie entscheiden, ob sie ein Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Ländern abschließen will.
01:57Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, bezeichnete die bevorstehenden Gipfelgespräche als entscheidend für die Sicherheit und Unabhängigkeit Europas
02:06und warnte vor einer sich rasch verändernden Weltordnung.
02:09Die Europäische Union muss sich verantworten für ihre eigene Sicherheit.
02:14Das ist nicht mehr eine Option. Das ist ein Muss.
02:24Und wir wissen die Gefahr, die wir face, und wir werden sie konfrontieren.
02:29Das bedeutet, dass wir bereit sind.
02:31Wir müssen wir entwickeln und entwickeln neue Möglichkeiten, damit wir eine moderne, hybride Krieg.
02:37Von der Leyen befürwortet, dass eingefrorene russische Vermögenswerte der Ukraine zugutekommen,
02:53in Form eines sogenannten Reparationskredits.
02:56Belgien ist nicht überzeugt und fordert eine gleichmäßige Verteilung der Risiken auf alle EU-Länder.
03:01In Bezug auf das Mercosur-Handelsabkommen, das von der Mehrheit der Mitgliedstaaten unterstützt werden müsste,
03:08sind Länder wie Italien noch unentschlossen oder haben sich wie Frankreich dagegen ausgesprochen.
03:12Die Trump-Regierung in den USA hat ihre Reiseverbote und Beschränkungen auf 20 neue Länder ausgeweitet
03:25und somit die Zahl der betroffenen Nationen auf 39 quasi verdoppelt.
03:30Ein vollständiges Einreiseverbot gilt ab Januar nun auch für Burkina Faso, Mali, Niger, Südsudan und Syrien.
03:38Auch Personen, die mit von der palästinensischen Autonomiebehörde ausgestellten Dokumenten reisen,
03:44sind von dem Verbot betroffen.
03:46Für weitere 15 Länder gelten verschärfte Beschränkungen.
03:51Diese gelten für Personen, die als Besucher in die USA reisen oder dauerhaft in den Vereinigten Staaten leben wollen.
03:59Von den Beschränkungen ausgenommen sind Individuen, die bereits ein Visum besitzen,
04:04auch Diplomaten und Sportler, es sind Personen, von denen angenommen wird,
04:09dass ihre Einreise den Interessen der USA dient.
04:12Die Trump-Regierung begründet den Schritt mit der praktischen Durchsetzung von Einwanderungsbestimmungen
04:17sowie mit außenpolitischen und nationalen Sicherheitsbedenken.
04:20Die Marine rüstet auf.
04:32Am Dienstag landete auf dem Gelände des Verteidigungsministeriums der erste Sea-Tiger-Hubschrauber.
04:38Verteidigungsminister Boris Pistorius nahm die Maschine persönlich in Empfang
04:41und nannte sie einen Quantensprung für die Marine.
04:44Der Hubschrauber soll das ältere Sea-Links-Modell ersetzen und künftig U-Boote aufspüren und bekämpfen.
04:52Er kann Bedrohungen aus der Luft abwehren, Torpedos und See-Zielflugkörper einsetzen,
04:57dient außerdem der Seeaufklärung und Seenotrettung
04:59und gehört als bewaffnetes Waffensystem künftig fest zur Ausrüstung der Truppe.
05:07Diese hochmoderne Ausrüstung für die Bundeswehr ist auch nötig, gerade auch für die Marine.
05:11Sie wissen, Putin rüstet seine Marine weiter massiv auf.
05:15Er braucht sie nicht oder kaum in der Ukraine.
05:19Die Schwarzmeerflotte ist das eine, aber die Nordatlantikflotte ist etwas anderes.
05:25Das heißt, wir sind gefordert als NATO, als Bundesrepublik Deutschland,
05:28unsere Streitkräfte zur See schnell und besser auszustatten.
05:32Der Sea-Tiger ist ein technologischer Meilenstein für die Marine
05:37und eröffnet neue Möglichkeiten für die maritime Gefechtsführung aus der Luft.
05:41Er unterstützt die Flotte dabei, Fregatten effektiv einzusetzen
05:45und ein präzises Lagebild über den Seeraum zu erstellen.
05:48Die schnelle Beschaffung zeige, dass die Bundeswehr ihre Fähigkeiten zügig und gezielt modernisiert,
05:54so Pistorius.
05:55Für die Marine ist der Sea-Tiger ein deutliches Signal.
05:58Die Flotte ist bereit, ihre Aufgaben national und im Bündnis zu erfüllen.
06:03Am Montag wurde in Berlin über ein mögliches Ende des Krieges in der Ukraine verhandelt.
06:08Doch die Gefahr aus Russland bleibt weiterhin bestehen.
06:11Um die Bundeswehr und auch die Marine verteidigungsfähig zu machen,
06:14wurde deswegen heute der erste Sea-Tiger-Helikopter übergeben.
06:17Mit rund 30 soll die Bundeswehr damit in der Zukunft die weltweit größte Flotte haben.
06:22Johanna Orbanczyk in Berlin für Euronews.
06:29Der mutmaßliche Schütze des Massakers am Bondi Beach in Sydney
06:33ist am Mittwoch wegen 59 Straftaten angeklagt worden,
06:38unter anderem wegen 15-fachen Mordes und der Durchführung eines Terroraktes.
06:44Nach Angaben der Polizei wurde der 24-jährige Nawet A. angeklagt,
06:49nachdem er in einem Krankenhaus in Sydney aus dem Koma erwacht war.
06:54Die Polizei hatte ihn zuvor angeschossen, ebenso seinen Vater, der seinen Verletzungen erlegen war.
07:00Der nun Angeklagte muss sich auch wegen 40-facher Körperverletzungen mit Tötungsabsicht verantworten,
07:06ebenso wegen der Platzierung eines Sprengsatzes in der Nähe eines Gebäudes.
07:10Unterdessen haben in Sydney die ersten Trauerfeiern für die Opfer des Angriffs
07:15auf die Chanukka-Feier am Bondi Beach begonnen, unter erheblichem Polizeischutz.
07:20Die Opfer des Angriffs von Vater und Sohn waren nach bisherigen Erkenntnissen alle jüdischen Glaubens.
07:26Das jüngste Opfer war ein 10-jähriges Mädchen, das älteste ein 87-Jähriger,
07:31der als Kind den Holocaust überlebt hatte.
07:33Premierminister Anthony Albanese versprach, Maßnahmen zur Bekämpfung des zunehmenden Antisemitismus zu ergreifen
07:41und die ohnehin schon strengen Waffengesetze des Landes weiter zu verschärfen.
07:49Der EU-Beitritt ist das Schicksal des Kosovo, meint Präsidentin Vyosa Osmani.
07:55In unserer Morgensendung Europe Today betonte sie, dass ihr Land mit den Werten der EU voll übereinstimmt.
08:00Das Kosovo stellte 2022 den Antrag auf EU-Mitgliedschaft,
08:21hat bislang aber nur den Status eines potenziellen Kandidaten, nicht den Kandidatenstatus.
08:26Sein Vorhaben wird dadurch erschwert, dass fünf EU-Staaten das Land nicht anerkennen.
08:31Und vor allem auch durch den Streit mit Serbien,
08:34das die Unabhängigkeit seiner ehemaligen Provinz nicht anerkennt.
08:38Russland und China versuchen, ihren Einfluss in der Region auszudehnen.
08:41Die EU-Kommission lobte das Engagement des Kosovo für den Beitritt,
08:58stellte jedoch fest, dass politischer Stillstand die Reformen verzögere.
09:03Die Parteien haben seit der Wahl im Februar keine Regierung zustande gebracht.
09:08Ende Dezember stehen Neuwahlen an.
09:21China wird Zölle von bis zu 19,8 Prozent auf Schweinefleisch-Importe aus der Europäischen Union erheben.
09:28Damit senkt Peking die bislang vorgesehenen Abgaben, die zwischen 15 und 62 Prozent lagen.
09:34Das teilte das chinesische Handelsministerium mit.
09:38Vorausgegangen war eine monatelange Untersuchung zu Schweinefleisch-Importen aus der EU,
09:42die im Juni vergangenen Jahres begonnen hatte.
09:45Sie kam zu dem Ergebnis, dass EU-Produkte der heimischen Industrie schaden.
09:50Am stärksten betroffen dürften Exporte aus Spanien, den Niederlanden und Dänemark sein.
09:54Auslöser der Untersuchung war die Entscheidung der EU,
09:57im vergangenen Jahr vorläufige Zölle auf in China hergestellte Elektrofahrzeuge zu erheben.
10:02Die Europäische Union weist ein erhebliches Handelsdefizit mit China auf,
10:07das sich 2024 auf mehr als 300 Milliarden Euro belief.
10:11Gleichzeitig ist die EU ein wichtiger Exporteur von Schweinefleisch und Hauptlieferern von Nebenprodukten wie Ohren,
10:17Schnauzen und Füßen, die in China als Delikatessen gelten.
10:21Der Pariser Louvre blieb auch an diesem Morgen zunächst geschlossen.
10:31Die Angestellten hatten für die Verlängerung ihres Streiks gestimmt.
10:35Seit Montag streiken sie.
10:36Erst im Laufe des Tages konnte die Direktion einige Säle für das Publikum öffnen.
10:40Wir wollen mehr Arbeit in unserem Museum, das ist unsere erste Rehundung.
10:53Also mehr Arbeit, wir wollen unsere Direktion wirklich beachten,
11:01das Bildung und die Sicherheit des Museums.
11:07Die Preiserhöhung für nicht-europäische Besucher, Unterbesetzung, Verfall des Gebäudes
11:26und so mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen, dass der Kronjuwelenraub im Oktober möglich wurde.
11:32Nach Gewerkschaftsansicht unhaltbar.
11:34Das Kultusministerium hat Gegenmaßnahmen angekündigt,
11:37doch den Gewerkschaften greifen diese nicht langfristig genug.
11:41Und so war der Louvre am Montag wegen des Streiks geschlossen,
11:44Dienstag regulär und diesen Mittwoch nun nur in Teilen geöffnet.
11:47Dankeschön.
11:48Vielen Dank.
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