Das europäische Lieferkettengesetz kommt nach massivem Druck aus der Wirtschaft in abgeschwächter Form. Verhandler aus dem Europaparlament und dem Rat der 27 EU-Länder einigten sich in der Nacht darauf, dass die Vorgaben für weniger Unternehmen gelten sollen. Die Einführung wird zudem um ein weiteres Jahr nach hinten verschoben, auf Juli 2029.
Credits: AFP
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00:00Das EU-Lieferkettengesetz kommt, allerdings auf massivem Druck aus der Wirtschaft in abgeschwächter Form und später als geplant.
00:10Die Verhandler aus dem Europaparlament und dem Rat der 27 EU-Länder einigten sich darauf, dass die Vorgaben für weniger Unternehmen gelten sollen.
00:20Die Schwelle soll demnach auf 5000 Beschäftigte und einem weltweiten Jahresumsatz von mindestens 1,5 Milliarden Euro steigen.
00:30Die Unternehmen sollen außerdem weniger Informationen liefern und nicht mehr ihre gesamte Lieferkette überwachen müssen.
00:37So sollen Firmen grundsätzlich nur dort nachforschen müssen, wo sie ein hohes Risiko für Verstöße vermuten.
00:43Die Regeln werden zudem um ein weiteres Jahr nach hinten verschoben, auf Juli 2029.
00:51Ursprünglich sollte das Gesetz Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung in ihrer Lieferkette in die Pflicht nehmen.
00:59Firmen sollen dafür Angaben zu ihren Lieferanten an die Behörden melden, ob zu den Bedingungen in einer Näherei in Bangladesch, einer Kakaoplantage in Brasilien oder einer Rohstoffmine in der Demokratischen Republik Kongo.
01:15Bundeskanzler Friedrich Merz hatte in den vergangenen Monaten sogar gefordert, das Lieferkettengesetz ganz abzuschaffen.
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