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  • vor 3 Monaten

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Kurzfilme
Transkript
00:00Musik
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00:05Musik
00:06Musik
00:10So, das war's auch schon. Schön sauber halten, gell? Bis nächste Woche.
00:35Danke, Dr. Kessler.
00:36Gerne, gerne, Sabine.
00:37Erich, kommst du?
00:39Wo drückt's?
00:42Ich hab da kleben, so beim Öbogen. Ich bin gestürzt.
01:00Margot, ich bin's.
01:02Bist du da?
01:05Bist du da?
01:06Musik
01:07Tut mir leid. Ich bin schon wieder nicht angesprungen.
01:12Tut mir leid. Ich bin schon wieder nicht angesprungen.
01:15Wissen wir schon wie?
01:17Ich bin schon wieder nicht angesprungen.
01:18Wissen wir schon wie?
01:20Siehst du das?
01:21Schlagwunde an der linken Schläfe, linke Schlüsselbein, linke Schulter.
01:25Es hat sich jemand totgeprügelt.
01:26Rechtshänder.
01:27Stumpfer Gegenstand.
01:28Stumpfer Gegenstand.
01:29Keine Spurformen von der Tatwaffe.
01:31Die Spurensicherung überprüft gerade den Vorplatz da vorne.
01:32Todeszeit?
01:33Zwischen 18.
01:34Zwischen 18.
01:35Und 24 Uhr.
01:36Genauer will sich Hutsche nicht festlegen.
01:37Wie immer.
01:38Wissen wir wenigstens wer sie ist?
01:39Keine Papiere.
01:40Nix.
01:41Deswegen wollen die Kollegen von der Margot.
01:42Wissen wir wenigstens wer sie ist?
01:43Keine Papiere.
01:44Nix.
01:45Deswegen wollen die Kollegen von der Mordkommission uns den Fall gern unterschieben.
01:48Aber der Mann, der sie gefunden hat, ein gewisser Herr Dr. Kessler, der kann vielleicht
01:52ein bisschen mehr sagen.
01:53Dr. Kessler?
01:54Ja.
01:55Ja.
01:56Johanna Heizinger.
01:57Sie haben die Toten gekannt?
01:58Ja.
01:59Margot heißt sie.
02:00Margot.
02:01Margot Binz.
02:02Was ist?
02:04Margot Binz.
02:11Was ist's?
02:13Schaumlich.
02:14Ja.
02:15Schaumlich.
02:16Sie sind ganz gut.
02:17Ich bin mal.
02:18Ich bin mal.
02:19Ich bin mal.
02:20Aber ich bin mal.
02:22Margot Binz.
02:23Was wissen Sie über Margot Binz?
02:25Nicht viel, ich kannte sie kaum.
02:27Wissen Sie, wie lange Frau Binz hier schon gehaust hat?
02:31Ich schätze vielleicht zwei Jahre.
02:34Straßenhilfe Linz, sind Sie das?
02:36Ja, das ist ein Hilfsfeind, den ich gegründet habe.
02:38Ich kümmere mich um die Obdachlosen dieser Stadt.
02:42So gut ich kann.
02:43Was glauben Sie, ist da passiert Ihrer Meinung nach?
02:45Keine Ahnung.
02:47Gewalt ist auf der Straße allgegenwärtig, besonders für Frauen.
02:50Diebstähle, Prügeleien.
02:53Sexuelle Übergriffe.
02:54Ja, das ist schon klar, aber hat die Frau Binz mit irgendjemandem gestritten?
02:58Hat sie Ärger gehabt?
02:59Nicht, dass ich wüsste.
03:00Ich dachte, Sie kennen die Leute.
03:03Tut mir leid.
03:04Haben Sie eine Ahnung, wo Frau Binz ihr Geld aufbewahrt hat?
03:08Nein.
03:09Ist aber auch für eine Obdachlose sehr ungewöhnlich, dass wir kein Geld bei ihr finden konnten, keine Wertgegenstände.
03:15Sie hat immer so eine Brusttasche getragen, so eine rote, aus rotem Leder.
03:21Fehlt.
03:22Joe?
03:29Tierhaare vielleicht.
03:32War das ein Raubmord?
03:34Das finden wir heraus.
03:35Hat die Frau Binz einen Hund gehabt?
03:38Äh, nein.
03:39Irgendwer anderer?
03:43Die Franzi vielleicht?
03:45Das ist auch eine meiner Patientinnen, die jüngste.
03:47Lebt ihr auch da?
03:48Nein, aber sie war öfter hier.
03:51Die Margot ist wie...
03:53Die Margot war sowas wie eine Ersatzmama für sie.
03:55Wissen Sie, wo wir die Franzi finden?
03:58Beim Hauptplatz meistens.
03:59Ja, Entschuldigung, Schatz, ich hab's total vergessen. Ich muss so schnell los.
04:06Ja? Wir sind später im Kommissariat.
04:07Okay, bis dann.
04:10Ja, ich hab' vergessen, dir das Taschengeld rauszulegen und die wir heute ins Kino holen.
04:14Bist du dich, Franzi?
04:20Ja, eine Heizinger.
04:22Mein Kollege Hallberg.
04:22Was hab' ich jetzt wieder gemacht?
04:26Es geht um Margot.
04:29Die kennst du doch.
04:31Du, ich darf doch du sagen, oder?
04:32Was ist mit der Margot?
04:34Sie ist tot.
04:36Wann hast du sie denn zum letzten Mal gesehen?
04:38Was wollt ihr von mir?
04:39Ein paar Antworten und ein paar Routinefragen.
04:42Ihr mich auch.
04:43Okay, dann red mal im Kommissariat weiter.
04:47Oh, oh, oh.
04:49Ruhig, ruhig.
04:50Die können die Mann keine Männer.
04:51Die machen nämlich immer nur Stress.
04:53Komm, Franzi.
04:55Wir wollen nur herausfinden, was mit der Margot passiert ist.
04:57Du hast sie gut gekannt, also hilf uns.
05:03Okay, komm.
05:04Los.
05:07Hey.
05:08Komm, komm.
05:10Langs hin.
05:11Franzi.
05:13Na, komm schon.
05:18Hey.
05:19Hey.
05:19Jena, komm.
05:20Franzi.
05:21Komm, komm.
05:21Hey.
05:23Franzi.
05:28Hey.
05:35Franzi.
05:39Franzi, es reicht.
05:41Fuck.
05:41Was machen wir mit dem Hund?
05:45Mitnehmen?
05:47Nilo und Hund.
05:49Jetzt kannst du vergessen.
05:51Bist du eine Süße.
05:53Bist du eine Süße.
05:55Ich liebe Hunde.
05:56Wir hatten früher immer Hunde zu Hause.
05:59Ihr wisst aber schon, dass Hunde hier nicht gestattet sind, oder?
06:02Ja, aber was hätte man machen sollen?
06:03Na, dann muss ich mich wohl um dich kümmern während der Befragung.
06:09Ausnahmsweise.
06:10Na, komm, meine Süße, komm.
06:12Na, komm.
06:13Ich kann echt gut mit dem Hund normalerweise.
06:15Mach dir nichts draus.
06:17Ich mag dich ja.
06:18Wo ist die Conny?
06:22Ja, geht's gut.
06:24Keine Sorge.
06:25Ich sag nichts, nur die Conny.
06:27Die kann aber jetzt nicht dabei sein.
06:33Warum bist du weggelaufen?
06:34Okay, ist ganz einfach.
06:43Je länger du nichts sagst, desto länger bist du von der Conny getrennt.
06:46Also, warum?
06:49Weil ich mir das mit der Margot anhängen wollte.
06:51Deswegen.
06:52Aber ich war es nicht.
06:56Wo warst du denn gestern Abend?
06:57Weiß ich nicht mehr.
06:57So ab sechs.
06:59Wie habt ihr euch denn verstanden, die Margot?
07:04Eh gut.
07:05Und zuletzt gab's da Streit?
07:07Sag ich ja.
07:09Ihr wollt mir die Sache in die Schuhe schieben.
07:10Ich sag gar nichts mehr.
07:12Nein, Franzi, wir wollen dir nicht...
07:13Gar nichts mehr!
07:15Und jetzt will ich zu meinem Hund.
07:17Und ich will hier raus.
07:18Weil ich nämlich nichts gemacht habe.
07:20Kapiert!
07:23Was wissen wir über sie?
07:26Franziska Berg, 19 Jahre alt.
07:28Gemeldet bei mehreren Pflegefamilien.
07:30Dann in verschiedenen Heimen.
07:32Da ist sie dann aber immer wieder abgehauen.
07:35Wir haben sie im System.
07:36Wegen kleinerer Drogendelikte.
07:38Aber vor allem wegen Diebstahls und Körperverletzung.
07:42Ja, das passt ins Täterprofil.
07:46Und sie hat bräunliche Flecken auf der Jacke.
07:49Könnte Blut sein.
07:52Okay.
07:53Wir lassen Ihre Kleidung untersuchen.
07:54Und bis wir das Ergebnis haben, behalten wir sie hier.
07:56Ich rufe den Staatsanwalt an.
07:58Und was machen wir mit dem Hund?
08:02Alex soll sich um sie kümmern.
08:03Ich habe einfach zu viel zu tun.
08:04Es gibt nur ein klitzekleines Problem.
08:06Die Conny, die mag halt keine Männer.
08:10Die Conny?
08:10Die Conny, ja.
08:12Na, der Hund.
08:13Da haben sich ja zwei gefunden.
08:21Hallo.
08:23Die Kollegen von der Hundestaffel kümmern sich sicher um Conny.
08:26Aber ich kann mich doch um die Conny kümmern.
08:28Aber du wolltest auch ins Kino.
08:31Danke.
08:32Wird Conny morgen auch noch hin?
08:34Bitte, Papa.
08:35Nö.
08:36Bitte.
08:36Nö.
08:37Sonst kommst du in den Zwinger.
08:38Nö.
08:39Bitte.
08:39Also, ich hätte kein Problem damit.
08:44Ich finde, das ist auch gut.
08:47Aber ich finde es nicht gut.
08:49Bitte.
08:50Bitte, Papa.
08:51Bitte, bitte, bitte.
08:52Bitte.
08:53Bitte.
08:53Ja, ja, ist...
08:55Ja?
08:56Ist okay.
08:57Du bist der Beste.
08:58Tja, wenn wir das jetzt geklärt hätten...
09:00Alex, wir wären ja nie zu weit.
09:02Ja, ich mach mir nur schnell einen Kaffee.
09:05Also, Kollegen.
09:07Margot Pinz, 44 Jahre, geboren in Regensburg, Deutschland.
09:11Dann besteht ja endgültig keine Gefahr, dass uns die Mordkommission den Fall wieder wegnimmt.
09:15Na, Gott sei Dank.
09:17Sie hat geheiratet 1999 einen Michael Menk aus Linz, Gerüstbauer.
09:22Und mit dem ist sie dann dahergezogen, nehme ich mal an.
09:25Und wo ist der jetzt, der Ehemann?
09:28Das weißt du nicht zufällig auch schon?
09:29Hm, doch.
09:30Ex-Mann.
09:31Scheidung vor sechs Jahren.
09:32Der lebt jetzt in Wien.
09:33Der sitzt im Rollstuhl.
09:35Seit einem Unfall schreibt er in seinem Blog.
09:37Den können wir vergessen.
09:39Oder nicht?
09:42Das passt schon zusammen.
09:43Ich hab vorhin mit dieser Notschlafstelle telefoniert für Obdachlose.
09:46Die kennen Sie auch seit vier Jahren sowas.
09:49Damals war sie aber noch nicht so lange arbeitslos.
09:52Das kann echt schnell passieren, dass man so abstürzt.
09:56Gibt's das nächste Raubmordthese?
09:59Keine Spur von dem Brustbeutel.
10:01Da wird nicht so viel drin gewesen sein.
10:03Bei manchen Leuten auch immer viel Geld.
10:06Okay.
10:07Ihr befragt alle, die möglicherweise mit ihr zu tun hatten.
10:09Andere Obdachlose, Notunterkünfte, Essensvergaben.
10:12Ja, Chefin.
10:14Nichts anderes hatten wir vor.
10:15Ja, klar.
10:17Ich rede nochmal mit den Kollegen in Bayern.
10:19Alex, du musst uns helfen.
10:23Mit den Befragungen.
10:24Nee, nee.
10:25Nee, Chefin.
10:26Das ist viel.
10:28Wenn die erfahren hast, der von der Polizei ist, werden die dem sowieso nichts sagen.
10:31Oh, er sagt einfach, er recherchiert was für die Uni, Soziologie.
10:35Ja?
10:36Was weiß ich.
10:37Das geht schon.
10:37Finde ich gut.
10:38Ja, das Wichtigste.
10:41Wir haben die Margot Pinz bei uns im System.
10:44Und sie ist schon einmal angegriffen worden von einem Rudi Reinhardt, selber Obdachlose, vor drei Monaten.
10:50Aber damals hat sie sich gewehrt mit einem Holzknüppel.
10:53In der Aussage steht, den hat sie immer dabei gehabt zum Selbstschutz.
10:56Das ist ein Fischtöter.
10:58Angler verwenden das.
11:00Zack.
11:01Der war aber nicht am Tatort.
11:03Wo ist der hin?
11:04Jedenfalls habe ich das Foto schon an den Rudi weitergeschickt.
11:11Zack.
11:11Verletzungen an Arm, Schulter und Schläfe passen tatsächlich zu diesem Fischklopfer-Ding.
11:18Fischtöter.
11:19Fischtöter, genau.
11:20Todesursache ist Subarachnoidalblutung und Hirnstammoptor infolge des Rotationstraumas.
11:26Also, Hirnblutung und kaputter Hirnstamm, weil Schlag auf den Kopf.
11:30Weißt du schon genauer wann?
11:32Zwischen 18 und 20 Uhr, gestern natürlich.
11:35Und viel genauer geht es leider nicht.
11:39Sie ist erst 44.
11:41Jetzt ist sicher 10, 12 Erwählte geschätzt auf den ersten Blick.
11:46Ja, und bei dieser Auseinandersetzung ist sie wohl schwer gestürzt.
11:49Die Verletzungen sind noch immer nicht verheilt.
11:51Und außerdem Erfrierungen, Narben, schlecht verheilter Bruch der Mittelhand, Hautprobleme,
11:57schlechter Ernährungszustand und so weiter und so weiter.
11:59Richtiges Scheißleben auf der Straße halt, ne?
12:02Danke, Reggie.
12:05Ah ja, gibt es wenigstens jetzt jemanden, der für Sie da ist?
12:09Jemand, der sich um eine anständige Bestattung kümmert zum Beispiel?
12:11Na gut.
12:25Komm, komm, komm, komm.
12:27Komm her.
12:28Na, ist das süß.
12:29Na.
12:29Komm her.
12:29Was heißt denn?
12:32Seit wir zusammenwohnen, bettelt die mich an, dass wir einen Hund bekommen.
12:34Kannst du dir vorstellen, was das heute Abend wieder für Kämpfe gibt?
12:37Sag halt ja, dann gibt es keine Kämpfe.
12:39Nein.
12:40Nun, das ist nichts für die Stadt.
12:42Der braucht Auslauf.
12:43Du bist jetzt ja eh gleich im Grünen.
12:45Nein.
12:46Sag's nicht mir, sag's ihr.
12:48Los geht's.
12:49Entschuldigung.
13:00Hallo.
13:01Ich hab ne kurze Frage.
13:02Haben Sie diesen Mann schon mal gesehen?
13:05Darf ich Sie kurz das fragen?
13:06Nee, kenn ich nicht.
13:08Ist diese Frau?
13:09Verzeihen Sie, aber kennen Sie vielleicht diese Frau?
13:12Vielleicht ist es ein Mann.
13:17Warten, hast du gehört?
13:18Nein.
13:19Tja, schauen Sie sich nochmal an.
13:21Geschessen.
13:25Über die Zeit.
13:27Kennen Sie jemanden, der mir Auskunft geben könnte?
13:31Vielleicht dort vorne jemand.
13:33Okay.
13:34Dankeschön.
13:39Hi, Ben.
13:41Ja.
13:42Keine Spur von Rudi Reinhardt.
13:44War was anderes.
13:45Ich komm grad aus der Suppenküche.
13:47Margot Binz hat sich da öfter was zu essen geholt.
13:49Und vor ein paar Tagen gab's einen Zwischenfall.
13:52Da hat sie so gestritten mit einer, dass sie bei mir rausgeschmissen wurden.
13:56Selbstverständlich weiß ich, wie die ja heisst.
13:58Raisa Schöller.
14:06Ich bin nicht obdachlos.
14:09Gehör nicht zu den Leuten, die sich nachts in irgendwelche Kellereingänge verkriechen.
14:12Rein faktisch gesehen haben Sie keine eigene Wohnung.
14:16Ich war klassische Tänzerin bei mehreren angesehenen Ensembles.
14:20Bis ich nach einer Verletzung meinen Beruf aufgeben musste.
14:22Aber deswegen lande ich nicht gleich in der Gosse.
14:25Irgendwo komm ich immer unter.
14:28Wir würden gern mit Ihnen über Margot Binz reden.
14:30Ach ja?
14:32Hättest du mir jetzt schon die Kriminalpolizei auf den Hals?
14:34Sie ist tot.
14:35Wann haben Sie Frau Binz zum letzten Mal gesehen?
14:39Vor fünf Tagen in der Suppenküche.
14:47Sie haben sich was geprügelt.
14:49Warum?
14:49Warum?
14:51Wir mochten uns einfach nicht.
14:54Geht's ein bisschen genauer?
14:55Die Frau hat sich völlig aufgegeben.
14:59Dabei kann man trotz schwieriger Lebensumstände ein bisschen auf sich achten und die Würde bewahren, oder?
15:03Ist aber kein Grund von der Prügelei.
15:05Sie hat mich beleidigt.
15:09Sich lustig gemacht über mich.
15:10Wo waren Sie gestern Abend, zwischen sechs und acht?
15:15Bei Bekannten.
15:17Am Haselgrabenweg.
15:19Da übernachte ich zurzeit.
15:22Hat Frau Binz noch mit anderen Leuten Schwierigkeiten gehabt?
15:25Fragen Sie doch mal Ihre kleine Wilde.
15:29Franzi Berg?
15:31Was ist mit der?
15:32Drogen.
15:33Und die ständige Klauerei.
15:36Aber die Binz wollte, dass sie eine Ausbildung anfängt, statt zu schnorren.
15:40Sind schon mal die Fetzen geflogen.
15:43Rudi Reinhardt ist aufgetaucht.
15:46Danke.
15:52Wenn der das ja als allein getrunken hat, dann kann das daumen, bis wir den vernehmen können.
16:01Gar kein so billiger Fusel.
16:03Oder was?
16:05Kann der sich das leisten?
16:07Keine Ahnung.
16:14Da schau her.
16:17Über 900 Euro.
16:20Sein Motiv.
16:21Der Reinhardt will der Binz das Geld wegnehmen und er schlägt sie im Streit.
16:27Aber es ist weit und breit keine Spur von dem Fischtöter.
16:30Wir lassen auch seine Kleidung auftascht und untersuchen.
16:33Er fragt sich nur, woher Margot Binz so viel Geld hat.
16:36Vielleicht hilft uns das weiter.
16:38Das war auch im Brustbeutel.
16:40Erinnerungen an früher.
16:42An ihre Zeit in Regensburg.
16:43Und dann noch dieses neue Foto.
16:48Wer ist das?
16:49Keine Ahnung.
16:50Wissen wir noch nicht.
16:50Ich schicke das an die Kollegen in Bayern.
16:59Ich habe das schon gesagt und an die Conny sage ich nichts mehr.
17:01Deiner Conny geht's gut.
17:03Und ich wiederhole das Gleiche, was meine Kollegin vorhin gesagt hat.
17:06Wenn du mit uns redest, kommst du auch schnell mit deiner Conny zusammen.
17:08Möchte ich endlich meine Sachen wieder?
17:14Wir haben gehört, du und Margot, ihr habt euch oft gestritten.
17:17Und?
17:18Strittet ihr die zwei euch nie, oder?
17:21Sie wollte, dass du von der Straße wegkommst, dass du eine Ausbildung anfängst.
17:24Schule, habe ich schon gehabt.
17:25Dankeschön, ist nichts für mich.
17:28Also lieber anschaffen.
17:31Oder an den Knast.
17:34Bitte.
17:38Ich habe ihr nichts getan.
17:40Gehst du denn Rudi Reinhardt?
17:43Hat er in der letzten Zeit Kontakt mit der Margot gehabt?
17:46Die ist doch ständig bei ihr aufgetaucht.
17:48Der wollte ihr Beschützer sein.
17:50Und dann schlägt er sie zusammen?
17:51Die ist Arsch.
17:52Ich habe ihm gesagt, wenn er die Margot noch einmal anrührt,
17:55dann hetz ich die Conny auf ihn.
18:03Hast du eine Ahnung, wer das da ist?
18:07Nee.
18:10Oder woher das da kommt?
18:15Gehört das der Margot?
18:17Hat sie irgendwo gejobbt?
18:19Ab und zu hat sie beim Doktor in der Kleiderkammer ausgeholfen.
18:21Beim Doktor Kessler?
18:23Von der Straßenhilfe?
18:25Ich habe jetzt leider nicht so viel Zeit für Sie,
18:28weil meine allabendliche Runde gleich beginnt.
18:32Ja, Margot, bin's doch etwas näher gekannt.
18:33Oder stimmt das nicht, dass sie bei ihrer Straßenhilfe gearbeitet hat?
18:39Ach, ja.
18:40Ja, sie hat hin und wieder ausgeholfen.
18:42Was haben Sie ihr bezahlt dafür?
18:44Sie durfte sich was für den Kleiderspenden aussuchen.
18:47Aber dann haben Sie doch sicher mit ihr geredet.
18:49Über ihr Leben früher,
18:50ihre Familie?
18:51Die Margot war,
18:53wie soll ich sagen,
18:53sehr zurückhaltend.
18:54Wissen Sie, wer das ist?
19:01Nein.
19:05Franzi Berg soll sich oft gestritten haben mit Margot Binz.
19:08Machen die doch nicht so eng.
19:09Entschuldigung.
19:09Herr Doktor Kessler, bitte.
19:22Ja, die Franzi hat eine sehr ruppige Art.
19:23Ja, das ist ihr Schutzpanzer.
19:25Die hat es nicht leicht gehabt.
19:27Ihr Stiffvater hat gesoffen,
19:28hat sie verprügelt.
19:30Wahrscheinlich noch Schlimmeres.
19:32Mit 14 hat sie dann ihrer Mutter gesagt,
19:33jetzt sind weder der oder ich.
19:34Und?
19:35Ja, was glauben Sie,
19:36warum die jetzt auf der Straße lebt?
19:37Die Margot war immer für Sie da.
19:43Egal, ob Streitigkeiten hin oder her.
19:46Kennen Sie den Rudi Reinhardt?
19:47Sie wollen das unbedingt, oder?
19:49Das muss unbedingt ein anderer Obdachloser gewesen sein.
19:52Ist so schön einfach.
19:52Wenn Sie jemand anderes im Verdacht haben, bitte.
19:54Ja, was ist mit den ganzen anderen Spinnern da draußen?
19:56Was weiß ich,
19:56die zum Spaß Obdachlose verprügeln.
19:59Sowas gibt's doch.
20:00Ja, das gibt's.
20:02Wir wollen aber trotzdem wissen,
20:04was zwischen der Frau Binz und dem Reinhardt passiert ist.
20:06Ich meine, er hat sie verprügelt vor drei Monaten.
20:09Warum haben die sich gestritten?
20:10Keine Ahnung.
20:12Sie reiten hier niemanden rein.
20:14Wenn der Rudi Reinhardt nichts mit dem Mord zu tun hat,
20:16dann passiert ihm auch nichts.
20:18Der Rudi war verknallt in die Margot.
20:20Und der hat mich gefragt, was er tun soll,
20:21weil er ein schlechtes Gewissen hatte wegen der Reißer.
20:25Reißer Schöller, die Ex-Tänzerin?
20:27Ja, genau die.
20:29Die waren bis vor kurzem zusammen
20:30und die hat ihm wegen der Margot ganz schön die Hölle heiß gemacht.
20:33Die Kriminaltechnik konnte auch Franzi Bergs Kleidung und Schuhen
20:43keine tatrelevanten Spuren finden.
20:45Diese bräunliche Flecken waren Rotwein.
20:48Dann reden wir mal mit dem Bekannten von der Reißer Schöller.
20:52Das alle behält.
20:54Eifersucht?
20:55Ja, hi, Emilia. Ich bin's.
20:58Du, die Besitzerin von der Conny wird heute ihren Hund holen.
21:07Wohnt die Conny da?
21:08Mit ihrer Besitzerin?
21:10Nein.
21:11Das war jemand anderes.
21:13Kein Bad, kein Strom,
21:16keine Heizung, nix.
21:16Wie passiert sowas?
21:17Weißt du, dass...
21:22Manchmal bekommen Leute im Leben Probleme
21:28und dann kommen sie nicht mehr richtig klar und...
21:30Probleme hat jeder, Nähle.
21:32Wieso hilft die Leute keiner?
21:34Conny, komm, komm.
21:38Na komm, Kleiner, holen wir ab.
21:45Was ist los, Schatz? Ist okay?
21:48Wo gehen die jetzt hin?
21:50Einfach raus auf die Straße, oder?
21:51Ich gehe nach Hause hin.
21:53Ich warte dann draußen auf dich.
21:58Wir wollten gerade das Alibi von Raisa Schöller überprüfen.
22:01Aber es war keiner da.
22:02Die Ex-Tänzerin mit dem Streit in der Suppenküche?
22:05Ja, genau die.
22:06Die war angeblich eifersüchtig auf die Margot Binz
22:08wegen dem Reinhard.
22:10Der ist übrigens noch immer nicht vernehmungsfähig.
22:13Shit.
22:14Wissen wir schon was aus Deutschland?
22:15Danke, ich kann das schon.
22:17Von dem Verwandten ist oft was,
22:20lebt nur noch die demente Mutter
22:21und die kann sich nicht mal mehr an ihre Tochter erinnern.
22:23Gibt's schon was zu der Familie auf dem Foto?
22:26Kennt leider niemand.
22:28Und von der Kriminaltechnik gibt's auch nichts Brauchbares,
22:30außer die Fingerabdrücke von Margot Binz selbst.
22:32Ja, aber da muss es einen Zusammenhang geben.
22:36Es trägt doch niemand Fotos von Wildfremden mit sich herum.
22:49Morgen!
22:50Na, was ist los?
22:53Na, wonach sieht das aus?
22:57Die sind schon wieder bei der Kreuzung, Melka, man.
23:00Schon das Melos im Labor gesehen?
23:02Nein.
23:03Auf diesem roten Brustbeutel, da war Blut drauf und da Margot Binz.
23:05Geht's Ihnen besser?
23:15Sie wissen, warum Sie hier sind?
23:19Es geht um Margot Binz.
23:23Wann haben Sie denn Frau Binz zum letzten Mal gesehen?
23:25Wie lange war ich hier, wie war ich?
23:33Seit gestern Abend.
23:38Ja, und vorgestern.
23:41Wann genau?
23:45Nachmittag.
23:47Früher Abend.
23:49Hab keine Uhr.
23:50Und danach?
23:52So zwischen sechs und acht abends, wo waren Sie da?
23:55Ich hab mir was zum Trinken geholt und mich weggeschossen.
23:58Film, Griss.
24:02Und das Treffen?
24:04Wie ist das gelaufen?
24:10Ich hab mir versprochen, dass ich mit dem Saufen brauche.
24:15Für Sie.
24:22Hat aber nichts geholfen.
24:25Aber dass ich das gelaufen bin, weil du die Polizei holst.
24:29Weil ich ein bisschen laut geworden bin.
24:32Sie ist tot.
24:34Nein.
24:35Sie wurde umgebracht.
24:40Nein.
24:40Nein.
24:41Nein.
24:43Nein.
24:43Sind Sie vielleicht auch wieder zurück zu ihr.
24:50Zu Margot.
24:52Betrunken.
24:53Und wütend.
24:55Nein.
24:56Und sie ist augenriert.
24:57Wissen Sie, was das ist?
25:13Das haben wir in Ihrem Rucksack gefunden.
25:15Mit dem ganzen Geld von der Frau Binz drin.
25:17So wie das letzte Mal?
25:22Ja, Reinhard.
25:25Sie waren am Tag des Mordes am Tatort.
25:27Das haben Sie jetzt gerade gestanden.
25:30Und sie sind im Besitz des Brustbeutels mit dem Blut von Margot drauf.
25:35Übernahmeltut.
25:40Glaube ich.
25:47Sie war schon tot.
25:48Also doch kein Filmriss.
25:52Die Worte ist nicht.
25:54Und wer sonst?
25:58Ihr Freund vielleicht?
25:59Wer ist Ihr Freund?
26:04Frage Sie doch mal den heiligen Doktor Kessler.
26:11Ich bin mir sicher, die haben was gehabt.
26:15So oft, wie der bei ihr herumgesessen ist, so krank kann es gar nicht gewesen sein.
26:26Was soll das heißen?
26:27Er war es nicht.
26:28Rudi Reinhard lag zur Tatzeit sturzbetrunken vor einem Spiritosenladen und hat da später randaliert.
26:34Das können der Ladenbesitzer und zwei Kollegen, die auf Streife waren, bestätigen.
26:37Na super.
26:38Wir haben überhaupt nichts außer Gerüchte, wer mit wem was hatte.
26:41Nicht ganz.
26:42Alex konnte mittlerweile das Alibi von Raisa Schöller überprüfen.
26:46Ihre Freunde waren jetzt um 21 Uhr zu Hause.
26:49Das heißt, sie hat kein Alibi.
26:52Ich rede mit der Tänzerin.
26:55Wenn du den Arzt übernimmst.
26:56Oh, nee.
26:57Na komm, der ist doch eh ganz okay.
26:59Bis auf deinen Umstand, der sonst ständig anliegt.
27:02Ich hatte gestern Abend noch ein Gespräch mit Emilia.
27:04Wegen dem Hund?
27:05Nee, wegen der Leute auf der Straße.
27:06Die wollte wissen, warum denen jemand hilft, warum die keinen Job bekommen, keine Wohnung.
27:10Und was hast du geantwortet?
27:12Damit ist halt so, brauche ich hier gar nicht erst kommen.
27:13Also haben wir ein bisschen im Internet recherchiert, was es da so gibt für Hilfsprojekte.
27:16Das war echt coole Sachen.
27:17Auf jeden Fall hat die dann erst mal ihr ganzes Taschengeld gespendet.
27:20Wow, dann macht sie schon mehr als die meisten.
27:24Wobei, mit Spenden alleine, das ist leider nicht getan.
27:26Ja, nee, ist klar.
27:27Es liegt ja nicht nur am Geld, warum Leute auf der Straße leben.
27:29Was kann ich diesmal für Sie tun?
27:41Zum Beispiel mir die Wahrheit sagen?
27:45Sie haben gar kein Alibi.
27:48Außerdem waren Sie eifersüchtig auf Margot Binz.
27:50Wer sagt denn das?
27:52Der Rudi?
27:53Das hätte er wohl gern.
27:54Wie lange waren Sie mit ihm zusammen?
27:58Über drei Jahre.
28:01Der Rudi ist ein wunderbarer Mensch.
28:03Auch wenn er zuletzt zu viel trinkt.
28:06Aber darin ist die Binz schuld.
28:08Die hat ihm den Kopf verdreht.
28:11Sie tragen nicht die gleiche Garderobe wie gestern?
28:14Ich gehöre nicht zu den Leuten, die nur eine Garniturkleidung haben.
28:18Ich brauche das, was Sie vorgestern anhatten.
28:21Also Sie glauben, ich hätte die Binz umgebracht?
28:26Sie sind schon einmal auf sie losgegangen.
28:28Der Vorfall in der Suppenküche?
28:30Da muss ich Sie enttäuschen.
28:32Die Margot hat mich angegriffen.
28:34Warum?
28:35Ich habe ihr erzählt, dass ich ihren kleinen Engel Franzi beim Anschaffen auf dem Drogenstrich beobachtet habe.
28:41Das hätten Sie mal sehen sollen, wie die ausgerastet ist.
28:44Die Margot und ich verstehe, ja?
28:46Sie haben mit Rudi geredet, was?
28:48Und?
28:48Und?
28:51Der Rudi ist ein netter Kerl, aber er säuft zu viel.
28:56Und wenn er zu viel säuft, dann erzählt er oft Unsinn.
28:58Heißt?
28:59Ich habe die Margot genauso oft besucht, wie die anderen obdachlosen Patientinnen auch.
29:03Ein, zweimal die Woche.
29:04Aber das heißt noch lange nicht, dass Sie nichts miteinander hatten.
29:07Keine Sorge, da lief nichts.
29:08Wissen Sie, dass Franzi Berg sich gelinglich prostituiert?
29:18Nein, ich weiß nur, dass es schön wäre, wenn Sie die Kleine jetzt mal in Ruhe lassen könnten.
29:22Die hat durch den Tod von Margot schon genug gelitten.
29:24Entschuldigung, haben Sie ein bisschen Kleingeld?
29:28Du vertreibst mir die Leute!
29:30Ja, das mag ich so lange, bis ich antworte.
29:32Ja!
29:33Ich gehe anschaffen, ab und zu.
29:35Und?
29:36Ich muss von irgendwas leben.
29:37Margot hat davon erfahren?
29:40Ja.
29:42Von der Reißer der Sauber umtrieb.
29:44Die hat mir gar nichts zu sagen.
29:45Das war ein Darmix.
29:47Hier ist nämlich nicht meine Mutter.
29:48Sag mal, es ist dir vollkommen egal, dass die Margot umgebracht wurde?
29:51Soll ich jetzt rumheulen, deswegen?
29:54Bringt das was?
29:56Wolltest du deine anderen Sachen zum Anziehen?
29:56Entschuldigung, Sie vielleicht ein bisschen Kleingeld.
29:58Ja, danke.
29:59Ich habe keine anderen Sachen, Mann!
30:03Ist dir schon eingefallen, wo du zur Tatzeit warst?
30:05Ja.
30:06Junge, Junge, Junge.
30:07Sind wir jetzt fertig?
30:11Franzi.
30:15Hey, komm rein.
30:28Ich wollte dich gar nicht klopfen hören.
30:29Was kann ich denn tun für dich?
30:33Es ist nicht.
30:34Ich habe gehört von der Toten.
30:37Also, der Papa sagt, anscheinend hat die niemanden gehabt, der sich um sie kümmert.
30:43Ja, das geht mir irgendwie nicht mehr aus dem Kopf.
30:45Ich habe mir nur gedacht, vielleicht bringe ich die vorbei.
30:51Na so, dass wenigstens irgendwer an sie denkt.
30:56Ist es blöd?
30:58Nein, Emilia, das ist überhaupt nicht blöd.
31:00Im Gegenteil.
31:01Soll ich es hinstellen für Sie?
31:04Oder magst du es selber mal?
31:07Ja.
31:08Okay.
31:09Okay.
31:15Was gibt es Neues zum Fall?
31:32Wir haben nichts.
31:34Außer, dass die Franzi wirklich mit der Margot gestritten hat.
31:38Täusche ich mich oder treten wir bei dem Fall ein wenig auf der Stelle?
31:43Keine aussagekräftigen Fremdspuren am Tatort, keine Blutspuren an der Kleidung von Franzi Berg.
31:48Außer, sie hat noch andere Sachen, aber sie sagt nein.
31:51Keine Zeugen.
31:52Und was ist mit der mutmaßlichen Tatwaffe, mit diesem Fischtöter?
31:55Nichts.
31:56Der ist weg.
31:56Unerfindbar.
31:59Aber ich habe was.
32:01Ich habe mich doch einmal umgehört bei den ganzen Anlaufstellen und so für Obdachlose.
32:05Moment mal ganz kurz.
32:07Was heißt umgehört und was heißt noch einmal?
32:13Er hat uns geholfen.
32:16Damit wir nicht auf der Stelle treten.
32:21Entschuldigung, ich habe was rausgefunden.
32:23Interessiert euch das nicht?
32:24Ja, doch.
32:25Natürlich.
32:27Okay, also, ich habe das Foto herumgezeigt von meiner Familie, überall.
32:32Und da hat wirklich jemand diese Frau erkannt.
32:35In einem Frauenhaus war das.
32:38Die Frau vom Foto, die hat dort nach der Margot Pinz gefragt.
32:42Hast du einen Namen?
32:44Schön wär's, aber ich habe mir da was gedacht.
32:46Die Frau kommt sicher nicht aus Linz, weil sie ja sonst niemand kennt.
32:49Stimmt.
32:50Okay, wir geben das Foto an alle Hotels und Pensionen.
32:54Gut gemacht.
32:55Ben?
32:58Okay, ich komme zu dir.
33:01Er hat was Neues über den Dr. Kessler von der Straßenhäufe.
33:04Bitte schön.
33:10Danke.
33:13Ah, diesmal wieder mit Verstärkung.
33:14Vielleicht überlegen Sie sich ja so zweimal, was Sie sagen, bevor Sie uns wieder anlügen.
33:18Mehrere Anwohner am Tatort haben gesagt, dass Sie Ihren Wagen zuletzt fast jeden Tag dort gesehen haben.
33:25Vor der Unterkunft von Margot Pinz.
33:27Also öfter als ein, zweimal die Woche.
33:28Doch, ein Techtelmechtel.
33:32Das ist ja absurd.
33:33Ich war wegen der Franzi dort.
33:38Ernsthaft?
33:38Die Margot wollte die Franzi endlich von der Straße holen.
33:43Und deswegen habe ich mich nach einem Ausbildungsplatz für sie umgeschaut.
33:46Ich habe auch einen gefunden.
33:47Das können Sie ja überprüfen.
33:49Sie hätte in einer Betriebskantine anfangen können.
33:51Als Küchenhilfe.
33:52Und ich habe mit der Margot besprochen, wie wir das hinkriegen, dass die Franzi Ja sagt.
33:56Dann hätte ich aber jetzt gern die Nummer von dieser Kantine.
34:00Ja, gerne.
34:09Bitte.
34:14In der Kantine hebt niemand mehr ab.
34:16Ich muss dann.
34:18Ich habe ihm ja versprochen, dass es heute Lasagne gibt.
34:21Das kann dauern.
34:22Soll ich dich mitnehmen oder willst du ihn wieder schieben?
34:26Sie sind doch die Frau von dem Foto.
34:31Elka Jesner.
34:32Hallo.
34:33Johanna Heizinger.
34:34Mein Kollege Halberg.
34:36Ähm, im Hotel wurde mir gesagt, dass Sie mich suchen.
34:39Kennen Sie Margot Binz?
34:41Ja.
34:42Das ist meine Mutter.
34:50Sie war damals erst 14.
34:52Meine Großeltern wollten die Schwangerschaft geheim halten und die Geburt.
35:03Meine Mutter wurde ein halbes Jahr aus der Schule genommen.
35:05Dann gab es eine anonyme Geburt in einem katholischen Krankenhaus.
35:09Ich wusste von klein auf, dass ich adoptiert war.
35:16Aber erst als ich, ähm, Selbstmutter geworden bin, begann ich mich für meine Herkunft zu interessieren.
35:23Ich habe Akteneinsicht beantragt.
35:28Zwei Jahre, bis ich wusste, wer sie ist.
35:30Und jetzt wollten Sie sie kennenlernen?
35:35Ich wusste, dass sie in Linz ist.
35:37Dass es ihr nicht gut geht.
35:40Ich musste sie erst mal suchen.
35:42Und wann haben Sie sie gefunden?
35:45Vor drei Tagen.
35:47Ich bin dann zu ihrem Schlafplatz.
35:49Und wie war das Treffen?
35:50Gott, ich hatte solche Angst davor.
35:55Aber es war...
35:56Wir haben uns auf Anheb sehr gut verstanden.
36:00Sie war nicht wütend?
36:02Nein.
36:04Sie war doch damals ein Kind.
36:06Und sie hat sich trotzdem tausendmal für alles entschuldigt bei mir.
36:11Ich habe ihr dann das Bild gegeben.
36:13Damit sie weiß, wie ihr Enkelkind aussieht.
36:15Sie hat sich so gefreut.
36:18Haben Sie ihr sonst noch irgendwas gegeben?
36:20Geld.
36:21Tausend Euro zur Unterstützung.
36:23Und danach?
36:24Wie ging es danach weiter?
36:27Ich habe meinen Mann angerufen und ihm von meiner Idee erzählt.
36:33Welche Idee?
36:34Ich bin noch am selben Tag zu ihr zurück.
36:37Mit dem Vorschlag, sie nach Hause zu holen.
36:39Nach Regensburg.
36:39Ich hätte ihr eine Wohnung besorgt.
36:41Eine Arbeit.
36:43Damit alles gut wird.
36:45Wie hat sie reagiert?
36:48Ziemlich überwältigt.
36:50Sie wollte sich aber noch einen Rat einholen.
36:53Von wem?
36:53Einem alten Bekannten, einem gewissen Dr. Kessler.
36:59Der wollte an dem Abend noch vorbeikommen.
37:02Wir hatten ausgemacht, dass sie sich meldet.
37:06Wenn sie sich entschieden hat.
37:08Weiß man echt nicht, was man sagen soll.
37:16Wir müssen trotzdem überprüfen, wo sie zur Tatzeit war.
37:19Und wo dieser Dr. Kessler war mit seinem schwierigen Verhältnis zur Wahrheit.
37:23Ich habe doch die Nachbarn befragt.
37:27Da hat einer eine Überwachungskamera.
37:29Da ist zwar ein Zaun dazwischen, da sieht man sicher keine Fußgänger.
37:32Aber den kleinen Bus von Kessler müsste man schon sehen.
37:37Ich befürchte, deine Lasagne wird noch ein bisschen warten müssen.
37:40Zweimal am Tag, eine Woche lang.
37:45Nicht vergessen.
37:47Gute Besserung.
37:50Wir haben Ilka Jetsna gefunden.
37:53Wen?
37:53Sie wissen genau, wen ich meine.
37:57Warum lügen Sie uns ständig an?
38:00Sie haben vorgestern früh um 8.17 Uhr unsere Kollegen angerufen und gemeldet,
38:04dass sie Margot Bins Tod aufgefunden haben.
38:07Kurz darauf sind sie weg, dann wieder zurück.
38:12Und am Vorabend waren sie auch dort, um 6.
38:15Der Mord ist zwischen 6 und 8 passiert.
38:17Ich habe doch nichts getan.
38:19Und dann los.
38:21Wir hören.
38:23Alex, es ist jetzt echt blöd.
38:29Aber dringend, du hast doch was gesagt, ob die Franzi Berg noch andere Sachen geändert hat, zum Anziehen.
38:34Und da habe ich mir noch einmal alle Fotos angeschaut, die wir im System haben.
38:38Da hat sie fix eine andere Lederjacke an.
38:40Was?
38:41Ja, sieht fast gleich aus, aber nur fast.
38:44Okay.
38:44Die Nieten sind anders.
38:45Gute Arbeit.
38:47Haben Sie der Franzi eine Lederjacke aus Ihrem Kleiderfundus gegeben?
38:51Herr Dr. Kessler?
38:55Was Sie da machen mit der Straßenhilfe, ist eine gute Sache.
38:57Aber wenn Sie eine Mörderin decken, dann können Sie das alles hier vergessen.
39:01Franzi ist doch keine...
39:03Sie wollte sich entschuldigen bei der Margot, weil sie sich gestritten haben, weil sie, weil die Franzi anschaffen gegangen ist.
39:14Und ich bin nebengefahren, um zu fragen, wie es gelaufen ist, weil ich wusste, dass die Margot an dem Abend mit der Franzi reden wollte über Regensburg.
39:23Die Margot hat mir von ihrer Tochter erzählt.
39:26Sie war so aufgeregt.
39:28Aber sie wollte das machen.
39:31Ein Neuanfang.
39:31Aber sie hat sich dann Sorgen gemacht um die Franzi.
39:36Wie sie es ihr sagen soll.
39:40Dann im Zelt.
39:44Margot?
39:45Hallo?
39:45Alles voller Blut.
39:47Scheiße, Scheiße, Scheiße, Scheiße.
39:52Mir war sofort klar, was passiert ist.
39:54Der Holzknüppel von der Margot, der lag noch da.
39:58Den habe ich dann mitgenommen.
40:01Und dann habe ich die Franzi gesucht.
40:07Ich habe sie in die Praxis gebracht zum Duschen.
40:10Dann habe ich ihr ein frisches Gewand aus der Kleidersammlung gegeben.
40:14Und die alten Sachen habe ich verbrannt.
40:17Und den Holzknüppel auch.
40:20So.
40:24Das klingt jetzt vielleicht komisch, aber
40:26aber die Margot hätte das so gewollt.
40:31Sie hat mich gebeten, auf die Kleine aufzupassen.
40:35Wenn ihr mal was passiert.
40:39Ja, die Franzi ist sowieso schon gestraft genug.
40:42Sie ist den einzigen Menschen umgebracht,
40:45der sie wirklich geliebt hat.
40:46Ja.
40:54Schon gut, Conny.
41:03Ihr habt was übersehen.
41:05Du und der Dr. Kessler.
41:08Conny.
41:10Ihr Fell.
41:11Ihre Pfoten.
41:14Da finden wir sicher Blut.
41:17Von der Margot.
41:19Ihr lügt doch.
41:22Alle lügt ihr.
41:23Und der Doc lügt auch.
41:27Der hat nämlich gesagt, er hält den Mund.
41:31Und die Margot lügt.
41:35Sie hat nämlich gesagt, dass sie immer für mich da ist.
41:39Immer, immer, immer für mich da ist.
41:42Und dann erzählt sie mir, dass sie weg geht.
41:44Abbaute aus Lenz.
41:46Dabei hätte ich alles für sie gemacht.
41:47Alles.
41:47Sogar diese scheiße Ausbildung.
41:49Ich hätte sie für sie gemacht.
41:50Ich hab gedacht, sie freut sich.
41:54Aber sie hat sie überhaupt nicht mehr interessiert.
41:58Sie lässt mich umstehen.
41:59Ich einfach so, wie alle anderen.
42:01Wie meine Mutter.
42:01Ich bin jedem scheißegal.
42:03Das stimmt nicht.
42:11Margot wollte dich mitnehmen nach Deutschland.
42:14Das hat sie dem Dr. Kessler gesagt.
42:17Ohne dich wäre sie nicht weggegangen.
42:19Wie ist das?
42:39Alles Gute.
42:54Danke.
43:01Und was passiert jetzt mit der Konten?
43:04Mache dir keine Sorgen.
43:05Wir kümmern uns darum, dass es ihr gut geht.
43:07Das verspreche ich dir.
43:37Das verspreche ich dir.
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