- vor 3 Monaten
Aktenzeichen aus Berlin und Brandenburg
Die Polizei sucht....und bittet um Mithilfe
Die Polizei sucht....und bittet um Mithilfe
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00:00Willkommen an diesem Sonntagabend, willkommen bei Täter-Opfer-Polizei.
00:20Wir bitten wieder um Ihre Hilfe bei der Aufklärung von Verbrechen in Berlin und Brandenburg.
00:24Dazu gehört heute auch dieser Fall.
00:27Flammen in der Nacht zu Dienstag auf einem Schaustellergelände im Havelland.
00:32Was hier verbrennt, sollte in vier Wochen auf dem Weihnachtsmarkt am Humboldt-Forum in Berlin stehen.
00:39Inzwischen ermittelt die Kripo war es Brandstiftung.
00:43Mehr dazu später.
00:46Wir starten heute mit einem Fall, bei dem die Ermittler erwarten, dass er jetzt vielleicht doch noch geklärt werden kann.
00:51Nach über 50 Jahren. Ein sogenannter Cold Case.
00:55Das Opfer damals dieser Junge, Rainer Koch, zwölf Jahre alt, aus Berlin.
01:00Es gibt neue Spuren, neue Ermittlungsansätze und die Hoffnung auf Ihre Hinweise.
01:07Rainer Koch lebt mit seinen Eltern und seinen vier älteren Geschwistern in Berlin-Neukölln.
01:14Dienstag nachmittags hat er Fußballtraining.
01:16So auch an jenem 16. Januar 1973.
01:22Als der Zwölfjährige seine Sportsachen zusammenpackt, ist niemand zu Haus.
01:27Doch er ist es gewohnt, selbstständig zu sein.
01:30Gegen 16.30 Uhr muss er dann los.
01:33Kurz darauf trifft er hier in der Morusstraße ein.
01:42In dieser Schulturnhalle zum Fußballtraining.
01:46Als das zu Ende ist und der Junge sich auf den Heimweg macht, ist es 18 Uhr.
01:51Rainer Koch wird noch einmal gegen 18.20 Uhr an einem Park gesehen.
01:56Danach verliert sich seine Schwur erst einmal.
01:58So zeigen es die Ermittlungen der Polizei und Staatsanwaltschaft.
02:04Die Eltern hatten sich damals nach dem selben Abend an die Polizei gewandt,
02:07weil der Junge sonst eigentlich immer pünktlich zu Hause war.
02:10Und es gab auch sofort eine Suchaktion, noch am Abend und in der Nacht.
02:13Die blieb aber erfolglos.
02:16Fest steht, der zwölfjährige Rainer kommt nie zu Hause an.
02:22Zwei Tage später.
02:23Originalbilder vom 18. Januar 1973 zeigen einen Polizeieinsatz in Charlottenburg.
02:31Auf dem verschneiten Gehweg liegt eine nackte Kinderleiche.
02:34Schnell wird klar, es ist der verschwundene zwölfjährige Rainer Koch.
02:39Der Mörder hatte sein Opfer hier einfach abgelegt.
02:43In unmittelbarer Nähe zum Olympiastadion.
02:45Die Kleidung des Jungen wie diese braunen Halbschuhe, sein bunter Winterpullover und die Kordhose werden am nächsten Tag gefunden.
02:56Am 19. Januar.
02:58Hier in der Moriner Allee in Britz.
03:02Wer Rainer Koch ermordet hat, ist bis heute ungeklärt.
03:05Doch Polizei und die Staatsanwaltschaft Berlin rollen den Fall jetzt neu auf.
03:12Weil Mord nicht verjährt und wir deshalb immer wieder gucken, gibt es neue Beweismöglichkeiten, gibt es neue Möglichkeiten zur Aufklärung.
03:19In einem konkreten Fall gab es jetzt eine neue Entwicklung, dass tatsächlich über die Kriminaltechnik DNA analysiert werden konnte erstmals.
03:27Das heißt, die damals sichergestellten Spuren konnten mit den damaligen technischen Möglichkeiten noch nicht zuverlässig analysiert werden.
03:34Jetzt war das möglich. Das heißt, wir haben jetzt ein DNA-Profil von dem mutmaßlichen Täter.
03:41Um dem Täter auf die Spur zu kommen, haben Fallanalytiker des Landeskriminalamtes die Ermittlungsakten neu bewertet und so wichtige Erkenntnisse gewonnen.
03:50Also zum einen die große Wahrscheinlichkeit, dass der Täter aus dem Nahfeld des verstorbenen Jungen stammt.
03:58Also es zumindest wohl nicht kein Familienmitglied ist, aber jemand, den er vorher schon mal gekannt haben muss.
04:05Vermutlich begegnet der Junge diesem Bekannten auf seinem Heimweg.
04:09Wahrscheinlich nach 18.20 Uhr.
04:12Und vermutlich vertraute der Zwölfjährige diesem Mann, ließ sich von ihm überreden, mitzugehen.
04:17Dann haben wir Anhaltspunkte eben auch für die eigentliche Tatbegehung bekommen,
04:22dass also das Ganze sich wohl auch bewusst im Umfeld des Wohnortes von Rainer Koch abgespielt haben müsste.
04:30Und eben dieses Verstreuen von Beweismitteln und Leiche an komplett anderen Orten in Berlin
04:35dann eben auch ein bewusstes Ablenkungsmanöver war, um von dem eigentlichen Tatort dann abzulenken.
04:40Denn der Fundort der Leiche in der Jesse Owens Allee ist rund 20 Kilometer entfernt von dem Ort, wo er zuletzt gesehen wurde.
04:50Am Thomas Park.
04:52Der ist nicht weit weg von seinem Wohnhaus in der alten Bracker Straße.
04:56Hier irgendwo befindet sich der Tatort.
04:59Die Kleidung des Jungen wurde dann fünf Kilometer entfernt gefunden.
05:03In der Morina Allee, verpackt in zwei Tüten.
05:06Die eine dieser Plastiktüten ist hier die der Boutique Susanne.
05:12Die Boutique, die gab es nur bis 1970 auf Sylt.
05:15Und anschließend sind die Tütenrestbestände nach Berlin gekommen und sind in einer Reinigung der Kantstraße verwendet worden.
05:21Die zweite Tüte, die eine Rolle spielt, ist diese auf der einen Seite Werbung für einen Klebestift
05:27und auf der anderen Seite diese Fee-Werbung für Taschentücher und andere Papierprodukte.
05:33Und das Besondere an dieser Tüte ist einfach wiederum, dass sie nur in Österreich Verwendung gefunden hat
05:38und es da keinen Ausgabeort irgendwo in Deutschland gab.
05:41Und dann nochmal in der Kombination sozusagen eine Person, die zum Tatzeitpunkt Besitzer dieser beiden Tüten
05:48dürfte damit ziemlich selten sein und ein weiterer Täter hinmessern.
05:52Wer hatte also 1973 oder danach solche Tüten?
05:57Wer kennt jemanden, der Tüten wie diese besessen hat?
06:02Was aber, wenn der Täter inzwischen verstorben ist?
06:05Schließlich sind seit dem Mord über 50 Jahre vergangen.
06:08Wir könnten den Täter nach wie vor über die DNA-Spur überführen.
06:12Auch eben, wenn sich Angehörige melden würden, da könnte man eben auch dann über die jeweiligen DNA-Profile
06:19eine Rückverfolgung einem Angehörigen-Test dann machen.
06:22Jetzt eine endgültige gerichtliche Feststellung werden wir sowieso nicht mehr hinbekommen,
06:26wenn der Tatverdächtige mittlerweile verstorben sein sollte.
06:29Aber eben jedenfalls zumindest eine Annäherung daran, wer der Täter mit hoher Wahrscheinlichkeit gewesen sein könnte.
06:37Damit auch die Geschwister von Rainer Koch endlich mit dem Mord an ihrem kleinen Bruder abschließen können.
06:44Es kann also durchaus sein, dass der Täter inzwischen tot ist.
06:50Wenn er damals 30 war, wäre er jetzt über 80.
06:52Wenn er 40 war, über 90.
06:54Und vielleicht lebt er ja doch noch.
06:55Oder er hat sich im Laufe der Zeit jemandem anvertraut.
06:58Und der oder die könnte jetzt helfen, den Tod von Rainer Koch aufzuklären.
07:03Auf jeden Fall hofft die Polizei jetzt auf ihre Hinweise.
07:05Es gibt auch eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro.
07:09Also bitte informieren Sie die Mordkommission zur Bearbeitung von Cold Cases unter Vorwahl Berlin 030 und dann die 46 64 911 911 oder jede andere Polizeidienststelle.
07:21Fahndungserfolg heißt nicht immer, dass eine Straftat bereits komplett geklärt ist.
07:29Oft gehen die Ermittlungen erst richtig los, wenn ein Verdächtiger gefunden werden konnte.
07:33So ist es auch in unserem Fall heute.
07:35Vor knapp zwei Wochen wurde in Potsdam ein Exhibitionist festgenommen, der über viele Wochen Frauen bedrängt und belästigt hat.
07:42Und doch gibt es weiterhin Fragen.
07:47Er ist mit dem Auto unterwegs, parkt und lauert darauf.
07:51dass er zum Zug kommt.
07:54Ein Mann, der offenbar immer wieder als Exhibitionist aktiv ist.
07:59Hier in Potsdam am Brauhaus Berg sucht er sich neue Opfer.
08:04Über Monate.
08:07Wir sprechen mit Alina Niedergassel.
08:09Die Anwältin beschäftigt sich mit der Straftat Exhibitionismus und erklärt dazu.
08:13Sie ist recht besonders, weil der Tatbestand des Exhibitionismus kann nur von Männern erfüllt werden.
08:21Das ist eine besondere Regelung.
08:24Grundsätzlich ist das etwas, was das Zeigen eines männlichen Geschlechtsteils beinhaltet.
08:32So wie der Mann, der in einem Auto in Potsdam auf Opfer wartet.
08:37Opfer oder Zeuge dieser Tat kann grundsätzlich jeder werden.
08:41Also das ist nicht geschlechtsspezifisch.
08:43Das können sowohl Frauen, Kinder, jeglichen Geschlechts als auch Männer sein.
08:48Was der Mann in seinem Auto am 6. Oktober nicht ahnt.
08:52Zivilfahnder beobachten den Tatort am Brauhaus Berg.
08:58Eine Polizistin gibt den Lockvogel und der Mann geht in die Falle.
09:02Die Polizei Brandenburg erklärt dazu.
09:04Ein 24-jähriger Mann konnte festgenommen werden.
09:09Er ist tatverdächtig für bisher zehn bekannt gewordene Taten, bei denen ein Mann in einem geparkten Auto sexuelle Handlungen an sich vornahm und dabei Kontakt zu vorbeilaufenden Frauen aufnahm.
09:21Auch wenn es jetzt die Festnahme gab, wird weiter um Mithilfe gebeten.
09:27Alina Niedergassel erklärt warum.
09:29Es kann natürlich sein, dass es nicht nur zu diesen Fällen gekommen ist, die man bisher ermittelt hat,
09:34sondern dass es vielleicht noch möglicherweise zu einer anderen Zahl, eine Dunkelziffer da irgendwo im Raum ist.
09:41Und die möchte man natürlich auch im besten Falle ermitteln, damit man sich ein gesamtheitliches Bild dann machen kann und auch ein Urteil sozusagen für alle Fälle treffen kann.
09:52Sexuelle Übergriffe sind keine Seltenheit in Berlin und Brandenburg.
09:56Mal wird eine Joggerin im Park von einem Exhibitionisten genötigt, wie in Neuruppin oder Cottbus zum Beispiel.
10:05Mal wird, wie in Hennigsdorf und Wittstock, eine Spaziergängerin bedrängt.
10:10Wir haben Opfer, die das sehr mitnimmt und psychisch sehr belastet und auch länger belastet, auch über Wochen hinweg.
10:18Deshalb ist es wichtig, die Täter zu überführen.
10:23So wie bei dem aktuellen Fall in Potsdam, wo ein 24-Jähriger im Auto auf seine Opfer gewartet hat.
10:30Die Tatorte befinden sich alle mitten in Potsdam, rund um den Brauhausberg und dem Bereich Templiner Vorstadt.
10:38Dort soll der 24-Jährige seit April mehrfach Frauen genötigt haben.
10:41Wahrscheinlich gibt es aber weitere bisher unbekannte Opfer und Zeugen.
10:46Deshalb ist ihre Mithilfe gefragt.
10:50Sollten Sie etwas wissen zur Serie von sexuellen Übergriffen hier am Brauhausberg,
10:55dann melden Sie sich bitte bei der Polizei Brandenburg unter der Telefonnummer 0331 55 080.
11:03In der Fahndung Kompakt sucht die Polizei nach zwei Autodieben, die im Frühjahr in Berlin-Grünau unterwegs waren.
11:15Ganz genau in der Nacht vom 31. März zum 1. April von Montag auf Dienstag.
11:20Ihre Beute soll ein SUV, ein Kira Sorrento, Neupreis etwa 50.000 Euro.
11:26Wir schauen zunächst mal auf den Tatort.
11:28Der liegt im Südosten Berlins in Grünau, nicht weit von der Dame entfernt.
11:35Dort war der Wagen auf einem Mieterparkplatz in der Schlierseestraße abgestellt.
11:39Dort ist er auch gestohlen worden in der Nacht vom 31. März zum 1. April.
11:46Das sind die beiden Tatverdächtigen auf dem Parkplatz.
11:49Wem kommen sie bekannt vor?
11:51Einer war komplett dunkel angezogen mit einer dunklen Wollmütze auf dem Kopf.
11:56Der andere hatte einen hellen Kapuzenpullover an.
12:01Beide Männer haben offenbar kurzes Haar.
12:03Wo sind die Verdächtigen noch gesehen worden?
12:06Wem sind sie irgendwo aufgefallen?
12:08Und wer weiß, wo sie derzeit sein könnten?
12:11Ihre Hinweise dazu bitte an die Polizei in Berlin.
12:15Unter Vorwahl 030 und an die 46, 64, 371, 100 oder an jede andere Polizeidienststelle.
12:28Man muss auch mal ein Nein sagen können, heißt es gern, wenn Menschen über zu viel Arbeit klagen,
12:33nicht jeden Auftrag annehmen, auch mal an sich denken.
12:36So gesehen hat der Angeklagte im kuriosen Fall heute durchaus konsequent gehandelt.
12:40Dumm nur, dass er von Beruf Polizist ist und dass da im Dienst gewisse Verpflichtungen gibt.
12:46Der Abwämmler oder irgendwas ist hier faul.
12:51Als kleiner Daniel hat er im Fernsehen bei der Jagd nach Verbrechern mitgefiebert.
12:57Als großer Daniel sitzt er nun selbst im Streifenwagen und, naja, nicht immer ist der Dienstalltag mit einer Jagd versehen.
13:05So wie an jenem Nachmittag, als nicht wirklich viel los ist.
13:08Bis sich Roland meldet, der ganz aufgeregt am Telefon erklärt, dass er Hilfe braucht.
13:14Daniel macht sich samt Kollegin auf den Weg und trifft Roland mit seinem Fahrrad an einer Kreuzung.
13:20Der ist sichtlich mitgenommen.
13:22Da war ein Autofahrer, der hat erst gedrängelt und ist dann auf ihn losgegangen.
13:26Das ist Körperverletzung, ruft Roland und will das anzeigen.
13:30Polizist Daniel fragt nur, und wo ist der Mann?
13:33Natürlich weg, erklärt Roland.
13:35Er hat aber das Kennzeichen, damit lässt sich doch alles finden.
13:39Findet Daniel nicht.
13:41Ist doch nichts passiert, erklärt er und fordert Roland auf, mal einfach weiter zu radeln und nicht so einen Aufstand zu machen.
13:48Für Daniel ist die Sache damit klar und er jagt davon.
13:53Beide sehen sich vor Gericht wieder.
13:55Roland hat Daniel angezeigt, wegen Strafvereitelung im Amt.
14:00Kann der Richter nachvollziehen?
14:01Daniel nicht, schließlich sei doch Roland einfach weggefahren, behauptet er.
14:06Die Geschichte kommt beim Richter gar nicht gut an und sorgt dafür, dass Daniel zumindest einen Denkzettel bekommt.
14:14Klar, denn als Polizist ist es seine Pflicht, eine Anzeige aufzunehmen, wenn es den Verdacht einer Straftat gibt.
14:23Am Ende hat er Glück, weil die Kollegen den Autorau dann doch noch ermittelt haben.
14:27Der wurde immerhin zu 3000 Euro Geldstrafe verurteilt.
14:30Nur deshalb hat der Richter das Verfahren gegen ihn eingestellt, verbunden mit der Auflage, 800 Euro an Brot für die Welt zu zahlen.
14:38Weiter geht's mit einem Fall, der in dieser Woche für viel Aufsehen gesorgt hat.
14:43In Paaren im Glien, im Haveland, hat sich quasi ein Winterweihnachtstraum in Flammen aufgelöst.
14:48Festzelt, Weihnachtsbuden, tonnenweise Winterdeko, alles verbrannt.
14:52In vier Wochen sollte das Ganze auf dem Weihnachtsmarkt am Humboldt-Forum in Berlin aufgebaut werden.
14:57Nun ermittelt die Polizei und hofft auf ihre Hinweise.
15:00Das hat das Feuer übrig gelassen, in Paaren im Glien.
15:07Viel ist nicht mehr da von einem der größten Lager für Weihnachtsmärkte in der Region.
15:12Eine Zerstörung, die am Montagabend ihren Anfang nahm, als um 22.14 Uhr die Feuerwehr alarmiert wird.
15:20Zu einem Einsatz, der herausfordernd ist.
15:22Dort, nach den ersten Eindrücken, waren mehrere Explosionen zu hören, aber auch auf stark aufsteigender Rauch.
15:32Es waren große und hohe Flammen aufgrund der starken Holzteile, die dort gebrannt haben.
15:43Über Stunden kämpfen sich die Feuerwehrleute voran.
15:47Wegen der giftigen Dämpfe kann nur mit vollem Atemschutz gearbeitet werden.
15:52Schweres Gerät kommt zum Einsatz, um an die vielen Brandherde zu kommen.
15:5870 Frauen und Männer haben bis zum nächsten Morgen zu tun, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.
16:04Im Tageslicht werden die Folgen deutlich. Für Thilo Harry Wollenschläger.
16:09Ihm gehörte all das, was verbrannt ist.
16:11Da blutet einem das Herz, wenn man viele Ideen und Kreativität irgendwo reinsteckt und dann löst sich das in Luft auf.
16:21Das heißt, die Ausstattung für mehrere Weihnachtsmärkte in der Region wurde durch das Feuer zerstört.
16:29Marktbuden und Dekoration.
16:32Wenn man das jetzt so beziffert, geht es wahrscheinlich so Richtung 500.000 Euro Schaden, also eine halbe Million.
16:39Auf Handy-Videos hält Familie Wollenschläger selbst die Brandnacht vom Montag fest.
16:46Von Anfang an fragen sie sich, was ist der Auslöser für diese Zerstörungen.
16:51Nun verdichten sich Hinweise auf eine Brandstiftung.
16:53Das Weihnachtsmarktlager liegt nordwestlich von Berlin, in Paren im Glien, am Kienberger Weg.
17:02Dort breitet sich auf dem Gelände das Feuer dann schnell aus.
17:05Wurde etwas Auffälliges beobachtet am späten Montagabend, am 13. Oktober, das damit zu tun haben könnte.
17:12Und es bleibt die Frage bei einer Brandstiftung, wer ist dafür verantwortlich?
17:19Warum dieses Feuer, das einen Schaden von einer halben Million Euro hinterlässt?
17:24Für Thilo Harry Wollenschläger heißt das jetzt viel Arbeit.
17:30Denn unklar ist, was noch geht oder nicht für die Weihnachtsmarktssaison.
17:36Bei all denen hier gibt es etwas, was ihm Mut macht.
17:40Gott sei Dank nur Sachschan.
17:42Irgendwie Augen zu und durch und wir werden alle Hebel in Bewegung setzen.
17:47Und ich habe aber heute auch schon Anrufe von Kollegen bekommen, die helfen wollen.
17:58Diesen Brand am 13. Oktober wird Familie Wollenschläger nie mehr vergessen können.
18:04Umso wichtiger ist es zu klären, wer dafür verantwortlich ist.
18:08Für den Brand, der kilometerweit zu sehen und zu riechen war.
18:12Für Hinweise melden Sie sich bitte bei der Polizei Brandenburg.
18:15In Brandenburg unter der Nummer 0331 55 080.
18:24Der Mann, nachdem wir im nächsten Beitrag suchen, hat offenbar mehr als eine Identität.
18:29Und diese Vielfalt setzt er auch ganz gezielt ein.
18:31Dabei helfen ihm Personalausweise, normalerweise amtliche Dokumente und Fälschungssicherheit.
18:36Aber das scheint ihn nicht weiter zu stören.
18:39Die Polizei in Brandenburg sucht nach einem Betrüger.
18:42Auf den ersten Blick wirkt er ganz freundlich, vertrauenswürdig.
18:50Darauf setzt der Mann, der sehr wahrscheinlich ein Serientäter ist.
18:56Sporen von ihm finden sich hier in Teltow, im Nordwesten der Stadt, in diesem Gewerbegebiet.
19:01Dort taucht der freundliche Mann an einem Freitagnachmittag auf und steuert offenbar ganz gezielt einen Laden an, in dem es teure E-Bikes gibt.
19:13Stefanie Wagner-Lepin von der Polizei Brandenburg erklärt, wie der Täter dann vorgeht.
19:18Der gesuchte Mann ist in das Geschäft gekommen, hat sich für ein ganz bestimmtes Fahrrad interessiert und vorgegeben, das möglicherweise eben auch kaufen zu wollen.
19:29Der Mann lässt sich ein E-Bike zeigen. Ein Elektrofahrrad für mehrere tausend Euro.
19:36Und bittet dann vor dem Kauf um eine Probefahrt.
19:38Für den Ladenmitarbeiter durchaus üblich. Als Pfand will er einen Ausweis haben. So wie bei anderen Kunden auch.
19:48Der freundliche Mann ist darauf vorbereitet. Er hinterlegt seinen Personalausweis und startet dann mit der Probefahrt.
19:58Dass etwas nicht stimmt, fällt im Laden einige Zeit später auf.
20:01Der Mitarbeiter hat extra noch gesagt, er möge sich bitte auf dem Gelände aufhalten und musste dann jedoch später feststellen, dass der Mann mit dem Fahrrad offenbar davon gefahren war.
20:11Deshalb rufen sie die Polizei, die feststellt, der Ausweis samt Namen und Adresse ist gefälscht.
20:19Aber das Foto zeigt den Mann, der im Geschäft war.
20:22Von der Kommunikation, die im Laden passiert ist, Deutsch und Englisch, aber eher gebrochen, ist eben davon auszugehen, dass er nicht fließend Deutsch spricht und hier möglicherweise auch aus dem Ausland stammen könnte.
20:35Aber womöglich in Berlin oder Brandenburg wohnt. Er wird wegen Urkundenfälschung gesucht. Allein dafür drohen bis zu fünf Jahre Haft. Dazu kommt...
20:45Und im Anschluss hat er ja dann auch das Fahrrad, welches er ausgeliehen hat, nicht zurückgegeben.
20:49Das Fahrrad ist also zunächst erstmal freiwillig übergeben worden durch den Mitarbeiter für die Probefahrt.
20:54Aber dadurch, dass es nicht zurückgebracht worden ist, reden wir hier von einer Unterschlagung.
20:59Unterschlagung und Urkundenfälschung. Vieles spricht dafür, dass der Mann sein Vorhaben genau geplant hat.
21:06Da ist der gefälschte Ausweis und die gezielt angefragte Probefahrt.
21:12Das Vorgehen in Teltow ist kein Einzelfall. Die Täter haben es nicht nur auf E-Bikes abgesehen.
21:18Auch Mini-Bagger wie dieser hier verschwinden so.
21:22Oder diese Autos, die inzwischen sichergestellt werden konnten.
21:27Der Mann, der mit dem E-Bike verschwand, wird nun auch öffentlich gesucht. Erkennt ihn jemand?
21:33Oder weiß etwas über das Fahrrad? Ein Mountainbike vom Typ Orbea Rice M10. In der Farbe Grau. Hier ein Vergleichsbild.
21:41Der Tatort befindet sich in Brandenburg, in der Stadt Teltow. Hier taucht der Mann am 13. Juni auf, einem Freitag.
21:51Gegen 15.15 Uhr. Bei einem E-Bike-Spezialisten, der sich im Gewerbegebiet an der Iserstraße befindet.
21:57Wer also etwas beobachtet hat im Umfeld, eine Person, die so aussah, vielleicht ein Fahrrad gefahren oder eingepackt hat, die werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
22:08Und wo hat es der Mann noch versucht? Denn sehr wahrscheinlich hat er weitere falsche Ausweise, die er nutzt und am Tatort zurücklässt. So die Ermittler.
22:17Wenn Sie etwas wissen zu dem Fall, richten Sie Ihre Hinweise bitte an die Polizei Brandenburg. Unter der Telefonnummer 0331 55 08 0.
22:30Also eine Masche, mit der Betrüger auch Autos oder andere hochwertige Gegenstände erbeuten.
22:35Der Ausweis als Pfand wird ja bei vielen Probefahrten oder Geschäften eingesetzt, auch im privaten Bereich.
22:41Wie lässt sich ein falscher Ausweis erkennen? Hier ein paar Tipps.
22:47Denn gefälschte Ausweise, egal aus welchem Land, lassen sich relativ unkompliziert im Internet beschaffen, wie diese sichergestellten Papiere zeigen.
22:58Die Kosten dafür liegen je nach Qualität zwischen 10.000 und 10.000 Euro.
23:03Täglich werden solche Fälschungen von Kriminellen benutzt. Deshalb rät die Polizei bei Ausweisen als Pfand.
23:09Zunächst erstmal selber genau in Augenschein nehmen und prüfen, ob es offensichtliche Merkmale gibt, dass dieses Dokument gefälscht sein könnte.
23:17Denn bei einem deutschen Ausweis zum Beispiel, abhängig vom Kippwinkel, werden Hologramme sichtbar, wie die Bundesadler auf dem Foto.
23:26Neben dem Foto der 3D-Adler in Rot.
23:30Außerdem sind Gültigkeitsdatum und Nummer fühlbar eingraviert.
23:33Und auf der Rückseite ist ein wechselnd leuchtender Sicherheitsfaden.
23:40So ein Scanner, der Fälschungen erkennt, lohnt sich für alle, die mit vielen Kunden zu tun haben.
23:45Auch mit solch einer speziellen Lichtlupe lassen sich Ausweise überprüfen.
23:49Was auch gut ist, ist zum Beispiel ein zweites Dokument zu verlangen, was jemand dabei haben könnte.
23:54Also zum Beispiel eine Krankenkassenkarte oder einen Führerschein.
23:58Das sind alles Dokumente, wo auch Fotos abgebildet sind und Personalien, die man also miteinander vergleichen kann.
24:05Lassen Sie sich also nicht nur den Ausweis oder Pass zeigen.
24:08Auch die Geldkarte hilft dabei, Daten zu überprüfen und so auf Nummer sicher zu gehen.
24:14Auch hier gilt also, lieber zweimal hinschauen und kritisch nachfragen.
24:19Wer nichts zu verbergen hat, wird auch nicht meckern.
24:21Und falls dann doch jemand empört reagiert und das Gespräch abbricht, war es vermutlich ein Betrüger.
24:27So, und jetzt noch, wie gewohnt, der Blick zurück auf die Fahndungsfälle an diesem Sonntag.
24:31Hier kommt unsere Zusammenfassung.
24:34Er wurde nur zwölf Jahre alt, der Schüler Rainer Koch,
24:37der hier in der Nähe des Berliner Olympiastadions gefunden wurde im Januar 1973.
24:42Seitdem wird sein Mörder gesucht, der solche Tüten besessen hat.
24:47Wer weiß etwas dazu?
24:48Für den entscheidenden Hinweis gibt es eine Belohnung von 5000 Euro.
24:53Diese beiden Männer werden mit Autodiebstählen in Verbindung gebracht.
24:57Die Bilder von ihnen wurden in Grünau aufgenommen auf einem Parkplatz, wo ein Auto verschwand.
25:02Erkennt jemand das Duo?
25:04Und auch dieser Mann wird gesucht.
25:06In Teltow gibt er vor, ein teures E-Bike kaufen zu wollen und kommt dann von einer Probefahrt nicht mehr zurück.
25:11Wer weiß, wer das ist?
25:13Wo ist er noch aufgetaucht?
25:16So, Ihre Hilfe ist jetzt gefragt.
25:18Gerne noch per E-Mail oder über die Online-Wache der Polizei in Berlin und in Brandenburg.
25:22Alles Wichtige dazu finden Sie noch einmal im Netz auf unserer Täter-Opfer-Polizei-Fahndungsseite.
25:28Danke fürs Zuschauen.
25:28Am nächsten Sonntag geht es weiter mit neuen Fahndungsfällen, wie immer um 19 Uhr.
25:32Bis dahin alles Gute.
25:33Achten Sie auf Ihr Handgepäck.
25:35Und hier nochmal ein Hinweis für alle, die unseren Podcast auch live mögen.
25:41Denn im Visier Verbrecherjagd in Berlin und Brandenburg.
25:47Der LBB-Crime-Podcast ist wieder live zu erleben.
25:51Elvira Siebert und Uwe Madl gehen mit Experten wahren Kriminalfällen aus der Region nach.
25:56Stationen der Tour sind diesmal Eberswalde, Berlin, Oranienburg, Cottbus, Frankfurt-Oder und Besko.
26:03Auf der Online-Seite von Täter-Opfer-Polizei finden Sie alle Informationen zur Tour.
26:09Zu den Terminen, den Kriminalfällen und den Gästen von im Visier.
26:13Und ganz wichtig, wie Sie an die Tickets dafür kommen.
26:16Am einfachsten geht es, wenn Sie diesen QR-Code nutzen.
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