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  • 5 months ago
Dr. Blochs Frau begeht Selbstmord, indem sie mit ihrem Auto gegen einen Betonpfeiler fährt. Dr. Bloch glaubt, den Täter zu kennen und hält ihn für einen Mörder.

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00:00Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:30Sie können ja nicht voraussehen, wann jemand mit einem Messer oder einer Kugel die untreue Ehefrau oder Ihren Liebhaber ins Jenseits befördert.
00:37Es würde mir nichts ausmachen, nochmal an die Praxis.
00:39Ihr Laborbefund von Herrn Derrick liegt auf Ihrem Schreibtisch.
00:41Danke, Frau Lein Gerski. Sie können auf jeden Fall gehen.
00:43Ja, dann einen schönen Tag noch.
00:45Das kommt ganz auf die Werte an.
00:47Da brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Bis morgen, Frau Lein Gerski.
00:50Bis morgen.
00:51Kleiner Eisenmangel, Cholesterin gerade noch unter dem Grenzwert, aber sonst alles völlig in Ordnung.
00:56Wir können uns den Befund gerne nochmal zusammen ansehen.
00:58Nein, nein, Doktor, ich verstehe ja sowieso nichts davon.
01:01Und meinen Rat, nicht so viel zu arbeiten, den Stress zu meiden, sich mehr Ruhe zu gönnen.
01:05Ich würde es den Ganoven sagen, ja, ja, ja.
01:07Aber versprechen kann ich es eben nicht.
01:09Ich nehme an, Ihre Frau wartet schon auf Sie.
01:12Grüßen Sie Sie bitte recht herzlich.
01:13Ich würde Ihre Grüße gern bestellen.
01:17Nur glaube ich nicht, dass Sie auf mich wartet.
01:20Wahrscheinlich hat Sie zu oft warten müssen.
01:25Ich kann eben auch nicht voraussehen, wann ich zu einem Blinddarm gerufen werde oder zu einer Gallenkolik.
01:30Um auf den Punkt zu kommen, Sie hat einen Liebhaber.
01:34Ich habe Ihnen etwas zu essen gebracht.
01:45Meine Frau ist nicht da?
01:47Nein, Herr Dr.
01:48Hat sie gesagt, wann sie kommt?
01:50Nein.
01:51Danke, danke.
01:51Das Essen, Herr Doktor.
02:08Ja, ich komme, Erne.
02:21Ihr Mann ist gerade, soll ich Ihnen...
02:32Nein, nein, danke.
02:34Erne?
02:35Ja?
02:38Ein paar Sachen sind noch in der Reinigung.
02:41Ja, gut.
02:51Entschuldige bitte.
02:54Ich wusste nicht, dass du kommst.
02:56Nein, nein, lass dich bitte nicht stören.
02:59Ich habe keinen Hunger.
03:00Ich warte drüben.
03:01Sehr glücklich.
03:03Siehst du nicht aus.
03:05Ich bin nervös.
03:07Is jetzt.
03:09Ja.
03:11Wir sprechen dann später miteinander.
03:21Ist etwas passiert?
03:49Was soll denn passiert sein?
03:53Ich habe mich entschlossen.
03:55Wozu?
03:55Ich habe ein paar Sachen gepackt für die nächsten Tage.
04:00Das andere lasse ich irgendwann abholen.
04:03Du sagst ja nichts.
04:05Was ich sagen konnte, habe ich gesagt.
04:11Ich habe nur nicht damit gerechnet,
04:13dass du so schnell eine Entscheidung treffen würdest.
04:17Ich musste.
04:17Ich weiß, dass ich die Situation dir nicht zumuten kann
04:21und mir auch nicht.
04:23Du gehst endgültig?
04:24Ja, natürlich endgültig.
04:31Andrea, der Mann liebt dich nicht.
04:33Fang bitte nicht so an.
04:35Ich sage nur, wovon ich zutiefst überzeugt bin.
04:38Und ich wiederhole es.
04:38Der Mann liebt dich nicht.
04:40Bitte.
04:40Bitte.
04:45Lass mich gehen.
04:47Ich kann keine Sinne ertragen.
04:50Du kannst mir doch wirklich nicht vorwerfen,
04:52dass ich es dir eine mache.
04:54Entschuldige.
04:54Ich weiß, dass ich dir weh tue.
05:12Verzeih mir.
05:15Ich kann nicht anders.
05:17Schon gut, Andrea.
05:22Schon gut.
05:23Ich weiß nicht.
05:50Ich weiß nicht.
05:51Das war's für heute.
06:21ich habe schon befürchtet ein böser ehemann hat sich im heizungskeller eingesperrt oder oder
06:38was noch viel schlimmer wäre dich gesetzlich geschützte ehebett zurückgeholt er hat mir
06:44nicht einmal eine szene gemacht hast du hast ihm offen gesagt vorhin habe ihm auch gesagt dass es
06:55endgültig ist da staunst du ich hab's endlich geschafft ich hab mir gesagt es muss sein so
07:05ging es ja nicht weiter du hast ihm gesagt dass du ihn verlässt als ich mich dazu entschlossen
07:12hatte ging alles viel leichter als ich dachte ich küsse ihre hand madame und vor bewunderndem
07:36erstaunen fällt mir nichts besseres ein du kannst dir ruhig zeit lassen heute muss ich nicht wieder weg
07:44und morgen auch nicht entschuldige ich habe dir nicht einmal deinen cherry serviert siehst du
07:52sie wissen natürlich dass meine frau nicht in urlaub gefahren ist ich weiß doktor es wäre mir sehr recht
08:18wenn sie bleiben erne aber wenn sie woanders ich bleibe herr doktor
08:28du meinst also wir sollten jetzt eine zahnbürste für dich besorgen du musst dich nicht in ursprüster
08:41stürzen ich habe sie mitgebracht im handtäschchen im koffer im koffer eine tasche drei mäntel habe ich gleich mitgebracht es war doch wichtig dass ich ausziehe ohne trennung keine scheidung es muss alles eine ordnung haben
09:00und jetzt brauchst du eine wohnung oder lässt das gesetz auch zu dass du im hotel wohnst
09:06das gesetz hat nichts dagegen wenn ich zu dir ziehe
09:12wir brauchen die sachen bloß rauszuholen ich habe alles im auto
09:18hast du da nicht ein bisschen voreinig gehandelt
09:22voreinig
09:24ja du hast mir kein wort gesagt
09:27ich meine das ist doch eine sache über die man sprechen
09:30über die man sich verständigen muss
09:32ja dass ich zu dir ziehe
09:34ja dass ich zu dir ziehe
09:36ja ich bin in keiner weise darauf eingerichtet
09:40nicht eingerichtet
09:42entschuldige aber das kommt so aus heiterem himmel
09:46ich meine machen wir da nicht was falsch
09:50was falsch
09:52ja
09:54was kann dran falsch sein wenn ich zu dir ziehe wir lieben uns doch
09:58natürlich natürlich lieben wir uns aber
10:02ja
10:04darum geht es doch jetzt nicht
10:06du meinst wegen meiner scheidung
10:08ja
10:10ja nicht nur
10:12ich
10:14willst du auch ein whisky
10:18na danke im Moment nicht
10:22meinst du es ist zu klein hier zu eng für uns beide
10:28ich gehe ein bisschen ums haus herrmann
10:30bis gut herr doktor
10:34bin bald wieder zurück
10:38ganz gut herr doktor
10:40bin bald wieder zurück
10:50aber du selbst
10:52aber du selbst
10:54hast doch immer gesagt dass wir zusammen bleiben wollen
10:58zusammen bleiben und zusammen wohnen das sind
11:02entschuldige zwei verschiedene dinge
11:04die liebe
11:06das gefühl
11:08meine all das leidet
11:10unter ständigem beisammensein
11:12fühlt sich plötzlich eingeengt
11:16man verliert seine freiheit
11:18du müsstest das doch wissen
11:20gerade du warum sind denn deine koffer im auto
11:24ja
11:26ich will meine freiheit auch nicht verlieren
11:30also komm pass auf du ziehst zu einer freundin
11:34oder suchst du eine kleine wohnung
11:36und bis die gefunden ist
11:37fährst du einfach zurück
11:38packst die koffer wieder aus
11:40nach dem eindruck den ich von deinem mann habe
11:43hat er sicher nichts dagegen
11:44das ist doch ein guter vorschlag
11:49und das hat nichts mit meinen gefühlen für dich zu tun
11:54da kannst du ganz sicher sein
11:56ganz sicher sein
12:00du verstehst mich doch
12:02ja
12:06ich habe verstanden
12:26bei dr bloch
12:48wer ist da ich kann nichts verstehen
12:52ich kann nichts verstehen
12:54frau bloch
12:56nein
12:58ihr mann
12:59herr dr bloch ist nicht da
13:01moment
13:03moment
13:05ich glaube
13:06ja
13:08er kommt
13:09moment
13:10ihre frau
13:12meine frau
13:14ja
13:16ja
13:17Andrea
13:18er hat mich
13:20er hat mich
13:22er hat mich vor die Tür gesetzt
13:24Andrea
13:25bitte
13:26sei ganz ruhig
13:30ihn ausgeworfen
13:31mit meinem Kopf
13:32und ihn ausgeworfen
13:33Andrea
13:34du hast doch ein Zuhause
13:36komm her
13:37ich habe dir gesagt
13:38der Mann liebt dich nicht
13:39der ist es gar nicht wert
13:41komm zurück
13:42hörst du
13:43zurück
13:45ja komm sofort
13:46hörst du
13:47oder soll ich dich holen
13:49sag mir wo du bist
13:51Andrea
13:53wo bist du
13:54Andrea
13:56hörst du mich
13:57Andrea
13:59Andrea
14:05Andrea
14:07ich weiß nicht wo sie ist
14:20ich weiß nicht wo sie ist
14:21ja
14:33war niemand dran
14:35ich kann nur warten
14:37ich kann nur warten
14:41sie sind Doktor Bloch
14:43ja
14:44bitte
14:45sie sind Doktor Bloch
14:47ja
14:49bitte
15:06Sie sind Doktor Bloch
15:07ja
15:08bitte
15:09Bitte.
15:18Ist das Ihre Frau?
15:21Ja, das ist meine Frau.
15:31Morgen, Stefan.
15:33Morgen, Harry.
15:34Sag mal, geht's denn voran in Sachen Maß?
15:36Der liegt längst beim Staatsanwalt. Dieser verdammte Papierkram, der macht mich noch verrückt.
15:41Sag mal, dein Doktor hat doch gesagt, keinen Stress.
15:43Ja, aber das gilt nicht. Das war auf der Straße im Vorübergehen.
15:46Da hat er keinen weißen Kittel an, kein Stethoskop um.
15:50Sag mal, dein Arzt heißt doch Bloch, oder?
15:53Mhm.
15:54Könnte es sein, dass das hier seine Frau ist?
15:57Andrea Bloch stimmt.
15:59Sie war das Opfer eines Verbrechens. Was soll das heißen?
16:03Tja, merkwürdig.
16:04Ich meine, da müsste doch was vorliegen. Ich schaue mir schnell nach.
16:11Sie war das Opfer eines Verbrechens.
16:14Opfer eines Verbrechens.
16:16Unter den Verkehrsunfällen ist eine Frau Bloch.
16:20Sie ist gegen einen Brückenpfalle gerast.
16:22Wahrscheinlich Selbsttötung.
16:24Also von Fremdverschulden steht hier nichts.
16:27Alles andere ist völlig in Ordnung,
16:29aber Ihre Tropfen müssen Sie wirklich regelmäßig nehmen.
16:31Herr Derrick ist am Telefon.
16:34Ja, stellen Sie durch.
16:36Wiedersehen, Herr Garner.
16:37Machen Sie einen Termin mit von Herrn Gertzke.
16:41Ich habe Ihnen nur mein Funderer zugeschickt.
16:46Bloch?
16:46Danke, Herr Derrick.
16:56Das ist wirklich sehr aufmerksam von Ihnen.
16:59Sie sehen, ich bin wieder voll in der Arbeit.
17:02Und ich fange erst an,
17:04mich damit auseinanderzusetzen.
17:06In der Todesanzeige steht doch,
17:09dass Sie einem Verbrechen zum Opfer fiel.
17:13Es war Fremdverschulden.
17:15Ich wollte Sie deswegen auch anrufen.
17:17Ich würde Sie gern sprechen.
17:19Persönlich.
17:20Wie lange sind Sie im Büro?
17:22Nein, lange, lange.
17:23Ich habe Bereitschaftsdienst.
17:25Ich wäre Ihnen sehr dankbar,
17:26wenn ich heute noch vorbeischauen dürfte.
17:29Gut.
17:30Im Präsidium.
17:32Ich werde mich schon zu Ihnen durchschlagen.
17:36Ja, bitte.
17:47Herr Dr. Bloch.
17:48Ah, ja, danke.
17:49Kommen Sie bitte herein, Doktor.
17:52Guten Abend, Herr Derrick.
17:53Guten Abend.
17:54Wollen Sie Ihr Jacket ausziehen?
17:55Danke, Herr Derrick.
17:56Na gut, dann nehmen Sie Platz.
17:58Es ist nicht sehr nobel, Herr uns.
18:00Es riecht nach Lissol, das ist unangenehmer.
18:02Aber ich habe uns dafür einen guten Kaffee gemacht.
18:04Das ist sehr liebenswürdig.
18:06Aber ich möchte Ihre Zeit nicht unnötig in Anspruch nehmen.
18:10Darf ich ihn hier herstellen?
18:11Ja.
18:12Bitte schön.
18:12Herr Doktor?
18:19Ich sagte, dass ich Sie gerne gesprochen hätte, und zwar, weil der Tod meiner Frau in Ihr Gebiet fällt.
18:26Sie ist ermordet worden.
18:28Nach dem Unfallbericht hat sie Selbstmord verübt.
18:31Sie ist in selbstmörderischer Absicht gegen einen Brückenpfeiler gefahren.
18:34Aber dennoch, es hat Sie jemand ermordet.
18:38Sagte ich Ihnen nicht, dass Sie eine Liebhaber hatte?
18:41Sie sagten es Ihnen.
18:43An dem Tag, als Sie noch zu mir in die Praxis kommen wollten, ist meine Frau aus unserer Wohnung ausgezogen.
18:51Sie hat drei Koffer gepackt und ist zu ihrem Liebhaber gefahren.
18:55Ich konnte sie nicht mehr zurückhalten.
18:57Ihr Liebhaber hatte offenbar nicht damit gerechnet, dass sie bei ihm wohnen wollte,
19:01und hat sie mit ihren Koffern hinausgeworfen.
19:06Woher wissen Sie das?
19:07Sie hat mich kurz vor ihrem Tod angerufen und mir gesagt, nein.
19:14Sie hat es geschrien.
19:18Er hat mich hinausgeworfen.
19:21Sie war am Ende.
19:23Sie war nicht mehr in der Lage, mir zu sagen, wo sie war.
19:27Ich konnte ihr nicht mehr helfen.
19:28Habe ich nicht recht, wenn ich sage, dass dieser Mann Sie ermordet hat?
19:33Nein.
19:35Nein, ich meine, was immer der Mann gesagt hat, was er getan oder unterlassen hat,
19:39vielleicht war es der Anlass zu der Tat, aber die Tat hat Ihre Frau ganz allein zu verantworten.
19:45Sie können doch den Mann deswegen nicht vor Gericht stellen.
19:48Ich verstehe.
19:50Der Fall hat für Sie als Beamter nur eine juristische Seite.
19:54Aber mich interessiert Ihre persönliche Meinung.
19:57Wie ist die?
19:58Hat er Sie umgebracht oder nicht?
20:01Nein.
20:02Nein?
20:06Herr Doktor, wenn man überhaupt darüber sprechen will,
20:11dann hat er das getan in einem ganz übertragenen Sinn.
20:17In einem ganz übertragenen Sinn.
20:22Muss ich mich damit abfinden?
20:23Es wird Ihnen nichts anderes übrig bleiben.
20:28Na ja.
20:30Es war mir wichtig, Sie zu fragen.
20:32Ich habe es getan.
20:34Ich bin anderer Meinung.
20:37Was meinen Sie?
20:38Sollte ich mit dem Mann nicht mal sprechen?
20:41Unter dem Aspekt, dass er ein Mörder ist?
20:43Herr Brunner?
21:00Ja?
21:01Entschuldigen Sie, bitte.
21:02Ich fürchte, ich habe Sie erschreckt.
21:05Das lag nicht in meiner Absicht.
21:07Nein, nein, es ist...
21:09Da ich Sie telefonisch nie erreicht habe
21:12und Sie meiner Bitte um Rückruf,
21:14die ich Ihrem Anrufbeantworter vertraute,
21:16noch nicht nachgekommen sind,
21:18hielt ich es für einfacher.
21:20Mein Name ist Bloch.
21:21Dr. Bloch?
21:23Ja, Sie waren mit Andrea eine Zeit lang sehr befreundet.
21:28Mit meiner Frau.
21:29Ja, und?
21:31Sie sind der Letzte,
21:33der Sie gesehen hat.
21:36Ich würde mich gern mit Ihnen unterhalten.
21:38Ein paar Minuten.
21:40Wenn Sie mich mit Ihnen aufnehmen?
21:43Ja, bitte.
21:51Aber ich sage es Ihnen gleich,
22:04ich habe wenig Zeit.
22:08Wofür ich volles Verständnis habe.
22:21Wollen Sie mich ablegen?
22:32Danke, nein.
22:33Ich habe Ihnen versprochen,
22:34Sie nicht aufzuhalten.
22:36Aber wenn ich mich ein wenig umsehen darf?
22:40Bitte.
22:44Eine Wohnung, die Andrea
22:46sehr gut bekannt hat.
22:48in der Sie ein- und ausgegangen ist.
22:54So gut wie zu Hause war.
22:56Kann man das sagen?
22:59Ja, Dr. Bloch.
23:02Was passiert ist,
23:03tut mir ungeheuer leid.
23:06Ich glaube,
23:06ich sollte Ihnen das sagen
23:07und Sie sollten es mir glauben.
23:12Vielleicht ist es ganz gut,
23:13dass Sie zu mir gekommen sind
23:14und dass wir über die Sache sprechen,
23:16die auch mich tief erschüttert hat.
23:22Wollen Sie,
23:23wollen wir was trinken?
23:25Nein, nein.
23:26Sie sagten,
23:26Sie haben keine Zeit.
23:29Kommen wir
23:29zu der Sache,
23:32wie Sie es nennen.
23:33Die Sache ist,
23:35eine Frau,
23:35die Ihre Koffer gepackt hat,
23:37um hier einzuziehen,
23:41weil sie mit Ihnen
23:42zusammen sein wollte.
23:44Ununterbrochen
23:45mit Ihnen
23:46zusammen sein wollte.
23:48Sie haben Sie
23:49mitsamt Ihren Koffern
23:50hinausgeworfen.
23:51Nein, nein.
23:52So war es nicht.
23:53So war es
23:54keinesfalls.
23:56Aber
23:56so hat sie es mir gesagt.
24:00Wie gesagt?
24:01Am Telefon.
24:02Bevor sie sich umbrachte.
24:06Sie rief mich an
24:07und sagte,
24:08nein,
24:09sie sagte es nicht.
24:11Sie schrie,
24:12weinend,
24:14von Weinkrämpfen
24:15geschüttelt.
24:16Er hat mich
24:17rausgeworfen.
24:19So hat sie es wohl
24:20empfunden.
24:22Das konnte sie nicht ertragen
24:23und fuhr
24:23gegen eine Betonwand.
24:27Kann ich jetzt doch
24:28etwas zu trinken bekommen?
24:29Was hätten Sie gern?
24:32Wenn ich Sie um
24:33ein Glas Champagner
24:34bitten dürfte?
24:36Natürlich, gern.
24:37Es geht zum
24:44sparken.
24:48Sehr schön,
24:51dass sie nicht
25:01sehen,
25:03wie das
25:04mit
25:05Herr Brunner?
25:15Herr Dr. Bloch?
25:17Ich frage mich natürlich, ob ich jetzt nicht mit einem Mörder anstoße.
25:24Ich habe die Frage sogar mit einem Kriminalkommissar erörtert.
25:29Welche Frage?
25:30Ob man nicht von Mord sprechen kann.
25:31Das haben Sie mit einem Kriminalkommissar besprochen?
25:37Ja.
25:38Und was sagte der Kriminalkommissar?
25:42Dass man schon von Mord sprechen könne.
25:46In einem übertragenen Sinn.
25:49Was soll der Quatsch?
25:51Andrea hat Selbstmord begangen.
25:53Es wurde eindeutig festgestellt.
25:57Ja.
26:01Aber...
26:01Könnte man nicht der Meinung sein, dass Sie Andrea vorher schon getötet haben?
26:07Sie haben sie hinausgeworfen und gaben ihr damit etwas zu erkennen.
26:11Und dass innerhalb von Minuten oder sogar Sekunden, dass Sie sie nicht liebten.
26:17Ihr das nur vorgemacht hatten.
26:19Und zeigten es ihr auf eine Weise, dass sie es nicht überleben konnte.
26:24Sie war schon tot, bevor Sie sich das Leben nahm.
26:27Entschuldigen Sie, ich kann doch kein Glas Champagner mit Ihnen trinken.
26:39Wenn Sie meine Frau geliebt hätten, hätte ich es gekonnt.
26:46Mit Ihren Mördern kann ich es nicht.
26:47Ich habe Sie ausreden lassen.
26:50Aber nun reicht es.
26:52Verstehen Sie?
26:52Es reicht!
26:54Vielleicht habe ich Andrea hinausgeworfen.
26:56Aber ob Sie es überleben oder nicht.
27:00Bitte gehen Sie!
27:02Ich gehe.
27:03Und ich gehe in der Gewissheit, dass Sie sie umgebracht haben.
27:16Guten Tag, Doktor.
27:30Herr Derrick.
27:33Danke, dass Sie gekommen sind.
27:35Bitte nehmen Sie noch Platz.
27:36Danke sehr.
27:36Fräulein?
27:38Keine Praxis heute?
27:40Mittwochs.
27:41Ärzte.
27:44Bitte, Herr Derrick.
27:45Soll ich Ihnen die Karte bringen?
27:47Ja, bringe ich Sie mir einen Kaffee und Mineralwasser, ja?
27:53Ich habe den Mann aufgesucht.
27:57Wozu?
27:58Weil ich mir Gewissheit verschaffen wollte.
28:00Und jetzt habe ich Sie.
28:02Er ist ein Mörder.
28:03Ah, mein Doktor noch.
28:06Ich weiß, ich weiß, Sie sagten es nur im übertragenen Sinne.
28:10Aber ich sehe es eben doch ganz anders.
28:12Er ist ein Mörder.
28:13Warum haben Sie mich hier bestellt?
28:16Um Ihnen das zu sagen.
28:17Und weil ich der Meinung bin, dass ein Mörder, dieser Mörder, bestraft werden muss.
28:22Ich habe Ihnen doch schon gesagt, dass kein Gericht auf der Welt diesen Mann bestrafen wird.
28:27Das habe ich ja begriffen.
28:29Aber ich meine auch nicht irgendein Gericht.
28:32Ich werde ihn bestrafen.
28:33Wie wollen Sie denn das machen?
28:37Ich weiß, jetzt muss ich vorsichtig sein.
28:40Aber ich sage es trotzdem.
28:41Ich werde ihn umbringen.
28:44So gut wie umbringen.
28:46Und zwar so, dass auch mich kein Gericht der Welt bestrafen kann.
28:50Hey, das ist sehr freundlich.
28:51Ich mache das so.
28:52Das ist sehr lieb.
28:53Dankeschön.
28:53War es das, was Sie mir sagen wollten?
29:00Ja.
29:02Und ich sage es Ihnen, weil ich Sie brauche.
29:05Weil ich Sie als Zeugen brauche.
29:07Hat er dir erklärt, was er meint?
29:10Nein.
29:11Aber du hast ihn gefragt.
29:12Natürlich habe ich ihn gefragt.
29:14Aber er hat mir auf die Frage nicht geantwortet.
29:16Er hat gesagt, warten Sie es ab.
29:17Ist der Mann verrückt?
29:18Nein.
29:19Ich meine, kann es sein, dass er den Verstand verloren hat?
29:21Nein, das glaube ich nicht.
29:23Ja, was meint er denn damit, er braucht ein Zeug?
29:25Ich habe keine Ahnung.
29:31Nimmst du die Tüte?
29:32Ja.
29:37Ich hoffe, du kannst kochen.
29:42Ja, ich denke, das wird nicht eingeladen.
29:44Ich mache die Flaschen auf und du kochst.
29:46Nur Kaviar.
29:54Kaffee.
29:55Ja.
29:56Ja, tschau.
29:57Ja, tschau.
30:07Was machen Sie hier?
30:15Wie sind Sie hier reingekommen?
30:17Wenn ich Sie erschreckt haben sollte, bitte ich um Entschuldigung.
30:19Ganz einfach.
30:21Die Polizei brachte mir die persönlichen Sachen meiner Frau.
30:25Unter anderem diese Schlüssel.
30:28Ich wollte sie zurückbringen.
30:30Sie war nicht da.
30:31Da habe ich mir gedacht, wartest du eben?
30:32Kimmen Sie die Schlüssel her.
30:37Wollen Sie mich mit der jungen Dame nicht bekannt machen?
30:41Ich bin Dr. Bloch.
30:43Renate Heuer.
30:44Sehr angenehm.
30:45Meine Frau war eine Zeit lang eine sehr gute Freundin von Herrn Brunner.
30:49Dies hier war ihr zweites Zuhause, bis Herr Brunner Sie von einer Sekunde zur anderen vor die Tür setzte.
30:56Worauf Sie sich das Leben nahm.
30:57Hören Sie auf!
30:58Machen Sie, dass Sie rauskommen.
31:00Verschwinden Sie!
31:00Um Himmels Willen, ich habe Ihren Unwillen erregt.
31:03Und vor dieser jungen Dame, die möglicherweise die Nachfolgerin meiner Frau ist.
31:07Komm, wenn es so ist, gebe ich Ihnen einen Rat.
31:11Kommen Sie nicht mit Koffern her.
31:13Ja, Herr Brunner?
31:17Guten Tag.
31:20Dann müsst ihr euch einen anderen Termin geben lassen.
31:24Ja, was würde ich denn anderes tun?
31:26Moment, bitte.
31:27Was?
31:28Dr. Bloch.
31:29Ja.
31:30Also gut, dann sagt bitte Bescheid, ja?
31:32Moment, bitte.
31:32Ja, derrick?
31:39Nein, im Moment nicht.
31:40Und wie wäre es, wenn wir uns im Kühl treffen?
31:42Wenn Sie Lust haben, könnten wir eine Partie be...
31:45Jederzeit.
31:46Sie müssen sich nicht festlegen.
31:48Ich bin ab acht da.
31:50Kommen Sie einfach, wann Sie wollen.
31:52Ich wäre Ihnen sehr dankbar.
31:54Gut.
31:55Bis heute Abend, Herr Derrick.
31:56Du verschwendest deine Zeit mit diesem Mann.
32:03Was erwartest du?
32:04Mir geht nicht aus dem Kopf, dass er gesagt hat, er will mich zum Zeugen machen.
32:07Der hat den Tod seiner Frau nicht verkraft.
32:09Er hat durchgedreht.
32:10Er ist nicht durchgedreht.
32:11Er hat was vor.
32:12Genau, du sagst es, dich zum Zeugen zu machen.
32:15Oder du hast ihn falsch verstanden.
32:16Brunner starrte mich an, als sei ich ein Geist.
32:25Und in diesem Augenblick war ich ganz sicher, er weiß es.
32:30Was?
32:31Dass er ein Mörder ist.
32:38Warum haben Sie ihm den Wohnungsschlüssel nicht einfach in den Briefkasten geworfen?
32:42Aber nein, nein, nein, nein.
32:44Ich wollte ihn sehen.
32:45Wissen Sie, an diesen Mann denke ich Tag und Nacht.
32:49Haben Sie noch Lust?
32:50Ich bin heute ein sehr schlechter Spieler.
32:53Können Sie das verstehen?
32:54Ja, das kann ich verstehen.
32:56Sie sollten ihn nicht mehr sehen.
32:59Vorübergehend.
33:00Ganz.
33:01Mit ganz bin ich nicht einverstanden.
33:03Aber darf ich Sie an die Bar einladen?
33:06Dann schaffe ich es vielleicht vorübergehend.
33:09Ja, ich muss morgen früh raus.
33:11Sie würden mir sehr helfen.
33:13Es fällt mir sehr schwer, nach Hause zu gehen.
33:17Das ist gut.
33:18Danke.
33:24Guten Abend.
33:25Guten Abend.
33:26Ja, guten Abend.
33:27Herr Derrick, ein seltener Gast.
33:29Danke, Gutz.
33:29Ja, leider, leider, leider.
33:30Sie, Sie kommen nicht dazu, eine ruhige Kugel zu schieben.
33:33Kaum, ja, kaum.
33:34Was kann ich für Sie tun?
33:35Herr Derrick ist mein Gast.
33:36Herr Doktor, ein Gläschen Champagner, etwas Brickelndes oder mehr ein Absacker?
33:40Herr Derrick?
33:42Absacker?
33:42Nein, nein, nein.
33:43Ich möchte schon was Erfrischendes.
33:45Vielleicht kann man beides miteinander verbinden.
33:47Es gibt immer mehr Möglichkeiten, als man auch nur ahnt.
33:49Es gibt immer mehr Möglichkeiten, als man auch nur ahnt.
33:53Es gibt immer mehr Möglichkeiten, als man auch nur ahnt.
33:54Er ist ein Spiel, als man auch nur ahnt.
33:55Was?
34:04Natürlich.
34:04Hört sich nicht.
34:06Gehen Sie schlafen, Herr Erler. Starren Sie mich nicht so an.
34:20Es ist nichts passiert. Nichts, was Sie unruhigen könnte.
34:23Sie kommen noch mit rein.
34:24Ich komme noch mit rein. Frau Glubitsch, nehmen Sie das, bitte.
34:36Kommen Sie, jetzt überlegen Sie doch mal.
34:48Sie helfen sich doch gar nicht. Mit aller Bestrafung, wie Sie es nennen.
34:55Das Gericht hat bessere Argumente als Sie. Das Gericht wird sagen, Mord.
35:01Sie haben gesagt, Sie wollen ihn umbringen.
35:06Wollen Sie das wirklich tun?
35:26Wollen Sie nicht einen Psychologen aussuchen?
35:30Was mit mir los ist, weiß ich. Ich habe meine Frau geliebt.
35:34Ohne Sie gibt es kein Leben mehr. Kein normales.
35:39Es hat sich alles verändert. Es ist, als ob ich falle.
35:43Aus allem, aus meinen Gewohnheiten, meinem Beruf, meine mich.
35:49Sie werden etwas Unüberlegtes tun.
35:53Unüberlegtes?
35:54Nichts ist unüberlegt.
35:56Es ist alles sehr genau überlegt.
36:01Ich werde jemanden bestrafen, den sonst niemand bestraft.
36:05Wie?
36:07Wie wollen Sie das machen?
36:08Nett, dass Sie mich nach Hause gebracht haben.
36:19Sagen wir, ist der Herr, ich noch nicht da? Ich brauche eine Unterschrift.
36:22Er hat sich auf eine Partie Bielerde eingelassen, bei der die Spielregeln nicht so ganz klar sind.
36:28Guten Morgen.
36:28Morgen, Stefan.
36:30Na und, gewonnen?
36:30Ich weiß nicht mal, ob ich gespielt habe.
36:33Der braucht dich wohl wieder mal als Zeugen.
36:36Und ich brauche noch Unterschrift.
36:37Ja, der Bloch ist zu allem fähig.
36:39Er ist auch zu allem entschlossen.
36:42Weißt du, ich, äh, ich, ich, ich spiele da eine Rolle in einem Spiel, das ich nicht kenne.
36:52Grüß Gott.
36:53Bitteschön.
36:54Das ist ein privater Empfang.
37:06Haben Sie eine Einladung?
37:07Aber sicher, ich bin ein bekannter von Herrn Brunnen.
37:10Bitte sehr.
37:15Wir kennen uns noch nicht.
37:16Die beiden.
37:17Guten Abend, Dr. Bloch.
37:18Ich bin ein Freund.
37:20Äh, nein, Freund kann man nicht sagen.
37:22Ich bin ein Bekannter von Herrn Brunner.
37:25Sie sind Kaufmann?
37:26Nein, ich bin Arzt.
37:28Das ist ein Hausarzt.
37:29Nein, Herr Brunner war mit meiner Frau befreundet.
37:32Sie war, sie war seine Geliebte.
37:36Verzeihung, Ihre Frau?
37:40Ja, meine Frau.
37:41Sie war Brunners Geliebte.
37:43Etwa drei Monate.
37:45Ja, hallo.
37:46Hallo, auch wieder im Land?
37:48Guten Abend, mein Name ist Bloch, Dr. Bloch.
37:51Ich erzähle Herrn Thübalt gerade, dass Herr Brunner mit meiner Frau sehr gut bekannt war.
37:55Leider kann sie heute Abend nicht dabei sein.
37:59Sie ist tot.
38:06Sie kam zu Herrn Brunner, um mit ihm zu leben, bei ihm zu wohnen.
38:11So hatte sie ihn verstanden, aber er hat sie rausgeworfen.
38:15Etwas brutal.
38:17Worauf sie sich in ihren Wagen setzte und gegen einen Brückenpfeiler fuhr.
38:21Vielleicht haben Sie von dem Fall gehört.
38:24Stand ausführlich in den Zeitungen.
38:27Selbstmord aus persönlichen Gründen.
38:29Vielleicht kennen Sie meine Frau.
38:31Wollen Sie mal einen Blick darauf werfen?
38:33Nein, nie gesehen.
38:48Was tun Sie hier?
38:49Ich habe Sie nicht eingeladen.
38:52Was geht hier vor?
38:53Ich erzähle gerade, dass Sie meine Frau sehr gut gekannt haben.
38:57Und dass vielleicht auch die Anwesenden ihre Gäste Sie kennen.
39:00Deshalb zeige ich Ihnen das Foto.
39:01Sie sind verrückt.
39:04Es ist eine Tatsache, dass meine Frau Ihren Herrn Brunners Gefühlen vertraute.
39:09Und dass Sie sie hinausgeworfen haben, als sie sie von mir getrennt hatte und zu Ihnen kamen.
39:13Hören Sie auf!
39:14Die Art und Weise muss sie derart schockiert haben, dass sie sich in ihren Wagen setzte und gegen einen Brückenpfeiler fuhr.
39:20Haben Sie den Mann reingelassen?
39:21Aber er hat doch gesagt, dass er Sie...
39:22Schmeißen Sie ihn raus, aber ganz schnell.
39:23Darf ich bitten, mein Herr, bitte sehr.
39:24Ich gehe schon.
39:26Jetzt eine Frage.
39:28Ist das nicht Mord?
39:29Ist der Mann, der Sie alle eingeladen hat, nicht ein Mörder?
39:33Natürlich im übertragenen Sinn.
39:35Machen Sie, dass Sie hinauskommen.
39:38Kann ich mein Foto wiederhaben?
39:39Sie können jetzt doch nichts mehr damit anfangen.
39:52Warum tun Sie das, Herr Doktor?
39:54Mit solchen Auftritten erreichen Sie doch gar nichts.
39:57Ich bitte Sie.
39:58Ich mache etwas publik.
40:01Ich mache einen Mord publik.
40:04Es war kein Mord.
40:05Sehen Sie das doch endlich ein.
40:06Von Mordtaten dieser Art ist die Welt voll.
40:09Und ich bin jemand, der das in diesem Fall nicht hinnimmt.
40:12Ja, was wollen Sie denn tun?
40:12Den Mann umbringen?
40:14Ich bin sogar ernsthaft der Frage nachgegangen, wie ich mir eine Waffe beschaffe.
40:18Unauffällig.
40:19Und habe festgestellt, dass das gar nicht so einfach ist.
40:23Haben Sie eine bekommen?
40:24Glauben Sie, dass ich Ihnen das sagen würde?
40:27So, jetzt habe Ihre Zeit aber lange genug in Anspruch genommen.
40:30Wie gesagt, ich habe Ihnen in der Nähe zu tun.
40:32Auf Wiedersehen, Herr Dr.
40:32Herr Klein, eine Frage noch, wenn ein Mörder, genauer gesagt, wenn Sie jemand für den Mörder
40:44in einem gegebenen Fall halten und der einwandfrei beweisen kann, dass er ganz woanders war,
40:50als der Mord passiert ist, zum Beispiel bei der Polizei, um den Diebstahl seines Wagens
40:53oder was weiß ich zu melden, dann können Sie ihn doch des Mordes gar nicht anklagen.
40:58Nein, aber gekaufte Zeugen, manipulierte Uhrzeiten, umgebuchte Flüge, das gehört bei uns alles zur Routine.
41:06Da hilft Ihnen natürlich Ihre Erfahrung.
41:09Ja, und bei Benutzung von zeitverschoben wirkenden Giften, da hilft uns die medizinische Forschung.
41:15Wir haben ausgezeichnete Labors.
41:17Was ich angenommen habe.
41:19Vielen Dank, tja, und einen guten Tag.
41:22Ein Psychopath ist das.
41:28Natürlich, er hat was vor, klar.
41:30Klar, er bringt den Brunner um und behauptet, während der Tatzeit hier gewesen zu sein.
41:34Oder er war Billardspiel mit dir.
41:35Na, also so primitiv läuft das bei Bloch nicht.
41:38Er ist ein hochintelligenter Mann.
41:39Na, dann lass dich mal überraschen.
41:40Verzeihen Sie bitte.
41:59Sind Sie hier heuer?
42:00Ja.
42:02Es ist eine Weile her, dass ich auch so gesungen habe.
42:07Aber nicht bei mir, da bin ich sicher.
42:08Nein, nicht bei Ihnen.
42:11Ich hätte Sie gerne in einer privaten Angelegenheit, wenn das möglich ist, ein paar Minuten gesprochen.
42:17Zehn.
42:19Nicht ganz.
42:20Neun kann ich Ihnen geben.
42:22Es geht dabei nicht um mich, sondern um Ihre Tochter, Annette.
42:27Ulrike, Silke.
42:29Ja.
42:35Wiedersehen.
42:35Wiedersehen.
42:36Bitte schön.
42:36Wiedersehen.
42:38Mit wem habe ich das vergnügt?
42:45Annette Heuer ist doch Ihre Tochter?
42:47Ja.
42:48Und wer sind Sie?
42:50Ich möchte noch vorausschicken, ich kenne Ihre Tochter nur sehr flüchtig.
42:54Mein Name ist Bloch.
42:57Dr. Bloch, Sie werden meinen Namen schon einmal gehört haben.
43:01Nein.
43:01Er ist mir ganz unbekannt.
43:04Tatsächlich?
43:06Und den meiner Frau?
43:08Andrea Bloch?
43:09Es tut mir leid.
43:12Es tut mir leid.
43:17Hm.
43:17Hm.
43:23Meine Frau war die Geliebte des Mannes, mit dem Ihre Tochter eng befreundet ist.
43:28Sie werden ihn sicher kennen.
43:29Mit Herrn Brunner.
43:30Sie sagen, Ihre Frau sei die Geliebte dieses Mannes gewesen?
43:35Ja, es war, wie es aussah, eine sehr tiefe Beziehung.
43:41Zwischen Ihrer Frau und Herrn Brunner?
43:43Ja, meine Frau sprach ganz offen darüber, dass sie diesen Mann liebe.
43:47Eine geradezu ideale Beziehung.
43:50So stand ich meiner Frau nicht im Wege, als sie mir eröffnete, sie wolle mit diesem Mann zusammenleben.
43:56Darf ich mich vergewissern, Sie sprechen von Herrn Brunner?
44:00Igor Brunner.
44:02Ja, dem Liebhaber meiner Frau.
44:04Aber lassen Sie mich erzählen, sie packte Ihre Koffer.
44:07Sie können sich vorstellen, welche Augenblicke ich durchlebte.
44:13Und fuhr zu Brunner.
44:15Meine Frau erlebte nun ihrerseits einen Augenblick, auf den sie nicht gefasst war.
44:21Der Mann, dessen Liebe sie so sicher war, warf sie hinaus, mitsamt ihren Koffern.
44:29Und bewies, dass seine Liebe keine Liebe war.
44:34Eine Stunde später war meine Frau tot.
44:37Sie hatte sich das Leben genommen.
44:40Ich bin Ihnen sehr dankbar, Herr Dr. Brunner.
44:45Herr Derrick, welche Überraschung.
45:05Wollen Sie ein Spiel mit mir machen?
45:07Ich möchte Sie eigentlich an Ihrem Spiel sind, an Ihrem Spiel mit Brunner.
45:11Und dafür opfern Sie Ihre ohnehin knappe Freizeit?
45:14Passt es Ihnen nicht, dass ich gekommen bin?
45:17Im Gegenteil, da kann ich Ihnen gleich berichten.
45:19Ich bin heute einer Pflicht nachgekommen, die ich beinahe vernachlässigt hätte.
45:23Oh, einer Pflicht, ja?
45:26Ich habe den Vater der jungen Dame, die ich bei Brunner kennengelernt habe, aufgesucht.
45:30Ein Musiklehrer.
45:31Sehr sympathischer Mann.
45:33Und ihm die Geschichte meiner Frau erzählt.
45:36Er kann seiner Tochter vielleicht eine große Enttäuschung ersparen.
45:39Junge Menschen können ja so leichtgläubig sein.
45:41Da haben Sie sicher auch Ihre Erfahrungen.
45:43Ja, ja, ich habe meine Erfahrungen mit Tätern.
45:46Aber ich habe auch Erfahrungen mit Menschen, die zu Tätern werden.
45:50Und ich bin so ein Fall?
45:51Ja.
45:53Und Sie sind gekommen, weil Sie die Tat verhindern wollen?
45:57Ja, zumal Sie mir eine Rolle dabei zugedacht haben.
46:00In gewissem Sinne bin ich auf Sie angewiesen.
46:03Ja, Herr Doktor.
46:04Ob ich Sie als Täter überführe oder einer meiner Kollegen, das ist vollkommen gleichgültig.
46:10Da unterschätzen Sie mich.
46:13Doktor, ich möchte nicht, dass Sie zu Mörder werden.
46:20Und ich werde es zu verhindern wissen.
46:23Gute Nacht.
46:23Mein Name ist Derrick.
46:32Ich bin von der Kriminalpolizei, aber es ist keine dienstliche Angelegenheit.
46:37Kleinen Moment, bitte.
46:38Herr Brunner, lasst bitten.
46:53Hi, danke.
46:56Guten Tag, Herr Brunner.
47:00Kriminalpolizei?
47:02Ja, Derrick, Mordkommission.
47:05Herr Brunner, Herr Dr. Bloch ist mein Arzt.
47:07Ich bin gut mit Ihnen bekannt.
47:08Dr. Bloch.
47:10Na, ich weiß.
47:13Ich kenne die ganze Geschichte.
47:15Dann wissen Sie hoffentlich, dass dieser Mann mich drangsaliert.
47:18Er raubt mir den letzten Nerv.
47:20Ich weiß ja.
47:21Hat es mir erzählt.
47:22Was hat er Ihnen erzählt?
47:23Dass er mich verfolgt?
47:25Der Mann steht plötzlich in meiner Garage, in meiner Wohnung.
47:28Er scheint auf Empfängen, die ich gebe.
47:30Und hat nur eins im Kopf.
47:32Mir einen Mord anzuhängen.
47:34Und seine Frau.
47:34Die Frau hat Selbstmord begangen.
47:38Selbstmord.
47:40Einen Selbstmord, mit dem ich nichts zu tun habe.
47:42Naja, also vielleicht ist das nicht ganz richtig, Herr Brunner.
47:47Ich meine, Sie haben ja das Verhältnis zwischen Frau Bloch und Ihnen,
47:50haben Sie doch auf eine ziemlich, na sagen wir ruhig, brutale Art und Weise gelöst.
47:54Nicht wahr?
47:55Deswegen sind Sie hier.
47:56Stehe ich unter Anklage?
47:57Nein, ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich überhaupt zu Ihnen komme.
48:01Warum tun Sie es?
48:02Schauen Sie, Dr. Bloch ist in einer extremen Situation.
48:06Und ich glaube, es könnte Ihnen nur helfen, nicht nur Ihnen.
48:09Allen könnte es helfen, wenn Sie ihn als einen Kranken betrachten, der ihr Mitleid verdient.
48:14Mitleid!
48:17Ich will es ganz offen sagen, die ihn unberechenbar macht.
48:21Der Mann kann seine Erregung sofort loswerden.
48:23Er muss mich nur in Ruhe lassen.
48:25Sagen Sie ihm das, aber ab sofort.
48:27Dann vergesse ich vielleicht, dass er mich bei meinen Freunden schon beinahe unmöglich gemacht hat.
48:31Sonst kann ich meine Erregung auch nicht loswerden.
48:34Das ist üble Nachrede.
48:37Geschäftsschädigung.
48:37Sagen Sie ihm das.
48:39Herr Derrick, bitte kommen Sie rein.
48:41Guten Abend, Frau Glowitsch.
48:48Herr Derrick.
48:52Ach, hat er Besuch? Ich möchte nicht stören jetzt.
48:55Ach, Herr Derrick. Was dem Jens sags?
48:58Was, bitte?
48:58Hören Sie.
49:03Herr Derrick.
49:04Guten Abend, Doktor.
49:05Sie verfolgen mich ja geradezu. Kommen Sie rein, bitte.
49:08Danke.
49:09Ich glaube, ich weiß, warum Sie zu mir kommen.
49:11Ich besitze eine Videokamera und habe sehr gern damit aufgenommen, aus dem Wunsch heraus, etwas unverlierbar zu machen.
49:33Diese Aufnahmen sehe ich mir jeden Abend an.
49:36Du musst nur ganz ruhig bleiben.
50:06So ist es schön. Jetzt hast du es fast.
50:15Darf ich kurz telefonieren?
50:24Die Nummer kenne ich auswendig.
50:28Entschuldigen Sie.
50:29Ja, Brunner?
50:33Hier, Herr Dr. Bloch.
50:35Guten Abend.
50:35Sie haben noch die Frechheit, mich anzurufen.
50:38Hören Sie, ich habe gerade Besuch.
50:39Herr Heuer ist bei mir.
50:40Es dürfte Ihnen nicht unbekannt sein, was er mir zu erzählen war.
50:44Brunner.
50:45Ja, haben Sie denn vollends den Verstand verloren?
50:48Völlig außer sich.
50:49Ich habe mit meinem Anwalt gesprochen.
50:50Herr Brunner, hören Sie mir doch mal zu.
50:54Das ist Geschäftsschädigung.
50:56Das ist Rufmord.
50:57Und rufen Sie mich nicht mehr an.
50:59Und lassen Sie sich nicht mehr bei mir blicken.
51:01Herr Brunner, hören Sie mich.
51:04Aufgelegt.
51:10Unglaublich.
51:11Der Mann hat ja völlig die Nerven verloren.
51:14Doktor, warum haben Sie ihn angerufen?
51:18Ich sagte, ich habe mit dem Vater der Freundin von Brunner gesprochen,
51:22diesem Musiklehrer.
51:25Er wollte Brunner heute Abend aufsuchen.
51:28Er war gerade da.
51:30Eine ganz frische Wunde, die unser Freund da hat.
51:33Hat und in die ich hineingestochen habe.
51:36Sie hassen ihn.
51:38Sie hassen ihn auf eine unbeschreibliche Weise.
51:41Sie wollen ihn zugrunde richten.
51:45Sagen wir so.
51:47Ich lasse es nicht zu, dass er sich aus dem Wege geht.
51:51Ich zwinge ihn dazu, über sich selbst nachzudenken.
51:54Wissen Sie, Sie gehören zu einer Art von Täter,
51:59mit der ich es heute überhaupt noch nie zu tun hatte.
52:02Begehe ich denn ein Verbrechen?
52:03Sie tun etwas zum Nachteil eines anderen.
52:06Das ist der erste Schritt.
52:09Ich weiß, ich weiß.
52:11Es gefällt Ihnen nicht, was ich tue.
52:16Hören Sie, Doktor, gehen Sie weg, bitte.
52:19Fahren Sie irgendwo hin.
52:22Sie brauchen wirklich Ruhe.
52:23Ich danke Ihnen für alles.
52:30Aber weggehen kann ich nicht.
52:34Noch nicht.
52:38Klingt nicht uninteressant.
52:39Wie war der Name nochmal?
52:41Bloch.
52:43Und Andrea Bloch, das war Ihre Frau.
52:45Aha.
52:45Aber Sie sprachen von Mord.
52:51Wenn auch in übertragenem Sinn.
52:53Kann gesellschaftlich ja ganz interessant sein.
52:55Kommt auf den Mörder an.
52:56Sagen wir vorsichtshalber.
52:58Verursacher.
52:59Ein Name, der in Ihren Gesellschaftsnachrichten des Öftern vorkommt.
53:02Natürlich bin ich bereit, ihn zu nennen.
53:04Am besten, ich komme zu Ihnen.
53:05Bis gleich.
53:08Frau Lein-Gerski?
53:12Wir wollen gehen.
53:13Ja, ich muss.
53:14Ich habe ganz vergessen, Ihnen zu sagen,
53:16dass Dr. Mahmchen für die nächste Zeit die Vertretung hier übernimmt.
53:18Richtig aufgemacht könnte das schon was bringen.
53:29Na, was sagt er?
53:30Herr Brunner erwartet unseren Anruf um 17 Uhr.
53:32Bei sich zu Hause.
53:34Heute schon.
53:34Warum nicht?
53:35Das bekämen die Leser dann zum Wochenende.
53:37Was haben Sie ihm gesagt, worum es geht?
53:39Um erfolgreiche Geschäftsleute.
53:41Stimmt doch, oder?
53:42Stimmt.
53:43Der ist so pressegeil.
53:44Na, Herr Dr. Bloch, was meinen Sie?
53:46Das war doch Ihre Bedingung.
53:47Wir informieren Brunner über Ihren Bericht
53:50und spielen ihm Ihr Band am Telefon vor.
53:53Ob Sie wirklich zu ihm gehen sollen, also ich weiß nicht.
53:55Unsretwegen brauchen Sie das nicht.
53:57Doch, doch.
53:58Das ist nur fair.
54:00Sollte er sachliche Einwände haben,
54:02kann man das an Ort und Stelle bereinigen.
54:04Verstehen Sie, mir geht es nicht um Sensationen.
54:06Mir geht es um die Wahrheit.
54:10Also, 17 Uhr.
54:12Sie können sich darauf verlassen.
54:14Im Rahmen der Veröffentlichung
54:16können Sie den Fall ja mit der Frage
54:18an Ihre Leser verbinden,
54:20ob nicht so mancher Selbstmord
54:21eigentlich ein Mord ist.
54:24Aber das überlebt sich selbstverständlich Ihnen, ja.
54:27Dann, es sieht zu mir.
54:28Herr Dr. Bloch ist für eine Viertelstunde weggefahren.
54:43Er hat uns gebeten, sofort zu ihm zu kommen.
54:46Er hat mir gesagt, dass Sie kommen werden.
54:48Er ist zu Herrn Brunner
54:49und lässt Sie bitten, ebenfalls dorthin zu kommen.
54:51Es sei sehr, sehr wichtig.
54:52Ja, ja, danke schön.
54:53Er hat mir gesagt,
55:23Was wollen Sie, Ihre kranken Fantasien
55:29in die Zeitung bringen?
55:30Ja, und Sie, Sie können mich nicht.
55:33Es wird Ihnen niemals gelingen,
55:34mich zum Schwein schugt,
55:36wie ich das kann.
55:43Kein Wort mehr, wenn Sie sagen.
55:44Kein Wort mehr.
55:45Ja.
55:45Ja.
55:45Ja.
55:45Ja.
55:45Ja.
55:45Ja.
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55:53Untertitelung des ZDF, 2020
56:23Da ruht sich was
56:25Machen Sie die Tür auf, Kriminalpolizei!
56:34Machen Sie die Tür auf!
56:36Wir brechen die Tür auf!
56:41Ausmachen!
56:53Er ist tot!
57:01Kai, fällt dir an dem Foto etwas auf?
57:05Er lächelt!
57:05Das ist es also, was er wollte
57:10Dass Bruno des Mordes beschuldigt wird
57:13Jetzt hat er es erreicht
57:14Ich sagte mal zu ihm
57:16Was wollen Sie eigentlich?
57:17Wollen Sie den Mann zugrunde richten?
57:18Wollen Sie ihn umbringen?
57:19Da sagte er
57:20Brunner
57:21Soll Zeit bekommen, über sich nachzudenken
57:25Zehn, 15 Jahre
57:27Wird er wohl Zeit dafür haben
57:28Das ist kein Zweifel
57:32Er lächelt
57:35Das ist ein Zweifel
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