- 6 months ago
Ein Mann wird erschossen in einem treibenden Boot gefunden. Seine Witwe findet bald Gesellschaft. Währenddessen führt ein Psychologe eine höchst ungewöhnliche Untersuchung durch.
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00:00Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:30Ist mein Bruder da?
00:31Nein, der ist nicht da.
00:33Aber kommen Sie doch mit rein.
00:34Ich wollte Sie sowieso mal sprechen.
00:37Wenn er die Miete nicht bezahlt hätte,
00:38ich habe das Geld bei mir.
00:39Ach, es geht mir nicht ums Geld.
00:41Ich weiß, dass ich es kriege.
00:42Wenn nicht von ihm, dann von Ihnen.
00:43Aber sehen Sie sich mal sein Zimmer an.
00:57Das ist kein Zimmer, es...
00:59Sagen Sie, was es ist.
01:01Ist das ein Schweinestall?
01:05Hören Sie mal.
01:07Ich mag Ihren Bruder.
01:09Sagen wir mal so.
01:11Ich habe ihn gemocht.
01:13Glauben Sie mir.
01:14Ich habe Verständnis für ihn
01:15und für alles, was mit ihm passiert ist.
01:17Aber das kann ich nicht mehr mitmachen.
01:19Ich muss ihm das Zimmer kündigen.
01:20Ist es schlimmer geworden?
01:21Das sehen Sie doch selbst.
01:29Trinkt er.
01:31So, wie er Geld in der Tasche hat.
01:33Er ist in einer schlimmen Phase,
01:35aber da muss er durch und das schafft er auch.
01:37Man muss ihm bloß Zeit lassen.
01:39Tut mir leid.
01:40Hier kann er nicht bleiben.
01:42Wie gesagt, ich habe ihn mal sehr gemocht,
01:43aber er ist ein so völlig anderer geworden.
01:47Er macht sich total kaputt
01:50und das will ich nicht mit ansehen.
01:51Ich ziehe hier ein.
01:53Ich wohne hier.
01:54Ich schlafe hier.
01:55Ich sorge für meinen Bruder.
01:57Haben Sie noch eine Couch,
01:58die man hier reinstellen kann?
01:59Machen Sie sich keine Illusion.
02:01Sie können ihm nicht helfen.
02:02Aber ich muss es doch versuchen.
02:03Ich schlafe hier.
02:33Kommen Sie endlich nach Hause.
02:55Keine Sorge.
02:56Ich gehe schon nicht verloren.
02:58Sie sind betrunken.
03:00Kann sein.
03:01Kann sein.
03:03Hallo, Roland.
03:24Was machst denn du hier?
03:27Was soll das Bett da?
03:28Ich dachte, es ist vielleicht gut,
03:30wenn ich ein paar Tage hier wohne.
03:32Und warum?
03:33Weil du Hilfe brauchst.
03:41Ich bleibe so lange hier,
03:42bis du wieder festen Boden unter den Füßen hast.
03:45Wie du weißt, wie es weitergeht.
03:47Und bis du dich abgefunden hast.
03:48Abgefunden.
03:51Und womit denn?
03:53Mit den Beinen da?
03:56Abgefunden damit,
03:57dass mich irgendein Besoffener mit dem Auto zusammengefahren hat.
04:00Mich wiegen gelassen hat und einfach abgehauen ist.
04:03Abgefunden damit,
04:04dass meine Stellung weg ist,
04:06meine Arbeit,
04:07mein Sport,
04:08alles.
04:08Schau mich doch mal an!
04:13Ich bin doch nicht mehr der,
04:13der ich mal war.
04:16Und der ich jetzt bin,
04:17will ich nicht sein.
04:19Ich kann mich nicht damit abfinden.
04:23Mensch, Roland.
04:27Schön, dass du da bist.
04:31Und was ist mit deinem Büro?
04:32Ich hab drei Wochen Urlaub genommen.
04:38Aber in deinem Urlaub führst du doch sonst immer nach Italien.
04:41Diesmal eben nicht.
04:44Du hast dir aufgeräumt, hm?
04:48Ich würd gern was trinken,
04:49weil du nicht irgendwo noch nur halbwegs volle Flaschen hast.
04:51Roland.
04:52Fang bloß nicht an,
04:53um mir rumzuerziehen.
04:58Vielleicht ist es doch besser,
04:59du packst deine Sachen wieder zusammen
05:00und gehst nach Hause.
05:01Ich fahre morgen nach Italien.
05:04Du hast bloß einen Tag verloren.
05:13Was ist denn das für eine Pistole?
05:15Lass sie liegen!
05:26Gehört sie dir?
05:28Ja, sie gehört mir.
05:29Und wozu?
05:31Hast du
05:31an Selbstmord gedacht?
05:34Ja, hab ich mal,
05:35aber das ist vorbei.
05:38Wo hast du sie her?
05:41Ich hab sie mir gekauft.
05:43Sowas kann man sich doch nicht einfach kaufen.
05:45Sagen wir so,
05:47sowas kann man sich besorgen.
05:48Du hast doch gar kein Geld.
05:49Hör auf zu fragen.
05:51Ich hab Angst, Roland.
05:52Kannst du sie nicht zurückgeben,
05:53dann kriegst du das Geld wieder.
05:55Das geht nicht.
05:56Dann gib sie mir, bitte, Roland.
05:57Ich bin dann sicher, dass nichts passiert.
05:59Mir passiert schon nichts.
06:00Keine Sorge.
06:04Wenn es dir hilft,
06:04ich denk wirklich nicht mehr daran,
06:05mich umzubringen.
06:08Komm, jetzt pack deine Sachen und geh.
06:11Hau ab.
06:12Na gut.
06:20Dann bleib da.
06:21Dann bleib da.
06:51Kommst du mal hier?
07:16Setz dich hierhin.
07:21Wenn du eine Woche wartest,
07:22komm ich vielleicht mit nach Bimini.
07:25Ich lade dich ein.
07:26Geld spielt dann keine Rolle.
07:28Geld spielt keine Rolle?
07:30Hätt nur davon ab,
07:30wie viel ich dafür verlange.
07:32Wieso?
07:34Von wem kannst du Geld verlangen?
07:39Das ist eine verrückte Geschichte.
07:41Musst du jetzt was trinken?
07:44Ich war letzte Zeit kein Name mehr zu Hause.
07:46War immer unterwegs.
07:46Ich hab mich betrunken.
07:51Und an so einem Abend.
07:53Das war ungefähr vor zwei Wochen.
08:06Ich wartete wieder mal,
08:07bis ich betrunken war.
08:09Das war der einzige Zustand,
08:10in dem ich mich halbwegs wohlgefühlt hab.
08:12Ich konnte nicht bezahlen.
08:16Hatte einfach kein Geld mehr.
08:18Bisher hatten sie mir Kredit gegeben.
08:20Die kennen mich da und auch meine Geschichte.
08:24Und ganz sicher hatte man irgendwie Mitleid.
08:27Aber nicht zu viel.
08:28Schreib da noch einmal an.
08:28Jetzt hab ich mir eben.
08:29Nein.
08:30Nein.
08:31Ich hab mich nicht an.
08:32Ich hab mich nicht an.
08:33Ich hab mich nicht an.
08:34Ich hab mich nicht an.
08:35Ich hab mich nicht an.
08:36Ich hab mich nicht an.
08:37Ich hab mich nicht an.
08:38Ich hab mich nicht an.
08:39Ich hab mich nicht an.
08:40Ich hab mich nicht an.
08:41Ich hab mich nicht an.
08:42Ich hab mich nicht an.
08:43Ich hab mich nicht an.
08:44Ich hab mich an.
08:45Ich hab mich an.
08:46Ich hab mich an.
08:47Ich hab mich an.
08:48Ich hab mich an.
08:49Ich hab mich an.
08:50Ich hab mich an.
08:51Ich hab mich an.
08:52Ich hab mich an.
08:53Ich hab mich an.
08:55Haben Sie sich verletzt?
09:10Nein, ich habe mich nicht verletzt.
09:15Hauen Sie ab, Mann!
09:17Lassen Sie mich in Ruhe.
09:19Ich war im Lokal. Ich habe gesehen, was die mit Ihnen gemacht haben.
09:23Und? Haben Sie einen Spaß gehabt dabei?
09:24Nein.
09:25Ich habe Sie hier schon ein paar Mal gesehen.
09:27Auch hat man mir Ihre Geschichte erzählt.
09:30Ein Autofahrer, der Sie zusammengefahren hat.
09:32Ich würde mich gern mit Ihnen unterhalten.
09:34Haben Sie einen Moment Zeit?
09:35Man hat sie rausgeschmissen, weil Sie nicht bezahlen konnten.
09:49Man hat sie rausgeschmissen, weil Sie nicht bezahlen konnten.
10:04Haben Sie finanzielle Schwierigkeiten?
10:06Mann, was für eine Frage stellen Sie denn?
10:08Ich habe meine Arbeit verloren. Und zwar für immer.
10:12Ich war Vertreter für einen Verlag.
10:15Ich habe das gern gemacht.
10:17Ich habe gern mit Leuten zu tun gehabt.
10:18Aber jetzt geht das nicht mehr.
10:20Aber jetzt geht das nicht mehr.
10:22Wieso nicht?
10:23Weil ich Leute nicht mehr ausstehen kann.
10:26Ja, das kann ich verstehen.
10:28Ich mag auch Sie nicht.
10:35Was wollen Sie überhaupt von mir?
10:39Ich denke über Sie nach, ob und wie man Ihnen helfen kann.
10:45Hören Sie zu, dann mache ich mir selber meine Gedanken drüber.
10:51Wenn Sie nun auf einmal Geld hätten,
10:55sagen wir ja 20.000, 30.000, 50.000.
11:04Denken Sie mal drüber nach.
11:06Wollen Sie mir ein Geschäft vorschlagen?
11:07Nein, nein.
11:10Das ist nur so eine Überlegung.
11:15Ich würde Sie gern wiedersehen.
11:21Warum?
11:22Mich interessiert, wie es mit Ihnen weitergeht.
11:25Menschliches Interesse.
11:26Nein, nein, nein.
11:30Oder vielleicht auch das.
11:34Also, was ist?
11:35Sehen wir uns wieder?
11:37Komm.
11:45Schon am nächsten Tag hat er mich angerufen.
11:59Irgendwie musste er meine Telefonnummer rausbekommen haben.
12:01Ich hatte sie ihm nicht gegeben.
12:04Er fragte, wie es mir ginge und ob wir uns treffen könnten.
12:06In zwei Stunden schlug er vor.
12:10An der Straßenbahn enthalte Stelle Olympiapark Süd.
12:12Wieso treffen uns hier draußen?
12:39Das ist besser, wenn man uns nicht zusammensieht.
12:45Haben Sie mal drüber nachgedacht, was 30.000 oder 50.000 für Sie bedeuten würden?
12:5250.000.
12:53Wir haben heute Nacht davon gesprochen.
12:55Haben Sie das vergessen?
12:59Könnten Sie einen Menschen umbringen?
13:01Klar könnte ich das.
13:04Entschuldigung.
13:06Aber Sie brauchen sich doch nicht zu entschuldigen.
13:07Er hatte mir ein Angebot gemacht.
13:25Und ich habe mich gefragt,
13:27ein Angebot, jemanden umzubringen.
13:31War ich einem Wahnsinnigen geraten?
13:32Er hat mich dann am nächsten Tag wieder angerufen.
13:45Ich solle mir ein Taxi nehmen, er würde es bezahlen.
13:53Wer sind Sie eigentlich?
13:54Wie heißen Sie?
13:55Mein Name tut nichts zur Sache.
13:58Dann reden wir doch mal von der Sache.
14:00Sie sollten mir zuerst einmal sagen, ob Sie daran interessiert sind, 50.000 zu verdienen.
14:05Das hängt davon ab, was Sie von mir verlangen.
14:08Fangen wir anders an.
14:09Ein Mensch hat Sie überfahren, hat Sie auf der Straße liegen lassen und ist getürmt.
14:14Vielleicht unter Schockeinwirkung, aber letzten Endes, weil Sie ihm gleichgültig waren.
14:19Frage.
14:21Glauben Sie, dass dieser Mensch Kopfschmerzen hat, wenn er an Sie denkt?
14:23Er kennt Sie ja nicht.
14:25Das hilft ihm.
14:27Ich bin sicher, er hat die ganze Geschichte längst verdrängt.
14:33Was genau wollen Sie von mir?
14:35Ich glaube, Sie haben mich noch nicht ganz begriffen.
14:38Ich wollte Ihnen klar machen, dass Sie absolut unschuldig bleiben.
14:42Da drinnen.
14:44Unschuldig bleiben.
14:45Weil Sie den Mann nicht kennen.
14:48Welchen Mann?
14:49Sie erfahren seinen Namen nicht.
14:52Sie wissen nicht, wer er ist.
14:53Er interessiert Sie so wenig, so wenig, wie es den Autofahrer interessiert hat, wer Sie sind, als er Sie zum Krüppel gemacht hat.
15:01Soll ich auch jemanden überfahren?
15:03Nein, nein.
15:05Erschießen.
15:08Es ist eine Sache ganz ohne Risiko für Sie.
15:12Wie Sie jetzt aussehen.
15:15Jetzt hat er mir gesagt, was er von mir wollte.
15:19Aber irgendwie hatte ich die Sache noch nicht begriffen.
15:21Er war einfach zu, äh, zu gut gelohnt.
15:2650.000.
15:28Und einen Mann, den Sie nicht kennen.
15:30Und so,
15:32dass es für Sie ohne Risiko ist,
15:34wie gesagt.
15:36Kommen Sie, gehen wir erst mal was trinken.
15:38Der Mann hat sich den Richtigen ausgesucht.
15:58Gib mir meinen Mantel.
16:05Ich bin ja auch fast umgebracht worden.
16:11Gut, dass du gekommen bist.
16:12Das ist die Pistole, die der Mann meinem Bruder gegeben hat.
16:23Die ist geladen.
16:29Und damit sollten Sie einen Menschen erschießen?
16:31Ja.
16:33Und dafür 50.000 Mark bekommen.
16:38Wer ist der Mann, der Ihnen diese Waffe gegeben hat?
16:42Seinen Namen hat er mir nie gesagt.
16:45Ja, hat ihn jemand mal angesprochen mit seinem Vornamen vielleicht?
16:48Nichts.
16:49Ich weiß auch seinen Vornamen nicht.
16:50Warten Sie mal, Sie sagten doch vorhin,
16:52er hat sich mehrfach in seinem Wagen nach Hause gefahren.
16:54Was war denn das für ein Wagen?
16:55Vielleicht erinnern Sie sich an das Kennzeichen.
16:58Der Wagen war grau, ein älterer Mercedes.
17:02Auf das Kennzeichen habe ich nicht geachtet.
17:05Wissen Sie, wo der Mann wohnt?
17:07Keine Ahnung.
17:08Und wann haben Sie zum letzten Mal mit ihm gesprochen?
17:12Heute Morgen.
17:13Er hat mich angerufen und wollte mich abholen.
17:17Ich habe gesagt, ja, kommen Sie vorbei.
17:18Und holen Sie sich Ihre Pistole wieder ab.
17:22Und dann ist er natürlich nicht gekommen.
17:24Nein, er ist nicht gekommen.
17:29Ja, Derek.
17:32Nein, noch nicht.
17:34Ihr könnt ja selbst mal bei der Staatsanwaltschaft nachfahren.
17:38Ja, Klein?
17:39Na, hört mal.
17:41Na ja, das Aktezeichen kann ich euch geben.
17:434, 8, 7, 9, 9, 6, 5, 3.
17:46Ist in Ordnung.
17:46Der Sachbearbeiter ist Herr Scheurer.
17:48Servus.
17:48Wen sollten Sie erschießen?
17:53Einen Mann.
17:54Mehr habe ich nicht erfahren.
17:57Mir wurde vorerst nur gesagt, es sei überhaupt kein Risiko dabei.
18:02Er wollte mir heute die Stelle zeigen.
18:04Ja.
18:06Dann sind Sie zu früh zu uns gekommen.
18:09Ich bin froh, dass ich überhaupt zu Ihnen gekommen bin.
18:11Haben Sie denn den Auftrag wirklich ernsthaft in Erwägung gezogen?
18:15Hören Sie, mir sind in letzter Zeit eine ganze Menge Sachen durch den Kopf gegangen.
18:22Sachen, von denen Sie überhaupt keine Ahnung haben.
18:27Aber jetzt sind wir hier und damit ist ja wohl alles klar.
18:29Ja, es interessiert uns natürlich, wer der Auftraggeber ist, was dran ist an der Sache.
18:37Immerhin hat er Ihnen ja eine geladene Pistole gegeben.
18:40Wo sind Sie sich eigentlich begegnet?
18:43An welchen Orten?
18:45In Lokalen?
18:45Wollt ihr was trinken?
19:07Oder bist du bloß gekommen, um deine Schulden zu bezahlen?
19:10Nicht nur deshalb.
19:24Er erinnert sich.
19:26Der Mann war ein paar Mal hier, ist aber in den letzten Tagen nicht mehr aufgetaucht.
19:29Der Name?
19:30Den weiß er nicht.
19:30Er sagt nur, der Mann ist ihm aufgefallen, weil er hier irgendwie nicht so reinpasst.
19:37Ja, wieso?
19:50Ich meine, hat er sich nicht normal verhalten?
19:53Wie soll ich das erklären?
19:56Er kommt rein, ganz allein, sitzt da, sagt keinen Ton, hört nur zu, sieht sich um.
20:03Sehen Sie hier jemanden, der nur zuhört und selber keinen Ton sagt?
20:07Aber sonst ist nichts gegen ihn einzuwenden.
20:10Sie meinen nichts gegen seine Trinkgeld?
20:12Nein, gar nicht.
20:15So, kommen Sie.
20:17Kommen Sie, wir bringen Sie gleich nach Hause.
20:19Ja, einen Moment.
20:21Harry.
20:22Ja.
20:22So, versteckt hat er sich nicht.
20:27Er passte nur nicht rein in den Laden, aber er saß da, er hörte zu, er sah sich um.
20:31Er sucht einen Killer.
20:32Ja, so sieht es offensichtlich aus.
20:35Aber heute werden wir den wohl nicht mehr finden, wenn wir den überhaupt finden.
20:39Bringst du die jungen Leute nach Hause?
20:41Ja, okay.
20:41Ja, Harry, das ist noch etwas.
20:44Wenn wir wirklich recht haben, mit der Annahme, dass da jemand einen Killer gesucht hat,
20:49dann ist der Mann da möglicherweise in Gefahr, weil er den Auftraggeber identifizieren kann.
20:54Machst du ihm das klar?
20:55Okay.
20:56In meinem Grunde sind wir auch noch da, oder?
20:57Ja, ich denke schon.
20:58Kommen Sie noch mit drauf?
21:08Kommen Sie.
21:09Wir trinken noch was.
21:10Sie sagt, ich werde zum Alkoholiker geworden.
21:13Sie hat recht, aber es macht mir gar nichts aus.
21:16Na, was ist?
21:16Gut, auf einen Trink.
21:28Waren Sie schon mal so richtig am Ende?
21:38Total am Boden zerstört?
21:43Wer war das nicht?
21:46Sie haben sich doch sicher Gedanken gemacht, Sie und Ihr Kollege, darüber, dass mein Bruder
21:50beinahe Ja gesagt hätte.
21:53Ist sicher, haben wir das?
21:55Das habe ich nämlich.
21:56Fast hätte ich gesagt, okay.
21:58Ich mache das.
22:01Aber Sie haben es nicht gemacht, Gott sei Dank.
22:03Das war reiner Zufall.
22:05Weil beinahe hätte ich es gemacht.
22:08Beinahe.
22:09Beinahe ist nicht strafbar.
22:12Bei Nahmörder, die gibt's wie Sand am Meer.
22:28Guten Morgen, Harry.
22:40Guten Morgen, Willi.
22:42Sag mal, was machen wir denn hier draußen?
22:52Wir sind um Amtshilfe gebeten worden.
22:54Ein Mann wurde in seinem Boot erschossen.
22:56Ari, grüß dich.
22:58Grüß dich, da.
22:59Wer ist denn der Mann?
23:00Ralf Robert Butter heißt er.
23:02Da, wer ist denn der Mann?
23:05Ralf Robert Butter heißt er.
23:06Das war der Mitarbeiter, Inspektor Klein.
23:19Guten Morgen.
23:20Herr Steinlechner hat als erster beobachtet, es war so vor anderthalb Stunden, wie das Boot
23:24da draußen auf dem See manövrieren fähig war.
23:27Es trieb herum, als ein Mann an Bord und dann ist.
23:32Kommen Sie, erzählen Sie noch mal, was gewesen ist.
23:34Die Segel haben geflattert und das Boot fuhr immer nur in einem Kreis.
23:38Ich denke, da stimmt doch was nicht und fahre raus mit unserem Mutterboot.
23:42Und da sehe ich, was passiert ist.
23:44Ich habe dann das Boot in Schlepp genommen und hier dann die Wasserwacht informiert.
23:50Waren doch andere Boote draußen?
23:51Sie sehen doch, so früh am Morgen und bei dem Wetter.
23:56Sagen Sie, hat jemand den Schuss oder die Schüsse gehört oder ist jemand das Boot aufgefahren?
24:00Keine.
24:01Ich hätte ja auch nichts gemerkt, wenn ich nicht zufällig aus dem Bootshaus gekommen wäre,
24:05um eine Tasse Kaffee zu trinken.
24:08Ja, kann man das Boot überhaupt alleine segeln?
24:11Der Drachen ist ein Kühlboot.
24:14Lässt sich einhand segeln.
24:16Der Borde ist immer allein rausgefahren.
24:18Bei jedem Wetter und jedem Morgen.
24:19Nach dem konnte man die Uhr stellen.
24:21Es war sein Fehler, es ist ein Verhängnis geworden.
24:24Was wissen Sie von ihm?
24:27Der Borde ist ja ein altes Mitglied unseres Jachtclubs.
24:30Geschäftsmann.
24:32In einer Versandfirma, die von seinem Vater geerbt hat.
24:37Verheiratet?
24:38Ja, ich habe seine Frau schon verständigt.
24:39Das ist Frau Borde.
24:58Mein Mann ist ermordet worden?
25:02Verschossen?
25:02Von wem?
25:05Wir sind dabei, das zu untersuchen.
25:07Wir sind von der Mordkommission Inspektor Klein.
25:09Mein Name ist Derek.
25:10Es gibt bisher keinen Hinweis auf den Täter.
25:12Wo ist es passiert?
25:17Auf dem See, in seinem Boot.
25:22Wollen Sie Ihren Mann noch einmal sehen?
25:24Nein, nein, ich kann das nicht.
25:29Wo bringen Sie ihn denn jetzt hin?
25:31In die Gerichtsmedizin.
25:33Er wird obduziert.
25:35Kann ich ihn dann vielleicht doch noch mal sehen?
25:39Ja, du, natürlich.
25:41Komm.
25:41Komm.
25:41Komm.
26:11Ich habe ihn gesehen.
26:21Er ist tot.
26:28Kommen Sie.
26:30Nehmen Sie eine Tablette.
26:31Sie müssen zur Ruhe kommen.
26:33Polizei, nehme ich an.
26:42Ich bin die Haushälterin.
26:44Bitte gehen Sie da hinein.
26:45Warten Sie einen Augenblick.
26:46Danke sehr.
27:03Tja, was denkst du?
27:10Es kommt nicht alle Tage vor,
27:12dass jemand auf diese Art und Weise erschossen wird.
27:15Oder?
27:19Entschuldigen Sie,
27:20dass ich Sie habe warten lassen.
27:22Aber...
27:23Ich bin völlig durcheinander.
27:28Ja, jemand, der etwas nicht glauben kann.
27:37Was doch glauben muss,
27:38aber was irgendwie nicht glauben will.
27:45Entschuldigen Sie,
27:46kann ich mal einen Anruf machen?
27:47Ja, natürlich.
27:58Harald,
28:00hier ist Ariane.
28:03Du...
28:03Ralf ist tot.
28:07Er ist morgen erschossen worden.
28:11In seinem Boot.
28:12Auf...
28:13Auf...
28:14Auf...
28:15Auf...
28:15Auf...
28:15Hören Sie?
28:23Mein Name ist Derrick.
28:24Ich bin Kriminalbeamter.
28:27Wie?
28:28Ja, ja, Sie haben richtig gehört.
28:30Herr Budde ist heute Morgen ermordet worden.
28:34Nein, nein, es tut mir sehr leid,
28:36aber ich glaube,
28:37sie ist dazu im Moment nicht in der Lage und...
28:39Erhalte.
28:45Hilfst du mir jetzt?
28:49Ich brauch dich.
28:56Er kommt her.
28:58Gut.
28:58Gut.
29:00Wer ist der Mann?
29:04Herr Korner.
29:06Harald Korner.
29:07Herr Korner.
29:18Ja.
29:19Arrian, um Gottes Willen, was ist passiert?
29:41Ich glaube, ich sagte es Ihnen schon, Herr Budde ist ermordet worden.
29:46Da hast du dein Medikament genommen.
29:47Ihr Kreislauf ist nicht in Ordnung.
29:49Wie fühlst du dich?
29:52Wie geht es dir?
29:54Anna hat es mir schon gegeben.
29:57Dann leg dich jetzt hin.
30:00Anna?
30:03Anna!
30:15Können wir Ihnen ein paar Fragen stellen, Herr Körner?
30:18Ja, natürlich.
30:18Vielleicht zuerst zu mir?
30:20Ja.
30:22Ich bin Lehrer hier an der Kunstakademie für Grafik und Malerei.
30:27Ich kenne Herrn und Frau Budde seit etwa einem halben Jahr.
30:32Ariane, Frau Budde, ist sehr begabt.
30:37Ich gebe ihr Privatstunden mit großem Erfolg.
30:40Haben Sie Ihr Bild gesehen?
30:43Das hat Sie gemalt.
30:46Sie dudzen, Frau Budde?
30:48Ich habe auch mit Frau Budde gelegentlich ins Gebirge gefahren, wir haben da gemalt.
30:55Manchmal ist auch Herr Budde mitgekommen.
30:57Da ergab sich die nähere Bekanntschaft schon selbst.
31:00Ich bin mit beiden gut befreundet.
31:03Dann lassen Sie mich mal ganz direkt fragen.
31:06Haben Sie ein Verhältnis mit Frau Budde?
31:07Aber nein.
31:10Nein, verkligen nicht.
31:13Nichts, Stefan.
31:15Bei all den Vernehmungen und Aussagen bietet sich nichts an.
31:18Herr Budde war ein freundlicher, netter Herr, überall beliebt.
31:21Ja, und doch über Frau Budde wird nur Gutes gesagt.
31:24Sie wird geschildert als warmherzig, aufgeschlossen, mitteilsam.
31:27Niemand, der ihr was Schlechtes nachsagt, die Ehe war gut, harmonisch, wie hier steht.
31:32Und der Altersunterschied hat keine Rolle gespielt.
31:34Es sieht so aus, als habe Frau Budde bei ihrem Mann Schutz gesucht.
31:39Weil sie keine gefestigte Persönlichkeit ist.
31:42Ich habe das ja auch gelesen.
31:43Eine Frau, die angewiesen ist auf Schutz.
31:47Eine Frau, die Hilfe braucht.
31:50Eine Frau, die nicht allein leben kann und die ja wohl auch nicht lange allein leben wird.
31:55Du meinst, äh...
31:57Naja.
31:59Den nächsten Ehemann, den haben wir möglicherweise schon kennengelernt.
32:03Der Zeichenlehrer.
32:05Ja, das ist, das ist gar nicht so abwegig.
32:07Ich meine, da konnte sich ja was ausrechnen.
32:09Dass, wenn erstmal der Mann weg ist, dass eben die Frau wie von selbst zufallen wird.
32:12Ja, aber der Mann hat ein Alibi.
32:13Er war zur Mordszeit in seiner Kunstakademie oder was immer das ist.
32:18Und hat Unterricht abgehalten.
32:20Ich könnte ja jemandem den Auftrag gegeben haben.
32:25Der, der da jetzt kommt, mit der Rolleunterwahrung, mit dem hellen Hut.
32:46Ist das der Mann, der Ihnen die Waffe gegeben hat?
32:48Nein, das ist ja nicht.
32:51Seien Sie, hätten Sie...
32:52Aber ich bringe ihn diesen Mann.
33:00Der kann sich doch nicht in Luft aufgelöst haben.
33:02Kommen Sie doch bitte näher.
33:24Gibt es was Neues?
33:26Haben Ihre Ermittlungen irgendetwas ergeben?
33:27Sind Sie zufällig hier?
33:32Nein.
33:34Nein, ich wohne jetzt hier.
33:36Frau Butter hat mich darum gebeten.
33:39Sie wird einfach nicht fertig hier.
33:42Mit allem, was auf Sie eingestürzt ist.
33:44Ich helfe Ihnen, so gut ich kann, sich in der neuen Situation zurechtzufinden.
33:49Guten Tag.
33:50Leider können wir Ihnen nichts Neues berichten.
33:56Herr Körner ist bei Ihnen eingezogen.
34:00Ja.
34:02Ich bin ihm wirklich sehr dankbar dafür.
34:05Ich wäre ganz verloren gewesen ohne seine Hilfe.
34:09Keine Spur von dem Mörder meines Mannes?
34:11Nein, keine.
34:13Gibt es noch eine Hoffnung, den Mörder zu finden?
34:15Oder haben Sie es mit einem der Fälle zu tun, die nicht zur Aufklärung kommen?
34:22Wir beide geben eigentlich nicht so schnell auf.
34:29Wenn da ein Plan war, läuft alles wie gewünscht.
34:32Sag mal, ist diese Frau so naiv?
34:34Sieht so aus.
34:39Wir müssen den Mann finden, der einen Mörder gesucht hat.
34:45Hallo.
34:55Sie schon wieder.
34:57Und wieder mit derselben Frage.
34:58War er hier?
34:59Ist er mal wieder aufgetaucht?
35:00Mann, geh mir doch nicht auf den Wecker.
35:02Er war nicht da.
35:04Ich habe den Typ nicht mehr gesehen.
35:05Schon gut.
35:06War ja nur eine Frage.
35:09Wollen wir das nicht aufgeben?
35:11Komm jetzt.
35:12Komm jetzt.
35:15So sieht man sich wieder.
35:34Seit zwei Wochen suche ich Sie.
35:37Seit zwei Wochen suchen Sie mich.
35:40Und wer ist das?
35:41Meine Schwester.
35:45Warum haben Sie sich nie wieder gemeldet?
35:46Ich wollte Ihnen die Pistole zurückgeben.
35:48Richtig.
35:50Oh, ich habe das nicht vergessen.
35:51Ich wäre schon noch zurückgekommen darauf.
35:54Wo haben Sie sie denn?
35:55Die Polizei hat sie.
35:57Ach, du liebes Bisschen.
36:00Das habe ich mir fast gedacht.
36:02Ich war mir nicht ganz sicher.
36:04Und Sie sich selber wohl auch nicht, oder?
36:06Hier sind Sie.
36:06Ihren Namen will ich wissen.
36:09Ihre Adresse.
36:10Das ist doch gar kein Problem.
36:12Habe ich Ihnen meinen Namen nie genannt?
36:25Was ist der Mann?
36:26Sind Sie angemeldet?
36:38Das nicht, aber wir werden ohne jeden Zweifel erwartet.
36:42Bitte.
36:42Danke.
36:49Herr Doktor.
36:50Ich bin schon unterrichtet worden.
36:59Weiß, mit wem ich es zu tun habe.
37:01Herr Derrick?
37:02Ja?
37:02Das ist Inspektor Klein.
37:04Bitte setzen Sie sich doch.
37:06Danke.
37:09Mordkommission.
37:10Richtig.
37:12Das musste Sie ja auf den Plan rufen, so eine Geschichte.
37:15Die wir natürlich gerne von Ihnen erklärt hätten.
37:17Immerhin haben Sie ja versucht, jemanden zu einem Mord zu gerüten, nicht?
37:22Ist es mir nicht beinahe gelungen?
37:24Ja, glauben Sie mir, er war soweit.
37:27Zunächst hatte er Bedenken, wie jeder sie hat.
37:31Es gibt da eine Schwelle, die überwunden werden muss.
37:33So eine Art moralischer Schutzschicht.
37:36Aber wie stark oder wie schwach ist die?
37:39Ich habe ihm gesagt, Strafe müssen Sie nicht befürchten.
37:43Es gibt kein Risiko für Sie.
37:45Gar keins.
37:45Niemand wird auf Sie kommen, weil Sie kein Motiv haben.
37:49Und Sie gewinnen Geld.
37:5250.000.
37:53Für Geld sind die meisten Menschen zu allem fähig.
37:57Ich habe Ihnen beinahe so weit, wie gesagt.
37:59Moment mal.
38:01Wollen Sie etwa behaupten, dass das, was Sie da unternommen haben, das war...
38:05Wie würden Sie das nennen?
38:07Einen wissenschaftlichen Versuch.
38:09Ich plane eine Veröffentlichung über das Thema
38:12Was trennt den Menschen vom Mord?
38:14Nicht viel.
38:17Gerade Sie sind doch in Ihrem Beruf täglich damit konfrontiert.
38:20Frau Hagemann, man muss einem Menschen nur einen Grund geben.
38:24Und mit diesem Grund eine Entschuldigung.
38:27Bitte meine Bücher und meine Schriften.
38:29Die Herren interessieren sich dafür.
38:30Ja, sofort.
38:30Möglichst eine idealistische Entschuldigung.
38:35Und ich schwöre Ihnen,
38:37die meisten holen ohne Zögern den Steinzeitmenschen aus sich heraus.
38:41Wobei ich den Steinzeitmenschen in Schutz nehmen muss.
38:43Der war sicher friedlicher.
38:45Der hatte ganz andere Sorgen.
38:47Sind das Themen?
38:47Wir sollen Ihnen also abnehmen, dass Ihr Versuch,
38:50einen Menschen zu einem Mord zu überreden,
38:51nichts anderes war, als ein wissenschaftliches Experiment?
38:56Das Sie literarisch verwerten wollen?
39:01Bitte, Herr Doktor.
39:02Ich bin Psychologe.
39:04Ich arbeite auf diesem Gebiet.
39:06Hier haben Sie verschiedene Titel und verschiedene Themen.
39:09Jetzt soll eine Neuveröffentlichung dazukommen.
39:12Schicksal, Mord und Krankheit.
39:15Hören Sie,
39:16Sie haben Roland Weimann eine geladene Pistole gegeben.
39:20Teil des Experiments.
39:22Wem gehört eigentlich diese Pistole?
39:24Die gehört mir.
39:25Sie haben Waffenschein?
39:26Ja, natürlich.
39:27Wieso haben Sie überhaupt eine Waffe?
39:29Hören Sie,
39:30ich habe hier eine Praxis für Leute,
39:32die einen Psychologen brauchen.
39:34Darunter sind psychisch Kranke.
39:35Und das gehört zu der Grundausrüstung eines Psychologen,
39:37oder wie ist das?
39:38Das habe ich Ihnen doch gerade erklärt,
39:40weshalb ich diese Pistole hatte.
39:42Vielleicht habe ich mich am Rande des gerade noch erlaubten bewegt.
39:47Kennen Sie einen Harald Körner?
39:50Wer soll das sein?
39:52Lehrer, Grafik, Malerei.
39:54Mir ganz unbekannt.
39:55Was ist mit Budde?
39:56Kaufmann,
39:57Inhaber einer großen Versandfirma.
39:59Tut mir leid,
40:00sollte ich den Mann kennen?
40:01Er ist auf seinem Segelboot erschossen worden.
40:08Jetzt verstehe ich.
40:09Sie spielen mit dem Gedanken,
40:11dass es sich bei diesem Mord
40:12um einen Auftragsmord gehandelt hat.
40:14Ja, genau diese Überlegung haben wir.
40:18Sehen Sie jetzt selbst,
40:22wie naheliegend das Thema ist,
40:24mit dem ich mich beschäftige?
40:26Es ist doch strafbar,
40:27was dieser gute Mann macht.
40:28Er durfte die geladene Pistole
40:30nicht aus der Hand geben.
40:31Was ist das?
40:33Das ist ein Vergehen gegen das Waffengesetz.
40:36Nein, ich meine,
40:36dass er jemanden zum Mord überreden wollte.
40:38Nein, das ist sicher nicht in Ordnung.
40:40Aber hier,
40:40er hat uns eine Erklärung gegeben
40:42und gegen die kommen wir nur sehr schwer an.
40:47Wir müssten ihm
40:48eine Beziehung zu diesem Zeichen, Leo,
40:51oder zu dem ermordeten Budde nachweisen.
40:53Vielleicht hat er anstelle von Weimann
40:55einen anderen überzeugt,
40:57im Sinne seines Experiments,
41:00das geglückt ist.
41:04Er hat seine Praxis
41:05seit ungefähr zehn Jahren.
41:07Sie ist anfänglich ganz gut gelaufen.
41:09Zuletzt allerdings offensichtlich
41:10nicht mehr so gut.
41:12Der Kollege Wecker
41:13vernachlässigt Sie
41:14zugunsten von Veröffentlichungen.
41:16Veröffentlichungen,
41:17die allerdings sehr umstritten sind.
41:19Es gibt Kritiker,
41:20die meinen,
41:21er sei selbst ein Fall für die Therapie.
41:23Wofür halten Sie ihn, Professor?
41:25Für verrückt?
41:27Wissen Sie,
41:28dieses Wort ist
41:29in der psychologischen Terminologie
41:30nicht so geläufig.
41:33Irgendwo sind wir ja alle
41:34ein bisschen verrückt.
41:36Und ein anderer sagt,
41:36bei Wecker handelt es sich
41:37um eine gespaltene Persönlichkeit.
41:39Er schwebt.
41:39Was ist denn der schwebe?
41:41Er befindet sich sozusagen
41:43in einem Schwebezustand.
41:45Das bedeutet,
41:46ohne oben und unten.
41:49Ihr habt Besuch.
41:53Komme ich gelegen?
41:55Na, sagen wir mal,
41:56Sie kommen nicht ganz ungelegen, bitte.
41:58Ich höre natürlich,
42:06dass Sie überall Erkundigungen einziehen.
42:10Weswegen kommen Sie?
42:12Ich wollte mir nur
42:13meine Pistole wiederholen.
42:15Mit der Weitergabe
42:16einer geladenen Waffe
42:17haben Sie gegen eindeutige Bestimmungen
42:20verstoßen.
42:20Ich sehe ein,
42:23dass ich da
42:24vielleicht etwas zu weit gegangen bin.
42:27Haben Sie,
42:28haben Sie einen Moment Zeit?
42:31Wo sind wir hier?
42:49Kennen Sie das Haus?
42:50Nein,
42:51nie gesehen.
42:55Sind die Herrschaften zu Hause?
42:57Ja,
42:58ja bitte.
42:58Danke.
42:59Ach, äh,
43:14guten Tag, Herr Körner.
43:20Guten Tag.
43:21Sie,
43:22Sie kennen sich ja nicht.
43:24Nein,
43:24ich kenne das Haus nicht
43:26und ich
43:26kenne diesen Herrn nicht.
43:28Herr Körner,
43:29mein Name ist Wecker.
43:31Sind wir uns schon mal begegnet?
43:35Nein.
43:37Guten Tag.
43:39Darf ich den Grund
43:39Ihres Besuches erfahren?
43:42Ist Frau Bute zu Hause?
43:44Ja,
43:45sie ist,
43:45äh,
43:46sie ist da.
43:47Möchten Sie sie sehen?
43:48Ich werde sie holen.
43:49Nein,
43:49nein,
43:50nein,
43:50nein,
43:50nein,
43:50nein,
43:50nein,
43:50nein,
43:50nein,
43:50nein,
43:51nein,
43:51nein,
43:51nein,
43:51nein,
43:51nein,
43:51nein,
43:51nein,
43:52nein,
43:52nein,
43:52nein,
43:52nein,
43:52nein,
43:54nein,
43:54nein,
43:54nein,
43:54nein,
43:54nein,
43:54nein,
43:55nein,
43:56Können Sie Frau Bute mal herbitten?
44:00Ja,
44:01gerne.
44:05Gehen wir nach nebenan?
44:10Darf ich Ihnen was anbieten?
44:11Nein,
44:12danke,
44:12im Moment nicht.
44:17Guten Tag,
44:18Herr Derrick.
44:18Guten Tag.
44:20Guten Tag,
44:20Herr Dr. Wecker.
44:23Wie bitte?
44:23Ich,
44:25ich,
44:26Moment mal,
44:32ja,
44:33jetzt erinnere ich mich,
44:36Sie waren einmal in meiner Praxis,
44:39stimmt das?
44:40Ja,
44:41aber Sie müssen mich doch kennen.
44:43Ich war bei Ihnen in Behandlung.
44:44Ja,
44:45ja,
44:45ich sage ja gerade,
44:46dass ich anfange,
44:47mich zu erinnern.
44:49Äh,
44:50Budde,
44:52Sie fragten mich danach,
44:53aber der Name war mir entfallen.
44:56Jetzt erinnere ich mich wieder.
44:58Ihr Mann brachte Sie
44:59zu mir,
45:01bat um eine Analyse
45:02und wir hatten ein paar Sitzungen.
45:04Aber das ist schon lange her.
45:06Ein Jahr etwa.
45:08Was?
45:08Nicht länger?
45:09Mir kommt das sehr viel länger vor.
45:11Wie geht es Ihnen?
45:13Sie wissen nicht,
45:14dass mein Mann tot ist?
45:15Nein,
45:16ich,
45:17ich,
45:17das heißt,
45:20äh,
45:20Sie
45:23erzählten mir doch etwas
45:26von einem Mann,
45:27der in seinem Segelboot
45:28ermordet wurde.
45:30Herr Budde?
45:30Ja,
45:32der Mann,
45:32den Sie kennen.
45:37Ich verstehe.
45:39Jetzt verstehe ich.
45:40Sie vermuten da
45:41Zusammenhänge,
45:43aber es gibt keinen Zusammenhang.
45:44Dass ich Frau Budde kenne,
45:46das ist rein zufällig.
45:47Warum geht das eigentlich?
45:49Ich weiß nicht,
45:51warum sind Sie hier?
45:52Machen Sie sich keine Sorgen.
45:53Es betrifft Sie nicht.
45:55Oder nur indirekt.
45:57Wir sind da reingeraten
45:58in Vermutungen,
45:59die zusammenhängen
46:00mit dem Mord
46:00an Ihrem Mann.
46:02Ich würde Frau Budde
46:04nicht damit belasten.
46:07Jetzt spreche ich
46:07als Fachmann zu Ihnen,
46:09der die Sensibilität
46:10eines Menschen genau kennt,
46:11weil sie einmal
46:12Gegenstand seiner Untersuchungen war.
46:15Ja, gut.
46:16Gut.
46:16Also dann habe ich
46:17im Augenblick
46:17eigentlich nur eine Frage.
46:19Kennen Sie Herrn Körner?
46:21Nein,
46:21ich habe ihn nie gesehen.
46:22Herr Körner,
46:23kennen Sie Herrn Wecker?
46:24Nein.
46:26Aber vielleicht sagt man mir
46:28jetzt endlich mal,
46:28wer ist dieser Mann?
46:30Ist der Arzt?
46:31Ja,
46:31er ist Psychologe
46:32mit einer Praxis
46:33in der Stadt.
46:35Doktor Wecker,
46:36den Sie,
46:37ich wiederhole das jetzt,
46:38nicht kennen.
46:39den ich nicht kenne.
46:44Das ist natürlich gelogen.
46:46Die beiden kennen sich.
46:48Nehmen wir einmal an,
46:48der Nutznießer ist Körner.
46:51Er allein hat ja bisher
46:52vom Tod
46:52an Budde überhaupt profitiert.
46:55Er saß ja jetzt schon
46:56an seinem Schreibtisch.
46:58Gehen Sie noch in Ihre Schule,
46:59fragte ich ihn.
47:00Nein,
47:00sagte er,
47:00ich habe meinen
47:01Lehrauftrag in den Nagel gehängt,
47:03weil Frau Budde mich gebeten hat,
47:04ihr zu helfen.
47:05Und das mache ich jetzt.
47:07Er geht also schnurstracks
47:08auf die Ehe zu.
47:10Er nimmt den Platz
47:10des Toten an.
47:12Sagen wir,
47:12dieser Wecker,
47:13kennt der die Budde?
47:14Er sagte,
47:14reiner Zufall.
47:15Aber er sagte ja auch,
47:17ich verstehe,
47:18wenn Sie da
47:19Zusammenhänge vermuten.
47:23Also,
47:23ich habe den ganzen
47:24See abgeklappert.
47:25Kein Bootverleiher
47:26will am 14
47:26ein Boot verliehen haben.
47:28Bruder,
47:28Sie erinnern sich nicht,
47:30wenn ich ein Foto gehabt hätte.
47:31Ja,
47:32wie hast du eins?
47:34Soll das der Mann sein,
47:35der das Boot gemietet hat?
47:36Könnte es gewesen sein.
47:37Na ja,
47:39mache ich mich morgen früh
47:40wieder auf die Socken.
47:41Ja,
47:41ja,
47:41mach das.
47:42Wie hat er das gesagt?
47:44Sie vermuten da sicher
47:45Zusammenhänge provozieren?
47:46Nein,
47:47eher neugierig.
47:50Der Mann ist neugierig,
47:51für den ist alles
47:52ein Experiment mit Menschen.
47:54Auch wir gehören dazu.
47:54Wie ist das denn,
48:06wie ist das denn,
48:06oder?
48:07Karnein.
48:08Ja, bitte.
48:29Ja, Wecker hier.
48:31Hallo, Ingo.
48:34Hallo, Ingo?
48:37Wer ist da?
48:39Hallo.
48:53Und, können wir mal mit Ihnen sprechen?
48:56Schließen Sie los.
48:58Wenn es geht nicht, hier ist es dauernd nicht.
49:01Lassen Sie den Ausweis stecken, ich weiß ja, wer Sie sind.
49:05Ist das denn so wichtig?
49:06Also, um was geht's?
49:17Es geht um den Mann, nachdem er sich schon mal gefragt hat.
49:20Ach ja, ich weiß, wen Sie meinen.
49:23Im Zusammenhang mit Roland Weimann, die mit der Krücke.
49:26Ja, richtig, noch sehen Sie.
49:28Mit wem hat dieser Mann sonst noch Kontakt gehabt?
49:31Da gibt's irgendjemanden, mit dem er häufiger zusammen war, öfters gesprochen hat zum Beispiel.
49:34Ja, öfters geredet.
49:36Häufiger zusammen, was soll ich da sagen?
49:38Er hat mal hier gesessen, mal da, war auch manchmal bei mir an der Bar.
49:42Aber besonderen Kontakt hat er mit niemandem.
49:44Das ist mir nichts aufgefallen.
49:45Wann war er zum letzten Mal hier?
49:49Kommt er noch, kommt er nicht mehr.
49:51Und wenn er nicht mehr kommt, seit wann nicht mehr?
49:52Stefan.
50:03Hallo, guten Abend.
50:05Sie hier?
50:06Sind Sie Dienstlichter?
50:07Los, mal wie man's nimmt, so ein Tag im Büro ist immer sehr anstrengend.
50:10Da gehen wir abends noch gerne ein bisschen aus, in ein hübsches Lokal.
50:13Na, das hier, das haben wir ja mehr oder weniger Ihnen zu verdanken.
50:18Ja, ich fühle mich immer ganz wohl hier.
50:22Haben Sie keine anderen Gäste?
50:24Ich bin schon weg.
50:26Erklären Sie ihm, was Sie von mir wollten.
50:30Was wollten Sie denn von ihm?
50:32Wir haben eigentlich nur gefragt, ob Sie hier in diesem Lokal mit irgendjemand anderem noch besonderen Kontakt haben.
50:37Warum haben Sie das gefragt?
50:39Ja, um zu erfahren, ob Sie Ihre Unternehmungen fortgesetzt haben.
50:43Ja, ich unternehme.
50:44Ihre Umfrage.
50:46Ob jemand Ihr Angebot annimmt, gegen Geld, gegen viel Geld, einen Menschen zu erschießen.
50:52Haben Sie denn immer noch nicht eingesehen, dass eine derartige Untersuchung eine große soziologische Bedeutung hat?
50:58Begreifen Sie das nicht.
51:00Na ja, Ihr Fehler, nicht meiner.
51:03Ja, dann können wir wieder gehen, oder?
51:05Ja.
51:13Ja, was ist denn?
51:41Wieso fahren wir denn nicht?
51:44Komm.
51:45Also, wie Sie wissen.
51:53Ja, Sie wissen.
51:55Das ist eine große Herausforderung.
52:05Harry.
52:25Wir sind ja 50, aber wer garantiert mir, dass Sie hinterher nicht noch mehr verlangen?
52:33Das ist Ihr Risiko.
52:35Na, trotzdem.
52:38Na, sowas.
52:40Bekommt er jetzt erst das Geld für eine Arbeit, die er schon vor zwei Wochen erledigt hat?
52:52Möchten Sie da nicht hinterher?
52:53Nein, nein, das muss ich nicht.
52:55Ich bleibe auch viel lieber bei Ihnen.
52:58Kommen Sie.
53:19Nachziehen muss ich wohl nicht.
53:20Ari, so in einer Viertelstunde.
53:40Herr Derrick.
53:52Ich störe Sie wirklich nur sehr ungern beim Frühstück.
54:05Ich muss mich bei Ihnen entschuldigen, Frau Brügge.
54:08Darf ich Ihnen was anbieten?
54:10Oder haben Sie schon gefrühstückt?
54:12Na, ich sehe, Sie trinken Tee, Tastetee vielleicht.
54:15Gerne.
54:15Bitte nehmen Sie doch Platz.
54:16Danke.
54:17Möchten Sie ablehnen?
54:18Nein, das lohnt sich gar nicht.
54:19Bleib nicht so lange.
54:20Anna, bitte noch eine Tasse.
54:23Ja.
54:25Ich freue mich.
54:27Sie haben den Tod Ihres Mannes einigermaßen überwunden.
54:29Nein, natürlich nicht.
54:36Ich habe eine ziemlich schlimme Zeit gehabt.
54:43Und ich weiß gar nicht, was ich ohne die Hilfe von Herrn Körner angefangen hätte.
54:47Danke.
54:51Herr Körner hat Ihnen sehr geholfen, ne?
54:53Ja.
54:54Er hilft Ihnen in allen geschäftlichen Angelegenheiten jetzt.
54:58Ja.
55:00Denken Sie an Heirat?
55:05Was soll diese Frage?
55:07Natürlich haben wir an Heirat gedacht, aber nicht in der nächsten Zeit natürlich.
55:13Irgendwann später vielleicht.
55:14Ist das jetzt von Interesse?
55:17Schauen Sie, wir haben uns natürlich überlegt.
55:20Ich gehe schon.
55:25Ariane Budde?
55:26Könnte ich mal Herrn Derrick sprechen, bitte?
55:28Ja.
55:29Für Sie.
55:30Danke.
55:32Vielen Dank.
55:33Bitte.
55:34Ja.
55:37Ja, hier ist es.
55:39Hm?
55:41Ja, gut.
55:42Sind auch noch mehr.
55:43Danke.
55:44Ja, also wie gesagt, wir haben uns selbstverständlich überlegt, wer der Nutznießer des Mordes an Ihrem Mann sein könnte.
55:52Der Nutznießer ist der Körner.
55:55Was?
55:59Soll das heißen, dass Sie mich verdächtigen?
56:03Mehr als das.
56:05Wir können beweisen, dass Sie den Mord an Ralf Robert Budde verschuldet haben.
56:08Ja.
56:08Ja.
56:09Ja.
56:09Ja.
56:09Ja.
56:09Ja.
56:09Ja.
56:09Ja.
56:09Ja.
56:09Ja.
56:09Ja.
56:14Das ist der Mörder Ihres Mannes, den er für Geld umgebracht hat.
56:25Angestiftet und überredet von diesem Herrn dort, der natürlich auch dafür kassiert hat.
56:33Und Herr Körner hat das Geld beschafft.
56:42Hab ich den Mord an meinen Mann bezahlt?
56:48Hab ich den Mord an meinen Mann bezahlt?
56:50Marianne.
56:51Ach, es ist auf, es ist draus.
56:53Die beiden haben heute Nacht ein umfassendes Geständnis abgelegt.
56:57Mir blüht nichts anderes übrig.
56:59Entschuldige.
57:00Er ist umgekäppt.
57:02Hat alles zugegeben.
57:10Was hast du gesagt?
57:13Kein Risiko.
57:17Kommen Sie.
57:20.
57:27.
57:34Untertitelung des ZDF, 2020
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