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  • vor 7 Monaten
Nationalratspräsident Walter Rosenkranz (FPÖ) wünscht sich einen offensiveren Umgang mit den "Schattenseiten der Republik". Als Beispiel nannte er im APA-Interview den sogenannten "Führer-Balkon" am Wiener Heldenplatz, der historisch "entrümpelt" werden müsse. Beim Gemälde des NS-Künstlers Rudolf Eisenmenger in seinem Büro sieht er keinen Handlungsbedarf.

Thumbnail: APA/Hans Klaus Techt

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Transkript
00:00Nationalratspräsident Walter Rosenkranz von der FPÖ wünscht sich einen offensiveren Umgang mit den Schattenseiten der Republik.
00:08Als Beispiel nennt er den sogenannten Führerbalkon am Wiener Heldenplatz, der, so Rosenkranz, historisch entrümpelt werden müsse.
00:16Information und Kontextualisierung halte ich immer für wichtig, weil alles, was Wissen erweitert, ist gut.
00:23Und es gibt natürlich auch diese Diskussionen, ich kann mich erinnern, in meiner frühen Jugend hat es mich ein bisschen gewundert,
00:32wie in Klagenfurt die Porsche-Straße umbenannt wurde, weil die nach Ferdinand Porsche benannt war.
00:41Und man ist dann seitens des Gemeinderats, ich hoffe, ich habe es richtig so in Erinnerung, aber es hat mich sehr gewundert,
00:45die Porsche-Straße wurde dann in Porsche-Straße umbenannt und zwar nicht nach dem Ferdinand Porsche, der belastet ist, sondern nach dem Auto.
00:53Also, da glaube ich, ist ein bisschen mehr Aufrichtigkeit, ein bisschen mehr auch vorwärts gehen, offensiv auch damit umzugehen.
01:03Ich erinnere mich auch an die Debatte Haus der Geschichte Österreichs, wo die Geschäftsführung, die Leiterin Sommer immer gesagt hat,
01:09dieser sogenannte Balkon, dieser Führerbalkon, wo Hitler am Heldenplatz gesprochen hat, da muss doch irgendetwas geschehen auch damit,
01:17da muss entrümpelt werden oder in irgendeiner Form schweigen im Walde.
01:21Gibt es bis jetzt noch nicht. Man müsste auch offensiver mit diesen Schattenseiten in der Republik umgehen.
01:28Bei dem unter seinem ÖVP-Vorgänger Wolfgang Sobotka verhüllten Wandbild des NS-Künstlers Rudolf Eisenmenger in seinem Büro
01:35sieht der Nationalratspräsident keinen Handlungsbedarf.
01:39Es ist in diesem Büro, das jetzt das Büro des ersten Präsidenten ist seit dem Umbau, früher war es das Büro des zweiten Präsidenten,
01:46seit 1951 ein Werk dieses Malers, der damals einen Preis gewonnen hat, um diesen Auftrag zu bekommen.
01:55Es steht unter Denkmalschutz und ich habe vor, momentan nicht wirklich etwas zu ändern.
02:01Ich bin nämlich auch der Meinung, dass man, auch wenn dieser Künstler in seiner Jugendzeit 1933,
02:08also 20 Jahre bevor er das geschaffen hat, einen Weltkrieg dazwischen und auch seine sogenannte Entnazifizierung
02:15aufgrund des Einschreitens und einer unter Anfangszeichen Bürgschaft der Kommunisten in der Wiener Stadtregierung,
02:22die sich für diesen Künstler Eisenmenger verbürgt haben, ich bin dafür, dass man auch diese Dinge,
02:28diese Verwerfungen, die es in der Geschichte Österreichs leider gegeben hat, dass man auch den Weg eines Künstlers,
02:35der verblendet war in seinen Ansichten, der geläutert wurde und trotzdem ein großer Künstler ist,
02:42dass man da nicht mit Verhängen, mit Wegsperren und so tun, als ob es das nicht gibt, handelt.
02:47Im Fall eines anderen Kunstwerks, die von Sobotka vor dessen Amtsübergabe noch schnell angeschafften Skulpturen von Erwin Wurm,
02:55ist der Rückkauf mittlerweile abgewickelt.
02:57Ich habe dem Künstler durch die Parlamentsdirektion mitteilen lassen, dass ich vorhabe, diese Werke dort nicht stehen zu lassen.
03:03Sie sind statisch gefährlich dort gewesen, da hätte man andere Dinge noch machen müssen,
03:08in einem fünfstelligen Betrag, dass die dort stabil stehen, sie waren nur provisorisch abgegrenzt
03:12und haben immer Sicherheitsbeamte dort dabei gehabt, dass sie wegkommen.
03:17Und der Künstler hat gesagt, wenn sie von dort wegkommen, kaufe ich sie zurück.
03:21Es ist nichts anderes, als ein Vertrag ist erfüllt worden, hat nichts mit der Qualität des Kunstwerks, des Künstlers selbst zu tun.
03:27Nein, hier ist man auf diesem Weg gegangen.
03:31Und jetzt kommt das Gebäude selbst wieder in den Zustand, wie es vorher im Zusammenhalt aller Fraktionen war.
03:38Die Flächen dort werden nicht leer sein, sondern die Kunstwerke, es ist zum Beispiel eine Plastik,
03:44das bedeutet, den Künstlers Aframid ist dort dabei, kommen wieder dorthin zurück.
03:48Also ich stelle etwas her, was es gegeben hat.
03:51Beim von der FPÖ verlangten Untersuchungsausschuss, wann und in welcher Form er auch immer kommt,
03:57will Rosenkranz seine Aufgabe jedenfalls wahrnehmen.
04:00Das ist meine Art, das ist mein Charakter.
04:02Es ist rechtlich, gesetzlich vorgesehen und das hat man bestmöglich zu erfüllen, noch Punkt und Beistrich.
04:07Die neue Regelung, wonach er sich bei den Geschäften des Nationalfonds vertreten lässt, respektiert Rosenkranz.
04:14Es gibt ein klares Gesetz.
04:16Ich habe schon bereits bei meiner Antrittsrede gesagt, dass es Vorbehalte gegen meine Person gibt,
04:21nämlich wirklich gegen den Walter Rosenkranz mit seiner ganz individuellen Geschichte.
04:25Ob berechtigt oder nicht, ob man da diskutieren möchte oder nicht, bis jetzt wurde mir ja sogar der Dialog verweigert.
04:30Das ist das Einzige, was ich eigentlich bekrittle.
04:33Ich muss aber sagen, hier hat sich auch einiges vielleicht entspannt und geändert.
04:38Was mich zum Beispiel wirklich gefreut hat, ist, dass man auch an mich gedacht hat,
04:42wie die israelitische Kultusgemeinde jetzt zur Renovierung des Stadttempels auch Geld benötigt, auch Spenden sammelt.
04:49Und man hat auch dabei bei einem entsprechenden Schreiben an den Walter Rosenkranz gedacht.
04:53Und ich habe so ein Schreiben bekommen.
04:55Und selbstverständlich werde ich auch zur Renovierung und Restaurierung des Stadttempels in der Seitenstädtengasse auch meinen Beitrag leisten.
05:02Genauso viel, wie ich für das Taufbecken in meiner Heimat Pfahre in Krems spende.
05:07Allerdings wurde der Betrag von der israelitischen Kultusgemeinde vor wenigen Tagen wieder zurücküberwiesen.
05:13Es stellte sich heraus, dass das Spendenansuchen an Rosenkranz irrtümlicher ging.
05:17Die IKG teilte ihm mit, dass es sich um einen technischen Fehler gehandelt habe.
05:21Das war's für heute.
05:22Das war's für heute.
05:22Das war's für heute.
05:22Das war's für heute.
05:23Das war's für heute.
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05:24Das war's für heute.
05:24Das war's für heute.
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05:25Das war's für heute.
05:26Das war's für heute.
05:26Das war's für heute.
05:27Das war's für heute.
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05:29Das war's für heute.
05:30Das war's für heute.
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05:33Das war's für heute.
05:34Das war's für heute.
05:35Das war's für heute.
05:36Das war's für heute.
05:37Das war's für heute.
05:38Das war's für heute.
05:39Das war's für heute.
05:40Das war's für heute.
05:41Das war's für heute.
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