- 8 months ago
Berthold Dettmers wird zu einer Party erwartet, stirbt jedoch vor seiner Tür bei einem Verkehrsunfall. Doch dann behauptet ein Zeuge, Dettmers sei absichtlich angefahren worden. Das Haus des Opfers ist ungewöhnlich luxuriös. Eine unbekannte Frau fragt nach Dettmers, legt aber auf, ohne sich auszuweisen.
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00:00Ja?
00:27Ja?
00:30Was ist los?
00:32Wo bleibst du denn?
00:33Wir warten schon über eine halbe Stunde auf dich.
00:36Ich bin schon unterwegs. Ich fahre in eine Minute los.
00:43Ist noch was?
00:46Hallo.
00:48Melden Sie sich.
00:58Wer ist denn da?
01:00Ich höre Sie doch atmen.
01:02Ja?
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02:13Ja?
02:19Detmers Berthold, 28 Jahre alt. Wo ist der Zeuge?
02:23Da am Funkwagen.
02:24Danke.
02:31Ja, vom zweiten Stock aus.
02:35Guten Abend.
02:37Ich wollte gerade schlafen gehen.
02:40Mach die Gardinen zu und da sehe ich zufällig durchs Fenster.
02:46Und da geht der Jungmann, geht über die Straße und da kommt der Wagen.
02:51Ich merkte sofort, der will den überfahren.
02:57Das ist Absicht. Das war reiner Mord.
03:02Sie kennen den Jungen, der soll hier im Haus wohnen.
03:05Detmers, Bertolt Detmers.
03:08Weiß ich doch nicht, wer hier in dem Haus wohnt.
03:11Da kümmert sich doch keiner um den anderen. Deswegen wohne ich ja hier.
03:15Sie sagten, Sie haben das Ganze vom zweiten Stock aus gesehen.
03:19Ja.
03:20Wenn Sie vermutlich den Fahrer nicht gesehen haben.
03:23Nein.
03:24Aber vielleicht das Nummernschild?
03:26Auch nicht.
03:28Wissen Sie, welche Farbe das Fahrzeug hatte?
03:32Ziemlich so hellgrau. Fast weiß.
03:35Das muss ja irgendwie beschädigt sein, wenn er den Mann voll erwischt hat.
03:39Ja, ganz bestimmt.
03:41Gut. Ja, wie war noch Ihr Name?
03:44Baltinger.
03:46Georg Baltinger.
03:48Sie haben uns schon sehr geholfen, Herr Baltinger. Vielen Dank.
03:49Vielen Dank.
03:50Fahndung über alle Funkstreifen, gezielten Garagen, Reparaturgarkstätten, Parkplätze.
03:54Das übliche Pieperpunkt.
03:55Gut, in Ordnung.
03:57Also, Herr Baltinger, hellgrau. Fast weiß, sagten Sie.
04:00Ja.
04:01Hochpartei.
04:02Hallo.
04:03Hallo.
04:04Niemand da.
04:05Hat wohl die Angewohnheit, Licht brennen zu lassen.
04:06Ja, das überall.
04:07Nobel Eingerichter.
04:08Ja.
04:09Es ist ja schon eine Angewohnheit, Licht brennen zu lassen.
04:11Ja, das überall.
04:12Hallo.
04:23Niemand da.
04:25Hat wohl die Angewohnheit, Licht brennen zu lassen.
04:28Ja, das überall.
04:35Nobel eingerichtet.
04:38Steht irgendwo, was er für einen Beruf hat?
04:40Nein.
05:01Ja?
05:02Du bist also gar nicht losgefahren und in deiner Wohnung geblieben.
05:05Sag, wieso du uns versetzt hast.
05:07Wer ist denn da?
05:07Das heißt, wer ist denn da?
05:10Berthold?
05:11Bleiben Sie am Apparat.
05:13Da bin ich falsch verbunden.
05:15Bleiben Sie nicht falsch verbunden.
05:16Das ist der Apparat von Berthold Detmos.
05:17Ich frage Sie nur, wer Sie sind.
05:20Zuerst will ich wissen, wer Sie sind.
05:23Hier ist die Kriminalpolizei.
05:28Die hat aber schnell aufgelegt.
05:29Ja, also sehen wir uns mal um.
05:31Vielleicht finden wir raus, was mit dem jungen Mann los war.
05:44Hallo?
05:44Hallo?
05:44Entschuldigen Sie, dass ich so schnell aufgelegt habe.
05:47Was ist denn passiert?
05:51Ich werde Ihnen das sofort mitteilen, wenn Sie mir Ihren Namen sagen.
05:55Moment mal.
05:57Hier ist Frau Rössler.
05:58Vorname?
06:00Vera.
06:01Adresse.
06:02Wieso sagen Sie mir nicht, was passiert ist?
06:06Berthold Detmos ist vor seinem Haus von einem Auto überfahren worden.
06:09Was?
06:10Von einem Auto überfahren?
06:12Ist er im Krankenhaus?
06:14Nein.
06:15Es ist schlimmer.
06:16Frag weiter.
06:17Hallo?
06:18Sind Sie noch da?
06:20Ja, ja.
06:22Ist er tot?
06:24Ja.
06:24Ja.
06:24Vera Rössler.
06:35Der Name ist falsch.
06:37Hat sich auch so angehört.
06:41Finanziell ging es ihm nicht schlecht.
06:43Nein, auf mehreren Konten ein Vermögen.
06:47Was er nicht zu haben scheint, er einen vernünftigen Beruf.
06:50Was ist ein vernünftiger Beruf?
06:52Frag mich nicht sowas.
06:54Hier steht, im Notfall anrufen, vielleicht sind das seine Eltern.
06:58München, Sprollstraße 35, Telefon 726672.
07:03Rufen wir an, oder?
07:05Bin schon dabei.
07:09726672.
07:16Detmos?
07:18Hier ist die Kriminalpolizei.
07:20Ist Ihnen Berthold Detmos bekannt?
07:22Das ist mein Bruder.
07:23Was ist denn los?
07:24Gerade hat jemand angerufen, ob das stimmt.
07:26Dass mein Bruder vor seinem Haus überfahren worden ist.
07:29Dass er tot ist.
07:30Wer hat Sie angerufen?
07:32Ich weiß nicht wer.
07:33Irgendjemand.
07:35Ist denn das wahr?
07:36Äh, leider, ja.
07:37Wir kommen sofort zu Ihnen.
07:39Kommen Sie herein, bitte.
07:42Wir sind ganz verzweifelt.
07:44Wir können es gar nicht glauben.
07:45Keine Irrtum.
07:47Keine Verwechslung.
07:48Nein, es ist kein Irrtum.
07:50Wie ist denn das passiert?
07:53Das ist meine Schwester Anita.
08:00Gehen Sie schon ins Wohnzimmer.
08:01Ich komme sofort.
08:01Ich muss mich um meine Schwester kümmern.
08:03Ja, tun Sie das.
08:09Es tut mir so leid, Anita.
08:21Weißt du, was mich an diesem Beruf stört?
08:23Ja, ich weiß es.
08:25Man wird immer anfälliger dagegen.
08:28Komm.
08:30Es hat keinen Sinn zu weinen.
08:38Bitte hör auf.
08:46Entschuldigen Sie bitte.
08:49Der Anruf kam vor einer Stunde.
08:50Ob es stimmt, dass mein Bruder vor seinem Haus überfahren worden sei.
08:53Wer hat angerufen?
08:55Keine Ahnung.
08:56Ein Mann war es.
08:57Mein Vater hat mit ihm besprochen.
08:59Hat Ihr Vater nach dem Namen gefragt?
09:02Natürlich.
09:02Er fragte, wer sind Sie?
09:04Wer ruft denn da an?
09:05Aber er hat keine Antwort bekommen.
09:07Der Mann hat sofort eingehängt.
09:10Da ist mein Vater gleich losgefahren.
09:12Er sagte, ich muss wissen, was da passiert ist.
09:14Ich wollte mitfahren, aber
09:15hat darauf bestanden, dass ich hier bleibe,
09:18weil meine Schwester hat gleich durchgedreht.
09:22Er ist allein gefahren.
09:27Polizei ist da, Vater.
09:51Guten Abend, Herr Edmars.
10:06Weißt du, was ich gerade höre?
10:14Bertolt ist absichtlich überfahren worden.
10:17Ich weiß.
10:19Ich war vor seinem Haus.
10:21Da standen noch ein paar Leute.
10:23Da haben mir gesagt, dass ein Wagen plötzlich und mit großer Geschwindigkeit angekommen sei.
10:34Und dass er im hohen Bogen über das Auto hinweg geflogen ist.
10:44Wie ein Vogel.
10:48Er soll sofort tot gewesen sein.
10:50Ja, nach der Zeugenaussage, die wir haben, war er sofort tot.
10:57Dann hat er wenigstens nicht gelitten.
11:01Bis auf die Sekunde.
11:04Ein, zwei, drei Sekunden.
11:08Als er merkte, dass er getötet werden soll.
11:13Kannst du mir ein Glas Wasser bringen?
11:28Wo ist meine Tochter?
11:30Sie ist in ihrem Zimmer.
11:31Gut.
11:33Sie ist besonders empfindsam.
11:35Geigerin.
11:37Ist sogar schon öffentlich aufgetreten.
11:40Ein wirkliches Talent.
11:41Als Musiker kann ich das beurteilen.
11:43Und ich würde das sagen, auch wenn sie nicht meine Tochter wäre.
11:57Hier ist ein Mord verübt worden.
12:00Und wir werden die Hintergründe aufdecken.
12:03Die Schuldigen.
12:05Wir werden sie finden.
12:07Ich werde sie finden.
12:11Sind Sie in der Lage, mir ein paar Fragen zu beantworten?
12:17Fragen Sie nur, wie ich mich fühle.
12:21Das spielt überhaupt keine Rolle.
12:23Wir waren in der Wohnung Ihres Sohnes.
12:27Hm.
12:29Wer hat es Ihnen gefallen?
12:32Ehrlich gesagt, nicht mein Geschmack.
12:34Mir war es immer zu elegant, zu unbescheiden, ja.
12:42Womit er aus dem Rahmen fiel.
12:44Ich habe immer versucht, meine Kinder zur Bescheidenheit zu erziehen.
12:48Was für einen Beruf hat er gehabt?
12:50Das habe ich ihn auch gefragt.
12:54Nicht nur einmal.
12:55Ich fragte, was machst du, Junge?
12:58Wie kannst du dir das alles leisten?
13:00Woher das Geld?
13:02Er hat es nicht gesagt.
13:03Keine Erklärung, mit der ich zufrieden gewesen wäre.
13:07Denn was sollte ich anfangen mit?
13:08Ist doch nicht schwer heute, Geld zu verdienen.
13:11Finanzierung, Handel und Wandel.
13:15Ich habe eben goldene Hände.
13:19Ich fragte, sind diese goldenen Hände auch ehrlich?
13:24Dann hat er nur gelacht.
13:27Sie wissen also nicht, womit Ihr Sohn sein Geld verdient hat?
13:31Nein.
13:32Wissen Sie es?
13:35Er hat es nie gesagt.
13:37Ja.
13:37Die Beziehung zu seinen Geschwistern war nicht sehr tief.
13:43Von Liebe, von geschwisterlicher Liebe kann man nicht sprechen.
13:47Es tut mir leid, das sagen zu müssen.
13:49Aber wir werden herausfinden müssen, wie er sein Geld verdiente.
13:55Ja, mit wem hat Ihr Sohn Umgang gehabt?
13:57Könnten Sie den Namen nennen?
13:59Alles, was Sie zu diesem Punkt sagen könnten, wäre sehr wichtig.
14:03Aber das habe ich Ihnen doch gesagt.
14:04Das alles hat er vor uns verborgen.
14:05Er hat ein Eigenleben geführt, an dem er niemanden teilnehmen ließ.
14:09Ist das richtig?
14:11Ja.
14:12Ist das richtig?
14:14Ich stehe Ihnen morgen zur Verfügung.
14:16Ich fühle mich jetzt leider nicht mehr im Stand.
14:19Ja, wir werden Sie jetzt allein lassen, Herr Detmers.
14:21Ein paar Anhaltspunkte haben wir ja.
14:23Sie hören noch nie davon.
14:24Aber machen Sie nichts ohne mich.
14:27Bitte.
14:28Ich möchte dabei sein.
14:30Schritt für Schritt.
14:31Gute Nacht.
14:32Gute Nacht.
14:35Was für ein Unglück.
15:01Das ist die Anfrage vom LKA, gell?
15:19Ich hoffe, ich stöhe ihn nicht.
15:20Nee, komm Sie ruhig mit.
15:21Nee, nee, dem Gast hat er für mich.
15:24Ich war zu Hause.
15:26Das ist Gott, Herr Detmers.
15:30Schon so früh am Morgen?
15:31Ich sagte gerade, hoffentlich stell ich mich.
15:33Wir haben hier ein paar Unterlagen aus der Wohnung ihres Sohnes.
15:35Haben Sie was gefunden, was Sie weiter wollen?
15:37Nehmen Sie doch Platz.
15:38Wir sind noch dabei, aber ergiebig ist es nicht.
15:41Ist Ihnen irgendwo der Name Kober begegnet?
15:48Kober?
15:49Ja, Kober.
15:50Andreas Kober.
15:52Ich habe nicht schlafen können heute Nacht und, wie Sie sicher verstehen werden,
15:56und da habe ich mich an was erinnert.
16:07Andreas Kober.
16:08Nein, ich schreibe es nicht auf.
16:12Ach was, ich schreibe nie Namen auf.
16:16Wo?
16:18Wo ist das Lokal?
16:21Okay.
16:23Er fragte dann, fährst du nach Hause jetzt?
16:26Dann kannst du mich mitnehmen und setz mich ab.
16:29Ich frage noch, willst du nicht deinen eigenen Wagen nehmen?
16:32Aber er sagt, damit kann ich mich da nicht sehen lassen.
16:36Ich habe ihn dann vor einem Lokal abgesetzt, das keinen sehr guten Eindruck gemacht hat.
16:43Ich sage, das da, Junge, sind das die Orte, wo du deine Geschäfte machst?
16:50Was hat er geantwortet?
16:53Man antwortet nicht, wenn man jemanden nicht ernst nimmt.
16:57In solchen Fällen lacht man nur.
17:02Und das hat er dann auch getan.
17:04Sie wissen noch, wo Sie ihn abgesetzt haben?
17:06Ja.
17:07Ich wollte vorschlagen, dass wir mal hinfahren.
17:09Haben Sie denn Zeit?
17:12Ein Musiker mit einem Dutzend Privatschüler.
17:16Eine Stelle im Orchester ist mit einem jüngeren Mann besetzt worden.
17:20Einen gesunden.
17:20Schlimmer als ich gedacht habe.
17:46Wir haben den Jungen nicht dazu erzogen, sich an solchen Orten wohlzufühlen.
17:51Ich nicht und meine Frau auch nicht.
17:53Ihre Frau lebt nicht mehr?
17:54Meine Frau?
17:56Doch, sie lebt noch.
17:58Sie ist in einem Sanatorium.
18:00Wie ist so das?
18:02Die Nerven der Passion.
18:03Wollen Sie bitte einen Moment Platz nehmen?
18:24Ist Ihnen der Name Andreas Kober bekannt?
18:27Kober?
18:28Kober.
18:30Ja.
18:31Der war mal Kellner hier.
18:32Gibt's denn nicht mehr?
18:36Schon lang nicht mehr.
18:37Aber das ist doch keine zwei Monate her.
18:39Da habe ich meinen Sohn hier abgesetzt.
18:41Hier vor der Tür.
18:44Das Einzige, woran dieser Mann jetzt denkt, ist doch, was er uns und wir am besten verschweigen kann.
18:50Wo finden wir Ihren ehemaligen Kellner?
18:52Tut mir leid.
18:54Die Kellner bei uns kommen und gehen.
18:55Wo sie bleiben, das haben sie mir noch nie erzählt.
18:58Der Mann lügt.
18:59Ich sehe ihm an, dass er lügt.
19:02Wer ist das eigentlich?
19:04Mein Name ist Detmers.
19:06Mein Sohn hat hier verkehrt.
19:09Mein Sohn Berthold.
19:11Sie müssen ihn kennen.
19:13Sie kennen ihn bestimmt.
19:14Na, was ist?
19:17Ist Ihnen dieser Name bekannt?
19:20Nein.
19:23Dann schauen Sie sich das Foto an.
19:26Bitte.
19:26Ich kann mich an diesen Mann nicht erinnern.
19:34Was war er?
19:35Ein Gast hier?
19:37Ich kann mir doch nicht alle meine Gäste merken.
19:39Auch dem nicht?
19:41Der ist nur jedem aufgefallen.
19:43Ein...
19:43Ein hübscher Junge.
19:46Mit den besten Manieren.
19:48So einer fällt doch auf.
19:49Gerade hier drin muss er aufgefallen sein.
19:51Ich habe es schon gesagt, ich kenne ihn nicht.
19:55Oh, ist es sicher, das heißt.
19:57Entschuldigen Sie.
19:59Ich habe mir einfach nicht vorstellen können,
20:01dass man sich an ihn nicht erinnern kann.
20:03Als ich ihn hierhergebracht habe,
20:13da hat er einen weißen Anzug getragen.
20:16Weiß.
20:31Kann ich mich falsch verraten?
20:33Nein, nein, schon gut.
20:35Sie müssen verstehen, aber ich kann einfach nicht vergessen,
20:38wie der Mann der Zeuge, wie der gesagt hat,
20:40er flog über den Wagen wie ein Vogel.
20:44Wir bringen Sie jetzt nach Hause, Herr Detmers.
20:47Aber ich habe Sie doch gebeten, dass ich alles mitmachen darf.
20:49Schritt für Schritt alles mitmachen darf.
20:51Ich störe Sie nicht mehr, das verspreche ich Ihnen.
20:53Sie machen Ihre Arbeit und ich bin dabei.
20:55Ganz stumm.
20:56Halte mich im Hintergrund.
20:57Das geht nicht, Herr Detmers.
20:59Wenn wir was Neues erfahren, kriegen Sie Bescheid.
21:00Mehr können wir im Augenblick nicht für Sie tun.
21:02Bitte.
21:03Sie vergessen, dass Sie von mir den Namen haben.
21:15Dieser Andreas Kober, ich kenne den Mann.
21:26Ich habe ihn schon mal gesehen bei meinem Sohn Bertolt.
21:29Ich würde ihn bestimmt wiedererkennen.
21:32Das erzählen Sie uns erst jetzt?
21:33Wisst ihr das?
21:45Da bin ich ganz sicher.
21:46Kein Zweifel.
21:47Wirklich ganz sicher.
21:48Ja, das war der Mann, den ich bei meinem Sohn gesehen habe.
21:51Das ist er ganz bestimmt.
21:53Was wissen wir von ihm?
21:56Tja, er ist seit einem halben Jahr in der Fahndung.
22:01Er hat jede Menge Vorstrafen, vor allem nämlich Einbrüche.
22:04In der letzten Zeit als Dealer unterwegs.
22:06In der Münchner Drogenszene bekannt.
22:08Und dann steht hier noch, er macht rücksichtslos von der Schusswaffe Gebrauch.
22:14Wir haben leider keine Spur, wo er sich auffällt.
22:16X Adressen, aber keines stimmt.
22:19Checkt alles ab.
22:20Es wäre vielleicht gut, wenn Sie selbst noch bei der Sonderfahndung anrufen.
22:23Das läuft bereits.
22:25Dieser Koba ist im Augenblick das Gelbe vom Ei.
22:27Lasst alles andere vorerst liegen.
22:29Gut, bin schon unterwegs.
22:32Ja?
22:33Moment bitte.
22:35Flossmann vom Rauschgiftdezernat.
22:39Tag, Heinz.
22:40In der Sache Detmars hätte ich ein paar Fragen.
22:42Vielleicht geht's am Telefon und ich komm.
22:45Na, umso besser.
22:47Ich erwarte dich also. Bis dann.
22:53Drogenszene.
23:00Wäre das eine Erklärung für, ich meine, seine Wohnung, die Einrichtung,
23:06seine Kleidung, das Auto, das irrsinnige Leben, das er geführt hat?
23:12Schauen Sie, Herr Detmars, ich will Ihnen nichts vormachen.
23:15Aber Sie machen mir doch nichts vor.
23:18Insgeheim war so etwas immer meine Befürchtung.
23:23Wir waren eine anständige Familie.
23:27Überall hieß es, die Detmars, das ist eine Familie, die noch in Ordnung ist.
23:33Wir haben zusammen musiziert.
23:35Ich sagte schon, meine Tochter spielt Geige und hat möglicherweise eine große Karriere vor sich.
23:41Auch meine Frau spielte Geige, auch sehr gut.
23:45Bertolt war ausgezeichnet am Klavier.
23:48Und Rudolf spielt Gitarre.
23:50Ja, und ich selbst, ich bin Cellist.
23:54Wir haben wunderbare Abende erlebt.
23:59Wie oft sehe ich das noch vor mir?
24:01Und wie ich das genossen habe, so nette Kinder zu haben, so gut geratene,
24:10was ja heutzutage wirklich nicht mehr selbstverständlich ist.
24:13Da muss man doch dankbar sein.
24:15Ich habe oft mit meiner Frau darüber gesprochen.
24:19Sie sagte dann immer, ich danke Gott jeden Abend dafür.
24:25Sie ist ein sehr gläubiger Mensch.
24:28Und jetzt so ein Wort.
24:30Drogenszene.
24:33Könnte er mit Rauschgift gehandelt haben?
24:36Das ist etwas, wir wissen noch nichts.
24:38Also machen Sie sich deswegen keine Sorgen.
24:41Ich glaube, wir haben ihn.
24:43Wildnerstraße 64, erste Etage.
24:46Die Wohnung gehört einer Lena Scherer.
24:49Wir sind auf sie gekommen, weil sie hat Kober öfter im Knast besucht,
24:53als sie vor einem Jahr mal wieder ein paar Monate abgesessen hat.
24:56Zurzeit arbeitet sie angeblich als Verkäuferin am Warenhaus.
24:58Wir unterhalten uns gleich.
25:01Organisierst du mal einen Wagen fährend, darf man sagen?
25:03Nein, das ist nicht nötig.
25:04Sie haben jetzt bestimmt eine Menge anderes zu tun.
25:06Die U-Bahn bringt mich fast bis was aus.
25:08Untertitelung des ZDF für funk, 2017
25:38Wo sind Sie? Was wollen Sie?
25:47Polizei, öffnen Sie die Tür.
25:48Moment, Moment.
25:50Sie wollen zu mir? Was ist denn los?
25:52Machen Sie schon auf.
25:53Darf ich mal Ihren Ausweis sehen?
25:55So, und jetzt machen Sie auf.
25:57Gehen Sie zur Seite.
26:01Auf, gehen Sie vor.
26:06Was soll denn das Ganze?
26:08Weiter, gehen Sie weiter.
26:18Wenn Sie mir verraten, wen Sie suchen, vielleicht kann ich Ihnen helfen.
26:23Andreas Kober, wo ist er?
26:25Richtig, der war mal Untermieter hier.
26:27Ist er das nicht mehr?
26:28Nein.
26:30Ist von einem Tag zum anderen abgehauen, ohne die Miete zu bezahlen.
26:33Na ja, war ja wohl nicht nur Untermieter, ne?
26:37Werden Sie schon ein bisschen besser kennen.
26:40Wie Sie sehen, nicht gut genug.
26:42Na immerhin haben Sie ihn ein paar Mal im Knast besucht.
26:45Damals war ja auch was zwischen uns.
26:47Aber das ist lange vorbei.
26:48Warum suchen Sie ihn überhaupt?
26:53Kommt einfach mit Ihren Revolvern.
26:56Da ist er doch nur ein ganz kleiner Gauner.
26:58Einbrüche und so.
26:59Ja, diesmal geht's um mehr.
27:01Rauschgifthandel und Mord.
27:03Mord an einem gewissen Bertolt Dittners.
27:06Ist ein gutaussehender junger Mann.
27:08Mit ausgezeichneten Manieren.
27:12Ihr müsst Ihnen eigentlich aufgefallen sein, wenn Sie ihm schon mal begegnet sind.
27:15Andy!
27:23Andy!
27:24Bleiben Sie stehen, Kober!
27:28Auf, auf, auf!
27:30Auf!
27:45Bertolt Dittners.
27:52Ja?
27:52Sagen Sie, haben Sie irgendjemand raus auf dem Sehen?
27:54Ja, ja, das war er. Das war Kober.
27:55Wo ist der hin?
27:56Da runter.
28:06Ich hab's gerade Ihrem Kollegen gesagt.
28:08Das war der Mann, den ich bei meinem Sohn gesehen hab, Kober.
28:10Der hat mich umgerannt.
28:12Wie kamen Sie überhaupt hierher?
28:14Die Adresse. Ich hab doch in Ihrem Büro die Adresse gehört.
28:18Sie geben wohl nie auf.
28:19Sind Sie verletzt?
28:20Das ist doch keine Verletzung.
28:33Ich will gerade in die Schleifern erschreiten.
28:35Moment mal.
28:36Herr Bertrand, bringen Sie die Dame in mein Büro.
28:38Bleiben Sie bei Ihres auf Namen.
28:40Ja.
28:41Bitte.
28:44Was ist?
28:48Also, in der Schleißhammerstraße steht ein weißer Woll, wo vorderer rechter Kotflügel eingedrückt und die Windschutzscheibe zersplittert.
28:54Herr Baltinger ist so nett mitzukommen.
28:56Vielleicht kann er den Wagen identifizieren.
28:57Mhm.
28:58Auch wenn er nur sagt, er war's nicht.
29:00Ja, ist nett von Ihnen, Herr Baltinger, dass Sie uns helfen wollen.
29:02Mal was anderes, im Funkstreifenwagen rumkutschiert zu werden.
29:05Sonst fahre ich nur Straßenbahn.
29:06Ja, wenn Sie Glück haben, verdienen Sie noch 2000 Mark.
29:08Das ist eine Belohnung ausgesetzt.
29:10Ah ja, die Pressestelle hat ein Foto des Opfers an die Zeitungen gegeben.
29:14Die bringen auch, dass wir einen weißen Wagen suchen, der in seiner vorderseite beschädigt sein muss.
29:18Fixer sind knapp bei Geld.
29:19Vielleicht beißt einer an.
29:20Ich kriege dann gleich Bescheid.
29:21Ja, danke, Herr Baltinger.
29:22Kommen Sie.
29:28Danke, Herr Werfmann.
29:33Soll ich Ihnen einen Kaffee kommen lassen?
29:35Soll das bedeuten?
29:37Ja, wird ein bisschen länger dauern, fürchte ich.
29:47Soll ich Sie nicht doch raufbringen?
29:48Nein, nein, danke, das schaffe ich schon.
29:51Das Wort Drogenszene geht mir nicht aus dem Kopf.
29:58Wie werden diese Leute denn bestraft?
30:00Was die anrichten, das doch entsetzt.
30:03Da bist du ja.
30:05Ich habe den ganzen Tag immer wieder auf die Straße geschaut.
30:07Wir haben uns Sorgen gemacht.
30:08Die Polizei hat mich gebraucht.
30:10Mehr oder weniger.
30:12Aus gutem Grund, was dir doch klar sein muss.
30:14Wo ist Anita?
30:15Sie liegt in Ihrem Zimmer.
30:16Man kann doch nicht den ganzen Tag im Bett liegen.
30:18Danke, dass Sie mich gebracht haben.
30:20Entschuldigen Sie mich.
30:21Ich habe eine Frage an Sie.
30:25Ist Ihnen der Name Andreas Kober bekannt?
30:29Irgendwann schon mal gehört?
30:31Wer soll das sein?
30:33Das ist ein Geschäftspartner Ihres Bruders.
30:35Vielleicht ein Freund oder ein Bekannter.
30:39Ich habe den Namen nie gehört.
30:40Kümmern Sie sich um Ihren Vater.
30:45Mach ich.
30:45Und ich wiederhole Ihnen, ich habe mit dem Mann nichts mehr zu tun.
31:01Schon lange nicht mehr.
31:04Gut, gut.
31:05Aber es könnte ja sein, dass wir Ihnen das Gegenteil beweisen.
31:08Und dann stehen Sie schlechter da als jetzt.
31:10Abwarten.
31:14Abwarten.
31:23Nichts Neues, oder?
31:25Nein.
31:25Und bei dir?
31:27Haben die Kinder von Detmers etwas mit dem Namen Kober anfangen können?
31:29Ja, der Sohn Rudolf nicht.
31:34Du lässt sie beschatten.
31:38Den kleinen Faden, den wir da in der Hand haben, wollen wir nicht gleich wieder verlieren.
31:42Was ist mit den Kindern?
31:43Was wissen Sie von Kober?
31:44Die Tochter konnte ich leider nicht sprechen.
31:47Die liegt seit gestern Nacht in Ihrem Zimmer.
31:52Die Familie, die ist ziemlich geschockt, weh?
31:57Ja.
32:00Verbinden Sie mich nochmal mit Flossmann vom Rauschgiftdezernat.
32:05Detmers.
32:06Hinter irgendwas ist er her.
32:09Bitten Sie ihn, dass er mich anruft, wenn er zurückkommt.
32:11Danke.
32:11Und Frau Detmers, von der wissen wir bisher so gut wie gar nichts.
32:19Wo bleibt ihr denn?
32:24Schon vor einer halben Stunde, habe ich gesagt, aufstehen.
32:28In zwei Minuten seid ihr da.
32:30Verstanden?
32:37Guten Morgen.
32:38Was ist los?
32:39Es gibt keinen guten Morgen, und es wird wahrscheinlich nie wieder einen guten Morgen geben.
32:43Was soll ich denn sagen?
32:43Gar nichts, am besten gar nichts mehr.
32:45Wo bleibt deine Schwester?
32:47Liegt sie noch im Bett?
32:47Ich weiß es nicht.
32:48Dann sie nach.
32:49Und wenn sie noch im Bett liegt, dann hol sie raus.
32:55Detmers, bitte?
32:56Yes, Derek.
32:56Guten Morgen, Herr Detmers.
32:57Ja, ich habe eine Frage.
33:01In welchem Sanatorium befindet sich Ihre Frau?
33:03Eine Frau?
33:05Warum fragen Sie?
33:06Wir fragen rein routinemäßig.
33:10Wo ist das?
33:13Aha.
33:15Also eine Nervenheilanstalt.
33:16Sie ist nicht verrückt.
33:20Entschuldigen Sie, wenn ich diesen Ausdruck gebrauche.
33:23Sie ist krank.
33:24Ein Mensch, der sein Gleichgewicht verloren hat.
33:27Wir wollen Sie gerade besuchen, die Kinder und ich.
33:28Es ist Samstag und jeden Samstag besuchen wir Sie.
33:32Sie wollen doch nicht etwa was von ihr.
33:36Das wäre, wenn sie erfährt, was mit Bertolt passiert ist, das würde sie umbringen.
33:41Wenn sie nach ihm fragt, würde ich sagen, dass er auf einer Auslandsreise ist.
33:47Vielleicht können wir ihn so aus Ihrem Leben, aus unserem Leben entfernen.
33:55Machen Sie sich keine Sorge.
33:57Merkwürdig.
34:02Ich habe nur eine Nervenheilanstalt mitbekommen.
34:06Übrigens, hier ist der Obduktionsbefund.
34:10Du ziehst ein weißes Hemd an und eine andere Hose.
34:13Und warum bist du nicht gekämmt?
34:15Reg dich nicht auf.
34:16Ich bestimme, wie du deiner Mutter vor die Augen kommst.
34:19Das mache ich nicht mehr mit, diese verdammte Lüge.
34:21Diesen ständigen Betrug.
34:22Einmal muss der ganze Schwindel sowieso aufplatzen.
34:27Wie siehst du denn aus?
34:30Es ist Samstag.
34:31In einer halben Stunde müssen wir gehen.
34:33Da.
34:34Das siehst du an.
34:36Und das.
34:37Das hat deine Mutter besonders gern.
34:39So möchte sie dich sehen.
34:40Darin gefällst du ihr.
34:42Das weißt du doch.
34:43Willst du nicht endlich anfangen?
34:52Anita, bitte.
34:55Wir wollen deiner Mutter das Bild bieten, das sie erwartet.
35:00Dafür müsst ihr doch Verständnis haben.
35:02Ja, aber Sie werden verstehen, dass ich über meine Patienten keine Auskünfte erteilen kann.
35:20Wir haben in diesem Fall eine besondere Situation, Herr Doktor.
35:24Der Sohn Ihrer Patientin, Frau Detmers, ist vorgestern ermordet worden.
35:28Und in diesem Zusammenhang frage ich, ob die psychische Erkrankung Ihrer Patientin vielleicht mit der Familie zu tun hat.
35:34Ihr Sohn wurde ermordet?
35:39Nein, tut mir leid.
35:40Auch das ändert nichts.
35:43Hören Sie, die meisten psychischen Erkrankungen haben mit der Familie zu tun.
35:47Ja.
35:48Ja.
35:49Mehr kann ich Ihnen dazu nicht sagen.
35:50Dieses Affentheater.
35:56Wie lange sollen wir das noch weiterspielen?
35:59Ist ja schon gut.
36:01Ich gehe nicht hinein, wenn ihr ihr nicht zeigt, was sie sehen will.
36:07Ich sag ja, es ist gut.
36:20Guten Morgen, Mama.
36:26Guten Morgen, Mama.
36:42Da sind wir.
36:47Da sind die Kinder.
36:50Hallo, Mama.
36:53Wie geht's?
36:57Mama.
37:02Komm, setz dich.
37:11So, ja.
37:13So.
37:14Sieh uns nur an, Mama.
37:22Uns geht es gut.
37:24Auch zu Hause läuft alles.
37:26Natürlich nicht so, wie wenn du da wärst und alles in der Hand hättest.
37:33Rudolf hat großen Erfolg.
37:35Er hat den Auftrag für ein Plakat.
37:37Ein städtischer Auftrag.
37:38Für eine Blumenschau.
37:43Und Anita steht vor ihrem ersten Konzert.
37:49Und man rechnet mit ihrem Durchbruch.
37:54Von da an wird sie dazugehören.
37:58Zu denen, die es geschafft haben.
37:59Der hat was, bitte.
38:12Wer ist da?
38:14Koba?
38:16Moment.
38:16Äh, lasst mich allein und macht die Tür zu.
38:19Koba.
38:20Ja, ja, ich kenne ihren Namen.
38:22Ich kenne sie.
38:23Äh, sie rufen mich an.
38:24Hören Sie mal.
38:25Ich werde damit was in Verbindung gebracht.
38:30Ich soll ihren Sohn umgebracht haben.
38:32Ja.
38:34Was wollen Sie?
38:35Ich muss mich mit Ihnen treffen.
38:38Aber ich schlage Ihnen den Schädel ein, wenn Sie die Polizei mitbringen.
38:40Sagen Sie nur, wo.
38:42Ich komme.
38:44Ja?
38:45Ja?
38:47Ja.
38:53Ruhe Gott!
38:55Anita!
39:07Herr Dredmess, ich danke.
39:10Da kommen Sie herein, Herr Dredmess.
39:11Die nicht stören.
39:12Aber nein.
39:13Guten Tag, Herr Dredmess.
39:14Leider gibt es bei uns nichts Neues.
39:17Ich habe in der Anstalt angerufen.
39:19Ich weiß, ich weiß.
39:20Sie wollten wissen, welche Art die Krankheit meiner Frau ist.
39:24Nun, wir haben alle in Ihrer Familie befragt, bis auf Ihre Frau.
39:31Bitte.
39:33Ich kann mir ja Ihren Gedankengang schon vorstellen.
39:36hat die Krankheit meiner Frau mit Bertolt zu tun.
39:44Natürlich hat sie mit ihm zu tun.
39:46Der Junge hat sich von einem bestimmten Zeitpunkt an von uns weg entwickelt, bis wir ihn überhaupt nicht mehr verstanden haben.
39:58Und meine Frau fragt immer, hat er denn überhaupt kein Herz?
40:02Und ich habe mich auch gefragt, gibt es einen jungen Menschen, der so beziehungslos ist, so kalt, bei dem alles fehlt, was einen Menschen doch eigentlich ausmacht?
40:16Und hat meine Frau ein solches Wesen auf die Welt gebracht?
40:26Aber es gibt doch Menschen, bei denen Mitgefühl, Liebe, Gemeinschaftsgefühl weniger stark ausgeprägt sind.
40:32Ja, aber wenn es überhaupt nicht vorhanden ist, wie ein Organ, das nicht gewachsen ist!
40:36Sie meinen, das ist der Grund für die Depression Ihrer Frau?
40:40Ja, für Ihre Depression und für meine.
40:47Aber gekommen bin ich, um Ihnen etwas ganz anderes zu sagen.
40:50Kurba hat mich angerufen.
40:52Er will sich mit mir treffen.
40:52Da hat er sich was ausgesucht.
41:16Im Dunkeln kennen die sich aus.
41:19Halle C, das ist doch Halle C.
41:21Ja, da drüben. Sie können die Beschriftung sehen.
41:25Was soll ich machen?
41:27Ich muss da rüber.
41:28Er hat von mir verlangt, dass ich langsam durch die Halle gehe und dann kommt er aus dem Dunkeln auf mich zu.
41:33Er darf Sie nicht sehen.
41:35Sie bleiben hier stehen, Sie gehen keinen Schritt.
41:41Da war ihr 17.
41:45Richtig, Ende.
41:48Die Freundin von Kober hat unsere Leute abgehängt.
41:51Am Schaltplatz.
41:53Ziemlich in der Nähe, passt alles zusammen.
41:55Entschuldigen Sie, aber er hat ausdrücklich von mir verlangt, dass ich allein komme.
42:00Er würde mir sonst den Schädel einschlagen.
42:03Was mich nicht aufregt, das nun wirklich nicht.
42:06Herr Detmers, wir dürfen Sie nicht in Gefahr bringen.
42:08Ich habe keine Angst.
42:10Gut.
42:10Und trotzdem machen wir es anders.
42:16So, das ist Herr Hildebrand.
42:19Können wir bitte Ihren Mantel haben?
42:21Und Ihren Hut.
42:34Ach so.
42:36Missverstehen Sie mich hier nicht, aber ich will einfach, dass dieser Mann gefasst wird
42:40und dass wir über ihn herankommen an die Leute, mit denen mein Sohn zu tun hat.
42:43Es ist soweit.
42:46Also, alles wie besprochen.
42:54Ja, alles klar.
42:56Sag Bescheid, er kommt jetzt.
43:03Er geht los.
43:04Er geht los.
43:34Stopp.
43:48Zeigen Sie mir Ihr Gesicht.
43:55Bleiben Sie stehen.
43:56Nehmen Sie die Hände hoch.
44:04Was wollen Sie überhaupt von mir?
44:20Was wollen Sie von ihm?
44:25Sie haben ihn.
44:26Das hat Sie vorhin ganz schön mitgenommen.
44:42Geht es Ihnen jetzt besser?
44:44Ja, schon gut.
44:46Machen Sie sich keine Sorgen.
44:47Sie sind ja schon fast sowas wie meine Krankenschwester.
44:53Soll ich Sie nicht doch zum Arzt fahren?
44:58Nein, nein.
44:59Der Arzt kann mir doch nicht helfen.
45:01Fangen Sie mal zu.
45:05Bringen Sie mich nach...
45:07in meine Wohnung.
45:09Was wollen Sie von mir hören?
45:13Warum ich so versessen drauf war, Detmers zu treffen?
45:15Sie sind gut.
45:17Von Ihnen habe ich es doch gehört.
45:18Das ist Ihr Mund.
45:19Dass Sie mir versuchen, Mord anzuhängen.
45:21Ich soll den Jungen Detmers umgebracht haben.
45:25Dass das kompletter Quatsch ist.
45:26Dass ich damit absolut nichts zu tun habe.
45:28Das wollte ich beweisen.
45:29Das musste ich klar machen.
45:31Warum sind Sie da nicht einfach gleich zur Polizei?
45:35Zu Ihnen etwa?
45:37Und ausgerechnet Sie hätten mir geglaubt.
45:40Für mich gab es nur eine einzige Chance.
45:42Den richtigen Mörder ausfindig zu machen.
45:44Ja, zugegeben.
45:45Das wäre eine Möglichkeit.
45:47Gut, unterstellen wir einmal, Sie möchten beweisen.
45:49Ich muss es.
45:49Also, Sie müssen beweisen,
45:51dass Sie mit dem Mord an dem Jungen Detmers nichts zu tun haben.
45:54Wieso wollen Sie sich deshalb mit seinem Vater treffen?
45:59Berthold, sein Sohn, hat mir mal gesagt,
46:02wenn mir irgendwann was passiert,
46:04geh zu meinem Vater.
46:06Ich bin sicher, der kennt den Mörder.
46:09Genau das hat er gesagt.
46:10Ob Sie es mir glauben oder nicht.
46:11Genau das waren seine Worte.
46:14Deshalb wollte ich Detmers treffen.
46:16Um ihn zu fragen, ob es richtig ist.
46:18Ob er was weiß.
46:19Da staunen Sie, was?
46:22Ich höre nur zu.
46:24Sie sind zweimal vorbestraft.
46:26Handel und Drogen.
46:28Drogenhandel.
46:29Was für ein großes Wort.
46:30Ich habe ein bisschen gedealt.
46:32Meiner Freundin wegen, die das Zeug braucht.
46:35Aber wie soll man den Stoff bezahlen,
46:36wenn man sich nicht da selbst betätigt?
46:38Minimal betätigt.
46:40Mal hier, mal da.
46:43Und Detmers, Berthold Detmers?
46:47Der war die große Nummer.
46:48Von ihm habe ich es noch bekommen,
46:49wenn ich was brauchte.
46:51Den großen Laden hatte der.
46:52Die Beziehung überall hin.
46:54Österreich, Frankreich, Schweiz.
46:57Bis in die Türkei.
46:57Gegen den bin ich ein ganz kleiner Fisch.
47:02Wo waren Sie am Donnerstagabend gegen 10 Uhr?
47:05War vor drei Tagen.
47:08Harry, zurück.
47:09Noch nicht?
47:11Soll ich versuchen, ihn zu erreichen?
47:13Nein, nein.
47:13Schon gut.
47:14Das ist ja Hannewald.
47:16Er will nur mit Ihnen sprechen.
47:18Er wartet schon über eine Stunde.
47:19Kann jetzt nicht.
47:20Also, wo waren Sie?
47:31Wo ich war?
47:34Glauben Sie mir, wenn ich sage, zu Hause?
47:36Bei meiner Freundin?
47:38Sie kann es beschwören.
47:39Meine Freundin kennt Sie ja.
47:40Allerdings.
47:40Sie wird gerade im Augenblick zwei Türen weiter genauso verhört wie Sie.
47:45Würden Sie es für ein gutes Alibi halten?
47:47Ich meine, dass ich in Ihrer Wohnung war?
47:52Für kein sehr Gutes.
48:04Zugegeben, es wird mir immer schwerer, in meine Wohnung zu kommen.
48:10Der Körper hat da etwas eher begriffen als der Verstand.
48:16Aber danke.
48:17Ich schaffe es schon.
48:18Nein, nein.
48:19Kommen Sie.
48:19Ich lasse mal Zeit.
48:20Kommen Sie.
48:28Schönen Dank nochmal.
48:29Bitte.
48:34Rudolf?
48:37Anita?
48:37Anita?
48:37Anita?
48:47Äh.
48:48Ah.
48:49Ah.
48:58Ah.
48:59Ah.
48:59Ah.
49:06Ah.
49:08Ah.
49:11Oh, oh, oh.
49:15Oh.
49:18Oh.
49:20Oh.
49:23Oh.
49:26Oh.
49:31Oh.
49:35Was ist denn mit Ihnen?
49:40Was ist denn mit Ihnen?
49:42Komm, Sie.
49:44Bitte.
49:46Bitte.
50:02Wir haben einfach nichts.
50:05Nichts aufgetrieben.
50:10Die Wahrheit.
50:14Na, wenn Sie wüssten, was auf dem Stuhl da alles schon zusammengelogen wurde.
50:20Also, ich war an diesem Donnerstagabend mit Bertolt verabredet.
50:24Aber er kam nicht.
50:26Da habe ich ihn angerufen.
50:28Er sagte, ich bin gleich da, in einer Minute fahre ich los.
50:30Aber er ist nicht gekommen.
50:32Sie haben sicher oft erlebt, wie einer fast krepiert, wenn er keinen Stoff hat.
50:36Meine Freundin war auf dem Weg in die Hölle.
50:38So fühlte sie sich jedenfalls.
50:40Und rief bei Bertolt an.
50:42Aber da waren Sie im Apparat und sagten ihr, dass man ihn überfahren hat.
50:47Können Sie sich vorstellen, was in mir los war?
50:50Ich habe sofort seinen Vater angerufen.
50:52Und?
50:53Was hat Detmers gesagt?
50:55Nichts.
50:57Kein Wort.
50:58Jedenfalls zuerst.
50:59Dann wollte er wissen, wo es passiert ist.
51:02Ich sagte ihm vor seinem Haus.
51:04Er sagte, dann fahre ich sofort hin.
51:07Heili, erinnerst du Herrn Dereck daran, dass hier immer noch jemand auf ihn wartet?
51:15Hanewald heiße ich.
51:16Herbert Hanewald.
51:17Ich möchte eine Aussage machen.
51:18Ich denke dann.
51:23Vernehmung zu Ende?
51:25Ja, zu Ende.
51:33Aber wissen wollen Sie doch noch was.
51:36Ja.
51:37Stefan?
51:48Sagen Sie, Ihr ganz persönlicher Eindruck von Bertolt Detmers?
51:52Wie war der?
51:53Spricht das noch eine Rolle?
51:55Ich kenne ihn ja nur tot.
51:57Bis auf ein paar Fotos.
51:58Und da sieht man einen sehr netten jungen Mann.
52:01Dem die Welt gehört, nicht?
52:03Sie gehört ihm ja auch.
52:05Der hatte doch alles.
52:06Aber Herz, wie man so schön sagt, Herz oder Gefühl hat er nicht gehabt.
52:11Eiskalter Hund war das.
52:12Der nur an sich selber gedacht hat.
52:14Der wäre über Leichen gegangen.
52:16Das hat er sogar ziemlich sicher getan.
52:19Und Sie machen es auch, Cora.
52:22Über 10.000 bei uns sind drogenabhängig.
52:25Spritzen, schlucken, was Sie gerade kriegen.
52:27Jeder Stoff ist Ihnen recht.
52:28Sie gehen dafür auf den Strich, klauen und brechen ein.
52:31Und ihr?
52:32Ihr macht die große Kohle bei Ihnen, nicht wahr?
52:35Kein Dealer, der selber an der Nadel hängt.
52:37Ihr kassiert bloß ab.
52:39Über 400 Tote allein im letzten Jahr.
52:4214, 15 Jahre darunter.
52:44Was haben Sie ihm gesagt?
52:46Ich betätige mich nur minimal.
52:48Hier mal und da mal.
52:50Als potenzieller Mörder.
52:52Als Massenmörder auf Zeit.
52:57Bringen Sie ihn weg.
53:09Sag mal, so kenne ich dich ja gar nicht.
53:11Shit, gehen wir nach Hause.
53:14Gibt es was Neues?
53:16Ich glaube schon.
53:17Und zwar geht es um das, was du dem Kober gerade gesagt hast.
53:20Die beiden Kinder von Detmers sind drogenabhängig.
53:24Was?
53:30Wir sind in einer schlimmen Verfassung.
53:32Und jetzt ist mir auch klar, warum der Detmers mich nie in seine Wohnung lassen wollte.
53:36Moment mal.
53:39Moment mal, das wäre ja...
53:41Was meinst du?
53:42Der Derrick.
53:44Was? Was gibt es denn?
53:45Der Mann, der vorhin stundenlang auf Sie gewartet hat.
53:47Vor einer halben Stunde ist er gegangen.
53:49Hier ist seine Adresse.
53:51Was ist der Geschafft-Klubber da?
53:52Gibt es den Berger morgen?
53:53Nein, warte mal, warte mal.
53:54Ich habe hier einen Straßennamen.
53:56Sprollstraße 35.
53:57Da wohnen doch auch die Detmers.
53:59Da merkwürdig, nicht?
54:00Es ist jetzt ein bisschen spät, um noch da vorbeizufahren.
54:02Außerdem bin ich zu müde.
54:03Gute Nacht.
54:04Gute Nacht.
54:05Morgen fahren wir das erste zu Detmers.
54:06Dann ist es ein Aufwaschen.
54:09Plötzlich hat es mir gestern Nacht einfach stunken.
54:11Und dann bin ich abgehauen.
54:12Sie entschuldigen schon.
54:13Nein, ich muss mich bei Ihnen entschuldigen.
54:15Aber jetzt sind wir ja da.
54:16Sie sind der Hausmeister hier, nicht?
54:17Ja.
54:18Eigentlich sind ja die Detmers ganz nette Leute.
54:20Warne es jedenfalls.
54:22Ich will Ihnen ja nichts anhängen.
54:24Aber schließlich ist ja Mord, Mord.
54:26Und wenn mein Verdacht stimmt und die Belohnung.
54:32Das da ist jetzt die Garage vom Herrn Detmers.
54:35Das Schloss ist kaputt und niemand richtet es.
54:37Aber der Hof, der wird ja jeden Abend abgesperrt.
54:40Machen Sie bitte mal auf, Herr Hanewald.
54:42Ja, ja, bitte.
54:56Wenn Sie zu Detmers rauf wollen, der ist heute Morgen weggefahren.
55:10Der hat sich eine Taxi kommen lassen.
55:12Ich fragte noch, warum fahren Sie denn mit einer Taxi, Herr Detmers?
55:16Wissen Sie zufällig, wohin er gefahren ist?
55:18Nein.
55:19Na, wohin schon, habe ich.
55:26Herr Detmers.
55:27Herr Detmers.
55:30Herr Detmers, wir haben Ihren Wagen untersucht.
55:56Das ist der Wagen, mit dem Ihr Sohn getötet wurde.
56:00Wer hat ihn gefahren?
56:02Sie haben die Frage schon verstanden.
56:06Nachdem da in der Zeitung, habe ich gewusst,
56:10dass Sie das Auto finden würden und dass Sie kommen.
56:14Aber vorher wollte ich noch mal meine Frau sehen.
56:17Ich habe ihr gesagt, dass ich, äh, mein Arzt würde verlangen, dass ich in ein Sanatorium muss.
56:27Und stellen Sie sich vor. Sie hat es mir geglaubt.
56:31Das ist aber keine Antwort auf unsere Frage.
56:34Herr Detmers, von wem haben Ihre Kinder die Drogen bekommen?
56:40Von ihm? Von meinem Sohn?
56:43Und er hat es seiner Schwester und seinem Bruder das Zeugs gegeben?
56:46Er gab es Ihnen nicht. Er hat es Ihnen verkauft.
56:58Das ist ein Schatz.
57:00Ich habe mein SelbstversChief.
57:02Das war's für ein Schatz.
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