00:00Altbundespräsident Heinz Fischer ist empört über das Vorgehen von Israels Ministerpräsident Netanyahu im Gaza-Streifen
00:07und fordert die österreichische Bundesregierung auf, Stellung dagegen zu beziehen.
00:12Nicht geringer ist meine Sorge und teilweise auch meine Empörung,
00:19in welcher Weise ein Ministerpräsident Netanyahu mit seinem sogenannten Kriegskabinett,
00:26wie er es sich selber nennt, aus rechtsextremen, ihren Zionismus vor sich her tragenden Regierungsmitgliedern
00:39den Krieg gegen die Bevölkerung des Gaza-Streifen führt.
00:44Das ist entsetzlich.
00:46Und es ist umso schlimmer, als wir ja ganz, ganz positiv eingestellt sind zum Kampf gegen Antisemitismus
00:59und würdigen die Leiden, die das jüdische Volk auch im 20. Jahrhundert tragen musste
01:12und welche Schwierigkeiten es gegeben hat und Holocaust, Stichwort.
01:17Aber das alles rechtfertigt nicht, dass man jetzt so mit Menschen, Frauen, Kindern umgeht,
01:26wie das dort der Fall ist und sich auch nicht nur über Menschenrechte,
01:31sondern auch über das internationale Völkerrecht hinweg setzt.
01:35Der Herr Putin hat nicht die Grenze zu einem Nachbarland zu überschreiten mit Militärgewalt.
01:43Und Israel hat nicht die Grenze des Staates Israel, der anerkannt ist,
01:50nämlich von der überwältigenden Zahl von ULU-Mitgliedern, einfach beiseite schieben
01:58und versuchen hunderttausende Menschen zur Flucht zu zwingen,
02:04nachdem schon zwischen 40.000 und 50.000 Menschen, darunter viele Frauen und Kinder, getötet wurden.
02:14Und jedes einzelne Kind, das im Gazastreifen stirbt oder verhungert
02:20oder auf andere Weise lebenslang geschädigt wird, ist genau eines zu viel.
02:27Und dafür möchte ich wirklich Bewusstsein wecken, dass wir da nicht wegschauen dürfen.
02:34Wir dürfen bei anderen Dingen nicht wegschauen, natürlich nicht,
02:37aber wir dürfen auch bei diesen Ereignissen nicht stumm sein und nicht wegschauen.
02:46Das ist mir ganz ernst.
02:48Man dürfe etwa bei Taten, die unter dem Verdacht von Kriegsverbrechen stehen, nicht schweigen, so Fischer.
02:53Und natürlich muss Österreich in zunehmendem Maße hier seine Stimme auch erheben,
03:01weil wir ja auch in anderen Fällen und bei anderen Grenzverletzungen und bei anderen Taten,
03:10die unter Verdacht stehen, Kriegsverbrechen zu sein, auch nicht schweigen.
03:19Und daher erwarte ich mir auch von der österreichischen Regierung, dass sie diese Dinge aufmerksam verfolgt
03:26und dann Stellung nimmt.
03:29Und das stärkste Motiv, warum man das tun muss, neben der Wahrung der Menschenrechte ist,
03:35dass genau durch das, was jetzt Netanyahu und andere machen, der Antisemitismus nicht verringert,
03:42sondern vergrößert wird und gestärkt wird. Und dem muss ein Riegel vorgeschoben werden.
03:49Zurückhaltend äußert sich Fischer auf die Frage, ob Österreich im Lichte des israelischen Vorgehens
03:54ähnlich wie bereits einige EU-Partner den Staat Palästina anerkennen soll.
03:59Also ich glaube, stillschweigen und diese Ereignisse ignorieren, das geht nicht.
04:08Mir ist natürlich bewusst, dass Österreich mit Recht sehr sensibel und sorgfältig in seinen Beziehungen zu Israel agiert.
04:21Ich selbst habe als junger Mensch mich wirklich auch begeistert für Pionierleistungen, die dort erbracht wurden.
04:30Ich habe einige Wochen in einem Kibbutz in Israel, in Sarit, gearbeitet und sehr gute Eindrücke gehabt.
04:38Ich war mit Shimon Peres und anderen großartigen Politikern und Zivilpersonen in Israel, solange sie gelebt haben, gut befreundet.
04:52Also ich habe keinerlei Probleme mit Freundschaft mit Israel und Israelis.
05:02Aber das, was sich vor unseren Augen abspielt, das geht nicht.
05:07Es geht nicht.
05:09Und daher ist der
05:10塵, wo man den
05:11letzter Punkt
05:11Agent inisterung in
05:16es
05:29klar ist, dass
05:31crowded
Kommentare