00:00Es muss ja nicht das Letzte sein.
00:15Also, Marc Felderhof, das ist schon Familie mittlerweile und vor allem
00:29mit euch.
00:30Es ist einfach schön hier zu sein und gerade heute war künstlerisch ein unglaubliches
00:36Spektrum, was noch nie da gewesen ist und ich bin beeindruckt.
00:40Spargel, isst du gerne Spargel?
00:42Das ist die Zeit, auf die ich so lange hinfasste, wobei Spargel eigentlich eine, ich sage jetzt
00:48mal, kulinarisch und kalorienmäßig nicht die obergroße Speise ist, aber der Spargel vor
00:54allem hier, ich habe eins für mich immer gesagt seit Jahren, dass der erste Spargel, den
01:00ich esse, muss hier sein.
01:01Dann ist Spargelzeit, ich esse so gern Spargel, die sind jetzt die nächsten Wochen, aber der
01:06erste Spargel muss hier sein.
01:07Warum?
01:08Weil er der Beste ist.
01:09Absolut.
01:10Und das ist Garant dafür, für einen Spargel.
01:12Jetzt wollen wir natürlich auch wissen, wie geht es bei dir weiter, da tut sich einiges,
01:16Spargelzeit?
01:17Nach meinen Elftoten als Skarpier, den der Skarpier verdient hat.
01:23Wie stirbt man sich so als Skarpier?
01:26Mir stirbt es sich schmerzhaft.
01:28Man wird dann von der Tosca öfters erstochen, von vorne und hinten, damit es wirklich auch
01:34passt.
01:35Und dann hat man es aber zum Glück am Ende der zweiten Aktie schon geschafft, im dritten Akt
01:38darf man schon sein Bier trinken.
01:40Und jetzt darf ich mal zur Abwechslung nach dem Kasper, nach dem Tellramund, nach dem Skarpier
01:46mal ein guter Helden-Bariton sein.
01:49Und zwar der Germont.
01:52Georges Germont, der Vater von Alfredo Germont.
01:55Der liebevolle Vater, der quasi diese Tragödie doch in die Wege leitet, weil er für die zweite
02:02Tochter dieses Liebesglück von Alfredo und Traviata stoppen muss, um die zweite Tochter
02:09zur Hochzeit zu bringen.
02:11Das ist toll.
02:13Wunderbar.
02:14Wunderbare Pelcanto-Linien und vor allem mit einer erstklassigen Besetzung.
02:18Und ein unglaubliches Bühnebild.
02:20Ich bin ja ein bekennender Manfred Waber-Fan.
02:23Der Manfred Waber, mein Entdecker.
02:262006.
02:27Papageno, Zauberflöte.
02:28Seitdem ein großer Wegbegleiter.
02:30Hat jetzt in diesem neuen Festival mich jetzt wieder gerufen.
02:34Und ja, also es wird einfach wunderbar sein, diese Rolle zu verkörpern und mal wunderschöne
02:41große Pelcanto-Bögen zu machen mit einer unglaublich internationalen Besetzung.
02:44In der Rolle musst du nicht sterben, gell?
02:46Das ist eigentlich jetzt wirklich...
02:47Bei Tosca, die haben eine ziemliche Ausfallsrate, gell?
02:50Ja, ja, aber du hast recht.
02:51Nach dem Kasper, nach dem Tel Ramon, es ist eine Rolle, die ich nicht sterben muss.
02:55Ist ungewohnt.
02:56Ungewohnt.
02:57Ungewohnt.
02:58Nicht zu sterben.
02:59Aber ich werde es genießen, hoffentlich.
03:01Das heißt, wenn man nicht das ganze Blut...
03:03Wissen Sie, wenn man stirbt auf der Bühne?
03:05Das klingt immer so spektakulär, auch für das Karma.
03:09Aber wenn man stirbt, hat man meistens eine Blutkapsel irgendwo.
03:12Das heißt, hier ist es hier.
03:14Und das wegzuwaschen, liebes Publikum, ist nicht so einfach.
03:19Ich brauchte immer ewig lang, das wegzuwischen.
03:21Und meine Hände sind meistens noch bummvoll.
03:23Tagelang mit diesem viel Blut.
03:26Ich genieße es mal.
03:27Und meine Tochter, meine liebe Tochter,
03:29die findet es nicht alles sehr humorvoll, wenn nicht der Papa ständig stirbt.
03:32Aber ja, es gehört dazu.
03:35Das heißt, du bleibst der Tosca treu?
03:39Unbedingt.
03:40Zumindest im Stück der Tosca selbst nicht.
03:42Ich darf jetzt schon mal sagen, dass ich schon weitere Angebote für die Tosca,
03:45für den Skarpia am Tisch habe.
03:47Was mich sehr freut, weil diese Oper ist nun mal einer der Top 3 Opern der Welt.
03:51Und es ist auch nicht die leichteste Rolle, möchte ich mal so sagen.
03:55Also ich bin froh, dieses Debüt in meinem geliebten Baden zu machen.
04:00Also ich, so schön bei Wien, so viele Freunde waren da und Bekannte.
04:04Und jetzt, nach diesem großen Erfolg, den ich so dankbar bin.
04:09Vielen Dank, liebes Publikum.
04:11Der Erfolg liegt ganz alleine bei Ihnen.
04:13Naja...
04:15Jetzt...
04:16Man bekommt da die Resonanz.
04:17Das Publikum ist immer ehrlich.
04:18Das Publikum ist immer ehrlich und das schaue ich auch gar nicht, weil ich weiß es.
04:22Ich bin ehrlich auf der Bühne.
04:23Ich gebe alles, was ich kann.
04:24Hoffe, dass es reicht natürlich.
04:25Keine Frage.
04:26Aber jetzt mit diesem Debüt ist es schön, jetzt in die Welt hinauszugehen und das noch
04:33viel öfters zu machen und vor allem auch wieder hier in Wien machen zu dürfen.
04:38Herrliches.
04:39Ja.
04:40Wir freuen uns, wenn wir dich sehen dürfen.
04:42Ich freue mich auch wahnsinnig.
04:43Und im Sommer, bitte, kommt's.
04:45Ab Juli spielen wir drei Wochen im wunderschönen Eislauchverein.
04:50Also zwischen Konzerthaus und Intercontinental.
04:53Und seht eine atemberaubende Kulisse, die der Manfred Waber zaubern wird.
04:59Es gibt, wie ihr vorher schon interviewt habt, Projektionen auf das Konzerthaus.
05:04Der Manfred lässt immer die Technikur mitspielen.
05:09Und es gibt eine unglaubliche Kulisse und wir werden alles geben, was wir können.
05:14Wunderbar.
05:15Und das gleiche in meinem Konzerthaus.
05:17Das ist ein heiliger Platz.
05:19Absolut, absolut.
05:20Es ist wunderbar.
05:21Es ist schön, dass wir dich wieder träufen durften.
05:24Übrigens noch einmal Gratulation zu der Aufführung von, nicht Wagner, sondern von Strauss,
05:30von Richard Strauss.
05:31Der Abend war genial.
05:32Das war so ein Herzensprojekt für mich, weil der Richard Strauss ist für mich einfach
05:36einer der ganz großen Wien neben Wagner.
05:39Und diese Literatur hier in Wien, in meinen geliebten Wien zu geben, war einfach sensationell.
05:45Dieser warme, wunderbare Applaus des Abends, das habe ich noch in meinem Herzen heute drinnen.
05:50Hat sich wunderbar auch in diesen Saal, in diesen wunderschönen Heren gegründet.
05:53Ach, das ist für mich der kleine, der kleine, der kleine große Musikvereinsaal im dritten Bezirk.
05:59Das ist so schön, herrlich.
06:01Gleiche Architekt, gleiche Architekt.
06:03Und das ist einfach unglaublich in diesen heiligen Hallen mit euch diesen Abend zu bestreiten.
06:07Und das Publikum, das war ja fast familiär dort.
06:10Das ist so die Nähe auch.
06:12Es ist wirklich so schön, dass du das ansprichst.
06:14Es ist mittlerweile so schön, dass wir einen Freundeskreis und Fankreis gegründet haben,
06:19die einfach total hinter einem stehen.
06:21Absolut.
06:22Und wenn wir vor diesen Menschen, die einen anschauen, mitfiebern und tun und einem das Beste wünschen,
06:29also ein besseres Publikum kann man sich wünschen, das einem zu höchst Formen bringt.
06:34Absolut.
06:35Danke.
06:36Wunderbar.
06:37Wir freuen uns, wenn wir dich wieder auf der Bühne sehen.
06:39Vielen Dank.
06:40Danke sehr.
06:41Danke.
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