00:00Aber bevor wir hier weiterreden, worum geht's bei diesem Job eigentlich?
00:04It's for duck protection! Stupid! Worldwide!
00:08Verfiel der beste urplötzlich und leicht aufbrausend in einem deutsch-englisches Kauderwelsch.
00:14Diese Tiere zu schützen, deren Lippen als gebackene Delikatesse und besondere Spezialität angepriesen.
00:30Yeah!
00:34All I want is...
00:36Yeah!
00:40Zuerst einmal, wunderbare Stimme!
00:42Dankeschön!
00:43Wunderbar!
00:44Das gelernt oder autodidakt?
00:46Nein, einfach schon. Also ich komme aus einer Musikerfamilie, aber ich habe keinen Gesangsunterricht, sondern es ist einfach autodidakt.
00:52Und die Musik, liegt das so im Herzen?
00:55Bitte?
00:56Die Musik liegt so im Herzen?
00:57Ja, auf jeden Fall. Verschiedenste Musikrichtungen, wir sind ja auch normalerweise mit einer Band unterwegs, aber in dem Rahmen ist das natürlich etwas ganz anderes.
01:06Das Lesen ist, glaube ich, gar nicht so einfach. Also Lesen ist einfach, aber in dem Fall ist es gar nicht so einfach.
01:12Überhaupt nicht, weil der Tonier hat natürlich auch bestimmte Ansprüche an die Rollen und ich bin ja keine Schauspielerin, aber es macht auf jeden Fall sehr viel Spaß.
01:20Wobei, das macht schon ganz was her, wenn ab und zu einmal etwas nicht ganz passt und man nachfragen muss, das kommt schon sehr gut.
01:26Na fein, da freue ich mich.
01:28... Haushaltsmengen mit sich führen.
01:30Bei der Selbstsuche ich sehe, der unfolgenden Ausmessleistungsaufforderung meiner Kollegin umgehend nachzukommen.
01:37Sprach ich den Kamarok-Piloten überaus freundlicher.
01:43Na, mal zu mitschreiben für mich.
01:45Was wolltest zwar von mir?
01:47Entgegnete der kleinen Büchsige, welcher gekleidet war, ein Gelegenheits-Zuhälter in den 1980er-Jahren.
01:56Jeans- und Jeansweste gewandet, beugte eine angekettete, überdimensionale Brieftasche einen seiner hinteren Hosensäcke ziemlich aus.
02:07Die letzten Reste einer wahrscheinlich vor Jahren recht prächtigen Haarnähne hat er zu einem erbärmlichen Rostschwein zusammengebunden.
02:18Den an sich Leptosomenkörper zierte ein beträchtliches Gartkotbäucherl, was wiederum auf jahrzehntelange ungesunde Nahrungstiefe verschlissen ist.
02:29Ich war gerade noch damit beschäftigt, mir den Burschen ein klein wenig näher einzuprägen, als er mich plötzlich und ohne Vorwarnung anherrscht.
02:40Wenn du deppert bist, dann blase ich dir bei meinem Händlpuder auch einen Loch ins Schädel, dass du nur so schaust, du Pfoge!
02:48Anschließend versuchte er umständlich einen kleinen Revolver aus der Innentasche seines Jeansjägers hervorzuholen.
02:56Wie hat es dir gefallen?
02:58Voll schön.
03:00Er war jetzt schon das dritte Mal zu Gast bei uns und es ist immer wieder total schön.
03:04Ich mag total deine Stimme.
03:06Ich stehe total und auch vom Ton her, das Gitarrenspiel finde ich total sensationell.
03:11Das Buch ist nicht jedermanns Sache, aber ich finde es absolut spannend.
03:16Es ist einmal ein bisschen was anderes und es bringt Leben ins Haus.
03:19Und das ist das Schöne und deswegen veranstalten wir immer wieder Veranstaltungen hier und es ist immer wieder schön.
03:25Absolut und das lockert so dazwischen ein bisschen auf.
03:27Zuerst der Dialog, nein es ist eigentlich kein Dialog.
03:31Ja doch, ein Dialog und dann die Musik dazwischen, das gibt schon was her.
03:36Wunderbar. Wann sehen wir sowas wieder?
03:40Wann das nächste Buch erscheint?
03:42Ich glaube er ist schon am Schreiben vom vierten.
03:44Werden wir dann fragen.
03:46Was tut sich bei dir, also da im Haus als nächstes?
03:48Es sind alle möglichen Veranstaltungen.
03:50Als nächstes haben wir wieder ein Cembe-Werkshop.
03:53Dann machen wir Wünschlrouten wandern, machen wir wieder im Garten und einige andere Sachen sind gerade in Planung.
03:59Die Ostern kommen auch bald, weil die Osterer hängen auch schon.
04:01Nein, der Ostermarkt war schon im Haus, da waren wir traditionell immer der Erste.
04:06Und ja, der Weihnachtsmarkt kommt, aber erst im November.
04:10Jetzt schauen wir das mal im Sommer.
04:13Dann danke schön und war wirklich ein ganz toller Abend wieder.
04:17Vielen lieben Dank.
04:19Mit dieser Aktion haben wir denke ich die ganze Szene einmal ein wenig aufgescheucht.
04:25Unter unserem Bekanntheitsgrad dürften die ganzen Presseartikel doch eher zu traurig, zu träglich sein.
04:32Auch Negativwerbung ist letztendlich eine gute Wirkung.
04:36Traumierend rede ich auf unseren Vice-President ein wie auf ein krankes Pferd.
04:43Es war mir tatsächlich gelungen ihn ein wenig zu besänften.
04:48Okay, möchtest du recht haben, Elias.
04:51Aber trotzdem, um euch ein wenig aus dem Rampenlicht zu nehmen, macht euch umgehend auf die Socken, um einmal in der Quarnebucht nach dem Rechten zu sehen.
05:01Und lasst raus hier, ihr Unglücksrahmen.
05:17Jetzt steht der Meister ohne mir, Buch fantastisch und das Musikspiel herrlich.
05:29Was ist lieber, Gitarre oder Schreiben?
05:33Ich würde so sagen, ich bin der älteste Jungautor, den es überhaupt gibt.
05:39Ich habe mit 62, also vor vier Jahren erst angefangen, so Dinge zu schreiben.
05:46Ich habe Jahrzehnte Songtexte geschrieben und komponiert.
05:51Wie kommt man auf die Idee, so ein Buch zu schreiben?
05:54Das ist ja nicht etwas, was einem so im Schlaf einfällt, oder doch?
06:01Das erste Buch, das ich geschrieben habe, habe ich in diesem extrem langen Lockdown geschrieben.
06:09Da hat es einen gegeben, wo man noch die Verwandten besuchen durfte zu Weihnachten.
06:15Ab 26. Dezember war dann wieder Lockdown angesagt.
06:20Der hat sich gezogen bis 14. Mai.
06:24Ich habe Anfang Jänner im Internet ein Foto gefunden, wo ein Mensch, den Kopf hat man nicht gesehen,
06:37in einem ganz grauslichen Trainingsanzug auf einer Couch sitzt
06:42und mit Semmelbröseln, Semmelwürfeln zwei WC-Enten füttert.
06:47Das war für mich eine wirklich typische Geschichte, die diesen Lockdown repräsentiert.
06:58Ich habe mir gedacht, mit dem kann man ja ein bisschen herumspielen.
07:03Ich habe das Foto auf meiner Facebook-Seite gepostet.
07:12Unter der Überschrift, Tag 14, Entenfüttern daheim am Gartenteich.
07:42Ein Haus voller Menschen, die ich gar nicht mag, doch immer noch besser als gespielt hat.
08:02Das Wetter und so weiter.
08:09Dann hat mir das eigentlich Spaß gemacht. Es hat Reaktionen gegeben.
08:14Die Leute haben das lustig gefunden.
08:17Ich habe mir gedacht, das kann ich jetzt 14 Tage lang machen.
08:22Dann vergesse ich das wieder.
08:25Aber ich habe dann Zuschriften gekriegt.
08:28Bitte, kann man das nicht als Buch veröffentlichen?
08:31Da habe ich aber gerade 14 Tage lang geschrieben.
08:36Ich habe weitergeschrieben, weil dieser Lockdown immer länger verlängert worden ist.
08:44Irgendwann am Tag 100 habe ich diese ganzen Texte zusammen kopiert.
08:56Ich habe gesehen, dass das schon 180 Seiten sind.
09:00Ich habe dann angefangen zu überlegen, ob man das tatsächlich als Buch veröffentlichen kann.
09:08Ich habe dann, wie eben die 100 Tage davor, weiter jeden Tag in der Früh eine abgeschlossene Geschichte geschrieben.
09:23Da hört immer der Wetterbericht.
09:27Es ist recherchiert. Es gibt Rückblenden ins Wien der 1980er Jahre.
09:34Da habe ich genau das Wetter, das in den 1980er Jahren in Wien war, unten in den Wetterbericht eingeschrieben.
09:50Das zweite Buch war eigentlich überhaupt nicht geplant.
09:58Das zweite Buch habe ich für den Verlegerfreund, der die Bücher verwegt, geschrieben.
10:07Bei dem ist man nach 18 Monaten draufgekommen, dass er eigentlich Lymphdrüsenkrebs hat.
10:14Sie haben untersucht, warum er so stark annimmt.
10:19Man hat halt angenommen, dass das der Stress ist.
10:24Da war das schon Stadium 4.
10:27Wir haben ausgemacht, ich schreibe ihm jeden Tag eine Geschichte.
10:31Er muss mir nicht antworten.
10:33Ich finde es komisch. Ich weiß nicht, wie es ihm geht.
10:38Durchalte Parolen, das finde ich nicht angebracht.
10:43Das habe ich gemacht.
10:45Ich habe dann gesehen, nach drei Monaten, was ich mir selber aufgeblutet habe.
10:50Ich habe manchmal wirklich Tage gehabt, wo ich nicht gewusst habe, wie in einer Nähegeschichte eine starten wird.
10:58Ich habe dann diese täglichen Geschichten so lange weitergeschrieben,
11:05bis der Befund zur völligen Heilung eingetroffen ist.
11:12Wäre das nicht so ausgegangen, hätte es dieses Buch auch nicht gegeben.
11:32Das wäre mir zu persönlich gewesen.
11:35Jetzt haben wir das Buch 3.
11:40Da habe ich, wie wir das letzte Buch präsentiert haben, schon 100 Seiten geschrieben.
11:49Das ist komischerweise das, was mir am allerleichtesten gefallen ist.
11:54Ich habe mir gedacht, wenn das so einfach geht, das ist nicht gut.
11:59Ich habe ja Leute, die das lektorieren und auch schon vorher querlesen.
12:04Geh, mach, das passt schon.
12:08Jetzt gibt es es. Ich habe eine ganz große Freude damit.
12:11Ein fantastisches Buch. Ein sehr kurzweiliges Buch.
12:16Man merkt, wie die Zeitverhältnisse immer Gutes zurechnen.
12:20Und wo kann man das Buch erstellen? Das ist ganz wichtig.
12:23Oder die Bücher?
12:25Die Bücher. Die unterschwelligste Möglichkeit ist, mich zu kontaktieren.
12:31Über meine Facebookseite mich einfach anrufen.
12:35Über Seiten bei der Kulturvernetzung Niederösterreich.
12:38Das sind alle meine Kontaktdaten.
12:41Und in Deutsch-Fargram und Umgebung werde ich CO2-frei mit dem Fahrrad zustellen.
12:49Und dabei hat es auch noch etwas für das grüne Herz gemacht.
12:52Ja, absolut.
12:54Und dabei hat es auch gerecht. Herzlichen Dank.
12:56Es war wirklich ein toller Nachmittag.
12:59Musikalisch fantastisch. Mit seiner Sängerin kann gar nichts schief gehen.
13:03Das ist richtig. Ich bin froh, dass sie diese Dinge mit mir gestartet hat.
13:08Danke.
13:10Vielen Dank auch.
13:28Musik
13:33Danke für die Aufmerksamkeit. Nina, Beb, Sange.
13:38Applaus
13:55Musik
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