🎬 Premiere! GEHSPRÄCHE #1
Unser erster Gesprächspartner: Bürgermeister Markus Mentl-Weigl.
Wir sprachen über sein erstes Jahr im Amt, das überraschend konstruktive Gesprächsklima mit politischen Mitbewerbern und Koalitionspartnern – und ja, auch ein paar persönliche Einblicke konnten wir ihm entlocken.
📍 Kein Studio. Kein Handmikro.
Ein echtes Gespräch – draußen, nahbar, anders.
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#Gehspräche #TV21 #MarkusMentlWeigl #Politiknah #Bürgermeister #InterviewMalAnders
Unser erster Gesprächspartner: Bürgermeister Markus Mentl-Weigl.
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MenschenTranskript
00:05Wir sind beim Herrn Bürgermeister. Heute nicht in den Neuausgesprächen der
00:10Hermann Schaukab, sondern es ist ein Jubiläum, nämlich das erste Ein-Jahr-Bürgermeister von
00:17Deutsch-Wagram. Wenn du jetzt einmal nachdenkst, was bedeutet dieses Jahr für dich?
00:24Es war ein sehr aufregendes, aber turbulentes Jahr. Ich glaube, der Start ist immer das
00:29schwierigste, einmal sich einzuordnen, einmal zu schauen, wo steht was, wie müssen wir
00:37gewisse Dinge angehen. Es gibt natürlich als Strategie einen Plan. Es gab schon im Vorhinein
00:41natürlich, bevor wir am 11. März letzten Jahres als Koalition gestartet haben, auch bereits
00:48da schon natürlich viele Gespräche und Punkte, Schwerpunkte, die wir uns gesetzt haben. Und
00:54ja, der Start war natürlich genau auch das mitzunehmen, auch auf einen langfristigen Fokus
00:59zu legen und natürlich rundherum auf all das Alltagsgeschäft, das natürlich das Amt, die
01:05Stadtgemeinde per se, die hier funktionieren muss, auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
01:11abzuholen. Wir haben doch 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, was natürlich ein ganz schönes
01:14Stück ist. Und da gilt es natürlich auch, mit jedem Gespräch zu führen, auch mitzubekommen,
01:19wo drückt der Schuh, wo haben wir in der Verwaltung vielleicht Themen, die wir angehen müssen,
01:23die natürlich auch funktionieren müssen, weil sonst wird das ganze andere, unsere Projekte
01:27natürlich auch nicht am Boden kommen und nicht funktionieren. Und das ist mir einfach ein
01:30wichtiger Punkt gewesen und das hat viel Zeit gebraucht. Aber es ist jetzt dann doch ganz
01:35gut geworden am Ende des Jahres. Und ansonsten haben wir halt einige sonstige Herausforderungen
01:41gehabt, die natürlich hier uns begleiten. Sei es das Budget, sei es die Kindergartenthematik,
01:46wo wir natürlich auch in der Verantwortung sind, Kindergartenplätze zur Verfügung zu
01:50stellen oder auch in Zukunft auch die Schule hier auszubauen.
01:55Jetzt ist Deutsch-Schwagramm, glaube ich, da so ziemlich entvorreitet, nämlich eine sehr
02:00breite Koalition zu haben. Das ist wirklich eine sehr breite, im wahrsten Sinne des Wortes.
02:05Und das scheint sich zu bewähren.
02:08Ja, auf jeden Fall. Ich denke, wenn man schon im Vorhinein ein gemeinsames Bild hat, wo die Reise
02:14hingehen soll, dann tut man sich nachher auch leichter. Und man committet sich ja auch in
02:19einer Koalition zu gewissen Schwerpunkten. Und das haben wir gemacht. Und das macht natürlich
02:23den Weg, den wir bestreiten, nicht so steinig. Und natürlich, das heißt nicht, dass wir
02:28nicht diskutieren. Das heißt nicht, dass wir überall eine Meinung sind. Aber am Ende des
02:31Tages verständigen wir uns darauf, dass wir konsensual arbeiten und auch hier Punkte und
02:37für unsere Stadt, für unsere Stadtgemeinde Deutsch-Schwagramm, Projekte am Boden bringen und auch
02:42unsere Stadt weiterhin lebenswert gestalten und halten.
02:47Gut, wir sind jetzt da vor der Musikschule. Nicht ganz ohne Grund. Musikschule ist auch eine ganz
02:52wichtige Sache. Wir durften gestern beim Konzert dabei sein. Das ist eine total super Leistung.
02:58Ja, wir haben einen Teil unserer Arbeit, das ist natürlich auch laufend im gesamten Jahr. Auch
03:06zu schauen, dass wir natürlich auch Angebote für unsere Bevölkerung schaffen. Und auch das
03:10ist uns ganz gut gelungen im letzten Jahr, neben dem Spargelfest, neben dem Wintertraum. Oder
03:16auch die Musikschulkonzerte, die hier laufend stattfinden. Im ganzen Juni hier die Bühne am Marktplatz.
03:22Wir haben ganz, ganz tolle Musikerinnen, Musiker oder Kinder und Jugendliche, die hier Instrumente
03:28erlernen. Und auch hier können unter Beweis stehen.
03:32Ich kann ja eh sagen, das ist diese Veranstaltungszeile. Da hat sehr viel Action da los, hier am Marktplatz.
03:38Und dann bis hinunter in die Bock-Frieser-Straße. Das wird ja heuer sowieso die Kultstätte werden wahrscheinlich.
03:45Ja, es hat sich tatsächlich zu einer Veranstaltungsmeile eigentlich entwickelt. Aber auch das ist natürlich
03:52ein großer Punkt, der uns begleitet, weil die Allee genau dafür auch geschaffen worden ist.
03:58Man hat auch die Auslässe für Strom etc. geschaffen. Und wenn wir jetzt vor der Musikschule stehen,
04:03ein großes Projekt, das mich letztes Jahr sehr intensiv auch begleitet hat, war das Projekt
04:09der Musikschulzusammenlegung in den Musikschulverband, gemeinsam mit der Musikschule Straßhof, wo auch
04:15der Schwager am Straßhof und einige andere Gemeinden zusammen zu einem Verband gelegt werden,
04:23um Synergien zu nutzen, um das Angebot noch mehr zu stärken und einfach noch mehr die Musik
04:28und besser zu fördern zu können und ein besseres Angebot zu schaffen.
04:32Musikschule haben wir jetzt abgehandelt. Wie schaut's aus? Punkt der Wirtschaft.
04:39Betriebe. Es gibt ja doch sehr viele Betriebe in Deutsch-Wagramm.
04:44Das eine ist natürlich, wir müssen schauen, großer Fokus auch darauf, unsere lokale Wirtschaft zu stärken,
04:52unsere Betriebe, die hier ortsansässig sind, auch weiterhin zu unterstützen und Möglichkeiten zu schaffen,
04:57sich auch weiterzuentwickeln und auch auszubauen. Das andere Thema ist natürlich, hier neue Betriebe anzusiedeln
05:03und auch für das Ansiedeln von neuen Betrieben brauchen wir in Zukunft natürlich Betriebsgebiete,
05:09Möglichkeiten, wo Betriebe sich ansiedeln können und auch da sind wir laufend dran,
05:15gemeinsam auch mit dem Land Niederösterreich, beziehungsweise auch mit der Wirtschaftskooperation Machfeld,
05:20in der auch Deutsch-Wagramm ein Teil davon ist, zu entwickeln und zu schauen, auch überregional,
05:27sprich hinaus über Deutsch-Wagramm, auch zu schauen, wie kann man hier die Region wirtschaftlich entwickeln
05:34und auch wo macht es Sinn, welche Punkte wo angesiedelt werden, welche Unternehmen.
05:40Ich weiß, es ist ein leidiges Thema, aber es beschäftigt uns auch sehr stark, das ist ja auch die Verkehrsanbindung
05:45da hier
05:46und ich glaube, da ist die S8, wäre da, momentan schaut es nicht so gut aus, aber das wäre natürlich
05:52auch
05:52Entlastung und auch für die Betriebsansiedlungen wichtig.
05:55Ja, wir haben, zum einen haben wir das Thema, dass wir Gott sei Dank das Glück haben, die Bahn direkt
06:01vor der Tür zu haben,
06:02das heißt die Schnellbahn, die Bahnanbindung von der ÖBB, wirklich vor der Tür und gute Verbindungen auch nach Wien hinein,
06:09aber auch von Deutsch-Wagramm hinaus in die Region.
06:12Auf der anderen Seite natürlich haben wir das große leidige Thema unserer Bundesstraße, die B8,
06:17die natürlich tagtäglich mehr als nur überfügt ist und wir nach wie vor dran sind, zu schauen,
06:22dass wir auch das Thema S8, eine Verkehrsentlastung für Deutsch-Wagramm, aber auch für die Nachbargemeinden zu schaffen
06:31und das ist natürlich was, was uns laufend begleitet und wo wir auch mit Nachdruck dran sind,
06:36die Gespräche zu suchen in Richtung Bund, wo wir nach wie vor Entscheidungen ausstehen
06:40und am Ende des Tages hoffentlich auch ein positiver Bescheid rausgeht, um den Bau auch zu ermöglichen,
06:45um eine Verkehrsentlastung für unsere Bürgerinnen und Bürger in der Stadt zu erwirken.
06:50Und ich glaube, das macht ja auch Betriebsansiedlungen lukrativer, wenn eine gescheite Verkehrsanbindung ist.
06:55Ganz genau, also wir haben eben das Thema, wo siedelt man Betriebe an und da muss man auch schon vorausschauen,
07:01planen und da meine ich jetzt nicht in einem Jahr oder in zwei Jahren, sondern da muss man schon auf
07:05fünf,
07:05zehn, zwanzig Jahre vorausdenken, wie kann sich das Verkehrsnetz entwickeln, wie kann man Arbeitsplätze schaffen,
07:12die auch logistisch gut erreichbar sind, aber trotzdem nicht die Stadtgemeinde belasten mit dem Verkehr.
07:21Jetzt von der Wirtschaft, von den Gewerbebetrieben hin zum, wir gehen jetzt Richtung Schule,
07:29das ist auch immer so, die Erhaltung von Schulgebäuden, überhaupt von der Infrastruktur ist immer eine Herausforderung.
07:33Ich glaube, das ist nicht leichter worden.
07:36Das eine ist die Erhaltung, die natürlich aufgrund hoher Baukosten, Instandhaltungskosten nicht einfacher wird,
07:43aber dennoch sind wir in der Verpflichtung und es ist auch das Mindeste, das wir machen müssen,
07:47unsere Bestandsinfrastruktur in Stand halten und schauen, dass das, was da ist,
07:51auch in Schuss zu halten für die Zukunft, weil das natürlich die Basis ist, auf das wir aufbauen.
07:55Zudem kommt natürlich hinaus, dass wir auch einen Kindergarten oder weitere Kindergärten bauen müssen,
08:01Kindergartenplätze bereitstellen müssen als Gemeinde, um auch den Familien ein Arbeitsleben,
08:06auch ein Familienleben ein vernünftiges zu ermöglichen und das braucht natürlich auch einiges an Geld
08:13und wenn die Kinder in den Kindergarten gehen, müssen sie irgendwann weitergehen in die Schule
08:16und das begleitet uns ja eigentlich bis ins hohere Schulalter, wo wir natürlich auch hier die Infrastruktur ausbauen müssen
08:22und es wird auch nicht drum herum kommen, um auch Schulplätze zu erweitern und eine neue Schule zu errichten,
08:30eine Volksschule in dem Fall, wo wir wirklich jetzt schon sehr, sehr große Engpässe haben,
08:35derzeit können wir uns noch ganz gut drüber retten in unseren Bestandsgebäuden,
08:38aber auch da ist eigentlich höchster Bedarf und wir sind ganz aktiv dran, gemeinsam hier etwas zu entwickeln
08:44und zu schauen, dass wir auch das Angebot oder eigentlich unserer Verpflichtung nachkommen können.
08:51Das ist ja der Schwager, wenn man da vorschaut, ist ja in der glücklichen Lage,
08:55der Gymnasium, es hat die Mittelschulen, es hat Volksschule, so wie es ist,
09:02also vom Bildungsstand, Ort her recht gut bestückt, würde ich sagen.
09:08Auf jeden Fall, also ich denke, allein mit dem Campus hier, ich sage immer Campus,
09:13es ist in Wirklichkeit ein Schulcampus, wir haben die Volksschule, wir haben Kindergärten hier in der Allee,
09:19wir haben die Mittelschule, wir haben das Borg, wir haben hier auch eine Nachmittagsbetreuung,
09:26aber was man halt nicht verkennen darf, da wo viele Menschen zusammenkommen, da ist auch viel Verkehr
09:31und es braucht natürlich auch, um den Verkehr hier etwas wegzubringen, vor allem in der Früh zu den Spitzenzeiten
09:36und auch zum Mittag, wo die Kinder abgeholt werden, braucht es natürlich auch Möglichkeiten, das anders zu gestalten
09:43und das ist halt ein Thema, wo wir auch daran arbeiten müssen und uns konkrete Überlegungen anstreben müssen,
09:49wie wir das bewerkstelligen. Wir haben jetzt kleine Maßnahmen gesetzt, auch in der Bahnhofstraße,
09:54speziell was das in die Schule bringen der Eltern oder der Familien erleichtert.
10:01Das werden wir jetzt in den nächsten Tagen auch bekannt machen für nach den Osterferien,
10:06dass die Eltern auch beginnen, die Kinder in die Schule zu bringen.
10:08Ein ganz wichtiger Aspekt ist natürlich die Sicherheit der Kinder am Schulweg und vom Schulweg nach Hause.
10:13Die Kinder, die in die Schule gehen, müssen sicher den Weg bewerkstelligen können
10:19und dazu braucht es natürlich auch Maßnahmen. Wir haben jetzt einiges setzen können,
10:23die nur kleine Maßnahmen sind, aber die große Wirkung zeigen werden.
10:29Ich glaube, jetzt haben wir schon sehr viel abgehandelt.
10:32Ja, wobei, wenn ich diese lange Allee da sehe, dann kommt man ja zum Sportplatz auch,
10:37das muss man dann bewerben, aber auch sportlich tut sich einiges in Deutsch-Wagramm.
10:42Von Fußball hin über Basketball bis zum Laufsport, da ist Deutsch-Wagramm gut aufgestellt, sage ich jetzt einmal.
10:49Deutsch-Wagramm ist gut aufgestellt. Wir haben Supersportlerinnen und Sportler in Deutsch-Wagramm.
10:54Wir haben ein ganz tolles Sportangebot, zum einen die Sparta im Fußball, wo der Nachwuchs massiv gefördert wird.
11:00Wir haben das Basketball, wo auch hier wir auch auf Landesliga-, Bundesliga-Ebene spielen.
11:09Und nicht zu verkennen natürlich auch dahinter den Tennisplatz, wo auch Spitzensportler unsere Nachwuchsschülerinnen und Schüler trainieren
11:17und auch Kooperationen mit den Schulen gemeinsam im Basketballbereich, im Tennisbereich mit den Schulen gemeinsam bewerkstelligen.
11:25Und ich denke, das ist jetzt schon noch ein ganz wichtiger Schritt. Und natürlich dann Laufveranstaltungen wie den Lauftrag der
11:30Union.
11:30Wir haben ein diverses Sportangebot von der Union Deutsch-Wagramm, das natürlich das Gesamte abrundet.
11:36Und sonst natürlich noch nebenschulische Angebote wie Judo oder andere Sportarten, die von der Schule aus super erreichbar sind.
11:44Also ich würde aber allgemein einmal sagen, ich glaube, dass Deutsch-Wagramm ein sehr gutes Vereinswesen hat.
11:49Und ich rede jetzt nicht nur unter Anführungszeichen von Sportvereinen, sondern das geht hin bis Kunst, Kultur, aber natürlich auch
11:55bis zu den Einsatzorganisationen.
11:57Und da ist Deutsch-Wagramm auch einfach draufgestellt.
11:59Gott sei Dank. Wir haben in Deutsch-Wagramm zum einen die Polizei bei uns, wir haben das Rote Kreuz.
12:06Und eines gemeinsam mit den anderen beiden Organisationen der wichtigsten sind natürlich auch die Feuerwehr.
12:13Die Freiwillige Feuerwehr sind ehrenamtliche Menschen, die natürlich hier für und mit unserem Deutsch-Wagramm gemeinsam für Sicherheit sorgen
12:22und auch in der vorbeugenden Sicherheit natürlich immer tätig sind.
12:25Und da gibt es eine ganz starke Mannschaft und da bin ich sehr, sehr stolz darauf, dass wir so aufgestellt
12:30sind.
12:31Eine Stadt, Gemeinde, so wie Deutsch-Wagramm, aber auch eine kleine Gemeinde, also das heißt, jede kommunale Struktur braucht auch
12:39Geld.
12:40Wie schaut es da aus? Das Budget war wahrscheinlich nicht so einfach, weil ja auch die Voraussetzungen härter geworden sind,
12:47würde ich einmal sagen.
12:48Nicht einfach und eine große Herausforderung, aber auch eine große Verantwortung.
12:53Wir reden in Deutsch-Wagramm von einem Budget von rund 30 Millionen Euro im Jahr, das natürlich schon einiges darstellt
13:00an Bewegung.
13:01Nämlich begonnen von der Infrastruktur, weiter über die Kinderbetreuung, über die Verwaltung selbst.
13:08Wir haben die kritische Infrastruktur bei uns selbst in der Hand, wir haben die Kläranlage, wir haben das Wasserwerk, wir
13:13betreiben kritische Infrastruktur selbst.
13:15Das kostet natürlich alles Geld. Und natürlich dann weiter, wenn man denkt in Richtung Kinderbetreuung, auch da müssen wir massiv
13:23viel Geld in die Hand nehmen für die Errichtung, für die Instandhaltung von Gebäuden.
13:26Und das braucht natürlich viel Budget. Und gerade in Zeiten wie diesen, wo man sagt, wir sind nicht schlecht aufgestellt,
13:38aber wir müssen mit unseren Geldern gut haushalten.
13:40Und jetzt kann man darüber diskutieren, was ist gut haushalten. Wir versuchen natürlich unsere Haushaltsdisziplin zu wahren und zu schauen,
13:49welchen Cent oder welchen Betrag können wir wo ausgeben, wo gibt es Einsparungspotenzial,
13:53in welchen Bereichen können wir vielleicht einsparen, sei es im Energiebereich, wo können wir optimieren, in Prozessen, in Möglichkeiten zu
14:00schaffen, wo natürlich das Geld gespart werden kann, aber nicht an den falschen Stellen.
14:05Und ich glaube, genau das gilt es abzuwiegen. Und es gibt natürlich viele Bereiche, wo man sagt, natürlich, da kann
14:10man sparen, da kann man sparen, da kann man sparen, aber jeder, das ist wie im Projekt,
14:14jede Änderung an einer Sache hat eine Auswirkung auf etwas anderes. Und genauso muss man es da betrachten.
14:20Und was man nicht verkennen darf, ist, stecken überall Menschen dahinter, die hier auch tätig sind und die hier auch
14:25arbeiten und auch ihren Lebensunterhalt am Ende des Tages damit verdienen.
14:28Und da kann man nicht leichtfertig einfach sagen, na, das sparen wir ein, das möchte ich absolut nicht.
14:32Ja, natürlich Gemeinderatssitzungen, Gemeinderatssitzungen, das ist ja eigentlich das Parlament, der Ortschaft. Wie läuft das jetzt ab?
14:42Na ja, grundsätzlich läuft es gleich ab wie immer. Wir haben unsere Sitzungen viermal im Jahr mindestens, die Gemeinderatssitzungen, sechs
14:49Stadtratssitzungen im Jahr.
14:50Was man schon sagen kann, es ist der Ton, der Umgangston miteinander einfach besser geworden.
14:56Es ist speziell mit den anderen Parteien, Ausnahmen bestätigen immer die Regel, sagt man, aber speziell mit den meisten Parteien,
15:04auch mit den Oppositionspartnern, auf Augenhöhe zusammenarbeiten.
15:08Das funktioniert natürlich nur dann, wenn man auch in der Kommunikation arbeitet.
15:11Auch da sind wir natürlich bemüht. Nicht kommunizieren kann man nicht, aber man muss halt versuchen, das Notwendigste und das
15:18Wichtigste auch gemeinsam abzustimmen.
15:20Das bedeutet viel Zeit und diese Zeit ist mir aber auch ganz wichtig, die ich mir nehme.
15:23Es gibt wöchentliche Abstimmungen mit den beiden Vizebürgermeistern. Es gibt alle vier Wochen eine Abstimmung gemeinsam, eine informelle Abstimmung mit
15:30den Stadträten.
15:32Und ansonsten bei Schwerpunktthemen gibt es natürlich Sonderbesprechungen, wo wir dann auch versuchen, alle anderen Parteien zusätzlich noch mit reinzuholen.
15:39Ich denke, es gibt auch hier nicht das Zauberrezept, wo ich sage, so machen wir es. Aber man kann hier
15:46nur mit Menschenverstand arbeiten.
15:48Und auch hier arbeiten Menschen zusammen. Und deswegen ist es mir so wichtig, dass wir gemeinsam interagieren und auch manche
15:53kritische Stimmen vielleicht manchmal auch etwas näher betrachten.
15:57Und sagen nicht nur, weil sie kritisch ist, zu sagen, das legen wir auf die Seite, sondern wirklich auch zu
16:02sagen, okay, hat das jetzt eine Auswirkung?
16:04An das haben wir vielleicht noch nicht gedacht. Und am Ende des Tages entscheidet der Gemeinderat als Gremium.
16:09Und es ist dann eine Entscheidung, die von der Mehrheit getragen wird. Und wir schaffen in den meisten Sitzungen mittlerweile
16:15eine fast Zweidrittelmehrheit, was schon sehr erstaunlich ist.
16:18Und was natürlich auch für die Zusammenarbeit aller Parteien spricht.
16:22Ich meine, man kann ohne weiter zu sagen, Demokratie ist nicht unbedingt das bequemste System, aber es geht sicherlich alternativlos.
16:30Auf jeden Fall. Und ich bin stolz darauf und froh, dass wir eine Demokratie leben können und dass wir die
16:35Möglichkeit haben bei uns in Österreich.
16:37Und wir leben das sehr gut, auch in der Gemeinde. Und ja, auch wenn manche immer anderes behaupten, ich glaube,
16:42genau dieser demokratische Prozess.
16:43Und das heißt auch manchmal diskutieren und vielleicht auch manchmal etwas emotional diskutieren.
16:48Solange man Emotionen dabei drinnen hat, zeigt das auch, dass es einem wichtig ist.
16:51Absolut. So, und jetzt habe ich gesehen, ich glaube, wir haben jetzt alles besprochen. Ich sehe da drüben ein Eisgeschäft.
16:57Ich glaube, jetzt werden wir die Deutsch-Wager-Wirtschaft zumindest ein bisschen stärken.
17:01So machen wir das.
17:02Aber was hat dich eigentlich bewogen, Bürgermeister werden zu wollen? Das ist ja nicht unbedingt eine Arbeit, die zu einfach
17:10ist.
17:12Einfach sicher nicht, aber ich liebe Herausforderungen. Und vor allem, was mich dazu bewogen hat, war eigentlich, ich lebe hier.
17:19Und ich habe immer gesagt, wenn ich etwas verändern möchte, dann muss ich es auch in die Hand nehmen.
17:23Und dadurch habe ich immer gesagt, ja, es passt für mich, mich zu engagieren politisch.
17:28Und es hat sich dann auch gut ergeben für mich und auch für die Stadt, dass ich das Vertrauen ausgesprochen
17:35habe, bekommen habe.
17:37Und hier auch gemeinsam mit den Politikerinnen und Politikern zusammenzuarbeiten.
17:42Und für mich die größte Motivation ist einfach zu sehen, etwas zu entwickeln, etwas zu bewegen für unsere Kinder und
17:50Jugendlichen und auch für die weiteren Generationen.
17:52Jetzt ist das natürlich nicht unbedingt leicht. Jedes politische Amt beim Bürgermeister kann ich mir vorstellen, es hat keine Spur
17:57mehr, weil der noch mehr unterwegs sein muss.
17:59Aber es ist natürlich auch eine Belastung für die Familie. Wie gehst du damit um? Oder deine Familie?
18:03Ja, also es ist auf jeden Fall, es stellt vor allem am Anfang, hat uns das auch sehr vor große
18:10Herausforderungen gestellt,
18:12weil wir natürlich als Familie, der Arbeitsalltag sich komplett oder der Familienalltag eigentlich sich komplett umgestellt hat.
18:18Es war, früher war es natürlich oft so, oder ein bisschen nach Hause gekommen.
18:21Man hat halt seiner Freizeitaktivität noch viel mehr nachkommen können.
18:24Und jetzt ist es so, man plant halt die Termine auch mit der Familie oder plant ganz bewusst mit der
18:28Familie noch freie Slots, freie Zeit nehmen,
18:32um sich das zu nehmen, um hier auch gemeinsam Zeit zu verbringen und dich die Zeit zu nehmen.
18:37Ja, ich habe mich am Anfang sehr oft an der Nase nehmen müssen, dass ich das auch ganz bewusst frei
18:41halte,
18:42weil am Anfang sehr viel auf mich zugekommen ist.
18:44Viele wollten mit mir einen Termin haben, viele wollten reden.
18:46Ich musste mir ganz viele Informationen zusammentragen, viele Termine, Gespräche, Austausch.
18:52Da ist es schon mal auf der Strecke geblieben, aber ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich eine ganz tolle
18:56Familie habe.
18:57Meine Frau und meine Kinder, die mich da großartig unterstützen und die das Ganze ermöglichen.
19:02Und ich glaube, es ist ja ganz wichtig, man zehrt dann auch ein bisschen die Kraft,
19:05weil eine Familie, die kann dann auch sehr viel Kraft geben, die man ja braucht für die Funktion.
19:10Genau, und auch wenn man dann mal nach Hause kommt und die Frau nachher sagt zu mir,
19:16wenn die Frau nachher zu mir sagt, du, setz dich mal her, trinken wir mal einen Kaffee, plaudern wir,
19:22dann weißt du einfach, okay, es ist angekommen.
19:26Absolut, wunderbar.
19:27Ich glaube, ich könnte jetzt mindestens eine Stunde plaudern, weil es werden uns immer wieder Sachen einfällt,
19:31aber wir sind ja nicht weit weg, ich glaube, es ist jederzeit zu machen.
19:35Die letzte Frage, bevor ich dich jetzt mit uns hineinwandern,
19:41was ist für dich dieses Jahr, auf was du dich ganz besonders freust?
19:47Heuer freue ich mich ganz besonders auf ein Spargelfest, 25 Jahre Spargelfest.
19:53Ich glaube, 31. Mai wird ein ganz großes Fest.
19:57Muss man schon leben, weil ich glaube, das Spargelfest hat mittlerweile Tradition und nicht nur für uns jetzt in der
20:03Zwagam,
20:04sondern in der Region, wir sind hier auch stolz, dass wir in der Region ganz viel Landwirtschaft haben.
20:08Das Machfeld selbst bietet ganz viel Landwirtschaft und der Machfelder Spargel ist einfach weltbekannt.
20:13Viele Leute kommen zu uns, der Machfelderhof ist ja nicht weit weg von da.
20:18Das ist etwas, wo einfach die Leute auch herkommen und sagen,
20:21dein Schwagramm, das kenne ich, weil da kommt der Spargel her, da ist der Machfelderhof zu Hause
20:25und da ist es dann einfach schön.
20:27Ja, wir waren jetzt beim Lukas Zedbauer, der Bürgermeister ist von Rastakower,
20:33natürlich auch Spargelbauer ist und er hat gesagt, bald ist es soweit.
20:37Bald ist es soweit, ja, ich freue mich auch schon sehr darauf,
20:39am liebsten den grünen Spargel gegrillt,
20:41aber der braucht meistens bekanntlicherweise noch ein bisschen länger,
20:44bis wir den kriegen, aber auf den freue ich mich schon.
20:46Dann fangen wir mit dem Weißen an.
20:47Dann fangen wir mit dem Weißen an und der Suppe kann sich auch.
20:50Genau, wunderbar, dann sage ich recht herzlichen Dank und wir genießen die Wirtschaftsstelle.
20:54So machen wir es, danke schön.
20:54Danke.
21:07Danke.
21:27Danke.
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