00:00In ihrem ersten TV-Duell diskutieren Bundeskanzler Olaf Scholz und sein Unionsherausforderer Friedrich Merz
00:08vor mehr als 12 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern über den künftigen Kurs des Landes.
00:14Das Aufeinandertreffen ist geprägt von harten Auseinandersetzungen,
00:18insbesondere zur Migrationspolitik, dem Umgang mit der AfD und zur Wirtschaftspolitik.
00:24Dabei gibt sich Scholz kämpferisch, etwa wenn er in der Migrationspolitik die Forderung der Union
00:30nach dauerhaften Grenzkontrollen zu den Nachbarländern und Zurückweisungen von Flüchtlingen kritisiert.
00:36Und deshalb sage ich, warum soll man so doof sein? Ich sage es mit diesen klaren Worten.
00:41Warum soll man so doof sein, dass in dem Augenblick, in dem Deutschland endlich unter meiner Führung,
00:47nach vielen, vielen Jahren durchgesetzt hat, wofür wir lange gekämpft haben,
00:52dass die anderen, diejenigen, die in ihren Ländern das Verfahren durchführen müssen, wieder zurücknehmen,
00:58dass wir dann sagen, aber kurz vor Schluss halten wir uns nicht an das Recht.
01:02Merz lässt sich nicht in Bedrängnis bringen, auch wenn Scholz ihm in der Frage einer Zusammenarbeit mit der AfD
01:08erneut Wortbruch vorwirft. Der Herausforderer von der Union wirft dem Amtsinhaber seinerseits
01:14eine gescheiterte Wirtschaftspolitik vor.
01:1750.000 Unternehmen sind in ihrer Amtszeit in Deutschland in die Insolvenz gegangen.
01:22Mehr fast die Hälfte davon im letzten Jahr. Steigende Tendenz.
01:26Sondern sprechen Sie davon, wir hätten keine Deindustrialisierung.
01:30Was ist denn der Verlust von 300.000 Arbeitsplätzen in der Industrie anders?
01:35Es gibt auch Schnittmengen zwischen beiden Bewerbern um das Kanzleramt.
01:39So schließt Merz für die weitere Finanzierung höherer Verteidigungsausgaben
01:43Gespräche über eine Lockerung der Schuldenbremse nicht aus.
01:47Spitzenpolitiker von SPD und Union erklärten ihre jeweiligen Kandidaten
01:52nach dem TV-Duell erwartungsgemäß zum Sieger.
01:56In einer Umfrage für das ZDF gleich nach dem Duell geben 37% der Befragten an,
02:02Scholz habe sich besser geschlagen. Bei Merz sind es 34%.
02:06Wir danken für diese ganz genau 90 Minuten.
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