00:00Die SPÖ ist bereit in eine Regierung einzutreten, das hat Bundesparteichef Andreas Babler nach
00:05den Parteikrimien am Montag klar gemacht.
00:08Wir haben die Hand ausgestreckt für Gespräche, allerdings haben wir einen Schritt gesetzt
00:13relativ zügig, auch professionell eine Sondierungsrunde zusammenzustellen.
00:18Das heißt nicht, dass wir in Verhandlungen sind oder in Verhandlungen drängen, aber
00:21wir sind auf jeden Fall aufgestellt, sobald es ein Angebot an die Sozialdemokratie gibt,
00:26auch sondieren zu können und deswegen war es wichtig, auch ein kleines Team zusammenzustellen,
00:32das bereit ist, diese Sondierungsgespräche zu führen.
00:35Ich werde dieses Team anführen.
00:37Gleichzeitig haben wir unsere Parlamentspräsidentin Doris Burris nominiert, die Gewerkschaftsspitze
00:42nominiert und gleichzeitig auch den Klubobmann, der neben mir steht, als Teil dieses Teams
00:49und die Bundesfrauenvorsitzende, also ein Fünfer-Team, das bereitsteht für das allfällige
00:54Sondierungsgespräch auf die SPÖ zu kommen, dass wir einfach ready sind.
00:58Der Parteichef gestand ein, dass man sich ein besseres Ergebnis erhofft und erwartet hätte.
01:03Es ist nicht zufriedenstellend, das Ergebnis, wir hätten uns ja ein höheres Ergebnis gewünscht
01:09und erwartet, das Ergebnis zu halten, von der letzten Wahl ist nicht unsere Zielsetzung
01:14gewesen, wir wollten stärker werden, deutlich stärker werden, das ist die Einbettung in
01:18die Diskussionen, die wir gehabt haben und wir haben es natürlich auch strukturell auf
01:22der Hand.
01:23Das, was Sie alle selber nachvollziehen können, ist, dass wir im ländlichen Raum, in einigen
01:28ländlichen Regionen strukturell politische Probleme haben, dass wir dort nicht so stark
01:33sind, dass wir in ehemaligen klassischen SPÖ-Hochburgen, in Industriezonen auch schwächere Wahlergebnisse
01:41haben, das nicht seit letztem Jahr und nicht in den letzten zwei Jahren, sondern strukturell
01:46auch schon über einen sehr langen Zeitraum, zehn Jahre, 15 Jahre, dass uns das strukturell
01:50begleitet, dass wir uns schon sehr freuen können, dass wir im großstädtischen, im
01:55urbanen Raum Zugewinne haben, können wir uns freuen, können wir uns über Innsbruck
02:00freuen, wir können uns über Graz freuen, wir können uns über das starke Ergebnis
02:03in Wien freuen, aber gleichzeitig wollen wir überall gewinnen, nicht nur in den großen
02:08Städten, das ist sozusagen die politische Analyse, die uns sozusagen auch begleiten
02:13wird für die nächste Zeit, hier auch inhaltlich, strukturell auch nachzudenken, was braucht
02:18es für stärkere Sozialdemokratie im ländlichen Raum, ich habe versucht, diesen Prozess heuer
02:22schon zu starten, natürlich mitten in einer Wahlsituation, jetzt haben wir mehr Zeit für
02:27die nächsten, wollen sich vorzubereiten, Sie haben gesehen, wir haben einen Maßnahmenkatalog
02:30für den ländlichen Raum, einen Masterplan präsentiert, hat viele überrascht, aber
02:35auf diesem Gebiet werden wir weiterarbeiten, im ländlichen Raum auch stärker zu sein
02:39und direkt da der FPÖ auch Stirn bieten zu können für zukünftige Auseinandersetzungen
02:43auch in diesen Räumen, auch in den ehemaligen Industriehochburgen und der FPÖ-Wählerinnen-Alternative
02:49auch wieder zu geben in der Sozialdemokratie, das ist der Prozess, den ich sozusagen vorgegeben
02:54habe für die nächsten Wahlauseinandersetzungen in den kommenden Jahren, da besser aufgestellt
02:59zu bleiben.
03:00Innerparteiliche Personaldebatten seien in der Parteivorstandssitzung kein Thema gewesen,
03:05sagt Babler.
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