00:00Am Montag haben Innenminister Karner und Familienministerin Raab bei einer Pressekonferenz in Wien Bilanz
00:07über den Gewaltschutz in Österreich gezogen.
00:10Karner betonte, wie wichtig es sei, das Thema im Fokus zu behalten.
00:15Mit Stichtag 1. August 2024 hat es heuer 8.610 Betretungsverbote bzw. Annäherungsverbote
00:26gegeben.
00:27Das ist auf einem Niveau vom letzten Jahr, im gesamten letzten Jahr waren es 15.115.
00:33Das heißt, es gibt ein hohes Niveau, weil wir immer mehr auch bereit sind, entsprechend
00:39sich der Polizei anzuvertrauen.
00:41Wir haben 134 sicherheitspolizeiliche Fallkonferenzen heuer bereits durchgeführt, im ganzen letzten
00:48Jahr waren es 234.
00:51Sogenannte sicherheitspolizeiliche Fallkonferenzen wurden 2020 eingeführt, um Maßnahmen zwischen
00:58den zuständigen Behörden und Institutionen in sogenannten Hochrisikofällen zu koordinieren.
01:052021 folgten verpflichtende Antigewalt-Trainings für Gefährder, 2022 ein automatisches Waffenverbot.
01:14Im polizeilichen Bereich wurde die Zahl der sogenannten Präventionsbeamten von 500 auf
01:201200 erhöht.
01:22Mit der finanziellen Aufstockung der Gewaltschutzzentren und der ausgeweiteten Kooperationsarbeit mit
01:29den Täterberatungen der Polizei im Rahmen der sicherheitspolizeilichen Fallkonferenzen
01:36ist Österreich ein weiterer Meilenstein, zumindest was diesen Bereich betrifft, der
01:42Interventionskette, diesen letzten Bereich, weil wir doch am letzten Glied tätig sind.
01:48Also das haben wir sicherlich erreicht und auch wenn wir nicht alle Frauenmorde dadurch
01:55verhindern werden können, so kann zumindest die Wirksamkeit des Opferschutzes damit erhöht
02:01werden.
02:02Und das merken vor allem die Gewaltschutzzentren, weil wir jetzt viel mehr Maßnahmen haben
02:07und viel enger zusammenarbeiten.
02:09Dennoch sind 2024 bereits 15 Frauen ermordet worden, im Vorjahr waren es im selben Zeitraum
02:1624.
02:17Dies deute laut Karna darauf hin, dass die Maßnahmen wirkten.
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