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  • 21 hours ago
What begins as a quiet photography project turns into a harrowing journey into the depths of a parallel religious world. Photographer Andreas Reiner meets former members of the Jehovah’s Witnesses—people who had the courage to leave a strictly controlled religious community. In open, poignant conversations, they talk about their childhood and youth within the tight corset of religious rules, psychological pressure, sexualized violence, conversion therapy, and the existential rupture that came with leaving.
Transcript
00:05Es ist halt, dass ich in meiner Vergangenheit sehr viel Gewalt erlebt habe, auch sexuelle Gewalt,
00:14und ich wollte halt da rausflüchten.
00:24Die Zeugen Jehovas glauben ja, Gott greift hier ein, alles Böse wird beseitigt werden,
00:31der Teufel verschwindet und es wird ein Paradies geben, keine Krankheiten, kein Tod, nichts mehr.
00:38Die arbeiten mit Manipulation, sie arbeiten mit Angst, also mit den Ängsten der Menschen.
00:56Mir hat mein Vater halt immer erklärt, dass er mich nur schlägt, weil er mich liebt.
01:01Wenn es in den Versammlungen nicht funktioniert hat, also nicht so, wie es sollte, dann hat es zu Hause Dresche
01:09gegeben.
01:11Das steht in der Bibel.
01:20Es war sexuelle Gewalt.
01:25Ja, halt durch ein nahes Familienmitglied von mir, was aber auch getauft war.
01:31Missbrauch zum Beispiel, psychisch, physisch, das ist da eigentlich ein Fall für einen Staatserfalt.
01:39Und nicht für so einen Typ wie dich, wenn ich das jetzt mal so sagen darf.
01:51Ich war so müde, einfach vom Leben.
01:57Sie haben dir einen Teil deines Lebens genommen.
02:04Was ist dein Plan?
02:06Ich weiß nicht, eigentlich einfach überleben, irgendwie.
02:11Wahrscheinlich.
02:12Und irgendwie versuchen, mein Leben auf die Reihe zu bekommen.
02:16Was ist dein wow.
02:33Untertitelung des ZDF, 2020
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