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Spaß
Transkript
00:01Sagen Sie mal, Herr Stadl,
00:02hat die Frau Lange eine Wohnung gefunden?
00:04Ihr Vermieter hat ihr doch gekündigt.
00:06Woher wissen Sie das schon wieder?
00:07Von der Frau Stockl.
00:09Und die hat von der Frigasecker.
00:11Na ja, wundern braucht man sich nicht,
00:13weil die Frau Lange fragt ja an jeden.
00:15Ich hab mir fast schon überlegt,
00:16ob ich ihr Anbieterzeit auf dem Hof zu wohnen.
00:18Ja, freilich, dann hab ich nicht einmal mehr am Feieramt mehr Ruhe.
00:21Außerdem ist dieser Hof für so eine junge Frau Fulz abgelegen.
00:25Und die Frau Lange hat ja nicht einmal ein Auto.
00:27Da haben Sie auch wieder recht.
00:28War noch eine Idee.
00:36Morgen, Frau Stockl.
00:38Guten Morgen, Herr Stadler.
00:39Herr Stadler, es gab mir der Laich
00:40und zwar in der Enzianstraße Nummer 3.
00:43Die Frau May ist schon unterwegs
00:44und die Frau Winter informiert gleich.
00:47Ja, gut, dann bin ich jetzt quasi auch unterwegs.
00:49Stadler, Ende.
00:50Ja, bis dann.
00:53Ja?
00:55Morgen, Stockl.
00:56Du, ich bin fix und fertig vom Kegeln gestern auf die Nacht.
01:02So, hättest du vielleicht einen Kaffee für mich?
01:04Michi, heute gibt's zum Frühstück Mord.
01:08Und wo?
01:09In der Enzianstraße Nummer 3, Niedermeier.
01:12Jetzt zupf die.
01:13Danke.
01:21Bis später, Frau Grasdecker.
01:23Bis später.
01:23Bis später.
01:37Dann kann ich meine Möbel bei Moritz in der Garage unterstellen
01:40und unter der Woche könnte ich bei der Laura schlafen.
01:42Am Wochenende kommt aber ihr Freund vorbei
01:43und dann müsste ich auf die Magdi ausweichen
01:45und die hat ein Baby und das zahnt gerade.
01:47Frau Lange.
01:48Hm?
01:48Notfalls hätt ich was für Sie.
01:50Ernsthaft?
01:51Ja, freilich.
01:52Unser Wohnwagen steht nur rum.
01:54Äh.
01:55Ich soll in Ihrem Anhänger schlafen?
01:57Also für den Herrn Stadler war das damals ein bisschen zu eng,
01:59aber Sie sind jung und schlank.
02:01Für den Übergang?
02:02Hm.
02:03Ja, ich überleg's mir mal.
02:05Ich helf, wo ich kann.
02:16Das werden Sie jetzt wahrscheinlich daheim in Bielefeld nicht sagen, gell?
02:19Nee.
02:20Aber mit solchen Pärkenmasken wird im Alpenland der Winter ausgetreten, Frau.
02:25Winter.
02:26Und das nennt man dann einen Pärkenlauf.
02:29Ja.
02:30Verstehe.
02:31Ja, Sie sehen aber schon ganz schön gruselig aus.
02:35Morgen allerseits.
02:37Entschuldigung, aber eine Baustellenampel mit extrem langer Rotphase.
02:41Herr Mohr, was haben wir?
02:42Herr Stadler, wir haben heute tatsächlich einen toten Pärkenmaskenschnitzer.
02:47Das ist der Feri Niedermeyer, 42 Jahre alt, keine Frau, keine Kinder.
02:51Gewohnt hat er da drüben in dem Haus gegenüber.
02:54Und gefunden hat denn der Hannes Windler, ein Paketbote.
02:57Mhm.
02:57Und wo ist der?
02:59Naja, den hab ich nach seiner Aussage wieder gehen lassen.
03:01Der muss ja seine Packerl ausliefern.
03:03Ja, aber wir haben schon seine Finger abgedrückt, weil der hat ja da zumindest die Türgelenkung angelangt.
03:07Gott, schweiz meint.
03:08Ich bin selber da.
03:12Hallo zusammen.
03:14Morgen, Frau May.
03:15Okay.
03:15Ich fang gleich an.
03:16Das Opfer wurde frontal erstochen und der Perikard ergriffen Herzbeutel führte zum sofortigen Tod.
03:21Aha.
03:22Die Tatwaffe steckte.
03:24Ja, das Messer, das geht gleich in KTU.
03:27Besten Dank.
03:30Uh, was wurde denn da?
03:32Wo?
03:33Ein Hämatom.
03:33Das ist allerdings schon älter und steht somit nicht im direkten Zusammenhang mit der Tat.
03:37Mhm.
03:37Wer weiß, vielleicht hat der Täter auch erstmal nur zugeschlagen.
03:39Ein paar Tage später kommt er wieder und dann endet der Streit tödlich.
03:42Der Herr Windler weiß jetzt Bescheid.
03:45Er hat mir übrigens erzählt, wie er die Leiche gefunden hat, ist diese Tür da sperrangelweit offen gewesen.
03:51Wir haben ein Wertgegenstände, Geldbeutel-Handy.
03:54Ja, haben wir alles.
03:55Das war kein Raubmord nicht.
03:57Todeszeitpunkt war gestern Abend zwischen 22 und 22.30 Uhr.
04:01Meine Theorie.
04:02Entweder der Täter wusste, dass unser Opfer so spät noch gearbeitet hat oder die beiden waren verabredet.
04:07Besten Dank, Frau May.
04:08Schauen wir mal in die Wohnung.
04:11Ja.
04:22Was war jetzt das?
04:24Hat einer von Ihnen den Fahrer erkennen können?
04:26Genau, das kennt ihr euch schon, der Rosenheimer.
04:28Ja, vielleicht ein Gaffer.
04:30Wirklich.
04:32Äh, Herr Mohr?
04:33Hm?
04:34Nachbarn.
04:36Wohnung?
04:37Ach, wenn die Werkstatt schon so gruselig war.
04:40Dann schauen wir mal, was uns da oben erwartet.
04:50Das ist ziemlich viel und ziemlich teure Elektronik.
04:54Anscheinend hat unser Tod da ganz gut verdient.
04:56Na ja, gut, für so eine angeschnitzte Perchten-Maske werden wir schon mindestens 500 Euro hinlegen müssen.
05:01Oder mehr.
05:02Hm, nicht billig.
05:03Andererseits wird man kaum ein Dutzend Masken pro Monat verkaufen, oder?
05:06Ja, da haben wir jetzt hier auch wieder recht.
05:08Ah, schauen Sie mal.
05:10Vielleicht kommt daher die teure Anlage.
05:13Vorladung zur Testamentseröffnung?
05:15Na, hat unser Opfer gehabt.
05:17Hätte.
05:18Von einem gewissen Rudolf Niedermeyer.
05:21Vielleicht sein Vater.
05:22Die Testamentseröffnung ist übermorgen.
05:25Wir sollten uns mit dem Nachlassgericht in Verbindung setzen.
05:28Gut, ich darf sagen, den Rest kann Spurensicherung übernehmen.
05:37Ja, Servus. Heute ohne Pakete unterwegs.
05:40Ich bin auch nicht dienstlich da, sondern als Zeuge.
05:42Ich hab vorhin eine Leiche gefunden.
05:44Sie, das ist mir auch schon mal passiert.
05:46Bei einem Bratwurstwettbewerb.
05:49Grauenvoll.
05:50Und die Frau Lange war auch schon mal in einem Mordfall verwickelt.
05:52Ja, als Zeugin wohlgemerkt.
05:55Genau wie ich.
05:56Deswegen braucht Herr Mohr meine Fingerabdrücke.
05:59Ausschlussverfahren, hat er gesagt.
06:01Vielleicht wär da Wohnung frei?
06:02Ja, Frau Grasecker.
06:04Also die Wohnung von einem Mordopfer ist jetzt nicht unbedingt ganz oben auf meiner Wunschliste.
06:08Suchen Sie eine Bleibe.
06:09Ich kann mich gern mal umhören.
06:11Echt?
06:12Das würden Sie machen?
06:13Kein Thema.
06:14Ich komme in meinen Job ja ziemlich viel rum.
06:16Da erfahre ich auch schon mal von der einen oder anderen leerstehenden Wohnung.
06:19Ja, cool.
06:20Dann gebe ich Ihnen schnell meine Handynummer.
06:23Aber die Wohnung sollte nicht zu groß sein und nicht zu teuer.
06:26Ich schaue, was ich tun kann.
06:29Herr Mohr wollte gleich da sein.
06:30Ich warte dann mal da drüben.
06:34Frau Lange, der legt Sie ja wahnsinnig ins Zeig für Sie.
06:37Hm.
06:38Ja, der ist halt hilfsbereit.
06:40Tja.
06:42Servus, Thomas.
06:43Ich bin's.
06:43Sag mal, warst du eine Wohnung in Rosenheim?
06:45Eher günstig?
06:47Nein.
06:48Nein, nicht für mich.
06:49Für eine Bekannte.
06:52Also, ich kann nicht verstehen, wie Leute daran Spaß haben können, andere Menschen
06:56mit diesen fürchterlichen Pärchenmasken zu erschrecken.
06:59Also, das ist für Leute, die sich gerne gruseln, erfetzen Gaudi.
07:02Na ja, und wir dürfen uns nicht vergessen, eine alte Tradition.
07:05Ganz genau, Herr Stadler.
07:07Aber übrigens, ich hab Neuigkeiten.
07:10Bankverbindung und Telefonliste dauern noch.
07:12Aha.
07:13Aber ich hab was anders rausgefunden.
07:15Und zwar folgendes.
07:16Also, der Ferdinand Niedermeyer ist der Sohn vom Rudolf Niedermeyer, einem Patentanwalt.
07:22Und der hat seine Frau, die Alma, vor 35 Jahren verlassen.
07:26Hm, da war Ferdinand noch ziemlich klein.
07:28Ganz genau.
07:29Die hat sich dann scheiden lassen und hat nochmal geheiratet.
07:31Und zwar einen gewissen Fritz Hecht.
07:34Von dem hat der Ferdinand die Perchtenwerkstatt übernommen.
07:36Also vom Stiefvater.
07:38Gestorben ist aber vor vier Wochen der leibliche Vater, der Rudolf Niedermeyer.
07:43Genau.
07:43Der Name ist auf dem Schreiben zur Testamentsöffnung gestanden, das wir gefunden haben.
07:48Den sollte ja unser Opfer übermorgen beerben.
07:50Vor dem Erben sterben.
07:52Das ist ein Blöckläufer.
07:53Nicht ganz, Herr Stadler.
07:55Der Rudolf Niedermeyer hat auch nochmal geheiratet.
07:59Und da ist auch ein Kind hervorgegangen.
08:01Und zwar ein gewisser Jakob Niedermeyer.
08:03Und der ist unter Umständen Alleinerber.
08:05Vielleicht hat dir ein bisschen nachgeholfen.
08:07Von wem?
08:07Herrlich.
08:09Ähm.
08:10Äh.
08:11Adresse?
08:12Ja.
08:13Danke.
08:14Bitte.
08:17Unser Beileid zum Tod Ihres Bruders.
08:20Halbbruder.
08:20Meine Mutter war die zweite Frau meines Vaters.
08:24Und Ihr Vater hat hier, also nach dem Tod Ihrer Mutter allein gelebt?
08:28Mhm.
08:29Ja, allein im Erdgeschoss und ich hier oben.
08:32Das war sein Haus.
08:34Ich habe mich ein bisschen um alles gekümmert, bis er gestorben ist vor vier Wochen.
08:41Wann haben Sie Ihren Halbbruder denn zum letzten Mal gesehen?
08:43Vor drei Wochen bei der Beerdigung meines Vaters.
08:47Bitte.
08:48Wie war das Verhältnis zwischen Ihnen beiden?
08:52Zwischen Ferdi und mir?
08:54Eher distanziert würde ich sagen.
08:56Wir sind ja nicht zusammen aufgewachsen.
08:58Und der Ferdi, naja, ist schon ein komischer Vogel.
09:01Irgendwie mit seinen Perchtenmasken.
09:02Hm.
09:04Sagen Sie mal, was machen Sie eigentlich beruflich?
09:06Ich bin in die Fußstapfen meines Vaters getrieben.
09:09Jurist.
09:10Aha.
09:11Naja, Ihr Halbbruder hat scheinbar auch nicht so schlecht verdient.
09:15Er hat in seiner Wohnung sehr teure Elektronik, also Fernseher, Stereoanlage.
09:19Keine Ahnung.
09:21Wie stand Ihr Vater zu Ferdinand?
09:23Die beiden hatten auf wenig Kontakt.
09:26Ferdinand war eher so ein Einzelgänger.
09:29Aha.
09:30Er ist aber zur Testamentseröffnung geladen.
09:33Wussten Sie das?
09:34Nein.
09:35Aber bis auf das Haus ist auch nicht viel da.
09:39Mein Vater hat immer auf großem Fuß gelebt.
09:41Hm.
09:42Hatte Ferdinand mit irgendwem Probleme?
09:45Vielleicht mit einem eifersüchtigen Ehemann?
09:48Oder ein Tächtel-Mächtel gehabt?
09:49Äh, mehrere.
09:51Er war ja mit seinen Perchenmasken immer bei den Läufen mit dabei.
09:55Und das sind auch viele Frauen.
09:56Ja, verstehe.
09:57Erst erschrecken, dann anbandeln.
09:59Hm.
10:00Gibt's da eh jemanden konkreten?
10:01Gegenüber unserem Vater hat er wohl mal den Namen Susanne erwähnt, aber ich kenn die
10:06nicht.
10:07Hm.
10:07Gut, Herr Niedermeyer, das war's dann erstmal.
10:10Ja, gut.
10:11Dann geleite ich Sie noch hinaus.
10:12Hm.
10:17Jakob Niedermeyer scheint ja nicht so traurig über den Tod seines Halbbruders zu sein.
10:21Ja, das haben wir auch gedacht.
10:22Aber schlüssel muss er das jetzt alles nicht beteiligen.
10:24Ja, stimmt.
10:24Aber es scheint ihm auch so nicht so schlecht zu gehen bei der Menge an Antiquitäten.
10:29Jurist müsse man sein.
10:31Und jetzt, wo er das Haus noch kriegt, also Sorgen braucht sich der gar nicht mehr machen.
10:42Ich hab mit den Nachbarn geredet, keiner was gesehen, keiner was gehört.
10:45Aber unser Polizeicomputerl hat was ausgespuckt.
10:48Der Ferdi Niedermeyer war kein unbeschriebenes Blatt.
10:51Inwiefern?
10:52Der ist vor drei Jahren aktenkundig geworden wegen einem Banküberfall.
10:57Was?
10:57Der hat einen Banküberfall?
10:58Nein, der nicht.
11:00Das war ein gewisser Philipp Melzer.
11:02Aber das Fluchtauto, das war auf dem Ferdi Niedermeyer angemeldet.
11:05Man konnte ihm aber nichts nachweisen.
11:07Wieso nicht?
11:08Wenn man nur einen Täter geschnappt hat.
11:10Eben den Philipp Melzer.
11:11Und der ist dafür ins Gefängnis gekommen.
11:13So komisch ist das vielleicht schon.
11:15Wir sollten uns auf alle Fälle die Akte von damals von dem Banküberfall aus dem Archiv
11:19kommen lassen.
11:20Ich hätte auch was für euch.
11:22Wunderbar, nur eine Sache vorweg.
11:24Wir bräuchten bitte die Akte von einem Banküberfall.
11:26Täter war ein gewisser Philipp Melzer.
11:29Aber auch unser Toter Ferdinand Niedermeyer war wohl involviert.
11:32Ich kümmere mich drum.
11:33So, das war der Obduktionsbericht.
11:35Und das war die Anrufliste von unserem Opfer.
11:38Mit einer Nummer hat er sehr häufig telefoniert.
11:43Regelmäßige, aber kurze Anrufe.
11:45Das letzte Mal gestern um 21 Uhr.
11:49Frau Stockl, haben wir da einen Namen zu dieser Nummer?
11:52Haben wir?
11:53Eine gewisse Susanne Kempf.
11:55Moment, hat Jakob Niedermeyer nicht den Namen Susanne erwähnt?
11:58Angeblich hatte sein Bruder was mit einer Frau laufen, die diesen Namen hat.
12:02Herr Moor?
12:04Soll die Frau Kempf einbestellen?
12:06Herr Moor, sie können Gedanken lösen.
12:07Ah, lieber nicht.
12:12Danke.
12:13Bitte.
12:14Ich hab eine Wohnung.
12:16Oh, das ging ja schnell.
12:19Vorhin habe ich beim Ausliefern an einem Haus ein Klingelschild ohne Namen entdeckt.
12:23Daraufhin habe ich mir vom Nachbarn sagen lassen, dass der Vermieter im selben Haus wohnt und hat bei ihm geklingelt.
12:29Schulz heißt er.
12:31Okay, und haben Sie eine Telefonnummer?
12:33Brauchen Sie nicht.
12:34Sie haben einen persönlichen Termin mit Herrn Schulz.
12:36Ich hab eh Pause und kann Sie fahren.
12:39Auf geht's, Frau Lange. Schicken Sie sich.
12:42Danke, Frau Grasecker.
12:47Ist nett von Ihnen.
12:48Gern.
12:52Ich bin übrigens der Hannes.
12:54Christine.
13:05Frau Kollegin, schauen Sie mal.
13:09Sehen Sie das auch, was ich grad sehe?
13:12Der Wagen sieht aus wie der Wagen, der vor der Werkstatt des Toten so schnell weggefahren ist.
13:17Mhm.
13:17Die Besitzerin ist vermutlich die Susanne Kempf.
13:20Das Gespuse von unserem Opfer.
13:22Also wenn das kein Zufall ist.
13:25Also gut.
13:27Ich war heute früh mit meinem Auto vor Ferdis Haus.
13:31Wir hatten eine Affäre.
13:33Aber die habe ich vor kurzem beendet.
13:35Aha, und warum, wenn man fragen darf?
13:37Ja, immer wenn der Ferdi bei mir war, dann hat mir anschließend Schmuck oder Bargeld gefehlt.
13:41Er hat es geleugnet, aber ich bin mir sicher, dass er mich beklaut hat.
13:45Wir haben gestritten und...
13:47Dann haben Sie einmal nicht gelangt.
13:49Alles okay.
13:51Ich wollte ihm heute früh nur seine restlichen Sachen bringen.
13:54Mhm.
13:55Und warum sind Sie dann so schnell weggefahren, als Sie die Polizei gesehen haben?
13:58Naja, weil unsere Affäre nicht publik werden sollte.
14:01Sind Sie verheiratet?
14:02Nein, aber ich bin Schulrätin in Rosenheim.
14:05Oh.
14:05Den Ferdi habe ich kennengelernt, als ich mit einer Klasse seine Perchtenwerkstatt besucht habe.
14:10Wenn er rauskommt, dass ich mit einem wie ihm was habe, da käme ich aber ganz schnell ins Gerede.
14:16Kennen Sie eigentlich seinen Bruder, den Jakob Niedermeyer?
14:20Nein.
14:21Nicht?
14:22Nein.
14:23Die beiden mochten sich nicht besonders.
14:26Aber der Ferdi und sein Vater, die haben sich kürzlich angenähert.
14:30Aha.
14:31Der Jakob sagte, dass die zwei eigentlich kaum Kontakt hatten.
14:35Naja, früher nicht.
14:36Der Ferdi hat seinem Vater lang übel genommen, dass der damals die Mutter verlassen hat.
14:41Aber vor kurzem haben sie sich versöhnt.
14:43Wusste sein Bruder davon?
14:45Keine Ahnung.
14:47Frau Kempf, wo waren Sie denn gestern Abend zwischen 10 und 11 Uhr?
14:50Im Studio Namaste.
14:52Da habe ich um 9 Uhr Yoga gemacht, wie jede Woche und danach war ich noch in der Sauna.
14:57Gut, oder?
14:59Mhm.
15:00Ja, das war's dann für's erste. Vielen Dank. Wiederschauen.
15:02Wiederschauen.
15:03Auf Wiedersehen.
15:03Auf Wiedersehen.
15:11Was, wenn der Niedermeyer Sie nicht nur bestohlen, sondern auch mit der Affäre erpresst hat?
15:16Sie hat selbst gesagt, dass ihr Ruf gelitten hätte.
15:19Vorschlag meinerseits, der Herr Mohr soll ja einfach das Alibi überprüfen.
15:22Der soll jetzt da in dieses Yoga-Studio fahren, in dieses Namastingsbums...
15:27Namaste. Das bedeutet, ich verneige mich vor dir.
15:30Haufgut-Indisch quasi.
15:32Genau.
15:34Frau Grasegger, ist die Frau Lange heute gar nicht da?
15:37Nein.
15:38Die ist unterwegs.
15:39Wir haben doch diesen reizenden Paketboten, der uns beliefert, und der war's eine Wohnung.
15:44Und die schaut sie sich grad an. Mit ihm.
15:47Acker.
16:00Ja.
16:00Aber Frau Hofer, der Herr Achtziger ist heute gar nicht da, der ist mit dem Herrn Donato
16:03in der Zentrale in München.
16:05Stimmt, ja.
16:05Ja.
16:06Ja, wissen Sie was, geben Sie es mir einfach, ich lege sie mir auf den Schreibtisch.
16:08Danke, Frau Stockel.
16:10Äh, ist die Frau Lange heute gar nicht da?
16:12Also, ich möchte sie ja nicht an die große Glocke hängen, aber die ist auf Wohnungsbesichtigung.
16:17Mit unserem Paketboten.
16:18Äh, entschuldigt Sie bitte, ich muss ins Archiv.
16:20Tja, schaut.
16:22Also, Frau Hofer, da spielen hundertprozentig persönliche Interessen mit.
16:27Außerdem kennt der Herr Winkler als Paketbote die Stadt natürlich wie seine Westentasche.
16:33Da steht auch kein Schulz auf dem Klingelschild.
16:35Dabei habe ich mir den Namen vom Vermieter extra gemerkt.
16:39Aber du bist hier sicher, dass es die richtige Hausnummer ist?
16:41Ja.
16:42Aber beim Straßennamen bin ich mir nicht sicher.
16:45Ich dachte, es wäre Mozartstraße.
16:48Vielleicht war es aber auch Beethoven.
16:50Auf alle Fälle irgendein Komponist.
16:52Ja, gut, da gibt es ja nicht so viele davon.
16:55Heidenstraße, die war's.
16:56Sicher.
16:57Ganz sicher.
17:02Ah, Herr Mohr, sehr gut.
17:04Herr Mohr, Sie müssten für uns bitte ein Alibi überprüfen.
17:08Und zwar das von der Susanne Kempf.
17:10Die war angeblich zur Tatzeit im Yogastudio...
17:14Namaste.
17:15Namaste.
17:16Ja, ist recht.
17:17Diese Sachen sind aus der Wohnung vom Opfer.
17:20Und die KTU untersucht gerade das Messer von Ferdi Niedermeyer.
17:23Und?
17:24Ja, nichts.
17:26Also, keine Fingerabdrücke.
17:28Also, die vom Ferdi schon, aber es ist klar, das war ja sein Messer.
17:31Hm.
17:31Also trug der Täter Handschuhe.
17:33Ja.
17:34Aber was anderes haben wir es auch noch gefunden.
17:36Und zwar 7000 Euro in bar.
17:39Im Kleiderschrank.
17:41Ganz unten.
17:41Unter die Socken.
17:43Was?
17:437000 Euro?
17:45Hm.
17:45Vielleicht war er doch in den Banküberfall verwickelt und...
17:48Der Vorschlag, wir warten jetzt erst einmal auf die Akte.
17:50Vielleicht sind ja die Banknoten damals registriert gewesen.
17:54So.
17:55Ich war jetzt gerade im Archiv, aber die Akte wegen dem Banküberfall ist nicht auffindbar.
18:00Was?
18:01Wie gibt's denn sowas?
18:02Das weiß ich nicht.
18:03Ich schreib gleich eine Rund-Mail.
18:05Vielleicht hat's ein Kollege falsch eingeordnet.
18:06Na, hoffentlich.
18:07Und ich geh ein bissel ins Yoga-Studio.
18:11Herr Moor?
18:12Hm?
18:14Namaste.
18:15Ja, ist recht.
18:17So.
18:18Die Bank hat die Kontoauszüge gefaxt.
18:22Ja.
18:23Da schauen Sie mal.
18:24Also laut Kontostand war der Ferdinand Nedermeyer nicht sehr wohlhabend.
18:29Also da wirken die Gerätschaften in seiner Wohnung ganz anders.
18:32Hm.
18:32Und laut Buchhaltung verlief der Verkauf der Perchtenmasken eher schleppend.
18:36Da schauen Sie mal.
18:38Die letzten zwei Jahre hat er immer wieder teure Investitionen getätigt.
18:44So.
18:45Stereo-Anlage.
18:46Fernseher.
18:47Ah.
18:48Und alles immer gleich bar bezahlt.
18:50Offenbar mit dem Geld aus dem Wäscherschrank.
18:52Das muss die Beute von dem Überfall gewesen sein.
18:54Oder er hat das Geld von seinem Vater.
18:56Weil die zwei haben sich ja lauter so seine Kämpfe angenähert.
19:00Dann muss Jakob Nedermeyer davon erfahren haben.
19:02Den sollten wir uns noch mal vorknöpfen.
19:03Frau Stockel?
19:05Ja.
19:06Danke.
19:10Wagnerstraße wusste ich's doch.
19:11Ein Komponist.
19:13Hm.
19:14Nachdem wir die Heidenstraße und den Kriegweg jetzt auch schon gesehen haben.
19:17Das Wichtigste ist doch, dass wir's gefunden haben.
19:20Ja.
19:21Und hier steht jetzt auch Schulz auf dem Klingelschild.
19:23Wenn der dich sieht, gibt der dir die Wohnung sofort.
19:26Wetten?
19:32Siebentausend in Bar.
19:34In Ferdis Wohnung.
19:35Von Ihrem Vater?
19:36Nein.
19:38Nee, der Vater war eigen mit seinem Geld.
19:40Der hat nichts verschenkt.
19:42Schon gar nicht an Ferdin.
19:43Wir wissen inzwischen, dass sich die beiden besser verstanden haben, als wir sie behaupten.
19:48Ah.
19:48Mhm.
19:50Ist mir neu.
19:52Gut, der Ferdi hat den Vater mal besucht, ja.
19:55Aber er hat unter uns, ich träum eigentlich eher die ein oder andere kriminelle Machenschaft zu.
20:02Achso, der war ja schon mal in einem Überfall verwickelt.
20:04Ja, auch das wissen wir allerdings konnte ihm damals nichts nachgewiesen werden.
20:09Ja, sicher.
20:10Ja, auch wenn es Fluchtauto sein Wagen war.
20:14Ich fress ein Besen, wenn er eine weiße Weste hatte, aber...
20:17Apropos weiße Weste, wo waren wir denn gestern zwischen 22 und 23?
20:22Hm, zu Hause.
20:24Äh, bevor Sie weiterfragen, ich war allein.
20:27Gut.
20:28Danke, Herr Niedermeyer.
20:30Ja.
20:30Das war's erstmal.
20:31Super.
20:35Wiederschauen.
20:35Wiederschauen.
20:36Wiedersehen.
20:39Der hat ja plötzlich ganz schön gegen seinen Bruder gekeilt.
20:42Ja, mein, vielleicht hat ihm das nicht passt, dass Sie der Vater und der Halbbruder wieder besser verstanden haben.
20:47Hm?
20:47Und vielleicht hat er einfach nur Angst um sein Erbe gehabt.
20:50Ja, aber bei so einer Villa bleibt doch genug für beide.
20:52Na ja, wenn der eine den anderen ausziehen, weiß nicht.
20:55Also, da sind schon manche Erbengemeinschaften daran gescheitert.
20:59Als Jurist verdient Jakob Niedermeyer doch wahrscheinlich gut.
21:04Hm.
21:05Wissen Sie was?
21:05Wenn Frau Stockel wieder da ist, dann soll ich zuerst einmal einen Finanzcheck machen von Jakob.
21:09Hm.
21:12Tut mir echt leid.
21:13Ich wusste nicht, dass es noch andere Bewerber gab.
21:17Einen anderen Bewerber.
21:19Nur leider war der pünktlich, hm?
21:20Die Gegend ist auch nicht optimal.
21:22Weit ab vom Schuss und ziemlich spießig.
21:25Ja.
21:26Dann bin ich ja froh, dass ich bald bei der Frau Grafiker im Wohnwagen schlafe.
21:28Da ist es bestimmt nicht spießig.
21:34Ich hab die Akten vom Banküberfall, die waren in der Hauspost.
21:38Frau Stockel, was ganz was anderes.
21:40Wir brauchen bitte dringend die Bankauskunft vom Jakob Niedermeyer.
21:45Mach ich gleich.
21:46Also die Überwachungskameras der Bank haben tatsächlich damals nur einen Täter gefilmt und der trug eine Maske.
21:53Mhm.
21:53Der Herr Niedermeyer hat ausgesagt, dass er nichts von einem Banküberfall gewusst hat, sondern das Auto lediglich am Spitzel geliehen
21:59hat.
22:00Melzer wurde aufgrund von DNA-Spuren an der Tatwaffe überführt.
22:05Die hat er bei der Flucht verloren, als der Alarm in der Bank losging.
22:0850.000 Euro wurden damals erbeutet.
22:11Leider waren die Scheine nicht registriert.
22:14Aber bei der Festnahme Melzers war das Geld verschwunden.
22:16Er hat dann drei Jahre ...
22:19So hat er bloß drei Jahre gekriegt?
22:21Nein.
22:23Feigrot.
22:26Bistolen war nicht echt ein Spielzeug.
22:28Fake.
22:31Ach.
22:32Jetzt weiß ich auch, warum ich die Akten im Archiv nicht gefunden hab.
22:36Die sind erst von der Staatsanwaltschaft gekommen.
22:39Der Philipp Melzer ist vorgestern aus der JVA entlassen worden und er hat den Rest der Strafe zur Bewehrung gekriegt.
22:46Dann sollten wir aber ganz dringend mit ihm sprechen und ihn fragen, wo er gestern Abend war.
22:52Zuhause.
22:53Ich hab Ferien gesehen, bis Mitternacht.
22:56Endlich geht man nicht um zehn das Licht aus wie im Knast.
22:59Hatten Sie nach Ihrer Entlassung Kontakt zu Ferdinand Niedermeyer?
23:04Ferdinand?
23:05Ne.
23:05Den hab ich seit fast drei Jahren nicht mehr gesehen.
23:08Wieso?
23:10Er ist tot.
23:12Erstochen.
23:14Sehr schrecklich, aber was hab ich damit zu tun?
23:19Wie war das damals mit dem Banküberfall, Herr Melzer?
23:22Sie wurden erwischt, aber Sie müssen einen Komplizen gehabt haben.
23:27Ich hab meine Strafe abgesessen.
23:30Die Sache ist für mich erledigt.
23:32Was ist mit der Beute, die es bis heute nicht auftaucht?
23:37Ferdinand Niedermeyer war der zweite Mann, stimmt's?
23:39Er hat das Geld behalten.
23:41Vorgestern Abend sind Sie zu ihm gefahren, um Ihren Anteil zu holen, aber er hat sich geweigert.
23:46Gestern war ich zu Hause.
23:48Und Sie müssen erst mal das Gegenteil beweisen.
23:52Ja, gut, Herr Melzer, Sie dürfen jetzt gehen.
23:56Aber Sie halten sich bitte weiter zur Verfügung, ja?
23:59Ja, ja.
24:02Also, wenn Sie auch mit Ihrer Vermutung recht haben, dass der Ferdinand Niedermeyer die Beute für sich behalten hat,
24:08glaub ich nicht, dass der Melzer so kurz nach seiner Entlassung um Ort begeht.
24:12Aber es ging um sehr viel Geld.
24:15Herrschaftszeiten, jetzt haben wir seine Fingerabdrücke von damals und können sie nicht brauchen,
24:18weil an der Tatwaffe nichts Verwertbares droh ist.
24:21Ja.
24:22Ah, Frau Lange, haben Sie Ihren Mietvertrag unterschrieben?
24:30Es gibt keinen Mietvertrag. Die Wohnung war schon weg.
24:33Und dafür haben Sie jetzt so lange gebraucht? Was haben Sie denn die ganze Zeit gemacht?
24:36Komponisten gesucht. Straßen, die nach Komponisten benannt wurden.
24:41Wenn ja so viele Leute damals komponiert haben.
24:45Entschuldigung.
24:47Ja, Thomas?
24:50Der Hannes hat die Wagnerstraße mit der Mozartstraße verwechselt.
24:53Jedenfalls waren wir dann zu spät und die Wohnung war schon weg.
24:56Ah, der Hannes, seid ihr schon partout?
24:58Das nächste Mal frage ich irgendjemanden um Hilfe, der ein bisschen besseres Gedächtnis hat.
25:01Erzählen Sie mal nicht so streng, Frau Lange.
25:04Ich finde das beeindruckend, wie sich der Hannes für Sie nahe hebt.
25:09Zwei Zimmer ist kein Problem. Es ist nicht so viel Zimmer, als gar keins.
25:14Und wer weiß, vielleicht sucht die Christine ja bald einen netten Mitbewohner.
25:18Schick mir doch die Ansage aufs Handy. Danke dir.
25:24Nein, ein Stadler, ein paar Vitamine zwischendurch.
25:26Nein, ich brauch bloß ein bisschen Energie für meine kleinen grauen Zellen.
25:30So.
25:30Ja, machen Sie es wie ich. Gehen Sie zum Yoga.
25:33Ich hab das Alibi von der Frau Kämpfe überprüft, dem Ding.
25:37Namaste. Ich verneige mich vor dir.
25:39Dankeschön. Aber da hat sich gestern niemand verneigt.
25:41Das heißt, die Stunde ist nämlich ausgefallen wegen Männerschnupfen vom Yoga-Lehrer.
25:45Eine Sommergrippe?
25:47Quasi.
25:47Dann hat das als eine Kämpfe kein Alibi.
25:49Herr Moor, holen Sie die Dame bitte her.
25:51Das hab ich ja schon gemacht. Die müssen jeden, wo wir da sind.
25:54Krieg ich auch eine Gummitelle, bitte.
25:57Ich muss die.
25:59Namaste.
26:00Ja, genau.
26:06Hier, Christine. Das ist ein Foto vom schwarzen Brett mit einer Wohnungsanzeige.
26:11War ein Tipp von meinem Kumpel.
26:14Eine Zwei-Zimmer-Wohnung?
26:15Ich wollte doch eigentlich was günstiges.
26:18Ich kann ja mal anrufen.
26:23Christine Lange, hallo.
26:24Ich ruf an wegen der Wohnung.
26:27Die wär noch frei.
26:29Ja, klar kann ich die besichtigen.
26:32Ja, dann bin ich in zehn Minuten bei Ihnen.
26:35Super.
26:36Danke.
26:38Ich muss leider arbeiten.
26:39Kein Problem.
26:40Dann treffen wir uns einfach später in Times Square und ich erzähl dir, wie es gelaufen ist.
26:44Gerne.
26:47Also, wenn's mich fragen, Frau Lange, gibt's überhaupt keinen Zweifel.
26:51Der Herr Winkler ist in Sie verschossen und zwar über beide Ohren.
26:54Frau Grassecker, der freut sich einfach, dass er seine Glamage von vorhin wiedergutmachen kann.
26:58Klar.
27:00Britta?
27:01Britta?
27:02Warte mal, was?
27:04Du hast den Tobi in Flagranti erwischt.
27:08Boah, krass.
27:09Okay.
27:10Du, ich hab jetzt nur leider gar keine Zeit, weil ich mir gleich eine Wohnung anschaue.
27:14Aber ich ruf dich einfach später zurück, ja?
27:16Danke. Ich weiß schon, wo ich hin muss.
27:19Ach, recht.
27:22Frau Kempf, Ihr Alibi ist geplatzt. Der Yoga-Lehrer war krank und wären Sie gestern da gewesen, dann hätten Sie
27:27das auch gewusst.
27:28Sie haben uns angelogen.
27:30Ich wollte halt nicht, dass Sie mich verdächtigen.
27:32Gut, das war jetzt nicht das erste Mal, dass jemand erpresst wird und deswegen zur Waffe greift, ja?
27:37Erpressung?
27:38Äh, weswegen?
27:39Sie haben selbst gesagt, dass die Affäre Ihnen beruflich geschadet hätte.
27:43Ferdinand Niedermeyer hat Sie damit unter Druck gesetzt, Sie griffen zum Messer.
27:47Ich hab den Ferdinand nicht umbracht.
27:50Sonst wäre ich doch niemals am nächsten Morgen bei ihm vorbeigefahren.
27:53Außerdem hat der Ferdinand zuletzt gar kein Interesse mehr an meinem Geld gehabt.
27:56Ah, jetzt auf einmal? Überdinkt, der hat sich beglaubt.
27:59Ja, aber kurz vor unserer Trennung, da hat er mal erwähnt, dass er bald einen edlen Oldtimer haben wird.
28:05Ja, mein, ich hab das jetzt nicht zu ernst genommen. Der Ferdinand war halt ein liebenswertes Großmaul.
28:12Ach gut, das bringt jetzt nichts mehr.
28:15Sie dürfen jetzt gehen, Sie halten sich weiter zur Verfügung. Wiederschauen.
28:19Wiederschauen.
28:19Wiedersehen.
28:25Ich glaube nicht, dass Sie es waren.
28:27Obwohl es uns angelogen hat.
28:28Wir sollten an Philipp Melzer dranbleiben.
28:30Ich bin mir sicher, dass Ferdinand Niedermeyer am Überfall beteiligt war und Melzer seinen Anteil vorenthalten hat.
28:37Weshalb der richtig wütend auf Ferdinand war.
28:40Ja, aber da ist der Philipp Melzer nicht der Einzige.
28:42Ich denke an seinen Bruder Jakob Niedermeyer.
28:44Ich denke auch, dass da mehr dahintersteckt, als wie er uns der erzählt.
28:49Packen wir's.
28:51Ah, die Kontoauszüge vom Jakob Niedermeyer werden eingetroffen.
28:57Vielen Dank.
28:59So, dann schauen wir mal.
29:01Oh, der Kontostand ist nicht schlecht. Jurist muss man sein.
29:05Nicht ganz, Herr Stadler.
29:06Ich hab recherchiert, und zwar ist der Jakob Niedermeyer im Amtsgericht als Rechtspfleger tätig.
29:12Und sein Fachgebiet ist das Grundbuch.
29:14Feigrot. Sein Gehalt ist wirklich nicht üblich da, Schatz.
29:18Mhm. Dafür wirkte seine Einrichtung aber ziemlich nobel.
29:22Also in den letzten vier Wochen gab es diverse Überweisungen und auch Bareinzahlungen.
29:27Ich hab das mal farbig markiert.
29:28Alles in allem eine ziemliche Summe.
29:30Ich bin dabei, die Absender rauszufinden, aber das wird wohl noch ein bisschen dauern.
29:35Ja, dann sprechen wir doch persönlich mit Jakob Niedermeyer und fragen ihn, was es mit dem fehlend Geld auf sich
29:39hat.
29:40Oder, Herr Stadler?
29:40Ja, ist eh auf dem Weg in den Feierabend.
29:43Mhm.
29:44Wiederschauen.
29:45Tschüss.
29:46Ja, äh, Wiederschauen.
30:01Jetzt sind wir wohl umsonst hierher gefahren.
30:03Wissen Sie was, vielleicht hat eine Frau Stockl bis morgen in der Früh rausgefunden, woher das viele Geld stammt.
30:08Dann können wir damit konfrontieren. Aber jetzt machen wir Feierabend.
30:11Äh, eine Sache noch. Susanne Kämpf hat doch behauptet, dass unser Opfer mit einem Auto geprahlt hat.
30:17Sie meinen, der hat schon auf Sachen aus dem Erbe spekuliert.
30:20Müsste da aber mehr vorhanden, so als wir das Haus. Anders als der Jakob behauptet.
30:25Hm. Wir sollten uns eine Abschrift von dem Testament des Seniors besorgen.
30:28Genau das sollten wir. Wiederschauen, Frau Winter. Schönen Abend.
30:32Äh, Wiedersehen, Herr Stadler.
30:36Hallo, Miriam. Wir bräuchten eine Abschrift von dem Testament von Rudolf Niedermeyer.
30:42Ja. Ja, genau. Danke dir.
30:46Der ideale Zeitpunkt für ein kaltes Bier, Frau Kollegin. Wiederschauen.
30:58Servus beieinander. Habt ihr schon was gefunden?
30:59Ich habe einen neuen Cocktail kreiert. Mit Grenadapfelsirup und frischer Minze. Nennt sich Home Run.
31:06Home Run. Das passt ja. Äh, zweimal bitte.
31:10Sehr gern.
31:11Also, von der Lage her ist die Wohnung wirklich perfekt.
31:15Sie hat sogar einen kleinen Balkon. Die Vermieterin ist total nett.
31:17Und ich habe sogar schon die Zusage.
31:19Aber?
31:20Ich muss da wirklich nochmal eine Nacht drüber schlafen.
31:22Also, eigentlich ist die Wohnung für mich alleine schon zu teuer.
31:27Naja, aber es spricht ja nichts dagegen, dass es eine Bleibe für zwei wird.
31:35So, zweimal Home Run. Bitte schön.
31:39Äh, ich lade dich natürlich ein, ne? Also, bei der Tipp mit der Wohnung kam wir von dir.
31:43Ah, du ziehst um, Kristin?
31:45Ja, also, bis morgen muss ich mich entscheiden.
31:47Ja, habt schon ein bisschen Zeit. Bis dahin zum Wohle.
31:50Dann auf gute Entscheidungen.
32:02Ja.
32:04Ah, Frau Stockel, da sind Sie.
32:06Frau Grasecker.
32:07Schauen Sie, das Fax für Sie ist aus Versehen bei mir unten gelandet.
32:10Warum haben Sie nicht die Frau Lange geschickt?
32:13Weil die noch gar nicht da ist.
32:14Die hat sich doch gestern eine Wohnung angeschaut und danach wollte sie sich noch mit Herrn Winkler im Times Square
32:19treffen.
32:20Der Paketbote hat unsere Frau Lange.
32:23Ha, so wie sie der reingehängt hat.
32:25Nicht, dass er gleich mit einzieht.
32:28Ah, servus, Britta.
32:30Ja, du blöd, dass wir uns gestern nicht mehr erreicht haben.
32:32Ach, bei deiner Mama warst du.
32:35Gut, egal. Ich habe großartige Neuigkeiten.
32:38Ich habe eine Wohnung für uns gefunden. Mitten in Rosenheim, mit Balkon.
32:43Ja, du, da kann ja dieser Tobi jetzt aber wirklich gestohlen bleiben.
32:46Britta, dafür sind Freunde ja da.
32:49Ja, bis später.
32:52Hallo, Frau Lange. Sie strahlen ja so.
32:54Ja, ich habe endlich eine Wohnung gefunden und jemanden, der wird mir einziehen.
32:57Gratulation.
32:58Danke, ich muss nur schnell noch der Vermieterin Bescheid sagen.
33:01Äh...
33:02Guten Morgen, Frau Grasegger.
33:06Eben war der frühe Vogel.
33:07Hilft ja nichts. Einer muss wohnen.
33:09Frau Lange kommt gleich, die sagt nur eben noch ihre neue Wohnung zu.
33:12Ah, nimmt sie die jetzt doch? Weil eigentlich war sie eher zu teuer.
33:16Ach, sie hat wohl einen Mitbewohner, hat sie mir gerade erzählt.
33:22Das ist ja jetzt schnell gegangen.
33:27Guten Morgen allerseits.
33:29Morgen.
33:30Guten Morgen, Eva.
33:31Gut, dass ihr alle da seid.
33:32Ich habe nämlich was rausgefunden.
33:34Und zwar weiß ich jetzt, von wem die Überweisungen auf dem Jakob Niedermeyer seinem Konto stammen.
33:38Bis auf eine, die ist aus der Schweiz.
33:41Die anderen stammen allesamt von Antiquitätenhändlern aus der Umgebung von Rosenheim.
33:46Jakob Niedermeyer kann unmöglich seine eigenen Möbel verkauft haben, dazu war die Wohnung viel zu voll.
33:51Guten Morgen.
33:52Guten Morgen, Stockl.
33:52Guten Morgen.
34:22Morgen.
34:23Ich habe noch ein paar Jahre in der Tatmacht gespielt und die Beute behalten.
34:25Während sein Kumpel ins Gefängnis ging.
34:28Das nenne ich ein astreines Mordmotiv.
34:29Und Melzer hat kein Alibi.
34:31Ja, aber blöderweise haben wir gegen ihm nichts in der Hand.
34:34Weder Fingerabdrücke auf der Tatwaffe noch Zeugenaussagen.
34:38Moment.
34:38Melzer muss sich doch regelmäßig bei seinem Bewährungshelfer melden.
34:42Beziehungsweise jederzeit erreichbar sein.
34:46Ich ahne, auf was Sie hinaus wollen.
34:49Funkzellenabfrage in der Tatmacht.
34:50Genau.
34:51Und sogar das Küchenbuffet passt in die neue Wohnung.
34:54Das heißt, wir brauchen nur noch zwei hübsche Liegestühle und dann ist fertig.
34:57Meine Frau Lange, das freut mich so für Sie.
34:59Und der Herr Winkler ist ja wirklich ganz ein netter.
35:01Na, der ist echt nett.
35:02Ohne den netten Britta und ich jetzt auch keine neue bleibe.
35:06Britta?
35:07Hm?
35:08Ja?
35:09Und mit der ziehen Sie jetzt an?
35:11Ja, mit wem denn sonst?
35:13Da wird der Herr Winkler enttäuscht sein.
35:15Ich glaub, der hat schon drauf spekuliert, dass er Ihr neuer Mitbewohner wird.
35:20Der Hannes.
35:21Wir kennen uns doch gar nicht.
35:23Da zieht man doch nicht zusammen.
35:25Ich sag nur, was ich gesehen hab.
35:32Die Funkzellenabfrage von Metzer ist fertig.
35:34Der war wirklich an dem Abend in der Wohnung.
35:37Zwischen 22.26 Uhr und 22.34 Uhr.
35:40Du meinst, was Anwesenheit passt genau zum genannten Todeszeitpunkt.
35:44Herr Mohr?
35:44Bin schon weg.
35:47Von wegen Jakob Niedermeier, Herr Stadler.
35:50Ich glaube, den Durchsuchungsbeschluss können wir uns sparen.
35:54Mhm.
35:55Ja.
35:56Schauen wir mal mit, da sehen wir schon.
36:01Und?
36:02Wie hast du dich entschieden?
36:06Britta und ich nehmen die Wohnung.
36:08Schön für euch.
36:09Sag mal, kannst du das Paketauto eigentlich auch privat nutzen?
36:13Dann könntest du uns ja beim Umzug helfen.
36:15Weil Britta und ich machen danach ne mega Einwärmungsparty und du wärst natürlich unser Ehrengast.
36:25Herr Melzer, Sie waren in der Tatnacht beim Ferdinand Niedermeier in der Werkstunde.
36:30Jetzt brauchen Sie gar nichts dagegen sagen, weil sich nämlich dort Ihr Handy eingeloggt hat.
36:35Und zwar exakt acht Minuten lang.
36:37Genügend Zeit, um Ihren ehemaligen Kumpel zu ermorden.
36:40Ich weiß nicht.
36:41Das Geld aus dem Überfall lagerte bei Ferdinand Niedermeier.
36:45Und dafür haben wir auch Beweise.
36:49Also gut.
36:50Wir waren damals zu zweit.
36:53Die Abmachung lautete, dass Ferdi und ich die Beute teilen.
36:57Sie saßen ein und er hat inzwischen das ganze Geld verjubelt.
37:00Ich kam vor drei Tagen frisch aus dem Knast.
37:02Ich brauchte meinen Anteil.
37:04Aber Ferdi hat mich nur ausgelacht.
37:07Da habe ich ihm eine betoniert.
37:09Das mag sein, aber vorgestern Nacht sind Sie nochmal zu ihm hin.
37:14Ich habe ihn nicht umgebracht.
37:16Ich wollte nochmal mit ihm reden.
37:18Aber als ich dort angekommen bin, stand die Tür zur Werkstatt offen.
37:21Und drin lag der Ferdi.
37:24Tot.
37:27Und wenn das wirklich so war, bescheidene Frage, warum haben Sie nicht einfach Polizei gerufen?
37:32Die hätten mich hundertprozentig für den Mörder gehalten.
37:35Und gleich wieder in den Knast gesteckt.
37:36Tja, Herr Melzer, da werden Sie wohl doch bald wieder Ihre alte Zelle beziehen.
37:42Herr Mohr.
37:44Herr Melzer, kommen Sie mal mit.
37:49Na?
37:58Was habe ich gesagt?
38:01Noch hat er nichts gestanden.
38:03Und laut Frau May wurde der Ferdinand Niedermeyer zwischen 22 und 22.30 Uhr ermordet.
38:10Vielleicht war er ja wirklich schon tot bei dem LC gemäß.
38:12Der Mann hat eine Bank ausgeraubt.
38:14Das heißt, im Umgang mit Waffen ist er nicht besonders zimperlich.
38:16Allerdings war seine Pistole bei dem Banküberfall eine Antrappe.
38:23Entschuldigung, die Abschrift vom Testament vom Niedermeyer Senior wäre jetzt da.
38:27Gut.
38:31Also habe ich doch recht gehabt.
38:34Der Jakob Niedermeyer hat uns von Anfang an nur angelangt.
38:37Was seinen Beruf betrifft, dann das angeblich magere Erbe und dass der Ferdinand mit seinem Vater bis zum Schluss zerstritten
38:43war, stimmt ja auch nicht.
38:44Nein, nein, ganz im Gegenteil. Der Senior hat vor circa zwei Monaten veranlasst, dass quasi sein Erstgeborener gut die Hälfte
38:51vom Besitz kriegt.
38:52Der Jakob Niedermeyer wollte es halt einfach nicht mit seinem Altbrot erteilen.
38:56Und deswegen hat er kurz vor dem Tod des Vaters dessen Wohnung geplündert, die ganzen Sachen verkauft und das Geld
39:01auf seinem Konto stammt aus diesem Verkäufen.
39:03Dafür muss Jakob Niedermeyer aber im Voraus von dem Testament des Seniors gewusst haben.
39:07Ja, vielleicht hat der Vater mit ihm geredet.
39:10Muss ja nicht. Wo hinterlegt man ein Testament? Im Amtsgericht. Und da arbeitet Jakob Niedermeyer. Ich meine, in einer anderen
39:17Abteilung, aber das wird sicher kein Problem gewesen sein.
39:20Der Jakob verschafft sich einen Einblick ins Testament, sieht, dass sein Halbbruder ebenfalls erbt und deswegen verkauft er die ganzen
39:26Wertzahlen vom Vater.
39:27Damit er dem Ferdinand gegenüber später behaupten kann, dass kaum Erdmasse da ist.
39:32Ach, eine E-Mail aus der Schweiz. Die Überweisung stammt von einem Oldtimer-Händler.
39:41Da, das passt genau zum Testament. Der Ferdinand Niedermeyer hätte von seinem Vater einen Oldtimer im Wert von 100.000
39:48Euro bekommen.
39:49Und dann stimmt das auch zu der Behauptung der Susanne Kempf gegenüber.
39:53Frau Stockling, sagen Sie den Kollegen Bescheid und die sollen einen Durchsuchungsbeschluss mitbringen.
39:57Das mache ich.
40:02Ich verstehe das nicht. Was wollen Sie denn noch? Ich habe Ihnen doch schon alles erzählt, was ich weiß.
40:09Ja, jetzt machen Sie erst einmal die Garage auf und bevor jetzt da wieder irgendwelche Fragen kommen, das wäre ein
40:14Durchsuchungsbeschluss.
40:15Können Sie gerne behalten.
40:26Und? Was sehen Sie? Nichts.
40:29Doch. Ein Mordmotiv, weil bis vor kurzem da herin nämlich ein extrem teurer Oldtimer gestanden ist.
40:36Aber Sie, Herr Niedermeyer, haben den Wagen vor drei Wochen verkauft, zusammen mit anderen wertvollen Antiquitäten aus dem Haustand Ihres
40:42Vaters.
40:43Sie wollten halt einfach nicht mit Ihrem Halbbruder teilen und deswegen haben Sie kurz vor dem Tod des Vaters begonnen,
40:48das gemeinsame Erbe zu verhökern, um sich wenigstens das Geld zu sichern.
40:52Darunter eben dieser 100.000 Euro teure Oldtimer.
40:56Nach dem Tod Ihres Vaters hätten Sie behauptet, dass es nichts zu holen gibt, stimmt's? Und vermutlich wären Sie damit
41:01sogar durchgekommen.
41:02Bloß blöd, dass der Ferdinand von diesem Wagen wusste. Da hätte es ja bei der Testamentseröffnung schon gescheppert.
41:07Sie haben Handschuhe getragen. Aber die KTU wird DNA-Spuren von Ihnen am Tatort finden.
41:16Der Ferdinand hat mich noch am Tag der Beerdigung auf den Oldtimer angesprochen. Können Sie sich das vorstellen?
41:25Somit wussten Sie, dass Sie aufliegen würden.
41:27Also mussten Sie Ihren Halbbruder loswerden.
41:29Das Erbe stand mir zu.
41:31Und dann kommt Ferdinand, schmeichelt sich ein und er prompt die Hälfte.
41:34Ich habe ihn darauf angesprochen. Ich bin zu ihm in die Werkstatt gegangen und habe ihm gesagt, dass ich ihn
41:38für einen Erbsschleicher halte.
41:41Aber der... der hat mich so verhöhnt.
41:47Da habe ich zum Messer gegriffen.
41:48Herr Niedermeyer, Sie sind vorläufig festgenommen, wegen des dringenden Tatverdachts Ihren Halbbruder Ferdinand Niedermeyer getötet zu haben.
41:57Bitte abführen!
42:00Moment, Herr Gittimit.
42:11Verstehen Sie, warum Oldtimer so viel wert sind?
42:15Freilich, weil manches im Alter ja erst gut wird. Schauen Sie mich an.
42:18Wir k되는en 3, 2, 3.

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