- vor 1 Stunde
Mit dem 5. November 2026 erscheint The Legend of Zelda: Ocarina of Time als waschechtes Remake für Nintendo Switch 2 rund 28 Jahre nach dem ersten Release noch einmal. Dabei stieß die Neuauflage mit den ersten richtigen Szenen nicht nur auf viel Gegenliebe. Vor allem am Look haben sich viele Fans gestört.
Jetzt habe ich das neue Ocarina of Time komplett auf Herz und Nieren geprüft und kann euch ganz ausführlich verraten, ob die Zweifel gerechtfertigt sind, oder ob man mit diesem Remake nichts falsch machen kann.
Warum dieses The Legend of Zelda ein ganz einzigartiges Erlebnis, was genau für eine Art von Neuauflage es geworden ist und wo es dann doch einmal gestolpert ist, zeige ich euch in diesem Video!
00:00 - Intro
01:04 - Was für eine Art Remake ist das hier?
05:35 - Ein unverwüstliches Spielprinzip
10:45 - Die größte, spielerische Neuerung
12:54 - Dungeons und Gefechte
17:18 - Fazit
Jetzt habe ich das neue Ocarina of Time komplett auf Herz und Nieren geprüft und kann euch ganz ausführlich verraten, ob die Zweifel gerechtfertigt sind, oder ob man mit diesem Remake nichts falsch machen kann.
Warum dieses The Legend of Zelda ein ganz einzigartiges Erlebnis, was genau für eine Art von Neuauflage es geworden ist und wo es dann doch einmal gestolpert ist, zeige ich euch in diesem Video!
00:00 - Intro
01:04 - Was für eine Art Remake ist das hier?
05:35 - Ein unverwüstliches Spielprinzip
10:45 - Die größte, spielerische Neuerung
12:54 - Dungeons und Gefechte
17:18 - Fazit
Kategorie
🎮️
VideospieleTranskript
00:06Ocarina of Time ist wieder da. Und das ist gleich doppelt und dreifach was Besonderes. Denn das
00:11allererste 3D-Zelda gilt als eines der, laut Metacritic, sogar als das beste Spiel aller
00:18Zeiten. Und das Remake will nun eben dieses Meisterwerk sogar noch toppen. Gleichzeitig
00:23hat sich die The Legend of Zelda-Reihe mit den letzten beiden Teilen Breath of the Wild und
00:27Tears of the Kingdom weit von der klassischen Formel der Reihe entfernt. Statt linearer Welt
00:31und Dungeons gab's zuletzt Open World und maximale Freiheit bei der Erkundung. Hier prallen also so
00:37einige Welten aufeinander. Und ich kann euch direkt zu Beginn eines versprechen, das hier ist ein
00:43fantastisches Remake mit großartigen kleinen Anpassungen. Warum genau aber ein im Kern 28
00:49Jahre altes Spiel immer noch so gut funktioniert, wo die Neuauflage stolpert und für wen dieses Zelda
00:54überhaupt was ist, das zeige ich euch in den nächsten Minuten. Los geht's!
01:09The Legend of Zelda Ocarina of Time beginnt genauso wie das Original. Und doch nicht, denn hört einfach mal hin!
01:18Bald schon kann ich nicht mehr über diesen Wald hier warten. Jawohl, genau wie die letzten Teile ist das
01:26Remake in den Zwischensequenzen voll vertont. Deswegen kann ich Link auch nicht mehr anders zum
01:31Start benennen. Viele der hervorragenden Stimmen sprechen ihn halt auch direkt an.
01:35Ich sag's nur einmal, Junge. Du wirst sie nicht beschützen können.
01:38Ich! Link!
01:42Und ich muss an dieser Stelle unbedingt einfach was loswerden. Nintendo, lasst den Burschen doch
01:48endlich mal selbst reden. Gerade in den Cutscenes, in denen Figuren den Helden direkt ansprechen,
01:53wirkt es einfach nur noch so merkwürdig, dass er einfach nichts sagt. Er ist doch mittlerweile eine
01:59eigene etablierte Figur. Lasst ihn sprechen! Die Vertonung gilt aber sowieso nur für große Sequenzen,
02:06ansonsten gibt's diese Textboxen und Zelda-typischen Laute. Und auch die Geschichte selbst bleibt im
02:11Original exakt treu. Nach wie vor soll Link nichts weniger als die Welt vor dem bösen Gannondorf
02:17retten. Das ist also eine ganz klare, lineare und märchenhafte Gut-gegen-Böse-Story. Das Remake
02:23inszeniert die nur deutlich schicker als das Original und erklärt hier und da auch die Lore ein bisschen
02:27besser, weil ausführlicher. Hier mal ein ganz harmloses Beispiel.
02:49Ups, hab ich dich etwa erwischt?
02:53Ich bin's nun, dein Kumpel Narunia. Hab gehört, wie es in der Hölle geholt worden und gepoltert hat.
02:59Da war mir eins klar, klipp und klar. Du hast dir die beste Mal zur Brust genommen.
03:18Und wo ich doch gerade schon bei der Handlung etwas mit den Vergleichen angefangen habe,
03:23bleibe ich doch gleich mal beim Thema und beantworte euch die Frage, was genau für eine Art Remake ist
03:27denn das jetzt hier? Also, dieses Ocarina of Time ist schon wirklich extrem nah am Original dran. Es
03:33inszeniert seine Geschichte etwas schicker, es kommt mit komplett neuer Optik und orchestralem
03:38Soundtrack daher, weswegen ich in den ersten Stunden ne Dauer Gänserhaut hatte. Ich mein,
03:42schaut und hört doch einfach mal.
03:51Und das Remake überarbeitet ein paar Kleinigkeiten, zu denen ich später noch komme. Aber unterm Strich ist
03:56das hier wirklich genau das gleiche Spiel wie 1998. Sogar so sehr, dass ihr die Unterschiede zum Original
04:01kaum bemerken werdet, wenn ihr nicht etwa wie ich vorher noch mal die N64-Version durchgespielt
04:05habt. Und die 3DS-Version. Nun.
04:09Der Punkt ist, dieses Remake ist ein guter Startpunkt für wirklich alle Spieler. Egal,
04:13ob ihr Ocarina of Time noch von früher kennt oder ob ihr nur davon gehört habt und den ollen Schinken
04:17aber jetzt nicht noch mal nachholen wollt. Das hier ist die perfekte Gelegenheit, den Klassiker in
04:21neuem Gewand zu erleben. Und Stichwort Gewand, die wohl größte Änderung ist die Optik. Und da habe ich viele
04:27gute und ein paar, sagen wir mal, nicht ganz so gute Nachrichten. Zunächst einmal bleibt der Stil
04:32natürlich Geschmackssache und ich kann wirklich jeden verstehen, der mit manchen Designs nicht
04:36ganz zufrieden ist. Ich muss aber auch fairerweise sagen, man gewöhnt sich wahnsinnig schnell an die
04:40neuen Modelle. Ja, auch später habe ich immer mal wieder noch das Gefühl, dass die eher realistisch
04:45gehaltene Spielwelt und die puppenhaften Charaktere, wie beispielsweise die Kukiri hier nicht
04:51einhundertprozentig zusammenpassen. Aber das war tatsächlich auch eher die Ausnahme. Ich freue mich
04:55vielmehr, dass Nintendo den schrulligen Designs der Vorlage treu geblieben ist. Merkwürdige NPCs,
05:00wie etwa Boris der Friedhofswärter und gruselige Monster sind nach wie vor mit an Bord. Was mich
05:05bei der Technik vielmehr gestört hat, ist die fehlende Kantenglättung. Gerade an Haaren und
05:09Pflanzen scheitert die schicke Grafik immer wieder. Und man kann auch nichts dagegen tun,
05:14irgendwelche Grafikeinstellungen gibt's nämlich leider nicht. Dafür bleibt die Framerate konstant,
05:18ich konnte es nicht exakt nachmessen, aber es sieht schon sehr stark nach 60 Bildern pro Sekunde aus. Und hey,
05:23wer will, kann sogar das HUD komplett ausstellen und einfach so durch die Welt wandern.
05:35Die Grafik ist aber auch eigentlich schon die größte Neuerung. Denn genau wie die Story bleibt
05:39auch beim eigentlichen Spielablauf alles beim alten. Ich lande als Mini-Link in der Welt und los geht's.
05:45Ich erkunde erst das Kukiri-Dorf, muss mich mal wieder von Mido ärgern lassen, sammle Schwert und
05:50Schild ein und stolpere in den Dungeon. Da löse ich dann haufenweise Rätsel und baller am Ende
05:54nen Boss um. Das bleibt im Kern auch der Ablauf fürs gesamte restliche Spiel. Also jetzt ohne Mido,
06:02der wird mich ja wohl jetzt nicht nur als Erwachsener ärgern, oder? Äh, oh. Naja, egal. Dieses
06:08Prinzip hat auch heute nichts von seiner Qualität und seinem Reiz verloren. Denn im Kern kitzelt Ocarina of Time,
06:14genau wie Breath of the Wild übrigens, meinen Entdecker dran. Überall ist jemand, überall glänzt
06:19etwas und ich kann mit allem interagieren. Nur verläuft das Remake dabei eben viel linearer und die Welt
06:24ist wesentlich kleiner. Ich habe immer ein ganz klares Ziel, später sogar mehrere gleichzeitig und die muss
06:30ich dann erreichen. Wie genau? Das finde ich dann selbst heraus. Dieser Ablauf ist was, was dieses Zelda bis
06:35heute unglaublich gut macht. Denn hier laufe ich nicht, wie es später in Twilight Princess & Co. Standard wurde,
06:41von Dungeon zu Dungeon und finde da alles Nötige, in Ocarina of Time muss ich die Welt auch wirklich
06:46abseits der Rätselorte gut erkunden. Denn ich erhalte einige notwendige Gegenstände auch wirklich
06:51nur außerhalb der Dungeons. Dafür erledige ich dann einige kleine Quests. Für den Wurfhaken muss
06:56ich zum Beispiel ein Wettrennen gegen einen Geist gewinnen. Und sogar mein Pferd Epona gibt's nur,
07:00wenn ich vorher eine entsprechende Missionsreihe absolviert habe. Weil das Spiel seine Oberwelt viel
07:10stärker mit den Dungeons verbindet, habe ich hier auch nie das Gefühl, dass ich nur von einem Ort zum
07:14anderen renne. Nein, ich tauche hier richtig ein. Ich bin aber auch nie zu lange an einem Ort,
07:18deswegen wird's nie langweilig. Vom Wald ins Gebirge, zum See bis hin in die Wüste. Ocarina of
07:24Time hat einfach ein unglaublich perfektes Pacing. Und ja, es geht auch immer mal wieder zurück zu
07:29alten Orten, aber selbst dieses Backtracking fühlt sich wegen den beiden zentralen Mechaniken des Spiels
07:33nie repetitiv an. Denn Link kann zum einen die Welt mit der titelgebenden Ocarina der Zeit beeinflussen,
07:39zum anderen kann er nach dem ersten Drittel in der Zeit hin und her springen. Ich kann in der
07:43Zitadelle der Zeit jederzeit sieben Jahre in die Zukunft und wieder zurück in die Vergangenheit
07:47wechseln. Und meine Güte, das war wirklich ein bisschen viel Zeit für einen Satz. In sieben
07:51Jahren hat sich Hyrule Massive verändert. Die einst strahlende Stadt ist jetzt der Treffpunkt
07:55anonymer Redeads, der Hylia-See ist trockengelegt und mein Sora-König im roten Eis gefangen. Dieser
08:01Wechsel ist also auch einfach eine clevere Idee, aus der gleichen Fläche doppelt so viel herauszuholen. Und
08:06damit nicht genug, denn ich kann die Zukunft auch noch direkt beeinflussen. Wenn ich zum Beispiel
08:10als junger Link einen Samen pflanze, dann kann mein großer Held sieben Jahre später darauf
08:14herumdüsen. Ich kann an einer Stelle sogar etwas dank einer von mir selbst kreierten Zeitschleife
08:21lernen. Dieser Moment sorgt bei mir immer noch für Gänsehaut. Apropos, wenn ich schon beim Thema
08:26Gänsehaut und Lernen bin, Link lernt auf seiner Ocarina genau wie 1998 insgesamt zwölf Melodien. Wie ich vor
08:32wenigen Minuten gesagt habe, kann ich damit die Welt direkt beeinflussen. Ich kann zum Beispiel die
08:36Tageszeit verändern, Stürme heraufbeschwören oder meinen Vogelscheuchen Buddy Paul zu mir rufen. Und das
08:41sind auch alles Stücke, die die Serie bis heute prägen.
08:51Die zentralen Gameplay-Mechaniken von Ocarina und Zeitreise sind also auch heute noch über alle Zweifel erhaben. Aber auch
08:58abseits dieser Grundpfeiler steckt die Welt voller unterhaltsamer Inhalte. Ich kann der Kampagne folgen,
09:03ich kann aber auch Minispiele in der Stadt spielen, ne Tauschquest starten, Herzteile für mehr
09:08Lebensenergie suchen und goldene Spinnis sammeln. Habe ich von denen genug, bekomme ich neue Items wie
09:12zum Beispiel eine größere Geldbörse. Überall kann ich etwas tun und überall finde ich Belohnungen,
09:17mit denen ich auch was anfangen kann. Die wohl größte Belohnung war für mich aber, dass ich das Wettren gegen
09:21diesen Typen hier gewonnen habe. Das wissen wahrscheinlich jetzt nicht alle, aber 1998 konnte
09:27man das nicht gewinnen. Es war unmöglich, weil das Spiel hier einfach ein bisschen geschummelt hat.
09:32Jetzt geht es. Nach über 25 Jahren. Ich kann das echt immer noch nicht richtig fassen. Ihr merkt schon,
09:38für Kenner des Originals steckt hier sowieso ne Menge drin, aber auch neue Spieler lotsen die Belohnungen
09:43fantastisch durch die Welt. Und übrigens bietet das Remake vor allem bei der Erkundung zwei meiner absolut
09:48liebsten Neuerungen. Die Spuren der Zeit und die NPCs. Gerade in der zweiten Spielehälfte habe ich
09:54wirklich gerne mal mehrere Missionen offen. Früher musste ich mich aber schon wirklich selbst daran
09:58erinnern, was ich alles machen konnte. Jetzt habe ich einfach dieses Journal und kann immer wieder
10:03nachschauen. Ja, es ist im Grunde nur ein Questlog, aber das war auch einfach so bitter nötig. Noch mehr
10:10haben mir aber die NPCs gefallen. Denn mit dem Remake tauchen bei den Figuren immer wieder kleine
10:14Sprechblasen auf und signalisieren mir, dass mir jemand einen Tipp geben kann. Die Figuren
10:18verraten mir dann zum Beispiel, wo ich jemandem ne Maske schenken kann, wie genau Nebenbeschäftigungen
10:22funktionieren, wie ich zu meinem Ziel gelange und so weiter und so fort. Das wirklich Geniale daran,
10:27das ist super unaufdringlich und ich kann's immer ignorieren. Sogar Navi ist durch diese Designidee
10:32plötzlich nicht mehr nervig, weil sie mich nie aus dem laufenden Spiel reißt. Sie kommentiert
10:36einfach nur noch in dieser kleinen Sprechblase. Das ist so ne Wohltat, dass ich mich wirklich über
10:40jedes deutsche Lissen freue. Ja, und wo ich doch schon bei den Neuerungen bin, bleib ich
10:48doch einfach dabei. Denn auch wenn der Spielablauf genauso bleibt wie ein Kenner des Originals,
10:52naja, Ken, hat Nintendo doch einiges im Detail angepasst. Also, es gibt eine GANZ kleine neue
11:00Quest, in der ich einfach nur einen Käfer einfangen muss. Feenrunen in der Welt verraten mir kleine
11:04Geheimnisse. Die Lon Lon Farm und der Hyliasee sind nun nahtlos mit der großen Ebene verbunden.
11:09Tag und Nachtwechsel finden nun überall und zu jedem Zeitpunkt statt. Es gibt ne dedizierte
11:13Skulptula Brosche, die in der Nähe der goldenen Spinn-Collectables aufleuchtet.
11:17Kepora Gepora hält mich nun nicht mehr in einer Textbox-Schleife gefangen, verliert dafür aber
11:21irgendwie viel zu viele Federn beim Fliegen. Ich kann im letzten Drittel, wenn ich schlafen gehe,
11:25im großen Monstersaal alle Feinde anschauen und die Bosse sogar nochmal herausfordern. Und ich kann zu
11:31jedem Zeitpunkt frei speichern und kann dann auch an exakt der gleichen Stelle weitermachen.
11:35Wie gesagt, das sind alles eher Kleinigkeiten, die die Spielerfahrung angenehm modernisieren.
11:39Und das gilt ganz besonders für die neue Steuerung. Mit dem Remake steuere ich Ocarina
11:43of Time nun wie ein klassisches Third-Person-Spiel. Ich kann also endlich die Kamera frei herumschwenken,
11:48Link sprintet bei gedrückter Taste und ich kann auch auf Knopfdruck überall sprengen. In der
11:52ersten Stunde ist das vor allem für Fans der Vorlage super merkwürdig. Ich mein,
11:56der ist doch früher einfach über die Kante gelaufen und … Ja, funktioniert doch immer noch gut.
12:03Außerdem hat die freie Kamera beim Sprinten für mich wirklich keinen Sinn ergeben. Die
12:07justiert nämlich auch dann nicht nach. Nur parkt mein Daumen hier auf der Laufen-Taste,
12:11ich kann die Kamera also auch nicht selbst ausrichten, dann doch lieber rollen. Ist sowieso fast genauso
12:17schnell. Das klingt jetzt vielleicht erstmal nach einer großen Umstellung, die Neuerungen verändern aber
12:20letztlich deutlich weniger im Spiel, als ich anfangs gedacht habe. Ja, ich steuere Link jetzt etwas freier
12:26und direkter. Das grobe Design der Welt und Orte bleibt ja aber gleich. Ich habe jetzt nicht plötzlich
12:30viel mehr Möglichkeiten, bei denen ich vom manuellen Sprung wirklich viel habe. Im Gegenteil,
12:35manche alte Taktiken, wie die hier in Kakariko, gehen gar nicht mehr. Nintendo hat nämlich da die
12:39Gebäude etwas auseinandergezogen. Entsprechend versteht das einfach als moderne Steuerungen,
12:44an die man sich schnell gewöhnt. Mehr ist es nämlich auch nicht.
12:54Kommen wir zum Schluss aber noch wohl zum größten Highlight der klassischen 3D-Zeldas, den Dungeons.
12:59Vor Breath of the Wild und Tears of the Kingdom waren diese großen Rätselorte die Höhepunkte der
13:04Spiele. Denn diese Dungeons haben einen perfekten Spagat mühelos hinbekommen. Ich muss hier wirklich
13:09nachdenken und rätseln. Die Dungeons waren aber nie zu schwer und ich habe mich ziemlich schnell ziemlich smart gefühlt.
13:15Das ist wirklich eine schwere Kunst, vor allem wenn es nur einen richtigen Weg gibt.
13:19So, die Dungeons sind also ein abgeschlossener Bereich, in dem ich simpel gesagt zum Boss
13:22kommen muss. Der Weg dahin ist aber voll mit Gegnern und Puzzles. Mal muss ich wirklich einfach
13:26nur ein paar Blöcke hin- und herschieben, mal muss ich einen Kampf gegen besondere Gegner gewinnen und
13:30immer muss ich dabei bestimmte Items einsetzen. Daran hat sich auch im Remake fast gar nichts
13:36geändert. Wenn ihr die Dungeons aus dem Original kennt, spaziert ihr hier fast durch. Ja, man kann mal
13:40einen Schlüssel übersehen, aber die Orte sind doch recht überschaubar. Es wird also nie frustrierend.
13:44Ganz ehrlich, es gibt in späteren Zeldas wirklich komplexere und teilweise auch bessere Dungeons,
13:49aber Ocarina of Time kann trotzdem da noch locker mithalten. Denn was den Dungeons an Größe mangelt,
13:54gleichen sie durch viele kreative Ideen wieder aus. Im Waldtempel jage ich zum Beispiel Geister
13:59durch Bilder und laufe durch verdrehte Gänge, im Feuertempel befreie ich Guronen und kloppe mit
14:04dem Hammer Statuen weg und den Geistertempel muss ich sogar als Junge und Alterling absolvieren. Und
14:12natürlich ist auch mein gefürchteter Wassertempel wieder mit dabei, bei dem ich das kühle Nass
14:16immer wieder anheben und senken muss. Das klingt alles sehr gleich, bei den Dungeons hat Nintendo
14:28aber sogar noch am meisten verändert. Auch wenn der grundlegende Ablauf gleich bleibt,
14:32haben die Entwickler doch viele Räume vernünftig zusammengekürzt. Dieser Raum mit drehenden Plattformen
14:37im Waldtempel ist zum Beispiel nun deutlich kleiner, beim Feuertempel sind ebenfalls ein
14:41paar unnötige Abzweigungen gestrichen worden und auch Jabu Jabus Bauch verzichtet auf einen kleinen
14:46Umweg. Die waren im Original vor allem deswegen drin, weil man ja immer bei einem Neustart am
14:50Dungeon-Anfang wieder beginnen musste. Es musste also einen Weg geben, von dem man aus immer schnell
14:55wieder in die hinteren Bereiche gelangen konnte. Das braucht man nicht mehr. Entsprechend fand ich die
15:00entschlackten Dungeons sehr angenehm. Ebenfalls angenehm, das Remake hat vor allem für die
15:04Schatten- und Wassertempel beim 3DS-Remake abgeguckt. Beim Wassertempel ist farbig markiert,
15:08wo ich das Wasser anheben und senken kann und die verschiedenen Stiefel für Link liegen jetzt
15:12einfach nur auf einer Taste und ich muss nicht mehr mühsam durchs Menü klicken. Dafür gibt's nur
15:17noch einen einzigen Knopf für Items. Ich kann zwar durch diese Leiste wirklich schnell ein anderes
15:21auswählen, aber die bis zu sechs Plätze der 3DS-Fassung, die habe ich wirklich schon das
15:26ein oder andere Mal vermisst. Sobald ich aber alle Rätsel gelöst und alle Truhen samt ikonischem
15:38Sound geöffnet habe, stehe ich vor einem der Bosse. Da kann ich aber nicht einfach draufhauen,
15:44ich muss mir ne bestimmte Strategie überlegen, sonst beiß ich schnell ins Gras. Das bringt mich
15:49auch direkt zu den Kämpfen. Die Gefechte sind extrem simpel und hier merkt man dem Spiel sein Alter
15:54auch am meisten an. Ich kann mit einem Schwert draufhauen, ich kann Gegner per Lock-on anvisieren
15:59und so automatisch auch blocken. Und ich kann natürlich auch meine ganzen Items einsetzen.
16:03Weit entfernte Monster erwische ich zum Beispiel mit Schleuder oder später Bogen,
16:06diese Statuen muss ich hingegen mit Bomben oder dem Hammer bearbeiten. So simpel das System ist,
16:11so viel Spaß machen die Gefechte trotzdem. Denn genau wie bei den Bossen brauche ich für die
16:15meisten Feinde auch ne bestimmte Taktik. Diese Spinnen sind zum Beispiel nur am Bauch für fatale Treffer
16:20offen, die Re-Deads kann ich per Ocarina-Song einfrieren und diesem Oktopus schleudere ich
16:24sein Geschoss einfach direkt zurück ins Gesicht. Bei jedem neuen Gegner kann ich ne Schwachstelle
16:29herausfinden und wenn ich hier wirklich absolut keine Ahnung habe, dann kann ich auch immer Navi
16:34um Hilfe bitten. Kleiner Makel für mich als Fan des Originals, der Wurfhaken schaltet die Spinnen
16:39leider nicht mehr mit einem Schuss aus. Ich habe ja aber gesagt, dass man an den Gefechten
16:46dem Spiel sein Alter am meisten anmerkt. Und damit meine ich ganz explizit die Lock-on-Funktion. Die war
16:511998 legendär und erlaubte überhaupt erst so angenehme Gefechte in dreidimensionaler Umgebung.
16:57Aber die hat sich eben auch mittlerweile weiterentwickelt. Heutzutage ist es Standard,
17:01dass ich ohne Probleme zwischen zwei Gegnern hin und her wechseln kann. Im Zelda-Remake geht das nicht.
17:07Hier muss ich immer wieder loslassen und neu einsetzen. Das hätte echt nicht sein müssen.
17:18Damit komme ich auch endlich langsam zum Ende. Und auch wenn ich euch jetzt wirklich viel vom
17:23Zelda-Remake gezeigt habe, ich würde gerne noch über so viel mehr sprechen. Wie die schicke neue
17:29Karte, die Jagd nach den Nachtschatten, den neuen, unglaublich viel epischeren Bosskampf gegen Gannon und
17:35der Tatsache, dass der König der Soras natürlich noch elendig lang Platz macht.
17:47Aber das erlebt immer alles schön selber. Ocarina of Time ist ein wirklich großartiges
17:52Remake geworden, das per Definition nicht den gleichen Impact wie das originale erste 3D-Zelda
17:57haben kann. Das hat halt aus dem Stehgreif so viele Standards für 3D-Spiele eingeführt,
18:01das kann ein modernes Spiel einfach gar nicht mehr leisten. Und trotzdem ist dieses Ocarina of
18:05Time auf der Switch 2 aus heutiger Sicht sogar noch besser als 1998. Angefangen von der Optik,
18:11über die Inszenierung, die vielen kleinen und großen Komfortfunktionen bis hin zum
18:14orchestralen Soundtrack. Das hier ist ein wirklich originalgetreues, wunderbares Remake,
18:19bei dem wirklich jeder wieder oder neu einsteigen kann. Es ist aber eben auch ein klassisches 3D-Zelda,
18:25Sandbox-Fans der neueren Teile seid also gewarnt. Ich persönlich hoffe auch einfach,
18:29dass das hier nur der Startschuss von noch viel, viel mehr ist. Denn diese Art von Action-Adventure,
18:34die sich wirklich auf durchgeplante Dungeons, eine perfekte Abwechslung und einen wunderbaren
18:38Soundtrack konzentriert, die ist absolut einzigartig und verliert wie in diesem Falle auch
18:43Jahrzehnte später nichts von seiner Faszination.
18:46Verstanden! Schon unterwegs?