00:07Kinders, wie ist doch die Zeit vergangen? Ist ja auch kein Wunder, das war ja gerade
00:11die Hymne der Zeit. Versteht ihr? Weil… ne? Ach egal.
00:16Aber es stimmt schon, eines der besten Spiele aller Zeiten, The Legend of Zelda Ocarina
00:21of Time, ist mittlerweile schon 27 Jahre alt. Und genau dieser Meilenstein der Spielegeschichte
00:27erscheint am 5. November für die Switch 2 nochmal neu als Remake, inklusive neuer detaillierterer
00:33Optik. Und, na klar, das hier ist für viele sicher keine normale Neuauflage. Wenn das
00:37für viele liebste Zelda oder gar liebste Spiel überhaupt neu aufgelegt wird, dann geht's
00:42emotional natürlich hoch her. Deswegen war nach dem ersten richtigen Gameplay-Trailer
00:46im Internet von riesiger Vorfreude bis hin zu, das ist nicht mehr mein Ocarina of Time, wirklich
00:51alles mit dabei. Jetzt aber mal Butter bei die Master Schwert, wie spielt sich denn das
00:56alte Ding in neuem Gewand. Das kann ich euch dank Kollege Dennis von der GamePro endlich
01:00zeigen. Denn der hat das neue Ocarina of Time schon 2 Stunden angespielt und dabei das Kukiri-Dorf
01:06erkundet, den Dekubaum von innen untersucht, ist einmal über die Ebene von Hyrule gelaufen
01:11und hat den Waldtempel als Erwachsener Link gelöst.
01:14Oh, und eine letzte Sache noch, die Szenen stammen allesamt von Nintendo. Dennis konnte euch
01:18also leider nicht aufzeichnen, wie er verzweifelt den einen wichtigen Schlüssel im Dungeon gesucht
01:23hat. Nun. So, genug des Vorgeplänkelts, jetzt zeige ich euch, wie genau sich das Ocarina
01:29of Time-Remake spielt. Los geht's!
01:31Aber halt!
01:33Bevor ich loslege, ne kleine Einordnung. Den Begriff Remake verstehen Entwickler ja heutzutage
01:38ziemlich unterschiedlich. Deswegen direkt mal ne klare Ansage, was euch bei dieser Neuauflage
01:43konkret erwartet. Nintendo hat den N64-Klassiker vor allem optisch sehr, sehr stark aufgebrezelt.
01:49Das sieht man vor allem im Vergleich zum Original. Hinzu kommen kleine Quality-of-Life-Verbesserungen,
01:54zu denen komme ich aber auch später nochmal genauer. Was ihr hier aber nicht bekommt,
01:57ist ein Remake im Stile der Resident Evil-Reihe. Ja, das Layout ist hier und da mal ein bisschen
02:02anders, aber Nintendo hat nicht wirklich groß in den Spielablauf eingegriffen. Trotz aller
02:07Neuerungen und der modernen Grafik, das Action-Adventure bleibt im Kern genauso wie das Original.
02:12Das ist zumindest der Eindruck nach der Demo-Version. Also dann, starten wir mit der größten Neuerung.
02:18Ihr könnt jetzt alle Songs ins Mikrofon euer Switch 2 singen bzw. pfeifen. Ist das nicht geil?
02:27Spaß beiseite. Also, das könnt ihr schon machen, aber die wohl größte Neuerung ist natürlich die
02:32Optik. Und an der scheiden sich die Geister. Aber ganz ehrlich? Das neue Ocarina of Time sieht
02:37wirklich verdammt schick aus. Ich weiß, dass die junge Version von Link zur Enthüllung wirklich
02:43keine Beifallsstürme im Netz ausgelöst hat und ich persönlich bleib auch dabei,
02:46dass das Remake stilistisch nicht mit allen Figuren ins Schwarze getroffen hat. Die Proportionen
02:51von Baby-Links sind aber auch wirklich einfach super merkwürdig. Aber zum einen bleiben die anderen
02:56NPCs ihrem Original-Aussehen deutlich mehr treu, Mido sieht etwa im Remake exakt so aus, wie ich mir
03:02eine hochaufgelöstere Version von ihm immer vorgestellt habe. Und beim Kollegen im Laden
03:06hier sieht man auch schon, dass Nintendo auf jeden Fall den schrulligen Stil vieler NPCs
03:10beibehalten wird. Leute, ich bin einfach so gespannt, wie zum Beispiel Boris der Friedhofswärter
03:15aussehen wird. Zum anderen muss ich abgesehen von den Figuren wirklich einfach zugeben, dass
03:20Ocarina of Time of the Switch 2 wirklich, wirklich gut aussieht. Egal, ob man hier ins Wasser springt
03:26oder wie hier der Nebel über den Teppich wabert. Vor allem im direkten Vergleich wird dann auch nochmal
03:31richtig deutlich, wie viel sich in den letzten Jahrzehnten einfach getan hat. So sah das
03:36Kokiri 1998 aus. Und so sieht's im kommenden Remake aus. Wenn das mal kein Sprung ist.
03:46Übrigens habe ich auch erfreuliche Nachrichten zur Performance mit dabei. Das Remake lief ohne Bugs
03:51und Drucklein den gespielten Abschnitten in gefühlt sauberen 60 FPS. Messen konnte Dennis
03:55die Framerate nämlich jetzt nicht. Es gibt allerdings zwei kleinere unschöne Makel. Kantenflimmern
04:01und die Beleuchtung. Gerade bei weit entfernten, komplexeren Gebäuden, wie hier bei der Stadt
04:06Hyrule, sieht man die Treppchenbildung dann doch ziemlich stark. Und wie bei einigen exklusiven
04:11Switch 2 Titeln, wirkt das Bild durch die Beleuchtung auch die ganze Zeit so ein bisschen
04:16ausgeblichen. Wenn ihr Breath of the Wild oder auch Metroid Prime 4 gespielt habt, dann wisst ihr
04:20genau, was ich damit meine. Aber hey, beide Makels sind eher Kleinigkeiten und man gewöhnt sich schnell
04:25dran. Aber es fällt halt vor Beginn eben auch auf. Genauso übrigens wie der überarbeitete
04:30Sound und das manch in diesem Fall ausschließlich positiv. Allein das Munch-Geräusch vom Spinnnetz.
04:39Oder wie Link hier raschelnd die Ranke hochklettert. Oder eben die wunderbar bekannten Hintergrundstücke
04:47und Ocarina-Melodien. Es ist wirklich einfach ein Genuss.
04:55So, genug zum Äußeren. Wie spielt sich's denn nun? Also, Ocarina of Time fühlt sich bereits
05:00in der Demo-Version super an. Vor allem auch, weil Nintendo es an moderne Gewohnheiten angepasst
05:05hat. Eine Sache ist mir z.B. direkt ins Gesicht gesprungen, denn der Grünling hüpft, wenn ich
05:11es will.
05:12Jawoll, der Auto-Jump aus dem Original gehört nun der Vergangenheit an. Dadurch habe ich
05:17einfach mehr Kontrolle über Link und tatsächlich nutzt Nintendo das auch zumindest am Anfang
05:21aus. Das erste Schwert ist nun z.B. auf einer Anhör, wo man erstmal raufspringen muss. Wenn
05:26das Remake dem manuellen Springen von Anfang bis Ende mehr Raum gibt, dann ist das also
05:29auch mehr als nur ein kleines Gimmick. Ebenfalls super, es gibt in der Neuauflage ne Schnellauswahl
05:34für Items. Damit ist das nervige Menügefummel endlich Geschichte. Einfach Leiste öffnen,
05:39richtiges Gadget anwählen und fertig. Einziger, wenn auch verschmerzbarer Wermutstropfen, ich
05:44kann jetzt nicht mehr mehrere Items gleichzeitig auf verschiedene Knöpfe legen. Da es in Ocarina
05:49of Time anders als in Echoes of Wisdom aber auch keine Flut an wählbaren Items gibt, ist
05:54das gewollte Gadget in der Liste wirklich fix gefunden. Und es fühlt sich insgesamt dadurch
05:58deutlich komfortabler als noch im Original an. Und Stichwort komfortabler, in diese Kategorie
06:04fällt auch links neuer Sprint. Anders als 1998 hat der kleine Möchtegern Kokiri 2026 nun
06:10mehr als eine Laufgeschwindigkeit. Damit kann er nun endlich etwas zügiger über die Ebene
06:16von Hyrule düsen. Oder die hylianische Steppe, wie sie die coolen N64 Kids nennen. Nur mal so
06:22zum Vergleich, so sah das Gerenne in den späten 90ern aus.
06:28Spielerisch bleibt zumindest in der Demo aber sonst in diesem offenen Bereich alles beim
06:31alten. Wie früher springen hier und da ein paar Gegner umher, ansonsten läuft man halt
06:35einfach schnurstracks von A nach B. Achja, die gute alte Lon Lon Farm war übrigens tabu bzw.
06:41Dennis ist da aus Versehen reingescholpert und hat sich dann ziemlich strengen Blick von Nintendo
06:45eingefangen. Aber hey, das war's wert. Ob es hier also wirklich neue Inhalte auf der Steppe
06:50gibt, das kann ich euch noch nicht sagen. Es wirkt aber zumindest so, dass sie erneut
06:54einfach ein Bindeglied zwischen den vielen Dungeons und Orten bleibt. Ist in der heutigen
06:59Zeit, in der wirklich alles möglichst mit vielen Inhalten vollgeklatscht ist, aber auch
07:02ne schöne Gegenidee. Denn zu dieser Musik einfach mal spazieren, das hat was.
07:15Kommen wir zum Schluss noch zu den Gefechten und den Dungeons samt Rätseln. Also, die Kämpfe
07:20haben bereits nach den zwei Stunden einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Und hier bleibt
07:23Ocarina of Time herrlich altmodisch, was wenig überrascht. 1998 hat das Original nämlich
07:30die Logon-Funktion für 3D-Spiele überhaupt erst selbst eingeführt und damit Kloppereien
07:34im dreidimensionalen Raum revolutioniert. Das, was heute viele mit Souls-Spielen verknüpfen,
07:40das kommt hierher. Und dreimal dürfte raten, jawohl, diese Zielfunktion ist auch wieder
07:45im Remake. Per gedrückter L2-Taste visiere ich Gegner an und hau ihn dann mit dem Schwert
07:49ein auf die Mütze. Oder den Stab. Oder ach, ist ja auch egal. Solange ich den Feind im Logon
07:55habe, hebt links ein Schild und ich kann zudem seitlich ausweichen. Die Aufschaltfunktion
07:59ist nicht zwingend nötig, ohne sie wird's aber einfach unübersichtlich. Denn im Remake muss ich
08:04die Kamera selbst bedienen. Die zieht jetzt nicht wie vor fast 30 Jahren automatisch nach.
08:09Zum Erkunden ist das super, für die Kämpfe eher nicht so. Gerade Neulinge müssen sich
08:13deswegen hier sicher erstmal eingrooven. Denn etwas antiquitiert fühlt sich das Gekloppe
08:18durch diesen eher altmodischen Logon dann doch an. Hat man sich aber erst an die wenigen
08:23Moves gewöhnt, dann macht das Gekämpfe richtig viel Laune. Es ist auch einfach eine schöne
08:27Auflockerung im Vergleich zu vielen modernen Third-Person-Action-Spielen, weil man auch immer
08:31erstmal die Schwachstellen der Feinde herausfinden muss. Ja, manchmal reicht simples draufhauen,
08:36aber bei dieser großen Spinne kann ich zum Beispiel nur aufm Bauch kloppen. Ein Extra-Loop
08:40gibt's übrigens fürs Treffer-Feedback. Wenn man etwa dem fliegenden Otto hier den Greifhaken
08:44reinballert und dann wuchtig zuhaut, das fühlt sich schon unglaublich befriedigend an.
08:53Und kommen wir zum Schluss noch zu wohl wichtigsten Säule der früheren Zeldas,
08:57den Dungeons samt ihrer Rätsel.
08:59Und ach Leute, was soll ich sagen, ich hab lineare Zelda-Dungeons so so vermisst. Egal wie toll
09:08Breath of the Wild und Tears of the Kingdom auch sind, also toll, ihr wisst schon, das sind beides
09:12kreative Meisterwerke und ja, ich hab Echoes of Wisdom jetzt nicht vergessen, aber diese puristischen
09:183D-Rätsel-Orte, das ist einfach nochmal etwas ganz ganz eigenes. Beim Anspielen hat man auch
09:24wieder sofort gemerkt, warum. Nintendo hat diese Dungeons einfach so unfassbar gut designt, dass
09:29man gar nicht mehr aufhören will. Das Level-Design lockt mich perfekt durch die vielen Räume,
09:34es gibt Geschicklichkeitseinlagen, ich find neue Gadgets, mit denen ich dann neue Bereiche erreichen
09:38kann, ich muss kleine Schieberätsel lösen und trotz aller Möglichkeiten und Komplexität überfordert
09:44mich das Spiel durch den genialen Aufbau auch nie. Das Dungeon-Design der 3D-Zeldas ist bis heute
09:49meisterhaft und das merkt man hier sofort wieder. Man merkt aber auch, dass Ocarina of Time seinen
09:55Spielern noch ordentlich was zutraut, denn es nimmt mich hier nicht an die Hand. Stehe ich mal auf
10:00dem Schlauch, weil ich einen Schlüssel nicht gefunden hab, ja dann ist das meine Schuld und ich muss suchen.
10:04Da die Dungeons jetzt aber auch nicht zu groß sind, kann man das leicht verschmerzen, weil irgendwann
10:09findet man den Schlüssel dann doch. Und das war's auch schon, zumindest für heute. Achja,
10:14eine Sache noch, physisch wird das Remake 70 Euro kosten, digital geht's nochmal ein 10er runter.
10:19Und hey, zum Glück erscheint im November ja auch sonst kein Spiel. Ich hoffe, ich konnte euch einen
10:24guten ersten oder vielleicht zweiten Blick ins Remake geben. Offen bleibt natürlich noch die
10:28Frage, wie viel sich jetzt bei den späteren Gebieten dann doch noch ändert oder eben nicht. Da
10:32gibt's ja zum Beispiel noch diesen berühmt-berüchtigten Wassertempel. Oder es bleibt natürlich auch noch die
10:37Frage offen, ob die Technik es sorgenfrei durchs Spiel schafft. Alles Fragen, auf die ihr die Antworten in
10:42unserem Testvideo irgendwann um den 5. November herum bekommt. Bis dahin, habt eine fantastische Zeit,
10:47viel Spaß beim Zocken und bleibt gesund!