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Nachrichten des Tages | 22. Oktober 2026 - Mittagsausgabe

Informieren Sie sich über das aktuelle Geschehen in Europa und der Welt an diesem 22. Oktober 2026 - Politik, Wirtschaft, Unterhaltung, Kultur und Reisen.

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Transkript
00:01Wieder Aufnahme trilateraler Gespräche. Selenskyj befürwortet das Einfrieren der Front in der Ukraine.
00:10Der französische Premierminister Sébastien Le Corny hat angekündigt, dass bei den nächsten großen Protesten auch das Militär eingesetzt wird.
00:20Nach den Ausschreitungen in Mailand hat die Regierung von Georgia Meloni die Strafen für Gewalt bei Demonstrationen auch für Jugendliche
00:29verschärft.
00:30Die EU überarbeitet ihre Arktis-Strategie. Gas und Öl sollten im Boden bleiben, sagt EU-Kommissar Schikela.
00:39Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj hat erklärt, ein Einfrieren der Kämpfe entlang der aktuellen Frontlinie sei der realistischste Weg, den
00:50Krieg mit Russland zu beenden.
00:52Selenskyj sagte am Mittwoch im Gespräch mit dem US-Sender Fox News wörtlich, im Moment müssen wir einfrieren und ich
01:00denke, das ist ein realistischer Weg, diesen Krieg zu beenden.
01:03Selenskyj fügte hinzu, die Ukraine sei bereit zu verhandeln, bestand aber darauf, dass Kiew direkt beteiligt sein müsse.
01:12Der US-Sondergesandte Steve Witkow traf sich unterdessen mit Wladimir Putin in Sankt Petersburg.
01:19Russland erklärte sich am Mittwoch bereit, im kommenden Monat trilaterale Verhandlungen mit Washington und Kiew wieder aufzunehmen, die ein Ende
01:27des Krieges in der Ukraine zum Ziel haben.
01:29Laut einem hochrangigen Kreml-Berater stimmte Putin wörtlich zu, die Gespräche grundsätzlich nach dem 10. November wieder aufzunehmen.
01:39Es wären damit die ersten derartigen Gespräche seit Februar.
01:43Die von den USA geleiteten Gespräche, die zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als ein Jahr liefen, führten damals zu keinem
01:49größeren Durchbruch.
01:52Bei neun russischen Angriffen in der Nacht zum Donnerstag wurden in der gesamten Ukraine sieben Menschen getötet.
01:58Nur wenige Stunden, nachdem der Gesandte von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkow, in Sankt Petersburg mit Wladimir Putin verhandelt
02:05hatte.
02:06Nach dem Treffen äußerte sich Trump betont optimistisch und erklärte, man sei einer Beendigung des Krieges noch nie so nahe
02:13gekommen.
02:14Der russische Beschuss traf zahlreiche Städte, darunter Sumy und Kharkiv im Nordosten, Saporizia im Südosten sowie Donetsk in der östlichen
02:23Industrieregion Donbass.
02:25Auch Behörden in Kiew berichteten, die Hauptstadt sei in den frühen Morgenstunden des Donnerstags beschossen worden.
02:31Bei Angriffen auf Wohngebiete und zivile Infrastruktur wurden 15 Menschen verletzt.
02:35Russland erklärte, in Moskau seien zwei Menschen verletzt worden, nachdem die Stadt nach Angaben von Behörden Ziel eines massiven Angriffs
02:43gewesen sei.
02:43Örtliche Behörden gaben an, über 630 Drohnen seien auf russisches Gebiet abgefeuert worden, etwa 163 davon in Richtung der Hauptstadt.
02:55Der französische Premierminister Sébastien Lecornu hat angekündigt, mit einer groß angelegten Sicherheitsoperation auf die Unruhen bei den Protesten zu reagieren.
03:06Grund sind die Straßenschlachten und Plünderungen bei den Protesten am vergangenen Wochenende.
03:11Diese sollten eigentlich die Missstände bei den Lebenserhaltungskosten und im französischen Bildungssystem in den Fokus stellen.
03:19Die Demonstrationszüge wurden jedoch von Gruppen maskierter Randalierer gekapert, die Brände legten, Schaufenster zertrümmerten und Geschäfte plünderten.
03:29Der französische Innenminister Laurent Nunez erklärte, dass militärische Spezialeinheiten für stationäre Wachaufgaben eingesetzt würden, um die Polizei für die erwarteten
03:40Demonstrationen freizustellen.
03:42Der Innenminister erklärte, er erwäge zudem, nicht angemeldete Demonstrationen zu verbieten, die zu öffentlichen Unruhen führen könnten.
03:52Bei Demonstrationen, die keine Gefahr für die öffentliche Ordnung darstellen, betonte Nunez, sei es aber auch unerlässlich, die Routen fernab
04:03von öffentlichen Gebäuden und Hauptverkehrsstraßen zu planen.
04:07Außerdem will er die Bemühungen zur Identifizierung potenziell störender Teilnehmer verstärken.
04:19In ganz Frankreich kämpfen Ladenbesitzer, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen noch mit den Folgen der massiven Plünderungen und Vandalismusakte, die sich
04:29übers Wochenende ereigneten.
04:49Hassan stammt aus Bangladesch und arbeitete jahrelang als Kellner, bevor er zusammen mit seinem Geschäftspartner genug Geld gespart hatte, um
04:56in Frankreich einen Kurierdienst und einen Technikladen zu eröffnen.
04:59Jetzt liegen zerstörte Handys, leere Kartons gestohlener Pakete und Glasscherben auf dem Boden seines Ladens.
05:05Während Hassan auf die Begutachtung durch die Versicherung wartet, kann er die Trümmer nicht beseitigen.
05:10Trotzdem muss er weiterhin Miete, Rechnungen und seine Angestellten bezahlen.
05:26Als Hassan am Samstagabend seine Überwachungskameras überprüfte, traute er seinen Augen nicht.
05:32Neuronews liegen weitere Aufnahmen vor, die zeigen, wie Jugendliche und junge Erwachsene über das Nachbargebäude in seinen Laden eindrangen.
05:49Anwohner haben beschlossen, Hassan zu helfen und dafür eine Spendenplattform für sein Geschäft eingerichtet.
06:07Die französische Regierung hat finanzielle Soforthilfen und strukturelle Hilfsprogramme ins Leben gerufen, um betroffene Geschäfte zu unterstützen.
06:19Nach den Ausschreitungen schickt Italiens Regierung 500 zusätzliche Soldaten bis zum Jahresende nach Mailand.
06:27Dort hatte es nach den Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten Gewalt und Plünderungen gegeben.
06:34Ein neues Dekret soll die strafrechtliche Verfolgung von Jugendlichen ab 14 Jahren erleichtern.
06:40Eltern sollen für die von ihren Kindern verursachten Schäden aufkommen.
06:44Laut Mailander Polizei waren 2000 Jugendliche am Samstagabend an Ausschreitungen und Plünderungen beteiligt.
06:52Gewalttätiges Verhalten bei einer Demonstration wird als neue Straftat eingeführt.
06:57Diese kann mit bis zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe bis 20.000 Euro geahndet werden.
07:27Dem Dekret muss das Parlament in Rom innerhalb von 60 Tagen zustimmen, um es in ein Gesetz zu verwandeln.
07:33Gegen größere Befugnisse für Soldaten hatte Staatspräsident Sergio Mattarella Widerspruch eingelegt.
07:41Die Proteste und Krawalle in Italien fanden zeitgleich mit den Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten in Frankreich statt.
07:54Der EU-Kommissar für internationale Partnerschaften, Josef Schikela, betont, dass die EU weiterhin gegen die Förderung von Bodenschätzen
08:04einschließlich Öl und Gas in der Arktis eintreten werde, obwohl die USA und Norwegen einen anderen Ansatz verfolgen.
08:36Schikela warnte im Euronews-Interview gleichzeitig vor den Folgen von Kürzungen.
08:53Er betonte, dass die EU und ihre Mitgliedsstaaten die weltweit größten Geber von Entwicklungshilfe sind.
09:00Kürzungen der Finanzmittel könnten letztendlich Menschenleben kosten.
09:07Ryanair-Chef Michael O'Leary hat die Präsidentin der Europäischen Kommission als nutzlos bezeichnet.
09:13Ursula von der Leyen redet zwar von Wettbewerbsfähigkeit, aber sie unternehme nichts, um diese zu erreichen.
09:19In einem Interview mit Euronews wetterte O'Leary gegen das EU-Parlament als Narrenschiff, das Flugreisen immer teurer mache.
09:46O'Leary beklagte vor allem die EU-Umweltsteuern, die nur für Flüge innerhalb Europas gelten.
10:08O'Leary stellte in Brüssel den Winterflugplan von Ryanair vor.
10:12Die Airline streicht eine Million Sitzplätze und 20 Strecken ab Belgien, nachdem die Regierung von Bart de Weber die Flugsteuer
10:19von zwei auf sieben Euro pro Ticket erhöht hatte.
10:36Die Europäische Union plant ein sicheres Unterseekabel, das Grönland direkt mit Europa verbindet, mit dem Ziel, das Netzwerk über Kanada
10:45bis nach Japan und Südkorea auszuweiten.
10:48Das Projekt ist Teil umfassenderer Bemühungen, Europas digitale Infrastruktur und Sicherheit in der zunehmend umkämpften Arktis-Region zu stärken.
10:58Der Plan ist in der neuen Arktis-Strategie der EU festgehalten, die am 20. Oktober vorgestellt werden soll.
11:04Die Initiative erfolgt vor dem Hintergrund einer sich verschlechternden Sicherheitslage in der Arktis, wo Russland seine militärische Präsenz ausgeweitet hat.
11:12Europäische Regierungen sind zudem zunehmend besorgt über hybride Bedrohungen, darunter Störungen der Satellitennavigation und Sabotageakte an Untersee-Infrastruktur.
11:23Zugleich sorgt das wachsende Interesse der USA an Grönland für zusätzliche geopolitische Spannungen in der Region.
11:30Die EU hat bereits 107 Millionen Euro für Konnektivitätsprojekte in Grönland bereitgestellt.
11:36Das geplante Kabel würde somit auf bestehenden Zusagen aufbauen, statt einen völlig neuen Investitionsbereich darzustellen.
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