- vor 9 Stunden
Zwei Monate vor dem Release des Echtzeitstrategiespiels Warhammer 40.000: Dawn of War 4 am 3. Dezember für den PC konnten wir ein Preview-Version mit gewaltigem Umfang spielen. Wir konnten nicht nur alle vier für den Release geplante Fraktionen im Gefechts-Modus spielen, sondern auch die ersten zwei von insgesamt vier Story-Kampagnen komplett durchspielen.
Das neue Spiel vom deutschen Entwicklerstudio King Art hat uns dabei oft beeindruckt, denn sie haben quasi die Reanimationsprotokolle von Dawn of War aktiviert, um die eigentlich tot geglaubte RTS-Reihe zu neuem Leben zu erwecken. Dabei kehrt Dawn of War 4 zu den Wurzeln der Serie zurück.
Was uns an Dawn of War 4 besonders gefallen hat und wo es noch Baustellen im neuen Warhammer-40k-Strategiespiel gibt, fassen wir im Vorschau-Video zusammen.
Das neue Spiel vom deutschen Entwicklerstudio King Art hat uns dabei oft beeindruckt, denn sie haben quasi die Reanimationsprotokolle von Dawn of War aktiviert, um die eigentlich tot geglaubte RTS-Reihe zu neuem Leben zu erwecken. Dabei kehrt Dawn of War 4 zu den Wurzeln der Serie zurück.
Was uns an Dawn of War 4 besonders gefallen hat und wo es noch Baustellen im neuen Warhammer-40k-Strategiespiel gibt, fassen wir im Vorschau-Video zusammen.
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VideospieleTranskript
00:00Es passiert mir ja nicht oft, dass mich ein Entwicklerstudio mit einer vorab spielbaren Version ihres Titels noch überraschen kann.
00:08Den Bremern bei King Art ist das mit Dawn of War 4 gerade aber wirklich gelungen.
00:13Da werfen die mir einfach mal eben so, zwei Monate vor dem Release des Echtzeitstrategiespiels am 3. Dezember, eine Preview
00:21-Version zu mit gewaltigem Umfang.
00:24Ich konnte meinen Augen kaum trauen, als ich sah, dass in der Version nicht nur alle vier für den Release
00:30geplanten Fraktionen im Gefechtsmodus spielbar waren.
00:33Ich konnte sogar die ersten zwei von insgesamt vier Story-Kampagnen komplett durchspielen.
00:40Schon jetzt habe ich an die 20 Stunden in Dawn of War 4 gesteckt, quasi das halbe Spiel durchgespielt und
00:48Langeweile kam dabei keine auf. Ganz im Gegenteil.
00:52Und weil ich euch eigentlich so schnell wie möglich von dem ganzen Kram erzählen will, den ich in der neuen
00:57Version zu sehen bekam, halte ich die Erklärung des grundlegenden Spielkonzepts an dieser Stelle möglichst kurz.
01:04Mit dem vierten Teil aktiviert das Entwicklerstudio King Art quasi die Reanimationsprotokolle von Dawn of War, um die eigentlich tot
01:12geglaubte RTS-Reihe zu einem neuen Leben zu erwecken.
01:16Allerdings erhebt sich das Spiel dabei nicht genau so, wie sie mit Dawn of War 3 2017 von enttäuschten Fans
01:23zur Ruhe gebettet wurde.
01:25Dawn of War 4 versetzt die Serie wieder in ihren Ursprungszustand und orientiert sich deutlich stärker an Dawn of War
01:321 als an den beiden Nachfolgern.
01:34Das heißt, die klassischen ATS-Zutaten aus Basenbau, Armeekomposition und der Eroberung von Ressourcenpunkten stehen wieder ganz oben in den
01:44Doktrinen, während Helden-Gameplay eine weniger zentrale Rolle einnimmt.
01:49Die ganze Armee einer Fraktion steht hier im Rampenlicht und das völlig zu Recht, denn eine der größten Stärken von
01:56Dawn of War 4 war für mich in der neuen Version selbst zu erleben, wie abwechslungsreich sich jede einzelne davon
02:04spielt.
02:04Gehen wir das mal eben Punkt für Punkt durch und legen natürlich los mit den Space Marines.
02:12Mit wem denn auch sonst?
02:13Die Posterboys von Warhammer 40k sind in Dawn of War 4 gleich mit zwei ihrer martialischen Orden vertreten.
02:20Zum einen kehren die aus den Vorgängern nur allzu bekannten Bloodravens zurück, zum anderen mischen dieses Mal auch die Dark
02:28Angels mit.
02:29Während die Bloodravens insgesamt als recht mysteriöser Orden mit vielen Psyonikern und einem Hang zur Suche nach Wissen bekannt sind,
02:37gelten die Dark Angels als sehr alter Orden mit düsterer Vergangenheit.
02:44Klingt alles spannend, aber im Spiel sind beide Orden außerhalb der Kampagne exakt gleich aufgestellt.
02:50Space Marines bleiben eben Space Marines und schicken dieselben Spielzeuge ins Gefecht.
02:56Der größte Unterschied der beiden Orden liegt in der Farbe ihrer Servorüstung und in der Wahl der verfügbaren Helden.
03:03Davon hat jeder Orden zwei Stück. Die Space Marines kommen so auf vier Heldeneinheiten, während es beim Rest nur zwei
03:10sind.
03:11Zu den Helden gehört Cyrus, ein Veteran der Vorgänger, der hier abermals die Bloodravens anführt und vor allem als Heckenschütze
03:19aus dem Hinterhalt agiert.
03:21Größtes Argument für die Space Marines als Fraktion ist aber ihre individuelle Durchschlagskraft.
03:27Jede einzelne Einheit, selbst die schwächste, kann ziemlich lange Widerstand leisten und ist den meisten anderen gleichwertigen Einheiten ganz schön
03:36überlegen.
03:37Ihr größtes Problem ist der Preis, den sie dafür zahlen.
03:41In Dawn of War 4 sammelt ihr durch eroberte Ressourcenpunkte Anforderung oder Energie.
03:47Von beidem benötigen die Space Marines haufenweise, da jede Einheit so viel kostet wie bei anderen Fraktionen ein ganzes Gebäude.
03:57Spielt ihr mit den Space Marines, könnt ihr also früh in die Offensive gehen, müsst im Mid-Game aber ganz
04:03schön knabbern und vor allem über Micromanagement darauf achten, keine Truppen zu verlieren.
04:09Jeder tote Space Marine tut hier nämlich richtig weh.
04:14Glücklicherweise haben die Marines noch ein Ass im Ärmel.
04:17Ihre Gebäude können überall auf der Map entstehen und benötigen keine Arbeitskraft, die die aufbauen.
04:23Sie bauen sich einfach von selbst.
04:25Obendrein könnt ihr Einheiten direkt in die Reserve rekrutieren.
04:29Diese Units werden dann mittels Landungskapsel spontan ins Schlachtgetümmel geworfen.
04:35Das macht die grobschlechteten Marines mobiler, als es anfänglich erscheint
04:39und einen anfangs schutzlosen Versorgungspunkt nicht so angreifbar, wie der Feind womöglich hofft.
04:45Und mit Feind meine ich natürlich vor allem die Orks.
04:51Wenn Ordnung und Präzision nicht so euer Ding ist, kein Problem, spielt die Orks.
04:57Die grünen Pilz-Xenus eignen sich für Einsteiger sicherlich am besten, da sie gar keinen Bock auf komplizierte Schnörkel haben.
05:05Orks wollen vor allem Gegner moschen und nicht lange vorher darüber nachdenken, wie sie das am besten hinkriegen.
05:12Die Orks sind daher auch eine klassische Horde-Fraktion, die Feinde regelrecht überfluten kann.
05:19Sie bieten sicherlich die beste Mischung aus Mobilität und Sehigkeit.
05:24Auch hier solltet ihr eine Starteinheit nicht unterschätzen.
05:27Orks können vor allem im Nahkampf ganz schön reinballern und halten beachtlich viel Schaden aus.
05:33Insbesondere, wenn sie sich in einen Waag-Rausch kämpfen.
05:38Und wenn sie doch mal ins Gras beißen sollten, dann ist das auch egal.
05:43Ork-Einheiten kosten verhältnismäßig wenig Ressourcen.
05:45Werft die Grünhaut-Fabrik an und schaut dabei zu, wie immer neue völlig kampfbesessene Wüterische an die Frontlinie marschieren.
05:54Im späteren Verlauf einer Partie können die Orks sogar bis zu 20 Einheiten komplett kostenlos ausspucken und so eine schier
06:02unendliche Flut entfesseln.
06:04Am besten an den Orks gefällt mir aber, wie sie einfach direkt an der Frontlinie und unter Beschuss Gebäude hochziehen.
06:10Das können hier nämlich alle Infanterie-Einheiten und es lohnt sich sogar.
06:14Nicht nur, um die Produktion neuer Orks oder ihrer abenteuerlichen Fahrzeuge nach vorne zu verlagern.
06:20Jedes Gebäude der Orks wird von einem Maschinengewehr bewacht und dient damit zum Teil sogar als Geschützturm.
06:26Es hat zudem noch nie so viel Spaß gemacht, ein Gebäude in einem ATS möglich zu bauen.
06:30Denn bei den Orks fällt dafür einfach so ein Schrotthaufen vom Himmel, schlägt irgendwo krachend ein
06:37und dann schreien die Grünhäute ihn so lange an, bis da irgendwas steht, das ein Haus oder eine Kaserne sein
06:44könnte.
06:45Insgesamt knallt und blitzt es während der Gefechte in Dawn of War 4 die ganze Zeit über herrlich.
06:51Ein erstklassiges Effektgewitter und Schlachtfeldgefühl.
06:54Das ändert sich auch nicht mit dem Adeptus Mechanicus.
07:00Diese imperiale Fraktion gab es in Dawn of War noch nie und an ihnen reizt mich zumindest, wie bekloppt das
07:07ganze Konzept dahinter ist.
07:09Einerseits sind das absolut auf Logik versessene Tech-Bros, die sogar eine batterielose Fernbedienung noch als beeindruckendes technologisches Wunder bezeichnen
07:19würden.
07:19Andererseits aber religiöse Fanatiker, die den Maschinengott anbeten und eine seltsame spirituelle Verbindung zu allem Mechanischen mitbringen.
07:30Spielerisch tue ich mich mit dem Adeptus Mechanicus allerdings noch am schwersten.
07:34Gar nicht, weil die Tech-Priester langweilig wären, aber alles andere als leicht zu meistern.
07:40Die Fraktion kommt nur sehr langsam in Gang und setzt zu 100% auf Verteidigung und Basenbau, während sie Tropenbewegungen
07:48selbst durch den Nebel des Krieges beobachten.
07:51Für sie ist es besonders wichtig, nicht einfach Einheiten irgendwo ungeschützt auf der Map zu verstreuen.
07:57Stattdessen bilden sie zwischen jedem ihrer Gebäude ein sogenanntes Nosfer-Netzwerk.
08:02Die komplette Progression des AdMag ist daran geknüpft.
08:07Je mehr Gebäude das Netzwerk umfasst, umso mehr Einheiten schalte ich auch frei.
08:11Gleichzeitig wird jedes Gebäude innerhalb des Netzwerkes gebufft.
08:15Nur kostet das alles einiges an Ressourcen.
08:18Da AdMag sich aber nur langsam ausbreitet, gerät zumindest bei mir die Ressourcenwaage immer ein wenig in Schieflage.
08:26Einerseits muss ich weit verstreute Ressourcenpunkte erobern, da ich das Material dringend brauche.
08:31Andererseits sollte ich dauerhaft teure Gebäude ins kompakte Netzwerk aufnehmen und dann auch noch durchaus kostspielige Einheiten ausbilden.
08:40Entweder stimmt hier die Balance noch nicht ganz oder ich stelle mich einfach ein wenig Dabbish an.
08:45Das kann gut sein.
08:46Besser lagen mir da schon die Necrons.
08:51Ich bin eigentlich kein riesiger Freund untoter Völker in Strategiespielen.
08:55Weder in Warcraft 3 noch in Total War Warhammer 3 habe ich je sonderlich viel Freude daran gehabt, klapprige Skelette
09:02und faulige Zombies ins Gefecht zu führen.
09:04Die Necrons in Dawn of War 4 aber, die haben es mir richtig angetan.
09:10Technisch gesehen sind das natürlich gar keine Untoten, sondern uralte Maschinen, die nur ein wenig aussehen wie Skelette.
09:17In denen allerdings das Bewusstsein einer vor Jahrtausenden vernichteten Alienspezies schlummert.
09:23Die Necrons greifen auf die langsamsten Einheiten zurück, die ich jemals in einem ATS gesehen habe.
09:30Selbst deren Standardsoldat marschiert mit der Geschwindigkeit einer Erdplattenverschiebung über die Spielkarte.
09:36Einzige Ausnahme sind diese kleinen, flinken, krabbelnden Robo-Spinnen, die dafür kaum etwas aushalten.
09:44Klingt erstmal alles wenig hilfreich, aber die Necrons sind für geduldige Spieler.
09:50Haltet sie lange genug am Leben und sie werden unaufhaltsam.
09:54Denn Necrons müssen nicht schnell sein.
09:57Die Clanker sammeln keine Rohstoffe wie der Rest.
10:00Stattdessen greifen sie auf ihre eigenen Ressourcen namens Vorherrschaft zurück.
10:05Vorherrschaft generieren sie, je mehr Landfläche sie mit ihren Gebäuden transformieren und so ihrer Power Matrix zufügen.
10:14Der Boden, den ihr seht, diese ganzen grün-schwarzen Leiterplatten, das ist alles der Bereich, der von den Necrons pervertiert
10:21wurde.
10:21Auf der Power Matrix sind alle Feinde deutlich geschwächt, die Necrons aber gestärkt.
10:26Richtig lustig wird es jedoch erst, wenn die Necrons ihre ersten Reanimationsgalerien hochziehen.
10:33Diese Türme beleben unaufhörlich und kostenlos ausgewählte Einheiten wieder.
10:38Je länger das Spiel dauert, umso mehr solcher Galerien ploppen auf und spucken die gefallenen Necrons direkt an der Front
10:46wieder aus.
10:46Selbst wenn die Necrons also langsam sind, robben sie sich doch unnachgiebig nach vorne.
10:52Kein Verlust ist für immer und so wächst ihre Armee beständig an.
10:56Zumal die Necrons obendrein über Teleportationstechnologie verfügen, mit der, ähnlich wie bei den Space Marines, plötzlich dutzende Roboskelette aus dem
11:06Nichts auftauchen können.
11:08Das spielt sich super ungewöhnlich und hat mir gerade deshalb großen Spaß bereitet.
11:13Wie bei allen Fraktionen in Dawn of War 4 ist es King Art sehr gut gelungen, sowohl spielerische Abwechslung zu
11:19bieten, als auch perfekt abzubilden, worum es bei den Armeen in der Warhammer Vorlage eigentlich geht.
11:25Bei all dem Lob gilt aber, ich habe nur eine Preview-Version gespielt und für sich genommen natürlich nicht so
11:32viel Zeit in die Scharmützel investiert, um die Spielbalance perfekt abschätzen zu können.
11:38Meine Gefechte habe ich auch gegen die KI ausgetragen, die sich durchaus kompetent schlägt und auch die Vorteile jeder Fraktion
11:44gut einsetzt, aber sie ist nicht besonders gut darin, die Nachteile eines Volkes gezielt auszunutzen.
11:51Das ist etwas, was in einer echten Multiplayer-Partie gegen reale Mitspieler erst wirklich zur Geltung kommen wird.
11:57Zumal meiner Erfahrung nach jede Fraktion jeden Gegner mit eigenen Antworten kontern sollte.
12:04Ich kann mir jedoch sehr gut vorstellen, dass die Fraktionen derzeit noch alles andere als perfekt ausbalanciert sind.
12:10Womöglich sind manche Fraktionen gegen andere absolut chancenlos, wenn sie ihre Karten gut ausspielen, gerade in bestimmten Spielmoden.
12:19Bei der Vorherrschaft, wo es um das Erobern von Kontrollpunkten geht, sehe ich die lahmen Necrons oder das behäbige Adeptus
12:26Mechanicus massiv im Nachteil gegenüber den Orks.
12:30Ich persönlich spiele wenige Multiplayer und freue mich deshalb vor allem über Abwechslung bei den Fraktionen.
12:36Das birgt nur eben immer die Gefahr für Schlupflöcher in der Balance und einer unausgeglichenen Spielmeta.
12:42Die meiste Zeit habe ich in der Preview-Version jedoch nicht in den Gefechten, sondern in der Kampagne rund um
12:48den verwüsteten Planeten Kronos zugebracht.
12:50Ich konnte erst im Prolog mit der Imperialen Armee bzw. den Space Marines spielen.
12:56Danach wurde ich Zeuge eines brutalen Wettkampfes zwischen zwei Ork-Bossen und abschließend konnte ich dem Adeptus Mechanicus beistehen,
13:04um sowohl Orks als auch die aufkommenden Necrons in die Schranken zu weisen.
13:09Die Kampagne trumpft dabei schon in den ersten beiden Kapiteln inszenatorisch wirklich auf.
13:14Gebt euch allein mal hier ein paar Sekunden der CGI-Sequenz ganz zu Beginn der Kampagne.
13:28Das ist schon ziemlich cool.
13:30Später kommen dann noch In-Engine-Cutscenes dazu, die sich aber ebenfalls sehen lassen können.
13:41Sonderlich tief reicht die Handlung bei den Orks noch nicht.
13:45Da geht es aber halt auch um wütende Orks.
13:48Doch schon beim Ad-Mag wird die Story tatsächlich richtig spannend.
13:51Zumal in jeder Kampagne es stets zu einem Zwist innerhalb der Fraktion selbst kommt.
13:57Bei den Orks, welcher Boss ist jetzt der dickste Boss?
14:00Bei Ad-Mag hingegen scheint die Führungsriege ein altes Geheimnis auf Kronos verschleiern zu wollen.
14:05Die Heldin Potentia Delta 9 kommt dem auf die Spur, während ein Skitarii-Marschall namens ZEC-X23 als unwissentliches, aber
14:15höriges Werkzeug dazwischen funken soll.
14:18Wer am Ende dabei Erfolg hat, ist tatsächlich komplett meine Entscheidung.
14:22Es kommt bei beiden Kampagnen irgendwann der Punkt, an dem ich mich für einen Fraktionshelden entscheiden muss.
14:29Dann erlebe ich die restliche Kampagne aus dessen Perspektive und lege so eben auch fest, wer die größeren Erfolge verbucht
14:37und somit wie die Kampagne ausgeht.
14:39Allerdings ist das Endergebnis für den übergreifenden Plot gar nicht so wichtig.
14:45Daher spielt es in der Ad-Mag Kampagne später keine Rolle mehr, wen ich eigentlich zum Superboss der Orks ernannt
14:52habe.
14:52Das finde ich ein wenig schade, immerhin kommen dadurch Charaktere, die ich durchaus zu mögen begann, womöglich im Rest der
14:59Kampagne gar nicht mehr richtig vor.
15:01Und es gibt noch einen anderen Punkt bei der Kampagne, der mich ein wenig wurmt, und zwar meine ich das
15:06Missionsdesign.
15:07Hier fehlt mir ein wenig der kreative Funke von Mission zu Mission.
15:12Es gibt durchaus ein paar ungewöhnliche Missionen, mein persönliches Highlight war bei Ad-Mag der Kampf gegen einen richtigen Bossgegner,
15:19der es ziemlich in sich hatte.
15:20Aber ich erinnere mich auch an Missionen, in denen ich mit den Orks einmal Jagd auf einen riesigen Squig und
15:26einmal auf fliehende imperiale Soldaten machen durfte.
15:29Aber erwartet trotzdem keine Kampagne, in der wie in StarCraft 2 nahezu jede Mission mit einzigartigen Ideen hervorsticht.
15:36Dawn of War 4 unterteilt seine Missionstypen nämlich in Kategorien, die an die Spielmodi aus den Gefechten angelegt sind.
15:43Also etwa Basen zerstören, Kontrollpunkte erobern oder zufällig auf der Map aufploppende Objekte einsammeln.
15:50Nur ganz wenige Missionen füllen sich dadurch zwar an wie ein verkapptes KI-Scharmützel, aber sie sind oft überraschungsarm.
15:57Man hat meist zu Beginn ein Ziel, das wird erfüllt und die Mission ist vorbei.
16:01Spannende Wendungen, unvorhergesehene Missionsziele, plötzliche Herausforderungen sind eher selten.
16:07Sie kommen vor, aber da hat King Art zuletzt in Iron Harvest etwas mehr Denkwürdigkeit geboten, wie ich persönlich finde.
16:16Nach wie vor konnte ich natürlich nicht alles sehen.
16:18Weder habe ich jede einzelne Mission von Orks und Admex gespielt, da es ja für beide Völker jeweils zwei Routen
16:24bis zum Finale gibt, noch kenne ich die Story von Necrons und Space Marines.
16:28Womöglich kommen die abwechslungsreichsten und denkwürdigsten Missionen also erst noch.
16:34Übrigens macht die Kampagne, so wie sie jetzt ist, trotzdem schon Spaß.
16:37Und was an Abwechslung im Missionsdesign fehlt, gleicht die Abwechslung durch die verschiedenen Fraktionen fast schon aus.
16:44Wie eingangs gesagt, gelangweilt habe ich mich nie.
16:48Und die spielbare Version von Dawn of War 4 war auch schon so umfangreich, dass ich es mir mal erlaube,
16:53etwas Optimismus zu verbreiten.
16:55Das wird richtig gut. Die Chancen stehen dafür zumindest ziemlich hoch.
17:00Wenn Kingard jetzt nicht gerade in den letzten beiden Kampagnen noch massive Fehler begeht, die Inszenierung trosselt oder das Missionsdesign
17:08wirklich komplett eintönig wird,
17:10werden sowohl Warhammer als auch RTS-Fans damit eine glänzende Zeit haben.
17:15Spannend wird es, wie die Mehrspieler-Fans auf Dawn of War 4 reagieren.
17:19Ich hatte mit den kleinen Gefechten viel Freude, was vor allem an der Fraktionsvielfalt liegt.
17:24Natürlich spielt aber am Ende noch mehr rein.
17:27Sind die Fraktionen wirklich ausgeglichen, bleiben die Gefechte jedes Mal aufs Neue interessant.
17:32Ein Problem könnte etwa sein, dass die Schlachten sich insgesamt sehr horizontal abspielen
17:37und die Umgebung selten taktisch wirklich einen Ausschlag gibt.
17:41Deckungsmöglichkeiten nutze ich persönlich fast nie.
17:44Die Performance könnte ebenfalls noch zum Bremsklotz werden, auch wenn ich mit der aktuellen Version überraschenderweise keine großen Probleme bemerkt
17:52habe.
17:52Dabei ist sie noch gar nicht fertig entwickelt.
17:54Die Erfahrung hat nur gezeigt, dass man hier mit einem abschließenden Urteil aber durchaus warten sollte,
18:00bis das Spiel bei allen möglichen Leuten mit unterschiedlichsten Rechnern aufschlägt.
18:05Bis dahin ist aber noch eine Menge Zeit und die kann Kingard hoffentlich nutzen,
18:09um Dawn of War 4 bestmöglich auf den Release im Dezember vorzubereiten.
18:13Und dann sehen wir mal, ob sie die Reihe tatsächlich langfristig von den Toten erwecken können.