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Vor mehr als 2.000 Jahren erzählt der griechische Philosoph Platon von einer gewaltigen Insel namens Atlantis – einem mächtigen Reich jenseits der Säulen des Herakles.

In seinen Dialogen **„Timaios“ und „Kritias“** beschreibt Platon eine außergewöhnlich wohlhabende und organisierte Gesellschaft, eine beeindruckende Hauptstadt mit konzentrischen Wasser- und Landringen und eine mächtige Seemacht. Doch nach einem Konflikt mit Athen soll Atlantis innerhalb eines gewaltigen Unglücks untergegangen und im Meer verschwunden sein.

Aber was wollte Platon mit dieser Geschichte tatsächlich erzählen?

War Atlantis eine Erinnerung an ein reales Reich, das durch eine Naturkatastrophe zerstört wurde? Oder erschuf Platon die Geschichte als philosophisches Gleichnis über Macht, Reichtum, Krieg und den Untergang einer Gesellschaft?

Seit Jahrhunderten versuchen Forscher und Abenteurer, Platons Angaben mit realen Orten in Verbindung zu bringen. Immer wieder wurden mögliche Schauplätze vorgeschlagen – vom Atlantischen Ozean über das Mittelmeer bis hin zur Inselwelt der Ägäis.

Diese Dokumentation folgt **Platons ursprünglicher Beschreibung** und untersucht die wichtigsten Hinweise, Theorien und archäologischen Spuren.

**Atlantis – Mythos, Erinnerung oder verlorene Geschichte?**

Eine Reise auf den Spuren eines Reiches, das vielleicht niemals existierte – dessen Geschichte die Menschheit aber bis heute nicht loslässt.

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Transkript
00:00Modernste Technik soll ja tausende alte Spuren zum Vorschein bringen.
00:04Eine jahrelang geplante Expedition, die nur ein Ziel hat.
00:09Eines der großen Rätsel der Menschheit zu lösen.
00:13Atlantis. Das mysteriöse Reich, das angeblich in den Fluten des Meeres versank.
00:22Für manche ist das alles nur eine fantastische Erzählung.
00:26Doch jetzt gibt es Hinweise, dass mehr dahinter stecken könnte.
00:30Oh mein Gott, perfekt!
00:34Kann es sein, dass es Atlantis wirklich gab?
00:45Seit Jahrhunderten suchen Forscher und Abenteurer nach der sagenhaften Insel.
00:50Denn niemand weiß, wo genau sie liegen sollen.
00:52Der amerikanische Geologe Dr. Martin Pepper kennt alle Theorien zu Atlantis.
01:00Ich will diesen einen Ort finden, der zu unserem Wissen über Atlantis passt.
01:05An unzähligen Orten wurde nach Atlantis gesucht, von der Karibik bis nach Helgoland.
01:13Bisher vergeblich.
01:17Doch Martin Pepper und seine Kollegen vertrauen nach Prüfung aller Fakten darauf.
01:22Wow, erstaunlich!
01:24Endlich den richtigen Ort gefunden zu haben.
01:27Eine griechische Insel liegt schon lange im Fokus der Atlantis-Forschung.
01:32Santorin.
01:35Dr. Pepper zeigt warum.
01:39Aus der Luft ist klar zu erkennen.
01:42Santorin ist keine gewöhnliche Insel.
01:45Die steilen Klippen sind der kollabierte Kraterrand eines Supervulkans, eine sogenannte Caldera.
01:53Etwa 1600 vor Christus, Schauplatz einer der größten Naturkatastrophen der Menschheitsgeschichte.
02:04Die sogenannte Minoische Eruption zählt zu den stärksten Vulkanausbrüchen der letzten 10.000 Jahre.
02:13Aschewolken verdunkeln auf Kilometer den Himmel.
02:23Als der Vulkan explodierte, vernichteten glühend heiße Ströme aus Asche und Gas alles, was sich ihnen in den Weg stellte.
02:35Ins Meer geschleudert lösten sie gigantische Flutwellen aus.
02:39Es gab kein Entkommen.
02:43So soll der Überlieferung nach Atlantis ausgesehen haben.
02:47Angeblich errichteten die Atlanter das Herz ihrer Stadt auf einer Insel, umgeben von mehreren Ringen.
02:55Und wäre Santorin das alte Inselreich, so hätte die Wucht des Vulkanausbruchs die zentrale Insel vom Erdboden verschluckt.
03:11Selbst nach 3600 Jahren sind die Spuren der Katastrophe noch immer sichtbar.
03:1750 Meter mächtige Schichten vulkanischen Gesteins zeugen von der Macht der Eruption.
03:23Die zerstörerischen Flutwellen breiteten sich im östlichen Mittelmeer bis nach Israel und in das Delta des Nils aus.
03:31Aufsteigende Asche und Gase müssen auf Tage den Himmel verdunkelt und das Klima verändert haben.
03:38Auch tausende Kilometer entfernt.
03:41Vielleicht konnte das die Legende von einer Stadt inspirieren, die im Meer versankt.
03:48Alle Hinweise zu Atlantis stammen aus dem antiken Athen. Aus einer einzigen Quelle.
03:56Im vierten Jahrhundert vor Christus schreibt der griechische Philosoph Platon die Geschichte auf.
04:03Platon ist der größte und wirkungsmächtigste Philosoph, den Europa hervorgebracht hat.
04:10Also neben Aristoteles hat kein anderer Philosoph eine so breite, so tiefgehende, auch kulturenübergreifende Wirkung gehabt wie Platon.
04:21Also Platon hat für Europa eine ähnliche Bedeutung wie Buddha für Indien oder Konfuzius für China.
04:29Platon berichtet von einer Stadt, die durch eine Katastrophe zerstört wurde. Fast 1200 Jahre vor seiner Zeit.
04:37Wie kann er davon gewusst haben?
04:41Dafür haben wir eine ganze Reihe von Parallelfällen, dass es solche Überlieferungen geben kann,
04:49die Jahrhunderte oder vielleicht sogar an die tausend Jahre überliefert werden,
04:54die dann im Gedächtnis häufig immer mythischere Züge annehmen.
04:59Platon gibt in seinem Text Hinweise auf Lage und Bedeutung der Stadt Atlantis.
05:04Die wichtigsten sind elf Aussagen, die Martin Pepper überprüfen will.
05:09Treffen auf Santorin alle zu?
05:15Der wichtigste ist zumindest erfüllt. Ein Teil der Insel versank.
05:19Die Hauptinsel, auf der Atlantis angeblich lag.
05:23Nur wenn ihre Überreste auf dem Meeresboden geortet werden, besteht die Chance, dass Santorin Atlantis ist.
05:29Bei dem Vulkanausbruch vor 3600 Jahren strömte Lava aus der gigantischen Magmakammer
05:36und formte in der Caldera-Mitte Stück für Stück eine neue, zweite Insel.
05:45Martin Pepper will selbst einen Blick in die Tiefen der Caldera werfen.
05:52Das Wasser scheint ruhig, doch er taucht in einem bis heute aktiven, wenn noch zur Zeit schlafenden Vulkan.
06:00Fast 400 Meter unter ihm liegt der Boden des Kraters.
06:05Die scharf aufragenden Felswände bezeugen noch heute die Wucht des Ausbruchs.
06:16An den Felswänden unter Wasser kann ich die verschiedenen Schichten von Lavaströmen erkennen.
06:21Sie formten einst die Insel.
06:23Doch als der Vulkan ausbrach, entstand der Krater, in dem ich hier schwimme.
06:29Doch lassen sich auch Belege für eine zerstörte Zentralinsel finden?
06:35Eine Expedition, geleitet von der Meeresgeologin Dr. Paraskevi-Nomiko, wird den Meeresboden scannen.
06:43Lass mich dir das Multi-Beam-Team vorstellen.
06:46Das ist Nick, das ist Marty, das ist Hans.
06:51Die Crew nutzt dazu ferngesteuerte Unterwasserroboter.
06:57Denn in 400 Meter Tiefe kann ein Mensch nicht mehr tauchen.
07:01Das Ziel ist es, Geröll der einstigen Hauptinsel zu finden, das die Wucht des Vulkanausbruchs damals auf den Meeresboden schleuderte.
07:10Und tatsächlich stoßen die Forscher auf eine dicke Schicht aus Asche und Lava.
07:16Doch die Ergebnisse der Proben sind enttäuschend.
07:18Das Material hat nichts mit Atlantis zu tun.
07:22Das sind neuere Sedimente.
07:27Mithilfe eines Hochleistungssonars geht die Suche nach einer älteren Schicht deshalb weiter.
07:36Als ob du schwanger bist und du willst das Baby sehen. So ist das auch bei seismischen Untersuchungen.
07:42Wie ein gigantischer Ultraschall.
07:46Ein zweites Gerät soll Spuren der Eruption am Boden der Caldera sichtbar machen.
07:51Ein Meerstrahlscanner.
07:57Er sendet einen Fächer aus Hochfrequenz-Schallimpulsen aus und scannt den Meeresboden in beispielloser Genauigkeit ab.
08:07Wir nutzen zwei verschiedene Geräte für zwei verschiedene Bereiche.
08:11Unser Ziel ist, die Caldera von Santorin vor der Eruption zu rekonstruieren.
08:17Während Dr. Nomiko und ihr Team in kleinen Schritten den Meeresboden scannen, folgt Martin Pepper einem weiteren Hinweis Platons.
08:26Die Wucht der bronzezeitlichen Megaeruption löscht auf Santorin fast alle Siedlungsspuren aus.
08:33Doch am Rand der Caldera entdeckten Archäologen Akroteri, die Überreste einer antiken Stadt.
08:46War sie einst Teil des untergegangenen Reichs von Atlantis?
09:02Das ist die erste Bimssteinschicht, die die meisten Gebäude vollständig überzog.
09:07Die Schicht zeigt beispielhaft, was die gesamte Stadt bedeckte.
09:11Ja genau.
09:13Unter der bis zu 15 Meter dicken Bimssteinschicht schlummerte die Siedlung viele Jahre unbeachtet vor sich hin.
09:22Computertechnologie ermöglicht uns nun einen Blick zurück in die Zeit.
09:273600 Jahre nach dem Untergang der Siedlung.
09:32Erst um die 40 Gebäude wurden bislang von der Bimssteinschicht befreit.
09:36Archäologen schätzen, dass 95 Prozent der Stadt noch im Verborgenen liegen.
09:43Wir laufen jetzt über eine der Hauptstraßen der Stadt.
09:47Dann kommen wir zum Dreiecksplatz.
09:50Hier ist vor allem das Haus eines Kaufmanns mit riesigen Fenstern besonders.
09:56Das ist echt groß. Das ist schwierig zu bauen, selbst heutzutage mit Beton.
10:01Sie wollten auch so große Fenster haben, um den Wohlstand im Haus nach außen zu zeigen.
10:11Noch bemerkenswerter als dieser Reichtum ist ein kleiner Ort im Inneren des Hauses.
10:19In der hintersten Ecke des Zimmers, im zweiten Stock, haben wir eine der ältesten erhaltenen Toiletten.
10:28Die Form der Toilette mit gewinkeltem Abfluss, der verhindern sollte, dass Geruch wieder aus den Leitungen aufsteigt, ist bemerkenswert.
10:43In seiner Hochzeit, was auch die Zeit der Zerstörung war, in der späten Bronzezeit, war es eine der hochentwickeltsten Kulturen
10:51im Mittelmeer.
10:56Die Bewohner von Akrotiri schufen ein hochorganisiertes, urbanes Zentrum.
11:04Der Hinweis Platons trifft also zu.
11:10Doch was erstaunlich ist, weder menschliche Überreste noch Wertgegenstände wurden hier je gefunden.
11:18Diese winzige Ziegenfigur ist das einzige Goldobjekt, das die Archäologen ausgruben.
11:23Hatten die Bewohner von Akrotiri etwa Zeit, ihre Habseligkeiten zusammenzuraffen?
11:28Warnten kleinere Erdbeben die Menschen und kündigten die kommende große Katastrophe an.
11:35Gelang ihnen sogar die Flucht.
11:39Statt menschlicher Überreste bargen die Archäologen etwas anderes.
11:42Bunte Fresken.
11:47Zeigen sie die Gesichter der Menschen von Atlantis?
11:50Platon beschreibt die Atlanter als ursprünglich fromm und rechtschaffen.
11:55Doch mit der Zeit gingen diese Werte verloren und damit auch der Schutz der Götter.
12:01Platon schildert dann, dass im Zuge einer, ja im Grunde einer Dekadenzgeschichte,
12:08sich diese Bindung an die strikte Gesetzesherrschaft auflöst.
12:12Also der Teil, in dem Platon das vermutlich hat schildern wollen, ist entweder nicht erhalten oder nie geschrieben worden.
12:20Aber dieses Vergessen der Herrschaft des Rechts, das führt dann letztlich zum Untergang von Atlantis.
12:27Und reißt die Menschen mit sich.
12:32In den Augen Platons eine Bestrafung durch die Götter.
12:42Jedoch fand man Gebäude, die schon vor dem Vulkanausbruch zerstört wurden, durch ein Erdbeben.
12:50Man kann hier verschiedene Gebäude sehen, die durch ein großes Erdbeben zusammenstürzten, das sich vor 3600 Jahren ereignete.
13:03Dieses Erdbeben kam wohl Monate vor dem Vulkanausbruch.
13:07Ein erstes Zeichen nur, dass der Vulkan langsam zum Leben erwachte.
13:12Und für die Bewohner der Auslöser zur Flucht.
13:16Die Menschen von Akrotiri wurden Opfer von zwei Katastrophen.
13:22Zunächst zerstörte das Erdbeben die blühende Stadt.
13:25Aber eben nur teilweise.
13:31Viele, die es über das Meer geschafft hatten, kehrten wahrscheinlich zurück, als sich die Erde wieder beruhigt hatte.
13:40Hier sind Steine von Gebäuden, die wieder verbaut werden sollten.
13:46Die Bettgestelle wurden vor den Ruinen für ein temporäres Lager genutzt, während die Einwohner ihre Häuser wieder aufbauten.
13:57Die Naturgewalten gaben also so lange Ruhe, dass sich die Menschen wieder in Sicherheit wiegten.
14:03In den Ruinen fand man diese kaputten Töpfchen, halb gefüllt mit weißem Putz und roter Farbe zur Dekoration der Wände.
14:12Hinweise darauf, dass die Menschen von Akrotiri an die Zukunft ihrer Stadt glaubten.
14:22Bis der Vulkan sich ein zweites Mal regte.
14:27Die Suche geht weiter.
14:30Dr. Nomiko zeigt Martin Pepper einen Ort, der einen Blick in die Vergangenheit ermöglicht.
14:35Klippen aus gewaltigen Schichten von Bimsstein und Asche.
14:40Hier sehen wir die Erde vor dem Ausbruch.
14:46Man kann fast sehen, wie hier Pflanzen wachsen.
14:50Man kann sich vorstellen, dass Menschen auf dieser Oberfläche lebten.
14:54Dann kommt die erste Phase des Ausbruchs.
14:56Der Vulkan stößt genügend Bimsstein aus, um die gesamte Insel leicht zu bedecken.
15:02Dieser erste Ausbruch war wie eine Fehlzündung.
15:06Spektakulär und beunruhigend.
15:08Jedoch nicht tödlich.
15:13Wie groß war die Pause zwischen diesem ersten und dem gigantischen zweiten Ausbruch?
15:18Viele Wissenschaftler glauben, dass nur wenige Monate dazwischen lagen.
15:24Die zweite Eruption hatte unvorstellbare Ausmasse.
15:40Bimsstein und Asche regneten auf die Menschen herab. Fast 2,5 Zentimeter pro Minute.
15:50In dieser ersten Phase des Ausbruchs war alles voller Wolken aus Bimsstein, die sich überall ausbreiteten.
15:59Noch hofften die Bewohner von Akrotiri auf eine kleine Chance zur Flucht.
16:07Bald jedoch sahen sie sich einer weiteren Gefahr gegenüber.
16:10Todbringende Lawinen aus extrem heißer Asche und Gas. Pyroklastische Strömer.
16:23Mit einer Geschwindigkeit von mehreren hundert Stundenkilometer vernichteten sie alles.
16:32Trafen sie aufs Meer, wandelten sie sich in eine weitere tödliche Macht.
16:43Die Tsunamis brachten Ablagerungen des Vulkanausbruchs bis nach Israel, der Westtürkei und Kreta.
16:51Wie hoch waren die Wellen?
16:53Mehr als 10 Meter.
16:56So hoch wie der Tsunami, der 2004 Indonesien und Thailand verwüstete und Hunderttausende tötete.
17:08Wenn Dr. Pepper recht hat und Santorin Atlantis ist, starben jene, denen die Flucht gelang, durch die Wucht der Flutwellen.
17:21Bisher treffen die Hinweise Platons auf Santorin zu.
17:25Und trotzdem wurde Atlantis auch an ganz anderen Stellen gesucht, etwa im Atlantik, auf den Kanarischen Inseln.
17:35Denn Atlantis soll, laut Platon, hinter den sogenannten Säulen des Herakles gelegen haben, der Straße von Gibraltar.
17:47Schon alte Karten verorten Atlantis mitten im Atlantik.
17:51Der deutsche Jesuit, Athanasius Kircher, folgte damit vor rund 350 Jahren der Angabe Platons.
17:59Im Laufe der Jahrhunderte wurde Atlantis gar zum Ursprungsort ganzer Völker verklärt.
18:05Expeditionen der 1930er Jahre forschten auf der ganzen Welt nach der legendären Insel.
18:12Und schon sind wir an der Ausgrabungsstelle, wo im Regierungsauftragte die Atlantis-Funde, so bezeichnet man sie in Venezuela,
18:20vom Professor Mario del Castillo ausgegraben und präpariert werden.
18:25Die Ausgrabungen dienten nicht zuletzt der nationalsozialistischen Propaganda.
18:31Es sollte eine Verbindung zwischen den Adlantern und den Vorfahren der Deutschen hergestellt werden.
18:40Dafür statterte die NS-Regierung ihre Expeditionen mit Millionen Reichsmark aus.
18:46Sie führten bis nach Südamerika und Tibet.
18:54Auftraggeber war Reichsführer SS Heinrich Himmler, Gründer der Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe.
19:01Die SS-Einrichtung betrieb nicht nur archäologische Untersuchungen, sondern machte auch rassekundliche Erhebungen an Menschen.
19:10Nach Himmler sollten die Deutschen tatsächlich die Nachfahren des legendären Volkes von Atlantis sein.
19:23Archäologische Ausgrabungen sollten diese Theorie belegen.
19:33Geschichtsklitterei war in der Tagesordnung.
19:38Die Lüge war Programm.
19:43Da wurde dann auch schon mal ein Hakenkreuz auf einen antiken Topf gekratzt, das vorher gar nicht da war.
20:00Jahre später erteilte Himmler sogar einem spanischen Archäologen den Auftrag, auf den Kanaren nach den Adlantern zu suchen.
20:07Doch der Krieg beendete den Spuk.
20:11Wieso aber konnte die Idee einer Verbindung von Atlantis mit dem Ursprung der Deutschen Fuß fassen?
20:18Das hängt sicherlich mit dem Rassismus des 19. Jahrhunderts zusammen.
20:23Wobei man sagen muss, dass Platon über das Aussehen, die Gestalt oder rassische Merkmale der Bewohner von Atlantis schlicht überhaupt
20:33gar keine Angaben macht.
20:35Nur, dass sie in der Hochzeit von Atlantis eben tugendhaft und gesetzestreu waren und diese Treue zum Gesetz, diese Rechtstreue
20:45irgendwann nachgelassen hat.
20:48Die verfechterte Theorie einer Verbindung zwischen Atlantis und den Kanaren beziehen sich nicht zuletzt auf die Mumien der kanarischen Ureinwohner.
20:58Als sich spanische Entdecker vor 600 Jahren auf den Kanaren niederlassen, entdecken sie überrascht, dass sie schon seit langem Menschenleben.
21:07Die Spanier nennen sie Guanschen.
21:10In Höhlen versteckt, haben sie hunderte Mumien ihrer Ahnen aufgebahrt.
21:18Das hier ist ein Kind.
21:20Die Spanier verblüfft das Aussehen der Guanschen. Sie berichten von auffallenden physischen Unterschieden.
21:27Die erste Beschreibung der Eroberer ist, dass die Guanschen sehr groß sind.
21:32Wirklich groß. Acht bis zehn Zentimeter größer als die Spanier dieser Zeit.
21:39Auch fällt den Spaniern auf, dass die Haut der Guanschen sehr viel blasser ist, als die der meist sonnengegärbten Mittelmeervölker.
21:47Die hellen Haare deuten ebenso auf eine ferne Herkunft dieser Menschen hin.
21:55Könnten die Guanschen Nachfahren der Atlanter sein?
21:59Ihre Heimat, die Kanaren gar selbst Atlantis?
22:03Eine Theorie, von der Martin Pepper nicht überzeugt ist.
22:07Denn falls sie stimmte, müsste man auch Spuren einer hochentwickelten Zivilisation finden.
22:14Um das zu überprüfen, lässt sich der Amerikaner zu einem entlegenen Berghang führen, zu einem der ersten Guanschen-Dörfer.
22:22Schon auf den ersten Blick ist klar, dass hier niemals eine Hochkultur existierte.
22:35Auch wenn diese Insel im Atlantik zur Ortsangabe Platons passt und die Bewohner diese Höhlen schufen, habe ich Zweifel.
22:44Als nächstes sollten wir uns auch die Geologie anschauen, um zu sehen, ob diese Insel einst im Meer unterging.
22:54Genau wie Santorin sind auch die Kanarischen Inseln vulkanischen Ursprungs.
23:00Doch weiter reicht die Ähnlichkeit nicht.
23:04Obwohl die Kanarischen Inseln und ihre Bewohner eine verlockende Lage für Atlantis bieten, glaube ich nicht daran.
23:11Wenn man die Steilküste erforscht, erkennt man langsame Lavaflüsse, eine Schicht über der anderen.
23:16Es ist daher nicht möglich, dass eine so massive Insel erst zerstört wurde und sich dann bis heute wieder so
23:23hoch auftüren konnte.
23:27Für Dr. Pepper scheiden die Kanaren daher aus.
23:34Nach Platon stammt die Überlieferung von Atlantis aus Ägypten.
23:39Martin Pepper ist der Überzeugung, dass Platon die Handlung nur an einem mythischen Ort weit weg von Ägypten und der
23:46Ägäis verlegt hat,
23:47um die Geschichte für seine Zeitgenossen interessanter zu machen.
23:55Deshalb ist für Pepper Santorin nach wie vor der Hauptverdächtige.
24:00Denn laut Platon benutzten die Atlanta als Baumaterial Steine in drei speziellen Farben.
24:06Rot, Weiß und Schwarz.
24:15Auf der gesamten Insel sieht man die weißen, roten und schwarzen vulkanischen Felsen.
24:21Genauso wie Platon das Gestein auf Atlantis beschreibt.
24:26Aus der Luft sieht man es noch besser.
24:29Auf der ganzen Insel finden sich Schichten aus roter und schwarzer Lava und weißem Bimsstein.
24:35Das Ergebnis unzähliger Ausbrüche.
24:45Nach Platon sollen heiße Quellen die Badehäuser der Stadt gespeist haben.
24:50Dazu passt, dass Santorin bis heute ein aktiver Vulkan ist und die Magmakammer nicht weit unterhalb der Oberfläche.
24:58Dr. Pepper weiß, wo man das heute noch besonders deutlich sehen kann.
25:08Diese Blasen gehören zu einem System von gigantischen Wärmequellen.
25:12Das Wasser dringt durch die vulkanische Erde nach unten, wird dort aufgeheizt und steigt dann wieder hoch.
25:17Danach ist es so säurehaltig, dass alles Eisen in der Erde oxidiert und sich so in diesen rostigen Dreck verwandelt.
25:32Weiterhin ist Atlantis in Platons Erzählung eine große Handelsmacht mit betriebsamen Häfen und einer Flotte von 1000 Schiffen.
25:41Auf Santorin jedoch konnten Archäologen bisher keine Spur eines antiken Hafens finden.
25:48Stattdessen aber entdeckten die Ausgräber von Akrotiri ein besonderes Fresko unter den Trümmern.
25:54Könnte das der Hafen von Atlantis sein?
26:00Noch heute passt das Fresko erstaunlich gut zur Topografie von Akrotiri.
26:07Wie auf dem Flottenfresko gezeigt wird, haben wir zwei Buchten vor der Stadt.
26:13Genau hier können wir diese beiden Buchten unter uns sehen.
26:21Und bis heute gilt Akrotiri als der sicherste Hafen hier, weil wir überwiegend nördliche Winde haben.
26:28Daher kommen die meisten Schiffe hierher, auf der Suche nach einem sicheren Liegeplatz.
26:34Könnte Akrotiri der Hafen von Atlantis gewesen sein?
26:38In den Ruinen der Stadt haben die Archäologen Keramiken gefunden, die von weit her kamen.
26:45Eine trichterförmige Vase aus Kreta oder eine Straußenei-Vase aus Afrika.
26:53Diese Funde belegen ein weitreichendes Netz von Handelswegen im gesamten östlichen Mittelmeer, in dessen Zentrum Santorin lag.
27:04Die meisten Menschen, die hier lebten, konnten zudem schreiben und lesen.
27:08Damals keine alltäglichen Fähigkeiten.
27:17Die Händler markierten ihre Waren sogar mit persönlichen Siegeln. Zeichen und Unterschrift in einem.
27:29Auf ihnen sind kleine Muster oder richtige Tiere zu sehen, wie hier der Körper eines Stieres.
27:38Alles deutet auf einen Regenhandel zur Zeit des Vulkanausbruchs.
27:46Ein besonders schöner Gegenstand von damals führt Pepper nach Ägypten.
27:51Dort, wo laut Platon die Geschichte zum ersten Mal erzählt wurde.
27:56Der Geologe reist über Kairo fast 700 Kilometer nach Süden, nach Luxor.
28:06Im sagenhaften Tal der Könige gibt es einen erstaunlichen Hinweis für seine Handelsthese.
28:13Die renommierte Ägyptologin Salima Ikram führt ihn in das Grab des Beamten Rechmireh.
28:23Malereien zu Ehren des Pharao schmücken die Wände.
28:30Unter einem Seitenkorridor wird er endlich fündig. Genau danach hat er gesucht.
28:35Die Vasen erregen besonders Peppas Aufmerksamkeit.
28:47Warte mal.
28:49Oh mein Gott, perfekt. Sie ist hier. Diese sieht genauso aus.
28:53Sie gleichen den trichterförmigen Vasen auf Santorin.
28:57Pepper glaubt, dass sie Geschenke an den Pharao waren.
29:01Mitgebracht von Augenzeugen, die den Vulkanausbruch aus einer sicheren Entfernung beobachteten.
29:07Diese Menschen waren also tatsächlich hier?
29:09Oh ja, definitiv.
29:11Von wann sprechen wir?
29:13So 15. Jahrhundert vor Christus.
29:15Also nur kurz nach der Eruption auf Santorin. Also muss das immer noch in ihrer Erinnerung gewesen sein.
29:21Ja, absolut. Das ist nichts, was man schnell vergisst.
29:26Überreichten die Augenzeugen nicht nur Geschenke, sondern erzählten ihren Gastgebern auch von der großen Katastrophe, die sie mit ansahen?
29:38Die Dialogfigur, die die Atlantis-Geschichte erzählt bei Platon, ist Critias, ein Onkel Platons.
29:45Dieser Critias erzählt, also er habe die Atlantis-Geschichte von seinem Urgroßvater Critias erfahren,
29:52der sie wiederum von einem Vorfahren Dropides erfahren habe, der ein enger Verwandter und Freund des Athena-Gesetzgebers Solon gewesen
30:01sei.
30:02Solon habe die Geschichte von Atlantis in Ägypten gehört, von ägyptischen Priestern erfahren, die jahrtausendealte Überlieferungen darüber hätten.
30:15Sicher ist, der Vulkanausbruch von Santorin war auch in Ägypten zu spüren.
30:24Ein schriftliches Fragment, eingraviert an eine Stele, 3500 Jahre alt, liefert den Hinweis.
30:31Man fand es im Tempel von Karnak, dem größten Tempel von Ägypten.
30:38Die Ägyptologin Dr. Elena Pichikova hat sie studiert.
30:45Erzähl mir von den Fragmenten aus Karnak.
30:48Sie gehören zu einem Dokument.
30:51Hieroglyphen berichten von einem Unglück, das Ägypten verwüstete und wie Pharao Achmose I. danach das Land wieder aufbaute.
30:58Doch bis heute können die Forscher die Geschichte nicht richtig einordnen.
31:03Es ist ein dramatisches Bild einer verheerenden Zerstörung des ganzen Landes.
31:09Wirklich?
31:10Ja.
31:11Stellt die Schilderung auf der von Experten sogenannten Unwetterstile ein echtes Ereignis dar?
31:17Das ganze Land von einem Sturm heimgesucht. Alles ist überschwemmt. Dunkelheit herrscht für Tage.
31:24Die Tempel sind zerstört, die Menschen tot.
31:28Das war ein großes Ereignis in Ägypten, eine große Naturkatastrophe.
31:33Die Beschreibung ist so detailliert.
31:35Könnte es daher sein, dass sie den Vulkanausbruch von Santorin nur aus ägyptischer Sicht darstellt?
31:46Tatsachenbericht oder doch nur eine Geschichte, in der Pharao Achmose I. als heldenhafter Retter seines Volkes gefeiert werden wollte.
31:55Heute lässt sich das nicht mehr mit Gewissheit sagen.
32:02Martin Pepper jedenfalls ist von der Verbindung zwischen Santorin und dem Reich am Nil zur Zeit des Pharao Achmose I.
32:11überzeugt.
32:17Auf Santorin erreicht die Arbeit der Scanner-Crew unterdessen die entscheidende Phase.
32:22Die Hightech-Instrumente liefern erste Ergebnisse.
32:27Wir können die Lavaströme auf dem Meeresboden sehen.
32:31Die Forscher haben nun alle Daten beisammen, um zu analysieren, wie die Insel vor dem Vulkanausbruch beschaffen war.
32:40Dr. Nomiku und ihrem Team ist es gelungen, die ca. 3600 Jahre alten vulkanischen Ablagerungen tief im Inneren des Meeresbodens
32:49zu identifizieren.
32:56Denn die topografischen Messungen machen es deutlich.
33:02Hier drangen einst Milliarden Liter Wasser aus dem Inneren der Caldera nach außen und verbreiterten einen Durchgang.
33:16Erkenntnisse, die perfekt zu Peppers' Theorie passen.
33:22Sanorini, yes.
33:28Das ist einzigartig.
33:31Denn laut Platon soll Atlantis eine schmale Zufahrt gehabt haben.
33:37Das ist der flache Kanal.
33:39Wir wandten heraus, dass dieser Kanal eine Breite von 500 Metern hatte.
33:44Heute ist der Durchschnitt etwa zwei Kilometer.
33:48Das war die Verbindung zwischen dem Meer und dem kleinen Becken vor der Eruption.
33:53Und dieses Becken war sehr seicht, weniger als 100 Meter tief.
33:59Aber immer noch tief genug für Schiffe, oder?
34:02Natürlich.
34:04Nach all den Jahrhunderten können erstmals wieder Menschen einen Blick auf diese Stelle der Caldera von Santorin werfen.
34:12Dr. Nomiku ist ein erster Beweis gelungen.
34:15Genau hier gab es eine Art Schiffskanal.
34:18Wie in der Beschreibung Platons.
34:21In seiner Erzählung ist Atlantis ein Reich des Überflusses.
34:25Mit üppigen Feldern, die das Volk ernähren konnten.
34:29Heute sieht man auf Santorin nur wenig davon.
34:36Durch die trockene Erde und die stetigen Winde wächst hier kaum etwas.
34:45In einer besonders kargen Region der Insel kann der Archäologe Lefteris Zorzos zeigen, dass es hier nicht immer so aussah.
34:56Also hier können wir die Erde der Bronzezeit sehen.
35:01Die Schicht darüber stammt vom ersten Ausbruch. Sie ist ganz trocken.
35:06Die Erde aus der Bronzezeit hingegen ist ganz feucht und lebendig.
35:12Ja, man fühlt, dass es eine wirklich reichhaltige Erde war.
35:16Auf dieser fruchtbaren Erde lebten die Menschen, wie Spuren von Keramikbelegen.
35:27Der Archäologe nimmt Proben, um zu prüfen, ob die bronzezeitliche Erde noch weitere Erkenntnisse in sich trägt.
35:37Und tatsächlich. Unter dem Mikroskop zeigt sich, dass die Insel vor dem Vulkanausbruch völlig anders aussah.
35:46In der Probe findet Lefteris Zorzos sogenannte Phytolite aus Weizenkörnern.
35:51Das sind mikroskopisch kleine Kieselsäurepartikel, die erhalten bleiben, wenn Pflanzen verrotten.
35:58Ein eindeutiger Hinweis darauf, dass die antiken Bewohner auf Santorin Getreide anbauten.
36:05Und die über 3500 Jahre alte Erde enthüllt noch mehr.
36:13Das ist ein Bild von dem Blatt eines Baumes, vermutlich von einer Eiche.
36:19Heute aber finden wir keine Eichen mehr auf Santorin.
36:22Doch die überraschendste Entdeckung betrifft Pflanzen, die nur in einer sehr wasserreichen Landschaft hätten gedeihen können.
36:28Genauso wie sie Platon für Atlantis beschrieben hat.
36:32Wir haben einige Kieselsäurepartikel von Pflanzen, die nur dann überleben, wenn sie genug Feuchtigkeit in der Erde finden oder direkt
36:39im Wasser stehen.
36:43Binsen und Rietgras müssen hier um kleine Teiche und Flüsse herum gewachsen sein.
36:52Jetzt kann ich mir ein Land des Überflusses vorstellen, aber eines auf einer tickenden Bombe.
37:09Wie aber genau sah die Kaldera aus, bevor diese tickende Bombe hochging?
37:13Heute hat die Insel im Süden eine zweite Lücke.
37:17Ablagerungen auf dem Meeresboden deuten darauf hin, dass erst der Vulkanausbruch den Ring zerstörte.
37:24Erst als das Land hier und dort durch die Eruption kollabierte, entstand diese Lücke.
37:30Die Rekonstruktion zeigt es deutlich.
37:33Vor der Megaeruption war der Rand der Kaldera nahezu vollständig geschlossen.
37:38Wie in der Beschreibung Platons von Atlantis.
37:44Ein letztes Mal untersucht das Scanner-Team den Meeresboden in der Mitte des Kraters.
37:55Die Analysen des bisher geborgenen Sediments konnten ganz klar zeigen,
38:01der Vulkanausbruch pulverisierte alles, was sich einst in der Mitte des Kraters befand.
38:06Auch eine Stadt, die dort gelegen hätte.
38:12Von ihr kann sich nichts erhalten haben.
38:15Außer vielleicht diese Abbildung, die sich in der jahrtausendealten Asche fand.
38:24Das zeigt die Insel Santorin.
38:28Und das ist die Stadt, von der die Flotte tatsächlich ablegt.
38:33Man kann sehen, wie ausgefeilt die geologischen Formationen um die Stadt herum sind.
38:39Ähnlich wie die steil aufragenden Klippen von Santorin heute.
38:46Ein anderer sehr faszinierender Aspekt ist diese Abbildung von Wasser drumherum.
38:51Deshalb glauben einige Experten, dass dieses Fresco die zentrale Insel darstellt.
39:02Der letzte Beleg für Peppers These steht noch aus.
39:06Alles hängt nun von den abschließenden Ergebnissen der Meeresforscher ab.
39:10Können ihre Scans einen geologischen Beweis einer früheren zentralen Insel liefern?
39:17Die Insel gibt es erst seit dem Ausbruch, aber gab es davor schon eine?
39:22Überall auf der gesamten Caldera von Santorin finden sich bronzezeitliche Ablagerungen.
39:27Alles deutet damit auf eine ursprüngliche zentrale Insel hin.
39:30Die Quelle des Vulkanausbruchs muss ziemlich genau in der Mitte der Caldera gewesen sein.
39:38Das wird doch auch durch die gleiche Dicke der Schicht belegt, die man überall findet. Eine Eruption in der Mitte.
39:46Auf diese Neuigkeiten hat Martin Pepper gehofft.
39:50Wo heute eine, nach dem Vulkanausbruch entstandene, neue zentrale Insel aus dem Wasser aufragt, gab es schon davor eine.
39:57Vor über 3600 Jahren.
40:01Auch sie einst errichtet durch Lavaströme des Vulkans.
40:05Ströme, deren Wachstum Dr. Nomico berechnen kann.
40:08Rund 20.000 Jahre Lavaströme türmten eine Landmasse von der Größe Downtown Manhattans auf.
40:15Definitiv groß genug für eine Stadt.
40:19Wie das Atlantis in der Schilderung Platons besaß Santorin eine mittlere Insel, bevor die Wucht des Vulkanausbruchs sie zerstörte.
40:30Ich setze all mein Geld darauf, dass Santorin Atlantis ist.
40:36Gab es Atlantis also wirklich?
40:39Oder dient die Insel Platon nur als Beispiel, um seiner Heimatstadt Athen den Spiegel einer gerechten Staatsform vorzuhalten?
40:47Platon erzählt die Geschichte von Atlantis, um bestimmte Züge seiner Staatsphilosophie und seiner Geschichtsphilosophie zu illustrieren.
40:56Aus dem Grunde halte ich es für unwahrscheinlich, dass er da realgeschichtliche Erinnerungen gleichzeitig mit transportiert.
41:08Ob es Atlantis wirklich gab, hängt ein wenig davon ab, ob man es glauben will oder nicht.
41:14Sicher ist, vor 3600 Jahren wurde hier eine Insel mit einer weitentwickelten Kultur zerstört.
41:23Bevor wieder eine neue entstand.
41:26Die Geschichte unterliegt dem Gesetz von Werden und Vergehen.
41:30Geschichtliche Phänomene unterliegen der Vergänglichkeit.
41:35Von daher steigen alle Staaten in der Geschichte auf und gehen auch wieder unter.
41:41Vielleicht wird eines Tages der unwiderlegbare Beweis für die Existenz von Atlantis gefunden werden.
41:49Doch vielleicht bleibt die Suche danach nur eins.
41:53Die Sehnsucht nach...
41:54...

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