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SpaßTranskript
00:29Untertitelung. BR 2018
00:58Untertitelung. BR 2018
01:29Untertitelung. BR 2018
01:49Moin Nina. Moin.
01:50Moin. Ist das der Mann, der uns informiert hat?
01:54Ja, das ist Bernd Ditz, Rentner. Er wollte hier angeln und hat dabei den Toten im Schuf entdeckt.
02:01Wissen wir schon, wer das Opfer ist?
02:02Nein. Tomke ist dabei, die Eckdaten mit der Vermissten-Datei abzugleichen. Fest steht aber, wir haben es eindeutig mit Fremdverschulden
02:08zu tun.
02:08Ja, und Strahlemann natürlich schon da. Moin, Strahlemann. Moin. Moin.
02:17Ein einziger Stich, mitten ins Herz. Der Mann verstarb innerhalb weniger Sekunden.
02:22Wann schätzt du, ist das passiert?
02:24Der Blutgerinnung zufolge vor 48 bis 60 Stunden.
02:28Ja, stimmt genau. Genauer Todeszeitpunkt 22.05 Uhr am Dienstagabend. Von diesem Zeitpunkt an sendet die Digitalwatch hier keine Vitalfunktionen
02:38mehr.
02:38Ja, das ist ein schönes Teil. Wurde ihm auch mal kaufen. Kostet ein halbes Vermögen.
02:43Der Ehring ist auch noch da. Habt ihr eine Brieftasche oder ein Handy bei ihm gefunden?
02:47Weder noch. Dafür 150 Euro in Bar und einen Autoschlüssel. Hat den Täter offensichtlich beides nicht interessiert.
02:56Der Hauptmord also ausgeschlossen. Gibt's Abwehrspuren?
02:59Auf den ersten Blick gibt es nichts, was auf einen vorherigen Kampf schließen lässt.
03:03Aber um so einen Stich ausführen zu können, musste der Täter ziemlich nah an den Mann ran.
03:07Heißt, Opfer und Täter kannten sich.
03:09Ist anzunehmen. Fest steht, das hier ist nicht der Tatort. Dafür fehlt es ein Blut.
03:16Der Mann ist postmortal hierher transportiert worden. Allerdings konnten wir in der Umgebung keinen Wagen sicherstellen.
03:23Irgendwelche Reifenspuren?
03:24Bei dem Regen gestern Nacht. Keine Chance.
03:27Hier, das ist das Anglermesser von dem Mann, der die Leiche gefunden hat. Ich dachte vielleicht...
03:32Wir haben es hier mit einer forensisch auffälligeren Tatwache zu tun.
03:35Und das heißt jetzt was genau?
03:37Mit Sicherheit kein Messer. Die Stichwunde verweist auf glatte, spitz zulaufende Kanten.
03:42Okay, also sowas wie ein Dolch.
03:44Ja, nur etwas kleiner.
03:46Kollegen suchen bereits die Umgebung ab, aber bisher ohne Erfolg. Weiß?
03:51Tomke, ja. Moment, ich stell dich auf laut.
03:53Ja, ich glaube ich habe einen Treffer. Arndt Vetter, 49 Jahre, Chef der gleichnamigen Reederei. Er wird seit ziemlich genau
04:0024 Stunden vermisst und die Beschreibung passt.
04:08Wer hat den Mann denn als vermisst gemeldet?
04:10Frauke Vetter, seine Ehefrau.
04:12Schicken Sie uns bitte die Adresse, ja?
04:16Frauke Vetter.
04:16Frauke Vetter.
04:18Frauke Vetter.
04:43Frauke Vetter.
04:43Kripo Lübeck. Lars Englern, mein Name, der Kollege Kiesewetter.
04:56Musste... Musste er...
04:58Unser Rechtsmediziner geht davon aus, dass Ihr Mann innerhalb von wenigen Sekunden verstaubt.
05:03Frau Vetter, wir wissen, dass das schwer ist.
05:07Aber könnten Sie uns nochmal die Umstände seines Verschwindens erzählen?
05:12Da gibt's nicht zu erzählen.
05:15Ich bin Dienstagnacht von meiner Pokerrunde nach Hause gekommen, aber Arndt war nicht da.
05:20Um wieviel Uhr war das genau?
05:22Kurz nach 23 Uhr.
05:25Haben Sie versucht, ihn anzurufen?
05:26Nein, sein Handy lag auf dem Sideboard.
05:30Neben seiner Brieftasche.
05:34Ich bin also davon ausgegangen, dass er einfach spazieren war.
05:38Spazieren?
05:40So spät?
05:41Ja, Arndt liebte es, Nacht spazieren zu gehen.
05:46Wenn endlich alles ruhig ist, hat er immer gesagt.
05:50Und was haben Sie gemacht? Gewartet?
05:53Nein, ich war müde, ich bin ins Bett.
05:59Als er morgens immer noch nicht da war, das Bett war unbenutzt.
06:03Da habe ich angefangen, mir Sorgen zu machen.
06:06Und sind Sie dann direkt zur Polizei gegangen?
06:08Ich habe erst Freunde, Bekannte angerufen, in der Firma nachgefragt.
06:13Niemand wusste was.
06:14Als er abends immer noch nicht da war, bin ich zur Polizei.
06:22Sie haben Papa gefunden.
06:25Wo ist er?
06:32Nein.
06:33Es tut mir leid, mein Schatz.
06:35Nein.
06:35Es tut mir so leid.
06:42Svenja!
06:42Svenja!
06:59Svenja!
07:01Es tut uns leid, aber wir müssen dir auch noch ein paar Fragen stellen.
07:05Denkst du, das ist wirklich?
07:10Wann hast du den Vater zuletzt gesehen?
07:13Am Abend, als Mama pokern war.
07:17Wir waren zu zweit zu Hause.
07:19Ich bin so um halb neun in mein Zimmer.
07:22Hab ihm noch gute Nacht gesagt.
07:24Was hat er gemacht?
07:26Er saß im Arbeitszimmer.
07:29Er hatte seine Opern.
07:31Das hat er immer gemacht, wenn Mama nicht da war.
07:34Ist dir irgendwas Ungewöhnliches aufgefallen?
07:37Ist er nochmal weggegangen oder hat er telefoniert oder Besuch bekommen?
07:42Nein.
07:44Das heißt, falls was war, habe ich es bestimmt nicht mitbekommen.
07:47Ich habe ziemlich fest geschlafen.
07:50Nimmst du Schlafmittel?
07:53Svenja leidet unter Schlafstörungen. Sie ist deshalb in ärztlicher Behandlung.
07:59Ja gut, danke. Das reicht uns erstmal.
08:03Wie, wie ist Papa eigentlich gestorben?
08:08Dein Vater ist einer Stichverletzung gestorben.
08:12Es ging alles ziemlich schnell.
08:15Was? Aber wie?
08:19Wir müssen davon ausgehen, dass dein Vater an Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist.
08:26Glaub uns, wir werden alles dafür tun, die Person zu finden, die das dein Vater angetan hat.
08:45Ich habe ihr was Beruhigendes gegeben.
08:48Frau Vetter, fällt Ihnen irgendjemand ein, mit dem jemand Streit gehabt haben könnte?
08:52Gab es da vielleicht Konflikte im Freundes- oder Bekanntenkreis?
08:55Nein. Ahnt wurde von allen sehr geschätzte. Warum fragen Sie?
09:01Wir fragen das, weil die Spurenlage dafür spricht, dass Opfer und Täter sich kannten.
09:05Also, wenn es im privaten Umfeld keine Probleme gab, was ist mit der Firma? Gab es da Konflikte?
09:11Also, da müssten Sie Frau Künast fragen, seine Chefsekretärin.
09:15Also, zu Hause hat Arndt wenig über Berufliches gesprochen.
09:19Ihr Mann hat einen Autoschlüssel dabei. Wissen Sie vielleicht, wo der Wagen steht?
09:25Dienstag ist Arndt mit dem Fahrrad nach Hause gekommen.
09:28Der Wagen müsste also noch in der Firma stehen.
09:31Gut. Ich denke, das war's fürs Erste. Vielen Dank.
09:48Hier ist die Mailbox von Hanno Bach. Nachrichten bitte nach dem...
09:51Hanno, ich bin's. Die Polizei war gerade da.
09:56Sie haben Arndt gefunden und viele Fragen gestellt.
09:59Ich hab so Angst.
10:03Um Svenja.
10:05Mama?
10:07Bitte melde dich, ja?
10:12Ich komme. Ich komme, mein Schatz.
10:20Was ist, wenn ich...
10:22Wenn ich es war?
10:25Wie kommst du denn darauf?
10:28Ich war mit Papa allein zu Hause.
10:32Was ist, wenn ich das getan habe und mich nicht daran erinnern?
10:36Wissen.
10:38Mein Schatz, sowas darfst du nicht mal denken.
10:42Aber damals, als ich nachts aufgestanden bin und in der Küche die Schere geholt habe...
10:48...ist nichts passiert.
10:51Ja, damals nicht, aber vielleicht jetzt.
10:54Vielleicht hab ich was Seltsames geträumt.
10:57Es gibt so viele Fälle in den Schlaf anlässlich oder andere verletzt haben.
11:01Mein Schatz.
11:04Ich verspreche dir, du warst das nicht.
11:08Aber wie kannst du dir da so sicher sein?
11:13Papa ist sehr weit weg an einem Seeufer gefunden worden.
11:18Außerdem hast du die ganze Nacht geschlafen wie ein Baby.
11:23Du hast die Aufnahmen überprüft?
11:36Wer tut sowas?
11:38Herr Vetter war so ein loyaler und aufrichtiger Mensch.
11:42Naja, aufrichtig ist ja nicht immer beliebt.
11:45Ja, vor allem bei den Nicht-Aufrichtigen.
11:49Frau Künast, gibt oder gab es irgendwelche firminternen Auseinandersetzungen?
11:53Mit Arbeitern, Angestellten, vielleicht mit Konkurrenten?
11:56Nein, Herr Vetter war ein strenger, aber gerechter Chef.
12:00Er hat alle fair behandelt.
12:01Aber es gibt doch überall schwarze Schafe.
12:03Ja, und genau den hat er sich besonders angenommen.
12:05Alle respektierten ihn.
12:07Verstehe.
12:09Wann haben Sie den Herrn Vetter das letzte Mal gesehen?
12:11Das war am Dienstag, als er Feierabend gemacht hat.
12:15Ja, so ging 19 Uhr, wir sind zusammen raus.
12:18Bis...
12:19Bis morgen hat er noch gesagt.
12:22Und er ist mit dem Fahrrad nach Hause gefahren?
12:24Ja, den Wagen nahm er nur für Auswärtstermine.
12:28Können wir den mal sehen?
12:29Jetzt?
12:30Ja, bitte.
12:37Sagen Sie, kann es sein, dass Herr Vetter seinen Wagen gewöhnlich rückwärts eingeparkt hat?
12:41Weil diese Rußflecken, die sprechen dafür.
12:43Äh, weiß ich nicht. Ja, kann sein.
12:46Naja, offensichtlich nicht immer. Schließlich ist der Wagen gerade vorwärts eingeparkt.
12:50Ja, und das irritiert mich.
12:52Finn, so sehr ich deine Liebe zum Detail aufschätze, Einparkgewohnheiten können durchaus variieren.
12:57Nö, meine nicht.
12:58Du fährst ja auch Motorrad.
13:01Also angenommen, ich möchte nochmal in den Kofferraum. Wie packe ich dann den Wagen ein?
13:06Richtig, vorwärts.
13:07Ja, Herr Vetter ging am Dienstag noch in den Kofferraum, um seinen Fahrradhelm zu holen.
13:11Und er hatte Schwierigkeiten, ihn zu öffnen.
13:13Weil er rückwärts eingeparkt war.
13:16Richtig. Bin mir ganz sicher, hat sich nämlich dabei die Hose an der Wand schmutzig gemacht.
13:20Und das heißt, dass nach Dienstagabend jemand den Wagen noch bewegt haben muss.
13:24Und warum?
13:25Um etwas zu transportieren.
13:34Frau Jensen, wir sind in der Rederei Vetter.
13:37Äh, Bezina.
13:37Ja, ich muss nochmal eben zum Kundentermin. Ich mach die Quartalsbuchung dann morgen fertig, ja?
13:42Klar, ja.
13:43Ist alles in Ordnung.
13:46Wir reden morgen, ja?
13:48Ja.
13:50Okay, die Spusi ist unterwegs.
13:52Wissen Sie denn zufällig, wer außer Ihrem Chef noch einen Schlüssel zu dem Wagen hat?
13:56Ja, nur seine Frau. Frau Gevetter.
13:59Danke.
14:01Tschüss.
14:02Tschüss.
14:06Ja.
14:07Danke. Tschüss.
14:09Also, Sie lagen mit Ihrer Vermutung richtig.
14:11Der Tote wurde im eigenen Wagen transportiert.
14:13Laut Spusi, ja.
14:14Trotz gründlicher Reinigung haben Sie dafür noch Spuren gefunden.
14:17Gibt es Anzeichen auf ein Gewalt seines Öffnen des Wagens?
14:20Nein. Wer auch immer die Leiche gefahren hat, hatte einen Schlüssel.
14:24Der Schlüssel des Opfers selbst kann es nicht gewesen sein, denn den hatte er bei sich.
14:28Richtig. Das heißt, die Person hatte den Zweitschlüssel.
14:31Und der ist im Besitz der Ehefrau.
14:32Die aber rund um den Tatzeitpunkt ein Alibi hat.
14:36Frau Gevetter war wie jeden Dienstag im Monat pokern.
14:38Von 20 bis 23 Uhr. Das haben mir vier Damen aus ihrer Pokerrunde bestätigt.
14:42Und der Tatzeitpunkt liegt bei 22 Uhr. Also scheidet sie als Täterin aus.
14:46Moment. Vielleicht, weil sie nicht beteiligt an der Ermordung ihres Mannes, aber am Beseitigen seiner Leiche.
14:53Das würde bedeuten, dass sie jemand entdeckt.
15:04Ich hatte so gehofft, dass Sie ihn nie finden würden.
15:18Naja, vielleicht ist es besser so.
15:25Svenja hätte womöglich ewig auf seine Rückkehr gewartet.
15:30Was ist, wenn wir doch Spuren hinterlassen haben?
15:35Frau Gevetter, du weißt, ich bin immer für euch da.
15:41Aber im schlimmsten Fall musst du die Wahrheit sagen.
15:43Nein, das geht nicht.
15:47Svenja kann nicht dafür bestraft werden.
15:48Die Schuldgefühle würden sie umbringen. Du weißt doch, wie sehr sie ihn geliebt hat.
16:00Hey.
16:06Ich hätte sie besser schützen müssen.
16:12Nein.
16:15Nein, die Ärzte hätten euch besser aufklären müssen.
16:23Weißt du, was Arndt gesagt hätte?
16:25Das Wichtigste ist, kühlen Kopf zu bewahren.
16:31Also, hast du alles gemacht wie besprochen?
16:34Ja.
16:35Alles weggesperrt.
16:38Messer, Scheren, spitze Gegenstände, Werkzeuge, alles.
16:42Auch die SD-Karte und die Brieföffner?
16:43Ja.
16:46Aber sollte ich das nicht besser entsorgen?
16:50Besser nicht.
16:52Im schlimmsten Fall kannst du damit auch deine Unschuld beweisen.
16:55Aber warum sollten die denn denken, dass ich...
16:57Frauke.
16:59Frauke, vertrau mir. Ich habe Erfahrungen mit der Polizei. Die hängen einem schnell was an.
17:08Schon wieder die Polizei.
17:10Ich bleibe bei dir.
17:11Nein, ich habe dich da schon viel zu weit reingezogen.
17:13Aber Frauke...
17:14Los jetzt, geh am besten hinten raus.
17:27Moin.
17:28Gibt's schon Neuigkeiten?
17:29Ja, es geht um den Wagen ihres Mannes.
17:32Laut Spurenlage ist eine Leiche darin transportiert worden.
17:35Aber wie ist denn das möglich?
17:37Das versuchen wir gerade herauszufinden.
17:39Wie wir wissen, haben Sie einen Zweitschlüssel zu dem Wagen?
17:43Ja.
17:44Der hängt am Schlüsselbrett.
17:46Wie immer.
17:47Oh, bitte nicht anfassen.
17:49Den müssen wir mitnehmen.
17:51Und wir müssen auch Sie bitten, uns aufs Kommissariat zu begleiten.
17:54Zur erkennungsdienstlichen Untersuchung.
18:02Wir konnten zahlreiche Ihrer Fingerabdrücke im Wagen sicherstellen.
18:06Was ja nicht verwunderlich ist, Sie sind ja die Ehefrau.
18:11Gut, dann...
18:12Kann ich jetzt gehen?
18:14Nein.
18:15Unsere Gutachter haben außerdem festgestellt,
18:18dass Sie die Letzte waren, die den Wagen gefahren haben.
18:21Die Einstellung der Spiegel und die Sitzhöhe passen exakt zu Ihrer Körpergröße.
18:26Dazu kommt, dass Sie im Besitz des Zweitschlüssels sind
18:28und laut elektronischer Datenanalyse wurde dieser für die letzte Fahrt benutzt.
18:32Und auf diesem Zweitschlüssel, Frau Vetter, befinden sich nur Ihre Fingerabdrücke.
18:38Wir gehen nicht davon aus, dass Sie Ihren Ehemann umgebracht haben,
18:41aber wir vermuten, dass Sie beim Beseitigen seiner Leiche beteiligt waren.
18:47Was ist Dienstagnacht passiert?
18:51Hatten Sie Streit mit Ihrem Mann?
18:53Gab es häusliche Gewalt?
18:56Was dann?
18:58Hatten Sie eine Affäre?
19:00Hatte Ihr Mann eine Affäre?
19:02Wie bitte kam es denn dazu, dass Sie die Leiche Ihres Mannes zum Seeufer gefahren haben?
19:09Ich...
19:12Ich wollte Sie doch nur beschützen.
19:16Wen wollten Sie beschützen?
19:18Svenja.
19:20Ihre Tochter?
19:23Sie hat Ihren Vater erstochen.
19:27Aber sie weiß nichts davon.
19:32Das müssen wir uns bitte erklären.
19:35Ja.
19:37Es war kurz... kurz nach 23 Uhr, als ich von meiner Pokerrunde zurück nach Hause kam.
19:44Ahn?
19:46Ahn?
19:46Hast du noch was?
19:52Ahn?
19:56Ahn?
19:58Ahn?
20:00Oh Gott!
20:01Ahn?
20:07Svenja?
20:11Svenja!
20:16Svenja!
20:19Svenja!
20:24Svenja!
20:25Svenja!
20:51Moment mal.
20:53Sie denken, dass Svenja ihren Vater erstochen hat.
20:56Sich anschließend wieder ins Bett gelegt hat und einfach so wieder eingeschlafen ist.
21:01Ich denke, dass sie die ganze Zeit über geschlafen hat.
21:04Auch während der Tat.
21:08Sie schlafwandelt.
21:09Sie leidet unter Somnambulie.
21:13Seit einigen Monaten ist es extrem schlimm.
21:19Mama?
21:20Bist du da?
21:22Sie wollen uns ernsthaft erzählen, dass ihre Tochter ihren eigenen Vater schlafwandlend erstochen hat.
21:29Gibt es denn ein Motiv für eine solche Tat?
21:32Nein.
21:34Sie hat ihren Vater sehr geliebt.
21:39Warum sollte sie dann...
21:41Weil sie dann nicht sie selbst ist.
21:44Sie tut seltsame Dinge, wenn sie schlafwandelt.
21:47Meist abhängig davon, was sie träumt.
21:51Die Ärzte sagen, dass im Schlaf der Teil des Gehirns, der das Verhalten kontrolliert,
21:59nahezu ausgeschaltet ist.
22:03Im juristischen Sinne wäre sie unzurechnungsfähig und damit straffrei.
22:07Ja, ich weiß.
22:11Aber wenn Sie das wissen, wieso haben Sie doch nicht einfach die Polizei gerufen?
22:16Ich...
22:17Ich wollte nicht, dass sie mit dieser Schuld lebt.
22:26Svenja, Schatz, ich muss noch mal zur Polizei. Ich beeile mich, ja?
22:35Was ist noch passiert? Dienstagnacht.
22:38Ich bin beim Taxi in die Reederei, hab den Wagen abgeholt und danach hab ich Arnd zum Seehofer gebracht.
22:47Aber das können Sie doch unmöglich alleine geschafft haben.
22:50Ihr Mann wiegt mindestens 80 Kilo.
22:52Tja, das war nicht einfach.
23:01Was haben Sie mit der Tatwerfer gemacht?
23:03Die hab ich zu Hause weggesperrt.
23:06Warum?
23:07Tja, vermutlich, falls ich in eine Situation komme wie diese.
23:12Ich merk doch, dass Sie mir nicht glauben.
23:27Was macht Sie denn so sicher, dass es Svenja war?
23:32Als es mit dem Schlafhandeln immer schlimmer wurde, da hat Arndt Sicherheitsvorkehrungen getroffen.
23:37Er hat Schlösser an die Fenster anbauen lassen und hat eine Kamera installiert, um Ihren Schlaf zu bewachen.
23:48Es gibt eine Videoaufzeichnung von der Tatnacht.
23:51Ja.
23:54Ja.
24:04Ja.
24:07Ja.
24:30Ich wollte nicht, dass du das erfährst.
24:33Svenja, schau mich an.
24:34Du kannst nichts dafür.
24:36Du kannst nichts dafür.
24:36Svenja.
24:37Hey.
24:38Schau mich an.
24:39Ich hätte besser auf dich aufpassen sollen.
24:42Hey.
24:43Nein, Schatz.
24:44Nein, Schatz.
24:44Das ist nicht dafür schuld.
24:46Das ist nicht dafür schuld.
24:48Nein.
24:49Nein.
24:51Nein.
25:10Nina, schicken Sie bitte die Spurensicherung zum Hause Vetter, ja?
25:13Und sagen Sie Strahlbescheid.
25:15Er bekommt die vermeintliche Tatwaffe gleich auf dem Tisch.
25:18Danke.
25:31Svenja, du wirst jetzt erst mal kriminaltechnisch untersucht werden.
25:34Danach wissen wir mehr und unterhalten uns in Ruhe weiter, ja?
25:38Mit Mama?
25:39Ja.
25:40Ja, deine Mama wird die ganze Zeit dabei sein, okay?
25:43Okay.
25:58Das will ich getan haben.
26:00Schau doch nicht hin, bitte Svenja.
26:02Aber ich muss doch...
26:03Nein.
26:04Bitte, Mama, ich muss das sehen.
26:06Schrecklicher als die Bilder in meinem Kopf kann es nicht rein.
26:08Verstehst du das nicht?
26:11Kannst du dich an irgendwas erinnern?
26:22Nichts.
26:25Absolut nichts.
26:35So, inzwischen konnten wir das Video auswerten und Spuren abgleichen.
26:41Svenja, du hast unmittelbar vor 22 Uhr dein Zimmer verlassen und bist um 22.10 Uhr wieder zurückgekehrt.
26:47Der Brieföffner in deiner Hand misst aller Wahrscheinlichkeit nach die Tatwaffe.
26:53Der wird allerdings noch spurentechnisch untersucht.
26:57Dein Vater verstarb gegen 22 Uhr.
27:00Also rein zeittechnisch wäre es durchaus möglich, dass du...
27:07Ich kann einfach nicht wissen, dass ich das wirklich getan habe, Svenja.
27:11Ich bin so ein Monster.
27:13Svenja.
27:16Seht euch die Tatwaffe an.
27:19Glatte, runde Kanten.
27:21Heißt, der Stich musste mit enormem Kraftaufwand ausgeführt werden, um durch die Lunge ins Herz zu treffen.
27:26Und dazu hat ein zierliches 16-jähriges Mädchen nicht die Kraft.
27:29Vielleicht unter extremer Adrenalinausschüttung, bei einem Kampf in Notwehr.
27:32Aber sicherlich keines, das währenddessen geschlafen hat.
27:36Und ja, es gibt Fälle, in denen Schlafwandler töten.
27:39Aber ein derart kraftvoller, gezielter Stich, das könnt ihr vergessen.
27:43Also, wenn ihr mich fragt, ist es völlig undenkbar, dass dieses Mädchen schlafend den Vater erstochen hat.
27:48Noch dazu nur mit einem Stich.
27:50Viel interessanter ist, dass sich unter den Fingernägeln des Opfers minimale Hautpartikel befanden,
27:55die eindeutig von einem letzten Abwehrversuch stammen.
27:57Und hast du da schon einen Treffer?
27:59Das nicht.
28:00Aber die Fremd-DNA stammt eindeutig von einem Mann.
28:07Ein Mann?
28:09Aber das Video zeigt eindeutig Svenja Vetter mit der Tatwaffe in der Hand.
28:14Was ihr die Tat noch lange nicht nachweist.
28:17Vielmehr, dass es jemand so aussehen lassen wollte.
28:20Du meinst, der Täter hatte den Brieföffner nach der Tat in die Hand gedrückt, während sie schlafwandelte?
28:24Ja, nachdem er den Griff abgewischt hat.
28:27Und falls der Täter vom Schlafwandeln wusste, dann wusste er vermutlich auch, dass sich Svenja am nächsten Tag an nichts
28:32mehr erinnern kann.
28:34Was ist mit der Mutter?
28:35Na, die geht natürlich davon aus, dass es die Tochter war.
28:38Sonst hätte sie die Leiche nicht verschwinden lassen.
28:40Ja, oder sie deckt den Mann, der ihren Ehemann umgebracht hat.
28:43Und hängt es dann der Tochter an?
28:44Na, warum nicht?
28:46Schließlich weiß die Mutter, dass Svenja für die Tat nicht zur Verantwortung gezogen werden kann.
28:49Ja, schon. Aber was für eine Mutter würde das tun?
28:52Der Tochter den Mord am Vater anhängen?
28:56Falls die Mutter von der Schuld ihrer Tochter ausgeht,
28:59dann müsste sie doch die Nachricht, dass es sich um einen männlichen Täter handelt.
29:02Doch gleich ziemlich erleichtern, oder?
29:19Svenja, wir können dich zweifelsfrei als Täterin ausschließen.
29:26Was? Wie sind Sie sicher?
29:28Ja, wir konnten Fremd-DNA an der Leiche deines Vaters sicherstellen,
29:32nur die stammt eindeutig von einem männlichen Täter.
29:36Aber was ist mit dem Brieföffner? Wieso hatte ich den in der Hand?
29:39Wir vermuten, dass der Mörder, der die Tat anhängen wollte,
29:42und die den Brieföffner nachträglich in die Hand gedrückt hat.
29:48Das heißt, ich bin ihm begegnet?
29:51Davon gehen wir aus, ja.
29:53Und auch, dass er von deiner Schlafkrankheit wusste.
29:56Wir haben das nie an die große Blocke gehängt.
29:59Das weiß nur die Familie, enge Freunde.
30:03Wenn ich mich da nur erinnern könnte.
30:06Vielleicht kommt ja die Erinnerung zurück.
30:08Jetzt, wo der Druck weg ist.
30:13Frau Vetter, wir würden uns dann gerne noch mal mit Ihnen allein unterhalten.
30:17Ja, natürlich.
30:19Unsere Kollegin bringt dich raus, ja.
30:28Danke.
30:35Frau Vetter, ich will ehrlich sein.
30:38Wir vermuten, dass Sie jemanden decken.
30:41Und zwar den Mörder Ihres Ehemannes.
30:44War das seine Idee?
30:46Ihrer Tochter alles in die Schuhe zu schieben?
30:50Werden Sie unter Druck gesetzt, Frau Vetter?
30:52Werden Sie erpresst?
30:53Was?
30:54Nein, nein, nein.
30:57Frau Vetter, reden Sie mit uns.
30:59War in jener Nacht noch eine dritte Person im Haus?
31:04Ich habe Ihnen alles gesagt, was ich weiß.
31:07Kann ich jetzt gehen?
31:17Sie lassen Sie gehen?
31:19Alle beide?
31:20Wenn die Mutter wirklich glaubt, dass Svenja ihren Vater erstochen hat, dann hat sie nichts anderes getan, als seine Angehörige
31:25zu schützen.
31:26Wofür sie nicht bestraft werden kann?
31:28Und wenn sie weiß, dass es die Tochter nicht war?
31:30Dann weiß sie vermutlich auch, wer es war. Und genau deswegen lassen wir Sie jetzt gehen.
31:33Denn entweder ist sie Komplizin des Täters oder wurde von ihm selbst das Licht geführt.
31:37So oder so, sie wird ihn kontaktieren.
31:40Richtig.
31:42Dann sollten wir Sie observieren.
31:43Richtig.
31:45Also?
31:46Ja, worauf warten Sie noch? Hängen Sie sich an Ihre Fersen.
31:51Echt jetzt?
31:52Echt jetzt.
31:53Geil.
31:57Hoffen wir nur, dass Sie sich bei der Observierung ein wenig unauffälliger verhält.
32:09Mama, du hast die ganze Fahrt über nichts gesagt.
32:14Entschuldigung. Mir geht's gar nicht gut.
32:19Wir schaffen das.
32:24Geh doch schon mal vor, mein Schatz.
32:26Ich geb noch kurz in der Firma Bescheid.
32:39Hier ist die Mailbox von Hanno Wach. Nachrichten bitte nach dem Bier.
32:42Hanno, ich bin's.
32:44Ich war gerade bei der Polizei.
32:46Sie sagen, es war ein Mann.
32:51Das ist unmöglich, aber das glaub ich nicht.
32:57Ich bin alles noch mal durchgegangen.
32:59Frauke Vetter hat in der Tatnacht niemanden angerufen,
33:02bis auf das Taxi, das sie zur Reederei gefahren hat.
33:04Haben Sie den Taxifahrer befragt?
33:05Ja, aber ohne Ergebnis.
33:07Ich bin aber auf was anderes gestoßen.
33:09Ich hab mir noch mal die Verbindungsdaten unseres Opfers angesehen und...
33:13Hier.
33:15Diese Festnitznummer gehört zu einer Lübecker Privatdetektal,
33:17mit der unser Opfer in Kontakt stand.
33:20Vetter ließ einen seiner Mitarbeiter beschatten.
33:22Hanno Bach, 30 Jahre alt, Buchhalter der Reederei.
33:25Den haben wir heute in der Reederei gesehen.
33:27Vetter hatte den Verdacht, dass Bach Gelder veruntreut,
33:29was er auch getan hat.
33:30Ich bin auch nicht im großen Stil.
33:32Und das hier.
33:36Ein Kündigungsschreiben an Hanno Bach?
33:38Wiederhergestellt von Vettas Privatrechner,
33:40wo es bereits aus dem Papierkorb gelöscht wurde,
33:42und zwar am Dienstag um 22.15 Uhr.
33:44Kurz nach Toiletszeitpunkt.
33:46Na ja, komm, Kollegen, ein Kündigungsschreiben
33:49ist ja lange kein Mordmotiv.
33:50Ja, das nicht.
33:51Aber falls ihn Vetter wegen Betrugs angezeigt hätte,
33:54hätte Bach wieder eingesessen,
33:55und zwar mindestens fünf Jahre, weil er ist nämlich vorbestraft.
33:57Und sein Ex-Knacki, der wieder in den Knast soll,
34:00das wiederum ist ein Mordmotiv.
34:02Gut.
34:03Dann laden Sie ihn vor.
34:05Ich hab bereits einen Streifenwagen geschickt.
34:06Dann schreiben Sie ihn zur Fahndung aus.
34:08Handyortung ist auch raus.
34:12Ja, dann...
34:13sagen wir Frau Jensen Bescheid.
34:15Der Mann arbeitet bei einer Reederei.
34:17Ein Unternehmen, was mit Schiffen, Personen und Güter transportiert.
34:21Ein perfekter Ausgangspunkt für einen Mann, der auf der Flucht ist.
34:29Ja, gern geschehen.
34:39Hallo, ich bin Sie.
34:41Ich war gerade bei der Polizei.
34:43Sie sagen, es war ein Mann.
34:44Ich war gerade bei der Flucht.
35:20Tamiska.
35:25Scheiße!
35:31Hanno?
35:32Ich dachte, du kommst halt nicht mal rein.
35:34Bettina!
35:47Bettina, du sagst mir jetzt noch des Geldes, ja?
35:54Bettina!
36:11Moin!
36:12Frau Jensen, wie läuft die Observierung?
36:14Ach, ziemlich schleppend.
36:16Die Mutter hat erst noch im Auto telefoniert.
36:19Dann sind beide ins Haus, das sie bis jetzt nicht verlassen haben.
36:22Wie lange soll ich denn hier noch?
36:23Bleiben Sie einfach dran.
36:24Wir haben jetzt einen Verdächtigen, Hanno Bach.
36:27Wir haben ihn zu Verhandlungen ausgeschrieben.
36:28Und wenn der Mann auftaucht, dann informieren Sie uns unverzüglich.
36:31Der Mann ist vorbestraft und vermutlich gewaltbereit.
36:34Geht klar.
36:52Vielleicht kommen wir auch rechtzeitig.
37:02Günast, sind Sie verletzt?
37:04Ja.
37:05Hanno, das war Hanno Bach, er hatte eine Pistole.
37:12Nina, schicken Sie einen Rettungswagen zur Rederei sofort.
37:15Und informieren Sie Frau Jensen, dass Hanno Bach auf der Flucht ist.
37:18Und er ist bewaffnet.
37:20Wie war im Safe?
37:21Nichts.
37:22Herr Vetter muss irgendwas geahnt haben.
37:23Er hat alle Wertsachen in sein Privat-Safe umgelagert.
37:26Er zieht sich nach Hause.
37:27Ja.
37:27Weiß Bach Bescheid.
37:28Er ließ mir keine Wahl.
37:30Er ist ja ziemlich sicher auf dem Weg dorthin.
37:32Sind Sie okay?
37:33Ja, ja.
37:33Ich kann dann rein auf den Rettungswagen warten.
37:35Ja, na los.
37:37Schnappen Sie sich das Schwein.
37:38Ja.
37:43Schnappen Sie sich das Schwein.
38:08Schnappen Sie sich das Schwein.
38:16Schnappen Sie sich das Schwein.
38:18Schnappen Sie sich das Schwein.
38:18Schnappen Sie sich das Schwein.
38:48Schnappen Sie sich das Schwein.
39:01Schnappen Sie sich das Schwein.
39:05Schnappen Sie sich das Schwein.
39:13Svenja, hey.
39:16Du hast Papa in den Wagen geladen.
39:18Ich hab ihn darum gebeten.
39:22Hanno hat mir geholfen, Papa zum Seeufer zu bringen.
39:25Ja, so wie es aussieht, habe ich dabei DNA-Spuren hinterlassen,
39:28weswegen die Polizei absurderweise mich für den Täter hält.
39:32Aber heißt es, es war doch kein Mann?
39:35Mama, heißt es, ich habe doch Papa?
39:41Svenja, hey.
39:44Hey, es tut mir so leid.
39:48Du weißt, dass du keine Schuld hast, oder?
39:51Um vergn grilling least, ja,
40:03...sehe und zuphon Caius.
40:10Er wirdс safest, oder?
40:16Als St recognise.
40:18Seeker.
40:18Nutzen Dis Calles.
40:18Neugarst.
40:19Eine dien Rufe.
40:25Ich... Ich erinnere mich.
40:28Du warst es.
40:30Du hast ihn erstochen.
40:32Und mir deinen Brief auf deine Hand gedrückt.
40:36Mit der Hand...
40:36Svenja, das ist...
40:37Die mit dem Ring.
40:38Svenja, das ist Unsinn. Das hast du geträumt.
40:43Ich bin mir ganz sicher, Mama und Papa war schon tot.
40:46Es war kein Traum, sonst hätte ich die Musik nicht gehört.
40:47Hauke, du weißt, dass das nicht stimmt. Du hast mich an dem Abend selbst um Hilfe gebeten.
40:51Ja, weil du plötzlich vor mir stand.
40:52Und du weißt genau warum.
40:54Arnd hatte mich versetzt. Ich hatte mir Sorgen gemacht.
40:56Du hättest anrufen können, aber du bist noch mal zurückgekommen.
40:59Okay.
41:00Ich hab dir geholfen, deine Tat zu vertuschen.
41:03Deshalb sollte ich die Tatwaffe verstecken, ja?
41:05Und diese SD-Karte.
41:07Damit du, Svenja, anengangst.
41:15Wir gehen jetzt zum Safe.
41:17Los jetzt!
41:22Kripo Lübeck.
41:25Nehmen Sie die Waffe runter.
41:28Waffe auf den Boden oder schieße.
41:31Waffe runter!
41:33Waffe runter!
41:34Langsam.
41:38Langsam.
41:40Okay.
41:42Die Waffe liegt.
41:43Es ist okay.
41:45Zu mir schieben.
41:46Mit dem Fuß!
41:51Und jetzt gehen wir alle zusammen zum Safe.
42:04Ja, das ist Tomkes Wagen.
42:08Aber keiner drin.
42:12Da ist der Wagen von Bach.
42:14Scheiße, wenn die schon drin ist.
42:23Wir gehen da auf keinen Fall rein.
42:25Viel zu gefährlich.
42:26Wir...
42:27Finn!
42:30Warum, Hanno?
42:30Sag mir, warum.
42:32Du warst wie ein Sohn verarmt.
42:34Ja, solange ich gemacht hab, was er wollte.
42:36Und jetzt setzt dich.
42:38Er hat dich gefördert.
42:39Hat an dein Potenzial geglaubt.
42:40Hat dich eingestellt.
42:41Trotz deiner Vorstrafen.
42:43Wie selbstlos von ihm.
42:52Euer feiner Arm wollte mich zurück in den Knast schicken.
42:56Wegen paar tausend Euro, der verdammte Moralapostel.
43:06Und deswegen haben Sie ihn getötet?
43:10Aus Angst vor dem Gefängnis?
43:12Ja.
43:15Du warst jetzt nicht in deine heile Welt.
43:18Warst du noch nie im Knast, hm?
43:19Nee.
43:20Ich konnte meine Probleme bisher immer anders lösen.
43:33Jetzt ist Schluss mit dem Quatsch.
43:36Ich habe jetzt einen kleinen Ausflug.
43:37Du musst aufstehen.
43:38Aufstehen!
43:54So, jetzt aber.
43:56Hände hoch.
43:58Hände hoch, hat die Kollegin gesagt.
44:10Herr Bach, Sie stehen unter dringendem Tatverdacht, Arntvetter getötet zu haben.
44:16Sie sind festgenommen.
44:32Wir haben drei Zeugen, vor denen Sie die Tat zugegeben haben, darunter eine Polizistin.
44:37Sie hatten Motiv, Gelegenheit, kein Alibi und haben freundlicherweise Ihre DNA am Opfer hinterlassen.
44:44Und das Märchen, dass das beim Transport der Leiche passiert ist, das können Sie sich sparen.
44:48Ihre DNA war unter den Fingernägeln der Leiche.
44:51Ich glaube, ich muss das nicht weiter ausführen, oder?
44:55Herr Bach, falls Sie sich dazu entscheiden, doch noch mit uns zu reden, dann könnte sich das positiv auswirken.
45:00Vorausgesetzt, Sie treffen auf einen mild gestimmten Strafrichter.
45:09Vetter hatte mich für Dienstagabend einbestellt.
45:13Er sagte, er wolle was Geschäftliches besprechen.
45:16Ehrlich gesagt habe ich gedacht, er will mich befördern.
45:19Aber das Arschloch hat mich die ganze Zeit beschatten lassen.
45:21Zu Recht, Sie haben Gelder veruntrollt.
45:24Ja.
45:25Kleine Summen, die niemandem wehtaten.
45:28Aber er sagte, das Vertrauensverhältnis sei zerstört.
45:32Er legte mir die Kündigung vor und wollte mich außerdem anzeigen.
45:36Arnt, Arntes, das kannst du nicht machen.
45:40Arnt, ich zahle dir alles zurück, es tut mir leid, bitte.
45:42Ich schick morgen eine Anzeige gegen dich raus.
45:44Arnt, das ist nicht dein Ernst.
45:47Bei meiner Vorgeschichte schickst du mich damit direkt wieder zurück in den Knast.
45:50Was hättest du dir vorher überlegen müssen?
45:53Ich denke, wir sind dann jetzt fertig.
45:55Ich habe ihn angefleht.
45:57Der Gedanke, wieder in den Knast zu müssen, das wollte mir nicht den Kopf.
46:02Aber das war diesem fucking guten Mensch scheißegal.
46:05Ich habe meine Lektion gelernt, ich trete dir nie wieder unter die Augen.
46:08Aber bitte, bitte tu mir das nicht an.
46:11Ich kann nicht wieder zurück in den Knast gehen.
46:13Dann bekam ich so eine Scheißhunde.
46:14Verlasse jetzt bitte mein Haus, sonst rufe ich die Polizei.
46:25Herr Bach, was glauben Sie, wie lange hätten Sie für die Veruntreuung der Gelder gesessen?
46:31Als Wiederholungstäter bestimmt fünf Jahre.
46:33Tja, jetzt können Sie sich auf eine weit längere Zeit im Knast einrichten.
46:44Weißt du, was ich nicht verstehe?
46:46Warum hat Frau Vetter diesen Bach nie selbst als Täter in Betracht gezogen?
46:50Naja, dieses Video hat ihre Tochter eindeutig belastet.
46:52Und dann hat sie ihn um Hilfe gebeten.
46:55Außerdem fühlte sie sich schuldig.
46:57Da ist nicht mehr viel mit rationellem Urteilsvermögen.
47:00Sprechen Sie von mir?
47:01Ja, ist interessant, dass Sie das fragen.
47:04Bis heute, ne?
47:04Ich weiß, niemals Zugriff im Alleingang.
47:08Ich hab Scheiße gebaut.
47:09Richtig, tun Sie das nie wieder.
47:11Wolltest du gerade sagen.
47:12Was soll das heißen?
47:14Und deine Alleingänge?
47:15Das heißt ja noch lange nicht, dass es richtig ist.
47:17Oh, schau mal einer an.
47:19Ich hab gar nicht gewusst, dass dir das klar ist.
47:21Ja, es geht doch nur darum, unsere Mitarbeiter zu schützen.
47:24Ich hab das nicht.
47:25Stoppast ihn.
47:27Ich hab das nicht.
47:30Ich hab das nicht.
47:42Ich hab das nicht.
47:54Untertitelung des ZDF, 2020
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