Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 6 Wochen
Niemand weiß, dass Magda eine Zwillingsschwester hat. Als Marion Mann plötzlich am Imbiss-Stand auftaucht, wird Oma mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Nach der Geburt hatte sie in einer finanziellen Notlage eines der beiden Mädchen zur Adoption freigegeben. (Text: ORF)

Kategorie

📺
TV
Transkript
00:11Musik
00:13Na ja, dann hab ich mich mit Ehe und mit Mühe und Nullt geeinigt,
00:15was von seinen ollen Möbeln mit umgezogen wird und was von meinen.
00:18Dann zahlen wir noch ein paar hunderte an die Möbelhainis
00:20und dann können wir die neuen Stücke vielleicht schon ein bisschen früher ab.
00:23Schrankwand und Couchgarnitur kommt alle zur nächste Woche.
00:25Ja und Lu, wo lasst er jetzt die alten Möbel?
00:27Doch Otto, fatt, wie ist ich, keiner will sagen.
00:30Na warum holt er euch nicht einen Wohnungsauflöser?
00:32Einen Watt?
00:34Einen Wohnungsauflöser, den der komplette Einrichtung übernimmt und pauschal abtransportiert.
00:39Mensch, klar, das ist eine gute Idee.
00:41Ich habe nur gute Ideen.
00:43Das sieht man ja an deinem Lieferwagen.
00:45Dass du den gekauft hast, war ja die Spitzenidee überhaupt.
00:49Das war übrigens die letzte Fuhre des feinen Unternehmers Otto Grüger für die Firma Brinkmann.
00:53Ab jetzt bin ich ganz frei.
00:54Jetzt bin ich so frei, dass ich ihm so ja meine saubere Rechte zwischen den Kiemen setzen könnte.
00:59Und warum machst du das nicht?
01:00Weil er sich in den Jahr Berlin traut.
01:02Der sitzt auf der Zugspitze und zittert vor mir.
01:04Ich dachte vor Kälte.
01:06Stimmt.
01:07Schon gut, Otto.
01:08Mir tut das natürlich auch leid.
01:11Einen gut, das hat es.
01:13Ich brauche kein Benzin mehr für den Wagen.
01:15Willst du ihn verkaufen?
01:16Nee, ich rolle.
01:18Bei mir geht es nämlich bloß noch bergab.
01:20Hat sich denn auf deine Anzeigen niemand gemeldet?
01:23Nee.
01:24Was ist denn nun mit so einem Ohnungsauflöser für Rollenmöbel?
01:28Soll ich mich mal drum kümmern?
01:29Ja, wenn du meinst, dass das schneller geht, wir haben es ja doch ganz schön eilig.
01:32Du, wenn ich dir deine Hand nehme, das steht ja morgen auf der Matte.
01:35Ich muss sowieso die Annunzeln durchforsten, wegen Job für mich.
01:38Dann achte ich mal mit drauf, oder?
01:40Finde ich nett von dir.
01:41Hast du ja nun wirklich genug selber im Kopf, oder?
01:43Mit irgendwas muss man sich ja ablenken.
01:47Also, das ist ja eine Riesensauerei.
01:51Hast du diesen Brinkmann denn ja nicht angesehen, dass er dir über den Tisch ziehen will?
01:55Ich meine, wenn jemand eine krumme Tour macht, dann benimmt er sich doch auf so eine gewisse Weise auch verdächtig.
02:00Wenn man hier noch hinkickt.
02:02Brinkmann hat sie immer verdächtig benommen.
02:04Da konnte man hinkicken, wann man wollte.
02:05Ja, das ist eine Systemschwäche bei euch.
02:09Das bringt man sich verdächtig benommen?
02:11Nee, ich meine die Pleiten.
02:12Bei euch sind noch mehr Unternehmerkonkurs, als das neue Firmen gegründet werden.
02:15Stimmt.
02:16Bei euch im real Existierenden kann das ja nicht passieren.
02:20Bei euch gibt es ja nicht erst freie Unternehmer, die Pleite gehen können.
02:23Das stimmt nicht.
02:24Bei uns gibt es auch Unternehmer.
02:25Du meinst den 80-jährigen Glasermeister?
02:27In Küritz, an den Knatter, ha?
02:28Den Fernsehbericht habe ich auch gesehen.
02:30Sag mal, Otto, du hast ja noch gar nicht von deiner neuen Freundin erzählt.
02:34Na, wie heißt sie da, diese... von der Ostpost, die...
02:38Warum stellst du mich eigentlich nicht an?
02:39Na, wer? Wozu?
02:41Da könnte doch immer eine Grenze kommen und eine Geschenke her transportieren.
02:45In zwei Fuhren schaffe ich das vielleicht.
02:47Otto!
02:56Du hast nach Hannah jetzt gebracht.
02:59Das ist zu Ende.
03:00Ach.
03:01Ja.
03:03Aber war eine Voraussetzung so jünstig.
03:05Sie Rentnerin, ich Rentner.
03:07Sie bei der Post, ich bei der Reichsbahn.
03:08Sie verwandt im Westen, ich auch.
03:12Trotzdem hat nicht geklappt.
03:13Ja, warum denn nicht?
03:16Unüberwindliche Meinungsverschiedenheiten fast allen Lebensbereichen.
03:18Das ist ja keine Jungen zur Trennung.
03:20So leben 99 Prozent aller Menschen zusammen.
03:22Otto Lein, wolltest du denn Ihnen noch einen schönen Spaziergang in der Abendluft machen?
03:26Das fing mit der Farbe von meiner Datsche an.
03:29Sie wollte neu streichen, sie wollte Lindgrün.
03:31Ich fand Ocker besser.
03:32Ocker war sie immer.
03:33Beinahe so erheblich.
03:34Bevor der bei Lila landest, verabschiede ich mich schon mal, ja?
03:38Ich übernachte übrigens heute bei mir.
03:41Ich muss morgen ganz früh rüber zu Margot und Eger und ich helfe denen bei der Wohnungsauflösung.
03:47Ich habe da einen Fachmann angesprochen.
03:49Ach?
03:50Ja.
03:51Es gibt ihm hin und wieder noch eine Stelle, wo ich gebraucht und gerne gesehen werde.
03:56Nacht.
03:58Nacht.
03:59Nacht.
04:00Und wo sind nun die Möbel?
04:03Na hier.
04:05Da.
04:05Lauter Schmuckstücke.
04:07Das hier.
04:09Ja.
04:10Sind wir nicht in Ordnung?
04:12Doch, doch.
04:13Ich habe doch gepflegt.
04:15Voll Holz, wie ich mich überzeugen konnte.
04:18Ja.
04:22Gut, gut.
04:23Wie darf ich denn das verstehen?
04:25Das ist doch alles doch noch frisch gereinigt worden.
04:27Wir haben doch gedacht, wir brauchen die Sachen noch ein paar Wochen länger.
04:30Hm.
04:34Wie viel wollen Sie denn bezahlen, wenn ich Sie von das hier rümpelchen?
04:37Und das hier befreie.
04:38Hier rümpel.
04:40Die Sachen sind doch praktisch wie neu.
04:42Praktisch wie stört.
04:44Neu ohne was wäre besser, wa?
04:46Also hören Sie mal zu, Herr Kinkel.
04:47In Ihrer Anzeige stand Wohnungsauflösung.
04:49Wir nehmen alles.
04:50Ich habe ja nicht gesagt, dass ich das nicht nehme.
04:52Ich habe bloß gefragt, wie viel Sie dafür bezahlen.
04:55Wir wollten für alles sagen, wir mal zusammen 150 Mark haben.
05:01Wenn Sie uns die Möbel bis zum Wochenende abtransportieren könnten.
05:05Und 150?
05:06Für 300 nehme ich sicher.
05:08Ja, Sie haben einen Käufer.
05:10Ich darf nicht zurückziehen.
05:13Übrigens, das mit dem Abtransport am Samstag, das hätte nie geklappt.
05:17Ja, nun warten Sie doch mal.
05:18Warten Sie doch.
05:20Ähm.
05:21Was würden Sie uns denn bieten?
05:24Sehen Sie mal, eigentlich bin ich ja Antiquitätenländer, wa?
05:28Solche Wohnungsauflösung hier, das meint, ist doch.
05:30Wir haben ja mein Hobby, wa?
05:31Manche Sachen, Jute-Sachen, die kommen immer in den Geschäften.
05:34Und die anderen, die landen auf dem Sperrmüll.
05:36Aber das hier, das ist ja nicht mal Gelsenkirchener Barock.
05:39Das ist ja nicht.
05:39Das ist mir ja schon neunig los.
05:41Geschweige denn, die brauchen.
05:43Ich mache Ihnen einen Vorschlag zur Jute.
05:45Ich nehme den ganzen Ramsch hier für, sagen wir mal, ein Hunderter.
05:50Ja, wenn ich auf meine Kosten kommen will, dann...
05:52Na ja.
05:54Finde ich vielleicht für diese komische Lampe hier ein Liebhaber.
05:57Nee, nee, Sie, die komische Lampe hier, die ist neute, das ist unser Deckenfluter.
06:01Da haben wir vor zwei Wochen knapp einen Tausender für gezahlt.
06:04Oh, dann, wenn wir nicht ins Geschäft kommen.
06:06Sehen Sie mal, ich brauche ja schon alleine für den Abtransport 120 Mark für den Mietlaster.
06:11Haben Sie denn keinen eigenen Wagen?
06:13Ja, eigentlich schon, aber der ist mal früher auch nicht durch den TÜV gekommen, ne?
06:16Und jetzt brauche ich einen Mietlaster.
06:18Na, einen Laster habe ich.
06:20Tatsächlich, Sie haben einen Laster? Wozu denn?
06:22Wozu? Ich bin Vorunternehmer.
06:24Da unten steht er.
06:26Da unten?
06:27Was?
06:29Äh, Brinkmann?
06:31Ich denke, Sie essen Grüger.
06:33Ich habe den Wagen von einem gewissen Brinkmann sehr günstig übernommen.
06:37Sie würden dann fortübernehmen?
06:39Na, nicht gerne.
06:41Mein Wagen ist eigentlich mehr für Lebensmitteltransporter.
06:44Na, was denn, du, ja oder nein?
06:46Ja, gut.
06:48Also, neuer Vorschlag.
06:49Freund, ich habe es ein bisschen ehrlich.
06:51Ich nehme eure Klamotten in Kommission.
06:54Sie kriege, was ich kriege?
06:56Minus Prozente.
06:57Und ich kriege 80 Mark für den Transport.
07:0080 Mark.
07:01Das wird schon billiger.
07:03Dem sollten es noch 120 sein.
07:04Bitte sehr.
07:05Na, gehen Sie mal gleich an Grüger.
07:07Moment mal.
07:08Na, sagten Sie nicht, Sie zahlen 120 für den Transport?
07:12Der Mietwagen ist doch ein 7,5 Tonner.
07:14Ihre ist doch kleiner.
07:16Wenn ihr nur Ihre Freundin hier aufs Kreuz legen wollt, ne?
07:18Also.
07:20Dann bis morgen früh um dieselbe Zeit.
07:22Und dann bis morgen früh umgehen, wie wir Franzosen sagen.
07:25Ach, übrigens.
07:27Bringen Sie ein bisschen Zeit mit.
07:28Ich habe da noch zwei Beinladungen.
07:30Schönen Tag auch.
07:31Da, sehr.
07:33Haben Sie eigentlich das Gefühl, dass das hier zieht?
07:35Ich, wieso?
07:36Weil Sie Ihren Kopfschmuck nie von den Locken nehmen.
07:39Der Hut ist mein Markenzeichen.
07:42Ah ja, Kinkel immer mit Hut.
07:44So ist es.
07:46Na ja.
07:49Na, wie ich euch versprochen habe.
07:51Ihr seid den Trödel los.
07:53Ja, Fabel hat wieder den eingewickelt.
07:56Der kriegt unsere Möbel praktisch umsonst.
07:58Und dich bezahlen wir noch für den Transport.
08:00Richtige Glückspilze sind wir, hm?
08:03Na ja, besser so.
08:05Es bleibt in der Familie.
08:08Ottmar Kinkel.
08:10Den Namen wird man sich merken müssen.
08:13Und?
08:15Na, er schreibt,
08:16schön ist mit Ihrem Freund nun doch nach New York, ne?
08:20Dass er ihr viel Glück wünscht,
08:21aber nicht verstehen kann,
08:23dass sie in Kanada alles aufgeben.
08:25Aber er kann sie ja nicht zwingen.
08:27Na ja, und jetzt muss er sich um seine Angelegenheiten selbst kümmern.
08:31Das kann Wochen und Monate dauern.
08:33Ich so rüberkomme.
08:35Ich will mich dort heiraten.
08:37Und was schreibt er dir?
08:39Na ja, so ungefähr dasselbe.
08:41Dass ich dir zureden soll,
08:42falls du schwanken solltest,
08:44und dass ich ihm damit als meinem Vater was Gutes täte
08:47und dir als meiner Mutter natürlich auch.
08:49Und dass ich selbstverständlich zur Hochzeit eingeladen bin mit Ottelia und Otto.
08:54Also, tja,
08:57da wird ja nun alles sehr anders bei uns.
09:00Wie glaubst du denn,
09:01dass ich das mache?
09:02Bist du noch gar nicht?
09:04Also, ich bin noch nicht bekloppt,
09:06in meinem Alter weg von hier.
09:11Ich fand ja das mit der Hochzeit schon eine sehr alberne Idee.
09:15Nee, aber das, nee.
09:18Tja.
09:20Willi, du hast mein Leben schon mal so gründlich durcheinandergebracht,
09:24so gründlich,
09:25dass ich schon dachte, das ist zu Ende.
09:29Ich wollte schon mal Schluss machen,
09:31wegen Willi Bergmann.
09:32Weil er mir hat sitzen lassen, wie...
09:37Ach, Willi.
09:40Du musst ihn ja mal sehr geliebt haben.
09:42Mhm.
09:43Naja.
09:45Hast aber auch ohne ihn weiter gelebt, ne?
09:47Und ja, nicht immer so schlecht.
09:49Aber was wirst denn du, wie ich hier lebt habe?
09:52Was wirst denn du?
09:56Entschuldigung.
10:00So, 50, 60.
10:04Ich vergesse.
10:07Gut, das müssen wir aber nur wirklich nicht täglich machen.
10:10Das hat so was von Probezeit.
10:1214 Tage sollten doch eigentlich reichen, ne?
10:15Ich hab nicht an der Schulden.
10:16Außerdem stimmt dein Ernst eine doppelte Buchführung.
10:20Sag mal.
10:22Und auf diesem Flo-Markt kann man echt was verdienen?
10:24Na ja, es gibt Flo-Markt und Flo-Markt, weißt du ja.
10:28Palette reich von Kindern, die ihre Spielsagen verscherben.
10:32Für ein paar Groschen, ne?
10:34Das ist so.
10:35Studenten, Second-Handshop-Klamotten.
10:38Freaks, die den Schmuck machen.
10:40Türken, die alle Radios verkaufen.
10:42Und Polen, die so genannte Antiquitäten verscherben wollen.
10:46Da könnte ich da eine halbe Nacht davon erzählen.
10:47Bis eben so auf Leute wie wir, die so echte, gute Sachen haben.
10:53Aber eigentlich ist das ja Marion hier schon.
10:55Ich lief euch hier ja nur zu.
10:57Aber Marion ist streng.
10:58Mit Tinnöff darf ich da nicht kommen.
11:00Die hat ja ernsthaft eine Kandale, deine Marion.
11:03Ja, was du da so erzählst.
11:05Marion, das ist eine Stromschiene.
11:07Verstehst du?
11:09Eine, was ist die?
11:10Eine Stromschiene.
11:12Verstehe.
11:13Wer rankommt, kriegt einen Schlag oder wie?
11:14Ja, hab ich keine Ahnung, wenn da jemand rankommt.
11:18Und du?
11:20Sag mal, kriegst du auch nicht alleine unter der Wette, oder?
11:24Was?
11:25Nein.
11:27Magda ist so ein Funskerl.
11:30Mit Magda kann man doch nicht die Kandale.
11:33Kocht gut?
11:35Ja?
11:36Ja, doch.
11:39Küche ist beim Marion eher kalt, ne?
11:42Aber andererseits lässt du nichts anwalt.
11:44Du meinst, äh, fremde Kerle oder so?
11:47Die brauchen eine starke Hand und wachen durch.
11:49Ich hab ja Beide, ne?
11:50Du bist ja ja nie so ein Typ wie die Weiber, oder?
11:58Ich nehme mal so ein kleines Bokeh hier, ja?
12:01Hier nehme ich auch eins.
12:02Hier.
12:03Zwanziger für Beide.
12:05Stimmt so.
12:08Joens, äh, kannst du den Gurt tragen?
12:13Ja, wenn es nicht gerade ein Klavier ist.
12:35Und zugleich!
12:36Ja, ah, nochmal runter, nochmal runter!
12:39Mann, mein ich ja!
12:40Das ist ja so, du musst aus dem Kreuz rausheben.
12:43Ja, mach ich doch.
12:44Buckel hab ich erlebt.
12:45Also, nochmal.
12:46Ach, holen!
12:47Küche!
12:47Bitte, jetzt!
12:49Läuft doch, läuft doch!
12:51Lange halte ich das mit dem Kreuz nicht durch.
12:52Warte.
12:54Gegensteuern, ja?
12:54Also, gegenwarte.
12:55Jetzt doch zurück.
12:57Mensch!
12:57Was ist das denn?
12:58Kitterte Bandscheiben, sag ich dir so.
13:00Und gegensteuern, Ottmar!
13:03Gut!
13:03Pass mal auf!
13:04Mann!
13:04Wenn du da von Geburt an schlechte Bandscheiben hast, bist du aber, ihr Liefer...
13:08Ach, ich hab mir kein Loch gedreht.
13:10Mach doch auf, Mann!
13:12Eine blöde Nuss da.
13:13So, jetzt ab!
13:15So.
13:18Hallo Süße, da bin ich.
13:20Hallo!
13:20Morgen, mein Liebling.
13:22Mein Lieber!
13:24Ah ja, ich hab da jemanden mitgebracht.
13:26Ha?
13:26Der Otto Krüger.
13:28Ach, bei Krüger fällt mal Müller ein.
13:31Ich kann morgen früh nicht, da musst du hin.
13:33Reichstraße 69.
13:34Weißt du, das ist die olle Witwe, die ja Schippen-Low-Firmen will.
13:37Ja, ja, mach ich.
13:38Was machst du denn hier?
13:39Was denn, was denn?
13:40Ihr kennt euch?
13:42Noch nicht, aber was nicht, es kann ja noch werden.
13:45Marion Mann.
13:46Mann, Mann, Mann.
13:47Na, na, na, na, na, na.
13:48Sie sagen es Mann.
13:52Könnte das sein, dass Sie eine Zwillingsschwester haben?
13:54Sie meinen, eine allein kann gar nicht so hübsch sein, oder wie?
13:58Nee, nee.
14:01Na ja, nun komm mal abladen, sonst stehen wir heute Abend noch hier oben.
14:07Du hör mal einen Rat als Kumpel, ja?
14:09Die Nummer mit der Zwillingsschwester bringst du nicht nochmal, ja?
14:11Nee, nee.
14:11Nee, das gibt's nicht, das gibt's nicht.
14:20Das ist doch...
14:28Otto?
14:34Willst du zu Oma und Magda?
14:37Ja, ja...
14:38Mit Lungen?
14:41Lilien.
14:42War ein Sonderangebot.
14:43Komm mal rein, ich fahr dich hin.
14:45Ach, das sind doch bloß ein paar Schritte.
14:57Ich denke, du fährst.
14:59Ich würde dich gerne mal was fragen.
15:01Ja?
15:03Sag mal, du kennst doch Oma und Magda noch von ganz früher.
15:07Hatte Magda da eine Schwester?
15:09Magda?
15:10Eine Schwester?
15:11Was denn für eine Schwester?
15:14Eine Zwillingsschwester.
15:16Also, wenn du mir sagst, wo da die Stelle zum Lachen ist, dann lache ich.
15:19Und würdest du sagen, wenn ich dir erzähle, dass ich eine Frau gesehen habe, die so aussieht wie Magda?
15:25Bis auf die Frisur vielleicht?
15:27Ja, ich würde sagen, Magda war bei einem Friseur, hat sich eine neue Frisur machen lassen und du hast sie
15:32nicht gleich erkannt.
15:33Sie heißt aber Marion und hat einen Stand auf dem Flormark.
15:37Und sieht aus wie Magda.
15:39Ja, das war Magda. Und so war doch nicht.
15:47Also, das sind die Fotos, die ich kaum ein paar Wochen von euch gemacht habe.
15:52Ja, und?
15:54Die da ist Magda.
15:56Ich meine nur, dass wir sicher jenen, dass wir von derselben Frau reden.
16:01Kann ich das mal für ein paar Tage haben?
16:04Und alles für euch.
16:05Danke.
16:07Ich möchte dich bitten, von unserem Gespräch zu Hause nichts zu erwähnen.
16:13Tja, ich würde Ihnen gern das Doppelte geben, Frau Müller, aber leider ist der Markt für solche Sachen zur Zeit
16:19ganz schlecht.
16:20Die Leute richten sich alle modern ein.
16:22Ja, oder eben echte Stilmöbel.
16:24Ich weiß, ich weiß. Auf meiner Annonce hat sich auch so gut wie niemand gemeldet.
16:29Tja, es ist ein Jammer, aber mehr als tausend ist wirklich nicht drin.
16:33Wenn ich Pech habe, setze ich dabei noch zu.
16:35Ja, ich würde das ja alles mitnehmen.
16:38Ob er mal meinen Bruder in Zehlendorf, da habe ich ja bloß noch ein Zimmer.
16:42Und das ist nicht mal groß.
16:44Naja, ich möchte Sie jetzt auch gar nicht drängen.
16:46Am besten, Sie überlegen sich's in aller Ruhe.
16:51Tausendzweihundert. Die Sachen müssen ja weg.
16:53Naja, Bargeld oder Schenken?
16:55Schenken ist schon in Ordnung.
16:58Sagen Sie, Frau Müller, gibt's Ihnen denn irgendwas, wo man mal schnell einen Happen essen kann?
17:01Ja, wenn Sie es sehr eilig haben.
17:04100 Meter weiter am Platz, da steht so ein Imbisswagen.
17:07Oh, die Buletten sollen da sehr gut sein.
17:09Genau das, was ich im Moment brauche.
17:11Sehr, sehr.
17:12Okay.
17:13Sachen werden dann abgeholt.
17:14Tschüss.
17:15Tschüss.
17:17So, bitteschön.
17:18Danke sehr.
17:19Danke.
17:22Bitte.
17:23Danke.
17:35Machst du beim Friseur?
17:36Ich hab gehört, Ihre Buletten sollen so gut sein.
17:38Geben Sie mir mal zwei.
17:41Ey, sieben wir mal erst.
17:43Schau.
17:44Schau.
17:45Schau mal.
17:45Schau mal.
17:47Was ist denn noch, wo man im Skinner drücken?
18:10Was kickst du denn so komisch?
18:12Jetzt habst du mich beobachtest.
18:14Ach, nee.
18:16Ich kick dich immer an.
18:17Soll ich nicht?
18:18Kannst ja.
18:20Das dritte Mal, dass Oma jetzt was zerteppert.
18:22Ist völlig durch den Wind.
18:24Warum denn?
18:24Was hat sie denn?
18:25Sie hat einen Brief an Willi geschrieben, dass sie nur endgültig nicht nach Kanada kommt.
18:29Ach, Kinder, die andere Kanne hab ich zerteppert.
18:32Ich weiß auch nicht, was mit mir los ist.
18:34Warum?
18:34Die ist doch nicht schade um das ohne Ding.
18:37Wolltest du wieso so eine schöne, moderne Thermoskanne kaufen?
18:39Du, aber ich hab dran gehangen, weißt du?
18:41Ja, ja.
18:42So ein Stückchen Vergangenheit.
18:45Apropos Vergangenheit.
18:47Sag mal, Magda.
18:48Hättest du nicht Lust, mal deine Schwester zum Abendessen einzuladen?
18:52Was denn für eine Schwester?
18:55Deine Zwillingsschwester.
19:05Wie fängt man so eine Geschichte an?
19:08Am besten mit etwa einmal.
19:12Was ist das Schönste?
19:14Es war einmal eine junge, ziemlich unerfahrene Frau und die hat sich verliebt in einen netten jungen Mann.
19:21Der hieß Willi Bergmann.
19:24Naja, und wie der zu ist mit jungen Leuten, nicht wenn sie verliebt sind.
19:27Und, ach, ist doch Quatsch.
19:30Das haut doch nicht hin.
19:31So keine Geschichte für ein Märchen.
19:34Dafür ist ja doch viel zu real.
19:41Tja, außerdem, das meiste wisst ihr, ja.
19:47Willi ist damals abgehauen bei Nacht und Nebel aus politischen Gründen.
19:52Was mir damals nicht in den Kopf ging, weil, aber das wusste Willi nicht.
19:59Ich war, wie man so schön sagt, mit guter Hoffnung.
20:04Na ja, und mit der Zeit, da fing das in meinem Bauch an zu strampeln.
20:10Oder dachte ich, muntere Kerlchen oder Mädchen.
20:14Wie es denn so weit war, stellt sie heraus, dass da zwei gestrampelt hatten.
20:21Ja, was sollte ich denn machen?
20:27Aus der Lehre war ich rausgeflogen, Willi war weg.
20:30Freunde hatte ich kaum.
20:33Die Verwandtschaft wollte mit so innern nichts zu tun haben.
20:37Wie sollte ich denn da durchkommen mit zwei Kindern?
20:41Aber es gibt natürlich immer Menschen, die so genanntes Mitleid haben.
20:47Da war eine da in der Krankenhausverwaltung, nicht?
20:51Und die, die sagte, Fräulein Färber, sie tun sich und den Kindern auch nur einen Gefallen.
20:58Vater unbekannt, das habe ich damals angegeben.
21:02Na ja, geben Sie doch die Kinder zur Adoption frei.
21:05Aber das wollte ich nicht, nicht?
21:07Und dann hat sie geredet und geredet und hat mir nun ausgemacht, wie schrecklich das wäre, mit diesen Säuglingen auf
21:13der Straße zu sitzen.
21:14Aber ich habe immer noch gesagt, nee, habe ich gesagt.
21:18Ich habe gesagt, das schaffe ich schon.
21:20Ja, und dann machte sie den Vorschlag, ich soll eins abheben.
21:26Und ich war so verzweifelt.
21:30Und da habe ich gesagt, gut, habe ich gesagt.
21:34Ja, und ihr wart so klein, wisst ihr, und habt euch so ähnlich gesehen.
21:39Ich wusste überhaupt nicht, was ich machen sollte.
21:42Ich konnte doch auch nicht entscheiden, habe ich gesagt.
21:44Suchen Sie sich eins aus.
21:50Und das hast du dann gemacht, wisst ihr.
21:58Wenn ihr nichts von mir wissen wollt, dann macht mir das nichts.
22:03Wirklich nicht.
22:04Denn ich habe meine Strafe schon weg.
22:07Ich habe mich so geschämt.
22:11Mein Gott, habe ich mich geschämt.
22:15Hast du meine Tasche?
22:17Hast du sie denn nie mehr wieder gesehen?
22:22Doch, du.
22:24Heute Mittag.
22:26Auf einmal, du standst du vor mir am Wagen.
22:30Und ich was Vernünftiges sagen konnte, du überhaupt nur begriffen hatte,
22:34dass du das nicht warst.
22:36Da war sie weg.
22:41Sag mal, woher weißt du denn das alles?
22:45Was du eben alles erzählt hast, wusste ich nicht.
22:47Aber dafür weiß ich, wo sie wohnt.
22:49Und wie sie lebt.
22:51Also ungefähr.
22:52Ja, wie geht es dir?
22:55Ich meine, ist sie glücklich?
22:56So viel ich weiß, ja.
22:58Aber du kannst sie ja mal selber fahren.
23:02Nein, du.
23:04Nein, das kann es nicht.
23:06Das kriege ich nie wieder hin, weißt du.
23:08Ach, was.
23:10Das machen wir schon.
23:12Marion ist ganz schön auf Zack.
23:16Das werden wir hier schon verklickern.
23:19Marion, hörst du?
23:22Schön, das machen wir, ne?
23:26Marion.
23:27Ich sag mal.
23:28Bis zum nächsten Mal.

Empfohlen